{"id":2730,"date":"2015-12-09T11:20:18","date_gmt":"2015-12-09T09:20:18","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=2730"},"modified":"2015-12-09T11:20:18","modified_gmt":"2015-12-09T09:20:18","slug":"predigthilfe-vom-1-januar-2016-jesaja-6613","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-1-januar-2016-jesaja-6613\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 1. Januar 2016 &#8211; Jesaja 66,13"},"content":{"rendered":"<p><strong>Predigtthema: Getrost ins neue Jahr<\/strong><br \/>\n<strong>Predigttext: Jesaja 66,13 (Jahreslosung 2016)<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<p><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\" target=\"_blank\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><br \/>\nHilfreiches Basiswissen findet sich z. B. in \u201eDas Alte Testament\u201c erkl\u00e4rt und ausgelegt von John Walvoord und Roy Zuck (H\u00e4nssler-Verlag)<br \/>\nUnd nat\u00fcrlich in diversen Studienbibeln, von denen man als Verk\u00fcndiger verschiedene haben sollte.<br \/>\n<strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><br \/>\nHilfen zur Auslegung bieten z.B.<br \/>\n* Wuppertaler Studienbibel<br \/>\n* Jesaja 1 (VLM), Jakob Kroeker<br \/>\n* Inhaltliche Verbindungen und Verweise in die ganze Schrift finden sich in der Thompson-Studienbibel<br \/>\n* Kommentar zu Jesaja von Keil\/Delitzsch (zum downloaden \u00fcber sermon-online.de als pdf) \u2013 schwer zu lesen, weil sehr fachlich und alte Sprache, aber trotzdem auch f\u00fcr Laien zwischendurch immer wieder gute Informationen!<br \/>\nAnmerkungen:<br \/>\nDie Jahreslosung als solche ist nat\u00fcrlich eine wundersch\u00f6ne Zusage. Die Schwierigkeit dabei ist die genaue Zuordnung: Zu wem und \u00fcber welche Zeit spricht Gott hier letztlich? Spricht er a) \u00fcber das direkt folgende Jahrhundert Israels, oder b) \u00fcber das tausendj\u00e4hrige Reich oder c) \u00fcber die Erf\u00fcllung in Christus f\u00fcr die Christen oder d) gar erst \u00fcber den Himmel oder alles ein bisschen?<br \/>\nJe nachdem, welchen Ausleger man liest, bekommt man seine Antwort und muss evtl. den Mut haben, sich dann auch mal gegen eine renommierten Ausleger zu stellen in seinem Textverst\u00e4ndnis.<br \/>\nDenn von dieser Frage h\u00e4ngt dann nat\u00fcrlich ab, inwieweit diese Zusage aus Vers 13 tats\u00e4chlich uns gilt.<br \/>\nNat\u00fcrlich kann man ein Jahr und eine Neujahrspredigt unter das Motto \u201eIsraels Zukunft\u201c stellen, aber letztlich w\u00e4re es auch w\u00fcnschenswert, wenn das auch ein konkreter Zuspruch an die neutestamentliche Gemeinde w\u00e4re.<\/p>\n<p>Textzusammenhang:<br \/>\nJesaja 60-66:<br \/>\nZu beachten ist, dass Jesaja einen Text ohne Abs\u00e4tze, Verszahlen, Kapitel und Kapitel\u00fcberschriften geschrieben hat. Alles das sind Hinzuf\u00fcgungen und damit immer auch Deutungen von Bibelherausgebern. Es empfiehlt sich zur Predigtvorbereitung wirklich einmal ab Kapitel 60 den Text in einem Fluss zu lesen und sich dabei zu fragen was gemeint ist und dabei auch wahrzunehmen, wie manche Verse aus diesen Kapiteln im neuen Testament aufgegriffen werden (siehe z. B. : Jes 60,3 und Off 21,24 ODER Jes 60, 19-21: Von welcher Zeitdauer ist die Rede? ODER Jes 61,1ff-&gt; Jesus! ODER 62,12: Welcher Zeitraum? ODER Jes 65,17 ODER 66,22-24 -&gt; Markus 9, 47f<\/p>\n<p>Nachdem viele Stellen gefunden werden, die darauf deuten, dass es um ein \u201eewiges\u201c und paradiesisches Reich geht, gibt es tats\u00e4chlich auch eine Stelle, die w\u00f6rtlich genommen nicht mit Ewigkeit in Einklang zu bringen ist: Vers 20! Es scheint in diesem paradiesischen Reich doch noch den Tod zu geben, allerdings ist die Lebenszeit des Volkes wie die Lebenszeit des Baumes, da reich dann 1000 Jahre auch nicht. (Die \u00e4ltesten B\u00e4ume werden heute sogar auf 10.000 Jahre datiert.)<\/p>\n<p>Es empfiehlt sich mindestens, diesen Abschnitt nicht nur auf eine einzige Epoche (z. B. das \u201etausendj\u00e4hrige Reich\u201c) festzulegen, sondern Gottes heilsgeschichtlichen Plan aufzuzeigen, dass er das, was er hier den Israeliten ca. 700 v. Chr. zeigt, letztlich f\u00fcr alle Menschen als Ziel hat.<br \/>\nGes 66, 1-14 (der n\u00e4here Zusammenhang)<br \/>\nVers 1-4 zeigen zun\u00e4chst eine grunds\u00e4tzliche Infragestellung von Tempel und Opfern durch Gott. Kern der Kritik ist nach 4 wohl, dass Tempel und Opfer in diesem Moment f\u00fcr Israel nur eine fromme Fassade sind, aber wenn Gott ruft, dann antworten sie nicht. Es geht also evtl. nicht um eine generelle Opferkritik, sondern nur eine Kritik an Opfern, die offensichtlich nicht wirklich von Herzen kommen. Ein zuk\u00fcnftiger neuer Tempel (im Moment ist Juda noch im Exil und hat keinen Tempel) macht nur dann Sinn, wenn er auch wirklich von Herzen genutzt wird!<br \/>\n&#8211; Letztlich will Gott eine \u201eherzliche Beziehung\u201c zum Menschen und nicht einfach einen Kult, dabei ist zu beachten, dass der \u201eKult\u201c dort n\u00f6tig ist, wo der Mensch s\u00fcndigt, aber Gott ja eigentlich am liebsten die S\u00fcnde ganz und gar \u00fcberwunden haben m\u00f6chte. Darauf wirkt er hin!<br \/>\nVers 5-6 schildern das Gericht an \u201eden Br\u00fcdern\u201c: Es scheint eine Gruppe von Juden oder auch \u201eMischisraeliten\u201c zu geben, die \u00fcber den treuen \u00dcberrest spotten und in sarkastisch-ironischer Weise eine \u201eVerherrlichung des Herrn\u201c herbeirufen.<br \/>\n&#8211; Letztlich wird Gott alle B\u00f6sen richten!<br \/>\nDie Vers 7-9 schildern eine schnelle Geburt, eine Geburt ohne Geburtswehen (Folgen des Fluches der S\u00fcnde -&gt; 1. Mose 3) In Vers 7 ist es zun\u00e4chst ein Knabe, sp\u00e4ter sind es dann aber viele Kinder.<br \/>\n&#8211; Beziehen wir diese Verse nur auf das tausendj\u00e4hrige Reich und den dortigen Frieden haben wir die Verhei\u00dfung einer \u201eleichten Geburt\u201c f\u00fcr das neue Israel. Mit einem Bezug auf dem Christus, der als Knabe geboren wird, bekommt es aber mehr Tiefe: Israel bekommt einen Knaben, ohne dass es den Fluch der Geburtsschmerzen tragen muss, und durch diesen Knaben (den Christus am Kreuz) bekommt es dann viele Nachkommen ebenfalls ohne den Fluch selber tragen zu m\u00fcssen, sondern das Kind wird zum Fluch. (Gal 3,13) Dass das alles an \u201eeinem Tag\u201c und durch eine einzige Geburt geschieht (Vers 8) bekommt doch seine tiefste Erf\u00fcllung am Karfreitag.<\/p>\n<p>Vers 10 und 11 sind die Einladung zur Freude mit und \u00fcber Jerusalem<\/p>\n<p>Vers 12-13 unterstreichen die Friedensverhei\u00dfung f\u00fcr Jerusalem!<br \/>\nBeinhaltet das Kommen der Nationen! Die Frage muss nat\u00fcrlich auch sein: Was genau ist das Leben, dass da von Jerusalem her kommt? Was oder besser Wer ist denn die Quelle des Lebens?<\/p>\n<p>Vers 14 ist die Zusammenfassung von Gericht und Freude an der Wiederherstellung Jerusalems.<br \/>\nEine spannende Frage ist nat\u00fcrlich, warum der Himmel auch das \u201eneue Jerusalem\u201c genannt wird?<br \/>\n<strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nEs ist Sylvester\/Neujahr, evtl. erwartet der Zuh\u00f6rer ein Motto\/Leitsatz f\u00fcr das neue Jahr, evtl. aber auch gerade nicht, weil er m\u00fcde bez\u00fcglich \u201eguter Vors\u00e4tze\u201c ist.<br \/>\nEs kann hilfreich sein, zun\u00e4chst ein Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr zu wecken, dass wir bestimmte kalendarische bzw. jahreszeitliche Einschnitte tats\u00e4chlich gut dazu nutzen k\u00f6nnen, uns geistliche Wahrheiten vor Augen zu f\u00fchren, so gab es z. B. am Monatsanfang in Israel auch immer ein \u201eSonderopfer\u201c das gebracht wurde.<br \/>\nWas soll \u00fcber dem kommenden Jahr stehen?<br \/>\n<strong>2.2 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nWas hier wichtig ist, steht schon deutlich in den Anmerkungen. Gerade weil es eine \u201eJahreslosung\u201c ist, sollte es in der Predigt nicht nur um eine Wissensvermehrung gehen (was z. B. Israel mal im tausendj\u00e4hrigen Reich erleben wird), sondern was der zuh\u00f6rende Christ tats\u00e4chlich f\u00fcr sich ganz konkret an Zuspruch und Herausforderung durch diesen Vers mit ins neue Jahr nimmt.<br \/>\n<strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nDer Text insgesamt (66, 1-14) d\u00fcrfte eher unbekannt sein, w\u00e4hrend die Aussage von Vers 13 wahrscheinlich vielen ein klares Bild vor Augen malt: Wahrscheinlich haben die meisten doch ein Bild oder sogar eine Erfahrung vor Augen, wie eine Mutter tr\u00f6stet.<br \/>\nDamit ist Vers 13 relativ leicht zu predigen, w\u00e4hrend der restliche Zusammenhang wahrscheinlich mit mehr M\u00fche lebendig gemacht werden muss f\u00fcr den Zuh\u00f6rer.<br \/>\n<strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><br \/>\n<strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><br \/>\nIch halte die Predigt, damit Menschen auch im neuen Jahr die Treue und den Trost Gottes vor Augen haben: F\u00fcr sein Volk Israel, aber auch f\u00fcr die neutestamentliche Gemeinde. Gottes Ziel ist durch alle allt\u00e4glichen K\u00e4mpfe hindurch die ewige Freude!<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><br \/>\nEs gibt Trost!<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Einleitung: Wie tr\u00f6stet eigentlich eine Mutter? Tr\u00f6stet sie anders als ein Vater?<\/p>\n<p>a) (V. 13) \u2013 Echter Trost<br \/>\n&#8211; Auslegung des Bildes der tr\u00f6stenden Mutter (im Gegensatz zum vielleicht eher v\u00e4terlichen \u201estell dich nicht an \u2026\u201c)<br \/>\n&#8211; Gott nimmt wirklich Anteil, leidet mit, ist da!<\/p>\n<p>b) (V. 10-12) \u2013 Trost f\u00fcr Israel<br \/>\nIsrael ist der erste H\u00f6rer der Verse, von daher kann man sie tats\u00e4chlich f\u00fcr Israel zun\u00e4chst anwenden!<br \/>\n&#8211; Gott steht zu seinem Volk! Die Existenz Israels ist ein Beweis daf\u00fcr, dass Gott seine Versprechen niemals aufgibt!<br \/>\n&#8211; Wie k\u00f6nnen wir im neuen Jahr tats\u00e4chlich auch Israel in den Fokus nehmen? Gebet f\u00fcr Israel? Kontakt zu einer messianischen Gemeinde?<\/p>\n<p>c) (V. 7-9+14) \u2013 Trost f\u00fcr alle Menschen!<br \/>\n&#8211; Der Knabe, der Israel die \u201eGeburtswehen\u201c erspart!<br \/>\n&#8211; die Nationen, die in Vers 12 dazukommen.<br \/>\n&#8211; Hilfe f\u00fcr die, die dem Gericht (14b) entgehen wollen.<\/p>\n<p>d) Trost im neuen Jerusalem<br \/>\n&#8211; der weitere Kontext<br \/>\n&#8211; das tausendj\u00e4hrige Reich ist endlich \u2013 und dann?<br \/>\n&#8211; Wo werden Fluch und Wehe(n) vollkommen \u00fcberwunden sein?<br \/>\n&#8211; Welches Jerusalem wird uns f\u00fcr immer tr\u00f6sten und n\u00e4hren?<\/p>\n<p><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><br \/>\nEvtl. Bild aus dem Internet \u201eMutter tr\u00f6stet Kind\u201c<br \/>\n(Mirko Lau \u2013 bei weiteren Fragen zu Text und Predigt stehe ich gerne zur Verf\u00fcgung: mlau@christusbund.de)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigtthema: Getrost ins neue Jahr Predigttext: Jesaja 66,13 (Jahreslosung 2016) Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. 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