{"id":3061,"date":"2017-01-09T13:36:11","date_gmt":"2017-01-09T12:36:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=3061"},"modified":"2017-01-09T13:36:11","modified_gmt":"2017-01-09T12:36:11","slug":"predigthilfe-vom-29-januar-2017-epheser-2-1-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-29-januar-2017-epheser-2-1-10\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 29. Januar 2017 &#8211; Epheser 2, 1-10"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jahresthema: <\/strong>Pers\u00f6nliche Reformation<\/p>\n<p><strong>Predigtthema:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sola gratia: Gerettet \u2013 allein durch Gnade<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigttext:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Epheser 2, 1-10<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Sehen, was dasteht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n<p>Paulus schreibt den Epheserbrief an eine Gemeinde, die ihm sehr gut bekannt ist. Paulus hat recht lange in Ephesus gewirkt und viele Menschen mit dem Evangelium erreicht. Ephesus war damals eine sehr bedeutende Stadt, die besonders durch den Artemis-Tempel gepr\u00e4gt wurde. In Kapitel 1 des Epheserbriefes preist Paulus Gott f\u00fcr sein Gnadenhandeln in der Vorherbestimmung und macht deutlich, worum es Gott eigentlich geht. Gott m\u00f6chte, dass schlussendlich seine Herrlichkeit gepriesen wird, die besonders in seinem Gnadenhandeln sichtbar wird. Im 2. Teil von Kapitel 1 bringt Paulus seinen Gebetswunsch f\u00fcr die Christen in Ephesus zum Ausdruck, der besonders darin besteht, dass die Christen ihren Gott mehr und mehr erkennen und dass sie mehr und mehr erfassen, mit welcher gewaltigen Kraft Gott in Christus an den Glaubenden gewirkt hat. Es ist dieselbe Kraft, die Christus aus den Toten auferweckt hat.<\/p>\n<p>In unserem Predigttext l\u00e4dt Paulus die Glaubenden nun zu einem realistischen R\u00fcckblick ein. Sie sollen ihren geistlichen Zustand vor ihrer Bekehrung betrachten und von dort neu dar\u00fcber ins Staunen kommen wie gro\u00df und ausschlie\u00dflich Gottes Gnade ist.<\/p>\n<p>Einen solchen R\u00fcckblick auf das Leben vor der Umkehr finden wir auch in Kol 1,21-23 oder in Tit 3,3ff<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung finden sich in den Kommentaren von Helge Stadelmann (Edition C Bd. 14) und von Fritz Rienecker (Wuppertaler Studienbibel).<\/p>\n<p><strong>1.3 Anmerkungen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>V.1-2: Paulus erinnert die Epheser daran, wie ihr Leben aussah, bevor Gott sie wiedergeboren hat. Dabei stellt Paulus ganz gezielt einen sprachlichen Gegensatz auf. Die Epheser waren tot in ihrem Wandel. Trotz ihrer ganzen irdischen Lebendigkeit, waren sie doch in Gottes Augen tot. Sie hatten kein geistliches Leben. Ihr Leben entsprach nicht den Sch\u00f6pfungsgedanken Gottes, sondern sie lebten entsprechend ihrer gefallenen Natur, gem\u00e4\u00df dem Widersacher Gottes.<\/p>\n<p>V.3: In Vers 3 wechselt Paulus in seiner Formulierung die grammatische Person. Hat er vorher in der 2. Person Plural formuliert, so spricht er nun in der 1.Person Plural. Damit schlie\u00dft er sich selbst und auch seine judenchristlichen Leser in die Erinnerungsbotschaft mit ein. Auch ein Leben, das sich mit menschlichen Kr\u00e4ften nach Gottes Geboten m\u00fcht und vielleiht in einem frommen Umfeld gelebt wird, steht dennoch unter der Macht der S\u00fcnde, unter der Gefangenschaft der eigenen menschlichen Begierden und dadurch unter dem gerechten Zorn Gottes. Es braucht Gottes rettendes Eingreifen.<\/p>\n<p>V.4: In Vers 4 lesen wir dann die gro\u00dfe Wende. In den ersten drei Versen spricht Paulus vom menschlichen Versagen um dann in Vers 4 vom gro\u00dfen g\u00f6ttlichen \u201eaber\u201c zu sprechen. Nicht irgendeine menschliche Leistung ist Basis f\u00fcr unsere Hoffnung, sondern Gottes wunderbarer Charakter, sein Reichtum an Barmherzigkeit und Liebe.<\/p>\n<p>V.5: In Vers 5 unterstreicht Paulus, wie Gott diesen Gnadenweg m\u00f6glich macht. Wir sind \u201emit Christus\u201c lebendig gemacht. Gottes Gnade wird in Jesus Christus sichtbar in seinem Sterben und in seiner Auferstehung. Losgel\u00f6st von Christus und von der Realit\u00e4t seiner Auferstehung ist kein geistliches Leben m\u00f6glich.<\/p>\n<p>V.6: Paulus unterstreicht noch einmal die untrennbare Verbindung unseres geistlichen Lebens mit der Auferstehung Christi. Wer zu Jesus geh\u00f6rt, steht nicht mehr unter der Macht des ewigen Todes, nein er ist mit Christus auferweckt zu einem ewigen Leben (vgl. Joh 3,36; 1.Petr 1,3). Die Realit\u00e4t des ewigen geistlichen Leben unterstreicht Paulus mit der zweiten Aussage: <em>Er<\/em><em> hat uns mitsitzen lassen in der Himmelswelt in Christus Jesus,<\/em><\/p>\n<p>Dies ist eine geistliche Realit\u00e4t, die schon jetzt gilt. Die Betonung in diesem Vers liegt auf dem \u201ein Christus\u201c. In Christus sitzen wir jetzt bereits im Himmel. In und durch Jesus haben wir jetzt eine Stimme im Himmel. Christus ist unser F\u00fcrsprecher und bereitet alles f\u00fcr uns vor.<\/p>\n<p>V.7: Wir merken in unseren Versen, wie Paulus von Gottes Gnade und seiner Liebe \u00fcberw\u00e4ltigt ist. In Vers 7 blickt Paulus in die Ewigkeit und erkl\u00e4rt, was Gottes Ziel mit seinen Kindern ist. Er will ihnen den Reichtum seiner Gnade in Christus erweisen. Und dieser Reichtum der Gnade Gottes ist so gro\u00df, dass er daf\u00fcr eine ganze Ewigkeit braucht.<\/p>\n<p>V.8-9: In den Versen 8 und 9 greift Paulus das zentrale Thema dieses Abschnittes noch einmal auf und formuliert unmissverst\u00e4ndlich deutlich. Unsere Errettung ist ein reines Gnadengeschenk Gottes. Es ist kein menschliches Verdienst. Gott allein verdient die Ehre f\u00fcr unsere Rettung und jedes menschliche Werk im Blick auf unsere Rettung w\u00fcrde unweigerlich dazu f\u00fchren, dass Menschen statt Gott ger\u00fchmt w\u00fcrden und dass das Vertrauen auf der eigenen Leistung und nicht auf Gottes Gnade liegen w\u00fcrde. Paulus hat immer wieder erlebt, wie Christen in der Gefahr stehen die Gnade Gottes aus dem Blick zu verlieren und auf ihre eigene Fr\u00f6mmigkeit zu vertrauen, was t\u00f6dlich f\u00fcr das geistliche Leben ist. (vgl. Galaterbrief).<\/p>\n<p>V.10: In Vers 10 geht Paulus schlie\u00dflich \u00fcber das Thema Rettung \u2013 allein aus Gnade hinaus, und blickt auf das Leben in der Nachfolge Jesu. Und auch hier sieht Paulus, wie sehr wir von Gottes Gnade abh\u00e4ngig sind und wie wir aus seiner liebevollen Gnade leben d\u00fcrfen. Auch das Leben in der Nachfolge ist keine selbstst\u00e4ndige menschliche Leistung, vielmehr beschreibt es Paulus, als ein gehorsames nachgehen der Wege, die Gott vorbereitet hat, oder als ein gehorsames Tun der Werke, die Gott in seiner Gnade vorbereitet hat. Es ist ein Ausleben dessen, wozu wir von Gott in Christus geschaffen worden sind.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Verstehen, worum es geht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen (Auslegung)<\/strong><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Im unserem Abschnitt werde einige sehr zentrale theologische Themen klar miteinander verbunden. Paulus beginnt, indem er die menschliche S\u00fcndhaftigkeit sehr deutlich als geistlichen Tod markiert (vgl. R\u00f6m 6,23). Wenn wir die Lehre von der Gnade Gottes richtig einordnen wollen, m\u00fcssen wir auch die menschliche S\u00fcndhaftigkeit klar markieren. Wo die menschliche Hoffnungslosigkeit nicht deutlich wird, wird die Notwendigkeit der Gnade nicht erkannt. Der Reformatorische Kernsatz \u201esola gratia\u201c wird in unseren Versen als Kern der paulinischen Theologie sichtbar, auch wenn das \u201eallein\u201c nicht explizit formuliert ist. Aber sowohl im Blick auf die menschliche Hoffnungslosigkeit, wie auch in der Gegen\u00fcberstellung mit den eigenen menschlichen Werken, wird sehr deutlich, dass f\u00fcr Paulus die Rettung allein aus Gnade geschieht.<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen (Predigtanlass)<\/strong><\/p>\n<p>Die Predigt ist die erste in der Jahresreihe: Pers\u00f6nliche Reformation. Im Zusammenhang mit dem Reformationsjubil\u00e4um wollen wir zentrale biblische Texte zu den reformatorischen Kernthemen bedenken und uns neu von diesen Themen ergreifen lassen. Dabei geht es nicht nur darum historische Wahrheiten zu verstehen, sondern vor allem darum, dass sie in unseren Leben Realit\u00e4t bleiben oder wieder Realit\u00e4t werden. Gerade beim Thema Gnade ist es geistlich verheerend, wenn wir sie aus den Augen verlieren. Wo wir anfangen auf unsere \u201efrommen Leistungen\u201c zu vertrauen, verlieren wir zwangsl\u00e4ufig die Gnade aus dem Blick und damit auch unsere unverdiente aber lebendige Hoffnung, die allein in Christus begr\u00fcndet ist.<\/p>\n<p>Gerade f\u00fcr Predigth\u00f6rer, die in einem \u201efrommen\u201c Umfeld aufgewachsen sind, und kein drastisches Bekehrungserlebnis vorweisen k\u00f6nnen, ist es immer wieder eine Herausforderung, das Leben vor der Umkehr zu Christus als geistlichen Tod zu verstehen. Paulus zeigt gerade mit Vers 3, dass er auch solche Hintergr\u00fcnde im Blick hat. Das Leben als Christ kann sehr unspektakul\u00e4r beginnen, aber es in jedem Fall kein nat\u00fcrliches Hineinwachsen. Es ist immer eine Rettung allein aus Gnade von geistlichen Tod zum ewigen geistlichen Leben.<\/p>\n<p>Als Prediger ist es gerade bei diesem Thema sehr wichtig, dass wir die Verse bewusst als dankbare Begnadigte predigen. Wir wollen in der Vorbereitung vor Gott darum Ringen, dass er uns auf der einen Seite unsere eigene S\u00fcndhaftigkeit vor Augen stellt und uns auf der anderer Seite mit einer tiefen Freude \u00fcber das Geschenk der Gnade in Christus erf\u00fcllt.<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen (Anwendung)<\/strong><\/p>\n<p>Gnade ist ein christliches Grundthema, \u00fcber das die H\u00f6rer schon viel geh\u00f6rt haben. Die gro\u00dfe Herausforderung bei dieser Predigt besteht darin, die H\u00f6rer zu einer echten, geistlichen Freude \u00fcber die Gnade Gottes zu motivieren. Diese Freude kann nur zu ihrer wirklichen Tiefe gelangen, wenn sie mit einem erneuten Erschrecken \u00fcber die eigene S\u00fcndhaftigkeit einhergeht. Der H\u00f6rer soll durch die Predigt zum Nachdenken angeregt werden, was die Gnade Gottes f\u00fcr ihn ganz pers\u00f6nlich bedeutet und warum er selbst die Gnade Gottes absolut dringend ben\u00f6tigt.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Zur Predigtvorbereitung hilft das Anh\u00f6ren (im Sinne von Apg 17,11b) der Bibelarbeit von Winrich Scheffbuch vom 09.10.1990 mit dem Titel \u201eDas neue Leben als Geschenk der Gnade\u201c. Diese Botschaften findet ihr unter <a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\/\">www.sermon-online.de<\/a>, wenn ihr unter \u201eerweiterte Suche\u201c die Felder \u201eBibelstelle\u201c und \u201eAutor\u201c ausf\u00fcllt.<\/p>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Die H\u00f6rer sollen neu \u00fcber Gottes wunderbare Gnade staunen und ihre Glaubenshoffnung ganz auf Jesus Christus setzen<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Sola gratia: Gerettet &#8211; allein durch die Gnade<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>a) Ein ehrlicher R\u00fcckblick (V.1-3)<\/p>\n<p>b) Gottes wunderbares \u201eAber\u201c in Christus (V.4-7)<\/p>\n<p>c) Allein aus Gnade (V.8-9)<\/p>\n<p>d) Gnade im Alltag (V.10)<\/p>\n<p><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Das Lied \u201eAmazing Grace\u201c geht auf wunderbare Weise auf das Thema Gnade ein. Auch die Lebensgeschichte des Verfassers John Newton ist sehr passend zum Thema.<\/p>\n<p><em>\u201eBevor wir nicht unsere eigene Notlage verstehen, sind wir nicht in einer Position Gottes Gnade zu sch\u00e4tzen. Ich sage nicht, dass jeder Gl\u00e4ubige im Augenblick seiner Bekehrung ein volles Verst\u00e4ndnis seiner eigenen S\u00fcnde und der Gnade des Retters hat, aber ich sage dies: Wenn wir nicht danach streben unsere eigene S\u00fcnde zu kennen und sehen, wohin sie f\u00fchrt, werden wir niemals die Herrlichkeit von Gottes rettender Gnade f\u00fcr uns in Jesus Christus sch\u00e4tzen.\u201c(Lig Duncan)<\/em><\/p>\n<p><em>Als der ber\u00fchmte Professor der Medizin, Boerhaave, eines Tages in seinem anatomischen Laboratorium vor den Studenten die Leiche eines hingerichteten M\u00f6rders \u00f6ffnen wollte, wurde er pl\u00f6tzlich bleich und begann zu zittern. Die Studenten sahen ihn fragend an, denn sie waren nicht gew\u00f6hnt, ihren Professor weich zu sehen. &#8222;Meine Herren&#8220;, sagte Boerhaave, &#8222;mit diesem Manne habe ich meine Jugend zugebracht. Nun bin ich der geehrte Professor, und er liegt hier als gerichteter Verbrecher. Lassen Sie mich es Ihnen aussprechen, dass ich au\u00dfer der Gnade Gottes keinen einzigen Grund wei\u00df, weshalb ich nicht an dieser Stelle liege.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>Da war einst ein verheirateter Soldat, welcher erfuhr, dass seine Frau ernstlich erkrankt sei. Er bat um Urlaub, erhielt denselben jedoch nicht. So ging er denn von selbst, wurde aber ergriffen und als Deserteur eingeliefert. Die Sache wurde untersucht; er wurde schuldig befunden und herbeigerufen, um sein Urteil zu h\u00f6ren. Er blieb vollst\u00e4ndig unger\u00fchrt, als ihm ein Offizier das Urteil vorlas, das dahin ging, dass er am n\u00e4chsten Freitag als Deserteur erschossen werden sollte. Er zuckte mit keinem Muskel und kein Glied zitterte an seinem Leibe. &#8222;Ich wei\u00df, dass ich ungehorsam gewesen bin; ich habe eigenwillig die Fahne verlassen und ich verdiene den Tod. Ist das nun alles, Herr Hauptmann, das ich h\u00f6ren soll?&#8220; &#8222;Nein&#8220;, erwiderte dieser; &#8222;ich habe Ihnen noch etwas andres mitzuteilen.&#8220; Und nachdem er ein andres Papier entfaltet hatte, las er laut und deutlich die Begnadigung des Verurteilten vor. Die Wirkung dieser Mitteilung war eine unbeschreibliche. Der Fl\u00fcchtling brach vollst\u00e4ndig zusammen. Er zitterte am ganzen K\u00f6rper, sank zu Boden und seinen Augen entstr\u00f6mten hei\u00dfe Tr\u00e4nen. Was der Urteilsspruch des Todes nicht erreichen konnte, das bewirkte die unverdiente Gnade. (Charles Spurgeon)<\/em><\/p>\n<p>(Tobias Schurr)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema: Pers\u00f6nliche Reformation Predigtthema:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sola gratia: Gerettet \u2013 allein durch Gnade Predigttext:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Epheser 2, 1-10 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"class_list":["post-3061","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-epheser"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-08-21 12:39:19","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3061","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3061"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3061\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3063,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3061\/revisions\/3063"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3061"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3061"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3061"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}