{"id":2806,"date":"2016-04-30T17:12:26","date_gmt":"2016-04-30T15:12:26","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=2806"},"modified":"2016-04-30T17:12:26","modified_gmt":"2016-04-30T15:12:26","slug":"predigthilfe-vom-29-mai-2016-apostelgeschichte-81-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-29-mai-2016-apostelgeschichte-81-4\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 29. Mai 2016 &#8211; Apostelgeschichte 8,1-4"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jahresthema: \u201eIch war fremd\u201c<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigtthema: Gott lenkt die Geschichte und sorgt f\u00fcr Begegnungen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigttext: Apostelgeschichte 8,1-4<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise zur Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht ein eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen,\u00a0 nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<p><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com <\/a>(Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung)<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung finden sich in den Kommentaren von Heinz- Werner Neudorfer (Edition C Bibelkommentar NT Bd.8)<\/p>\n<p>und von Werner de Boor (Wuppertaler Studienbibel NT Bd.5).<\/p>\n<p><strong>1.2 Hinweise zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Die Gemeinde in Jerusalem wuchs st\u00e4ndig und hatte einen sehr guten Ruf vor Ort.<\/p>\n<p>Viele wollten die Rettungsbotschaft h\u00f6ren und vertrauten Jesus Christus ihr Leben an (Apg 5,12-16).<\/p>\n<p>Denken wir daran, dass allein am Pfingsttag Tausende zum lebendigen Glauben kamen (2,41).<\/p>\n<p>Doch ab Kapitel 6 schl\u00e4gt der Gemeinde ein heftiger Wind entgegen.<\/p>\n<p>Dieser hatte mit dem gesegneten Dienst des Stephanus zu tun, einem Mann, der sich immer wieder von Gottes Geist leiten lie\u00df (6,8-10).<\/p>\n<p>Der Diakon war so manchem frommen Juden ein Dorn im Auge.<\/p>\n<p>Deshalb wurde er, aufgrund falscher Anklage, vor den Hohen Rat geschleppt (6,11-15).<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich wurde er zu Tode verurteilt und au\u00dferhalb der Stadt gesteinigt (8,57-60).<\/p>\n<p><strong>Die Gemeinde wird verfolgt und zerstreut (V.1-3)<\/strong><\/p>\n<p>Saulus hatte Gefallen am Tod von Stephanus (8,3).<\/p>\n<p>Er war die treibende Kraft der nun anbrechenden Verfolgung.<\/p>\n<p>Es reichte ihm nicht, diesen treuen Nachfolger Jesu aus dem Weg ger\u00e4umt zu haben.<\/p>\n<p>Jeden Gl\u00e4ubigen, den er finden konnte, lie\u00df er in seinem Hass, der Gemeinde gegen\u00fcber, verhaften.<\/p>\n<p>Saulus wollte die Gemeinde zerst\u00f6ren, sie mit aller Macht ausl\u00f6schen.<\/p>\n<p>Die Apostel verlie\u00dfen Jerusalem nicht, um die verbliebene Gemeinde zu st\u00e4rken und zu ermutigen.<\/p>\n<p>Sie sahen ihren Auftrag, trotz Verfolgung, ganz klar vor Ort.<\/p>\n<p>Viele Glaubensgeschwister fl\u00fcchteten aber vor der Verfolgungswelle (V.1).<\/p>\n<p><strong>Das Evangelium breitet sich aus (V.4)<\/strong><\/p>\n<p>Die Nachfolger Jesu konnten die frohe Botschaft nicht verschweigen.<\/p>\n<p>\u00dcberall wo sie hinkamen, berichteten sie von ihrem Glauben.<\/p>\n<p>Angefangen von Jud\u00e4a, \u00fcber Samarien, bis nach Antiochia und Zypern (8,1; 11,19)<\/p>\n<p>Damit erf\u00fcllen sich auch die Worte Jesu aus Apostelgeschichte 1,8:<\/p>\n<p><em>\u201e<\/em><em>Aber wenn der Heilige Geist auf euch herabkommt, werdet ihr mit seiner Kraft ausger\u00fcstet werden und das wird euch dazu bef\u00e4higen, meine Zeugen zu sein- in Jerusalem, in ganz Jud\u00e4a und Samarien und \u00fcberall sonst auf der Welt, selbst in den entferntesten Gegenden der Erde.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Gott gebraucht also die Verfolgung der Gemeinde. Sein Wort breitet sich weiter aus und Menschen kommen zum lebendigen Glauben an Christus.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen neu dar\u00fcber staunen: Unser Herr hat alles in seiner Hand!<\/p>\n<p>Denn selbst die von den Juden verhassten Samariter h\u00f6rten nun die Freudenbotschaft.<\/p>\n<p>Auch Antiochia sollte sp\u00e4ter noch eine entscheidende Bedeutung zukommen.<\/p>\n<p>Diese Ortsgemeinde sandte in Paulus und Barnabas die ersten Missionare aus (13,2.3)<\/p>\n<p>Au\u00dferdem unterst\u00fctzte sie die Gemeinde in Jerusalem finanziell (11,27-30).<\/p>\n<p>Halten wir fest: Am Anfang unseres Kapitels stand die gro\u00dfe Not der Verfolgung.<\/p>\n<p>Aber in Vers 8 hei\u00dft es bereits: \u201eIn der ganzen Stadt (in der Provinz Samarien) herrschte gro\u00dfe Freude\u201c.<\/p>\n<p>Durch die Zerstreuung der Gemeinde, haben sich Menschen f\u00fcr Jesus entschieden, von denen man es niemals erwartet h\u00e4tte.<\/p>\n<p><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n<p>Gott gebraucht Situationen und \u00e4u\u00dfere Umst\u00e4nde, damit das Evangelium weitergegeben werden kann.<\/p>\n<p>In unserem Predigttext war es die Not der Verfolgung.<\/p>\n<p>Durch sie machte sich ein gro\u00dfer Teil der Gemeinde auf den Weg, in die damals bekannte Welt.<\/p>\n<p>Die \u201eGrenz\u00fcberschreitung\u201c f\u00fchrte dazu, dass Menschen auch au\u00dferhalb Jerusalems Jesus als ihren Herrn annahmen.<\/p>\n<p>Heute ist es der gro\u00dfe Strom an Fl\u00fcchtlinen, der sich zu uns aufmacht.<\/p>\n<p>Ihre Motive m\u00f6gen noch so unterschiedlich sein.<\/p>\n<p>Nicht wenige von ihnen sind aber auf der Suche nach Frieden, Sicherheit und Geborgenheit.<\/p>\n<p>Jesus allein ist die Antwort auf ihre offenen Fragen. Nur er kann ihre Wunden heilen und ihnen wirklich Hoffnung und Perspektive geben.<\/p>\n<p>Trauen wir Gott doch zu, dass er auch hier Wunder tun m\u00f6chte (wie damals unter den Samaritern).<\/p>\n<p>Einige Gemeinden, in unserem Land, k\u00f6nnen hier bereits ein ermutigendes Zeugnis geben.<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n<p>Die Christen damals haben Spuren hinterlassen. Obwohl sie ihre Heimat verloren hatten (eventuell auch Angeh\u00f6rige), erz\u00e4hlten sie mit Freude \u00fcberall von Jesus weiter.<\/p>\n<p>Das konnte nur der Heilige Geist in ihnen bewirken.<\/p>\n<p>Es geht um pers\u00f6nliche Evangelisation.<\/p>\n<p>Denken wir an das Beispiel des Philippus. Gott machte ihn auf den K\u00e4mmerer aufmerksam (8,26-40).<\/p>\n<p>Der Finanzminister nahm daraufhin Jesus mit Freuden an.<\/p>\n<p>Wir erkennen in Gottes Wort eine eindeutige \u201eMach dich auf den Weg\u201c Aufforderung (Mt 28,18-20; Apg 1,8; Apg 8,26&#8230;).<\/p>\n<p>Als Gemeinden k\u00f6nnen wir sehr lange darauf warten, bis Menschen von sich aus zu uns kommen.<\/p>\n<p>Sind wir immer wieder bereit, uns Gottes Wegen gegen\u00fcber zu \u00f6ffnen (Apg 16, 6-15)?<\/p>\n<p>Dieser Schritt f\u00e4llt uns schwer, weil Gottes Kurs so anders ist, als unsere eigenen Ideen und Vorstellungen.<\/p>\n<p>Unter anderem zieht es die Konsequenz nach sich, dass wir nicht auf \u201eperfekte\u201c Gelegenheiten warten, um von Jesus zu erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Gerade auch unter widrigen Umst\u00e4nden vertrauen Menschen ihr Leben Christus an.<\/p>\n<p><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Unser Predigttext macht deutlich:<\/p>\n<p>Gott kommt zu seinem guten Ziel, egal wer oder was sich ihm in den Weg stellt.<\/p>\n<p>Kann es eine gr\u00f6\u00dfere Ermutigung f\u00fcr unser Leben und unseren Dienst als Kinder Gottes geben?<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u201eGott lenkt die Geschichte und sorgt f\u00fcr Begegnungen\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Der nach unserer Einsch\u00e4tzung unm\u00f6glichste Zeitpunkt kann, durch Gottes Leitung, zur gr\u00f6\u00dften Chance der Evangelisation werden.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen unserem Herrn hier neu vertrauen lernen.<\/p>\n<p>Denn nur daraus entsteht ein fester Glaube, der eine Chance sieht, wo andere nur die Probleme in den Vordergrund stellen.<\/p>\n<p>Gilt das nicht auch f\u00fcr die derzeitige Fl\u00fcchtlingssituation in unserem Land?<\/p>\n<p><strong>3.3 Pr<\/strong><strong>edigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Verfolgung- Wenn Glauben etwas kostet (V.1.2)<\/li>\n<li>Die Verfolgung hat einen Namen- Saulus (V.3)<\/li>\n<li>Trotz Verfolgung- Das Evangelium bricht sich Bahn (V.4)<\/li>\n<\/ol>\n<p>(Andreas Gerlach)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema: \u201eIch war fremd\u201c Predigtthema: Gott lenkt die Geschichte und sorgt f\u00fcr Begegnungen Predigttext: Apostelgeschichte 8,1-4 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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