{"id":3285,"date":"2017-12-14T16:16:34","date_gmt":"2017-12-14T15:16:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=3285"},"modified":"2017-12-14T16:16:34","modified_gmt":"2017-12-14T15:16:34","slug":"predigthilfe-vom-7-januar-2018-2-mose-17-1-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-7-januar-2018-2-mose-17-1-7\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 7. Januar 2018 &#8211; 2. Mose 17, 1-7"},"content":{"rendered":"<h2>Monatsthema:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jesus stillt unsere Bed\u00fcrfnisse (Texte zur Jahreslosung \u2013 Offb 21,6)<\/h2>\n<p><strong>Predigtthema:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das Ende unserer D\u00fcrre: Gott gibt Wasser in der W\u00fcste <\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigttext:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><strong>2. <\/strong><strong>Mose 17, 1-7<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<h1>1.\u00a0 Sehen, was dasteht<\/h1>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com <\/a>(Luther 2017 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<h2>1.1\u00a0 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/h2>\n<p>Der Textzusammenhang: Gott befreit sein Volk durch gro\u00dfe Wunder und Machttaten an Pharao, dem \u00e4gyptischen Volk und der Natur aus der Sklaverei in \u00c4gypten. Israel erlebt Gottes souver\u00e4nes (Heils-) Handeln live!<\/p>\n<p>Aus der Sklaverei \u00c4gyptens befreit, finden sie sich aber nicht etwa im verhei\u00dfenen Land wieder &#8211; diesem Land in dem Milch und Honig flie\u00dfen \u2013 sondern in der W\u00fcste. In einem Ort also, der absolut lebensfeindlich und bedrohlich ist. Die W\u00fcste ist der Ort der Pr\u00fcfung, aber auch der Gottesbegegnung! Gott pr\u00fcft sein Volk. Wenn Gott Menschen pr\u00fcft, zeigt sich ihre Gesinnung.<\/p>\n<p>Nun gilt es f\u00fcr das Volk Israel, ihrem neuen K\u00f6nig zu vertrauen. Dieser K\u00f6nig ist imstande, sein Volk auch an diesem \u00f6den Ort zu versorgen. Das hat er ihnen bereits gezeigt (vgl. 2Mo 15, 22-27; 16). Aber das Volk muss eine wichtige Lektion lernen: Auch als Befreite aus der Sklaverei \u00c4gyptens sind sie Abh\u00e4ngige, und zwar von Gott. Auf ihn sind sie angewiesen, auf ihn m\u00fcssen sie h\u00f6ren, wenn sie \u00fcberleben wollen.<\/p>\n<h2>1.2\u00a0 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/h2>\n<p>Hilfen zur Auslegung bieten z.B.:<\/p>\n<ul>\n<li>Hansj\u00f6rg Br\u00e4umer. Das zweite Buch Mose: Kapitel 1-18. Wuppertaler Studienbibel AT. Wuppertal: R. Brockhaus, 1996. S. 278-281.<\/li>\n<li>Hellmuth Frey. Das Buch der Heimsuchung und des Auszugs: Kapitel 1-18 des Zweiten Buches Mose. Die Botschaft des Alten Testaments 5. 13. Aufl. Stuttgart: Calwer Verlag, 1984 (1949). S. 197-199.<\/li>\n<li>Warren Wiersbe. Sei befreit: In der Nachfolge Gottes zur Freiheit gelangen. Studien des Alten Testaments: 2Mose 1-40. Dillenburg: Christliche Verlagsgesellschaft, 2003. S. 85-88.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bitte studiert auch den hilfreichen Predigttipp von Thomas Richter vom 10.10.2010 zu 2. Mose 17,1-7 unter <a href=\"http:\/\/www.studienbibel.de\/\">www.studienbibel.de. <\/a>Beachtenswerte Anmerkungen zum Predigttext bietet z.B. die MacArthur Studienbibel.<\/p>\n<h2>1.3\u00a0 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/h2>\n<p>Vers 1: Das Volk zieht geordnet nach dem Befehl des HERRN an diesen trockenen Ort. Wieder ist kein Wasser zum Trinken da. Nun zeigt sich, ob Israel aus dem bisher Erlebten gelernt hat.<\/p>\n<p>Vers 2: Und sie <strong>haderten <\/strong>mit Mose: Das Wort hadern wird im hebr\u00e4ischen oft juristisch gebraucht, dann hei\u00dft es: vor Gericht bringen. Mose zu steinigen (V. 4) w\u00fcrde bedeuten, die vom Gesetz vorgeschriebene Strafe f\u00fcr Verrat an ihm zu vollziehen. Das Urteil wird angedroht f\u00fcr den Fall, dass Mose nicht f\u00fcr Wasser sorgt.<\/p>\n<p><em>Was <strong>pr\u00fcft <\/strong>ihr den HERRN: <\/em>pr\u00fcfen kann auch mit versuchen oder auf die Probe stellen \u00fcbersetzt werden. Auch hier klingt eine juristische Bedeutung an: Gott wird angeklagt, sein Volk im Stich zu lassen, sodass es in der W\u00fcste vor Durst stirbt.<\/p>\n<p>Wenn Gott Menschen pr\u00fcft, geht es darum, ihre Gesinnung festzustellen (vgl. z.B. 1Mo 22,1; 5Mo 13,4). Wenn Menschen Gott versuchen, stellen sie seine F\u00e4higkeit zu helfen infrage bzw. erwarten oder fordern ein Wunder.<\/p>\n<p>Das Volk wusste eigentlich, dass Mose nur tat, was Gott ihm befohlen hatte. Deshalb fragt er, warum das Volk den HERRN pr\u00fcft. Sie h\u00e4tten nach all den Erfahrungen eigentlich gelassen auf Gottes Hilfe warten k\u00f6nnen. Stattdessen lehnen sie sich gegen den von Gott erw\u00e4hlten F\u00fchrer auf.<\/p>\n<p>V 3: <strong>Murren: <\/strong>dieses Wort kommt im Alten Testament mit Ausnahme von Josua 9,18 nur in der Zeit der W\u00fcstenwanderung vor. Es dr\u00fcckt Unzufriedenheit und Auflehnung aus: Gegen Verh\u00e4ltnisse (W\u00fcste), gegen menschliche und vor allem g\u00f6ttliche F\u00fchrung. Ein offenes und willentliches Aufbegehren und Rebellieren gegen die jeweilige Situation und die daf\u00fcr Verantwortlichen. Letztendlich murrte das Volk gegen Gott, wenn es gegen dessen Vertreter murrte (vgl. auch 4 Mo 14,27.39.36). Und das hatte dann interessanterweise zweierlei Konsequenz:<\/p>\n<p>Vor der Offenbarung JHWHs am Sinai antwortete dieser auf das Murren des Volkes mit Wasser- und Speisewundern (vgl. 2Mo 15,24; 16,2). Danach hatte es Jahwes t\u00f6dliches Gericht zur Folge (4Mo 14,36; 16,31; 17,14).<\/p>\n<p>Das Murren des Volkes hatte eine Berechtigung bei der Erw\u00e4hlung Gottes. Problematisch wurde es dann, als diese Erw\u00e4hlung aus Gnade zum Anspruch wurde, den das Volk murrend einklagte, weil es ihn nicht erf\u00fcllt sah. Damit wurde Gott seiner \u201eSouver\u00e4nit\u00e4t beraubt. Murren wurde zum Versuchen (Vers 2), sp\u00e4ter zur L\u00e4sterung Gottes (4Mo 14,11) durch das Volk. Anstatt Gott den Dank, Gehorsam und Glauben entgegen zu bringen, der ihm eigentlich geb\u00fchrt h\u00e4tte, erhebt es sich gegen ihn und verstrickt sich damit in Schuld, die Strafe fordert. Murren hat also eine eindeutig negative Bedeutung. Es bezeichnet S\u00fcnde\/Aufstand gegen Gott.<\/p>\n<p>Es ist ein hebr\u00e4isches Bildwort, das an das Knurren eines Hundes erinnert<\/p>\n<p><strong>Vor Durst sterben<\/strong>: Trotz erlebter Wunder ist das Volk nicht gefestigt und besitzt kein Vertrauen in Gottes gute F\u00fchrung: sie werfen Mose, und damit Gott vor, dass er sie nicht den Weg zum Leben, sondern zum Tod f\u00fchrt!<\/p>\n<p>Vers 4: Mose bekommt als von Gott berufener Leiter Israels allen Zorn des Volkes ab. Sein Hilfeschrei kann auch so verstanden werden: \u201eWie soll ich blo\u00df <strong>mit diesem Volk <\/strong>umgehen, dass es nicht mehr schuldig wird an Jahwe?\u201c.<\/p>\n<p>Trotz der unm\u00f6glich zu erf\u00fcllenden Forderung bleibt Mose geduldig und sanftm\u00fctig (vgl. 4Mo 12,3). Obwohl er keine Rettung sieht, verzagt er doch nicht an Gott; er erhebt seinen<\/p>\n<p>Blick \u00fcber das Sichtbare und h\u00e4lt sich an den Unsichtbaren (Vgl. Hebr. 11,27). Er legt diese ganze aussichtslose Situation in Gottes H\u00e4nde. Mit seinem Verhalten ist Mose ein Vorbild f\u00fcr alle, die geistlich leiten.<\/p>\n<p>Vers 5: Das Volk will eine Gerichtsverhandlung. Gott, der gerechte Richter, gew\u00e4hrt ihnen eine solche. Mose soll vor das Volk treten und seinen Stab in die Hand nehmen, begleitet von den \u00c4ltesten Israels. Der Stab Gottes wird mit der Gerichtsstrafe \u00fcber \u00c4gypten gleichgesetzt (vgl. auch Jes 30,31). Die \u00c4ltesten sind zu stellvertretenden Zeugen berufen (vgl. V 6).<\/p>\n<p>Vers 6: <strong>Siehe, ich will dort vor dir stehen auf dem Fels am Horeb<\/strong>: Eine erstaunliche Aussage: der Mensch steht vor Gott und nicht umgekehrt. In diesem Verfahren nimmt Gott den Platz des Angeklagten ein; er setzt sich auf die Anklagebank. Gott steht auf dem Felsen und wird mit ihm identifiziert. Gott wird in dem Lied Moses als \u201eFels\u201c bezeichnet (5Mo 32,4.15.18.31) wie auch in den Psalmen, die von diesem Ereignis sprechen (Ps 78,35; 95,1).<\/p>\n<p><strong>Den Felsen schlagen: <\/strong>Mose hebt den Gerichtsstab und schl\u00e4gt den Felsen, auf dem Gott steht und mit dem Er sich symbolisch identifiziert. Gott ist nicht schuldig, aber der tr\u00e4gt das Urteil. Wie bedeutungsvoll Moses Schlag ist, zeigt sich sp\u00e4ter, als er den Felsen im Ungehorsam schl\u00e4gt und damit die Heiligkeit Gottes entehrt (4Mo 20,9-12).<\/p>\n<p>Vers 7: Weil das Volk den Herrn hier versucht hatte, gab Mose dem Ort zwei Namen: Massa (Versuchung) und Meriba (Hader). Somit wird diese Geschichte eingerahmt von dem Wort Hader\/Streit (vgl. Vers 2).<\/p>\n<h1>2.\u00a0 Verstehen, worum es geht<\/h1>\n<h2>2.1\u00a0 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/h2>\n<p>W\u00e4hrend sich das Volk Israel auf den Berg Sinai zu bewegte, wurde es weiterhin tags\u00fcber von der Wolkens\u00e4ule und nachts von der Feuers\u00e4ule gef\u00fchrt. Der Herr lenkte Israel jedoch in schwierige und belastende Situationen, um seine Macht zu beweisen und den Glauben und den Charakter seines Volkes aufzubauen. Immerhin bedeutet die Reise des Lebens weitaus mehr als nur das Erreichen eines Zieles. Wenn wir nicht im Glauben, im Wissen \u00fcber Gott und in der Fr\u00f6mmigkeit wachsen, verschwenden wir unsere M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p><em>Eine alte Pr\u00fcfung wird wiederholt <\/em>(2Mo 17,1- 3). Israel hatte noch einen langen Weg vor sich, bevor es zu einer gottesf\u00fcrchtigen Nation werden sollte. Bisher brachte jede neue Schwierigkeit, die sich ergab, nur das Schlechteste im Volk Israel hervor. Als sie Refidim\u00a0 in der W\u00fcste Sinai erreichten, hatten sie wieder einmal kein Wasser mehr. Sie hatten in dieser Pr\u00fcfung schon einmal versagt, deshalb musste Gott sie wiederholen. Er hatte bewiesen, dass er Wasser und Essen f\u00fcr sie bereitstellen konnte, warum also stritten sie mit Mose? Weil ihre Herzen noch in \u00c4gypten waren! Sie machten sich der Undankbarkeit und des Unglaubens schuldig und wollten zur\u00fcck zu ihrem alten Leben; das Ergebnis davon war, dass sie die Pr\u00fcfung auch diesmal nicht bestanden.<\/p>\n<p>Jede Schwierigkeit, die Gott uns erleben l\u00e4sst, wird entweder zu einer Pr\u00fcfung, die uns zu einem besseren Menschen macht, oder zu einer Versuchung, die uns zu einem schlechteren Menschen macht, und durch unser eigenes Verhalten treffen wir die Entscheidung dar\u00fcber. Wenn wir im Unglauben klagen und Gott die Schuld geben, werden wir in die Falle der Versuchung tappen und uns der Gelegenheit berauben, geistlich zu wachsen. Wenn wir jedoch Gott vertrauen und ihn wirken lassen, wird die Versuchung f\u00fcr uns statt gegen uns arbeiten (R\u00f6m 8,28; Jak 1,12-15) und uns helfen, in der Gnade zu wachsen.<\/p>\n<p>Wenn Menschen nicht in der Gemeinschaft mit Gott stehen und zornig und bitter sind, wollen sie h\u00e4ufig unvern\u00fcnftige Dinge tun, die die Lage nur verschlechtern w\u00fcrden. In diesem Falle wollte das Volk seinen F\u00fchrer steinigen (2Mo 17,4)! Inwiefern das ihre Lage ver\u00e4ndert h\u00e4tte, sei dahingestellt, aber ungehorsame Menschen suchen gerne nach einem S\u00fcndenbock.<\/p>\n<p><em>Eine unersch\u00f6pfliche Quelle <\/em>(2Mo 17,4-7). Mose tat das, was er als Anf\u00fchrer h\u00e4ufig tun musste: Er rief den Herrn um Hilfe an (15,25; 32,30ff; 4Mo 11,1-2; 14,13ff.) \u201eGott ist uns Zuflucht und St\u00e4rke, als Beistand in N\u00f6ten reichlich gefunden\u201c (Ps 46,2). Der Herr wies ihn an, einige der \u00c4ltesten mitzunehmen sowie den Stab, der Gottes Macht symbolisierte (2 Mo 7,20). Er sollte vor aller Augen den Felsen schlagen. Als Mose gehorchte, str\u00f6mte Wasser aus dem Felsen hervor und stillte den Durst der Menschen und des Viehs (Ps 78,15-16; 105,41; 114,8; Jes 48,21). Ein gn\u00e4diger Gott befriedigte die Bed\u00fcrfnisse eines klagenden Volkes.<\/p>\n<p>Der Felsen ist ein Bild f\u00fcr Jesus Christus, der f\u00fcr uns ans Kreuz geschlagen wurde (1Kor 10,4), und das Wasser ist ein Bild des Heiligen Geistes, dessen Kommen durch Christi Tod, Auferstehung und Himmelfahrt erst m\u00f6glich wurde (Joh 7,37-39). Das erkl\u00e4rt, warum Mose den Fehler beging, auf den Felsen zu schlagen, statt zu ihm zu reden (4Mo 20, 1- 13), denn \u201ewas er gestorben ist, ist er ein f\u00fcr allemal der S\u00fcnde gestorben\u201c (R\u00f6m 6,10; siehe auch Hebr 7,27; 9,26-28).<\/p>\n<p>\u201eMassa bedeutet \u201epr\u00fcfen\u201c und \u201eMeriba\u201c bedeutet \u201eHader\u201c, \u201eStreit\u201c. Die Juden hatten noch nicht gelernt, dass Gott sein Volk in den t\u00e4glichen Erfahrungen des Lebens pr\u00fcft. Er benutzt die schwierigen Erfahrungen des Lebens, um unseren Glauben zu st\u00e4rken und unsere Pers\u00f6nlichkeit reifen zu lassen. Der Glaube Israels an Gott war jedoch sehr schwach, denn sie dachten, ihr Gott h\u00e4tte sie zu einem Ort gef\u00fchrt, wo er nicht f\u00fcr sie sorgen konnte! Das Problem mit den Israeliten bestand darin, dass sie verstockte Herzen hatten, die sich nicht dem Herrn unterwarfen, und deshalb rebellierten sie gegen seinen Willen. Tats\u00e4chlich hatte die \u00e4ltere Generation w\u00e4hrend ihrer gesamten Reise von \u00c4gypten nach Kanaan ungl\u00e4ubige Herzen (Ps 95,6-11; Hebr 3). Sie klagten zu Beginn ihrer Pilgerreise wegen Wasser, und ebenso gegen Ende, vierzig Jahre sp\u00e4ter (4Mo 20, 1- 13).<\/p>\n<p>Wie viele Orte auf der Landkarte unseres Lebens sollten \u201ePr\u00fcfen und Hadern\u201c aufgrund unserer Klagen \u00fcber die Situation und unseres mangelnden Gottvertrauens genannt werden? Es ist eine Sache, entspannt in der Gemeinde zu sitzen und zu singen: \u201eJesus f\u00fchrt mich allerwegen; Seele, was verlangst du mehr?\u201c, aber eine ganz andere Sache ist es, mit Leid und Entt\u00e4uschung konfrontiert zu sein und dem\u00fctig zu beten: \u201eNicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe\u201c. Corrie ten Boom pflegte zu sagen: \u201eGib Gott keine Anweisungen, sondern erscheine ganz einfach zum Dienst.\u201c (Warren Wiersbe, Sei befreit, Seite 86- 88).<\/p>\n<h2>2.2\u00a0 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/h2>\n<p>Das Monatsthema lautet: Gott stillt unsere Bed\u00fcrfnisse. Das Predigtthema: Das Ende unserer D\u00fcrre: Gott gibt Wasser in der W\u00fcste.<\/p>\n<p>F\u00fcr die meisten H\u00f6rer d\u00fcrfte dies die erste Predigt im Jahr 2018 sein. Der Text eignet sich sehr gut dazu, die H\u00f6rer zu ermutigen, auch im neuen Jahr auf Gottes gute Wegf\u00fchrung zu vertrauen. Auch wenn das bedeutet, dass Gott durch Schwierigkeiten f\u00fchrt.<\/p>\n<h2>2.3\u00a0 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/h2>\n<p>Die Predigt sollte dazu ermutigen:<\/p>\n<ul>\n<li>auch im neuen Jahr Gottes guten Wegf\u00fchrungen zu vertrauen! Er ist der Gott, der uns vorangeht und so mit uns auf dem Weg ist (im Unterschied dazu die G\u00f6tter der umliegenden V\u00f6lker, die \u201eRegionalgottheiten\u201c waren. Das hei\u00dft, sie mussten an einem bestimmten Ort angebetet werden.<\/li>\n<li>gerade in schwierigen Situationen Gottes Hilfe zu erwarten! Sie zu verstehen als Pr\u00fcfungen unseres Glaubens. Nicht vergessen werden sollte der Hinweis, dass Gott uns niemals pr\u00fcft, ohne auch f\u00fcr eine L\u00f6sung zu<\/li>\n<li>Tag f\u00fcr Tag aus der Quelle des lebendigen Wassers zu leben: Jesus Christus. So, wie die Israeliten von Station zu Station immer wieder lernen mussten, dass Gott sie versorgt (ein Beispiel w\u00e4re auch das t\u00e4gliche Manna), m\u00fcssen auch wir lernen, Tag f\u00fcr Tag Gott zu<\/li>\n<\/ul>\n<h1>3.\u00a0 Sagen, wo es hingeht<\/h1>\n<h2>3.1\u00a0 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/h2>\n<p>Ich\u00a0\u00a0\u00a0 m\u00f6chte\u00a0\u00a0\u00a0 den\u00a0\u00a0\u00a0 H\u00f6rern\u00a0\u00a0\u00a0 Mut\u00a0\u00a0\u00a0 machen,\u00a0\u00a0\u00a0 auch\u00a0\u00a0\u00a0 in\u00a0\u00a0\u00a0 schwierigen\u00a0\u00a0 und\u00a0\u00a0 belastenden Lebensumst\u00e4nden auf Gott zu vertrauen und aus seiner Kraft- Quelle zu leben.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt? <\/strong>Das Ende unserer D\u00fcrre: Gott gibt Wasser in der W\u00fcste. <em>Alternativ: <\/em>Leben in der Abh\u00e4ngigkeit Gottes<\/li>\n<\/ul>\n<p>Jeder, der mit Gott leben m\u00f6chte, lernt Zeiten der Pr\u00fcfung kennen, in denen unser Glaube auf die Probe gestellt wird. Ziel von Gottes Pr\u00fcfungen ist es, dass unser Glaube w\u00e4chst und wir Gott mehr vertrauen als vorher. Wenn Gott uns pr\u00fcft, kann es sein, dass er uns Dinge nimmt, von denen wir glauben, dass wir ohne sie nicht leben k\u00f6nnen. Oder er f\u00fchrt uns in Situationen, die uns \u00fcberfordern.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfungen Gottes bestehen wir nur im Gebet, welches Ausdruck unserer Abh\u00e4ngigkeit von Gott ist. Nun lernen wir, dass nicht unsere eigene Kraft und eigene Mittel uns aus der Misere helfen, sondern Gott selber. Die Erfahrung, dass wir \u201eam Ende mit unserem Latein\u201c sind, hilft uns, uns selber wieder im richtigen Licht zu sehen: ohne Gott sind wir v\u00f6llig hilflos und mittellos, wenn es um geistliche Dinge geht.<\/p>\n<p>Gott h\u00f6rt unser rufen. Wenn seine Zeit gekommen ist, wird er uns Hilfe senden. Wir erfahren, dass er viel mehr schenkt, als wir erbeten oder ersehnt haben: Wasser des Lebens im \u00dcberfluss. Und das mitten in der W\u00fcste. Bildlich gesprochen: In einem Umfeld, das unsere Seele austrocknet und zerm\u00fcrbt. Gott kann unsere tiefste Sehnsucht stillen (nicht zu verwechseln mit unseren W\u00fcnschen!), auch wenn sich das Umfeld nicht ver\u00e4ndert! Aber nat\u00fcrlich kann Gott auch Umst\u00e4nde ver\u00e4ndern oder uns aus einem belastenden Umfeld herausf\u00fchren!<\/p>\n<h2>3.3\u00a0 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/h2>\n<p>Leben in der Abh\u00e4ngigkeit Gottes:<\/p>\n<ol>\n<li>Am Ende: wenn Gott uns pr\u00fcft<\/li>\n<li>Bereit: wenn wir alles von Gott erwarten<\/li>\n<li>Erf\u00fcllt: wenn wir Gott erleben<\/li>\n<\/ol>\n<p>oder<\/p>\n<ol>\n<li>Der Durst des Volkes<\/li>\n<li>Das Verhalten von Mose<\/li>\n<li>Wasser aus dem Felsen<\/li>\n<\/ol>\n<h2>3.4\u00a0 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/h2>\n<p>Ein Glaube, der sich bew\u00e4hrt<\/p>\n<p>Da es nicht alle Tage vorkommt, dass wir einen Familienausflug ins Schwimmbad machen, h\u00fcpfte unser dreij\u00e4hriger Sohn aufgeregt auf und ab. Er konnte es kaum erwarten. Als die Taschen gepackt waren und wir im Auto sa\u00dfen, war uns der Stress in die Gesichter geschrieben, denn wir hatten das Gef\u00fchl, f\u00fcr unseren n\u00e4chsten Sommerurlaub gepackt zu haben, dabei ging es nur zum nahe gelegenen Schwimmbad! Die Freude unseres Sohnes verwandelte sich jedoch in Angst, als er das tiefe Wasser sah. Obwohl wir ihm die Schwimmfl\u00fcgel prall aufgeblasen hatten, klammerte er sich fest an mich. Ich versuchte, ihn zu \u00fcberzeugen, dass die Schwimmfl\u00fcgel ihn \u00fcber Wasser halten w\u00fcrden, vergeblich. Es fehlte ihm an Glauben, dass die Schwimmfl\u00fcgel ihn trugen.<\/p>\n<p>Das Wort Glaube kommt in der Bibel h\u00e4ufig vor und wird auch bei uns im Alltag gebraucht. Wir sagen: \u00bbIch glaube, morgen wird es sch\u00f6n\u00ab, und meinen damit: Es kann sein, dass es morgen sch\u00f6n wird. Diese Art Glauben hatte auch mein Sohn: Es kann sein, dass die Schwimmfl\u00fcgel mich tragen, aber ich gehe doch lieber auf Nummer sicher und halte mich an Papa fest.<\/p>\n<p>Die Bibel sagt, dass wir ohne Glauben Gott nicht gefallen k\u00f6nnen (Hebr\u00e4er 11,6). Doch woher wei\u00df ich, ob mein Glaube an ihn und an sein Wort echt ist? Das erkenne ich, wenn mein Glaube auf die Probe gestellt wird.<\/p>\n<p>(Tony Keller, Leben ist mehr)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was ist mit dem Wasser des Lebens gemeint? Alle Menschen haben Durst nach Leben. Sie versuchen, diesen Lebensdurst zu stillen durch Liebe, Beziehungen, Arbeit und wirtschaftlichen Erfolg oder auch durch Alkohol und Drogen. Doch der Durst des Lebens wird durch diese Dinge nicht gestillt. Der Durst wird eher gr\u00f6\u00dfer. Der Einzige, der den Durst unseres Lebens stillen kann, ist Jesus! Wir brauchen ihn!<\/p>\n<p>Wie kommen wir an dieses lebensnotwendige Wasser? Wir m\u00fcssen zwei Bedingungen erf\u00fcllen. 1. Wir m\u00fcssen danach d\u00fcrsten. D. h., wir m\u00fcssen verstehen, dass wir etwas brauchen, was wir nicht haben. 2. Wir m\u00fcssen zu dem kommen, der das Wasser des Lebens umsonst gibt. Nur der Glaube an den Sohn Gottes, Jesus Christus, wie er in der Bibel beschrieben wird, kann den Durst unseres Lebens stillen, und wer an ihn glaubt, wird das ewige Leben haben \u2013 umsonst.<\/p>\n<p>(Daniel Zach, Leben ist mehr)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Durch die W\u00fcste<\/p>\n<p>In einer abgedruckten Predigt fand ich folgenden Satz: \u00bbAuf das Ende m\u00fcssen wir achten, dann wissen wir, warum wir unseren Weg mit Gott gehen.\u00ab Diese Einsicht hat schon manchem geholfen, der vom Eindruck gegenw\u00e4rtiger Schwierigkeiten gebannt war.<\/p>\n<p>Wenn wir das Volk Israel in den ersten 400 Jahren seiner Existenz beobachten, lesen wir von Unterdr\u00fcckung, Hungersn\u00f6ten und Sklaverei in \u00c4gypten. Erst mit dem Auftreten Moses erlebten die Israeliten massiv das Eingreifen Gottes. Sie sahen wieder Licht im Tunnel. In dieser Zeit tat Gott eine Menge Wunder und f\u00fchrte Israel durch das Wasser des Roten Meeres hindurch in die Freiheit. Zu dieser Zeit waren sie dann auch begeisterte Gottes-Anh\u00e4nger. Sie schwelgten im Triumph der Rettung und des Sieges und blickten voller Zuversicht in die Zukunft. Doch nach wenigen Tagen schon kam die Ern\u00fcchterung. Gott hatte ihnen zwar versprochen, sie in ein Land zu f\u00fchren, in dem Milch und Honig floss. Sie hatten \u00c4gypten daher hinter sich gelassen, doch was lag nun vor ihnen? Das verhei\u00dfene Land? Nein! Vor ihnen war W\u00fcste, soweit das Auge reichte. Wer nach Kanaan wollte, musste durch die trockene W\u00fcste reisen.<\/p>\n<p>Auch uns k\u00f6nnen Ereignisse unseres Lebens in eine Zeit der D\u00fcrre f\u00fchren. Der Verlust des Arbeitsplatzes oder eines lieben Menschen, schwere Krankheiten und finanzielle N\u00f6te sind oft schwierige Lebensetappen. Solche \u00bbD\u00fcrrezeiten\u00ab haben oft etwas mit Verlust zu tun. Ein altes Leben mit seinen Freunden, Gewohnheiten und Sicherheiten geht zu Ende, ohne dass der neue Lebensabschnitt schon Konturen angenommen h\u00e4tte. Doch Gott mutet uns solche Wegstrecken zu und m\u00f6chte in solchen Zeiten unseren Glauben st\u00e4rken. Denn er will uns sicher ans Ziel f\u00fchren.<\/p>\n<p>Joachim Boshard (Leben ist mehr)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Warum sch\u00f6pft ihr nicht?<\/p>\n<p>Vor vielen Jahren geriet die Besatzung eines gro\u00dfen Segelschiffes vor der K\u00fcste Brasiliens in Not. Ein starker Gegenwind hatte ihre Reise um mehr als drei Wochen verl\u00e4ngert, und jetzt ging ihnen das Trinkwasser aus. So litten sie mitten im Atlantischen Ozean einen unertr\u00e4glichen Durst, da das salzige und bittere Wasser nutzlos war. Wenn nicht bald Hilfe kam, mussten sie alle qualvoll verdursten!<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich entdeckte der Matrose im Ausguck ein entgegenkommendes Schiff. War das die Hilfe? Sie signalisierten dem anderen Schiff ihre Notlage. Aber dieses verringerte nicht einmal seine Fahrt, sondern rauschte an ihnen vorbei, ohne sich um sie zu k\u00fcmmern. Oder doch? Als sie ganz nahe waren, signalisierten sie ihnen eine Botschaft, die angesichts ihrer Not wie reiner Hohn klang: \u00bbUnd warum sch\u00f6pft ihr nicht?\u00ab Verzweifelt wiederholten sie ihren Notruf: \u00bbWir haben kein Wasser!\u00ab Und sie erhielten dieselbe Antwort: \u00bbDann sch\u00f6pft doch!\u00ab<\/p>\n<p>Auf einmal verstanden sie. Sie liefen zur Reling, lie\u00dfen Eimer auf Eimer hinunter und zogen sie voll frischen Wassers wieder herauf. Jetzt konnte jeder seinen unertr\u00e4glichen Durst stillen. Aber war das Wasser denn nicht salzig und bitter? Keineswegs, es war klares, herrlich erfrischendes Wasser! Sie hatten nicht daran gedacht, dass sie sich gerade gegen\u00fcber der M\u00fcndung des Amazonas befanden, der wie eine unersch\u00f6pfliche Quelle sein s\u00fc\u00dfes Wasser bis weit in den Atlantik hinausschickte, ohne sich mit dem Salzwasser zu vermischen.<\/p>\n<p>D\u00fcrsten Sie nach Frieden, Vergebung und wahrer Freude? Warum sch\u00f6pfen Sie dann nicht? Sch\u00f6pfen wovon? Sch\u00f6pfen aus der unersch\u00f6pflichen Gnade Gottes.<\/p>\n<p>Bernd Hochmuth (Leben ist mehr)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Karlheinz Deininger<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jesus stillt unsere Bed\u00fcrfnisse (Texte zur Jahreslosung \u2013 Offb 21,6) Predigtthema:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das Ende unserer D\u00fcrre: Gott gibt Wasser in der W\u00fcste Predigttext:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 2. 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