{"id":2625,"date":"2015-05-18T10:53:07","date_gmt":"2015-05-18T08:53:07","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=2625"},"modified":"2015-05-18T10:53:07","modified_gmt":"2015-05-18T08:53:07","slug":"predigthilfe-vom-21-juni-2015-markus-1-14-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-21-juni-2015-markus-1-14-20\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 21. Juni 2015 &#8211; Markus 1, 14-20"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Jesus-Erz\u00e4hlungen<\/strong><br \/>\n<strong>Predigtthema: Jesus sucht uns.<\/strong><br \/>\n<strong>Bibelstelle: Markus 1,(14) 16-20<\/strong><br \/>\n<strong>Verfasser: Dr. Heiko Krimmer<\/strong><\/p>\n<p><strong>1. Zusammenhang<\/strong><br \/>\nKnapp und ohne jeden Schn\u00f6rkel berichtet Markus vom Beginn der Wirksamkeit Jesu.<br \/>\nHier, wie er die ersten J\u00fcnger beruft. Der Messias beginnt, seine Gemeinde zu sammeln; der K\u00f6nig Gottes beruft die ersten B\u00fcrger des Reiches.<br \/>\n<strong>2. Biblische Paralellen<\/strong><br \/>\nSchon die Propheten im Alten Bund scharten J\u00fcnger um sich. (vergl. 2. K\u00f6n. 2,3, auch<br \/>\nAmos 7,14) Auch Johannes der T\u00e4ufer berief J\u00fcnger, vergl. Mt. 9,14. Sie wurden berufen, wie auch die Propheten selbst, (vergl. Die Berufungsgeschichten etwa des Jesaja, Jeremia,oder Amos) und dabei dienstbeauftragt. (Zu Menschenfischern vergl. Jer. 16,16)<br \/>\n<strong>3. Der Aufbau des Textes<\/strong><br \/>\nV. 16-18 Die 1. Szene: V. 16 Jesus kommt und sieht Simon und Andreas<br \/>\nV. 17 Jesus ruft sie<br \/>\nV. 18 Sie folgen<br \/>\nV. 19-20 Die 2. Szene: V. 19 Jesus kommt und sieht Jakobus und Johannes<br \/>\nV. 20 Er rief sie und sie folgen<br \/>\n<strong>Einzelerkl\u00e4rungen<\/strong><br \/>\nV. 16 Das Galil\u00e4ische Meer ist der See Genezareth<br \/>\nSimon = Erh\u00f6rung<br \/>\nAndreas = der M\u00e4nnliche, der Starke<br \/>\nNetz = das Wurfnetz. Die Art, in Ufern\u00e4he zu fischen.<br \/>\nV.17 Folget mir nach, w\u00f6rtl.: Geht hinter mir her.<br \/>\nMenschenfischer = sie werden Menschen f\u00fcr das Gottesreich gewinnen<br \/>\n(vergl. Auch Mt. 13 ab V. 47)<br \/>\nV. 18 Sogleich = augenblicklich, ohne zu z\u00f6gern.<br \/>\nV. 19 Jakobus = Fersen halten; nach dem Erzvater Jakob, der bei der Geburt Esau bei der Verse hielt<br \/>\nZebed\u00e4us = der Herr schenkt<br \/>\nJohannes = Gott ist gn\u00e4dig<br \/>\nNetze flicken = die zerrissenen Maschen der Schleppnetze wieder in Ordnung bringen. Die Art, auf der Seemitte zu fischen.<br \/>\nV. 20 Tagl\u00f6hner = In Spitzenzeiten halfen solche einfachen Leute aus. Vom Fischen verstanden sie wenig, aber f\u00fcr Reparaturarbeiten und sonstige Hilfe<br \/>\nwurden sie gebraucht.<br \/>\nZebed\u00e4us hatte nach heutigen Ma\u00dfst\u00e4ben einen mittleren Betrieb.<br \/>\n<strong>4. Die Spitze des Textes<\/strong><br \/>\n\u201eMerk Seele dir dies gro\u00dfe Wort: Wenn Jesus ruft, so geh \u2026.\u201c<br \/>\n<strong>5. Der Text heute<\/strong><br \/>\nDer entscheidende Punkt ist der Ruf in die Nachfolge, damals wie heute. Es bleibt dabei: Jesus ruft; damals direkt, heut durch sein Wort. Wir betonen diesen pers\u00f6nlichen Ruf, anders wird man nicht Christ. Unsere Antwort ist gefragt. Christsein vererbt sich nicht, hat zun\u00e4chst auch gar nichts mit einer Mitgliedschaft in Kirche oder Gemeinschaft zu tun.<br \/>\nChristen sind Leute, die Jesu Ruf pers\u00f6nlich folgen.<br \/>\nDieser Ruf stellt in den Dienst (Menschenfischer). Das sollten wir wieder ganz neu betonen:<br \/>\nChristen sind Mitarbeiter, Dienstleute, t\u00e4tige Glieder am Leib. Hier liegt auch in unseren Gemeinschaften manches im Argen. Deshalb sollte das wesentlicher Akzent unserer Predigt sein<br \/>\n<strong>6. Beispiele und Verdeutlichungen<\/strong><br \/>\n<em>A) Jesus kommt<\/em><br \/>\na) Jesus beginnt seine Wirksamkeit im verachteten Galil\u00e4a, nicht im \u201efrommen\u201c Jerusalem.<br \/>\nEr sucht die Leute, die ihn wirklich n\u00f6tig haben. Die Ortsangabe Galil\u00e4a ist sein \u201eProgramm\u201c: Ich bin gekommen, S\u00fcnder zu suchen\u2026<br \/>\nb) Er kommt, geht auf die Menschen zu. Zu Johannes dem T\u00e4ufer mussten die Menschen<br \/>\nkommen, die Lehrer Israels wurden ehrerbietig aufgesucht, Jesus geht. Wichtig:<br \/>\nWir haben soviel Komm-Struktur, auch in unseren Gemeinschaften (Einladungszettel etc.) Jesus lebt die Geh-Struktur vor und ruft uns da hinein: \u201eGehet hin\u201c.<br \/>\nc) Er kommt heute zu den Menschen. Durch uns, die wir sein Wort reden. Er ist da im<br \/>\nWort. Wollen wir Jesus zu den Leuten bringen, m\u00fcssen wir ihnen sein Wort bringen und sagen.<br \/>\n<em>B) Jesus ruft<\/em><br \/>\na) Jesus sieht die vier Fischer. Er \u00fcbersieht sie nicht, obwohl sie einfachste Leute sind. Das<br \/>\nist ganz gro\u00dfer Trost: Jesus sieht uns, vgl. auch Mt. 9,36: Er sieht und wird von unserer Situation tief bewegt.<br \/>\nb) Jesus ruft klar und deutlich. Das ist das Wunder bis heute. Er ruft heraus aus dem<br \/>\nAlten. Sie verlassen selbst den Vater. Jesus hat das erste Anrecht auf unser Leben. Sind wir noch bereit, Gewohntes zu verlassen?<br \/>\nc) Die vier h\u00f6ren den Ruf, sie \u00fcberh\u00f6ren ihn nicht. Mitten im Arbeitsgetriebe. Sie lassen<br \/>\nsich nicht von der Arbeit gefangen nehmen. Das ist bei uns oft ein Problem.<br \/>\n<em>C) Er will Nachfolger<\/em><br \/>\na) Es ist nicht die erste Begegnung mit Jesus f\u00fcr Petrus etwa. Vgl. Joh. 1,41-42 und<br \/>\nLuk. 5,1 ff. Jetzt aber steht er in der Entscheidung. Jetzt gilt\u2019s \u2013 und er folgt.<br \/>\nb) Die J\u00fcnger werden zum Dienst berufen. Menschenfischer. Berufung ist biblisch immer<br \/>\nin-Dienstnahme. Im Reich Gottes gibt es keine Zierb\u00e4ume, nur Fruchtb\u00e4ume.<br \/>\nc) Menschenfischer: Es gibt verschiedene Arten zu fischen: Wurfnetz, Schleppnetz, Angel<br \/>\netc. So auch verschiedene Arten, Menschen f\u00fcr Jesus zu gewinnen ( Gro\u00dfveranstaltungen, unsere Gruppen und Kreise, pers\u00f6nliches Gespr\u00e4ch)<br \/>\n<strong>7. Gliederung und Material zur Predigt<\/strong><br \/>\n<em>Einleitung:<\/em> Wieder die \u201eskandal\u00f6se\u201c Ortsangabe: Galil\u00e4a. Ja, Jesus ruft im unheiligen Land zum heiligen Gott. Das gilt bis heute. Er spart keinen Ort aus.<br \/>\n<em>1. Jesus kommt<\/em><br \/>\nV\u00f6llig ungewohnt. Zu Johannes dem T\u00e4ufer mussten die Menschen kommen, auch zu den j\u00fcdischen Lehrern. Jesus kommt zu den Menschen. Das ist seine Bewegung, in die er uns hineinruft: Gehet hin! Wir und unsere Komm-Strukturen: \u201eWer will, kann kommmen, wir laden doch \u00f6ffentlich ein!\u201c sagen wir. Jesus will aber, dass wir hingehen zu den Menschen. Wo gehen wir hin? Wo ist die Geh-Bewegung in unserer Gemeinschaft, in unserem Jugendkreis? Lassen wir uns neu in die Jesus-Bewegung rufen.<br \/>\nDie Religionen weisen andere Wege: Die Menschen m\u00fcssen zu den G\u00f6ttern kommen, sich selber bem\u00fchen. Das Christentum ist keine Religion, es ist das Evangelium: Gott kommt zu uns, er will uns begegnen.<br \/>\nWir sind Jesu Boten und wollen, dass Menschen ihm begegnen. Vor dem Mund sind die F\u00fc\u00dfe gefragt, deshalb Jes. 57,7, vgl. R\u00f6. 10,15: Die F\u00fc\u00dfe der Freudenboten.<br \/>\n<em>2. Jesus beruft<\/em><br \/>\nJesus sieht genau, im Allt\u00e4glichen. Welcher Trost. Vgl. Mt. 9,36. Er \u00fcbersieht diese einfachen Leute nicht. Wir d\u00fcrfen um diesen Jesusblick bitten, der heilige Geist \u00f6ffnet uns die Augen. Wir \u00fcbersehen so gerne. Genau hinsehen. Auch untereinander dieses Sehen ein\u00fcben. Wen k\u00f6nnen wir in unserer Gemeinschaft in eine bestimmte Aufgabe rufen.<br \/>\nNur wo wir genau und in Liebe einander \u201esehen\u201c, k\u00f6nnen wir einander auch helfen und am rechten Platz einsetzen.<br \/>\nJesus ruft die vier vom Gewohnten weg. Vielleicht bei uns die Frage nach dem Zeitpunkt unserer Versammlungen? Oder: Wir machen beim n\u00e4chsten Dorffest einen eigenen Stand!<br \/>\nAuch pers\u00f6nlich: Ich gebe liebgewordene Gewohnheiten auf, um besser Jesus dienen zu k\u00f6nnen. (Junge Leute etwa: Meldet euch zu einer missionarischen Freizeit)<br \/>\nJesus ruft in die Nachfolge: Geht hinter mir her, nicht neben mir, nicht voraus mit euren eigenen Ideen, \u2013 sondern hinter ihm. Die Schritte, die er vorgegangen ist. Die Bibel zeigt\u2019s mir. Jesus will Nachfolger, nicht Nachsitzer.<br \/>\n<em>3. Jesus ruft zur Mitarbeit<\/em><br \/>\nBerufung ist in-Dienstnahme. Keine Zierb\u00e4ume,nein Fruchtb\u00e4ume. T\u00e4tige Glieder am Leib. Es gibt so viele \u201eBlindarmchristen\u201c (unn\u00f6tiges Glied?). Es ist die dritte Begegnung Petrus mit Jesus und jetzt gilt\u2019s! Von der allt\u00e4glichen Arbeit hinein in die Ewigkeitsarbeit.<br \/>\nMenschenfischer: vgl. Mt. 13,47ff. Verschiedene Arten zu fischen, je nach Ort und Fischart. Fischen wir eigentlich noch? Wer ist neu im letzten Jahr in unserer Gemeinschaft, in unserem Jugendkreis? Unsere Freizeiten, da wollen wir fischen, Menschen f\u00fcr Jesus gewinnen. Das beginnt schon mit dem Einladen: Das LEUCHTFEUER ist ein Fischer-Prospekt. Mach mit beim Fischen! Mitarbeiter auf der Freizeit. Vielleicht als Tagl\u00f6hner (die n\u00f6tige Vorbereitungs- und Hintergrundarbeit) Nur so kann die Verk\u00fcndigung zu Herzen gehen, wenn die Mitarbeiter im Putz-, K\u00fcchen-, Service- und Kinderstunden-Team von Herzen dabei sind.<br \/>\n<em>Schluss:<\/em> Habe ich Jesu Ruf geh\u00f6rt? Wo bin ich Menschenfischer?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Jesus-Erz\u00e4hlungen Predigtthema: Jesus sucht uns. Bibelstelle: Markus 1,(14) 16-20 Verfasser: Dr. Heiko Krimmer 1. Zusammenhang Knapp und ohne jeden Schn\u00f6rkel berichtet Markus vom Beginn der Wirksamkeit Jesu. Hier, wie er die ersten J\u00fcnger beruft. 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