{"id":2817,"date":"2016-05-19T08:47:51","date_gmt":"2016-05-19T06:47:51","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=2817"},"modified":"2016-05-19T08:47:51","modified_gmt":"2016-05-19T06:47:51","slug":"predigthilfe-vom-26-juni-2016-apostelgeschichte-6-1-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-26-juni-2016-apostelgeschichte-6-1-7\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 26. Juni 2016 &#8211; Apostelgeschichte 6, 1-7"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jahresthema: \u201eIch war fremd\u201c\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigttext:\u00a0 Apostelgeschichte 6,1-7<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<p><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung finden sich in den Kommentaren von Heinz-Werner Neudorfer (Edition C) und von Werner de Boor (Wuppertaler Studienbibel).<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>In unserem heutigen Predigttext begegnen wir einer der fr\u00fchesten Gemeindekrisen. Ein Teil der Witwen, die es in der Gemeinde gab, wurden nicht angemessen versorgt. Die Witwen, die aus der Diaspora zur\u00fcck nach Jud\u00e4a gekommen waren und sich nun zur Gemeinde Jesu hielten, fielen bei der Lebensmittelversorgung durchs Raster und so kam es zu einer Krise in der Gemeinde.<\/p>\n<p>Die Apostel reagieren sehr klar und weise darauf. Sie betrachten zun\u00e4chst ihre eigene Verantwortung und kommen zu dem Schluss, dass sie, wenn sie die Versorgung koordinieren m\u00fcssten, ihre eigentlichen Aufgaben (Gebet und der Dienst am Wort) vernachl\u00e4ssigen w\u00fcrden. Deshalb beauftragen sie die Gemeinde geeignete M\u00e4nner f\u00fcr die Versorgung der Witwen zu finden. Die Kriterien f\u00fcr diese M\u00e4nner, die ja eine ganz praktische Aufgabe in der Gemeinde \u00fcbernehmen sollen, sind wichtig zu beachten. Die Apostel m\u00f6chten, dass die Armenversorger geistlich vorbildliche J\u00fcnger Jesu sind. Es geht nicht nur um ihre praktischen F\u00e4higkeiten, sondern besonders um ihr geistliches Leben.<\/p>\n<p>Die Armenpfleger werden eingesetzt und Vers 7 beschreibt das weitere Wachstum der Gemeinde. Dieses Wachstum wird nicht direkt mit dem Dienst der Armenpfleger verbunden, aber dennoch wird deutlich, dass die Urgemeinde offensichtlich diese Versorgungskrise gemeistert hat. Die Anmerkung \u00fcber die Bekehrung von vielen Priestern am Ende von Vers 7 macht erneut deutlich, wie unterschiedlich die Menschen sind, die vom Evangelium erreicht wurden.<\/p>\n<p><strong>2. Wie sage ich es heute?<\/strong><\/p>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n<p>Vom heutigen Predigtthema her, soll besonders die Tatsache in den Blick genommen werden, dass die Gemeinde Jesus von Anfang an eine sehr heterogene Gruppe war, sowohl ethnisch als auch sozial. Hier sehen wir einen deutlichen Unterschied zu vielen unserer Gemeinden, die doch oft gesellschaftlich recht homogen sind. Wir tun uns in der Regel schwer gesellschaftliche Randgruppen zu erreichen und merken, dass es eine gro\u00dfe Herausforderung ist f\u00fcr andere gesellschaftliche Gruppen wirklich offen und einladend zu sein.<\/p>\n<p>Die Berichte aus der Urgemeinde stellen uns ein Doppeltes vor Augen. Zum einen werden wir mit der Tatsache konfrontiert, dass Gemeinde Jesu schon von Anfang an Grenzen \u00fcberschritten hat. Das begann schon sehr deutlich am Pfingstfest und zieht sich durch die Apostelgeschichte hindurch. In der Gemeinde Jesu fanden die unterschiedlichsten Menschen wahre Heimat. Ein besonderes Beispiel lesen wir im Philemonbrief, in dem es um das Verh\u00e4ltnis zwischen einem Sklavenbesitzer und seinem davongelaufenen, aber zum Glauben gekommenen, Sklaven geht. Im Blick auf die lokalen Grenzen lesen wir z.B. in Apg 8, wie das Evangelium die Grenze nach \u00c4thiopien \u00fcberschreitet, oder in Apg 10, wie das Evangelium die Heiden in C\u00e4sarea erreicht.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite sehen wir aber schon bei der ersten Gemeinde, wie diese Vielfalt und diese Grenz\u00fcberschreitungen auch gro\u00dfe Herausforderungen mit sich bringen. Wir sehen, wie Petrus und die anderen Apostel gro\u00dfe M\u00fche hatten zu verstehen, dass das Evangelium wirklich f\u00fcr alle Menschen da ist, und wie Gott sie in Bewegung setzen musste.<\/p>\n<p>So besteht auch f\u00fcr uns heute die Herausforderung diesen verbindenden Charakter des Evangeliums wirklich wahrzunehmen und auch zu leben. Das betrifft m.E. nicht nur die verschiedenen Kulturen, sondern auch die ganz unterschiedlichen sozialen Milieus, die es in unserer Gesellschaft gibt. Das verlangt von uns, dass wir uns immer wieder bewusstmachen, wie wir selbst gesellschaftlich verortet sind, und dass wir wirklich die Bereitschaft haben, f\u00fcr andere offen zu sein. Hier geht es um eine geistliche Haltung und nicht nur um eine organisatorische Entscheidung. Als Christen wollen wir auf Menschen zugehen, wie unser Herr Jesus auf Menschen zugegangen ist.<\/p>\n<p>Im Blick auf die kulturelle Vielfalt in der Gemeinde m\u00fcssen wir Chancen und Herausforderungen gleicherma\u00dfen klar wahrnehmen. Die Bereicherung durch die Vielfalt bringt immer auch Herausforderungen mit sich. Aber es muss uns klar sein, dass wir als Gemeinde nicht das geistliche Recht haben (aus Angst, Bequemlichkeit, oder vielleicht sogar edleren Motiven) uns gegen die kulturelle und soziale Vielfalt zu entscheiden. Es ist ein Grundcharakter der Gemeinde Jesu, dass sie Grenzen \u00fcberschreitet und Menschen zusammenbringt, die in unserer Welt nicht zusammenzupassen scheinen. Sie ist Gemeinde Jesu, und Jesus selbst ist es, der durch seinen Tod am Kreuz die trennenden Barrieren niedergerissen hat (vgl. Eph 2,11-22).<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n<p>Unser heutiges Predigtthema betont einen speziellen Aspekt unseres Abschnittes, der aber sehr nat\u00fcrlich aus unseren Versen abgeleitet werden kann. Zun\u00e4chst k\u00f6nnte in einem ersten Teil beschrieben werden, wie sich diese Krise in Apg 6 aus der sozialen und kulturellen Struktur der Urgemeinde entwickelt hat, und wie die Apostel dieser organisatorischen Krise, mit einer organisatorischen Antwort begegnen, die aber ganz tief in geistlichen Prinzipen verwurzelt ist. Die Apostel hatten Klarheit, was in der Gemeinde n\u00f6tig ist, sie hatten Klarheit \u00fcber ihren eigenen Auftrag und sie wussten, welche geistlichen Voraussetzungen f\u00fcr die Armenpfleger notwendig waren. Die praktische Frage f\u00fcr unsere Gemeindeleitungen k\u00f6nnte lauten: Begegnen wir organisatorischen Herausforderungen mit klaren, geistlichen \u00dcberzeugungen, oder lassen wir uns von der organisatorischen Not umhertreiben?<\/p>\n<p>In einem zweiten Teil der Predigt k\u00f6nnte der neutestamentliche Horizont etwas geweitet werden und noch mit anderen Beispielen unterstrichen werden, dass die Gemeinde Jesu schon immer kulturelle und soziale Grenzen \u00fcberschritten hat. Gott will seine Kinder in Jesus Christus eins machen, da ist f\u00fcr solche Grenzen kein Platz. Dennoch macht Gott keinen Einheitsbrei. Gemeinde Jesu will Einheit in Vielfalt sein.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich k\u00f6nnte in der Predigt in einem dritten Teil die Frage gestellt werden: \u201eWie werden wir zu einer offenen Gemeinde?\u201c oder \u201eWas hindert uns daran andere gesellschaftliche Gruppen oder Menschen aus anderen Kulturen zu erreichen?\u201c<\/p>\n<p>In diesem Teil soll deutlich werden, dass wahre christliche Offenheit eine geistliche Herausforderung ist, und dass sie von der Liebe Jesu gestaltet und motiviert sein muss. Dennoch k\u00f6nnen praktische Schritte eine Hilfe und ein Ausdruck dieser Liebe sein. (z.B. der konkrete Entschluss, gerade auf die Besucher der Gemeinde zuzugehen, die einem merkw\u00fcrdig erscheinen.) Zugleich soll in der Predigt klarwerden, dass diese Offenheit zum Grundcharakter der Gemeinde Jesu geh\u00f6rt, weil gerade sie das einladende und unparteiische Herz unseres Herrn wiederspiegelt.<\/p>\n<p>Die Predigt soll ermutigen, die Sch\u00f6nheit der Vielfalt, die Gott in seine Gemeinde hineingelegt hat, trotz ihrer Herausforderungen zu erkennen und zu sch\u00e4tzen, so dass unser Herr durch unseren Umgang damit geehrt wird.<\/p>\n<p><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Die H\u00f6rer sollen die grenz\u00fcberschreitende Vielfalt der Gemeinde Jesus neu sch\u00e4tzen lernen und dazu motiviert werden, diese Vielfalt auch in ihrer Gemeinde mehr und mehr Gestalt werden zu lassen.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Multikulturelle Gemeinde ist \u201enormale\u201c Gemeinde<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Ein organisatorisches Problem \u2013 eine geistliche L\u00f6sung.<\/li>\n<li>Gemeinde Jesu \u00fcberwindet Grenzen<\/li>\n<li>Wollen wir eine offene Gemeinde sein?<\/li>\n<\/ol>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>(Tobias Schurr)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema: \u201eIch war fremd\u201c\u00a0 Predigttext:\u00a0 Apostelgeschichte 6,1-7 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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