{"id":2591,"date":"2015-03-17T10:06:31","date_gmt":"2015-03-17T08:06:31","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=2591"},"modified":"2015-03-17T10:06:31","modified_gmt":"2015-03-17T08:06:31","slug":"predigthilfe-vom-19-april-2015-1-johannes-2-18-27","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-19-april-2015-1-johannes-2-18-27\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 19. April 2015 &#8211; 1. Johannes 2, 18-27"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Ganzes Christsein<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigttext: 1.Johannes 2,18-27<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<p><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"www.bibelserver.com\" target=\"_blank\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><br \/>\nHilfen zur Auslegung finden sich in den Kommentaren von Heiko Krimmer (Edition C Bd. 21) und von Werner de Boor (Wuppertaler Studienbibel).<\/p>\n<p><strong>1.2. Wichtige Gedanken in unserem Abschnitt<\/strong><br \/>\nIn unserem Predigttext kommen verschiedene herausfordernde Themen vor. Zun\u00e4chst beginnt Johannes mit dem Hinweis auf die letzte Stunde und macht seinen H\u00f6rern damit deutlich, dass er die Zeit, in der er lebt, als Endzeit versteht. Diese Endzeit ist durch Christusfeinde gekennzeichnet, die Johannes auch im Umfeld der Gemeinde entdeckt. Dabei betont Johannes die Tatsache, dass viele dieser Christusfeinde oder Antichristen sich zuvor zur Gemeinde gehalten haben, und als Glieder der Gemeinde angesehen wurden. Johannes spricht damit auch die herausfordernde Frage an, wie wir damit umgehen, dass Menschen, die allem Anschein nach an Jesus Christus glauben, die Gemeinde verlassen und mit Christus nichts mehr zu tun haben wollen.<br \/>\nVon dieser Beobachtung ausgehend fokussiert sich Johannes dann auf das wahre Christusbekenntnis, das die Gemeinde Jesu schon immer ausgezeichnet hat und an dem sie weiterhin unbeirrt festhalten soll.<\/p>\n<p><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nWer ist Jesus f\u00fcr mich? Diese Frage ist f\u00fcr jeden unserer H\u00f6rer lebensentscheidend. Aber sie ist nicht nur f\u00fcr uns als Einzelne lebensentscheidend, auch f\u00fcr die Gemeinde ist es entscheidend, wie sie zu Jesus Christus steht? Eine Gemeinde, die in ihrem Christusbekenntnis nicht mehr klar ist, beginnt unweigerlich geistlich zu sterben, genauso wie das Glaubensleben des Einzelnen. Es ist deshalb unerl\u00e4sslich, dass unsere H\u00f6rer verstehen, wie wichtig und aktuell die Bekenntnisfrage immer wieder f\u00fcr unser geistliches und gemeindliches Leben ist und wir m\u00fcssen deutlich machen, dass diese Frage nicht einfach gekl\u00e4rt und abgehakt werden kann, sondern im Leben best\u00e4ndig umgesetzt werden muss.<br \/>\nUnsere H\u00f6rer m\u00fcssen verstehen, dass die Frage \u201eWer ist Jesus Christus?\u201c eine zutiefst endzeitliche Frage ist. Die Tatsache, dass wir in unserer Welt, auch in der christlichen Welt, einen so gro\u00dfen Widerstand gegen den absoluten Anspruch von Jesus Christus erkennen k\u00f6nnen, muss uns zeigen, dass wir nicht weniger in der Endzeit leben als die Gemeinde zur Zeit des Johannes. Wir leben in den letzten Tagen, die Botschaft von Jesus, dem Sohn Gottes, wird angefeindet, aber wir d\u00fcrfen wissen unser Herr hat alle Macht und er kommt wieder. Und deshalb halten wir unbeirrt an dem alten Bekenntnis fest: Jesus ist der Christus!<\/p>\n<p>Auf diesem Hintergrund soll unsere Predigt zur Wachsamkeit aufrufen, aber sie soll zugleich ermutigen, die Hoffnung ganz auf Jesus, den Messias zu setzen.<br \/>\n<strong>2.2 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nJohannes gibt uns in diesen Versen eine wichtige Lektion zum Thema sichtbare und unsichtbare Gemeinde. Indem er besonders die Gef\u00e4hrdung anspricht, die aus der Gemeinde heraus erw\u00e4chst, zeigt er, wie eingeschr\u00e4nkt unsere menschlichen Beurteilungen \u00fcber den geistlichen Zustand eines anderen Menschen sein k\u00f6nnen. Johannes lehrt uns vom Ende her zu denken. Wer den Weg des Glaubens bis zum Ende in Gottes Kraft geht, der zeigt, \u201edass er von uns ist\u201c. Wer dagegen den Weg des Evangeliums verl\u00e4sst und sich gegen Jesus stellt, der zeigt, dass er nie wirklich \u201evon uns war\u201c.<\/p>\n<p>Johannes will uns mit dem Wort Antichrist nicht zu endzeitlichen Spekulationen einladen, vielmehr geht es ihm darum zu zeigen, was der Grundcharakter der Antichristen aller Zeit war, n\u00e4mlich die Ablehnung von Jesus dem Messias.<\/p>\n<p>Johannes stellt uns in unserem Abschnitt den Bekenntnistest vor und f\u00fchrt uns auf seine ganz besondere Weise zum Kern des Themas. Bekennen wir Jesus als den menschgewordenen Sohn Gottes, als den Messias, der unvergleichlich ist und in dessen Namen allein das Heil zu finden ist? Diese Botschaft widerspricht dem Toleranzdenken und dem Relativismus unserer Zeit zutiefst und dennoch ist es das eine, wahre Evangelium zur Rettung von Menschen, das verk\u00fcndet werden muss.<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nWenn wir \u00fcber diesen Abschnitt predigen, ist es wichtig, dass wir die \u201eEntweder-Oder-Botschaft\u201c von Johannes deutlich herausarbeiten. Nur wer Jesus, den Sohn Gottes bekennt, kann zum Vater geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Wenn wir das Thema: \u201eVerlassen der Gemeinde Jesu\u201c ansprechen, ist es wichtig, dass wir nicht auf eine generelle Skepsis hinwirken, nach dem Motto: Man wei\u00df ja nie, wie einer geistlich wirklich steht. Vielmehr sollten wir uns auch hier von Johannes leiten lassen. Er spricht diese traurige Realit\u00e4t klar an, wendet sich aber dann direkt der Bekenntnisfrage zu. Johannes m\u00f6chte die umk\u00e4mpfte Gemeinde st\u00e4rken und ermutigen und so gibt er hier direkt ein wichtiges Pr\u00fcfkriterium mit auf den Weg: Haltet das Bekenntnis fest! Bekennt Jesus als den ewigen Sohn Gottes, den Messias, und euch gilt die Verhei\u00dfung des ewigen Lebens.<\/p>\n<p>Gerade im Blick auf das Zentrum unseres Glaubens, kann diese Predigt eine Ermutigung sein, nicht jeder neuen geistlichen Idee nachzujagen, sondern sich immer wieder vom Wort Gottes her auf Jesus Christus den Kern des Evangeliums ausrichten zu lassen.<br \/>\nZum Glauben an diesen wunderbaren Herrn, der sein Leben f\u00fcr uns gegeben hat, wollen wir auch die H\u00f6rer einladen, die Jesus Christus noch nicht kennen.<br \/>\n<strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n<p>Zur Predigtvorbereitung k\u00f6nnen die Predigten von Winrich Scheffbuch (vom 27.12.1987) und Konrad Ei\u00dfler (vom 27.12.1981) hilfreich sein, die sich bei Sermon Online finden (beide nur \u00fcber 1.Joh 2,21-25) (<a href=\"www.sermon-online.de\" target=\"_blank\">www.sermon-online.de<\/a>).<\/p>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><br \/>\nDie Predigt soll ermutigen in dieser letzten Zeit, in der die Botschaft von Jesus Christus immer mehr angefeindet wird, treu am Bekenntnis zu Jesus Christus, dem Messias, dem ewigen Sohn Gottes, festzuhalten.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><br \/>\nBleibt bei der guten, alten Botschaft!<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><br \/>\n1. Die lange letzte Stunde (Vers 18-20)<br \/>\n2. Die L\u00fcge schlechthin (Vers 21-23)<br \/>\n3. Die ewig g\u00fcltige, alte Botschaft (Vers 22-27)<br \/>\n<strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Christus oder Antichristus<br \/>\nVerzweifelt k\u00e4mpfte ich um mein Haus. Der furchtbare Fliegerangriff vor zwei Tagen hatte die Stadt in ein Flammenmeer verwan\u00acdelt. Ringsumher hatte man den Kampf aufgegeben. Da standen nur noch ru\u00dfgeschw\u00e4rzte Mauern, in denen es leise qualmte. Es war nicht mehr viel zu retten. Die beiden obersten Stockwerke waren schon ausgebrannt. Aber wenn es gelang, das Feuer zum Stehen zu bringen, konnte ich meine wertvolle B\u00fccherei und ein paar M\u00f6bel retten.<br \/>\nDie Augen waren entz\u00fcndet von Rauch und M\u00fcdigkeit, die H\u00e4nde verbrannt. Mit langen Stangen rissen wir das Feuer auseinander. Was\u00acser gab es schon l\u00e4ngst nicht mehr.<br \/>\nDa \u2013 alles hob den Kopf! Was war das? \u00bbWahr\u00achaftig \u2013 das Telefon geht noch!\u00ab Es war l\u00e4cher\u00aclich, wie in dem zerst\u00f6rten, brennenden Haus, in das von oben der blaue Fr\u00fchlingshimmel herein-schaute, das Telefon klingelte. Ich st\u00fcrzte hin: \u00bbHier die Geheime Staatspo\u00aclizei. Kommen Sie mal sofort hierher!\u00ab \u2013 \u00bbIch kann doch nicht. Mir verbrennt mein letzter Be\u00acsitz!\u00ab \u2013 \u00bbWenn die Staatspolizei ruft, haben Sie sofort zu erscheinen. Wir erwarten Sie in einer halben Stunde!\u00ab \u2013 \u2013 \u2013 Und dann sa\u00df ich im B\u00fcro der Gestapo vor einem eleganten Beamten, der meine verbrannten Kleider nur fl\u00fcchtig streifte und mir dann irgendeines der unsagbar l\u00e4cher\u00aclichen Verbote mitteilte, mit denen die evangeli\u00acsche Jugendarbeit best\u00e4ndig gequ\u00e4lt wurde.<br \/>\n\u00bbIhre Sorgen m\u00f6chte ich haben!\u00ab, entfuhr es mir. Und dann erschrak ich selbst vor dem Wort. Aber der hohe Herr war sehr gn\u00e4dig. \u00bbWieso?\u00ab, fragte er nur. \u00bbNun, hier geht eine Welt unter. Und Sie ent\u00acbl\u00f6den sich nicht, mich wegen einer solchen Sa\u00acche herzubestellen!\u00ab Da wurde er auf einmal sehr ernst und sag\u00acte: \u00bbUns ist diese Sache wichtig. Sehen Sie, wir haben Sie genau beobachtet. Und da haben wir festgestellt, dass Sie noch keinen Gottesdienst und keine Jugendstunde haben ausfallen las\u00acsen. Als Ihre S\u00e4le und Kirchen zerst\u00f6rt waren, gingen Sie in die Keller. Und wenn ein Keller versch\u00fcttet war, richteten Sie sich im n\u00e4chsten ein.\u00ab<br \/>\nIch musste l\u00e4cheln: \u00bbJa, der Siegeszug des Evangeliums geht weiter!\u00ab Da fuhr er auf: \u00bbUnd unser weltanschaulicher Kampf geht auch weiter! Und wenn die Welt un\u00actergeht!!\u00ab Wir sahen uns in die Augen und f\u00fchlten, einer beim anderen, eine unheimliche Entschlossen\u00acheit.<br \/>\n\u00bbDamit geben Sie zu\u00ab, sagte ich langsam, \u00bbdass das Thema dieser schrecklichen Zeit hei\u00dft: Chris-tus oder Antichristus!\u00ab<br \/>\n\u00bbDa gebe ich Ihnen Recht. Es geht nur um die Frage, ob Ihr eingebildeter Jesus Christus noch l\u00e4nger die Hirne gefangen halten soll \u2013 oder ob wir und unsere Weltanschauung herrschen. Dar-um geht es allein in dieser Zeit. Alles andere ist nur Begleitmusik.\u00ab<br \/>\nIch konnte nicht anders \u2013 ich streckte ihm die Hand hin und sagte: \u00bbWenn uns auch Welten trennen, mit Ihnen verstehe ich mich \u00fcber all die K\u00f6pfe hinweg, die nicht begreifen, um was es geht.\u00ab<br \/>\nUnd dann durfte ich ihm sagen, dass Jesus Chris\u00actus keine Einbildung ist, sondern dass er lebt. Als ich nach Hause ging, fiel mir auf einmal mein brennendes Haus ein. Das hatte ich ganz vergessen!<br \/>\nUnd das war gut. Es ging ja auch nicht um Haus und Besitz. Und mein Herz wurde in all meiner Not fr\u00f6hlich, dass ich einem Herrn die\u00acnen durfte, dessen Sieg sicher ist, seitdem er auf Golgatha rief: \u00bbEs ist vollbracht!\u00ab<br \/>\nAus: Wilhelm Busch: Kleine Erz\u00e4hlungen<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>(Tobias Schurr)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Ganzes Christsein Predigttext: 1.Johannes 2,18-27 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. 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