{"id":2585,"date":"2015-03-07T10:09:47","date_gmt":"2015-03-07T08:09:47","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=2585"},"modified":"2015-03-07T10:09:47","modified_gmt":"2015-03-07T08:09:47","slug":"predigthilfe-vom-29-maerz-2015-johannes-13-1-17","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-29-maerz-2015-johannes-13-1-17\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 29. M\u00e4rz 2015 &#8211; Johannes 13, 1-17"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Ganzes Christsein<\/strong><br \/>\n<strong> In der Seelsorge Jesu: Jesus w\u00e4scht den J\u00fcngern die F\u00fc\u00dfe <\/strong><br \/>\n<strong>Predigttext: Johannes 13,1-17<\/strong><br \/>\nDie Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<br \/>\n<strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><br \/>\nVerschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"www.bibelserver.com\" target=\"_blank\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<br \/>\n<strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><br \/>\nHilfen zur Auslegung finden sich in den Kommentaren von Gerhard Maier (Edition C Bd. 7) und von Werner de Boor (Wuppertaler Studienbibel).<br \/>\n<strong>1.2. Wichtige Gedanken in unserem Abschnitt<\/strong><br \/>\nDas Johannes\u00acevangelium baut auf den anderen Evangelien auf und setzt voraus, dass manche Begebenheiten bekannt sind. Johannes will nicht einfach wieder\u00acholen, was Matth\u00e4us, Markus und Lukas schon berichtet hatten. Das Johannes-Evangelium ist ein er\u00acg\u00e4nzendes Evangelium; es bringt uns wertvolle Zusatz\u00acinformatio\u00acnen. Den Bericht \u00fcber die Fu\u00dfwaschung finden wir nur bei Johannes.<br \/>\nMit Kap. 13 beginnt das Gespr\u00e4ch und die Handlung im Obergemach in Jerusalem. Jesus h\u00e4lt sich nicht mehr in der Umgebung der feindlich gesinnten Juden auf, er hat sich mit seinen J\u00fcngern in das Obergemach zur\u00fcckgezogen. Lukas beschreibt in Kap. 22,15 wie sehr sich Jesus nach dieser engen und intensiven Gemeinschaft mit seinen J\u00fcngern gesehnt hat, bevor er in den Gebetskampf am \u00d6lberg, in die Gerichtsverhandlung und in den Tod am Kreuz gehen musste. Jesus wusste was auf ihn zukommt. Vers 1<\/p>\n<p><strong>1. Die Liebe Jesus zu den &#8222;Seinen&#8220;.<\/strong><\/p>\n<p>Es geht hier um den engsten J\u00fcngerkreis, dem Jesus in besonderer Weise die Prinzipien der Nachfolge nahebringt. Er liebte sie bis ans Ende seines irdischen Daseins und wird sie in alle Ewigkeit lieben.<br \/>\nDie Fu\u00dfwaschung zeigt: Jesus dient seinen J\u00fcngern. Jesus opfert sich f\u00fcr sie auf. Jesus kommt ihnen dabei k\u00f6rperlich nahe. Jesus wollte den J\u00fcngern mit der Fu\u00dfwaschung seine gro\u00dfe, aufopfernde Liebe zeigen, um die es auch im Abendmahl geht. Die Frage ist dann nur: Nehmen wir diesen Liebes\u00acdienst Jesu an? Lassen wir ihn uns gern gefallen, immer wieder?<\/p>\n<p><strong>2. Die Notwenigkeit von Jesu Dienst f\u00fcr mich.<\/strong><br \/>\nF\u00fcr Petrus war es schlicht eine Unm\u00f6glichkeit sich von Jesus (seinem Lehrer) die F\u00fc\u00dfe waschen zu lassen. F\u00fc\u00dfe waschen war Sklavendienst und keine Aufgabe f\u00fcr einen Rabbi, einen Lehrer oder gar seinen Herrn. Es ist schon erstaunlich, dass keiner der J\u00fcnger auf die Idee kam, diesen Job zu machen. Vermutlich habe sich eben alle mit dreckigen F\u00fc\u00dfen zu Tisch gelegt.<\/p>\n<p>Nun macht Jesus deutlich: Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir. Auff\u00e4llig ist, dass Jesus nicht nur von den F\u00fc\u00dfen spricht. Auch f\u00fcr Petrus ist die Gemeinschaft und das Anteil haben an Jesus lebensnotwendig. Er schwenkt vom ersten Extrem um in das Andere, &#8222;nicht nur die F\u00fc\u00dfe, dann bitte auch die H\u00e4nde und das Haupt, wasche mich ganz.&#8220; Geistlich verstanden hat er die ganze Sache noch nicht, aber er wollte auf jeden Fall Anteil an seinem Herrn haben. Die Fu\u00dfwaschung ist der H\u00f6hepunkt der Liebe Jesu.<\/p>\n<p><strong>3. Konsequenzen aus dem Beispiel Jesu und praktizierte Liebe in der Nachfolge<\/strong><br \/>\nJesus gibt seinen J\u00fcngern ein Musterbeispiel f\u00fcr den Umgang miteinander. Erstaunlich ist, dass keiner auf die Idee kam, damit anzufangen und den anderen die F\u00fc\u00dfe zu waschen. Alle waren sich zu gut und wollten sich nicht unter den anderen stellen, es war ja Sklavenarbeit.<br \/>\nNoch nicht einmal an Jesus ihren Lehrer haben sie dabei gedacht. Und sie haben den Liebesdienst der Maria in Betanien miterlebt, als Maria Jesus die F\u00fc\u00dfe salbte. (Johannes 12)<\/p>\n<p><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><br \/>\n<strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nVon Judas bis Petrus, von uns pers\u00f6nlich bis zum letzten Menschen, der \u00fcber die Erde geht haben wir die Vergebung und das Reinwaschen durch Jesu Blut n\u00f6tig. Keine Werke und kein noch so gutes Gef\u00fchl reicht aus, um vor dem Heiligen Gott bestehen zu k\u00f6nnen. Sind wir bereit uns von Jesus dienen zu lassen. Immer mehr verbreitet sich die Meinung: &#8222;es kann nicht sein, dass Gott seinen Sohn f\u00fcr uns am Kreuz opfern muss&#8220;. Jesus kam bei seinem ersten Kommen nicht als Herrscher, sondern als Diener. Wer sich nicht dienen l\u00e4sst, verweigert das rein werden, die Vergebung und das ewige Leben. Die &#8222;schw\u00e4bische Art &#8211; ich bezahl meine Sache, dann brauch ich nicht danke zu sagen, sitzt tief in unseren Herzen.<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nDer Text aus Johannes 13,1-17 ist uns f\u00fcr den 4. Sonntag im Monat gegeben und steht somit unter dem Aspekt der Seelsorge. Jesus will zurechtbringen, korrigieren und einladen zu einem Leben mit ihm. Voraussetzungen daf\u00fcr hat er geschaffen. Er sehnt sich zutiefst nach seinen Gesch\u00f6pfen und trauert um jeden, der seine eigenen Wege geht.<br \/>\nDer Mensch ist eingeladen, seinen Stolz herzugeben; Seinen Irrglauben der Selbsterl\u00f6sung aufzugeben, um sich von Jesus waschen zu lassen.<br \/>\nEs passt zu unserer menschlichen Art, dass keiner der J\u00fcnger Sch\u00fcssel und Handtuch nahm um zu dienen. Es ist der Sohn Gottes, der sich nicht zu gut war, den Sklavendienst zu tun. Umso mehr wird deutlich, dass jeder den Dienst Jesu notwendig hat. R\u00f6mer 3,23 &#8222;Denn alle haben ges\u00fcndigt und ermangeln der Herrlichkeit Gottes.&#8220;<br \/>\nIn der Fu\u00dfwaschung entdecke ich drei Zeichenhandlungen:<\/p>\n<p><strong>a) sie ist ein Symbol f\u00fcr die Wiedergeburt.<\/strong><\/p>\n<p>Jesus sagt zu Petrus was ich tue verstehst du jetzt noch nicht, aber du wirst es sp\u00e4ter begreifen. Hinter der \u00e4u\u00dferen Reinigung steckt das Geheimnis des Kreuzes. Wenn ich dir nicht die F\u00fc\u00dfe wasche, hast du keine Gemeinschaft mit mir. Die Fu\u00dfwaschung ist Symbol f\u00fcr Reinigung, Umkehr und Wiedergeburt.<\/p>\n<p><strong>b) sie ist Symbol f\u00fcr t\u00e4gliche Vergebung.<\/strong><br \/>\nJesus lehnt den Wunsch nach Waschung des ganzen K\u00f6rpers ab. Wer ein Bad genommen hat ist ganz rein, wer Jesus sein Leben gegeben hat ist rein. Jetzt geht es &#8222;nur&#8220; noch um die Vergebung der Schuld im Leben des Nachfolgers, nicht mehr um das Grunds\u00e4tzliche. In Christus sind wir aus Gnade ganz rein gemacht. Unsere t\u00e4gliche Fu\u00dfwaschung ist noch notwendig, weil wir t\u00e4glich s\u00fcndigen, wir sind noch egoistisch, handeln lieblos usw.<br \/>\n<strong>c). sie ist ein Symbol f\u00fcr selbstlosen Dienst.<\/strong><br \/>\nJesus sagt: &#8222;Ihr nennt mich Meister und Herr, und ihr habt recht, ich bin es. Wenn nun ich der Meister und Herr euch die F\u00fc\u00dfe gewaschen habe, sollt auch ihr einander die F\u00fc\u00dfe waschen.&#8220; Vers 13<br \/>\nWieder liefert Jesus seinen J\u00fcngern ein Modell, ein Musterbeispiel wie sie sich im allt\u00e4glichen Christsein verhalten sollen.<br \/>\n<strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><br \/>\nZur Predigtvorbereitung kann die Bibelarbeit von Winrich Scheffbuch hilfreich sein, die sich bei Sermon Online findet (zu Johannes 13,1-17) (<a href=\"www.sermon-online.de\" target=\"_blank\">www.sermon-online.de<\/a>).<br \/>\n<strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><br \/>\nMit dem Beispiel der Fu\u00dfwaschung k\u00f6nnen wir ganz konkret die zentrale Botschaft der Stellvertretung Jesu predigen. 1. Joh. 1,7 das Blut Jesu macht uns rein von aller S\u00fcnde.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?J<\/strong><br \/>\n1. Jesus will Gemeinschaft mit mir.<br \/>\n2. Jesus hat mich v\u00f6llig rein gewaschen von Schuld und S\u00fcnde, ohne seinen Dienst am Kreuz f\u00fcr mich gibt es keine Vergebung, kein Leben und keine Herrlichkeit.<br \/>\n3. Jesu Verhalten ist Musterbeispiel f\u00fcr das Dienen und Handeln in der Gemeinde Jesu und f\u00fcr mein Verhalten in der Nachfolge.<\/p>\n<p>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<br \/>\n1. Jesu Liebe zu den Seinen, Verse 1-5<br \/>\n2. Jesu Dienst f\u00fcr die Menschen, Verse 6-11<br \/>\n3. Jesu Beispiel f\u00fcr die Nachfolger, Vers 12-17<\/p>\n<p><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><br \/>\nWilhelm Busch erz\u00e4hlt in seinem Buch &#8222;Lass dein Heil uns schauen&#8220; auf Seite 89 folgende Geschichte: Ein kleines M\u00e4dchen musste jeden Abend ihre Schuhe putzen, ein l\u00e4stiges Gesch\u00e4ft. Dem M\u00e4dchen gingen manche Gedanken durch den Kopf. Pl\u00f6tzlich fragt sie ihren Vater: &#8222;Papa, wer putzt eigentlich Gott die Schuhe?&#8220;<br \/>\nZuerst ist der Vater verdutzt und hat nicht gleich die richtige Antwort. &#8222;Vielleicht sind es die vielen Engel, die Gott gerne die Schuhe putzen&#8220;.<br \/>\nDoch dann f\u00e4llt ihm die Fu\u00dfwaschung und die richtige Antwort ein: Gott putzt uns die Schuhe, Gott dient uns.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hans Pfau<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Ganzes Christsein In der Seelsorge Jesu: Jesus w\u00e4scht den J\u00fcngern die F\u00fc\u00dfe Predigttext: Johannes 13,1-17 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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