{"id":2845,"date":"2016-07-19T08:26:40","date_gmt":"2016-07-19T06:26:40","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=2845"},"modified":"2016-07-19T08:26:40","modified_gmt":"2016-07-19T06:26:40","slug":"predigthilfe-vom-21-august-2016-markus-8-22-26","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-21-august-2016-markus-8-22-26\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 21. August 2016 &#8211; Markus 8, 22-26"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Jesus, der Herr. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Markus 8,22-26 <\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0Predigtthema: Jesus, der Herr, \u00f6ffnet die Augen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Dr. Heiko Krimmer<\/strong><\/p>\n<p><strong>1.Zusammenhang<\/strong><\/p>\n<p>Aus der Hauptzeit des Wirkens Jesu, jetzt wieder in Galil\u00e4a. Voraus geht ein Gespr\u00e4ch Jesu mit seinen J\u00fcngern, in dem er ihre geistliche \u201eBlindheit\u201c feststellt. Jetzt macht er einen Blinden sehend. Es folgt das Petrusbekenntnis: \u201cDu bist der Christus!\u201c Auch den J\u00fcngern sind die \u201eAugen\u201c aufgegangen.<\/p>\n<p><strong>2.Biblische Parallelen<\/strong><\/p>\n<p>Nur Markus berichtet diese Blindenheilung. Es erf\u00fcllen sich aber die atl. Messiasweissagungen (vgl. Ps. 146,8; Jes. 29,18; 35,5)<\/p>\n<p><strong>3.Der Aufbau des Textes<\/strong><\/p>\n<p>V.22: Orts- und Situationsangabe<\/p>\n<p>V.23+24: Der Beginn der Heilung<\/p>\n<p>V.25: Die vollendete Heilung<\/p>\n<p>V.26: \u201eDas Schweigegebot\u201c<\/p>\n<p><strong>4.Einzelerkl\u00e4rung<\/strong><\/p>\n<p>V.22: Betsaida, deutsch: Fischhausen. Heimat des Petrus, Andreas und Philippus.<\/p>\n<p>Dort sind mehrere Wunder geschehen (vgl. Lk. 9,10; 10,13; Mt. 11,21)<\/p>\n<p>Jesus ruft nicht auf zu \u201eHeilungsgottesdiensten\u201c, sie bringen den Blinden zu ihm. Darin liegt die Bitte um Heilung: \u201eDass er ihn anr\u00fchre\u201c. Er soll die Kraft Jesu erleben.<\/p>\n<p>V.23: Jesus nimmt ihn von der Menge weg. Er ist nicht auf \u201eSchau\u201c aus. Der Speichel soll dem Blinden verdeutlichen, dass Jesus an ihm handelt, auch die Handauflegung. Die Frage:\u201c siehst du etwas?\u201c nimmt den Blinden ganz in das Geschehen hinein.<\/p>\n<p>V.24: \u201eEr sah auf\u201c, auch: Er schlug die Augen auf. \u201eMenschen wie B\u00e4ume\u201c, zeigt zweierlei:<\/p>\n<p>a) Er hatte fr\u00fcher gesehen, kannte das Aussehen von Menschen und B\u00e4umen,<\/p>\n<p>b) er sieht noch verzerrt.<\/p>\n<p>V.25: Jesus ber\u00fchrt direkt die Augen, dort also, wo die Not sitzt. Die vollendete Heilung wird doppelt festgestellt: Er sieht deutlich, w\u00f6rtl.: genau sehen und er sah \u201escharf\u201c, w\u00f6rtl.: fernhin leuchtend, also ganz scharf in N\u00e4he und Ferne. Jesus handelt hier in Stufen und nimmt so den Kranken ganz hinein und mit in sein heilendes Tun.<\/p>\n<p>V.26: Der Geheilte wohnte wohl am Rande des Dorfes. Jesus will alle Sensation vermeiden.<\/p>\n<p><strong>5.Die Spitze des Textes<\/strong><\/p>\n<p>Jesus handelt als der Messias: Er tut dem Blinden die Augen auf.<\/p>\n<p><strong>6.Der Text heute<\/strong><\/p>\n<p>a) Wir bezeugen bis heute und gerade heute die Heilungsmacht Jesu. Wir sollen Jakobus 5,13ff in unseren Gemeinschaften ganz neu ein\u00fcben.<\/p>\n<p>b) Beachten wir das Verhalten Jesu. Er ben\u00fctzt Wunder nie zur Schau! Er will keine Sensation. Er h\u00e4lt keine \u201eHeilungsgottesdienste\u201c, sondern:\u201c sie brachten zu ihm \u2026\u201c. Wer sucht, findet Hilfe.<\/p>\n<p>c) In Verbindung mit dem vorhergehenden J\u00fcngergespr\u00e4ch ist durchaus auch die innerliche Blindheit Thema. Wir rufen dazu, dass wir unsere geistliche Blindheit erkennen und Heilung erbitten<\/p>\n<p><strong>7.Beispiele und Verdeutlichungen<\/strong><\/p>\n<p><strong>A.Blindheit<\/strong><\/p>\n<p>a) Der \u201eblinde Paul\u201c: Ein Bruder, \u00fcber lange Jahre im Verk\u00fcndigungsdienst in Ruit. Er hatte geistlich weit offene Augen und hat vielen zum geistlichen Sehen geholfen.<\/p>\n<p>b) Die Pharis\u00e4er nennt Jesus \u201eblinde Blindenleiter\u201c. Sie sehen mit ihren Augen, lesen die Schriften: sie sind aber geistlich erblindet.<\/p>\n<p>c) Der Blinde hier l\u00e4sst sich mitnehmen zu Jesus. Er erwartet also wirklich Hilfe.<\/p>\n<p><strong>B.Heilung<\/strong><\/p>\n<p>a) Die behutsame Seel- und Leibsorge Jesu. Er sieht den Blinden nicht als Objekt, sondern nimmt ihn pers\u00f6nlich ganz ernst und Schritt f\u00fcr Schritt in das Heilungsgeschehen hinein.<\/p>\n<p>b) Die Heilung soll nicht Sensationsgier befriedigen. Jesus nimmt den Blinden vor das Dorf, weg von der Menge. Achtung vor allen \u00f6ffentlichen \u201eSchau\u201c-Heilungen. Da schleicht sich ein anderer Geist ein.<\/p>\n<p>c) Jesus handelt nach Jakobus 5,13ff.<\/p>\n<p><strong>C.Der Helfer<\/strong><\/p>\n<p>a) Hier handelt Jesus als Gott (vgl. Ps. 146,8), als der Messias (Jes. 29,18; 35,5)<\/p>\n<p>b) Das f\u00fchrt zum Messiasbekenntnis der J\u00fcnger (V.29). Die geistlichen Augen sind aufgegangen.<\/p>\n<p>c) Jesus ben\u00fctzt Speichel und Handauflegung, nicht als \u201emagisches\u201c Tun, sondern um den Blinden ganz miteinzubeziehen in sein Helfen. Er handelt nicht nur an ihm, sondern mit ihm.<\/p>\n<p><strong>8.Material und Gliederung zur Predigt<\/strong><\/p>\n<p>Einleitung: Blindheit galt in Israel als Gottes Strafe. Blinde konnten nicht zum Tempel, nicht am Gottesdienst teilnehmen. Doch Jesus, der Sohn Gottes, er nimmt den Blinden an und ernst.<\/p>\n<p>1.) Zu Jesus hingebracht<\/p>\n<p>Hier ist das ganze Evangelium, in dieser knappen Geschichte:<\/p>\n<p>a) Jesus ist f\u00fcr die Ausgesto\u00dfenen da. Er verurteilt nicht. Er hilft.<\/p>\n<p>b) Menschen zu Jesus zu bringen, gerade mit ihrer Not. Das ist das Vorrecht der Leute Jesu: Sehende Blindenleiter. Hin zu dem, der die Augen \u00f6ffnet.<\/p>\n<p>c) 10ff: Die Pharis\u00e4er wollen Zeichen sehen, aber sie sind blind und sehen nichts. V. 14ff: Auch die J\u00fcnger sind noch blind f\u00fcr Jesus. Die, die den Blinden zu Jesus bringen, haben angefangen zu sehen. Die Einladung bis heute: Komm in deiner Not zu Jesus. Blinde zu Jesus bringen: Eltern ihre Kinder, Frau ihren Mann. Hast du in der vergangenen Woche jemand zu Jesus gebracht?<\/p>\n<p>2.) Von Jesus angenommen<\/p>\n<p>Jesus wendet sich nicht ab; er nimmt den Blinden in die Einzelseelsorge. Keine Schau, dieser eine ist ihm jetzt wichtig. Er nimmt ihn ganz real hinein in sein Heilandstun: von Stufe zu Stufe, bis die Not behoben ist. Speichel, ganz sinnf\u00e4llig; Handauflegung, sein Segen. Frage: Der Blinde wird nicht \u201e\u00fcberfahren\u201c, sondern \u201ewillst du?\u201c.<\/p>\n<p>Jesus nimmt den Einzelnen ernst. Achtung vor aller \u201eMassenabfertigung\u201c bei Heilungen. Da ist ein anderer Geist. Auch Jakobus 5,13ff ist Einzelseelsorge. Dass wir dazu wieder Mut gewinnen.<\/p>\n<p>3.) Durch Jesus zurechtgebracht<\/p>\n<p>Er sieht deutlich, sieht genau; auch \u00fcbertragen: nicht nur schemenhaft und verschattet. Gottes Wort gibt klaren Blick: Wir k\u00f6nnen die Welt erkennen, wie sie ist und Gott erkennen, was er will und tut. Er sieht scharf, auch \u00fcbertragen: sehen, worauf es ankommt, \u201efernhin leuchtend\u201c = den Glanz der Herrlichkeit und Ewigkeit sehen.<\/p>\n<p>Er sieht alles: Den weiten Blick haben. Mit der Bibel gewinnen wir Weitblick, Durchblick und Zielblick. Auch den J\u00fcngern gehen die Augen auf: Hier steht der Messias (Jes. 29,18; 35,5). V. 29 \u201eDu bist der Christus\u201c.<\/p>\n<p>Schluss: Herr hilf uns, dass wir sehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Jesus, der Herr. Bibelstelle: Markus 8,22-26 \u00a0Predigtthema: Jesus, der Herr, \u00f6ffnet die Augen Verfasser: Dr. Heiko Krimmer 1.Zusammenhang Aus der Hauptzeit des Wirkens Jesu, jetzt wieder in Galil\u00e4a. 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