{"id":2647,"date":"2015-07-07T15:30:28","date_gmt":"2015-07-07T13:30:28","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=2647"},"modified":"2015-07-07T15:30:28","modified_gmt":"2015-07-07T13:30:28","slug":"predigthilfe-vom-2-august-2015-markus-2-13-17","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-2-august-2015-markus-2-13-17\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 2. August 2015 &#8211; Markus 2, 13-17"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Jesus-Erz\u00e4hlungen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigtthema: Jesus ist der Arzt f\u00fcr Z\u00f6llner und S\u00fcnder<\/strong><br \/>\n<strong>Predigttext: Markus 2,13-17<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise zur Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht ein eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<p><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext (Markus 2,13-17) vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\" target=\"_blank\">www.bibleserver.com<\/a><br \/>\n(Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><br \/>\nHilfen zur Auslegung finden sich in den Kommentaren von Gerhard Maier (Edition C Bibelkommentar NT Bd.3)<br \/>\nund von Adolf Pohl (Wuppertaler Studienbibel NT Bd.2).<\/p>\n<p><strong>1.2 Hinweise zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><br \/>\nBitte auch die Parallelstellen aus Matth\u00e4us 9,9-13 und Lukas 5,27-32 beachten.<br \/>\nSie erhalten wertvolle Erg\u00e4nzungen zu unserem Textabschnitt.<\/p>\n<p>Z\u00f6llner: Sie standen damals auf einer Stufe mit R\u00e4ubern und Dieben.<br \/>\nDiese Berufsgruppe galt als religi\u00f6s unrein, da sie gemeinsame Sache mit der damaligen Besatzungsmacht, den R\u00f6mern machte.<br \/>\nMan kassierte Gelder f\u00fcr Rom und ein nicht unerheblicher Teil wanderte in die eigene Tasche.<br \/>\nAlles auf Kosten des eigenen Volkes.<br \/>\nSo machte man sich nat\u00fcrlich keine Freunde.<br \/>\nZ\u00f6llner waren f\u00fcr die Pharis\u00e4er Menschen, mit denen Gott nichts zu tun haben wollte.<br \/>\nSie nannten sie in einem Atemzug mit den Heiden, die den lebendigen Gott nicht kannten.<\/p>\n<p>Pharis\u00e4er (die Abgesonderten): Der Name war bei ihnen Programm.<br \/>\nSie wollten keine Gemeinschaft haben mit S\u00fcndern.<br \/>\nDas Ziel der Pharis\u00e4er war es, das Gesetz Gottes ganz und vollkommen zu erf\u00fcllen.<br \/>\nUnz\u00e4hlige, von ihnen gemachte, Zusatzgebote sollten das gew\u00e4hrleisten.<br \/>\nDadurch wurden den Menschen Lasten auferlegt, die sie niemals tragen konnten.<br \/>\nIn dem religi\u00f6sen System der damaligen Zeit fehlte das Leben (n\u00e4mlich Jesus selbst), es fehlte die N\u00e4chstenliebe (3,1-6), es fehlte die Freude (2,19).<\/p>\n<p>Levi: Dieser Z\u00f6llner erkannte seine Schuld. Levi sp\u00fcrte, dass er gefesselt war von der Habgier und dass diese ihn innerlich zerst\u00f6rte.<br \/>\nEr war leer und abgeschafft, wie die meisten Menschen zur Zeit Jesu (Mt 9,36).<br \/>\nDeshalb lie\u00df er auch alles bereitwillig stehen und liegen, als Jesus ihn in seine Nachfolge rief (Lk 5,28).<br \/>\nLevi war ein sehr dem\u00fctiger Mensch. Im Matth\u00e4usevangelium, das er verfasste (vom Geist Gottes inspiriert), nennt er diesen wichtigen Hinweis seiner eigenen Opferbereitschaft nicht (Mt 9,9-13).<br \/>\nLevi wurde, unter dem Namen Matth\u00e4us (Mt 10,3), einer der zw\u00f6lf J\u00fcnger Jesu.<br \/>\nFest (V.15): Levi veranstaltete ein gro\u00dfes Fest. Sehr<br \/>\ninteressant ist es, die Liste der geladenen G\u00e4ste einmal genauer zu betrachten. Viele Zolleinnehmer befanden sich darunter.<br \/>\nAuch sie sollten Jesus n\u00e4her kennenlernen und zu ihm finden.<br \/>\nJesus, der sie annimmt trotz ihres Lebensstils und ein ernstes Interesse an ihnen hat.<br \/>\nDiese Erkenntnis wollte Levi nicht nur f\u00fcr sich in Anspruch nehmen.<br \/>\nEr wusste, dass seine Freunde und Kollegen genauso rettungsbed\u00fcrftig waren wie er selbst.<\/p>\n<p><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nWir besch\u00e4ftigen uns diesen Sommer \u00fcber mit ausgew\u00e4hlten Jesus-Erz\u00e4hlungen (Monate Juni- September): Unser Herr m\u00f6chte uns in seiner grenzenlosen Macht neu gro\u00df werden.<br \/>\nBeim H\u00f6rer kann dabei eine Gefahr auftreten.<br \/>\nMan ertappt sich bei dem Gedanken: \u201eDas kenne ich schon seit meiner Jungscharzeit\u201c und schaltet vorzeitig ab.<br \/>\nDeshalb sollten wir bereits in der Vorbereitung intensiv beten, dass Gott durch seinen Geist neu in den Einzelnen wirkt.<br \/>\nGeschwister sich neu ansprechen lassen und Weisung f\u00fcr ihr Leben erfahren.<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nIn unserer derzeitigen Predigtreihe dreht sich alles um die ersten vier Kapitel des Markusevangeliums.<br \/>\nDiese nehmen uns mitten hinein in den Dienst und Auftrag Jesu (Mk 1,38).<br \/>\nJesus verk\u00fcndigte, von Anfang an, den Rettungsplan Gottes in Wort und Tat.<br \/>\nZeichen und Wunder (z.B. Heilungen u. D\u00e4monenaustreibungen)<br \/>\nbekr\u00e4ftigten seine Botschaft.<br \/>\nUnser Herr zeigte zu Beginn seines Dienstes \u00f6ffentlich: \u201eIch bin der Messias, der Sohn Gottes, der einzige Weg zum Vater\u201c.<br \/>\nJeder einzelne H\u00f6rer sollte jetzt eine pers\u00f6nliche Entscheidung treffen.<br \/>\nViele glaubten seiner Botschaft und vertrauten ihm ihr Leben an (2,14).<br \/>\nMenschenmengen hingen an Jesu Lippen (3,8),<br \/>\nda er mit Vollmacht predigte (1,22.27).<br \/>\nDer Gro\u00dfteil von ihnen hatte aber falsche Erwartungen damit verbunden.<br \/>\nDie Menschen wollten einen irdischen K\u00f6nig, der ihre Wunden und Verletzungen heilt (1,32;3,10) und der all ihren Mangel stillt (6,34-44).<br \/>\nGleich zu Beginn des Wirkens Jesu gab es eine gewaltige Opposition gegen ihn.<br \/>\nSo versuchte die Mehrheit der Pharis\u00e4er und Schriftgelehrten Jesus auszul\u00f6schen (3,6).<br \/>\nSie lehnten Jesu Worte entschieden ab (7,8.13).<br \/>\nJesus stand ihrem religi\u00f6sen System (es ging ihnen u.a. um Macht und Einfluss) im Wege.<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nDas Vorbild unseres Herrn fordert uns heraus:<br \/>\n1. Nah bei den Menschen zu sein<br \/>\nUnser Herr holt die Menschen da ab wo sie stehen.<br \/>\nEr begegnet Levi am Arbeitsplatz und wartet nicht erst darauf, dass er zu ihm kommt.<br \/>\nWir dagegen erwarten oft, dass Jesusfernstehende unser Gemeindehaus<br \/>\nbetreten (z.B. durch Evangelisationsveranstaltungen) und<br \/>\nsind entt\u00e4uscht, wenn es nicht passiert.<br \/>\nEine spannende Frage: Wer sind die Menschen, in der Nachbarschaft unserer Gemeinde, zu denen uns Jesus ruft?<br \/>\nHaben wir einen Blick f\u00fcr sie, so wie Jesus den Z\u00f6llner Levi SAH (V.14)?<br \/>\n2. Kein Ansehen der Person (Jakobus 2,1ff)<br \/>\nLevi stand am \u00e4u\u00dfersten Rand der Gesellschaft.<br \/>\nAber Jesus hat ihn trotzdem dazu eingeladen in seiner N\u00e4he zu leben.<br \/>\nDenn eines wird immer wieder deutlich in der Schrift: Unser Herr hat sich von der S\u00fcnde fern gehalten, aber nicht von den S\u00fcndern.<br \/>\nEr hat ihre Rettungsbed\u00fcrftigkeit stets vor Augen gehabt (Bild des Kranken, der dringend einen Arzt ben\u00f6tigt).<br \/>\nWer sind heute diese \u201eZ\u00f6llner\u201c, mit denen man nicht an einem Tisch sitzen m\u00f6chte? Eventuell sind es die Investmentbanker.<br \/>\nAuch \u00f6ffentlich \u00fcberf\u00fchrte Steuerbetr\u00fcger geh\u00f6ren sicherlich dazu.<br \/>\nDas sind nur Beispiele. Werden diese Menschen von vornherein von uns abgestempelt und ausgegrenzt?<br \/>\nOder d\u00fcrfen sie bei uns Heimat finden und erkennen, dass Jesus ihnen vergibt und sie in seiner Liebe annimmt.<br \/>\nGibt es bei uns \u201ehoffnungslose F\u00e4lle\u201c?<br \/>\n3. Konsequente Nachfolge<br \/>\nLevi ist bereit alles stehen und liegen zu lassen. Sein Leben ver\u00e4ndert sich grundlegend und er erkennt die Herrschaft Jesu an.<br \/>\nAls der J\u00fcnger Matth\u00e4us stellt er sich ganz in den Dienst Jesu.<br \/>\nHerausfordernd: Was muss jeder H\u00f6rer pers\u00f6nlich bereit sein aufzugeben,<br \/>\num Jesus lebendig nachzufolgen?<br \/>\nWelche Dinge stehen hier wom\u00f6glich im Wege?<br \/>\n4. Jesus setzt \u201eFrommen\u201c den Spiegel vor<br \/>\nDie Pharis\u00e4er erkannten ihre eigene Schuld vor Gott nicht.<br \/>\nSie \u201eschwebten\u201c erhaben \u00fcber den Dingen und waren davon \u00fcberzeugt, dass bei ihnen alles in bester Ordnung ist.<br \/>\nDaraus resultierte ihre Lieblosigkeit den Randgruppen gegen\u00fcber (V.16).<br \/>\nSie hielten sich f\u00fcr etwas Besseres.<br \/>\nJesus h\u00e4lt uns vor Augen: Wir leben auch als Kinder Gottes aus seiner Gnade und Vergebung. T\u00e4glich!<br \/>\nNur mit dieser Grundhaltung k\u00f6nnen wir Menschen,<br \/>\ndie Jesu nicht kennen, begegnen.<br \/>\nSonst wird sich wenig in ihnen ver\u00e4ndern.<br \/>\n<strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n<p>Zur Predigtvorbereitung kann das Anh\u00f6ren der Predigt von Winrich Scheffbuch vom 28.10.1997 mit dem Titel: \u201eDie Berufung des Levi und das Mahl mit den Z\u00f6llnern\u201c eine Hilfe sein. Diese Botschaft findet ihr unter <a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\" target=\"_blank\">www.sermon-online.de<\/a><br \/>\n<strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Jesus sucht das Verlorene. Das ist von Anfang an sein Kernauftrag.<br \/>\nIn Lukas 19,10 hei\u00dft es: \u201eDenn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist\u201c<br \/>\nDer Arzt kann nur die behandeln, die sich selber als krank ansehen.<br \/>\nUm gerettet zu werden, muss ich also erkennen, dass ich verloren und krank von Schuld bin.<br \/>\nIch brauche Jesus. Nur er allein kann mich von aller Schuld heilen und befreien.<br \/>\nDas ist die Rettungsbotschaft, die es zu verk\u00fcndigen und vorzuleben gilt.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><br \/>\nJeder Mensch darf umkehren zu Jesus Christus.<br \/>\nEs gibt keine Schuld, die er nicht vergeben kann.<br \/>\nDiese Tatsache will auch unser Leben immer wieder ver\u00e4ndern, will uns ganz neu in seinen Dienst und seine Nachfolge stellen.<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><br \/>\na. Der Ruf Jesu gilt ausnahmslos jedem (V.13.14)<br \/>\nb. Konsequente Nachfolge (V.14.15)<br \/>\nc. Die eigene Schuld bekennen und Rettung erfahren (V.16.17)<\/p>\n<p>Nach Gerhard Maier:<br \/>\nJesus nachfolgen &#8211; was hei\u00dft das eigentlich?<br \/>\na.) Es hei\u00dft: Berufen sein<br \/>\nb.) Es hei\u00dft: Dem Ruf folgen<br \/>\nc.) Es hei\u00dft: Die Retterliebe mit Jesus teilen<br \/>\n(Andreas Gerlach)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Jesus-Erz\u00e4hlungen Predigtthema: Jesus ist der Arzt f\u00fcr Z\u00f6llner und S\u00fcnder Predigttext: Markus 2,13-17 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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