{"id":2776,"date":"2016-03-09T15:34:54","date_gmt":"2016-03-09T13:34:54","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=2776"},"modified":"2016-03-09T15:34:54","modified_gmt":"2016-03-09T13:34:54","slug":"predigthilfe-vom-10-april-2016-1-timotheus-1-12-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-10-april-2016-1-timotheus-1-12-20\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 10. April 2016 &#8211; 1. Timotheus 1, 12-20"},"content":{"rendered":"<p><strong>Predigtthema: Was Gnade kann<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigttext: 1. Timotheus 1,12-20<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<p>Die vorgeschlagenen B\u00fccher und Vortr\u00e4ge sollen eine Hilfe bieten. Allerdings sollten sie immer im Sinne von Apg 17,11b an Hand der Bibel gepr\u00fcft werden.<\/p>\n<p><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\" target=\"_blank\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n<p>Allgemeine Hinweise zum Buch und einf\u00fchrende Anmerkungen bieten:<\/p>\n<p>MacArthur, John: Studienbibel: <a href=\"http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/54-Der_Erste_Brief_Des_Apostels_Paulus_An_Timotheus.pdf\" target=\"_blank\">http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/54-Der_Erste_Brief_Des_Apostels_Paulus_An_Timotheus.pdf<\/a><\/p>\n<p>Carson, Donald A., Douglas J. Moo: Einleitung in das Neue Testament. Giessen: Brunnen Verlag<\/p>\n<p>Aebi, Ernst: Kurze Einf\u00fchrung in die Bibel. Winterthur: Bibellesebund<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung von 1Tim 1,12-20 bieten z.B.<\/p>\n<p>MacArthur, John: 1. Timotheus. Bielefeld: CLV. Dieser Kommentar ist auch online verf\u00fcgbar: <a href=\"http:\/\/clv-server.de\/pdf\/255624.pdf\" target=\"_blank\">http:\/\/clv-server.de\/pdf\/255624.pdf<\/a><\/p>\n<p>Gr\u00fcnzweig, Fritz: 1. Timotheusbrief. Edition C. Holzgerlingen: H\u00e4nssler<\/p>\n<p>Neudorfer, Heinz-Werner: Der erste Brief des Paulus an Timotheus, HTA; Wuppertal: R. Brockhaus<\/p>\n<p>B\u00fcrki, Hans: Der erste Brief des Paulus an Timotheus, Wuppertaler Studienbibel; Wuppertal: R. Brockhaus<\/p>\n<p><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nTimotheus befindet sich wohl in Ephesus. \u00dcber die Gemeinde in Ephesus hei\u00dft es in Offb 2,4, dass sie die erste Liebe verlassen hat. Im Predigttext ist die Rede davon, dass einige aus der Gemeinde die Gnade Gottes \u201evon sich gesto\u00dfen\u201c haben. Diese beiden Aspekte sind nicht voneinander trennbar. Wer die Gnade Gottes nicht in Anspruch nehmen will, verl\u00e4sst automatisch die Liebe. Dieses Prinzip ist auch f\u00fcr die heutige Gemeinde hochaktuell. Lebt die Gemeinde aus der Gnade Gottes? Oder bauen wir unsere Gemeinde selbst? Lebe ich mein Christsein unter dem Motto des Liedes \u201eStern auf den ich schaue\u201c: Nichts hab ich zu bringen, alles, Herr, bist du! Oder meine ich, mit meinem Dienst unverzichtbar f\u00fcr das Reich Gottes zu sein? Es ist zu tiefst menschlich, sich nicht allein auf Gottes Gnade zu verlassen und deshalb ist dieses Thema sowohl f\u00fcr jeden Einzelnen, als auch f\u00fcr die Gemeinde relevant.<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nGrundlegendes zum 1. Timotheus:<br \/>\nDie beiden Timotheusbriefe, so wie auch der Titusbrief werden als Pastoralbriefe bezeichnet. Der Grund daf\u00fcr ist relativ einfach. W\u00e4hrend n\u00e4mlich die meisten anderen Briefe in erster Linie an eine Gemeinde geschrieben wurde, sind die eigentlichen Adressaten der Pastoralbriefe Einzelpersonen, n\u00e4mlich Timotheus und Titus, die im Dienst einer Gemeinde stehen. Nat\u00fcrlich beschr\u00e4nkt sich der Inhalt aber nicht auf die Person des Timotheus oder Titus, sondern hat ganz speziell die Gemeinde vor Ort im Blick (im Fall von Timotheus handelt es sich dabei wohl um Ephesus), da der Dienst der beiden ja nicht losgel\u00f6st von ihrer jeweiligen Gemeinde thematisiert werden kann. Somit sprechen die Pastoralbriefe zum einen diejenigen an, die selbst in verantwortlichen Diensten in der Gemeinde stehen, ob haupt- oder ehrenamtlich. Zum anderen werden unterschiedliche Problematiken aus den Gemeinden angesprochen, die auch heute noch h\u00f6chst aktuell sind. Die Einzigartigkeit des Wortes Gottes hat zur Folge, dass der 1. Timotheusbrief nicht einfach nur eine Vorlage und Hilfestellung f\u00fcr unser heutiges Gemeindeleben darstellt. Vielmehr spricht er mit der Autorit\u00e4t Gottes verbindlich in unsere heutige Situation, wenn auch im Einzelnen gepr\u00fcft werden muss, wie der jeweilige Text zu verstehen ist.<\/p>\n<p>1. Timotheus 1,12-17:<br \/>\nDieser erste Abschnitt zeigt uns gem\u00e4\u00df dem Thema, was Gnade kann. Paulus beschreibt seine 180 Grad Wendung, die nicht aus eigener Kraft heraus entstand, sondern allein aus der Gnade Jesu. Er war ein \u201eL\u00e4sterer\u201c, \u201eVerfolger\u201c und \u201eFrevler\u201c (V. 13) und Jesus machte ihn stark, erachtete ihn f\u00fcr treu und hat ihn in ein Amt eingesetzt (V. 12) Diese radikale Ver\u00e4nderung f\u00fchrte bei Paulus zur Dankbarkeit (V. 12), denn gerade diese Umkehr hebt die Gnade, den Glauben und die Liebe Jesu noch einmal besonders hervor (V. 14). Das pers\u00f6nliche Beispiel des Paulus zeigt den eigentlichen Grund warum Jesus in die Welt gekommen ist, n\u00e4mlich um die S\u00fcnder zu retten (V. 15). Genauso wie Jesus selbst sagt: \u201eDenn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.\u201c (Lk 19,10). Paulus macht sich dabei selbst zum Vorbild, nicht als der beste Christ, sondern als der gr\u00f6\u00dfte S\u00fcnder, an dem die \u00fcberw\u00e4ltigende Gnade Gottes offenbar wurde. Dadurch verdeutlicht Paulus: Egal woher du kommst, egal wie gro\u00df deine S\u00fcndenlast ist, die Gnade Gottes ist gr\u00f6\u00dfer! Das ist das Evangelium! Der Verlorene wird gerettet durch Jesus Christus. Und allein das Aufschreiben dieser Tatsache f\u00fchrt bei Paulus in Vers 17 zum Lobpreis Gottes: \u201eAber Gott, dem ewigen K\u00f6nig, dem Unverg\u00e4nglichen und Unsichtbaren, der allein Gott ist, sei Ehre und Preis in Ewigkeit! Amen.\u201c<\/p>\n<p>1. Timotheus 1,18-20:<br \/>\nIm zweiten Teil unseres Abschnitts macht Paulus Timotheus noch einmal deutlich, dass genau dieses Evangelium, das Zentrum des Glaubens ist. \u201eDiese Botschaft\u201c ist die Kraft, die Timotheus bef\u00e4higt den guten Kampf zu k\u00e4mpfen, den Glauben zu halten und ein gutes Gewissen zu haben (V. 18f). Denn das Evangelium ist eine Kraft Gottes. Es rettet Menschen (R\u00f6m 1,16)! Und das Problem in Ephesus ist, dass sich einige vom Evangelium abgewendet haben, was das Scheitern im Glauben bedeutet. Der Glaube ist tot, wenn nicht mehr die Gnade Gottes im Zentrum steht. Wenn pl\u00f6tzlich wieder menschliche F\u00e4higkeiten, menschliche Disziplin oder menschliche Philosophie das Glaubensleben pr\u00e4gt, dann ist es kein Glaubensleben mehr. Das christliche Fundament ist: Allein Christus! Allein die Gnade! Allein der Glaube! Wer sich von einem dieser St\u00fctzen abwendet, wendet sich vom ganzen Fundament ab. In Ephesus werden dabei zwei Namen genannt, die von Paulus selbst aus der Gemeinde ausgesto\u00dfen wurden: Hymen\u00e4us und Alexander (V. 20).<\/p>\n<p>Der ganze Abschnitt zeigt also eine enorm wichtige biblische Wahrheit und Grundlage: Die Gnade Gottes ist nicht nur die Grundlage des Christ-werdens, sondern sie auch die Grundlage des Christ-seins.<\/p>\n<p>Problemstellen:<br \/>\nV. 20: \u201eDem Satan \u00fcbergeben\u201c<br \/>\nDie Auslegung dieser Aussage ist nicht eindeutig, allerdings ist es naheliegend hierin einen Gemeindeausschluss zu sehen, dessen Ziel es ist, die beiden Unruhestifter daran zu hindern in der Gemeinde Gott zu l\u00e4stern, aber auch um durch einen p\u00e4dagogischen Umgang diese zur Bu\u00dfe zu f\u00fchren, wie in 1Kor 5,5. \u201eDem Satan \u00fcbergeben\u201c hei\u00dft somit auch, dass jemand den Schutz, den die Gemeinde in gewisser Weise vor dem Satan bietet, verlassen muss.<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nPaulus beschreibt die Gnade Gottes, die an ihm selbst \u00fcberm\u00e4chtig sichtbar wurde und es f\u00fchrt ihn zum Lobpreis. In der Predigt k\u00f6nnten folgende Fragen thematisiert werden:<br \/>\n&#8211; Wo durfte ich in meinem Leben die Gnade Gottes erfahren?<br \/>\n&#8211; Was bewirkt es in mir, \u00fcber Gottes Gnade in meinem Leben nachzudenken?<br \/>\n&#8211; Wo stehe ich in der Gefahr, die Gnade Gottes \u201evon mir zu sto\u00dfen\u201c? Sie klein zu machen?<\/p>\n<p>Wie bereits in 2.1. angesprochen, ist der Mensch jederzeit in der Gefahr sich nicht ausschlie\u00dflich auf die Gnade Gottes zu verlassen. Ebenso stehen Gemeinden in der Gefahr, dass das Evangelium vielleicht theoretisch noch zentral ist, praktisch aber nicht. Die Predigt kann an dieser Stelle ansetzen und die \u00fcberw\u00e4ltigende Gnade im Gegensatz zur Unf\u00e4higkeit des Menschen aufzeigen. Dies wird am Beispiel des Paulus deutlich, kann aber gerade auch durch ein pers\u00f6nliches Zeugnis an Tiefe gewinnen. Paulus ist ohne die Gnade Jesu ein Verfolger, L\u00e4sterer und Frevler. Allein Gott ist in der Lage ihn zu ver\u00e4ndern. Und das Gleiche gilt auch f\u00fcr uns.<\/p>\n<p><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n<p>Zur Predigtvorbereitung kann das Anh\u00f6ren einer Predigt sehr hilfreich sein. Unter <a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\" target=\"_blank\">www.sermon-online.de<\/a> finden sich Predigten zu den unterschiedlichsten Bibeltexten. So kann man dort z.B. verschiedene Predigten zu 1Tim 1,12-17 von J\u00fcrg Birnstiel finden.<br \/>\n<strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><br \/>\nDas Ziel der Predigt ist es, die Gnade Gottes gro\u00df zu machen. Das sollte zum echten Lobpreis f\u00fchren, wie es auch bei Paulus in unserem Predigttext der Fall ist. Es kann nicht sein, dass die Gnade Gottes einen unber\u00fchrt und kalt l\u00e4sst. Wer die Gnade Gottes in seinem Leben erfahren hat, kann nicht anders als daf\u00fcr dankbar zu sein. Allerdings kann diese Dankbarkeit, ja die Liebe, im Laufe der Zeit erkalten. Deshalb ist umso wichtiger, die Gnade Gottes immer wieder neu zu erkennen, die nicht nur den Moment der Bekehrung pr\u00e4gte, sondern jeden einzelnen Tag des Christenlebens beeinflussen muss. Die Predigt ermahnt dabei den Zuh\u00f6rer, diese Gnade nicht zu versto\u00dfen. Andrerseits ermutigt sie dazu, ein Leben aus der Gnade Jesu zu leben.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><br \/>\nDas Thema dieser Predigt lautet: \u201ewas Gnade kann\u201c. Es beinhaltet dabei indirekt auch, was ich nicht kann. Gnade ist ein Geschenk Gottes, welches uns in die Dankbarkeit f\u00fchren sollte.<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><br \/>\n1. Gnade \u2013 Was ich nicht tun kann!<br \/>\n2. Gnade \u2013 Was Jesus getan hat!<br \/>\n3. Gnade \u2013 Was Jesus an mir tut!<\/p>\n<p>(Dominik Cramer)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigtthema: Was Gnade kann Predigttext: 1. 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