{"id":2711,"date":"2015-11-27T12:05:20","date_gmt":"2015-11-27T10:05:20","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=2711"},"modified":"2015-11-27T12:05:20","modified_gmt":"2015-11-27T10:05:20","slug":"predigthilfe-fuer-20-dezember-2015-2-korinther-89","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-fuer-20-dezember-2015-2-korinther-89\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 20. Dezember 2015 &#8211; 2. Korinther 8,9"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jahresthema: Nehmt einander wie Christus euch angenommen hat<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigtthema: Gott wurde arm f\u00fcr uns <\/strong><br \/>\n<strong>Predigttext: 2. Korinther 8,9<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<p><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\" target=\"_blank\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><br \/>\nHilfreiches Basiswissen findet sich z. B. in \u201eDas Neue Testament\u201c erkl\u00e4rt und ausgelegt von John Walvoord und Roy Zuck (H\u00e4nssler-Verlag)<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich in diversen Studienbibeln, von denen man als Verk\u00fcndiger verschiedene haben sollte.<br \/>\n<strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><br \/>\nHilfen zur Auslegung bieten z.B.<br \/>\n* Wuppertaler Studienbibel<br \/>\n* Edition C<br \/>\n* Hilfreiche Querverweise in die ganze Bibel bietet die Thompsonstudienbibel.<br \/>\n* Die MacArthur Studienbibel liefert eine gute Auslegung dieses Verses mit vielen Schriftverweisen.<\/p>\n<p>Bitte studiert auch den hilfreichen Predigttipp von Thomas Richter vom 05.06.2011 zu 2. Korinther 8, 1-15 unter <a href=\"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/1769\/predigthilfe-vom-5-6-2011-2-korinther-8-1-15\/\" target=\"_blank\">www.studienbibel.de<\/a>.<br \/>\nAnmerkungen:<br \/>\n# Grunds\u00e4tzlich:<br \/>\nDer Predigttext ist nur der Vers 9, der an sich tats\u00e4chlich sehr weihnachtlich ist, weil der Schritt in die Krippe der erste Schritt in die Armut war.<br \/>\nIn diesem Sinne darf man sich auf diesen Vers konzentrieren und kann den Zusammenhang eher hinten anstellen.<br \/>\nDennoch geh\u00f6rt zu einer guten Auslegung immer auch die Ber\u00fccksichtigung des Zusammenhangs, von daher kann es sich anbieten, in einem kleinen Unterpunkt der Predigt doch auch auf diesen Zusammenhang hinzuweisen, dass wir nicht nur \u201eHeilskonsumenten\u201c sein sollen, sondern dass dieser Eifer Jesu uns auch in unserem Handeln zum Vorbild sein soll.<br \/>\nAu\u00dferdem sollte im Laufe der Predigt auch deutlich werden, dass die Geburt der \u201ekleinere\u201c Schritt in die Armut war, denn immer wieder hat Jesus zu Lebzeiten geh\u00f6rt \u201edies ist mein geliebter Sohn\u201c. Aber am Kreuz muss er dann sagen: \u201eMein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen!\u201c Das war der Schritt in die totale \u201egeistliche\u201c Armut.<\/p>\n<p>Die Krippe macht Jesus zu einem \u201eVON\u201c uns, das Kreuz macht Jesus zu einem \u201eF\u00dcR\u201c uns! (Das ist so nat\u00fcrlich auch etwas vereinfacht, aber Weihnachten und Karfreitag brauchen sich einfach gegenseitig!)<br \/>\n\u00fcr die Predigt bieten sich wunderbare evangelistische M\u00f6glichkeiten!<\/p>\n<p># \u201eHerr Jesus Christus\u201c \u2013 jedes dieser 3 Worte verdient eine eigene Predigt, hier in besonderer Weise, denn es zeigt den \u201eReichtum\u201c Jesu an und verdeutlicht aus welcher H\u00f6he er dann letztlich in die tiefste Tiefe gegangen ist! Es lohnt sich, sich mit diesen drei Begriffen zu besch\u00e4ftigen und sich auch in der Predigt immer wieder Zeit f\u00fcr diese Begriffe zu nehmen!<\/p>\n<p># Was war der Reichtum Jesu?<br \/>\n1. Der Sch\u00f6pfer wird zum Gesch\u00f6pf<br \/>\n2. Der Allm\u00e4chtige wird zum Ohnm\u00e4chtigen und Abh\u00e4ngigen<br \/>\n3. Der Ewige wird sterblich<br \/>\n4. Der unendlich kraftvolle wird m\u00fcde und schl\u00e4frig!<br \/>\n5. Der, der vor niemandem Angst haben musste, zittert vor dem Tod!<br \/>\n6. Der Heilige macht sich angreifbar f\u00fcr die S\u00fcnde<br \/>\n7. Der Unantastbare muss k\u00e4mpfen<br \/>\n8. Der Heilige kommt in Kontakt mit Kot und Blut, er \u201ewird\u201c es sogar &#8230;<br \/>\n9. Der Herrliche kommt in die Finsternis<br \/>\n10. Der Sohn des himmlischen Vaters setzt sich dem Ruf aus, Sohn von Josef oder von irgendwem zu sein!<br \/>\n11. Der Ewige altert (das ist nat\u00fcrlich in den ersten 30 Jahren eher positiv, weil es fortschritt bringt, aber trotzdem laufen im K\u00f6rper die normalen Prozesse von Absterben und neu entstehen &#8230;)<br \/>\n12. Der Retter macht sich zum Gesch\u00f6pf (\u201eFresser und Weins\u00e4ufer\u201c)<br \/>\n13. Der Herrliche kommt in den Stall.<br \/>\n14. Der Reiche, der Erbe aller Dinge, hat in den zwei Jahren (Geburt und Flucht) nichts eigenes, nur das, was ihm am Leib hing. Am Ende am Kreuz hat er gar nichts mehr.<br \/>\nDie Reihe w\u00e4re fortzusetzen \u2026<\/p>\n<p># Was ist unsere Armut?<\/p>\n<p># Was ist unser neuer geistlicher Reichtum?<br \/>\nHier bietet sich auch f\u00fcr \u201ealte Hasen\u201c die M\u00f6glichkeit, sich immer wieder neu zu \u00fcberpr\u00fcfen: Habe ich die Erwartung, dass Gott mein Leben im irdischen Sinne sch\u00f6ner macht? Oder ist mein geistlicher Reichtum das, dass ich gerade \u201ein allem Leide\u201c meine Freude habe? Dass meine Zufriedenheit eben nicht aus dem irdischen Wohlergehen kommt, sondern aus dem geistlichen Wohlergehen. Und dass meine Freude aus dem geistlichen Wohlergehen kommt, sieht man eben erst dann wirklich gut, wenn das irdische Wohlergehen fehlt \u2026<\/p>\n<p><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nWir stehen mitten in der Adventszeit, die Zeit des Jahres, in der man sich auf Weihnachten vorbereitet, aber leider doch oft sehr bezogen auf den \u201eirdischen Reichtum\u201c: Geschenke, Deko, \u201ereiches\u201c Essen usw \u2026<br \/>\nDieser Predigtext ist bestens geeignet, um das ganze wieder auf den wesentlichen zu bringen: Ist mein Weihnachten wirklich reich oder eigentlich ganz arm?<br \/>\nEvtl. k\u00f6nnte man im Sinne des Kontextes einmal fragen, wo wir an Weihnachten vielleicht wenigstens einmal die Armut des Anderen (ob geistlich oder auch irdisch) und nicht nur um unseren Reichtum kreisen!<br \/>\nWo geben wir die Gnade Jesu im Advent weiter?<\/p>\n<p>Liedvorschlag \u201eGott wurde arm f\u00fcr uns\u201c \/ \u201eHerr, dein Name sei erh\u00f6ht\u201c<br \/>\n<strong>2.2 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nWir sind hier im \u201eZentrum des Wortes Gottes\u201c: Paulus lehrt \u00fcber Christus und die Gemeinde. In diesem Sinne ist die heilsgeschichtliche Einordnung und der \u00dcbertrag auf uns nicht schwer.<br \/>\nWichtig ist eben, wirklich die ganze Bandbreite zu erkl\u00e4ren: Was ist \u201eReichtum\u201c, was ist \u201eArmut\u201c, was ist das f\u00fcr Jesus und gerade auch vom Zusammenhang her der Gedanke, dass wir nicht nur von Geschenke bekommen, um sie zu haben, sondern auch, um sie weiterzugeben!<br \/>\n<strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nDer Vers d\u00fcrfte schon alleine durch das Lied sehr bekannt f\u00fcr uns sein, das bietet eine Chance zum Ankn\u00fcpfen.<br \/>\nAber nat\u00fcrlich ist es auch eine Herausforderung, denn manch einer singt das Lied evtl. gar nicht so gern und mancher ist auch schon festgefahren in dem, was er nun in der Predigt erwartet. Solche H\u00f6rer m\u00fcssen neu \u201egepackt werden\u201c.<\/p>\n<p><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n<p>Auf <a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\" target=\"_blank\">www.sermon-online.de<\/a> gibt es verschiedene Predigten zu 2. Kor 8,9 von Winrich Scheffbuch, Rolf Scheffbuch (sogar mehrere) oder Hans Platte, in denen man bestimmt weitere gute Anregungen bekommt.<br \/>\n<strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><br \/>\nIch halte diese Predigt, damit der H\u00f6rer wieder neu erkennt, welchen geistlichen Reichtum er darin hat, dass Christus f\u00fcr ihn arm wurde, arm bis zum Tod am Kreuz und dem Gang ins Totenreich.<br \/>\n<strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><br \/>\nWie reich bist du eigentlich?<br \/>\n<strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>a) Bist du reich? Das letzte Hemd hat keine Taschen!<br \/>\n&#8211; Sp\u00e4testens auf dem Sterbebett werden wir wieder ganz arm!<br \/>\n&#8211; Gibt es die Chance auf bleibenden Reichtum?<\/p>\n<p>b) Jesus wurde arm<br \/>\n&#8211; der \u201eHerr Jesus Christus\u201c wird Mensch und stirbt<br \/>\n&#8211; Evangelium<br \/>\n&#8211; Weihnachten &amp; Karfreitag &amp; Ostern k\u00f6nnen dich bleibend reich machen!<br \/>\n&#8211; Was ist mein geistlicher Reichtum in Christus?<\/p>\n<p>c) Reich ist, wer viel hat, reicher ist, wer wenig braucht, am reichsten ist, wer viel gibt. (Gerhard Tersteegen)<br \/>\n&#8211; Jesu Wahl der Armut soll uns Vorbild sein.<br \/>\n&#8211; Gott beschenkt uns, damit wir weiterschenken<br \/>\n<strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><br \/>\na) Verschiedene Spr\u00fcche<br \/>\n\u201eReich ist der, der wenig braucht\u201c<br \/>\n\u201eReich ist der, der wei\u00dft, dass er genug hat\u201c<br \/>\n\u201eWirklich reich ist ein Mensch nur dann, wenn er das Herz eines geliebten Menschen besitzt. (Greta Garbo)<br \/>\nReich ist, wer viel hat, reicher ist, wer wenig braucht, am reichsten ist, wer viel gibt. (Gerhard Tersteegen)<br \/>\n\u201eEin gesunder Mensch ohne Geld ist halb krank\u201c (Johann Wolfgang von Goethe)<\/p>\n<p>b) Eine Geschichte zur Veranschaulichung, ob wir Jesus erkennen, der sich arm gemacht hat:<br \/>\nVon Viktoria, der K\u00f6nigin von England, erz\u00e4hlt man, dass sie w\u00e4hrend eines Aufenthalts in ihrer Sommerresidenz Balmoral gern in einfachen Kleidern durch den Wald wanderte und sich freute, wenn sie unerkannt blieb. Eines Tages geriet sie w\u00e4hrend eines solchen Spaziergangs in ein heftiges Unwetter. Als sie eine H\u00fctte sah, eilte sie darauf zu. Eine alte B\u00e4uerin, die ihr Haus nur selten verlie\u00df, lebte hier ganz allein. Die K\u00f6nigin gr\u00fc\u00dfte sie und fragte, ob sie ihr einen Regenschirm leihen k\u00f6nne; sie werde daf\u00fcr sorgen, dass er schnell zur\u00fcckgebracht werde. Die alte Frau ahnte nicht, wer sich mit einer solchen Bitte an sie gewandt hatte. \u201eNun\u201c, antwortete sie m\u00fcrrisch, \u201eich habe zwei Schirme. Der eine ist fast neu. Den alten k\u00f6nnen Sie bekommen, den neuen verleihe ich keinem.\u201c Mit diesen Worten gab sie der K\u00f6nigin den abgetragenen alten Schirm, dessen Stangen nach allen Seiten herausspie\u00dften. Die K\u00f6nigin dachte, bei diesem Wetter sei ein schlechter Schirm immer noch besser als gar keiner. \u2013 Sie dankte der Frau und ging mit einem freundlichen L\u00e4cheln hinaus. Doch wie gro\u00df war der Schrecken der armen alten Frau, als am n\u00e4chsten Morgen ein Diener in k\u00f6niglicher Livree eintrat und ihr im Namen der K\u00f6nigin Viktoria den alten Schirm zur\u00fcckbrachte. Sie lasse danken und versichere, dass er ihrer Majest\u00e4t gute Dienste geleistet habe, sagte der \u00dcberbringer. Wie bedauerte die Frau es nun, dass sie der K\u00f6nigin nicht das Allerbeste, das sie besa\u00df, angeboten hatte. Immer wieder klagte sie: \u201eWenn ich es doch nur gewusst h\u00e4tte!\u201c<\/p>\n<p>c) Das Gleichnis von der kostbaren Perle<br \/>\nJesus selber erz\u00e4hlt die Geschichte von dem Kaufmann, der alles f\u00fcr die eine Perle verkauft und gibt! Viele legen es so aus, dass der \u201eich\u201c der Kaufmann bin, die Perle der Himmel und ich f\u00fcr den Himmel also alles gebe, ABER: Den Himmel kann man nicht \u201ekaufen\u201c \u2026<br \/>\nEine mindestens ebenso gute Auslegung ist deshalb, dass Jesus selber der Kaufmann ist, der sich \u201earm\u201c macht und alles f\u00fcr diese eine Perle (mich) gibt, damit ich im \u201eHimmelreich\u201c bin. In diesem Sinne ist das Gleichnis dann eine gute Veranschaulichung, dass Jesus sich f\u00fcr uns arm gemacht hat, damit wir einmal wirklich reich sind!<\/p>\n<p>(Mirko Lau \u2013 bei weiteren Fragen zu Text und Predigt stehe ich gerne zur Verf\u00fcgung: mlau@christusbund.de)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema: Nehmt einander wie Christus euch angenommen hat Predigtthema: Gott wurde arm f\u00fcr uns Predigttext: 2. Korinther 8,9 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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