{"id":2614,"date":"2015-05-12T08:37:54","date_gmt":"2015-05-12T06:37:54","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=2614"},"modified":"2015-05-12T08:37:54","modified_gmt":"2015-05-12T06:37:54","slug":"predigthilfe-vom-24-mai-2015-galater-5-13-26","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-24-mai-2015-galater-5-13-26\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 24. Mai 2015 &#8211; Galater 5, 13-26"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Ganzes Christsein VI<\/strong><br \/>\n<strong> Leben aus Gottes Geist ist fruchtbares Leben<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigttext: Galater 5,13-26<\/strong><br \/>\nDie Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<br \/>\n<strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><br \/>\nVerschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\" target=\"_blank\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<br \/>\n<strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><br \/>\nHilfen zur Auslegung finden sich in den Kommentaren von Heiko Krimmer (Edition C Bd. 13) und von Werner de Boor (Wuppertaler Studienbibel, erkl\u00e4rt von Hans Brandenburg).<br \/>\n<strong>1.2. Wichtige Gedanken in unserem Abschnitt<\/strong><br \/>\nPaulus entfaltet in seinen Briefen oft ein doppeltes Prinzip. Im ersten Teil geht es darum, was Gott zu unserem Heil getan hat und im zweiten Teil zeigt er die Konsequenzen auf, die sich aus dieser Tatsache f\u00fcr ein Leben in der Nachfolge ergeben. (z.B. im Epheserbrief Kapitel 1-3 und 4-5, oder im Galaterbrief 1-4 und 5-6.) Jesus hat uns erl\u00f6st und in eine v\u00f6llig neue Freiheit gestellt. Wie gehen wir mit dieser geschenkten Freiheit nun um.<\/p>\n<p><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><br \/>\nEs geht Paulus in seinem Brief an die Galater um die Klarstellung, dass Gerechtigkeit aus Werken keine M\u00f6glichkeit zur Erl\u00f6sung ist. Die Freiheit, die uns in Christus geschenkt wurde ist nicht die Freiheit zur Z\u00fcgellosigkeit sondern die Freiheit, Jesus gehorsam zu sein, ihn zu lieben und mit dieser Freiheit auch dem N\u00e4chsten zu dienen.<\/p>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nPaulus und Barnabas waren auf ihrer ersten Missionsreise zwischen 45 und 47 n.Chr. in Galatien (der heutigen, mittleren T\u00fcrkei) unterwegs. In Apg. 13 und 14 wird beschrieben wie in diesem Gebiet vorwiegend heidenchristliche Gemeinden entstanden sind. Paulus hat, zusammen mit Silas, diese Gemeinden auf seiner zweiten Missionsreise besucht.<br \/>\n(Apg. 15,36 ff&#8216;. ) In Gal. 4,13 ff. erinnert er die Galater an ihre bereitwillige Aufnahme des Evangeliums und ihren guten Anfang. Den Brief hat Paulus nach der zweiten Missionsreise geschrieben. Es ging ihm um die Sorge, dass die Galater in ihrem guten und fr\u00f6hlichen Anfang im Glauben stecken bleiben und wieder zur\u00fcckfallen in die alten Strukturen. Gal. 1, 6. Der Grund f\u00fcr die Verwirrung waren judenchristliche Gesetzesprediger, die in der Gemeinden Galatiens unterwegs waren.<\/p>\n<p>Paulus verwendet ganz starke Begriffe in seinem Brief:<br \/>\n\u2022 Sie verwirren und verhexen Gal. 1,7; 3,1; 5,10.<br \/>\n\u2022 Sie hetzen sie gegen Paulus auf und wollen sie von ihm abspenstig machen, Gal. 4,17 und 5,12.<br \/>\n\u2022 Sie zwingen die Gemeindeglieder zur Beschneidung Gal. 6,12,<br \/>\n\u2022 sie verlangen die Beachtung des j\u00fcdischen Festkalenders<br \/>\n\u2022 und die Beachtung der Reinheitsgebote, Gal. 4,10 und Gal. 2,11.<\/p>\n<p>Fazit: Sie predigen das Heil nach dem alttestamentlichen Gesetz als Weg, Gal. 4,21.<br \/>\nund bauen damit nicht auf die Gnade und Erl\u00f6sung durch Jesus, sondern auf die Forderungen aus dem Gesetz. Paulus duldet diese Menschen nicht in der Gemeinde und spricht sehr klar und deutlich aus: Gal. 1,9 &#8220; Wer ein anderes Evangelium predigt, verflucht sei er.&#8220;<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n<p><strong>a. zur Freiheit berufen<\/strong><br \/>\nChristen sind zum Leben in Freiheit berufen, sie sind befreit von der Knechtschaft der S\u00fcnde und von der Knechtschaft des Gesetzes. Diese Freiheit ist bestimmt von der pers\u00f6nlichen Beziehung und der Liebe zu Jesus. Das Motiv f\u00fcr christliches Verhalten ist nicht mehr die Angst vor dem Gesetz oder der Strafe sondern die Liebe. Deshalb d\u00fcrfen Christen diese Freiheit nicht leichtsinnig verlassen und sie damit missbrauchen. Die Gefahr besteht, wenn wir meinen der Glaube an Jesus reiche nicht aus, um ein geordnetes und geheiligtes Leben zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Falscher Gebrauch der Freiheit f\u00fchrt zu Z\u00fcgellosigkeit und Bindungslosigkeit und damit eindeutig wieder zur\u00fcck in die Versklavung durch unsere alte Natur. Der richtige Gebrauch der Freiheit zeigt sich in echter Jesusliebe und der N\u00e4chstenliebe. Die N\u00e4chstenliebe ist die Erf\u00fcllung des ganzen Gesetzes. Das Gesetz fordert die restlose Hingabe an Gott und den N\u00e4chsten, 3. Mose 19,18; 5. Mose 6,5. Aus eigener Kraft ist der nat\u00fcrliche Mensch, wegen seiner egoistischen Begierden nicht f\u00e4hig. Der Jesusnachfolger, der in Christus ist, ist befreit von der Herrschaft des Egoismus und bef\u00e4higt zur wahren Liebe. Vers 15 zeigt, dass infolge der Irrlehrer in den galatischen Gemeinden, Hass, Verleumdung und Streit aufgekommen sind. Deshalb gibt Paulus eine Anleitung zum Kampf gegen diese Verirrungen. Verse 13-15<\/p>\n<p><strong>b. der Kampf gegen die eigene S\u00fcndhaftigkeit Verse 16-24<\/strong><br \/>\nDer Kampf gegen das &#8222;Fleisch&#8220; gegen meine alte Art, die mir so tief in den Knochen steckt. Ein Nachfolger Jesu, der in Gemeinschaft mit ihm lebt, empfindet die Abscheu gegen S\u00fcnde.<br \/>\nEr will widerstehen und \u00fcberwinden. Wie k\u00e4mpfen wir richtig und auch &#8222;erfolgreich&#8220;?<br \/>\nMit menschlichen Mitteln ist der Kampf nicht zu gewinnen. Paulus l\u00e4sst aber nicht resigniert den Kopf h\u00e4ngen nach dem Motto &#8222;wir sind halt alle S\u00fcnder&#8220;, sondern gibt klare Anweisungen an die Galater, wie der Kampf zu gewinnen ist.<\/p>\n<p><strong>c. Lasst euch vom Geist Gottes leiten<\/strong><br \/>\nWenn wir Jesus kennen und lieben gelernt haben, wenn uns die Tragweite der Erl\u00f6sung bewusst ist, dann folgen wir Jesus gerne, dann h\u00f6ren wir gern auf seine Anweisungen. Deshalb haben wir den Heiligen Geist als Tr\u00f6ster und Unterweiser f\u00fcr unser Leben bekommen. &#8222;Wandelt im Geist, dann werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollenden&#8220;. Vers 16.<\/p>\n<p>Wer den Kampf gegen die eigenen egoistischen Begierden aufnehmen will, muss lernen auf die Stimme des Heiligen Geistes zu h\u00f6ren. Der Geist ist es, der uns in die Gemeinschaft mit Jesus erh\u00e4lt, er zeigt uns immer wie sehr wir auf Jesus angewiesen sind. Er f\u00f6rdert in uns den Wunsch, das Wort Gottes besser kennen zu lernen und im Gebet die Gemeinschaft mit Jesus zu pflegen. Er l\u00e4sst die Liebe, die nach R\u00f6mer 5 ausgegossen ist in unsere Herzen zum Tragen kommen. Wenn wir als Nachfolger Jesu in dieser geistlichen Wirklichkeit leben, dann hilft uns der Heilige Geist unseren Egoismus der Herrschaft Jesu zu unterstellen und der S\u00fcnde zu widerstehen. Paulus gibt auch dazu in R\u00f6mer 12,21 einen ganz praktischen Tipp: &#8222;\u00dcberwindet das B\u00f6se mit Gutem&#8220;. Wenn der Egoismus das Ruder \u00fcbernehmen will, d\u00fcrfen wir dem, den Geist der Liebe entgegensetzen.<\/p>\n<p>Die Folgen wenn Christen ihre Freiheit verlassen und aus eigener Kraft k\u00e4mpfen ist verheerend. Paulus f\u00fchrt nun einen Katalog der S\u00fcndhaftigkeit an, der den Menschen zerst\u00f6ren will. Vers 19-21. Das Ergebnis: der Mensch ist von all diesen Dingen versklavt und gefangen. Das beste Beispiel ist die &#8222;Befreiung&#8220; des verlorenen Sohnes von seinem Vater, der alles auskosten konnte und doch im Elend gelandet ist. Der Egoismus, der das eigene ICH in den Mittelpunkt stellt, zerst\u00f6rt Gemeinschaft und erzeugt unsagbares Leid in Ehen, Familien, Gemeinden und unserem Lebensalltag. Die Frage ist: &#8222;wo werde ich landen wenn ich dem Egoismus und der Triebhaftigkeit in meinem Leben nachgebe. Vielleicht sind uns einige Dinge bewusst, die auch in unserem Leben zerst\u00f6rerisch wirken, wenn ich ihnen nachgebe.<\/p>\n<p>Paulus stellt den Ernst der Lage noch einmal sehr deutlich heraus und geht so weit zu sagen: &#8222;keiner, der so lebt wird Anteil am Erbe und am Reich Gottes haben&#8220;.<\/p>\n<p><strong>d. Die Frucht des Geistes.<\/strong><br \/>\nWer mit Jesus lebt und in ihm bleibt den beginnt der Hl. Geist nach der Art Jesu zu pr\u00e4gen und zum Ebenbild Gottes umzuformen. Diesen Prozess beschreibt Paulus auch in 2. Kor. 3,18. Jesus nimmt wachst\u00fcmlich immer mehr Gestalt in mir an und macht mich ihm \u00e4hnlich.<br \/>\nDeshalb kann Paulus nun die Art Jesu beschreiben: Liebe, Freude, Frieden&#8230;<\/p>\n<p>Deshalb ist der Abschnitt an die Galater eine ernste Mahnung aber zugleich auch eine Mut machende Aussage: wo Christen in der Kraft des Hl. Geistes die egoistischen Begierden durch die Liebe \u00fcberwinden, k\u00f6nnen sie in der Kraft des Hl. Geistes auch \u00fcber die S\u00fcnde herrschen.<\/p>\n<p>Vers 26 Die Liebe Gottes hilft uns, die eigene Profilierungssucht zu \u00fcberwinden. Wer wirklich liebt, denkt nicht an seine eigene Ehre.<\/p>\n<p><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><br \/>\nZur Predigtvorbereitung kann die Bibelarbeit \u00fcber Galater 5,1-26 und Galater 5,13-25 von Winrich Scheffbuch hilfreich sein, die sich bei Sermon Online findet <a href=\"www.sermon-online.de\" target=\"_blank\">www.sermon-online.de<\/a>.<br \/>\n<strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><br \/>\nWir sind erl\u00f6st allein aus Gnade und zur Freiheit in Jesus Christus berufen.<br \/>\nDie Freiheit in Christus bef\u00e4higt uns zum Gehorsam durch die Kraft des Heiligen Geistes.<br \/>\nWir m\u00fcssen nicht mehr der S\u00fcnde dienen, wir sind ihr gestorben und haben die Voraussetzung durch den Geist Gottes \u00fcber die S\u00fcnde zu herrschen.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><br \/>\n1. Freiheit durch Jesus und Gehorsam aus Liebe Verse 13-15<br \/>\n2. Selbstsucht des Menschen und die t\u00f6dliche Auswirkung Vers 16- 21<br \/>\n3. der neue Mensch und die Fr\u00fcchte des Geistes Vers 22-26<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt<\/strong><br \/>\nsiehe Punkt 2.3 Homiletische \u00dcberlegungen<br \/>\nFreiheit funktioniert dort wo ich mich vertrauensvoll binde.<\/p>\n<p>1. Wir werden immer gef\u00fchrt, entweder von unserem Egoismus oder vom Geist Gottes<br \/>\n2. es gibt in uns immer wieder den Kampf um den F\u00fchrungsanspruch in unserem Leben<br \/>\n3. dieser Kampf muss entschieden werden, Neutralit\u00e4t gibt es an diesem Punkt nicht.<\/p>\n<p><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><br \/>\nWenn ich (was selten vorkommt) durch bestimmte Kaufh\u00e4user schlendere, die eher dem nordischen Raum zugeordnet werden, dann \u00e4rgere ich mich immer wieder, dass ich so wenig M\u00f6glichkeiten habe meinen eignen Weg zu gehen. Durch den Aufbau der Regale und M\u00f6bel wird vorgegeben, welchen Weg ich zu nehmen habe. Nur ungern lassen wir Menschen uns f\u00fchren.<br \/>\nGanz anders sieht es aus wenn ich einen Menschen habe, der mir z.B. auf einer schwierigen Gebirgstour vorausgeht und mir den besten Weg vorangeht. Noch besser ist es, wenn ich diesen Menschen kenne und er mein Vertrauen hat, dann werde ich mich ihm gerne anvertrauen in der Gewissheit er wird mich gut f\u00fchren.<\/p>\n<p>Gal. 2.20 ich lebe mein verg\u00e4ngliches Leben im Vertrauen auf Jesus Christus, den Sohn Gottes, der mich geliebt und sein Leben f\u00fcr mich gegeben hat.<\/p>\n<p>Hans Pfau<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Ganzes Christsein VI Leben aus Gottes Geist ist fruchtbares Leben Predigttext: Galater 5,13-26 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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