{"id":3102,"date":"2017-03-02T08:25:30","date_gmt":"2017-03-02T07:25:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=3102"},"modified":"2017-03-02T08:25:30","modified_gmt":"2017-03-02T07:25:30","slug":"predigthilfe-vom-26-maerz-2017-jakobus-2-14-26","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-26-maerz-2017-jakobus-2-14-26\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 26. M\u00e4rz 2017 &#8211; Jakobus 2, 14-26"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jahresthema: Pers\u00f6nliche Reformation <\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigtthema: Sola fide: Brauchbar \u2013 allein aus Glauben \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigttext:\u00a0 Jak 2,14-26\u00a0\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Sehen, was dasteht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n<p>Mit unserem heutigen Predigttext besch\u00e4ftigen wir uns zum zweiten Mal mit der reformatorischen Kernaussage \u201eSola Fide\u201c. Diese Mal aus der Perspektive, die uns der Jakobusbrief bietet. Und damit begeben wir uns mitten hinein, in die reformatorische Auseinandersetzung zwischen Glauben und Werken. Wir werden mit hineingenommen in die Frage, ob Paulus und Jakobus sich denn widersprechen, oder wie wir die Aussagen der beiden auf sinnvolle Weise zusammenbringen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Aber noch wichtiger als diese Fragen ist, was Jakobus uns inhaltlich als Herausforderung vorlegt. Jakobus betont, dass ein Glaube ohne Werke nicht m\u00f6glich ist, und unterstreicht damit, dass die Ver\u00e4nderung die im Leben eines Menschen geschieht, wenn er zum Glauben kommt, sich in guten Werken zeigen muss.<\/p>\n<p>Gerade auch in der Gegen\u00fcberstellung von Paulus und Jakobus ist es wichtig zu zeigen, wie sich die beiden gerade dadurch erg\u00e4nzen, dass sie verschiedene Stadien im geistlichen Leben in den Blick nehmen und uns dadurch helfen sehr differenziert zu verstehen, was die Bibel damit meint, wenn sie von Glaube redet.<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung bieten z.B.<\/p>\n<p>* Heiko Krimmer: Jakobusbrief (Edition C Band 23)<\/p>\n<p>* Fritz Gr\u00fcnzweig: Der Brief des Jakobus (Wuppertaler Studienbibel)<\/p>\n<p>* Gerhard Maier: Der Brief des Jakobus (HTA)<\/p>\n<p>* David Nystrom: James (NIV Application Commentary)<\/p>\n<p><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p><strong>V.14 <\/strong>Jakobus stellt uns gleich mit dem ersten Vers unseres Abschnittes vor, in welche Spannung er uns in diesen Versen mit hineinnimmt. Es geht um die Frage, wie Glaube und Werke zusammenh\u00e4ngen. Gerade ein bezeugter Glaube, der sich nicht in den passenden Werken zeigt, ist f\u00fcr Jakobus ein Grund diesen Glauben zu hinterfragen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass Jakobus nur von Werken spricht und nicht von Werken des Gesetzes, wie wir es bei Paulus z.B. in R\u00f6m 3,28 lesen. Auch sehen wir bereits im ersten Vers, dass es Jakobus nicht um die Frage geht, wie ein Mensch zum Glauben kommt, sondern vielmehr darum, wie denn ein Christ seinen Glauben leben soll.<\/p>\n<p>Und hier befindet sich Jakobus in einer Linie mit vielen Aussagen, die wir im NT \u00fcber den Zusammenhang von Glauben und guten Werken finden.<\/p>\n<ul>\n<li>Jesus: Mt 7,20f; Mt 12,50<\/li>\n<li>Paulus: R\u00f6m 2,13; Gal 5,6; 2.Tim 3,17; Tit 3,8<\/li>\n<li>Johannes: 1.Joh 2,17<\/li>\n<\/ul>\n<p>Und wo eben diese Werke fehlen, die zum Glauben ganz elementar dazu geh\u00f6ren, stellt Jakobus ganz grunds\u00e4tzlich einen solchen Glauben infrage. Diese Anfrage versucht er in den folgenden Versen zu beantworten, bzw. zu untermauern.<\/p>\n<p><strong>V.15-17 \u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong>Jakobus\u2019 erster Argumentationsgang ist ganz praktisch. Jakobus stellt uns die konkrete Situation vor Augen, wenn ein Christ ein Gemeindeglied sieht, das Not leidet. Und er macht sehr klar, dass hier eine Vertr\u00f6stung mit frommen Worten nicht zu einem Christen passt. Jakobus fordert hier konkret dazu heraus ganz praktisch zu helfen und dadurch die Not zu lindern.<\/p>\n<p>Wir sehen hier in diesem Beispiel wieder, dass Jakobus nicht die Situation im Blick hat, wenn ein Mensch zum Glauben kommt, sondern sich dazu \u00e4u\u00dfert, wie dieser Glaube Gestalt gewinnt, welche konkreten Ver\u00e4nderungen durch die Neuwerdung geschehen.<\/p>\n<p>Und hier ist es f\u00fcr Jakobus selbstverst\u00e4ndlich, dass sich ein wahrer Glaube darin \u00e4u\u00dfern muss, dass dem Bruder oder der Schwester konkret geholfen wird und eben nicht nur eine Vertr\u00f6stung geschieht. Jakobus geht es um einen Glauben, der seine Echtheit darin zeigt, dass er von der Liebe Jesu gepr\u00e4gt ist (vgl. 1.Kor 13,2; Gal 5,6)<\/p>\n<p>Das erste sehr deutliche Fazit, das Jakobus dann in Vers 17 zieht, ist, dass er einen Glauben, der sich nicht in der helfenden Liebe gegen\u00fcber den Geschwistern \u00e4u\u00dfert, nicht als einen lebendigen Glauben bezeichnet. Ein solcher Glaube, der sich der Liebe verweigert, passt nicht zu dem, was der Heilige Geist im Leben eines Kindes Gottes wirkt.<\/p>\n<p><strong>V.18-20\u00a0\u00a0 <\/strong>Ab Vers 18 sehen wir eine zweite Argumentationslinie. Jakobus nimmt uns zun\u00e4chst in eine imagin\u00e4re Diskussion um Glaube und Werke hinein. Und er stellt uns ganz schlicht vor die Frage: Wie bitte soll denn der Glaube sichtbar werden, wenn nicht durch Werke der Liebe? Gerade in Vers 19 wird dann deutlich, dass Jakobus im Blick auf menschliche Bekenntnisse sehr zur\u00fcckhaltend ist, wenn diese sich nicht im Leben widerspiegeln. Das \u201eBekenntnis\u201c der D\u00e4monen, das Jakobus hier anf\u00fchrt, finden wir im Neuen Testament immer wieder, wenn sie Jesus begegnen. Sie haben eine sehr klare Erkenntnis, wer Jesus ist. D\u00e4monen wissen um Gott und doch f\u00fchrt dieses Wissen nicht zu einem Leben in der Nachfolge, in den guten Werken, die Gott vorbereitet hat, sondern zur Angst vor Gott. Die D\u00e4monen haben keinen rettenden Glauben, der w\u00fcrde sich n\u00e4mlich in Liebe und nicht in Furcht \u00e4u\u00dfern (vgl. 1.Joh 4,18).<\/p>\n<p>In Vers 20 schlie\u00dft Jakobus diesen Argumentationsgang mit sehr deutlichen Worten ab. Jakobus wei\u00df, dass es hier nicht um theologische Spitzfindigkeiten geht, sondern um die alles entscheidende Frage zwischen einem wahren Glauben und einem toten Bekenntnis. Jakobus wei\u00df, wie leicht ein solches falsches Bekenntnis benutzt wird um ein ungeistliches Leben zu kaschieren oder gar zu legitimieren. So warnt er hier nochmal eindringlich vor einem falschen \u201aentweder oder\u2018. Wahrer Glaube wird in guten Werken sichtbar. Gleichzeitig bereitet Jakobus mit Vers 20 schon die n\u00e4chsten Verse vor, in denen er aus dem Alten Testament diese Wahrheit anhand von zwei Beispielen unterstreichen wird und so seine Leser zum Erkennen f\u00fchren m\u00f6chte.<\/p>\n<p><strong>V.21-24 Abraham<\/strong><\/p>\n<p>Das erste Beispiel, das Jakobus aus dem Alten Testament anf\u00fchrt, ist Abraham. Gerade diese Auswahl macht es hier spannend, denn auch Jesus und Paulus sprechen an verschiedenen Stellen von Abraham (z.B. Mt 8,11; 22,32; Lk 13,16; 16,22ff.; 19,9; Joh 8,37ff.; R\u00f6m 4,1ff.; Gal 3,6ff). Mit Abraham beginnt die konkrete Geschichte Israels. Dadurch dass Paulus in seiner Argumentation f\u00fcr seine Glaubenstheologie auch auf Abraham verweist, m\u00fcssen wir genau schauen, wie Jakobus hier argumentiert um Paulus und Jakobus auf sinnvolle Weise zusammenstellen zu k\u00f6nnen. Jakobus hat eine konkrete Stelle im Leben Abrahams vor Augen, die Situation als er seinen Glaubensgehorsam bewies, durch seine Bereitschaft seinen Sohn Isaak auf Gottes Befehl hin zu opfern. Jakobus unterstreicht hier, dass gerade das Werk, eben der Vertrauensschritt auf Gottes Gebot hin, den Glauben von Abraham vollendete. Er zitiert dann 1.Mose 15,6, dieselbe Stelle, die Paulus sowohl in R\u00f6m 4,3 wie auch in Gal 3,6 anf\u00fchrt. Das Argumente von Paulus in diesem Zusammenhang ist auch in zeitliches Argument. Paulus unterstreicht, dass die Aussage \u00fcber die Gerechtigkeit ja gerade vor der Beschneidung war und so die Rechtfertigung eben aus Glauben und nicht aus Werken geschieht. Jakobus wei\u00df auch, dass 1.Mose 15 vor der Beschneidung in 1.Mose 17 und lange vor dem Opferauftrag in 1.Mose 22 liegt. Aber in 1.Mose 22 wird eben auf ganz besondere Weise der Glaube Abrahams sichtbar und zwar im tiefen Gehorsam und Vertrauen auf Gottes Auftrag und Verhei\u00dfung. Gott selbst w\u00fcrdigt diesen Gehorsam Abrahams und sagt: Nun habe ich erkannt, dass du Gott f\u00fcrchtest (Gen 22,12) und unterstreicht dann direkt im Anschluss seine Verhei\u00dfung gegen\u00fcber Abraham. Auch Jesus redet von den Werken Abrahams, als er seinen Gespr\u00e4chspartnern abspricht wahre Kinder Abrahams zu sein (Joh 8,39).<\/p>\n<p>F\u00fcr Jakobus ist also hier die Schlussfolgerung in Vers 24 klar. Diese Werke, die Abraham getan hat zeigen, dass sein Glaube ein echter ist und deshalb geh\u00f6ren diese Werke zum wahren rechtfertigenden Glauben zwingend dazu. Jakobus geht es also nicht um Glaube + Werke, vielmehr will er die Auffassung verhindern, dass Glaube minus Werke echter Glaube w\u00e4re (vgl. G.Maier: Der Brief des Jakobus, S. 139). Jakobus betont: \u201eDie Rechtfertigung des Menschen beruht auf einem Glauben, der im entsprechenden Handeln (den \u201eWerken\u201c des Glaubens) seinen Ausdruck findet\u201c (Ebd, S.142) und so eben nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, hinter dem nichts steckt.<\/p>\n<p>Paulus dagegen geht es um eine ganz andere Herausforderung. Er sieht sich der irrigen Auffassung gegen\u00fcber, dass man sich durch Werke des Gesetzes sein Heil verdienen k\u00f6nnte. Und hier betont Paulus, dass die Rechtfertigung nicht durch solche Werke verdient werden k\u00f6nnen, sondern nur als Gnadengeschenk im Glauben angenommen werden kann (vgl. R\u00f6m 3,28; R\u00f6m 9,31f; Gal 2,16).<\/p>\n<p>So k\u00f6nnte man ganz schlicht sagen. Jakobus und Paulus haben unterschiedliche Themen. Jakobus geht es um den Weg des Christen im Glauben, Paulus dagegen um den Weg des Nichtchristen zu Christus. So widersprechen sich die beiden nicht, sondern erg\u00e4nzen sich.<\/p>\n<p><strong>V.25 Rahab<\/strong><\/p>\n<p>Als zweites Beispiel f\u00fchrt Jakobus die Prostituierte Rahab an, die den Israelitischen Sp\u00e4hern durch ihr Handeln zu Flucht verhalf. Abraham und Rahab sind als Beispiele sehr unterschiedlich, aber was sie eint ist, dass ihr Glaube im ganz konkreten Handeln, im Glaubenswagnis sichtbar wird. Diese Werke f\u00fchrten dazu, dass Rahabs Haus eben nicht zerst\u00f6rt wurde, als Israel Jericho einnahm und dass Rahab so mit ihrer ganzen Familie gerettet wurde. Sie wurde gerechtfertigt durch die Werke, die ihren Glauben repr\u00e4sentierten und wurde von Gott sogar in den Stammbaum des Messias aufgenommen (vgl. Mt 1,5).<\/p>\n<p><strong>V.26 <\/strong>Im letzten Vers unterstreicht Jakobus noch einmal, wie untrennbar f\u00fcr ihn Glaube und Werke sind. Er vergleicht dies mit dem Bild des Menschen. Ein Mensch besteht untrennbar aus beidem, aus Leib und aus Geist. Ein Leib ohne Geist ist ein toter K\u00f6per. Genauso ist es mit dem Glauben. Wahrer, lebendiger und rettender Glaube zeichnet sich immer durch Werke aus.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Verstehen, worum es geht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><\/p>\n<p>Wir haben in den Hinweisen zu den einzelnen Versen schon versucht einige Hinweise zu geben, wie Jakobus und Paulus miteinander zu verstehen sind. Sehr wichtig ist aber auch, dass wir das genuine Anliegen von Jakobus ins Zentrum r\u00fccken. Jakobus will zu einem lebendigen Glauben einladen. Er fordert einen Glauben, der sich in Liebe dem N\u00e4chsten zuwendet, der sich in konsequenten Vertrauensschritten gegen\u00fcber Gott und seinen Verhei\u00dfungen zeigt und der eben nicht ein theoretisches Bekenntnis bleibt. Jakobus nimmt uns hier mit hinein in den Prozess der Heiligung, auch in die Frage nach unserer menschlichen Mitverantwortung f\u00fcr unser geistliches Leben. So sollten wir Jakobus nicht nur als Erg\u00e4nzung zu den Gedanken von Paulus sehen, sondern ihn f\u00fcr sich sprechen lassen. Unser Abschnitt ist eine Herausforderung Gottes unser geistliches Leben mit allen praktischen Konsequenzen im Vertrauen auf ihn zu leben.<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><\/p>\n<p>Auch die Verse im Jakobusbrief sollen unser Jahresthema \u201ePers\u00f6nliche Reformation\u201c unterstreichen. Wieder geht es uns nicht zuerst darum reformatorische \u00dcberzeugungen zu verteidigen, sondern vielmehr zu fragen, was die Bibel uns zu den \u201areformatorischen Kernthemen\u2018 zu sagen hat. Hier ist gerade unser heutiger Abschnitt sehr wichtig, um eine ausgewogene biblische Sicht des \u201asola fide\u2018 zu finden. So wird durch die Betonung der Glaubenswerke (nicht der Gesetzeswerke), die wir bei Jakobus finden, deutlich, dass unser Christsein ganz praktisch sichtbar werden muss. Glaubenszeugnis und N\u00e4chstenliebe sind eben keine frommen Alternativen, zwischen denen wir uns entscheiden k\u00f6nnen, sondern geh\u00f6ren untrennbar zusammen. Gerade in einer Zeit, in der Wahrheit und Liebe, Bekenntnistreu und Einsatz f\u00fcr den N\u00e4chsten gerne gegeneinander ausgespielt wird, hilft uns Jakobus diese zentralen Elemente unseres Glaubens auf geistliche Weise zusammenzuhalten und so zu zeigen, wie lebendiger Glaube im biblischen Sinne aussieht.<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><\/p>\n<p>In der Predigt \u00fcber diese Texte sollten mehrere Aspekte miteinander verwoben werden. Die H\u00f6rer sollten verstehen, dass Glaube im wahren biblischen Sinne sich immer in Werken \u00e4u\u00dfern, die die geistliche Realit\u00e4t in unserem Leben widerspiegeln. Die H\u00f6rer sollten herausgefordert werden, ihr eigenes Glaubensleben im Blick auf diese Herausforderung zu hinterfragen und zugleich motiviert werden, ganze Sache mit Jesus zu machen (im Hinblick auf Gehorsam, Nachfolge, N\u00e4chstenliebe,&#8230;). Dabei sollte aber deutlich werden, dass diese Werke eine nat\u00fcrliche und konsequente Folge unseres neuen Lebens sind, das Gott uns allein aus Gnade geschenkt hat. Zu diesen Werken sind wir im Glauben befreit, wir d\u00fcrfen Gottes Wirken in unserem Leben annehmen und so zu brauchbaren Werkzeugen werden.<\/p>\n<p>Neben dieser Glaubensmotivation sollte in der Predigt auch deutlich werden, wie die Aussagen von Jakobus und Paulus im Blick auf Glaube und Werke in einen sinnvollen Zusammenhang gebracht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Der Predigth\u00f6rer soll verstehen, dass wir durch den Glauben an Christus zu guten Werken bef\u00e4higt sind, und dass diese Werken zu einem lebendigen Glauben dazugeh\u00f6ren.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Sola fide: Brauchbar \u2013 allein aus Glauben<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Glaube ohne Werke ist tot (V.14-17)<\/li>\n<li>Werke machen den Glauben sichtbar (V.18-20)<\/li>\n<li>Zwei Beispiele f\u00fcr Glaube und Werke (V. 21-26)<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Gerade wenn es um Werke im Leben als Christ geht, ist es wichtig, dass wir uns vor Augen halten, wie der Heilige Geist in unserem Leben am Wirken ist. Paulus spricht in Gal 5,22 von der Frucht des Geistes. Gerade an dieser Frucht des Geistes k\u00f6nnen wir zeigen, dass Glaube ohne Werke der Liebe undenkbar ist. Aber wir sehen eben auch, dass diese Werke nicht unser Verdienst sind, sondern genauso eine Gnadengabe Gottes, die er durch seinen Heiligen Geist in uns wirkt, aber die wir in der Verantwortung vor Gott tun sollen, zu seiner Ehre und zum Wohl unseres N\u00e4chsten. An der Beschreibung der Frucht des Geistes k\u00f6nnen wir zeigen, wie Gott sich das Leben seiner Kinder vorstellt und dass er durch seinen Geist daran arbeitet unser Leben mehr und mehr in diese Richtung zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>(Tobias Schurr)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema: Pers\u00f6nliche Reformation Predigtthema: Sola fide: Brauchbar \u2013 allein aus Glauben \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Predigttext:\u00a0 Jak 2,14-26\u00a0\u00a0 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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