{"id":2867,"date":"2016-08-16T23:14:26","date_gmt":"2016-08-16T21:14:26","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=2867"},"modified":"2016-08-16T23:14:26","modified_gmt":"2016-08-16T21:14:26","slug":"predigthilfe-vom-11-september-2016-markus-9-2-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-11-september-2016-markus-9-2-13\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 11. September 2016 &#8211; Markus 9, 2-13"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Jesus, der Herr.<br \/>\nPredigtthema: Jesus, der Herr, wird von Gott best\u00e4tigt<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Markus 9,2-13<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Dr. Heiko Krimmer<\/strong><\/p>\n<p>1. Zusammenhang<br \/>\nNach der deutlichen Ank\u00fcndigung Jesu \u00fcber seinen Leidensweg und das Leiden der J\u00fcnger (8, 31ff), best\u00e4tigt der Vater den Sohn bei der Verkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<br \/>\nMatth\u00e4us berichtet fast wortgleich; Lukas hat noch einige Einzelheiten. Petrus berichtet in seinem Brief dieses Geschehen (vgl. 2. Petr. 1, 16-18).<\/p>\n<p>3. Gliederung des Textes<br \/>\nV. 2-4: Die Verkl\u00e4rung Jesu<br \/>\nV. 5-6: Die Reaktion des Petrus<br \/>\nV. 7: Die Gottesstimme<br \/>\nV. 8-10:Nach der Verkl\u00e4rung; das Schweigegebot<br \/>\nV. 11-13: Jesu Gespr\u00e4ch mit den J\u00fcngern \u00fcber Elia.<\/p>\n<p>4. Einzelerkl\u00e4rungen<br \/>\nV. 2: Nach den Leidensweissagungen waren die J\u00fcnger wohl tief ersch\u00fcttert. Deshalb hat sich ihnen das Datum der Verkl\u00e4rung so eingepr\u00e4gt (nach sechs Tagen). Petrus, Johannes und Jakobus bildeten den engsten J\u00fcngerkreis (vgl. Mt. 17,1 und Mk 14, 33). Der Berg ist schwerlich der Tabor, sondern wohl ein Berg im Gebiet des Hermon. Die Parallele zu 2. Mose 24, 13ff ist un\u00fcbersehbar. Verkl\u00e4rt, w\u00f6rtl.: er wurde verwandelt. Unser Fremdwort: Metamorphose. Kein geistiger Vorgang, sondern sie konnten es sehen. Jesus in der Herrlichkeitsgestalt!<\/p>\n<p>V.3: Bis hin zu den Kleidern war diese \u201eVerwandlung\u201c. Gl\u00e4nzend und wei\u00df stehen biblisch f\u00fcr Reinheit und himmlische Herrlichkeit. Der \u201eBleicher\u201c war ein Handwerker, der die Stoffe reinigte und bleichte.<\/p>\n<p>V. 4: Erschienen bezeichnet ein leibliches Sehen wirklicher Personen. Mose steht f\u00fcr das Gesetz, Elia ist der Prophet. Sie f\u00fchrten ein Gespr\u00e4ch mit Jesus. Lukas berichtet, dass es dabei um das ging, was Jesus dann in Jerusalem durchleiden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>V. 5: Petrus ist wieder der Wortf\u00fchrer. Jetzt schon in himmlischer Herrlichkeit bleiben, das ist sein Wunsch. Dann h\u00e4tte aber Jesus sein Erl\u00f6sungswerk nicht vollbracht. \u201eH\u00fctten\u201c, das spielt wohl auf das Laubh\u00fcttenfest, das gro\u00dfe Heilsfest der Erl\u00f6sung aus \u00c4gypten an (vgl. 3. Mose 23, 34ff).<\/p>\n<p>V. 6: Petrus verstand im tiefsten nicht, was hier geschah, das deutet das \u201eer wu\u00dfte nicht, was er redete\u201c an. \u201eVerst\u00f6rt\u201c, w\u00f6rtl.: \u201eganz von Furcht benommen\u201c. Der Schreck, wenn Gottes Wirklichkeit so herein bricht.<\/p>\n<p>V. 7: Die Wolke steht f\u00fcr die Gegenwart Gottes. Es ist Gottes Stimme, die w\u00f6rtlich wiederholt, was der Vater schon bei der Taufe Jesu ausgerufen hatte. Vgl. Mk. 41,11. \u201eDen sollt ihr h\u00f6ren\u201c, ist die Aufforderung an die J\u00fcnger, Jesus zu gehorchen, seinen Weg mitzugehen.<\/p>\n<p>V. 8: Ein pl\u00f6tzliches Ende der Verkl\u00e4rung. Mose und Elia waren weg, aber Jesus bleibt da!<\/p>\n<p>V. 9: Jesus geht wieder mit hinunter und gebot &#8211; gab Weisung, zu schweigen vom Geschehenen. Erst nachdem er sein Heilswerk vollendet hatte, sollten sie berichten. Jesus will keine Propaganda vorher. Das \u201ees ist vollbracht\u201c am Kreuz best\u00e4tigt der Vater bei der Auferstehung.<\/p>\n<p>V. 10: Sie behielten das Wort, das hei\u00dft: sie gehorchten. Aber die Frage nach der Auferstehung treibt sie um.<\/p>\n<p>V. 11: Sie fragen Jesus! Sie kennen Maleachi 3, 23, wo angek\u00fcndigt ist, dass vor dem Tag des Herrn (da geschieht die Totenauferstehung) Elia kommen muss.<\/p>\n<p>V. 12: Jesus best\u00e4tigt Mal. 3, 23 f. \u201eAlles wieder zurecht bringen\u201c, das meint, die Menschen zur Bu\u00dfe und Umkehr leiten (siehe V. 13 &#8211; Johannes der T\u00e4ufer). Doch Jesus weist auf Jes. 53, 3-5 hin, auf das Leiden des Messias. Das geh\u00f6rt zu Gottes Heilsplan als Zentrum. Das sollen die J\u00fcnger verstehen.<\/p>\n<p>V. 13: Jesus weist damit auf den T\u00e4ufer hin. Wie Elia wurde er bedroht und verfolgt, ja sogar get\u00f6tet. Das Erscheinen Elias bedeutet also nicht automatisch Heil. Israel mu\u00dfte sich entscheiden. Und sie haben sich gegen ihn entschieden, sogar dann gegen ihren Messias.<\/p>\n<p>5. Die Spitze des Textes<br \/>\nGott best\u00e4tigt ausdr\u00fccklich den Weg seines Sohnes durch\u00b4s Leiden.<\/p>\n<p>6. Der Text heute<br \/>\na) Gegen alle Einordnung Jesu wird hier ausdr\u00fccklich seine Gottessohnschaft festgehalten und vom Vater ausgesprochen. Wir sollten das deutlich und klar weitersagen. Jede Abmarktung hier (der gute Mensch, der Religionsstifter etc.) f\u00fchrt weit vom Evangelium weg.<\/p>\n<p>b) Die falschen Erwartungen der J\u00fcnger: Sie wollen so gern auf diesem Berg der Herrlichkeit bleiben. Geht es uns nicht oft auch so? Nach einer gesegneten Freizeit wieder in den Alltag etc., doch das ist Gottes Weg: hinab vom Berg, hin in das Leiden der Welt. So aber wird Heil.<\/p>\n<p>c) Das Heil kommt nicht automatisch, etwa durch Elia &#8211; heute z.B. \u201eIch bin getauft\u201c. Es braucht die pers\u00f6nliche Entscheidung zum Heiland hin.<\/p>\n<p>7. Beispiele und Verdeutlichungen<\/p>\n<p>A. Jesus ganz anders<br \/>\na) \u201eVerkl\u00e4rung\u201c, da steht Jesus in seiner himmlischen Herrlichkeit da, der Herrlichkeitsleib bis hin zu den Kleidern. Deutlich ist: Jesus ist nicht an den irdischen Leib gebunden, er kann jederzeit die Herrlichkeit annehmen. Welche Liebe zu uns: Er bleibt bis zum Tod im Erdenleib.<\/p>\n<p>b) Jesus, der \u201ezweite Mose\u201c. Die Parallele zu 2. Mose 24, 13 ff ist deutlich. Er wiederholt aber Mose nicht, sondern bringt den neuen Bund. Vgl. Joh. 1,17 und R\u00f6mer 5, 14 ff.<\/p>\n<p>c) \u201eElia\u201c , der Prophet des alten Bundes. Elia darf hier in Jesus die Erf\u00fcllung seiner Prophetie sehen und erleben. Vgl. R\u00f6mer 11, 2ff.<\/p>\n<p>B. Jesus f\u00fcr andere<br \/>\na) Der einzige Grund, warum Jesus wieder vom Berg hinabsteigt ist, dass er uns erl\u00f6sen will.<\/p>\n<p>b) Das pl\u00f6tzliche Ende der Verkl\u00e4rung: Mose und Elia weg. Aber Jesus bleibt da! Er bleibt bei uns. Vgl. Mt. 28, 20.<\/p>\n<p>c) \u201eSie sehen niemand als Jesus allein\u201c! Das gen\u00fcgt.<\/p>\n<p>C. Jesus f\u00fcr die J\u00fcnger<br \/>\na) Jesus gebietet ihnen, zu schweigen. Nicht mit au\u00dferordentlichen Erlebnissen Propaganda machen. Das gilt bis heute. Vgl. auch die \u201eKeuschheit\u201c des Paulus bei seinem Bericht \u00fcber au\u00dferordentliche Erlebnisse (2. Kor. 12, 2ff).<\/p>\n<p>b) Jesus gebietet ihnen, zu schweigen: Er hat die Erl\u00f6sung noch nicht vollbracht. Da bleibt er n\u00fcchtern. Schlie\u00dflich kommt noch Gethsemane (Zittern und Zagen). Vgl. Mk. 14, 13; Hebr. 5,8.<\/p>\n<p>c) Er korrigiert die Erwartungen der J\u00fcnger: \u201eElia\u201c bringt nicht automatisch das Heil. Es geht um die Entscheidung, eben f\u00fcr den Christus, der leidet, stirbt und auferweckt wird.<\/p>\n<p>8. Gliederung und Material zur Predigt<\/p>\n<p>Einleitung: Jesus steht hier im Mittelpunkt, aber nicht als Selbstzweck. Den verunsicherten J\u00fcngern &#8211; nach der Leidensweissagung &#8211; soll Glaubensst\u00e4rkung gegeben werden.<\/p>\n<p>1. Auf Jesus sehen<br \/>\nDie J\u00fcnger d\u00fcrfen einen Vorblick in die Herrlichkeit tun. Wie tief sie das gepr\u00e4gt hat zeigt 2. Petr. 1, 16-18. Wir d\u00fcrfen je und dann Blicke, Erfahrungen in Gottes Herrlichkeit tun: doch keine Propaganda damit. Vgl. die Zur\u00fcckhaltung des Paulus (2. Kor. 12, 2ff). Damit will Gott unseren Glauben st\u00e4rken. Hier sehen die J\u00fcnger Jesus als Gottes Sohn, wie es Petrus zuvor bekannt hat.<br \/>\nAlso: Glaube und dann Erfahrung, nicht umgekehrt.<br \/>\nJesus ist Gottes Sohn. Das ist festestes Fundament unserer Verk\u00fcndigung.<br \/>\nWichtig auch: \u201eSie sahen niemand als Jesus allein\u201c. Das gen\u00fcgt. So wichtig Mose und Elia sind, Jesus allein rettet. Mehr braucht\u00b4s nicht.<\/p>\n<p>2. Auf Jesus h\u00f6ren<br \/>\n\u201eDen sollt ihr h\u00f6ren\u201c. Das ist die ausdr\u00fcckliche Gottesstimme. H\u00f6ren ist wichtiger als Sehen. H\u00f6ren hei\u00dft, die Bibel ernst nehmen. da spricht er bis heute. Ohne H\u00f6ren, ohne Verk\u00fcndigung gibt es keinen Glauben. Vgl. R\u00f6. 10, 17. Die J\u00fcnger konnten Jesus drei Jahre lang h\u00f6ren. (Einen besseren biblischen Unterricht hat noch nie jemand gehabt). Vgl. auch die Lehre Jesu f\u00fcr die zwei J\u00fcnger von Emmaus. Luk. 24, 25ff, besonders V. 27. Da h\u00e4tte ich dabei sein wollen. H\u00f6ren hei\u00dft, in direkter Verbindung sein. F\u00fcr uns: die Bibel zuerst. Kommentare etc., auch diese Predigthilfe k\u00f6nnen mein H\u00f6ren nicht ersetzen. Sonst lebe ich aus \u201ezweiter Hand\u201c. Gerade auch das H\u00f6ren, was mir nicht passt (Leiden des Messias etwa; vgl. Mk. 8, 32f). Nicht \u00fcber-h\u00f6ren, sondern mit dem Herzen h\u00f6ren.<\/p>\n<p>3. Mit Jesus gehen<br \/>\nEr geht den Verkl\u00e4rungsberg wieder hinunter. Gott sei Dank, sonst g\u00e4be es keine Erl\u00f6sung. Der Wunsch des Petrus ist verst\u00e4ndlich, aber nicht geistlich. Er geht in\u00b4s Leiden. Erst dann zur Herrlichkeit. Die Verkl\u00e4rung war Vor-blick, noch nicht Ziel. Das gilt f\u00fcr jeden von uns: Ja sagen zum Zeugnis des Leidens. Das Schweigegebot (vgl. 7.C. a). b)).<\/p>\n<p>Schluss: Sie behielten das Wort. Vgl. Lk. 2, 19. Das Wort geht in\u00b4s Herz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Jesus, der Herr. Predigtthema: Jesus, der Herr, wird von Gott best\u00e4tigt Bibelstelle: Markus 9,2-13 Verfasser: Dr. Heiko Krimmer 1. 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