{"id":3119,"date":"2017-03-17T15:02:32","date_gmt":"2017-03-17T14:02:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=3119"},"modified":"2017-03-17T15:02:32","modified_gmt":"2017-03-17T14:02:32","slug":"predigthilfe-vom-14-april-2017-1-korinther-1-10-31","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-14-april-2017-1-korinther-1-10-31\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 14. April 2017 &#8211; 1. Korinther 1, 10-31"},"content":{"rendered":"<p><strong>Predigtthema: Der gekreuzigte Christus: \u00c4rgernis, Torheit oder Gotteskraft?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigttext:\u00a0 1. Korinther 1,10-31<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<p>Die vorgeschlagenen B\u00fccher und Vortr\u00e4ge sollen eine Hilfe bieten. Allerdings sollten sie immer im Sinne von Apg 17,11b an Hand der Bibel gepr\u00fcft werden.<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Sehen, was dasteht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n<p>Allgemeine Hinweise zum Buch und einf\u00fchrende Anmerkungen bieten:<\/p>\n<p><strong>MacArthur, <\/strong>John: Studienbibel: \u00a0<a href=\"http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/46-Der_Erste_Brief_Des_Apostels_Paulus_An_Die_Korinther.pdf\">http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/46-Der_Erste_Brief_Des_Apostels_Paulus_An_Die_Korinther.pdf<\/a><\/p>\n<p><strong>Carson,<\/strong> Donald A., Douglas J. Moo: <em>Einleitung in das Neue Testament<\/em>. Gie\u00dfen: Brunnen Verlag<\/p>\n<p><strong>Aebi<\/strong>, Ernst: <em>Kurze Einf\u00fchrung in die Bibel<\/em>. Winterthur: Bibellesebund<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung von 1Kor 1,10-31 bieten z.B.<\/p>\n<p><strong>MacArthur, John: <\/strong><em>1. Korinther. <\/em>Bielefeld: CLV. Dieser Kommentar ist auch online verf\u00fcgbar: <a href=\"http:\/\/clv-server.de\/pdf\/255680.pdf\">http:\/\/clv-server.de\/pdf\/255680.pdf<\/a><\/p>\n<p><strong>Krimmer, Heiko<\/strong>: <em>1. Korintherbrief<\/em>. Edition C. Holzgerlingen: H\u00e4nssler<\/p>\n<p><strong>Schnabel, Eckhard<\/strong>: <em>Der erste Brief des Paulus an die Korinther,<\/em> HTA; Wuppertal: R. Brockhaus<\/p>\n<p><strong>De Boor, Werner: <\/strong><em>Der erste Brief des Paulus an die Korinther<\/em>, Wuppertaler Studienbibel; Wuppertal: R. Brockhaus<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Verstehen, worum es geht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n<p>Der Predigttext behandelt drei wesentliche Themen, die im Gemeindekontext reflektiert werden m\u00fcssen:<\/p>\n<ul>\n<li>Einheit: Wo gibt es in der jeweiligen Gemeinde Parteiungen? Ist es m\u00f6glich die Gemeinde in Bezug auf Christus zu einen?<\/li>\n<li>Das Kreuz: Der Kreuzestod Jesu und dessen Bedeutung ist in der heutigen Theologie stark umstritten. Welche Str\u00f6mungen haben Einfluss bis hinein in unsere Gemeinden? Wie ist die Haltung der Gemeinde zum Kreuzestod Jesu?<\/li>\n<li>Die Berufung der Schwachen: Wenn Paulus schreibt, dass Gott in erster Linie die Schwachen beruft, stellt sich die Frage: Haben in unseren Gemeinden schwache Menschen Platz? Spiegelt diese Beschreibung die Situation in unseren Gemeinden wider? Es ist ja nicht so, dass wir die b\u00fcrgerliche Mitte nicht ansprechen d\u00fcrften, aber wo erreichen wir die soziale Unterschicht?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Au\u00dferdem muss beachtet werden, dass am Karfreitag, einem der h\u00f6chsten christlichen Feiertage, unter Umst\u00e4nden vermehrt G\u00e4ste in unseren Gottesdiensten sind.<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n<p>Grundlegendes zu den Korintherbriefen:<\/p>\n<p>Die beiden Korintherbriefe machen deutlich, dass das Verh\u00e4ltnis zwischen Paulus und den Korinthern an vielen Stellen doch sehr angespannt war. Ganz anders als z.B. sein Verh\u00e4ltnis zu den Philippern oder Thessalonichern. Vor allem seine Autorit\u00e4t als Apostel wurde in Frage gestellt (1Kor 1,10ff und v.a. 2Kor 11). In den Korintherbriefen recht fertigt Paulus also zum einen seine Position als Apostel zum anderen macht er deutlich, worauf es wirklich ankommt. Im ersten Korintherbrief zeigt Paulus die zwei wesentlichen S\u00e4ulen des christlichen Glaubens auf: Das Kreuz (1Kor 1) und die Auferstehung (1Kor 15). Ohne diese S\u00e4ulen ist der christliche Glaube sinnlos (1Kor 1,18; 15,14). Diese beiden Kapitel umrahmen somit die Kapitel 2-14, welche aufzeigen, wie das Leben als Christ eingebettet in das Kreuz und die Auferstehung Jesu aussehen soll und aussehen kann. Neben klaren Anweisungen \u00fcber Unzucht (1Kor 5), Rechtsstreitigkeiten (1Kor 6) oder \u00fcber das richtige Verhalten bei der Feier des Abendmahls (1Kor 11) zeigt Paulus auch an einigen Stellen die Freiheit des christlichen Glaubens auf, wenn es z.B. um Ehe und Ehelosigkeit (1Kor 7) oder auch um den Verzehr von G\u00f6tzenopferfleisch geht (1Kor 8). Der Ma\u00dfstab f\u00fcr die christliche Freiheit wird dabei in 1Kor 10,23+24.31 gelegt: <em>Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf. Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient. Ob ihr nun esst oder trinkt oder was ihr auch tut, <u>das tut alles zu Gottes Ehre<\/u>.<\/em><\/p>\n<ol>\n<li>Korinther 1,10-31:<\/li>\n<\/ol>\n<p><em>V 10-17: Die Einheit in Christus<\/em><\/p>\n<p>Im ersten Abschnitt des Predigttextes greift Paulus Spannungen auf, die in der Gemeinde in Korinth auftreten. So gibt es dort verschiedene Parteiungen, die sich zu unterschiedlichen Aposteln und Lehrern halten, n\u00e4mlich, Apollos, Paulus, Petrus und Jesus. Paulus macht dabei deutlich, dass die Bildung solcher Gruppierungen keinen Sinn ergibt, denn es geht weder um Paulus oder Apollos noch um Petrus, sondern einzig um Jesus Christus. Seine Person und sein Werk am Kreuz sollen die Gemeinde einen.<\/p>\n<p>V <em>18-26: Das Kreuz Jesu als Gotteskraft<\/em><\/p>\n<p>Gerade die Frage nach dem Kreuzestod Jesu wird nun von Paulus weiter ausgef\u00fchrt, da es sich dabei nicht um eine Randfrage handelt, wie z.B. bei der Frage danach, welcher Prediger mir am meisten liegt. Das Kreuz ist eine der Grundlagen des christlichen Glaubens. Und so unvern\u00fcnftig es f\u00fcr viele Menschen auch wirken mag, dass Gott es n\u00f6tig h\u00e4tte, seinen Sohn am Kreuz sterben zu lassen, um den Menschen ihre S\u00fcnden zu vergeben, so deutlich wird gerade in diesem Ereignis die Macht und Weisheit Gottes f\u00fcr diejenigen, die Jesus im Glauben annehmen.<\/p>\n<p>Immer wieder fordern die Juden Zeichen Gottes, doch schon Jesus macht deutlich, dass es das Zeichen des Jona ist, welches sie sehen werden, n\u00e4mlich Tod und Auferstehung (Lk 11,29). Die Griechen r\u00fchmen sich mit ihrer Weisheit und Paulus macht deutlich, dass die Weisheit Gottes in der Welt als Torheit erscheint. Dabei wird jedoch das Gerichtshandeln Gottes deutlich, wie es Paulus auch schon in R\u00f6m 1,22 schreibt: <em>Da sie sich f\u00fcr Weise hielten, sind sie zu Narren geworden.<\/em><\/p>\n<p>F\u00fcr viele ist das Kreuz Jesu eine unvern\u00fcnftige, l\u00e4ngst \u00fcberholte Torheit. F\u00fcr andere ist dieser Weg der Erl\u00f6sung viel zu banal. Als k\u00f6nnte Vergebung der S\u00fcnden so einfach sein. Aber f\u00fcr denjenigen, der fest auf Jesus vertraut und an seinen Stellvertretertod glaubt wird das Kreuz zur Gotteskraft, zur Grundlage f\u00fcr die Erl\u00f6sung von seiner Schuld und zum Fundament seines Glaubens.<\/p>\n<p>V <em>27-31: Die Berufung der Schwachen<\/em><\/p>\n<p>Direkt nach diesen Worten zeigt Paulus, dass es eben nicht die M\u00e4chtigen, Weisen und Angesehenen dieser Erde sind, die Gott mit seiner rettenden Botschaft erreicht, sondern die Schwachen, Geringen und Verachteten. Wie Jesus schon sagte, sind es die Kranken die des Arztes bed\u00fcrfen, nicht die Gesunden (Lk 5,31). Daraus lie\u00dfen sich <u>zwei falsche Schl\u00fcsse<\/u> ziehen.<\/p>\n<p>1) Jemand der Gesund ist braucht Jesus nicht zur Erl\u00f6sung.<\/p>\n<p>2) Nur Schwache, Geringe und Verachtete d\u00fcrfen zu Jesus kommen.<\/p>\n<p>Die Bibel macht aber unmissverst\u00e4ndlich klar, dass es Erl\u00f6sung nur in Jesus Christus gibt (Apg 4,12) und dass jeder Mensch zu Jesus kommen darf (1Tim 2,4). Das Problem liegt also dort, wo gesunde, starke und angesehene Menschen der festen \u00dcberzeugung sind, dass sie niemanden zur Erl\u00f6sung br\u00e4uchten, dass sie selbst stark genug w\u00e4ren und dass ihr Verstand das Ma\u00df aller Dinge sei. Es geht hier also um Hochmut und Demut. Letzteres ist notwendig, um in die Gemeinschaft mit Gott zu kommen. Denn unser Ruhm soll am Ende nicht uns selbst gelten, sondern Gott (V.29-31).<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die Anwendung des Predigttextes ist eine Fokussierung absolut notwendig, denn nicht alle Themen des Textes k\u00f6nnen ausf\u00fchrlich in der Predigt behandelt werden. Es muss also ein Schwerpunkt gesetzt werden, der im Hinblick auf Karfreitag auf jedem Fall auf dem Kreuzestod Jesu liegen sollte.<\/p>\n<p>Gerade am Karfreitag sollte noch einmal besonders hervorgehoben werden, welche Bedeutung das Kreuz f\u00fcr den Glauben eines Christen hat. Des Weiteren kann man darauf eingehen, wie Gott nicht nur die Schwachen im Blick hat, sondern selbst schwach wird, indem er sich von seinen eigenen Gesch\u00f6pfen ans Kreuz schlagen l\u00e4sst. Dieser Weg ist f\u00fcr die meisten Menschen aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden nicht nachvollziehbar. Zum Teil auch deshalb, weil Gott die Herzen von Menschen verstockt. Dennoch sollte man hierbei vorsichtig bei der Formulierung sein. So gilt generell f\u00fcr Predigten: Klar im Inhalt, aber liebevoll in der Formulierung. Denn wir wollen Menschen gewinnen.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Zur Predigtvorbereitung kann das Anh\u00f6ren einer Predigt sehr hilfreich sein. Unter <a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\">www.sermon-online.de<\/a> finden sich Predigten zu den unterschiedlichsten Bibeltexten. So kann man dort z.B. verschiedene Predigten zu 1Kor 1,10-31 von Volker G\u00e4ckle finden.<\/p>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Das Predigtziel ist auch hierbei ein dreifaches:<\/p>\n<ul>\n<li>Trost, denn nicht unsere Schwachheit, sondern die St\u00e4rke Gottes steht im Zentrum<\/li>\n<li>Ermutigung, denn das Kreuz Jesu ist Gotteskraft.<\/li>\n<li>Ermahnung zur Einheit und zum Glaube an den Stellvertretertod Jesu<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Das Thema dieser Predigt orientiert sich am Kreuz Jesu, wodurch bis in unser Leben hinein Gottes Kraft sichtbar wird. Wir d\u00fcrfen uns nicht vom \u00e4u\u00dferen Schein t\u00e4uschen lassen. Denn es gibt Dinge, die in den Augen der Menschen schwach und unvern\u00fcnftig erscheinen, in Wirklichkeit aber Gottes St\u00e4rke und Weisheit widerspiegeln.<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Die Gliederung der Predigt k\u00f6nnte z.B. folgenderma\u00dfen aussehen:<\/p>\n<p>Das Kreuz Jesus:<\/p>\n<ol>\n<li>\u00c4rgernis?<\/li>\n<li>Torheit?<\/li>\n<li>Gotteskraft?<\/li>\n<\/ol>\n<p>(Dominik Cramer)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigtthema: Der gekreuzigte Christus: \u00c4rgernis, Torheit oder Gotteskraft? Predigttext:\u00a0 1. Korinther 1,10-31 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. 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