{"id":3320,"date":"2018-02-07T16:15:11","date_gmt":"2018-02-07T15:15:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=3320"},"modified":"2018-02-07T16:15:11","modified_gmt":"2018-02-07T15:15:11","slug":"predigthilfe-vom-4-maerz-2018-matthaeus-2636-46","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-4-maerz-2018-matthaeus-2636-46\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 4. M\u00e4rz 2018 &#8211; Matth\u00e4us 26,36-46"},"content":{"rendered":"<p><strong>Predigtthema: Gott ist am Sterben \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigttext:\u00a0 Mt 26,36-46<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Sehen, was dasteht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 2017 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n<p>Mit unserem heutigen Predigttext nehmen wir konkret das Leiden und Sterben von Jesus in den Blick. Gerade im Garten Gethsemane wird sichtbar, wie sehr Jesus um seinen Weg gerungen hat. Wir werden mit menschlichen Worten nur ansatzweise erkl\u00e4ren k\u00f6nnen, welchen Schmerz Jesus hier durchlebt hat. Wir wollen unsere H\u00f6rer in die staunende Anbetung \u00fcber die Liebe und den Gehorsam unseres Herrn f\u00fchren. Auf der anderen Seite sehen wir, wie die J\u00fcnger an ihrem Gebetsauftrag scheitern, was erneut unterstreicht, wie dringend auch sie den Retter brauchen. Wir wollen uns von Jesus herausfordern lassen, wirklich Beter zu sein<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung bieten z.B.<\/p>\n<p>* Gerhard Maier: Matth\u00e4usevangelium \u00a0(Edition C Band 2)<\/p>\n<p>* Fritz Rienecker: Das Evangelium des Matth\u00e4us (Wuppertaler Studienbibel)<\/p>\n<p>* Gerhard Maier: Das Evangelium des Matth\u00e4us. Kapitel 15-28 (HTA)<\/p>\n<p>* Douglas O\u2019Donnell: Matthew. All Authority in Heaven an on Earth (Preaching the Word)<\/p>\n<p><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p><strong>V.36-37<\/strong><\/p>\n<p>Zur Lokalisierung des Gartens gibt Gerhard Maier wichtige Hinweise (Ed. C: S.379; HTA: 546f). Jesus geht mit seinen J\u00fcngern zu einem Grundst\u00fcck, das ihnen wohlbekannt war. Auch Judas, der Verr\u00e4ter, wusste offensichtlich genau, wo Jesus zu finden war. Jesus l\u00e4sst seine J\u00fcnger zur\u00fcck und will alleine beten. Dies wird uns von Jesus an verschiedenen Stellen berichtet (vgl. Mt 14,23; Mk 1,35; Lk 6,12)<\/p>\n<p>Deutlich wird aber auch, dass es unter den J\u00fcngern eine besondere Gruppe gab, die Jesus regelm\u00e4\u00dfig aus der Gruppe herausnahm (vgl. Mt 5,37ff; 17,1ff). Wahrscheinlich hat diese besondere Dreiergruppe auch mit dem alttestamentlichen Zeugenrecht zu tun (vgl. 5.Mo 19,15).<\/p>\n<p>Gerade im Blick auf Petrus erstaunt Jesu Treue. Obwohl Jesus ihm direkt vorher die Verleugnung vorhergesagt hat, nimmt er Petrus wieder mit.<\/p>\n<p>Die acht \u00fcbrigen J\u00fcnger erleben die Not Jesu nicht in dem Ma\u00dfe mit, wie Petrus, Jakobus und Johannes sie miterleben haben. Sie sahen, wie die volle Angst Jesu vor seinem letzten Weg zum Vorschein kam.<\/p>\n<p><strong>V.38<\/strong><\/p>\n<p>Jesus bringt seine Not selbst zum Ausdruck. In dieser Not Jesu kommt mehreres zusammen. Nat\u00fcrlich ist das grausame k\u00f6rperliche Leiden im Blick. Aber zudem kommt bei Jesus hinzu, dass er ja diesen Weg freiwillig geht und dar\u00fcber hinaus, dass er am Kreuz eben nicht seine eigene Schuld tr\u00e4gt, sondern die Schuld der Menschen s\u00fchnt. Er, der immer in der vollkommenen Verbindung zum Vater lebt, wird durch unsere Schuld die Trennung vom Vater durchleiden.<\/p>\n<p>Die drei J\u00fcnger bekommen von Jesus eine wichtige Aufgabe. Jesus bittet die J\u00fcnger, die selbst so \u00fcberzeugt von ihrer eigenen Treue waren um den Dienst der F\u00fcrbitte. Dass die Bitte zu wachen, mit der Bitte um F\u00fcrbitte verbunden ist, wird in V.41 klar.<\/p>\n<p><strong>V.39<\/strong><\/p>\n<p>Das Gebet Jesu zeigt gleichzeitig die tiefe Not, in der Jesus sich befindet und seine absolute Hingabe an den Willen seines Vaters. Lukas, der Arzt, berichtet in seinem Evangelium von den k\u00f6rperlichen Begleiterscheinungen, die dieses Gebet in tiefster Not begleitet haben.<\/p>\n<p>Jesus betet hier im tiefen Vertrauen, dass sein Vater es richtigmachen wird.<\/p>\n<p>Der Kelch, von dem Jesus hier spricht, ist sein Leiden und Sterben. Wir sehen hier, dass das Leiden und Sterben in keiner Weise verharmlost wird. Dieser Weg, den Jesus f\u00fcr uns gehen muss ist unvorstellbar schwer. Aber es gibt keine Alternative zum S\u00fchnetod des vollkommenen Lammes.<\/p>\n<p>Jesus muss den Zornbecher Gottes austrinken. (Zum Zornbecher vgl. Ps 75,9; Jes 51,17ff; Jer 25,15ff)<\/p>\n<p><strong>V.40-41 <\/strong><\/p>\n<p>Jesus kommt in seiner tiefen Not zu seinen J\u00fcngern. Doch statt Unterst\u00fctzung findet er dort nur Schlaf. Lukas erg\u00e4nzt hier, dass die Sorgen die J\u00fcnger in den Schlaf gedr\u00fcckt haben. Statt die Sorge vor Gott niederzulegen und in ihm Frieden zu finden, bet\u00e4uben sich die J\u00fcnger durch Schlaf.<\/p>\n<p>Auch in dieser Situation ist es Petrus, der direkt angesprochen wird. Er hat kurze Zeit vorher noch mit seiner gro\u00dfen Treue geprahlt, doch schon mit der \u201ekleinen\u201c Gebetsbitte sind die J\u00fcnger \u00fcberfordert. Sie konnten Jesus in seiner Not nicht beistehen. Dies wird sich durch die ganze Leidensgeschichte Jesu hindurchziehen. Der Retter der Welt ist in seiner tiefen Not ganz alleine.<\/p>\n<p>Jesus bleibt nicht beim Vorwurf stehen. Auch in der tiefen Not verliert Jesus seine J\u00fcnger nicht aus dem Blick. Er fordert sie auf, auch f\u00fcr sich selbst zu beten. Jesus kennt seine J\u00fcnger, er wei\u00df, dass sie ihm treu bleiben wollen. Er kennt ihren Willen, aber er wei\u00df auch, wie es um ihre wirkliche Kraft bestellt ist, wenn Versuchungen und Anfechtungen kommen. Er wei\u00df, wie schnell die J\u00fcnger fallen werden.<\/p>\n<p>Deshalb erinnert Jesus die J\u00fcnger an die einzige Hoffnung, die sie haben. Bittet Gott, dass er euch bewahrt, dass er euch die Kraft gibt. Jesus selbst wei\u00df, wie dringend er das Gebet braucht und er l\u00e4dt seine J\u00fcnger ein, es ihm gleichzutun.<\/p>\n<p><strong>V.42-44<\/strong><\/p>\n<p>Jesus bleibt beharrlich im Gebet. Er legt sein Anliegen dem Vater wieder und wieder ans Herz. Und an den J\u00fcngern sieht man erneut unsere menschliche Schw\u00e4che. Sie haben wahrscheinlich kurze Zeit mitgebetet, aber dann sind sie wieder eingenickt. Jesus weckt sie nicht einmal mehr auf. Er sucht nicht mehr ihre Unterst\u00fctzung, sondern geht direkt wieder ins Gebet.<\/p>\n<p>Nach Hebr 5,7 ist Jesu Gebet beantwortet worden. Es gab eben keinen anderen Weg, der f\u00fcr die Menschen zum Heil f\u00fchren kann, als alleine der Tod des Sohnes Gottes. Und Jesus, der gehorsame Sohn (Hebr 5,8), war bereit in allem den Willen des Vaters zu tun.<\/p>\n<p><strong>V.45-46<\/strong><\/p>\n<p>Aus der dritten Gebetszeit scheint Jesus mit einer neuen Gewissheit zur\u00fcckzukommen. Wir sehen nicht mehr das Fragen nach einem anderen Weg, sondern die \u00dcberzeugung und die Ruhe im Wille des Vaters unterwegs zu sein.<\/p>\n<p>So geht Jesus auf seine Feinde und Judas, den Verr\u00e4ter, zu. Jesus unterstreicht durch sein Verhalten, dass er es ist, der den Weg geht. Es sind nicht die Menschen, die ihn \u00fcberw\u00e4ltigen. Nein das \u201eausgeliefert werden\u201c, von dem Jesus spricht, ist der eine Weg Gottes zur Rettung der Menschen.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Verstehen, worum es geht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><\/p>\n<p>Da wir an diesem Sonntag neu in die Passionsreihe einsteigen, ist es wichtig den H\u00f6rern die Vorgeschichte zu unserem Abschnitt noch einmal kurz zu vermitteln. Gerade die Treueschw\u00fcre der J\u00fcnger, die direkt vor diesem Abschnitt berichtet werden, sollten in den Blick genommen werden, da in dem nun Folgenden so deutlich die Treue Jesu und unsere menschliche Untreue in Kontrast treten.<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><\/p>\n<p>Der heutige Predigtabschnitt ist wahrscheinlich den meisten der H\u00f6rer sehr gut vertraut. Sie haben auch schon viele Predigten \u00fcber diesen Text geh\u00f6rt. Unser Auftrag als Prediger ist es nicht, immer etwas Neues zu verk\u00fcndigen. Vielmehr besteht unser Auftrag darin, die alte Botschaft immer wieder neu im Leben der H\u00f6rer lebendig werden zu lassen. Wir wollen das, was Gott uns in seinem Wort offenbart hat, treu verk\u00fcnden. Dabei geht es eben auch immer wieder darum, dass wir unserer Schuld bewusstwerden. Jesus geht diesen Weg f\u00fcr uns. Er trinkt den Zornbecher Gottes, den wir eigentlich h\u00e4tten trinken m\u00fcssen. Aus Liebe zu uns l\u00e4sst Gott seinen Sohn diesen Weg gehen.<\/p>\n<p>Wo immer die fatalen Konsequenzen unserer Schuld verharmlost werden, m\u00fcssen wir als Kinder Gottes entschieden widersprechen. Wir leben in der Realit\u00e4t, dass wir in unserer Schuld einst Feinde Gottes waren, und dass er uns in seiner gro\u00dfen Liebe aus der Macht der Finsternis gerettet und in das Reich seines Sohnes gestellt hat.<\/p>\n<p>Die Begegnung im Garten Gethsemane gibt uns einen tiefen Einblick, was es unseren Herrn gekostet hat diesen Weg f\u00fcr uns zu gehen.<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><\/p>\n<p>Die Predigt soll den H\u00f6rern helfen neu zu erfassen, mit welcher geistlichen Dimension wir es hier zu tun haben. Jesu Leiden und Sterben sollte f\u00fcr uns als Christen nie zur Normalit\u00e4t werden. Jesus hat uns genau daf\u00fcr das Abendmahl gegeben, damit wir nicht vergessen, was er f\u00fcr uns getan hat. Wir wollen die H\u00f6rer sehr pers\u00f6nlich ansprechen, sich wieder neu, oder auch zum ersten Mal ganz pers\u00f6nlich darauf einzulassen, was Jesus f\u00fcr uns alle, aber eben auch f\u00fcr jeden ganz pers\u00f6nlich gelitten hat, wie schwer dieser Weg f\u00fcr ihn war.<\/p>\n<p>So kann ein Doppeltes entstehen. Tiefe Demut, weil wir erkennen, welche Konsequenzen unsere Schuld mit sich bringt, und gleichzeitig gro\u00dfe Liebe, Freude und Dankbarkeit f\u00fcr das, was Jesus f\u00fcr uns getan hat.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Die H\u00f6rer sollen mit hineingenommen werden in den unvorstellbar schweren Weg, den Jesus zu gehen bereit war um uns zu retten. Dies soll sowohl zu Demut, wie auch zur Dankbarkeit anregen.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Gott stirbt<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Den Tod vor Augen \u2013 aber den Vater im Blick (V.37-39; 42-44)<\/li>\n<li>Den Tod vor Augen \u2013 allein trotz Freunden \u2013 (V.38; 40-41;43)<\/li>\n<li>Den Tod vor Augen \u2013 aber klar auf dem Weg (V.45-46)<\/li>\n<\/ol>\n<p>(Tobias Schurr)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigtthema: Gott ist am Sterben \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Predigttext:\u00a0 Mt 26,36-46 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. 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