{"id":2787,"date":"2016-04-06T15:52:46","date_gmt":"2016-04-06T13:52:46","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=2787"},"modified":"2016-04-06T15:52:46","modified_gmt":"2016-04-06T13:52:46","slug":"predigthilfe-vom-1-mai-2016-1-timotheus-28-15","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-1-mai-2016-1-timotheus-28-15\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 1. Mai 2016 &#8211; 1. Timotheus 2,8-15"},"content":{"rendered":"<h4>Predigthilfe f\u00fcr den 01.05.2016<\/h4>\n<p><strong>Predigtthema: Was Gott von M\u00e4nnern und Frauen in der Gemeinde erwartet<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigttext:\u00a0 1. Timotheus 2,8-15<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<p>Die vorgeschlagenen B\u00fccher und Vortr\u00e4ge sollen eine Hilfe bieten. Allerdings sollten sie immer im Sinne von Apg 17,11b an Hand der Bibel gepr\u00fcft werden.<\/p>\n<ol>\n<li><strong> Sehen, was dasteht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n<p>Allgemeine Hinweise zum Buch und einf\u00fchrende Anmerkungen bieten:<\/p>\n<p><strong>MacArthur, <\/strong>John: Studienbibel: <a href=\"http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/54-Der_Erste_Brief_Des_Apostels_Paulus_An_Timotheus.pdf\">http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/54-Der_Erste_Brief_Des_Apostels_Paulus_An_Timotheus.pdf<\/a><\/p>\n<p><strong>Carson,<\/strong> Donald A., Douglas J. Moo: <em>Einleitung in das Neue Testament<\/em>. Giessen: Brunnen Verlag<\/p>\n<p><strong>Aebi<\/strong>, Ernst: <em>Kurze Einf\u00fchrung in die Bibel<\/em>. Winterthur: Bibellesebund<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung von 1Tim 2,8-15 bieten z.B.<\/p>\n<p><strong>MacArthur, John: <\/strong><em>1. Timotheus. <\/em>Bielefeld: CLV. Dieser Kommentar ist auch online verf\u00fcgbar: <a href=\"http:\/\/clv-server.de\/pdf\/255624.pdf\">http:\/\/clv-server.de\/pdf\/255624.pdf<\/a><\/p>\n<p><strong>Gr\u00fcnzweig, Fritz<\/strong>: <em>1. Timotheusbrief<\/em>. Edition C. Holzgerlingen: H\u00e4nssler<\/p>\n<p><strong>Neudorfer, Heinz-Werner<\/strong>: <em>Der erste Brief des Paulus an Timotheus<\/em>, HTA; Wuppertal: R. Brockhaus<\/p>\n<p><strong>B\u00fcrki, Hans: <\/strong><em>Der erste Brief des Paulus an Timotheus<\/em>, Wuppertaler Studienbibel; Wuppertal: R. Brockhaus<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> Verstehen, worum es geht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n<p>1Tim 2,8-15 beinhaltet eine der am h\u00e4ufigsten diskutierten biblischen Fragestellungen unserer heutigen Zeit. Darf eine Frau predigen? Bzw. darf eine Frau ein Pastorenamt \u00fcbernehmen? Sind diese beiden Fragen identisch, oder besteht ein Unterschied zwischen der Lehre und der geistlichen Leitung einer Gemeinde? Auch in unseren Gemeinden gibt es an dieser Stelle Menschen, die zu unterschiedlichen Erkenntnissen kommen. Da es sich hierbei um ein sensibles Thema handelt, sollte auch der Umgang mit dieser Thematik sensibel sein. In 2.3. wird erl\u00e4utert, warum diese Fragestellung nicht das alleinige Zentrum dieser Predigt sein sollte, denn der Textabschnitt hat mehr zu sagen. Andererseits sollte aber gerade diese brennende Frage auch nicht einfach ignoriert werden, da sie viele Gemeindeglieder besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n<p>Grundlegendes zum 1. Timotheus:<\/p>\n<p>Die beiden Timotheusbriefe, so wie auch der Titusbrief werden als Pastoralbriefe bezeichnet. Der Grund daf\u00fcr ist relativ einfach. W\u00e4hrend n\u00e4mlich die meisten anderen Briefe in erster Linie an eine Gemeinde geschrieben wurde, sind die eigentlichen Adressaten der Pastoralbriefe Einzelpersonen, n\u00e4mlich Timotheus und Titus, die im Dienst einer Gemeinde stehen. Nat\u00fcrlich beschr\u00e4nkt sich der Inhalt aber nicht auf die Person des Timotheus oder Titus, sondern hat ganz speziell die Gemeinde vor Ort im Blick (im Fall von Timotheus handelt es sich dabei wohl um Ephesus), da der Dienst der beiden ja nicht losgel\u00f6st von ihrer jeweiligen Gemeinde thematisiert werden kann. Somit sprechen die Pastoralbriefe zum einen diejenigen an, die selbst in verantwortlichen Diensten in der Gemeinde stehen, ob haupt- oder ehrenamtlich. Zum anderen werden unterschiedliche Problematiken aus den Gemeinden angesprochen, die auch heute noch h\u00f6chst aktuell sind. Die Einzigartigkeit des Wortes Gottes hat zur Folge, dass der 1. Timotheusbrief nicht einfach nur eine Vorlage und Hilfestellung f\u00fcr unser heutiges Gemeindeleben darstellt. Vielmehr spricht er mit der Autorit\u00e4t Gottes verbindlich in unsere heutige Situation, wenn auch im Einzelnen gepr\u00fcft werden muss, wie der jeweilige Text zu verstehen ist.<\/p>\n<p>Bevor wir die \u00dcberlegungen im hermeneutischen Bereich zu 1Tim 2,8-15 angehen, soll klargestellt werden, dass die Ausf\u00fchrungen aufgrund des Umfangs dieser Predigthilfen nicht zu sehr in die Tiefe gehen k\u00f6nnen und trotzdem ist es mir nicht m\u00f6glich, mich an dieser Stelle kurz zu fassen, da es sich um ein wichtiges Thema handelt. Wer sich intensiver damit besch\u00e4ftigen m\u00f6chte, dem sei die passende Fachliteratur empfohlen (Neudorfer stellt in seinem Kommentar z. B. eine ganze F\u00fclle an unterschiedlichen Auslegungen in K\u00fcrze dar.)<\/p>\n<ol>\n<li>Timotheus 2,8-10:<\/li>\n<\/ol>\n<p>Der erste Teil des heutigen Textes bezieht sich nochmal ganz stark auf den vorangehenden Text und somit auf das Thema Gebet. In 1Tim 2,1 fordert Paulus die Gemeinde auf zu beten. Er zeigt die Wichtigkeit des Gebets auf, den Inhalt und auch die Zielgruppe. In den Versen 8-10 beschreibt er dann, wie das Gebet stattfinden soll. Dabei differenziert er zwischen den M\u00e4nnern und den Frauen.<\/p>\n<p>Die M\u00e4nner sollen allezeit bereit sein zum Gebet (so wie es ja auch Paulus vorlebt, vgl. Phil 1,3; Kol 1,3;\u2026). Dabei sollen sie ihre heiligen H\u00e4nde erheben ohne Zorn und Zweifel. Hier geht es weniger um die \u00e4u\u00dfere Form, als vielmehr um die innere Haltung. Nicht das Erheben der H\u00e4nde, sondern die Heiligkeit der H\u00e4nde ist entscheidend. Wenn wir beten sollen wir nicht zornig gegen\u00fcber unseren Mitmenschen sein (siehe Mt 5,24), ebenso wenig sollten wir dabei an Gott zweifeln (vgl. Jak 1,6). Wie k\u00f6nnen nicht mit dem gleichen Mund l\u00e4stern und Gott loben (Jak 3,10). Die M\u00e4nner sollen also mit dem\u00fctigem Herzen vor Gott treten.<\/p>\n<p>Das Gleiche trifft im Prinzip auf die Frauen zu. Sie sollen sich nicht \u00e4u\u00dferlich, sondern innerlich schm\u00fccken, wodurch sich auch die gottesf\u00fcrchtigen Frauen des AT auszeichneten (1Petr 3,5) Gott hat keinen Gefallen an den Sch\u00e4tzen der Welt, sondern an den himmlischen Sch\u00e4tzen. Entscheidend ist hier keine Gesetzlichkeit, die dazu f\u00fchrt, dass es am Ende wieder darum geht, wer dem\u00fctiger gekleidet ist. Es geht um unsere Herzenshaltung, wenn wir vor Gott treten. Wenn in Ephesus auch Frauen in der Gemeinde waren, die aufgrund ihres Standes weder kostbare Kleider, noch Schmuck hatten und deren Haare als Zeichen ihrer Unfreiheit geschorene Haare waren, war es dann passend, wenn die reichen Frauen ihren Reichtum vor allen bezeugten? Das Ablegen des Schmuckes zeigt an dieser Stelle auch eine wichtige Tatsache: Vor Christus sind wir alle gleich! Die Verse 8-10 lehren somit keine Gesetzlichkeit, indem sie einem anst\u00e4ndigem Christen aufzeigen, wie man zu beten hat. Sie zeigen vielmehr auf, dass es nicht aufs \u00e4u\u00dferliche ankommt, sondern auf unser Herz, was David in Ps 51,19 bereits erkannt hat.<\/p>\n<ol>\n<li>Timotheus 2,11-15:<\/li>\n<\/ol>\n<p>Anschlie\u00dfend geht Paulus n\u00e4her auf die allgemeine Rolle der Frau in der Gemeinde ein:<\/p>\n<ul>\n<li>Sie soll in Stille und Unterordnung lernen (V.11)<\/li>\n<li>Sie soll weder lehren noch \u00fcber den Mann herrschen, was Paulus mit der Sch\u00f6pfungsordnung begr\u00fcndet (V.12-14)<\/li>\n<li>Sie soll selig werden, indem sie Kinder bekommt und diese im Glauben erzieht (V.15)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Problemstellen:<\/p>\n<p>Vers 11: \u201eLernen in Stille mit Unterordnung\u201c<\/p>\n<p>Stille und Unterordnung sollte im biblischen Sinne verstanden werden und nicht im gesellschaftlichen. Beide Begriffe sind in der Bibel sehr positiv gepr\u00e4gt, so ist ein stilles Leben nach V. 2 auch ein Ziel der Gemeinde. Auch die biblische Unterordnung, findet nicht auf Kosten der Liebe und der Gleichwertigkeit statt. Vor Christus sind Mann und Frau gleich (Gal 3,28), aber sie haben unterschiedliche Aufgaben. Wenn hier also vom Lernen in Stille und Unterordnung die Rede ist, so spricht Paulus nicht von einer stillschweigenden F\u00fcgsamkeit der Frau unter die willk\u00fcrliche Herrschsucht des Mannes, er zeigt vielmehr die unterschiedlichen Aufgaben im liebevollen, gleichwertigen Zusammenleben auf, auch wenn unsere heutige Gesellschaft diese Rolle als diskriminierend ansieht.<\/p>\n<p>Vers 12: \u201eEiner Frau gestatte ich nicht zu lehren!\u201c<\/p>\n<p>Die Ans\u00e4tze zur Auslegung dieses Verses gehen weit auseinander. So kommen unterschiedliche Ausleger unter der gleichen Voraussetzung, n\u00e4mlich, dass Paulus hier mit g\u00f6ttlicher Autorit\u00e4t spricht, zu unterschiedlichen Erkenntnissen. Die Hauptargumente gegen ein Lehrverbot der Frau sehen an dieser Stelle entweder ein spezielles Gebot an die Gemeinde in Ephesus oder auch allgemein in den kulturellen Kontext der damaligen Zeit, sodass diese Aussage des Paulus nicht einfach ohne Weiteres auf die heutige Zeit \u00fcbertragen werden kann. Eine spezielle, aber sehr interessante Auslegung bieten Clark-Kroeger, die den Schwerpunkt ihrer Argumentation auf die \u00dcbersetzung legen. Ihrer Ansicht nach steht in Vers 12, dass eine Frau nicht lehren soll, dass sie der Herr \u00fcber den Mann w\u00e4re. Es geht also nicht um ein generelles Lehrverbot, sondern vielmehr darum, dass dieser falsche Lehrinhalt nicht gelehrt werden d\u00fcrfe. Auf der anderen Seite sehen eine ganze Reihe von Auslegern auf Grund von 1Tim 2,12 im Lehramt der Gemeinde ein Amt, das Gott speziell den M\u00e4nnern gegeben hat. Auch in anderen Bereichen der Gemeinde und des Lebens haben M\u00e4nner und Frauen oft unterschiedliche Aufgaben. Unterschiedliche Ans\u00e4tze gibt es jedoch dabei, wie das Lehramt zu verstehen sei. Geht es um die Predigt am Sonntag? Hat Paulus vielmehr eine geistliche Leitungsaufgabe im Blick oder spricht Paulus sogar von jeglicher Lehrt\u00e4tigkeit, von der Jungschar bis hin zum Seniorenkreis?<\/p>\n<p>kritische R\u00fcckfragen zur Auslegung:<\/p>\n<ul>\n<li>Wenn einige Passagen der Bibel, die nicht in unsere moderne Gesellschafft passen, einfach kulturell ausgelegt werden, woher wei\u00df ich dann, dass andere Abschnitte, die in mein Bibelverst\u00e4ndnis passen nicht auch kulturell ausgelegt werden m\u00fcssten? \u00d6ffnet sich da nicht in gewisser Weise eine Art von Bibelkritik, die mich entscheiden l\u00e4sst, was heute noch gilt und was nicht?<\/li>\n<li>Wenn Paulus speziell die Situation in Ephesus im Blick hatte, warum argumentiert er dann nicht anhand der Situation in Ephesus, sondern mit der allgemein g\u00fcltigen Sch\u00f6pfungsordnung?<\/li>\n<li>Wenn die \u00dcbersetzung von Clark-Kroeger offensichtlich w\u00e4re, warum wird sie dann von den wenigsten Auslegern unterst\u00fctzt? Auch wenn sie in sich sehr schl\u00fcssig klingt.<\/li>\n<li>Zum Schluss die wichtigste Frage: Was leitet mich bei der Auslegung der Bibel? Mein gew\u00fcnschtes Ergebnis? (Egal ob in die eine oder die andere Richtung) Oder eine ernsthafte Suche nach dem Willen Gottes?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Fazit: Ich komme an dieser Stelle nicht daran vorbei, das Lehrverbot f\u00fcr Frauen stehen zu lassen. Allerdings muss dann im n\u00e4chsten Schritt auch gekl\u00e4rt werden, was dieses Lehrverbot tats\u00e4chlich beinhaltet.<\/p>\n<p>Vers 13f: Die Begr\u00fcndung mit der Sch\u00f6pfungsordnung und Evas S\u00fcnde<\/p>\n<p>1Tim 2,13f begr\u00fcndet das Lehrverbot der Frau damit, dass einerseits Adam derjenige ist, der zuerst geschaffen wurde und andrerseits Eva diejenige war, die zuerst ges\u00fcndigt hat. Ohne zun\u00e4chst ins Detail zu gehen, zeigt diese Begr\u00fcndung, dass es sich hierbei um eine generelle Begr\u00fcndung handelt, die zu jeder Zeit gilt. Man k\u00f6nnte an dieser Stelle anfangen zu spekulieren: \u201eH\u00e4tte Gott Eva als erstes gemacht,\u2026\u201c oder \u201eH\u00e4tte Adam als erstes in den Apfel gebissen,\u2026\u201c Was w\u00e4re dann? Diese Art der Spekulation ergibt meiner Meinung nach keinen Sinn. Gott hat es in seiner Weisheit eingerichtet, dass M\u00e4nner und Frauen unterschiedliche Rollen in der Gemeinde, in der Familie und auch in der Ehe wahrnehmen sollen und das ist gut so.<\/p>\n<p>Vers 15: Die Frau wird durch das Kindergeb\u00e4ren selig<\/p>\n<p>Das Verst\u00e4ndnis, dass die Frau durch das Geb\u00e4ren von Kindern gerettet wird, ist im gesamtbiblischen Zusammenhang nicht haltbar, weshalb man \u00fcberlegen muss, was Paulus an dieser Stelle meint. Neudorfer schreibt, dass das Wort \u201eselig\u201c in diesem Zusammenhang nicht soteriologisch (in Bezug auf das Heil) verstanden werden sollte. Auch liegt die Intention auf der Erziehung der Kinder und nicht auf dem Geb\u00e4ren. Wenn eine Frau Kinder zur Welt bringt, dann ist es ihre Aufgabe diese Kinder im Glauben, in der Liebe und in der Heiligung zu erziehen. Insgesamt wird hier auch der positive Aspekt des Kinderkriegens betont im Gegensatz zu manchen fr\u00fchchristlichen gnostisch angehauchten Str\u00f6mungen, welche die Geburt als etwas weltlich-fleischliches angesehen haben.<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n<p>Der erste Abschnitt des Textes behandelt die Haltung von M\u00e4nner und Frauen beim Gebet, w\u00e4hrend der zweite Abschnitt das Einordnen der Frauen in die von Gott eingesetzten Ordnungen behandelt. Auff\u00e4llig dabei ist, dass in erster Linie die Frauen angesprochen sind. Die Verarbeitung des Textes f\u00fcr die Predigt stellt in diesem Fall eine gewisse Herausforderung dar. Wie kann ich biblisch klar und dennoch sensibel mit der Thematik umgehen? Wie finde ich die richtige Ausgewogenheit bei der F\u00fclle an unterschiedlichen Aspekten in diesem Predigttext? Und wie kann ich die vielen Fragen und Unklarheiten, die dieser Text aufwirft in guter Art und Weise in der Predigt er\u00f6rtern?<\/p>\n<p>Die Predigt sollte also die Fragen, die der Text aufwirft nicht einfach \u00fcbergehen, aber andererseits geht es auch nicht darum die verschiedensten Positionen zu den unterschiedlichen Fragestellungen darzustellen. Es ist die Aufgabe des Verk\u00fcndigers anhand der Schrift und der unterschiedlichen Positionen zu einer biblisch fundierten Erkenntnis zu kommen, welche dann in der Predigt auch in aller Demut und Sensibilit\u00e4t dargestellt werden soll. Prinzipiell ist es wichtig, dass bei all der Diskussion um die Rolle der Frau in der Gemeinde nicht das vermeintlich Negative (das, was die Frauen alles nicht d\u00fcrfen) im Zentrum steht, sondern vielmehr das Positive. Welche Chancen und Freiheiten ergeben sich aus der von Gott vorgesehenen Rolle f\u00fcr die Frau?<\/p>\n<p>Seelsorgerlich ber\u00fccksichtigt werden sollte bei der Betrachtung von Vers 15 auf jeden Fall, dass auch in unseren Gemeinden viele alleinstehende Frauen und auch Ehepaare sitzen, die keine Kinder bekommen k\u00f6nnen. Man sollte dieses Thema also auch nicht unbedacht \u00fcbergehen.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p>Zur Predigtvorbereitung kann das Anh\u00f6ren einer Predigt sehr hilfreich sein. Unter <a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\">www.sermon-online.de<\/a> finden sich Predigten zu den unterschiedlichsten Bibeltexten. So kann man dort z.B. verschiedene Predigten zu 1Tim 2,8-15 von J\u00fcrg Birnstiel finden.<\/p>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Die Predigt soll zum einen dazu ermahnen mit der richtigen Haltung ins Gebet vor Gott zu treten. Andererseits soll sie auch die unterschiedlichen Aufgaben von Mann und Frau in der Gemeinde thematisieren. Das hat zum einen ermahnenden Charakter an den Stellen wo die Gemeindepraxis der biblischen Lehre widerspricht, aber auch tr\u00f6stenden und ermutigenden Charakter. N\u00e4mlich genau dann, wenn die Chancen wahrgenommen werden, die der g\u00f6ttliche Ratschluss in Bezug auf Mann und Frau, vor allem auch f\u00fcr die Frauen bietet.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>M\u00e4nner und Frauen Gottes \u2013 Unterschiedliche Aufgaben und \u00c4mter, aber Gleichwertigkeit in Christus!<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Unsere Haltung beim Gebet<\/li>\n<li>Die Rolle der Frau in der Gemeinde<\/li>\n<\/ol>\n<p>(Dominik Cramer)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigthilfe f\u00fcr den 01.05.2016 Predigtthema: Was Gott von M\u00e4nnern und Frauen in der Gemeinde erwartet Predigttext:\u00a0 1. Timotheus 2,8-15 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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