{"id":2812,"date":"2016-05-09T16:51:18","date_gmt":"2016-05-09T14:51:18","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=2812"},"modified":"2016-05-09T16:51:18","modified_gmt":"2016-05-09T14:51:18","slug":"predigthilfe-vom-12-juni-2016-1-timotheus-5-17-25","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-12-juni-2016-1-timotheus-5-17-25\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 12. Juni 2016 &#8211; 1. Timotheus 5, 17-25"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Ganzes Christsein\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigttext:\u00a0 1.Timotheus 5,17-25<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<p><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung finden sich in den Kommentaren von Fritz Gr\u00fcnzweig (Edition C Bd. 18) und von Hans B\u00fcrki (Wuppertaler Studienbibel).<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Paulus schreibt den 1.Timotheusbrief um seinen jungen Sch\u00fcler Timotheus zu ermutigen. Timotheus war von Paulus in Ephesus zu einem wichtigen Dienst eingesetzt worden. In der Gemeinde gab es falsche Lehren, die nicht mit dem Evangelium \u00fcbereinstimmten, die sogar von manchen Gemeindeverantwortlichen weitergetragen wurden.<\/p>\n<p>In Kapitel 3,14-15 sehen wir das Anliegen, das Paulus mit diesem Brief hat ganz konkret: \u201eDies schreibe ich dir [\u2026] , damit du wei\u00dft, wie man sich verhalten muss im Hause Gottes, das die Gemeinde des lebendigen Gottes ist, die S\u00e4ule und Grundfeste der Wahrheit.\u201c Die Hinweise, die Timotheus in diesem Brief erh\u00e4lt, sollen ihm helfen seinen Dienst in der Gemeinde zu tun und sie sollen noch einmal unterstreichen, wie Gott sich das Leben in seiner Gemeinde gedacht hat.<\/p>\n<p>Auch in Kap 5,17-25 stellt uns Paulus ganz konkrete und praktische Gemeindethemen vor Augen. Zun\u00e4chst geht es um den Umgang mit den \u00c4ltesten. Dieses Thema unterteilt Paulus in zwei Aspekte. Paulus erkl\u00e4rt zun\u00e4chst ganz schlicht, dass die Gemeinde eine Verantwortung hat ihre \u00c4ltesten zu ehren. Dieses Ehren soll dadurch sichtbar werden, dass die \u00c4ltesten anerkannt und versorgt werden.<\/p>\n<p>Wir sehen bei Paulus, dass er selbst die Versorgung der Gemeinde kaum in Anspruch genommen hat, sondern sich als Zeltmacher selbst finanziert hat. Aber dennoch ist f\u00fcr Paulus sehr klar und er unterstreicht seine Position durch zwei Bibelverse, dass Mitarbeiter, die f\u00fcr die Gemeinde auf einen anderen Broterwerb verzichten, von der Gemeinde einen angemessenen Lohn bekommen sollen.<\/p>\n<p>Als zweiten Aspekt behandelt Paulus, das Vorgehen, wenn Vorw\u00fcrfe gegen \u00c4lteste im Raum stehen. Paulus fordert zum einen eine sehr gr\u00fcndlich Untersuchung, aber dann auch, in dem Fall, dass wirklich Schuld vorliegt eine klare, f\u00fcr die Gemeinde sichtbare Korrektur. Gerade in diesem Falle fordert Paulus (mit sehr eindringlichen Worten) von Timotheus ein unvoreingenommenes und unparteiisches Verhalten.<\/p>\n<p>Ab Vers 22 lesen wir dann noch kurze Hinweise f\u00fcr Timotheus, die Paulus der erfahrene und weise Gemeindearbeiter seinem Sch\u00fcler weitergibt. Paulus ermahnt Timotheus zu einer sorgf\u00e4ltigen Pr\u00fcfung, bevor er Mitarbeiter einsetzt. Paulus fordert ihn auf, selbst auf seine Gesundheit zu achten. Und Paulus schlie\u00dft mit dem ern\u00fcchternden, ab sehr lebenspraktischen Hinweis, dass uns Menschen im Blick auf die S\u00fcnde anderer Menschen nur ein Teil im Voraus offenbar ist. Manche kommt vielleicht erst nach einer Berufung heraus. Mit den guten Dingen ist es auf der anderen Seite genauso, manche Dinge sind schon im Voraus bekannt, aber so mancher unscheinbare Mitarbeiter wir im Laufe seines Dienstes ein gro\u00dfer Segen.<\/p>\n<p><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n<p>Der Umgang mit Leitung in der Gemeinde ist ein zentrales Thema. Dabei ist die Frage einer angemessenen finanziellen Versorgung noch am einfachsten zu kl\u00e4ren. Immer wieder stellt sich f\u00fcr jedes Gemeindeglied die Frage, wie achte ich pers\u00f6nlich meine Gemeindeleitung? Achte ich sie als meine Hirten? Bin ich bereit mich leiten zu lassen und unterst\u00fctze ich sie in der geistlichen Verantwortung, die sie tragen?<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite stehen wir als Gemeinde immer wieder in der Herausforderung, wie gehen wir mit S\u00fcnde um, die ans Tageslicht kommt. Wie spiegeln wir die Gnade und die Gerechtigkeit und Heiligkeit Jesu wider? Gerade dann, wenn ein Gemeindeverantwortlicher beschuldigt wird, befindet sich eine Gemeinde in einer sehr kritischen Situation. Paulus sieht diese Spannung und deshalb mahnt er ein doppeltes an. Auf der einen Seite fordert Paulus eine gesunde Besonnenheit und eine klare Pr\u00fcfung der Vorw\u00fcrfe. Auf der anderen Seite fordert Paulus aber auch f\u00fcr den Fall, dass sich die Vorw\u00fcrfe als wahr erweisen, eine klare, \u00f6ffentliche Zurechtweisung, ohne falsche Parteilichkeit. Gerade im Blick auf die Frage im Umgang mit der S\u00fcnde, brauchen wir als Gemeinde Gottes Weisheit. Es geht hier darum, sehr klar die Gnade des Evangeliums zu betonen aber auf der anderen auch die verheerenden Folgen von S\u00fcnde (nicht nur pers\u00f6nlich, sondern auch f\u00fcr die ganze Gemeinde) deutlich zu machen und die entsprechenden liebevollen, aber klaren Konsequenzen zu ziehen.<\/p>\n<p>Auch die Themen, die Paulus ab Vers 22 anspricht, sind ganz praktische Gemeindethemen. Paulus zeigt, dass er nicht pauschal Alkohol ablehnt, obwohl er an anderer Stelle sehr klar zur Vorsicht mahnt (z.B. Eph 4,18). Auch im Blick auf die Mitarbeiterberufung, die immer wieder eine Frage im Gemeindealltag ist, gibt Paulus eine wichtige Richtung vor. Paulus ermutigt zu einer sorgf\u00e4ltigen geistlichen Pr\u00fcfung, besonders wenn es um leitende Verantwortliche in der Gemeinde geht. Gerade hier stellt sich f\u00fcr unsere Gemeinden immer wieder die Frage, ob wir zu einer solchen sorgf\u00e4ltigen Pr\u00fcfung bereit sind. Paulus wei\u00df auch, dass dies mit Aufwand und M\u00fche verbunden ist, aber er warnt sehr deutlich davor in diesem Bereich unweise Abk\u00fcrzungen zu nehmen.<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n<p>In unserem Abschnitt spricht Paulus verschiedene Themen an. Der Schwerpunkt scheint auf dem Umgang der Gemeinde mit den \u00c4ltesten zu liegen. Die Grundanliegen von Paulus sollten klar und herausfordernd pr\u00e4sentiert werden. Paulus erwartet von der Gemeinde die Bereitschaft sich leiten zu lassen und die \u00c4ltesten auch demensprechend zu achten. Auf der anderen Seite erwartet Paulus zugleich geistliche Wachsamkeit auch gegen\u00fcber denen die Verantwortung tragen, aber gepaart mit einer echten Demut und pr\u00fcfenden Sorgfalt. Paulus erwartet zudem, dass gegen erkannte S\u00fcnde klar gehandelt wird.<\/p>\n<p>Es ist wichtig, dass die Predigth\u00f6rer erkennen, wie Paulus auch, oder vielleicht gerade mit solchen klaren Aussagen um eine lebendige Gemeinde ringt, eine Gemeinde, die in Liebe miteinander unterwegs ist, aber zugleich konsequent und unparteiisch gegen S\u00fcnde vorgeht.<\/p>\n<p>Der gleiche Grundgedanke gilt auch, wenn Paulus eine genaue Mitarbeiterpr\u00fcfung. Wir wollen in der Predigt kein geistliches Misstrauen gegen\u00fcber Geschwistern s\u00e4en, sondern zu einem gesunden, verantwortungsvollen Pr\u00fcfen einladen. Paulus wei\u00df, wie sehr Gott die Gemeinde liebt. Sie ist die geliebt Braut Jesu und wir sollten wie Jesus mit Sorgfalt auf die Gemeinde achten. Hier ist das Thema Mitarbeiterberufung und besonders Leitungsberufung ganz entscheidend.<\/p>\n<p>Die letzten zwei Verse stellen uns dann auch unsere geistliche Begrenztheit vor Augen, wenn es um das Beurteilen des Lebens von anderen Menschen geht. Wir k\u00f6nnen nur manches im Voraus erkennen. Wir d\u00fcrfen daraus, aber nun nicht den Schluss ziehen, dass deshalb jede Pr\u00fcfung unn\u00fctz sei. Nein wir sind trotzdem aufgefordert zu pr\u00fcfen, aber eben mit einem dem\u00fctigen und liebevollen Herzen. Wir brauchen die Weisheit unseres Gottes, der alleine bis ganz tief ins Herz hineinschauen kann. Paulus selbst hat bei der Geschichte mit Johannes Markus gemerkt, wie man sich bei der Bewertung eines Mitarbeiters t\u00e4uschen kann. Aber Paulus hatte die Gr\u00f6\u00dfe sein Urteil zu revidieren und Johannes Markus als Mitarbeiter wirklich anzuerkennen.<\/p>\n<p>Wir sollten also in der Predigt Mut machen, wirklich sorgf\u00e4ltig zu pr\u00fcfen, aber mit dem tiefen Bewusstsein, dass manche Dinge evtl. erst sp\u00e4ter f\u00fcr uns sichtbar werden.<\/p>\n<p><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n<p>Zur Predigtvorbereitung k\u00f6nnen die Bibelarbeiten von Heiko Krimmer (\u00fcber 1.Tim 5,17-25) und Michael Kotsch (\u00fcber 1.Tim 5,17-6,2) hilfreich sein, die sich bei Sermon Online findet (<a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\">www.sermon-online.de<\/a>).<\/p>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Die Predigt soll die Vertrauensbeziehung zwischen Gemeinde und Gemeindeleitung st\u00e4rken und sie soll verdeutlichen, welche Verantwortung die Mitarbeiterberufung mit sich bringt.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Wie verhalten wir uns gegen\u00fcber Gemeindeverantwortlichen?<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Gemeindeverantwortliche sollen angemessen geehrt werden.<\/li>\n<li>Vorw\u00fcrfe gegen Gemeindeverantwortliche sollen sorgf\u00e4ltig gepr\u00fcft und Schuld soll deutlich angesprochen werden.<\/li>\n<li>Mitarbeiterberufungen sind eine verantwortungsvolle Aufgabe<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Die Beziehung zwischen Paulus, Barnabas und Johannes Markus kann uns helfen. Sie unterstreicht zum einen, wie wichtig f\u00fcr die Apostel das Pr\u00fcfen ihrer Mitarbeiter war, zeigt aber auch, wie sich ein erfahrener Christ im Hinblick auf einen Mitarbeiter irren kann.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>(Tobias Schurr)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Ganzes Christsein\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Predigttext:\u00a0 1.Timotheus 5,17-25 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. 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