{"id":2566,"date":"2015-02-05T12:53:13","date_gmt":"2015-02-05T10:53:13","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=2566"},"modified":"2015-02-05T12:53:13","modified_gmt":"2015-02-05T10:53:13","slug":"predigthilfe-vom-1-maerz-2015-1-johannes-1-1-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-1-maerz-2015-1-johannes-1-1-4\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 1. M\u00e4rz 2015 &#8211; 1. Johannes 1, 1-4"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Ganzes Christsein<\/strong><br \/>\n<strong>Predigttext: 1.Johannes 1,1-4<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<p><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"www.bibelserver.com\" target=\"_blank\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><br \/>\nHilfen zur Auslegung finden sich in den Kommentaren von Heiko Krimmer (Edition C Bd. 21) und von Werner de Boor (Wuppertaler Studienbibel).<\/p>\n<p><strong>1.2. Wichtige Themen in unserem Abschnitt<\/strong><\/p>\n<p>Johannes, der Augenzeuge:<br \/>\nJohannes stellt sich ganz betont als Augenzeuge (oder Ohrenzeuge, oder Handzeuge,\u2026) vor. Er benutzt eine ganze Reihe von sinnlichen Wahrnehmungen um zu beschreiben, wie er Jesus Christus begegnet ist. Dabei betont er, dass nicht nur er sondern auch andere Jesus Christus so begegnet sind. Johannes scheint es wichtig zu sein, der j\u00fcngeren Generation der Christen noch einmal zu verdeutlichen, dass es sich bei der Botschaft des Evangeliums um eine historische Botschaft handelt. Wer diese Botschaft aus ihrer historischen Verankerung l\u00f6st und vergeistigt, ist ein Feind des Evangeliums (vgl. 1.Joh 4,2f).<\/p>\n<p>Das Grundlage des Briefes: Die Botschaft von Jesus Christus, dem ewigen Leben<br \/>\nDie ersten Verse des 1.Johannesbriefes erinnern stark an die Einleitung des Johannesevangeliums und doch sind unterschiedliche Schwerpunkte zu erkennen. Dennoch wird in beiden B\u00fcchern des Johannes deutlich, dass Jesus Christus das Zentrum ist. Von diesem Zentrum her denkt und argumentiert Johannes in seinem Brief. In den ersten Versen zeigt uns Johannes vier Dinge, die Jesus Christus so einzigartig machen: 1. Jesus ist von Anfang an da; 2. Jesus ist das Zentrum des Evangeliums, von ihm handelt das Wort Gottes; 3. Jesus wurde Mensch (das Leben ist offenbart worden) und 4. Jesus Christus erm\u00f6glicht die Gemeinschaft mit Gott.<\/p>\n<p>Das Ziel des Briefes &#8211; wahre ewige Gemeinschaft und tiefe Freude<br \/>\nJohannes schreibt seinen Brief, weil er sich von Herzen nach der Gemeinschaft mit seinen geistlichen Kindern sehnt. Wir sehen hier und im ganzen Brief, wie der alte Apostel voller Leidenschaft um die Gemeinde ringt, und wir sehen wie Johannes genau wei\u00df, dass diese tiefe geistliche Gemeinschaft zwischen den Geschwistern nur dann m\u00f6glich ist, wenn die Nachfolger Jesus sich mit allen Konsequenzen auf ihren Herrn ausrichten.<br \/>\nJohannes ist zutiefst \u00fcberzeugt, dass das Evangelium wirklich Freudenbotschaft ist und er rechnet damit, dass sein Brief, auch wenn er sehr ernst Passagen enth\u00e4lt zur Freude der Geschwister beitr\u00e4gt.<br \/>\n<strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><br \/>\n<strong>2.1 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nUnser Predigttext ist die Einleitung des 1.Johannesbriefes. Johannes liefert uns in diesem kurzen Abschnitt zentrale Begr\u00fcndungen, warum er diesen Brief geschrieben hat (Gemeinschaft; Freude) und erkl\u00e4rt uns auch die Basis, von die Argumentation in seinem Brief ausgeht. Jesus Christus (das wahre Leben) ist offenbar geworden und Johannes und die anderen J\u00fcnger haben dieses Leben kennengelernt und verk\u00fcndigen jetzt die Botschaft von Jesus. Um zu verstehen, warum f\u00fcr den Brief diese Grundlage so wichtig ist, sollte in der Vorbereitung auf jeden Fall der ganze Brief gelesen werden.<br \/>\n<strong>2.2 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nWir beginnen mit unserem Abschnitt eine Reihe \u00fcber die ersten 3 Kapitel des 1.Johannesbriefes. Da wir neu in diesen Brief einsteigen, ist es wichtig, einige Punkte \u00fcber den Brief im Allgemeinen aufzugreifen. Geschrieben wurde der Brief vom J\u00fcnger Johannes, der ja eine ganz besondere Beziehung zu Jesus seinem Herrn hatte. Johannes hat diesen Brief wohl in den 90er Jahren des ersten Jahrhunderts geschrieben. Das bedeutet, dass Johannes diesen Brief als alter Mann geschrieben hat, der der jungen Generation wichtige Hinweise zum Leben in der Nachfolge Jesu geben will. Dies sehen wir auch daran, dass Johannes seine Leser immer wieder als Kinder anredet. Johannes schreibt diesen Brief als alter Mann, der wei\u00df, dass er einer der letzten der ersten Generation ist. Er ist wohl der letzte der Apostel und so ist es ihm wichtig, der j\u00fcngeren Gemeinde noch einmal ganz klar die Grundlinien des christlichen Glaubens mit auf den Weg zu geben. Johannes wei\u00df, dass die Gemeinde durch falsche Lehren immer wieder gef\u00e4hrdet ist, und so ist seine Botschaft ein dringender Appell, den Kern des christlichen Glaubens festzuhalten und so eben ganz Christ zu sein.<\/p>\n<p>Im Blick auf die Herausforderungen, den Kern der christlichen Botschaft festzuhalten, unterscheidet sich unsere heute Situation nicht grunds\u00e4tzlich von der der Christen am Ende des 1.Jahrhunderts. Auch in unserer Zeit wird vieles unternommen um die Botschaft von Jesus Christus zu relativieren, um sie mit anderen Botschaften zu harmonisieren oder um sie als blo\u00dfe Legende abzulehnen. Und auch heute steht und f\u00e4llt unsere Botschaft mit der historischen Basis. Wenn Jesus Christus nicht auferstanden ist, sind wir die \u00e4rmsten Menschen (1.Kor 15,17-19).<\/p>\n<p>Weiter zeigt uns Johannes, dass Gott die Botschaft des Evangeliums so angelegt hat, dass sie in Treue von Generation zu Generation weitergegeben werden soll. Auch unser Predigen muss sich daran messen lassen, ob wir die Botschaft, die unser Herr uns anvertraut hat, treu weitergeben, um unsere Geschwister im Glauben zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n<p>Zur Predigtvorbereitung k\u00f6nnen die Predigten bzw. Bibelarbeiten von Winrich Scheffbuch und Heiko Krimmer hilfreich sein, die sich bei Sermon Online finden (<a href=\"www.sermon-online.de\" target=\"_blank\">www.sermon-online.de<\/a>).<\/p>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><br \/>\nDie H\u00f6rer sollen ermutigt werden, ihr Vertrauen ganz auf Jesus Christus zu setzen, den Sohn Gottes, der wirklich Mensch wurde und uns durch seinen Tod am Kreuz Gemeinschaft mit Gott erm\u00f6glicht hat.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Das wahre Wort des Lebens<\/p>\n<p>oder (nach Heiko Krimmer) Das Leben ist erschienen<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>a) Johannes ist der Augenzeuge<br \/>\nb) Jesus Christus ist das Zentrum<br \/>\nc) Wahre Freude ist das Ziel<\/p>\n<p>oder nach Heiko Krimmer:<br \/>\na) Gott ist bei uns<br \/>\nb) Wir k\u00f6nnen ihn erleben<br \/>\nc) So haben wir das Leben<\/p>\n<p><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>\u2022 In idea 9\/2014 findet sich eine interessante Diskussion zwischen Helge Stadelmann und Wilhelm Gr\u00e4b, die deutlich macht, wie aktuell die historische Frage auch heute ist.<br \/>\n\u2022 Der herrliche Vorwurf<br \/>\nZwei M\u00e4nner standen am Stra\u00dfenrand, offenbar Bergleute, wie man an den blauen Narben in ihren Gesichtern sehen konnte. Als ich vorbeiging, gr\u00fc\u00dfte der eine: \u00bb\u2018n Tag, Herr Pastor!\u00ab Ich trat auf ihn zu: \u00bbKennen wir uns?\u00ab Er lachte: \u00bbNa klar! Habe Sie oft sprechen h\u00f6ren. \u00ab Und nun wandte er sich an den anderen: \u00bbDas ist also der Jugendpfarrer! Ein ganz ordentlicher Mann! Nur \u2013 er hat leider einen Vogel!\u00ab Ich denke, meine Leser kennen diesen Ausdruck. Die Engl\u00e4nder sagen \u00bbSpleen\u00ab; die Schwaben erkl\u00e4ren: \u00bbDer hat einen Sparren!\u00ab; die Berliner nennen\u2018s einen \u00bbTick\u00ab \u2013 und im Ruhrgebiet und in anderen Gegenden nennt man\u2018s einen \u00bbVogel\u00ab, wenn jemand an einer Stelle nicht ganz zurechnungsf\u00e4hig ist. Als der Mann das nun so gelassen erkl\u00e4rte, ging\u2019s mir doch gegen die Ehre, obwohl man als Pfarrer im Ruhrgebiet \u00bbhart im Nehmen\u00ab wird. Also fuhr ich emp\u00f6rt auf: \u00bbWas habe ich? Einen Vogel?\u00ab Aber der Bergmann beachtete meinen Einspruch gar nicht, sondern wiederholte ganz gem\u00e4chlich: \u00bbAlso \u2013 ein ordentlicher Mann \u2013 nur eben \u2013 er hat\u2018nen Vogel. Er spricht immer von Jesus.\u00ab \u00bbMann!\u00ab, rief ich erfreut. \u00bbWas Sie da sagen, das ist f\u00fcr mich, als wenn Sie mir einen Orden verliehen h\u00e4tten! Ja, den Ruhm m\u00f6chte ich haben: Er spricht immer von Jesus! Nur \u2013 leider \u2013habe ich diesen Orden gar nicht verdient. Wie oft habe ich dummes Zeug geschwatzt. Aber \u2013 wissen Sie! Jesus ist es tats\u00e4chlich wert, dass man immer von ihm spricht. Sagen Sie mir: Kennen Sie Jesus?\u00ab Da wandte sich der Bergmann lachend an den anderen: \u00bbSiehst du, nun f\u00e4ngt er schon wieder an!\u00ab \u2026 Wenn man von Jesus spricht, erlebt man allerlei. Und man trifft dann andere, die auch von Jesus sprechen und dabei ihre Geschichten erleben.<br \/>\nAus: Wilhelm Busch: Variationen \u00fcber ein Thema<br \/>\n(Tobias Schurr)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Ganzes Christsein Predigttext: 1.Johannes 1,1-4 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. 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