{"id":2581,"date":"2015-03-05T19:49:10","date_gmt":"2015-03-05T17:49:10","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=2581"},"modified":"2015-03-05T19:49:10","modified_gmt":"2015-03-05T17:49:10","slug":"predigthilfe-vom-5-april-2015-jesaja-53-10-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-5-april-2015-jesaja-53-10-12\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 5. April 2015 &#8211; Jesaja 53, 10-12"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Ganzes Christsein<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigttext: Jes 53,10-12<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<p><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"www.bibelserver.com\" target=\"_blank\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><br \/>\nHilfen zur Auslegung finden sich im Kommentar von Dieter Schneider (Wuppertaler Studienbibel). Weitere Informationen auch Hinweise zu den einzelnen Versen bieten die Predigthilfen von Eckhard L\u00f6ffler vom 23.12.2007 unter <a title=\"Predigthilfe vom 23.12.2007 \u2013 Jesaja 52,13- 53,12\" href=\"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/1577\/predigthilfe-vom-23-12-2007-jesaja-5213-5312\/\" target=\"_blank\">www.studienbibel.de<\/a> und von Heiko Krimmer vom 25.03.2005 unter <a title=\"Predigthilfe vom 25.3.2005 \u2013 Jesaja 52,13-53,12\" href=\"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/1430\/predigthilfe-vom-25-3-2005-jesaja-5213-5312\/\" target=\"_blank\">www.studienbibel.de<\/a> und vom 17.12.2000 unter <a title=\"Predigthilfe vom 17.12.2000 \u2013 Jesaja 53,1-12\" href=\"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/1239\/predigthilfe-vom-17-12-2000-jesaja-531-12\/\" target=\"_blank\">www.studienbibel.de<\/a>.<\/p>\n<p><strong>1.2. Wichtige Gedanken in unserem Abschnitt<\/strong><br \/>\nDer heutige Abschnitt ist recht kurz doch finden wir viele wichtige geistliche Wahrheiten in den Versen.<br \/>\nJesaja unterstreicht, dass das Leiden des Gottesknechtes kein b\u00f6ser Zufall ist, sondern im Willen Gottes steht. Das Leiden und Sterben Jesu ist der souver\u00e4ne Plan Gottes. Das Gebet, das Jesus im Garten Gethsemane spricht, unterstreicht diese Wahrheit. Jesus geht den Weg ins Sterben und erf\u00fcllt damit den Willen des Vaters. Wir m\u00fcssen wahrnehmen, wie ersch\u00fctternd dieser Gedanke ist, dass der Vater Gefallen an der Zerschlagung des Sohnes findet. Wie gro\u00df muss der Gewinn sein, der sich aus diesem Opfer ergibt, dass der Vater so handeln kann.<br \/>\nIm zweiten Teil von Vers 10 wird dieser Gewinn beschrieben. Der Gottesknecht gibt sich als Schuldopfer stellvertretend und durch diese Tat wird er Nachkommen sehen. Das Leiden und Sterben des Gottesknechtes bewirkt Frucht (Vers 11). Diese Frucht f\u00fcr die Vielen ist nur durch Stellvertretung m\u00f6glich. Wo der Gedanke der Stellvertretung, des S\u00fchneopfers Jesu aus der christlichen Botschaft genommen wird, h\u00f6rt sie auf christliche Botschaft zu sein.<br \/>\nIn Vers 12 wird die wunderbare Osterbotschaft unterstrichen. Gott nimmt das Opfer seines Knechtes an und er erh\u00f6ht ihn. Er l\u00e4sst ihn nicht im Leiden und im Tod, sondern gibt ihm den Namen, der \u00fcber alle Namen ist und auch die Starken m\u00fcssen die Knie vor diesem gewaltigen und doch so dem\u00fctigen Herrn beugen, der alle Macht im Himmel und auf der Erde hat.<br \/>\n<strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nAm Ostersonntag haben wir auf ganz besondere Weise das Vorrecht, den Sieg Jesu \u00fcber den Tod zu verk\u00fcnden. Wir feiern die Auferstehung unseres Herrn und so sollte unsere Botschaft staunende Freudenbotschaft sein. Gott hat seinen Plan in Jesus Christus zu Vollendung gebracht und ihn auferweckt.<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nDie Verse laden uns ein, die entscheidenden Punkte von Gottes Rettungsplan deutlich zu markieren. Jesus Leiden und Sterben war der Wille des Vaters und der Vater hatte damit ein gewaltiges Ziel, n\u00e4mlich unsere Rettung, die ausschlie\u00dflich auf diesem Wege m\u00f6glich ist. Die Auferstehung Jesu offenbart, dass dieser Plan Gottes sein Ziel erreicht hat. Wir warten heute noch auf das v\u00f6llige Sichtbarwerden des Sieges Jesu, aber der Sieg ist bereits errungen.<br \/>\nWir haben den Auftraf unserer H\u00f6rer zu ermutigen, sich wirklich an diesem Sieg zu freuen und in diesem Sieg zu bergen, wenn sie bereits zu Jesus geh\u00f6ren. Auf der anderen Seite d\u00fcrfen wir die Einladung aussprechen, dass es m\u00f6glich ist, an diesem Sieg Jesu Anteil zu bekommen, wenn wir unsere Schuld zu ihm bringen und ihm die Herrschaft \u00fcber unser Leben geben.<\/p>\n<p><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n<p>Hilfreich zur Predigtvorbereitung k\u00f6nnen die Predigten von Winrich Scheffbuch (12.&amp;17.04.1992) und Wilhelm Busch (1961) sein, die sich bei Sermon online finden. Unter <a href=\"www.er-lebt.de\" target=\"_blank\">www.er-lebt.de<\/a> findet sich eine Predigt zu unserem Abschnitt von Dr. Walter Hilbrands (einfach den Namen im Suchfeld auf der Seite eingeben). (Alle diese Predigten behandeln das ganze Gottesknechtslied von Jes 52,13-53,12.)<\/p>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><br \/>\nDer Sieg Jesu, den er durch sein Leiden und Sterben errungen hat und der in der Auferstehung best\u00e4tigt ist, soll den H\u00f6rern neu gro\u00df gemacht werden.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><br \/>\nJesus Christus ist der Sieger<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><br \/>\n1. Der Wille des Vaters<br \/>\n2. Die Stellvertretung<br \/>\n3. Der Sieger<br \/>\n<strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Ein gut gekleideter Herr stand vor dem Schaufenster einer Kunsthandlung und betrachtete ein Kreuzigungsgem\u00e4lde. Da kam ein kleiner Junge mit beschmutzten Blue Jeans und einem zerrissenen Hemd dazu und stellte sich neben ihn. Der Mann zeigte auf das Bild und fragte den Burschen: &#8222;Wei\u00dft du, wer das ist, der da am Kreuz h\u00e4ngt?&#8220; &#8211; &#8222;O ja&#8220;, kam die schnelle Antwort, &#8222;das ist der Heiland.&#8220;<br \/>\nW\u00e4hrend er sprach, lie\u00dfen die Augen des Jungen seine \u00dcberraschung und sein Bedauern \u00fcber die Unwissenheit des feinen Herrn erkennen. Dann &#8211; nach einer Pause &#8211; f\u00fcgte er mit offensichtlichem Verlangen, den Fremden aufzukl\u00e4ren, hinzu: &#8222;Das daneben sind die r\u00f6mischen Soldaten.&#8220; Mit einem schweren Seufzer erkl\u00e4rte er: &#8222;Die Frau, die da weint, ist seine Mutter.&#8220; Nach einem weiteren Schweigen f\u00fcgte er hinzu: &#8222;Sie haben ihn get\u00f6tet.&#8220;<br \/>\nGemeinsam standen die zwei schweigend vor dem Gem\u00e4lde, bis endlich der Herr davonging. Als er schon einen halben H\u00e4userblock weiter war, vernahm er hinter sich die schrille Stimme des kleinen Burschen, der sich einen Weg durch die Menge bahnte: &#8222;Hallo, Herr! Hallo!&#8220; Der Mann wandte sich um und wartete auf den Jungen. Ganz au\u00dfer Atem keuchte der Junge, als er herangekommen war, seine wichtige Nachricht hinaus: &#8222;Ich wollte Ihnen noch sagen, er ist wieder auferstanden!&#8220;<br \/>\nIch wei\u00df, dass mein Erl\u00f6ser lebt<br \/>\nEs war im Jahre 1741, als eines Nachts ein gebeugter Mann in sich versunken durch die dunklen Stra\u00dfen Londons schlurfte. Der Mann war Georg Friedrich H\u00e4ndel, der gro\u00dfe Musiker. In seinem Gem\u00fct stritten Hoffnung und Verzweiflung. Die Gunst der vornehmen englischen Welt hatte sich von ihm abgewandt. Bittere Not kam \u00fcber ihn. Der sch\u00f6pferische Funke erlosch, und mit noch nicht 60 Jahren f\u00fchlte sich H\u00e4ndel alt und lebensm\u00fcde. Ohne Hoffnung kehrte er in seine armselige Wohnung zur\u00fcck. Da fiel sein Blick auf ein dickes Paket. Er \u00f6ffnete es. \u201eEin geistliches Oratorium\u201d hie\u00df die \u00dcberschrift. H\u00e4ndel \u00e4rgerte sich \u00fcber den zweitrangigen Dichter und besonders \u00fcber dessen Bemerkung: \u201eDer Herr gab mir den Auftrag!\u201d Gleichg\u00fcltig bl\u00e4tterte H\u00e4ndel im Text. Da sprang ihm eine Zeile in die Augen: \u201eEr war verachtet und verschm\u00e4ht von den Menschen &#8230; da war nicht einer, der Mitleid mit ihm hatte &#8230;\u201d H\u00e4ndel las weiter: \u201eEr vertraute Gott &#8230; Gott lie\u00df seine Seele nicht &#8230; Er wird dir Ruhe geben &#8230;\u201d Diese Worte f\u00fcllten sich f\u00fcr H\u00e4ndel mit Leben und Erleben. Und als er noch weiterlas: \u201eIch wei\u00df, dass mein Erl\u00f6ser lebt &#8230; Frohlocke &#8230; Halleluja!\u201d, da wurde es in H\u00e4ndel lebendig. Wunderbare Kl\u00e4nge \u00fcberst\u00fcrzten sich in seinem Innern. Der Funke von oben hatte ihn in Brand gesteckt. H\u00e4ndel griff nach der Feder und begann zu schreiben. Mit unglaublicher Schnelligkeit f\u00fcllte sich Seite um Seite mit Noten.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Morgen fand ihn sein Diener \u00fcber den Schreibtisch gebeugt. Er stellte das Tablett in Reichweite und ging hinaus. Am Mittag stand es noch unber\u00fchrt da. H\u00e4ndel schrieb und schrieb. Zwischendurch sprang er auf und st\u00fcrzte ans Cembalo, lief auf und ab, fuchtelte mit den Armen in der Luft und sang aus voller Kehle: \u201eHalleluja, Halleluja!\u201d Der Diener f\u00fcrchtete, H\u00e4ndel w\u00fcrde wahnsinnig, als ihm sein Herr sagte, die Tore des Himmels h\u00e4tten sich vor ihm aufgetan und Gott selber sei \u00fcber ihm. Vierundzwanzig Tage arbeitete H\u00e4ndel wie ein Besessener, fast ohne Ruhe und Nahrung. Dann fiel er ersch\u00f6pft auf das Bett. Vor ihm lag die fertige Partitur des \u201eMessias\u201d.<br \/>\nUnter H\u00e4ndels pers\u00f6nlicher Leitung wurde der Messias 34mal aufgef\u00fchrt. Am 6.4.1759 erlebte er zum letzten Mal sein eigenes Werk. H\u00e4ndel erlitt einen Schw\u00e4cheanfall und w\u00fcnschte sich, am Karfreitag zu sterben. Gott gew\u00e4hrte ihm diese Bitte und rief den gro\u00dfen Meister am Karfreitag, den 14.4.1759, zu sich. H\u00e4ndel durfte zu dem gehen, den er so ergreifend besungen und der ihm sein Herz ab gewonnen hatte, so dass H\u00e4ndel jubeln konnte: \u201eIch wei\u00df, dass mein Erl\u00f6ser lebt!\u201d<\/p>\n<p>(Tobias Schurr)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Ganzes Christsein Predigttext: Jes 53,10-12 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. 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