{"id":2743,"date":"2015-12-19T11:24:22","date_gmt":"2015-12-19T09:24:22","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=2743"},"modified":"2015-12-19T11:24:22","modified_gmt":"2015-12-19T09:24:22","slug":"predigthilfe-vom-24-januar-2016-markus-6-1-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-24-januar-2016-markus-6-1-6\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 24. Januar 2016 &#8211; Markus 6, 1-6"},"content":{"rendered":"<p><strong>Predigttext: Markus 6, 1-6<\/strong><br \/>\n<strong>Predigtthema: Jesus, der Herr, und der Unglaube<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<p><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\" target=\"_blank\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><br \/>\nHilfreiches Basiswissen findet sich z. B. in \u201eDas Neue Testament\u201c erkl\u00e4rt und ausgelegt von John Walvoord und Roy Zuck (H\u00e4nssler-Verlag)<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich in diversen Studienbibeln, von denen man als Verk\u00fcndiger verschiedene haben sollte.<br \/>\n<strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><br \/>\nHilfen zur Auslegung bieten z.B.<br \/>\n* Wuppertaler Studienbibel<br \/>\n* Edition C<br \/>\n* Evtl. Markus aus der Reihe HTA (theologisch, aber doch auch immer wieder mit verst\u00e4ndlichen Infos f\u00fcr Laien \u2013 <strong>sehr f\u00fcr die Vorbereitung zu empfehlen \u2013 evtl. hat es ein Hauptamtlicher und kann die entsprechenden Seiten zur Verf\u00fcgung stellen)<\/strong><br \/>\n* Hilfreiche Querverweise in die ganze Bibel bietet die Thompson Studienbibel.<br \/>\n* Hilfreiche Infos zum Text liefert hier die MacArthur Studienbibel (gibt es als pdf zum Downloaden auch auf sermon-online.de.)<br \/>\nDie besondere Herausforderung des Textes ist der Zusammenhang von Glaube und Wundern: Bekommt nur der ein Wunder, der auch genug an Jesus glaubt? Manche Gemeindestr\u00f6mungen machen aus diesem Abschnitt eine ganze Theologie: Wer krank bleibt glaubt nicht genug\/richtig \u2026<br \/>\nHier gilt es wirklich genau zu schauen und zu arbeiten: Um welchen Glauben geht es eigentlich? Was bedeutet, dass er dort kein Wunder tun \u201ekonnte\u201c (Vers 5)?<\/p>\n<p>Vers 1:<br \/>\nJesus war nach Kapernaum gezogen (Mt4,13) und kam nun wieder einmal in seine \u201eVaterstadt\u201c (Nazareth).<\/p>\n<p>Vers 2:<br \/>\nLukas 4,16ff berichtet, wie Jesus einmal in Nazareth in die Synagoge kam, um dort zu vorzulesen und zu predigen. Es ist dort direkt nach der Versuchung und anschlie\u00dfend wurde Jesus aus der Stadt gejagt, evtl. war das der Grund f\u00fcr seinen Umzug nach Kapernaum. Es ist wohl eher nicht der Parallelbericht zu Mk 6, 1-6.<br \/>\nAber auf jeden Fall sieht man dort, was Jesus in der Synagoge machte, bzw. predigte. Es wird deutlich, welchen Selbstanspruch er vertrat.<br \/>\nUnd alle geschilderten Reaktionen zielen auch darauf ab, die Frage zu beantworten: Wer ist Jesus wirklich?<br \/>\n&#8211; Woher hat er das? \/ Was oder wer ist seine Quelle?<br \/>\n&#8211; Was ist das f\u00fcr eine Weisheit, die ihm gegeben ist? siehe Mt 12,42 Jesus ist mehr als Salomo!<br \/>\n&#8211; Was ist eigentlich Weisheit und wo hat sie ihren Ursprung?<br \/>\n&#8211; Woher kommen seine Wunderwerke? (Evtl. hatte Jesus auch vorher in Nazareth mal schon Wunder getan, aber auf jeden Fall waren seine Wunder in Nazareth bekannt! Damit ist auf jeden Fall auch offensichtlich, dass es nicht darum geht zu glauben, ob Jesus Wunder tun kann oder nicht. Selbstverst\u00e4ndlich konnte er Wunder tun, das war offensichtlich. Die (Glaubens)Frage war, warum oder woher er es konnte bzw. WER ER WAR, dass er solche Wunder tun konnte.)<br \/>\nVers 3:<br \/>\n(Wer ist Jesus?)<br \/>\n\u201eZimmermann\u201c (Mt 13,55 \u201eSohn des Zimmermanns\u201c) \u2013 ER ist<br \/>\na) kein Gelehrter, Schriftgelehrter oder gar Lehrer<br \/>\nb) Sohn von einem \u201eNormalo\u201c, Sohn von Josef \u2026<br \/>\n\u201eSohn der Maria\u201c \u2013 diese Anrede ohne Vater w\u00e4hlte man auch, wenn der Vater \u201eunbekannt\u201c war \u2013 das Ger\u00fccht von Jesu \u201eungekl\u00e4rter Herkunft\u201c machte evtl. die Runde.<br \/>\neiner aus einer Gro\u00dffamilie ABER eben nicht der Sohn Gottes!<\/p>\n<p>Vers 4:<br \/>\nJesus erhebt hier den \u201eMinimalanspruch\u201c \u201eProphet\u201c zu sein. Er tut, was ein Prophet tut, er sagt den Willen Gottes. Aber Prophet hei\u00dft eigentlich w\u00f6rtlich \u201eF\u00fcr-Sprecher\u201c, aber Jesus spricht nat\u00fcrlich nicht \u201ef\u00fcr\u201c Gott, sondern \u201eals\u201c Gott. Somit ist er letztlich nat\u00fcrlich mehr als ein Prophet. ABER es w\u00e4re schon viel gewonnen, wenn die Leute ihn wirklich als Prophet Gottes anerkennen w\u00fcrden!<\/p>\n<p>Aber die Leute, die den Propheten von klein auf kennen, die tun sich schwer, ihn wirklich anzuerkennen. Man ist halt doch immer der \u201ekleine\u201c \u2026<br \/>\nVers 5:<br \/>\n\u201ek\u00f6nnen\u201c ist zumindest ein \u201erelativer\u201c Begriff: Der Auss\u00e4tzige in Mk 1,40 sagt \u201ewenn du willst, kannst du\u201c Aber nat\u00fcrlich k\u00f6nnte Jesus auch, wenn er nicht will. Wir kennen das auch unserem Sprachgebrauch auch, dass wir oft sagen: \u201eich kann nicht\u201c, aber damit nicht meinen, dass uns die F\u00e4higkeit grunds\u00e4tzlich fehlt, sondern dass alle Gesamtfaktoren uns (innerlich) \u201ebinden\u201c, es nicht zu tun. Genau genommen ist es eher ein nicht wollen, weil wir sonst andere nicht genannte Grunds\u00e4tze brechen m\u00fcssten, aber wir erleben es als ein nicht k\u00f6nnen.<br \/>\nOder wir sagen z. B. \u201eich kann nicht\u201c, weil wir es nicht \u201ed\u00fcrfen\u201c.<br \/>\nIn Mk 1,45 hei\u00dft es dann, dass Jesus nicht mehr in die Stadt gehen \u201ekonnte\u201c, auch das bezeichnet ja nicht den Punkt, dass Jesus die F\u00e4higkeit nicht mehr hatte, sondern den Punkt, dass er unter diesen neuen Umst\u00e4nden nicht mehr in die Stadt gehen wollte.<br \/>\n<strong>Jesus \u201ekann\u201c nicht, hei\u00dft also nicht, dass ihm die F\u00e4higkeit fehlen w\u00fcrde, sondern dass er es aufgrund aller Faktoren einfach nicht tut, letztlich weil er bzw. sein Vater es nicht will!<\/strong><\/p>\n<p>\u201eKranke\u201c ist hier im griech. ein etwas anderes Wort, als es meistens benutzt wird. Es wird oft dann auch mit \u201eSchwache\u201c \u00fcbersetzt, aber trotzdem sind es immer wieder eben Menschen, die dann \u201egeheilt\u201c werden.<br \/>\nJesus \u201ekonnte\u201c also definitiv heilen, aber er hat es eben hier nicht mehr in der Breite gemacht!<br \/>\n<strong>In dieser Formulierung klingt das, als h\u00e4tte Jesus dort sehr wenig getan, wir w\u00fcrden uns heute wahrscheinlich freuen, wenn wenigstens \u201eeinige wenige\u201c tats\u00e4chlich geheilt werden w\u00fcrden.<\/strong><\/p>\n<p>Hier ist es wichtig, dass Wesen der \u201eWunder und Zeichen\u201c herauszuarbeiten: Die Wunder sind kein Selbstzweck, sie sind auch nicht in erster Linie dazu da, um uns das Leben zu erleichtern, sondern sie sollen in erster Linie zeigen, wer Jesus ist. Wenn sich Menschen trotz vieler \u201eZeichen\u201c genau dem verschlie\u00dfen, dann machen die Zeichen in dieser Breite keinen Sinn mehr und Jesus heilt nur noch vereinzelt, um Menschen Erleichterung zu verschaffen!<br \/>\n<strong>Evtl. ist genau das eine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr, dass in unserer westlich gepr\u00e4gten Kultur nicht so viele Zeichen passieren, weil sie hier alle \u201eweg-rationalisiert\u201c werden. In Kulturen dagegen, wo der Glaube an einen Gott\/an G\u00f6tter lebendig ist und sich Jesus wirklich durch Zeichen als der St\u00e4rkere beweisen kann, dort geschehen auch diese Wunder!<\/strong><\/p>\n<p>Vers 6<br \/>\n\u201eer wunderte sich\u201c \u2013 auch das ist eine erstaunliche Aussage, denn \u201ewundern\u201c tut man sich ja eigentlich, wenn man \u00fcberrascht wird, bzw. pers\u00f6nliche Erwartungen nicht erf\u00fcllt werden. War Jesus \u00fcberrascht? Trat hier etwas Anderes ein, als Jesus (vorher) gedacht hatte?<br \/>\nZun\u00e4chst einmal w\u00fcrden wir erwarten, dass Jesus genau wusste, was passieren w\u00fcrde und sich deshalb eben auch nicht wundert. <strong>Aber manchmal ist es dann eben doch so: Wir wissen genau was kommt, wir wissen, dass jemand etwas total \u201eSonderbares\u201c tun wird, aber wenn es dann wirklich passiert, \u201ewundern\u201c wir uns doch und sch\u00fctteln den Kopf, weil wir nicht verstehen, warum tats\u00e4chlich jemand so etwas tut.<\/strong><br \/>\nInsofern steht das \u201ewundern\u201c f\u00fcr \u201eUnglaublichkeit\u201c, wieso jemand nicht erkennen kann, wer Jesus ist, weil es einfach so offensichtlich ist!<br \/>\nEs w\u00e4re eigentlich das Normalste, dass sie glauben, wer Jesus ist, weil er es durch seine Wunder \u201ebewiesen\u201c hat (vgl. Lukas 7,22), wer er ist.<br \/>\n<strong>Genau hier zeigt es sich, dass Wunder keinen Glauben bewirken!<\/strong> Sie k\u00f6nnen den Glauben st\u00e4rken, bei dem, der schon glaubt, aber ein Zweifler wird immer neue Gegenargumente finden \u2026<\/p>\n<p><strong>Wie ist nun der Zusammenhang von Glaube\/Unglaube und Wundern?<\/strong><br \/>\nUnglaube an die F\u00e4higkeiten Jesu verhindert keine Wunder, mindestens mal nicht im Abschnitt vorher bei der Auferweckung von Jairus Tochter.<br \/>\nUnglaube im Blick auf die Frage wer Jesus ist, kann sehr wohl Wunder verhindern, zumindest tut er es hier, aber dennoch hat Jesus viele seiner Wunder in der \u00d6ffentlichkeit gemacht, auch vor Menschen, die ihm unterstellten, mit dem Teufel im Bunde zu sein.<br \/>\nAndererseits ist auch feststellbar, dass Wunder oder Zeichen nicht zwingend Glauben bewirken. Wunder\/Zeichen sollen zwar zeigen, dass Jesus der Christus ist, aber es \u201efunktioniert\u201c eben nicht bei jedem!<\/p>\n<p>Festzuhalten ist:<br \/>\nJesus handelt v\u00f6llig souver\u00e4n, er bindet sich grunds\u00e4tzlich weder an unseren Glauben noch an unseren Unglauben!<br \/>\nEr tut Zeichen, damit an ihn geglaubt wird, und doch bleibt auch der Glaube an sich sein souver\u00e4nes Handeln und letztlich das gr\u00f6\u00dfte Wunder.<br \/>\nKrank sein und bleiben hei\u00dft nicht automatisch, dass ich falsch glaube, aber es fordert mich heraus, weiter an Jesus, den Sohn Gottes und Christus, zu glauben, ihm alles zuzutrauen, aber auch alles aus seiner Hand zu nehmen: ER kann sich durch Heilung verherrlichen, aber auch dadurch, dass er uns die Kraft zum Krank-Bleiben gibt. (2. Kor 12,9)<br \/>\n<strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nDer H\u00f6rer \u201esteckt im Alltag fest\u201c und besonders wenn irgendwelche unvorhergesehene \u201eSchicksalsschl\u00e4ge\u201c kommen, dann zweifelt man und fragt sie, wo Gott ist und warum er nicht gehandelt hat \u2013 hat er nicht gehandelt?<br \/>\nHier gilt es mit Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen zu zeigen, was Jesus kann, aber dass er nicht immer das tut, was er kann, und dass das aber auch nicht an uns liegen muss!<br \/>\n<strong>2.2 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nWie so oft bei Markus ist dies auch eine Wundergeschichte bzw. in diesem Fall eher eine \u201enicht-Wundergeschichte\u201c und es gilt wirklich genau herauszuarbeiten,<br \/>\nwarum Jesus hier (nicht) Wunder tut. Welcher Glaube w\u00e4re\/ist n\u00f6tig?<br \/>\n<strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nDer Text d\u00fcrfte grunds\u00e4tzlich bekannt sein, ist aber eher ein \u201eschwieriger Text\u201c, weil er Selbstzweifel ausl\u00f6st. Wenn man es richtig anpackt, dann d\u00fcrfte der Zuh\u00f6rer wirklich interessiert sein.<\/p>\n<p><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><br \/>\n<strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><br \/>\nIch halte diese Predigt, damit die Zuh\u00f6rer den Zusammenhang von Glaube und Wundern richtig einordnen k\u00f6nnen, in der richtigen Weise selbstkritisch sind, aber nicht in falsche Selbstzweifel kommen.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><br \/>\nWenn Jesus nicht hilft \u2026<br \/>\n<strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><br \/>\nEinleitung:<br \/>\nMan kann Situationen schildern, wo Menschen krank waren, krank geblieben sind und evtl. sogar gestorben sind \u2013 was haben sie oder andere falsch gemacht?<br \/>\nIn Nazareth war es auch mal so, dass Menschen krank waren und Jesus hat nicht geholfen. Und das hat wohl tats\u00e4chlich auch was mit den Menschen zu tun.<br \/>\nSchauen wir uns an, was wir davon lernen k\u00f6nnen \u2026<\/p>\n<p>Textlesung<\/p>\n<p>a) Jesus ist da! (Vers 1-2)<br \/>\n&#8211; Seine Weisheit ist offenkundig (Weisheit erkl\u00e4ren \u2026)<br \/>\n&#8211; Seine Predigt wird geh\u00f6rt (anhand von Lukas 4,14ff veranschaulichen)<br \/>\n&#8211; Seine Wunderwerke werden nicht angezweifelt!<br \/>\nWas Jesus kann ist offensichtlich und wird auch nicht in Zweifel gezogen!<\/p>\n<p>b) Aber wer ist Jesus? (Vers 3)<br \/>\n&#8211; Sohn von Josef?<br \/>\n&#8211; ungebildet?<br \/>\n&#8211; Sohn der Maria?<br \/>\n&#8211; normaler Bruder?<br \/>\n\u2026 und sie \u00e4rgerten sich an ihm!<br \/>\nW\u00fcrden sie erkennen bzw. wissen wer er ist, w\u00fcrden sie sich nicht \u00e4rgern! Sie h\u00e4tten Angst oder sie w\u00fcrden sich freuen, aber \u00e4rgern w\u00fcrden sie sich nicht!<br \/>\n&#8211; Der Glaube, um den es geht, ist nicht der Glaube, was Jesus kann oder was Jesus will (heilen), sondern es geht um den Glauben \u201eWer Jesus ist\u201c.<br \/>\nAlle \u201eWunder\u201c sind nicht nur \u201eWunder\u201c, sondern \u201eZeichen\u201c, sie sollen etwas zeigen! Aber wenn Menschen eben trotz vieler Zeichen, sich nichts zeigen lassen, dann machen weitere Zeichen keinen Sinn.<br \/>\n&#8211; Es gilt hier das Wesen von Wunder und Zeichen zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>c) Jesus ist (mehr als) ein Prophet! (Vers 4)<br \/>\nHier gilt es, dem Missverst\u00e4ndnis vorzubeugen, dass Jesus \u201enur\u201c ein Prophet ist. Er ist nat\u00fcrlich mehr als das, weil er selber Gott und Gottes Wort ist!<\/p>\n<p>d) Jesus sucht den richtigen Glauben! (Vers 5-6)<br \/>\nWas bedeutet \u201eer konnte nicht\u201c?<\/p>\n<p>Jesus hatte so viele messianische Zeichen getan und doch war dort \u201eUnglaube\u201c<\/p>\n<p>Es gibt Leute, die einem vorwerfen, dass man zu wenig glaubt, wenn man krank bleibt, und sie berufen sich dabei auch auf diese Stelle: Jesus \u201ekann\u201c nicht heilen, wenn du nicht richtig glaubst \u2026<br \/>\nABER: Es geht hier gar nicht um den Glauben, dass Jesus \u201ejeden Kranken gesundmachen will oder kann\u201c, sondern es geht darum, dass Jesus als Messias und Sohn Gottes erkannt werden will! Es geht also nicht um das, was Jesus zugetraut wird, sondern Wer Jesus ist!<br \/>\nUnd genau das sollen die Zeichen untermauern und genau diesen Glauben sucht Jesus!<br \/>\nDass er heilen kann ist f\u00fcr die Leute nicht das Thema, weil es offensichtlich ist und in Mk 5,35ff weckt Jesus eine Tote auf, obwohl daf\u00fcr auch kein Glaube da ist!<\/p>\n<p>Wer also trotz Gebet krank bleibt, der bleibt nicht krank, weil er es Jesus nicht zutraut, sondern zun\u00e4chst einmal einfach, weil Jesus das so in dem Moment (nicht) will.<br \/>\nAber grunds\u00e4tzlich kann schon richtig sein, dass in Regionen, die besonders \u201eatheistisch\u201c gepr\u00e4gt sind, Jesus weniger Zeichen tut, weil die Zeichen ihren tiefsten Sinn nicht erf\u00fcllen k\u00f6nnen, w\u00e4hrend wir sehen, dass in L\u00e4ndern, die f\u00fcr \u201eg\u00f6ttliches Handeln\u201c grunds\u00e4tzlich offen sind, mehr Wunder und Zeichen passieren.<br \/>\n&#8211; Wichtig ist der Glaube an den Sohn Gottes und Messias und weniger an das, was Jesus in speziellen Situationen kann und will!<br \/>\nNat\u00fcrlich ist die Frage immer gut, wer denn Jesus wirklich in meinem Leben ist, aber Jesus hilft dem, der sagt: \u201eIch glaube, hilf meinem Unglauben!\u201c<br \/>\nDass Jesus nicht heilt, ist keine Konsequenz f\u00fcr das, was ich ihm (nicht) zutraue, sondern eher die Konsequenz f\u00fcr ein \u201eKlima, dass seine G\u00f6ttlichkeit und Messianit\u00e4t grunds\u00e4tzlich in Frage stellt\u201c.<br \/>\nAber ich darf erkennen, dass Jesus der Christus und der Sohn Gottes ist und mich dann diesem Herrn anvertrauen!<br \/>\nEr wird seinen Vater verherrlichen, indem er mich heilt oder indem er mich in meiner Schwachheit mit seiner St\u00e4rke gebraucht!<\/p>\n<p>(Mirko Lau \u2013 bei weiteren Fragen zu Text und Predigt stehe ich gerne zur Verf\u00fcgung: mlau@christusbund.de)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigttext: Markus 6, 1-6 Predigtthema: Jesus, der Herr, und der Unglaube Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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