{"id":2641,"date":"2015-06-09T09:42:23","date_gmt":"2015-06-09T07:42:23","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=2641"},"modified":"2015-06-09T09:42:23","modified_gmt":"2015-06-09T07:42:23","slug":"predigthilfe-vom-19-juli-2015-markus-2-1-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-19-juli-2015-markus-2-1-12\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 19. Juli 2015 &#8211; Markus 2, 1-12"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Jesus Erz\u00e4hlungen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigtthema: Innerlich und \u00e4u\u00dferlich geheilt: Was passiert wenn wir andere Menschen vor Jesus bringen!<\/strong><br \/>\n<strong>Bibelstelle: Markus 2,1-12<\/strong><br \/>\nPredigthilfe von Dr. Heiko Krimmer zum 6.2.2000 \u2013 siehe auch unter <a href=\"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/1190\/predigthilfe-vom-6-2-2000-markus-21-12\/\" target=\"_blank\">www.studienbibel.de <\/a><br \/>\n<strong>Leben aus der Vergebung <\/strong><br \/>\n<strong>1. Zusammenhang<\/strong><br \/>\nEs beginnt der Mittelteil bei Markus, n\u00e4mlich die Zeit der K\u00e4mpfe und Auseinandersetzungen:<br \/>\nErste Auseinandersetzung mit den Frommen Israels (Schriftgelehrte)<br \/>\n<strong>2. Biblische Parallelen<\/strong><br \/>\nKrankheit und Schuld (bezw. Vergebung)<br \/>\nVergl. die Mirjam-Geschichte 4. Mose 12<br \/>\nGott will vergeben, vergl. Jes. 43,24-25 und \u00f6fters.<br \/>\n\u201eEr l\u00e4stert Gott\u201c. Die Frommen Israels bleiben bei ihrem Urteil, vergl. Markus 14,61-64<br \/>\n<strong>3. Der Aufbau des Textes<\/strong><br \/>\n1. Szene: V. 1-2: Jesus predigt wieder in Kapernaum, in einem \u00fcberf\u00fcllten Haus<br \/>\n2. Szene: V. 3-4: Der Gel\u00e4hmte wird gebracht und \u00fcber das aufgebrochene Dach vor Jesus hinuntergelassen<br \/>\n3. Szene: V. 5: Jesus spricht dem Kranken die S\u00fcndenvergebung zu<br \/>\n4. Szene: V.6-10 Die Schriftgelehrten verurteilen ihn als Gottesl\u00e4sterer in ihren Herzen.<br \/>\nJesus aber erkennt dies und stellt sie in die Entscheidung.<br \/>\nEr zeigt ihnen seine Vollmacht.<br \/>\n5. Szene: V.11-12: Der vollm\u00e4chtige Befehl und die sofortige Heilung.<br \/>\nSchluss: Entsetzen der Menschen, der in den Lobpreis Gottes m\u00fcndet.<br \/>\n<strong>4. Einzelerkl\u00e4rungen<\/strong><br \/>\nV. 1: \u201enach einigen Tagen\u201c = besser: nach einiger Zeit.<br \/>\nEs liegt ein zeitlicher Abstand zwischen 1,45 und 2,1<br \/>\n\u201eim Hause\u201c, wohl im Haus des Simon und Andreas (vergl. V. 29)<br \/>\nV. 2: \u201eT\u00fcr\u201c, wohl die Au\u00dfent\u00fcr des Hauses. Das Haus selber war voll.<br \/>\nV. 3: \u201eGel\u00e4hmter\u201c, w\u00f6rtlich \u201eparalytikos\u201c (eine auch durch geschlechtliche Ausschweifung<br \/>\nhervorgerufene Krankheit)<br \/>\nV. 4: Sie \u00f6ffneten das Flachdach. Balken, zwischen die Bretter gelegt waren, waren mit Ziegeln belegt<br \/>\nund dar\u00fcber geputzt. So konnte man verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig leicht das Dach \u00f6ffnen. Bei den<br \/>\norientalischen Flachdachh\u00e4usern f\u00fchrt eine Au\u00dfentreppe auf das Dach. Dort schlief man in<br \/>\nder hei\u00dfen Jahreszeit.<br \/>\nV. 5: Jesus erkennt den Glauben (Vertrauen) an der Energie, die sie aufwenden, um den Kranken zu ihm<br \/>\nzu bringen.<br \/>\n\u201eMein Sohn\u201c \u2013 er ist Jude, geh\u00f6rt zu den Abrahams-Kindern (Vgl. Joh. 8,33ff)<br \/>\n\u201eVergeben\u201c \u2013 w\u00f6rtlich: wegtun, eine Last abnehmen, wegwerfen.<br \/>\n\u201eS\u00fcnde\u201c \u2013 w\u00f6rtlich: Zielverfehlung.<br \/>\nV.6 \u201eSchriftgelehrte\u201c=die Theologen in Israel.<br \/>\nSie beobachten Jesus kritisch.<br \/>\nV. 7 Ihre Gedanken, die sie im Herzen bewegen, sind durchaus biblisch: S\u00fcnden vergeben ist allein<br \/>\nGottes Tun und Recht. Vgl. etwa Psalm 103,3 und \u00f6fter.<br \/>\n\u201el\u00e4stern\u201c = unser Fremdwort Blasphemie kommt davon.<br \/>\nW\u00f6rtlich: Nichtiges sagen, n\u00e4mlich: was nicht gilt<br \/>\nV. 8 Der Gottessohn sieht ins Innerste. Hier m\u00fcssen die kritischen Schriftgelehrten<br \/>\nJesu Vollmacht anerkennen<br \/>\nV. 9 Beides ist gleich schwer: Heilen und S\u00fcnden vergeben.<br \/>\nBeides ist nur Gottes Allmacht.<br \/>\nHeilt Jesus den Gel\u00e4hmten, ist er kein L\u00e4sterer und hat auch die Vollmacht zur Vergebung.<br \/>\nEr ist Gott<br \/>\nV. 10 Er will den Schriftgelehrten zu neuem Wissen helfen: Wissen \u00fcber ihn: Der muss der Messias sein.<br \/>\n\u201eMenschensohn\u201c von Daniel 7,13 her. Eine g\u00f6ttliche Gestalt. Darum hat er die Vollmacht, die g\u00f6ttliche Macht, S\u00fcnden zu vergeben.<br \/>\nV. 11 Nichts Geheimnisvolles, sondern ein klares Befehlswort: Jeder kann nachpr\u00fcfen, ob es so geschieht.<br \/>\nV. 12 Und es geschieht so! \u201eBett\u201c \u2013 w\u00f6rtlich: \u201cMatte\u201c<br \/>\nEs geschieht \u201e\u201calsbald\u201c \u2013 sofort.<br \/>\nSie entsetzten sich = verloren die Fassung.<br \/>\nSo etwas noch nie = die Einzigartigkeit Jesu. Nur der Messias kann solche Wunder tun.<br \/>\n(vgl. Jes. 9,57 und \u00f6fters).<br \/>\nSo preisen sie Gott, der den Messias gesandt hat.<br \/>\n<strong>5. Die Spitze des Textes<\/strong><br \/>\nJesus ist der Messias, der Sohn Gottes, der Vollmacht hat, S\u00fcnden zu vergeben.<br \/>\n<strong>6. Der Text heute<\/strong><br \/>\nWir betonen drei Linien<br \/>\na) Jesus wird angegriffen. Gerade die \u201eFrommen\u201c Israels lassen sich wenig zum Glauben<br \/>\nbewegen. Sie bleiben bis zum Schluss bei ihrem Urteil: Er ist ein Gottesl\u00e4sterer.<br \/>\nDaran entscheidet sich bis heute alles: Ist Jesus Gott bei uns oder ein Gottesl\u00e4sterer,<br \/>\neiner, der vorgibt zu sein, was er nicht ist? Wir bezeugen ihn als den Sohn Gottes, den<br \/>\nMenschensohn aus Daniel 7,13. In ihm ist Daniel 7 da.<br \/>\nb) Die Grundnot der Menschen ist und bleibt die S\u00fcnde: \u201eDie S\u00fcnde ist der Leute Verderben!\u201c<br \/>\nAlles andere sind \u201eFolgen\u201c. Da setzt Jesus an. Erst wo die Vergebung geschieht \u2013 in seinem Namen \u2013<br \/>\nda ist ein Mensch gerettet.<br \/>\nWir betonen deshalb gegen den Zeitgeist den Ernst der S\u00fcnde: Wer s\u00fcndigt, geht verloren!<br \/>\nSo er nicht Vergebung empf\u00e4ngt.<br \/>\nc) Jesus tut gro\u00dfe Wunder: Er heilt den Gel\u00e4hmten, aber alle Ehre gibt er Gott. Noch einmal:<br \/>\nWo Menschen als Wundert\u00e4ter herausgestellt werden, das ist nicht der Geist Gottes. Und:<br \/>\nWunder sind Hinweiszeichen, hier sehr deutlich: Das Wunder weist auf Jesus \u2013 Gottes Vollmacht,<br \/>\nS\u00fcnden zu vergeben.<br \/>\n<strong>7. Beispiele und Verdeutlichungen<\/strong><br \/>\nA. Sie haben Glauben<br \/>\na) Dem Gel\u00e4hmten sieht man\u2019s doch an: Durch S\u00fcnde krank. Doch sie bringen ihn zu Jesus:<br \/>\nEr ist der Mann f\u00fcr \u201ehoffnungslose F\u00e4lle\u201c. Welche Energie: Sie decken sogar das Dach ab.<br \/>\nb) Es hat keinen Sinn, beim Arzt den Gesunden zu spielen: Die S\u00fcnde zugeben, sonst gibt es keine<br \/>\nHeilung, keine Vergebung. Der Gel\u00e4hmte nimmt die Vergebung an.<br \/>\nc) was tun bei Fieber? Kalte Wickel machen. Das hilft nur bedingt. Man muss den Erreger finden.<br \/>\nWir bezeugen: Die S\u00fcnde ist der Leute Verderben.<br \/>\nB) Die Kritiker Jesu<br \/>\na) Die Schriftgelehrten werden in die Entscheidung gestellt: Ist Jesus Gott oder Gottesl\u00e4sterer?<br \/>\nSie m\u00fcssten ihn aus seinen Worten und seinem Handeln eindeutig anerkennen als Messias, als<br \/>\nGottessohn. Sie bleiben aber bei ihrem NEIN. Vgl. Markus 14,61ff.<br \/>\nb) Es gibt keine Selbstheilung von der t\u00f6dlichen Krankheit S\u00fcnde.<br \/>\nHeilen, vergeben kann nur Jesus.<br \/>\nc)Vergebung \u2013 weg tun, weg werfen, vgl. Micha 7.19<br \/>\nC) Die Vollmacht Jesu<br \/>\na) Kein Flickwerk, sondern Neubau bei Jesus. Darum vergibt er zuerst die S\u00fcnde. So wird Neues.<br \/>\nb) Jesus kennt uns Menschen im Innersten. 3mal hier:<br \/>\n1. Er sieht den Glauben der Tr\u00e4ger<br \/>\n2. Er sieht die tiefste Not des Gel\u00e4hmten<br \/>\n3. Er sieht die innersten Gedanken der Schriftgelehrten. Vor ihm ist nichts verborgen<br \/>\nc) Er will ewig retten. Auch das ist ein Wunder Jesu: Ein Christ, der an einem Hirntumor stirbt,<br \/>\nverf\u00fcgt, dass an seinem Grab das Lied gesungen wird: \u201eGro\u00dfer Gott, wir loben dich\u2026\u201c<br \/>\nDa bezeugt einer den Heiland, das ewige Heil.<br \/>\n<strong>8. Gliederung und Material zu Predigt<\/strong><br \/>\nEinleitung: Aufdringliche Leute. Decken sogar das Dach ab. Sie bringen einen Kaputten,<br \/>\nGescheiterten zu Jesus. Und er weist ihn nicht ab, obwohl man dessen S\u00fcnde \u201esieht\u201c.<br \/>\n1. Von Schuld umstellt<br \/>\nParalytikos = durch geschlechtliche Ausschweifung krank. Jesus sieht ihn und hilft ihm.<br \/>\nGerade solchen Gescheiterten gilt seine besondere Zuwendung. Uns sieht man die S\u00fcnde oft nicht so deutlich an. Doch S\u00fcnde zerst\u00f6rt, macht Leben kaputt. Sei ehrlich vor dir und vor Jesus. Beim Arzt den Gesunden spielen, wie t\u00f6richt. Keine Furcht, Jesus schickt dich nicht fort. Wer das glaubt (vgl.<br \/>\ndie 4 Tr\u00e4ger), der hat alles. Du ganz pers\u00f6nlich, Jesus will dich heil machen. Er fasst das \u00dcbel bei der Wurzel (z.B.: Fieber \u2013 nur kalte Wickel?) Hast du solche Befreiung, Heilung erfahren?<br \/>\nDer Ernst der S\u00fcnde: sie f\u00fchrt immer zum Tod, zum ewigen Tod.<br \/>\n2. Vor Jesus gestellt<br \/>\nWas die vier Tr\u00e4ger tun, ist und bleibt unser Auftrag: Menschen zu Jesus zu bringen, mit allem Einsatz. Das ist die wichtigste Lebensbegegnung. Jesus spricht das erste Wort: Vergebung.<br \/>\nNicht Reparatur, sondern Neubau. Ein fader Jesus: der politisch, sozial, religi\u00f6s gedeutete Jesus.<br \/>\nEr ist Gott bei uns, vgl. Daniel 7,13. Das wollen die Schriftgelehrten, ja die F\u00fchrer Israels nicht<br \/>\nanerkennen. Sie halten an ihrem Urteil \u201eGottesl\u00e4sterer\u201c fest, vgl. Markus 14,61ff. Sie wollen sich<br \/>\nselbst heilen (gute Werke). Das scheitert. Der Gel\u00e4hmte sagt kein Wort. Er nimmt die Vergebung an, glaubt, so wird er an Leib und Seele gesund.<br \/>\n3. Auf die F\u00fc\u00dfe gestellt<br \/>\nDas Zeichen: Er steht und geht wieder. Hinweiszeichen auf Jesus, den Gottessohn, der Vollmacht hat,<br \/>\nS\u00fcnde zu vergeben. Ja nicht beim Wunderzeichen stehen bleiben. Gr\u00f6\u00dfer ist Jesus und seine ewige<br \/>\nRettung f\u00fcr uns. Heilung ist zeitliche Hilfe, Vergebung ist ewiges Heil. (Bsp. C.c)<br \/>\nAus der Liege-Geschichte wird eine Geh-Geschichte. Jesus bringt Leben in Bewegung, \u00e4u\u00dferlich<br \/>\nund innerlich. Das Befehlswort Jesu vgl. das Sch\u00f6pferwort: Gott sprach und es ward \u2026. Hier<br \/>\ngeschieht Neusch\u00f6pfung. Alle Ehre dabei geh\u00f6rt Gott. Jesus verherrlicht eindeutig seinen Vater.<br \/>\nSchluss: Ein Kaputter wird neu. So handelt Jesus bis heute.<br \/>\n(Dr. Heiko Krimmer)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Jesus Erz\u00e4hlungen Predigtthema: Innerlich und \u00e4u\u00dferlich geheilt: Was passiert wenn wir andere Menschen vor Jesus bringen! Bibelstelle: Markus 2,1-12 Predigthilfe von Dr. Heiko Krimmer zum 6.2.2000 \u2013 siehe auch unter www.studienbibel.de Leben aus der Vergebung 1. 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