{"id":2774,"date":"2016-03-09T15:28:54","date_gmt":"2016-03-09T13:28:54","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=2774"},"modified":"2016-03-09T15:28:54","modified_gmt":"2016-03-09T13:28:54","slug":"predigthilfe-vom-3-april-2016-1-timoetheus-11-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-3-april-2016-1-timoetheus-11-11\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 3. April 2016  1. Timoetheus 1,1-11"},"content":{"rendered":"<p><strong>Predigtthema: Liebe als Endziel des Gebotes<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigttext: 1. Timotheus 1,1-11<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<p>Die vorgeschlagenen B\u00fccher und Vortr\u00e4ge sollen eine Hilfe bieten. Allerdings sollten sie immer im Sinne von Apg 17,11b an Hand der Bibel gepr\u00fcft werden.<\/p>\n<p><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\" target=\"_blank\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n<p>Allgemeine Hinweise zum Buch und einf\u00fchrende Anmerkungen bieten:<\/p>\n<p>MacArthur, John: Studienbibel: <a href=\"http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/54-Der_Erste_Brief_Des_Apostels_Paulus_An_Timotheus.pdf\" target=\"_blank\">http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/54-Der_Erste_Brief_Des_Apostels_Paulus_An_Timotheus.pdf<\/a><\/p>\n<p>Carson, Donald A., Douglas J. Moo: Einleitung in das Neue Testament. Giessen: Brunnen Verlag<\/p>\n<p>Aebi, Ernst: Kurze Einf\u00fchrung in die Bibel. Winterthur: Bibellesebund<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung von 1Tim 1,1-11 bieten z.B.<\/p>\n<p>MacArthur, John: 1. Timotheus. Bielefeld: CLV. Dieser Kommentar ist auch online verf\u00fcgbar: <a href=\"http:\/\/clv-server.de\/pdf\/255624.pdf\" target=\"_blank\">http:\/\/clv-server.de\/pdf\/255624.pdf<\/a><\/p>\n<p>Gr\u00fcnzweig, Fritz: 1. Timotheusbrief. Edition C. Holzgerlingen: H\u00e4nssler<\/p>\n<p>Neudorfer, Heinz-Werner: Der erste Brief des Paulus an Timotheus, HTA; Wuppertal: R. Brockhaus<\/p>\n<p>B\u00fcrki, Hans: Der erste Brief des Paulus an Timotheus, Wuppertaler Studienbibel; Wuppertal: R. Brockhaus<br \/>\n<strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nDer Predigttext ist wohl f\u00fcr die meisten in der Gemeinde theoretisch ziemlich klar und nachvollziehbar. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Oftmals dreht man sich um Dinge, die nicht den Schwerpunkt unseres Glaubens ausmachen. Umso wichtiger ist dabei die Bereitschaft, sich selbst zu hinterfragen (siehe 2.3 hom. \u00dcberlegungen).<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nGrundlegendes zum 1. Timotheus:<br \/>\nDie beiden Timotheusbriefe, so wie auch der Titusbrief werden als Pastoralbriefe bezeichnet. Der Grund daf\u00fcr ist relativ einfach. W\u00e4hrend n\u00e4mlich die meisten anderen Briefe in erster Linie an eine Gemeinde geschrieben wurde, sind die eigentlichen Adressaten der Pastoralbriefe Einzelpersonen, n\u00e4mlich Timotheus und Titus, die im Dienst einer Gemeinde stehen. Nat\u00fcrlich beschr\u00e4nkt sich der Inhalt aber nicht auf die Person des Timotheus oder Titus, sondern hat ganz speziell die Gemeinde vor Ort im Blick (im Fall von Timotheus handelt es sich dabei wohl um Ephesus), da der Dienst der beiden ja nicht losgel\u00f6st von ihrer jeweiligen Gemeinde thematisiert werden kann. Somit sprechen die Pastoralbriefe zum einen diejenigen an, die selbst in verantwortlichen Diensten in der Gemeinde stehen, ob haupt- oder ehrenamtlich. Zum anderen werden unterschiedliche Problematiken aus den Gemeinden angesprochen, die auch heute noch h\u00f6chst aktuell sind. Die Einzigartigkeit des Wortes Gottes hat zur Folge, dass der 1. Timotheusbrief nicht einfach nur eine Vorlage und Hilfestellung f\u00fcr unser heutiges Gemeindeleben darstellt. Vielmehr spricht er mit der Autorit\u00e4t Gottes verbindlich in unsere heutige Situation, wenn auch im Einzelnen gepr\u00fcft werden muss, wie der jeweilige Text zu verstehen ist.<\/p>\n<p>Neudorfer schreibt zur geschichtlichen Situation der Abfassung:<br \/>\nHinter 1Tim steht eine ausgesprochene Kampfsituation. Der Brief wurde nicht vom Schreibtisch f\u00fcr den Schreibtisch entworfen. Zur Diskussion stehende Fragen sind die nach der Ordnung im Gottesdienst, nach einer angemessenen Gemeindestruktur, damit in Zusammenhang die Frage der Gemeindeleitung und der \u00c4mter sowie allen voran die Abwehr einer wohl von innen her kommenden Bedrohung der Gemeinde.<\/p>\n<p>1. Timotheus 1,1+2:<br \/>\nDer Brief beginnt mit dem typischen Briefkopf, in welchem sich Paulus als Absender vorstellt. Anschlie\u00dfend nennt er den Empf\u00e4nger, in diesem Fall Timotheus, bevor er den Briefkopf mit einem Segensgru\u00df abschlie\u00dft.<\/p>\n<p>1. Timotheus 1,3-7:<br \/>\nPaulus erinnert zu Beginn seines Briefes Timotheus an seinen Auftrag, in Ephesus zu bleiben. Und das aus gutem Grund: Es gibt dort Leute, die falsche Lehren verbreiten, falsche Schwerpunkte in der Lehre setzen und die wesentlichen Aspekte der christlichen Lehre vernachl\u00e4ssigen. Timotheus soll sich also f\u00fcr eine gesunde Lehre einsetzen, deren Zentrum die Liebe aus reinem Herzen, gutem Gewissen und ungef\u00e4rbtem Glauben ist (V. 5). Es gibt also eine Gruppe von Leuten in der Gemeinde in Ephesus, die sich selbst f\u00fcr theologische Spezialisten h\u00e4lt, aber im Prinzip am eigentlichen Ziel vorbeigeht.<\/p>\n<p>1. Timotheus 1,8-11:<br \/>\nDie letzten Verse des Predigttextes stellen zun\u00e4chst klar, dass das Gesetz Gottes gut ist. Nat\u00fcrlich ist es dem Menschen unm\u00f6glich das Gesetz zu halten und somit zeigt das Gesetz erst die S\u00fcndhaftigkeit des Menschen auf. Aber nicht das Gesetz selber ist schlecht und f\u00fchrt zur S\u00fcnde, sondern die S\u00fcndhaftigkeit des Menschen (siehe R\u00f6mer 7,7ff). Das Gesetz Gottes ist gut, aber durch das Gesetz k\u00f6nnen wir nicht gerecht werden. Vielmehr zeigt es den S\u00fcndern (und Paulus z\u00e4hlt eine ganze Reihe von S\u00fcnden auf), dass ihr Handeln dem Willen Gottes zuwider (V. 10) ist.<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nDer Predigttext wirft zun\u00e4chst einige Frage auf, die in der Gemeinde durchaus hinterfragt werden sollten:<br \/>\n&#8211; Wo lehren wir anders? Nicht der Bibel entsprechend? (V. 3)<br \/>\n&#8211; Wo drehen wir uns um Fragen (Fabeln und Geschlechtsregister) die kein Ende haben und nicht dem Ratschluss Gottes dienen? (V. 4)<br \/>\n&#8211; Haben wir die Hauptsumme der Unterweisung im Fokus? N\u00e4mlich die Liebe? (V. 5)<br \/>\n&#8211; Oder besch\u00e4ftigen wir uns mit unn\u00fctzem Geschw\u00e4tz? (V. 6)<br \/>\n&#8211; Wodurch zeichnet sich ein geistlicher Lehrer aus? Durch Theologisches Spezialwissen? Oder durch gelebte Liebe, die der Liebe Jesu entspricht? (V. 7)<\/p>\n<p>Neben diesen Fragen ist es auch wichtig den Begriff \u201eLiebe\u201c zu definieren. Der Text will uns hier nicht deutlich machen, dass wir nicht um biblische Wahrheiten ringen sollten, solange die Liebe im Zentrum steht. Die Liebe, die Paulus hier meint ist keine Liebe, die alles toleriert. Es geht vielmehr um eine Liebe die den Anderen im Blick hat, die sein bestes will. N\u00e4mlich einen festen Glauben, der tief verwurzelt ist in Jesus Christus. Liebe bedeutet einerseits, Menschen, die sich von Jesus wegbewegen zu ermutigen und zu ermahnen den Weg des Glaubens nicht zu verlassen. Aber es bedeutet auf der anderen Seite auch, den Standpunkt von Glaubensgeschwistern in theologischen Randfragen stehen lassen zu k\u00f6nnen, denn unser aller Erkenntnis ist St\u00fcckwerk (1Kor 13,9). Gerade 1Kor 13,4-7 zeigt das Wesen der Liebe Jesu, welche den Anderen nicht manipuliert oder unter geistlichen Druck setzt. Sie ist vielmehr liebevoll und gewinnend. Das beste Vorbild der Liebe ist Jesus selbst, denn er ist Liebe (1Joh 4,16)! An ihm sehen wir auch, welche Themen zentral und welche unbedeutend sind. Er ist einf\u00fchlsam, aber auch streng, weil er die eigentlichen Absichten der Menschen durchschaut. Liebe definiert sich also nicht an den Ma\u00dfst\u00e4ben unserer heutigen Gesellschaft, sondern allein an Jesus Christus<br \/>\n.<br \/>\n<strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n<p>Zur Predigtvorbereitung kann das Anh\u00f6ren einer Predigt sehr hilfreich sein. Unter <a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\" target=\"_blank\">www.sermon-online.de<\/a> finden sich Predigten zu den unterschiedlichsten Bibeltexten.<\/p>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><br \/>\nDie Predigt soll den Zuh\u00f6rer hinterfragen, ob die Liebe zu Jesus und folglich auch zum N\u00e4chsten wirklich der Antrieb seines Handelns ist. Au\u00dferdem stellt sich die Frage, ob das was wir erkannt haben dem entspricht, wie wir leben? Das Ziel dieser Predigt ist es also den Zuh\u00f6rer zu ermahnen, keine ungesunden Schwerpunkte im Glauben zu setzen. Andrerseits soll die Predigt dazu ermutigen, in der Liebe Jesu die Essenz der christlichen Lehre zu finden und das auch zu leben.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><br \/>\nAls Schl\u00fcsselvers kann sicherlich 1Tim 1,5 dienen:<br \/>\nDie Hauptsumme aller Unterweisung aber ist Liebe aus reinem Herzen und aus gutem Gewissen und aus ungef\u00e4rbtem Glauben.<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><br \/>\nEine Gliederung k\u00f6nnte z.B. folgenderma\u00dfen aussehen:<br \/>\n1. Lehre \u2013 Falsche Schwerpunkte vermeiden<br \/>\n2. Liebe &#8211; Den richtigen Schwerpunkt setzen<br \/>\n3. Leben \u2013 Die richtige Erkenntnis umsetzen<br \/>\n(Dominik Cramer)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigtthema: Liebe als Endziel des Gebotes Predigttext: 1. Timotheus 1,1-11 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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