{"id":3288,"date":"2017-12-14T16:26:41","date_gmt":"2017-12-14T15:26:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=3288"},"modified":"2017-12-14T16:26:41","modified_gmt":"2017-12-14T15:26:41","slug":"predigthilfe-vom-14-januar-2018-johannes-4-1-26","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-14-januar-2018-johannes-4-1-26\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 14. Januar 2018 &#8211; Johannes 4, 1-26"},"content":{"rendered":"<p><strong>Predigtthema:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jesus kommt und stillt Bed\u00fcrfnisse<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigttext:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Johannes 4,1-26<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Sehen, was dasteht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n<p>Jemand sagte mal: Das Johannesevangelium ist so tief, dass Elefanten schwimmen und Kinder darin waten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dementsprechend ist es ein gro\u00dfes Privileg aus dem Johannesevangelium zu predigen. Denn dieses Evangelium beabsichtigt Jesus Christus als den verhei\u00dfenen Messias vorzustellen und das auf eine Weise, dass es selbst Kinder verstehen k\u00f6nnen und man dennoch Jahre lang den Inhalt dieses Evangeliums studieren k\u00f6nnte. Demnach m\u00f6chte Johannes das was er schreibt auf Jesus Christus als den verhei\u00dfenen Erretter Israels und der ganzen Welt ausrichten. Es ist nicht so, dass aus den anderen Texten der Bibel zu predigen nicht auch ein Privileg w\u00e4re oder andere Texte nicht auch auf Jesus hinweisen, dennoch stellt Johannes Jesus Christus hier einzigartig dar. Nirgendwo sonst in den Evangelien finden wir die Gespr\u00e4che mit Nikodemus und der Frau am Brunnen, die Heilung am Teich Bethesda oder gar das Hohepriesterliche Gebet f\u00fcr seine J\u00fcnger.<\/p>\n<p>Unser heutiger Text ist demnach ebenfalls nur dieses eine Mal in der Bibel beschrieben. Hier wird sehr deutlich, wie Jesus auf die Menschen eingeht, in unserem Fall auf eine Samariterin, um zu zeigen, dass er der verhei\u00dfene Messias ist.<\/p>\n<p>Herausfordernd ist hier, zu erkennen wie Jesus im Gespr\u00e4ch vorgeht und wie er der Frau nach und nach aufzeigt wer er ist, bis sie schlie\u00dflich erkennt und auch bezeugt, dass sie in Jesus den Messias gefunden hat.<\/p>\n<p>Zur Geschichte ist es so, dass Juden im Normalfall einen weiten Weg um das Gebiet Samaria machten. Die Samariter galten f\u00fcr die Juden als Mischvolk und somit geh\u00f6rten sie nicht zum ausgew\u00e4hlten Volk Gottes. Samaria lag allerdings auf der Route vom Norden Israels, z.B. von Galil\u00e4a oder Nazareth, bis runter nach Jud\u00e4a und Jerusalem, wohin die Juden des \u00d6fteren pilgerten. Wie schon erw\u00e4hnt machten die meisten Juden einen weiten Umweg nur um nicht durch Samaria zu m\u00fcssen. Dennoch ist es erstaunlich, dass die Samariter weit aufgeschlossener dem Messias begegneten als die Juden (Joh 4,1f; Lk 17,15f; Apg 8,5-25, hier sind Samariter die ersten Heidenchristen).<\/p>\n<p>Die Hauptstreitfrage zwischen Samaritern und Juden zur Zeit Jesu war die um die richtige Anbetungsst\u00e4tte. Diese Frage kommt beim Gespr\u00e4ch zwischen Jesus und der Frau auch auf. Die Frage war ob dem Tempel in Jerusalem die Sonderstellung des alleinigen Heiligtums Gottes zukommen soll. Samariter pflegten n\u00e4mlich auf dem Garizim, einem Berg, Gott anzubeten.<\/p>\n<p>Jesus erweitert mit der Antwort auf diese Frage den Blickwinkel der Frau um zu zeigen, dass es darauf bald nicht mehr ankommen wird. Doch dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n<p>Weiter war es f\u00fcr Juden g\u00e4ngig nicht mit einer Frau zu sprechen bzw. eine solche anzusprechen. Pharis\u00e4er beteten sogar: Ich danke dir Herr, dass ich keine Frau bin!<\/p>\n<p>Die Samariterin ging zu einer Zeit zum Brunnen, wo normalerweise niemand da war. Die Frauen damals, die f\u00fcr das Wasser holen zust\u00e4ndig waren, gingen meist in Gruppen und dann auch zu Zeiten, an denen es nicht so hei\u00df war. Die sechste Stunde war nach Ansicht vieler Ausleger die Mittagszeit. Also eine Zeit, in der man normalerweise kein Wasser holte. Die Frau wollte vielleicht alleine sein. Da wir wissen, dass sie viele M\u00e4nner hatte, war sie im Dorf Wahrscheinich verachtet oder nicht angenommen. Vielleicht wollte niemand mit ihr den Umgang pflegen. Zumindest nicht die Frauen (denn immerhin hatte sie jetzt schon den sechsten Mann). Aus dem Gespr\u00e4ch mit Jesus heraus k\u00f6nnen wir sehen, dass sie auf der Suche nach Wahrheit war. Die Fragen die sie stellte, die Antworten Jesu die sie aufnahm und ihre Reaktionen darauf zeigen eine Aufgeschlossenheit f\u00fcr die Wahrheit.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen nach allem sehen, dass an dem Gespr\u00e4ch zwischen Jesus und der Samariterin nichts Zuf\u00e4lliges war. Denn kein Jude, und Jesus war einer, w\u00fcrde ein Gespr\u00e4ch mit dieser Frau anfangen. Die Frau selbst und auch die J\u00fcnger wunderten sich, dass Jesus mit einer Frau redete (4,9+27). Jesus jedoch war kein normaler Jude. Er war der Messias, der Retter der Welt, der Sch\u00f6pfer des Universums. Er war derjenige, der in Kapitel 3 sagte, dass Gott die Welt so sehr geliebt hat, dass er seinen Sohn f\u00fcr sie sterben l\u00e4sst, auf dass die Menschen gerettet werden k\u00f6nnen. Jesus geht auf diese Frau ein weil er sie liebt, weil sie wertvoll ist und weil er sie gewinnen m\u00f6chte. Er macht da keinen Unterschied ob sie nun Samariterin ist oder nicht. Jesus spricht die Frau an und gewinnt sie f\u00fcr sich.<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung bieten z.B.<\/p>\n<ul>\n<li>Beten und den Text widerholt lesen<\/li>\n<li>Fritz Rienecker; Lexikon zur Bibel<\/li>\n<li>William Barclay; Johannesevangelium 1<\/li>\n<li>Werner de Boor; Wuppertaler Studienbibel, Das Evangelium nach johannes<\/li>\n<li>William MacDonald, Kommentar zum Neuen Testament<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/sermon-online.de\/search.pl?lang=de&amp;id=95&amp;title=&amp;biblevers=&amp;searchstring=&amp;author=0&amp;language=0&amp;category=0&amp;play=0&amp;tm=2\">http:\/\/sermon-online.de\/search.pl?lang=de&amp;id=95&amp;title=&amp;biblevers=&amp;searchstring=&amp;author=0&amp;language=0&amp;category=0&amp;play=0&amp;tm=2<\/a>\n<ul>\n<li>Predigt von Winrich Scheffbuch<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Beachtenswerte Anmerkungen zum Predigttext bietet z.B. auch die MacArthur Studienbibel (unter S.1493f).<\/p>\n<p><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>V1-3: Wenn wir die ersten Kapitel des Evangeliums betrachten k\u00f6nnen wir sehen, dass Jesus sich bereits mehrfach entweder als Messias ausgewiesen hatte, oder dass er Dinge tat, die niemand sonst tun w\u00fcrde oder konnte.<\/p>\n<p>Da haben wir zum einen die Zeugnisse der Johannes des T\u00e4ufers (1,15-18+29-36), die Berufungen der ersten J\u00fcnger (1,37-51), das erste Wunder an der Hochzeit zu Kana(2,1-12), die erste Tempelreinigung (2,13-17), erste Streitgespr\u00e4che mit Juden (2,18-25), weiter das bekannte Gespr\u00e4ch mit Nikodemus (3,1f) und zum Schluss des dritten Kapitels haben wir noch ein weiteres gro\u00dfes Zeugnis von Johannes d.T. \u00fcber Jesus Christus (3,22-36). So hatte Jesus mit keinem Pharis\u00e4er bisher ein Gespr\u00e4ch au\u00dfer mit Nikodemus. Es war noch nicht an der Zeit f\u00fcr ihn derartige Gespr\u00e4che zu f\u00fchren (2,23-25). Und somit beendete er seine erste Wirkungszeit in Jud\u00e4a und in Jerusalem f\u00fcrs erste und zog wieder nach Galil\u00e4a. (Wir finden die Offenbarung Jesu als Messias erst ab Kapitel 5)<\/p>\n<p>V4: Das Wort \u201emusste\u201c, darf hier nicht im Sinne von \u201ejemandem Befahl es ihm\u201c oder \u201eer hatte keine andere Wahl\u201c. Wie wir schon gesehen haben konnte man durchaus auch au\u00dfen um Samaria herum laufen.<\/p>\n<p>Das musste in diesem Zusammenhang ist ein von Gott herkommendes musste. Es war ein G\u00f6ttliches und kein Geografisches. Jemand schrieb: Es gab dort eine s\u00fcndige Frau zu retten. Eine Frau, die hungrig nach der Wahrheit war und die von ihrer S\u00fcnde die Nase voll hatte.<\/p>\n<p>So sehen wir, dass Jesus auf Grund seiner Liebe zu Menschen dort hin \u201emusste\u201c, und nicht aus anderen Gr\u00fcnden.<\/p>\n<p>V5+6: Hier wird die Reise ein Wenig erz\u00e4hlt. Und daran, dass Jesu m\u00fcde war, k\u00f6nnen wir sehen, dass er ein Mensch war und menschliche Bed\u00fcrfnisse hatte.<\/p>\n<p>V7+8: Jesu J\u00fcnger gehen in die Stadt um Nahrung zu kaufen. Es war damals normal, dass die J\u00fcnger sich um ihren Rabbi (Lehrer, Meister) k\u00fcmmerten.<\/p>\n<p>Wichtig zu beachten ist hier, dass Jesus die Frau anspricht. Er ergreift in diesem Gespr\u00e4ch die Initiative. Die Frau h\u00e4tte ihn nie angesprochen. Zu viele Kulturelle Barrieren waren damals aufgestellt. Aber warum sollte die Frau diesen fremden Mann auch ansprechen?<\/p>\n<p>Jesus ergreift die Initiative und geht auf die Frau ein.<\/p>\n<p>V9: Die Frau erstaunte nicht schlecht als Jesus sie ansprach. Sie reagiert mit einer Gegenfrage. (Siehe 1.1, allg. Hinweise zum Predigttext)<\/p>\n<p>V10: Jesus antwortet ihr direkt mit etwas, dass sie nicht hat. Er bietet ihr lebendiges Wasser an. Jesus beh\u00e4lt die Kontrolle \u00fcber das Gespr\u00e4ch. Wenn sie nur w\u00fcsste wer er ist, w\u00fcrde sie ihn bitten. Er will, dass sie \u00fcber ihn nachdenkt. Das Wort Gabe betont im Johannesevangelium das Geschenk Gottes durch Jesus Christus.<\/p>\n<p>V11+12: Die Frau denkt an physisches Wasser. Sie versteht nat\u00fcrlich noch nicht was Jesus von ihr will bzw. was er ihr geben will. Der Brunnen war wohl 30-35 Meter tief, nat\u00fcrlich konnte Jesus das Wasser ohne Eimer nicht herausholen. Doch die Frau geht noch weiter. Sie sucht einen gemeinsamen Nenner und bringt den Vater Jakob ins Spiel, der sowohl bei den Juden als auch den Samaritern als Vater identifiziert wird.<\/p>\n<p>Interessant ist hier auch, dass Jesus an anderer Stelle sagt, dass ehe Abraham war, bin ich(8,58). Er war der Herr! Er war der Messias!<\/p>\n<p>V13+14: Zun\u00e4chst geht Jesus auf das Physische ein, das die Frau angesprochen hatte. Aber dann weckt er ihr Interesse an seiner Person. Er bietet ihr das Leben an, das ER gibt. Mit diesem Satz beantwortet er ihre Frag ob er gr\u00f6\u00dfer ist als Jakob und gibt ihr dazu noch Aussicht auf mehr.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend das Wasser aus dem Brunnen Jakobs nicht ewig satt machen kann, sondern jeder der daraus trinkt wird wieder durstig sein, ist das Wasser des Lebens von Jesus ein Wasser das Ewigkeitscharakter hat.<\/p>\n<p>Derjenige, der das Wasser Jesu trinkt, wird bis in die Ewigkeit nicht mehr Durst haben. Jesus spricht hier von der Befriedigung der Bed\u00fcrfnisse auf der Erde. All die Sehnsucht die die Frau hat, kann bei Jesus gestillt werden. Sie kann ein \u201eges\u00e4ttigtes\u201c Leben f\u00fchren mit der Aussicht auf die Ewigkeit, denn die Quelle, zu der man selbst noch wird, quillt bis ins ewige Leben.<\/p>\n<p>Hier ist es wichtig die Parallelstelle aus Joh. 7,37-39 zu beachten. Jesus m\u00f6chte den Heiligen Geist jedem geben, der an ihn glaubt. Noch war der Geist nicht da, doch er sollte noch kommen.<\/p>\n<p>Jesus gibt der Frau also die Aussicht ein erf\u00fclltes Leben zu f\u00fchren, egal wie ihre Vergangenheit aussieht und er gibt ihr die Aussicht darauf, dass sie eines Tages den Heiligen Geist empfangen kann, wenn sie an Jesus glaubt.<\/p>\n<p>V15: Die Frau geht auf Jesus ein und will das Wasser haben. Sie denkt noch immer an physisches Wasser und erkennt nicht, dass Jesus hier von H\u00f6herem redet.<\/p>\n<p>Sie will das Wasser also haben, denn wenn es stimmt, das der Fremde gr\u00f6\u00dfer ist als Jakob, was hat sie zu verlieren?<\/p>\n<p>V16: Jesus hackt Jesus ein und geht direkt auf die Not der Frau ein. Du willst das Wasser haben? Dann geh und hol deinen Mann.<\/p>\n<p>Jesus deckt das innere Verlangen der Frau direkt auf. Er kennt sie ja und liebt sie. Er will sie gewinnen. Er will ihre Sehnsucht stillen.<\/p>\n<p>V17+18: Es wird deutlich, dass die Frau schon sechs M\u00e4nner hat. Jesus verurteilt sie dennoch nicht, obwohl das wahrscheinlich der Grund war warum sie alleine zum Brunnen ging und es war auch ein Grund einen Menschen \u00f6ffentlich blo\u00df zu stellen.<\/p>\n<p>Jesus jedoch geht auf die Frau ein und tadelt nicht. Er best\u00e4tigt ihr sogar, dass sie die Wahrheit gesprochen hatte. Er zeigt, dass er tats\u00e4chlich mehr ist als Jakob, gr\u00f6\u00dfer als die Vorfahren.<\/p>\n<p>V19+20: Jetzt f\u00e4ngt die Frau an zu verstehen was hier vielleicht passiert. Sie glaubt daran, dass Jesus ein Prophet ist. Doch er ist mehr, das gilt es zu verstehen. Das Gespr\u00e4ch spitzt sich zu. Ein letzter Schritt fehlt noch um zu erkennen, dass Jesus der Messias ist.<\/p>\n<p>Jedoch versucht die Frau wahrscheinlich abzulenken indem sie eine theologische Frage stellt.<\/p>\n<p>Es ist immerhin leichter \u00fcber Theologie zu reden als \u00fcber die eigene S\u00fcnde.<\/p>\n<p>V21: Jesus gibt der Frau ein prophetisches Wort. Bald wird es sein, dass man Gott \u00fcberall anbeten kann. Denn wie zuvor gesehen kann jeder das Wasser trinken und eine Quelle lebendigen Wasser sein.<\/p>\n<p>Weiter zeigt Jesus der Frau, dass das Heil aus den Juden in seiner eigenen Person kommen wird. Demnach war der j\u00fcdische Glaube besser bzw. hoffnungsvoller als der der Samariter.<\/p>\n<p>Die Stunde wird kommen und ist auch schon jetzt da, in der Gott auf die richtige Weise angebetet wird.<\/p>\n<p>In Geist und Wahrheit bedeutet, Gott wirklich und wesenhaft anbeten. Anbetung gab es zur damaligen Zeit viel. Der Tempelkult war ja im vollen Gange. Dennoch war das nicht die richtige Art. Denn aus dem Tempel wurde eine R\u00e4uberh\u00f6hle gemacht und auch die F\u00fchrer wie Nikodemus verstanden nicht worauf es Jesus absah.<\/p>\n<p>Er will wirkliche und von Herzen ehrlich meinende Anbeter. Menschen, die erkennen, dass Jesus der Messias ist und den Vater im Himmel darauf hin preisen.<\/p>\n<p>Gnade und Wahrheit sind erst durch Jesus in die Welt gekommen, weil er das Gesetz erf\u00fcllte und uns einen besseren Weg zeigte.<\/p>\n<p>V25: Die Frau r\u00e4umt nun die M\u00f6glichkeit ein, dass Jesus der Messias sein k\u00f6nnte. Er hat ihre ganze Aufmerksamkeit. Er gibt sich zu erkennen mit dem was er ihr sagte ohne bisher gesagt zu haben, dass er der Messias ist.<\/p>\n<p>Die Frau wei\u00df, dass eines Tages jemand kommen wird, der alles verk\u00fcnden wird. Jemand, der ihr den Weg zum Heil zeigen kann.<\/p>\n<p>V26: Ich bin es!<\/p>\n<p>Jesus ist der Messias.<\/p>\n<p>Das ist es, was sich durch das gesamte Evangelium hindurch zieht. Dieser Ausspruch und die Beweise, dass Jesus der Messias ist, ziehen sich durch.<\/p>\n<p>Hier gibt er sich der Frau zu erkennen. Und sie glaubt.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Verstehen, worum es geht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><\/p>\n<p>Es ist sehr wichtig zu erkennen, dass Jesus sich im Johannesevangelium stets als Messias zu erkennen geben will. Beachtet man die sieben Wunder die er tut (Kap 2,4,5,6,9,11) oder die \u201eIch bin Worte\u201c (Kap 6,8,10,11,14,15), so erkennt man, dass Jesus die Wahrheit ist. Denn Johannes selbst gibt uns die Absicht seines Evangeliums kund. Er schreibt in 20,30+31, den Schl\u00fcssel- Vers des Evangeliums. Die Worte \u201eZeichen-Glauben-Leben\u201c sind zentral. Und das ist es auch, was im vierten Kapitel im Gespr\u00e4ch mit der samaritischen Frau deutlich wird. Jesus m\u00f6chte Zeichen geben, damit die Frau glaubt und dadurch das Leben hat in volle Gen\u00fcge (10,10).<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><\/p>\n<p>Es wurde schon l\u00e4nger nicht mehr aus dem Johannesevangelium gepredigt. Wenn alles nach dem Predigtplan geht, dann war es an Heiligabend und davor das ganze Jahr nicht mehr. Wichtig ist da vielleicht, dass man kurz erw\u00e4hnt wer Jesus ist und wie er sich offenbaren will in dem Evangelium. Auch auf den Schl\u00fcsselvers aus 20,30+31 sollte man vielleicht kurz eingehen.<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><\/p>\n<p>Wie wenden wir den Text auf uns an?<\/p>\n<ol>\n<li>Jesus kommt zu uns und begegnet uns in unserer Not (V5+7). Er ergreift die Initiative. Lasse ich Gott machen, wenn er in meinem Leben die Initiative ergreift?<\/li>\n<li>Jesus gibt den Menschen lebendiges Wasser. Habe ich das schon angenommen? (V10).<\/li>\n<li>Jesus will auf meinen geistlichen Mangel eingehen. Wenn er mich anspricht den Mangel zu f\u00fcllen, lasse ich ihm dann den Raum oder gehe ich weiter meinen eigenen Versuchen nach, das Loch zu stopfen? (V14-18)\n<ul>\n<li>Drogen, Alkohol<\/li>\n<li>Freunde, Beziehung, Sex, Aff\u00e4re<\/li>\n<li>Arbeit, Geld<\/li>\n<li>Familie, Ehepartner<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Beter ich Gott in Geist und Wahrheit an oder ist es nur eine Form wie die Juden damals? Bete ich bewusst Gott an und gebe ihm mein Leben?<\/li>\n<li><strong> Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Zur Predigtvorbereitung hilft das Anh\u00f6ren der Predigt von Winrich Scheffbuch (siehe 1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes)<\/p>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Jesus will den Menschen zeigen, dass er der Messias ist. Er ist voll Gnade und Wahrheit gekommen. Er will den Menschen die Wahrheit zeigen indem er seine Person offenbart. Er m\u00f6chte den Mangel der Menschen durch sich ausf\u00fcllen. Er m\u00f6chte Leben schenken. Er ist alles was wir brauchen. Die Menschen m\u00fcssen verstehen wer Jesus auch heute noch f\u00fcr sie ist.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Jesus l\u00f6scht meinen Seelenbrand mit sich selbst.<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Jesus will dich indem er\u2026<\/p>\n<ol>\n<li>Die Initiative ergreift. 1-9<\/li>\n<li>Dir etwas besseres Anbietet. 10-14<\/li>\n<li>Dir dein falsches Verlangen aufzeigt. 15-18<\/li>\n<li>Deinen Blick auf das Wesentliche lenkt. 19-26<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Lied: Jesus Heiland meiner Seele.<\/p>\n<p>(Valentin T\u00f6ws)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigtthema:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jesus kommt und stillt Bed\u00fcrfnisse Predigttext:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Johannes 4,1-26 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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