{"id":2544,"date":"2014-12-10T18:23:10","date_gmt":"2014-12-10T16:23:10","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=2544"},"modified":"2014-12-10T18:23:10","modified_gmt":"2014-12-10T16:23:10","slug":"predigthilfe-vom-18-januar-2015-roemer-15-1-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-18-januar-2015-roemer-15-1-7\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 18. Januar 2015 &#8211; R\u00f6mer 15, 1-7"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Annehmen, wie Christus uns angenommen hat<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigtthema: Annehmen, wie Christus uns angenommen hat<\/strong><br \/>\n<strong>Predigttext: R\u00f6m 15, 1-7<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<p><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"www.bibelserver.com\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<br \/>\n<strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><br \/>\nFinden wir z.B. in \u201eDas Neue Testament\u201c erkl\u00e4rt und ausgelegt von John Walvoord und Roy Zuck (H\u00e4nssler-Verlag)<br \/>\nUnd nat\u00fcrlich in diversen Studienbibeln, von denen man als Verk\u00fcndiger verschiedene haben sollte.<br \/>\n<strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><br \/>\nHilfen zur Auslegung bieten z.B.<br \/>\n* Wuppertaler Studienbibel<br \/>\n*Edition C<br \/>\nAnmerkungen:<\/p>\n<p>Der Zusammenhang ist der Umgang mit unterschiedlichen \u00dcberzeugungen: Es gibt die \u201eStarken\u201c, die alles essen, und die \u201eSchwachen\u201c, die nur Gem\u00fcse essen (R\u00f6m 14,2). Dabei macht Kapitel 14 deutlich, dass auf den Schwachen R\u00fccksicht genommen werden soll und dass das, was ich tue, den anderen erbauen soll und dem Frieden dient. (R\u00f6m 14,19) Es ist also nicht nur wichtig, ob etwas grunds\u00e4tzlich erlaubt oder verboten ist, sondern es ist mindestens genauso wichtig, ob das Ausleben des Erlaubten dann auch dem Frieden dient, bzw. erbaut.<br \/>\nDaran kn\u00fcpft dann unser Abschnitt an.<\/p>\n<p>V 1: \u201esind verpflichtet\u201c ist das gleiche Wort wie das \u201eSchulden\u201c z. B. in Mt. 18,28<br \/>\nDie Worte f\u00fcr \u201estark\u201c und \u201ekraftlos\u201c sind andere als \u201edie Schwachen\u201c in R\u00f6m 14,2. \u201estark\u201c und \u201eschwach\u201c ist in seiner Bedeutung schon sehr tendenzi\u00f6s, denn wer will schon gerne \u201eschwach\u201c sein und in der Regel sind \u201eSchwache\u201c in ihren \u00dcberzeugungen bei so Themen wie hier beim Fleisch ja auch sehr stark, zumindest treten sie so auf.<br \/>\nDas Wort das Paulus hier benutzt hei\u00dft zun\u00e4chst einmal nur, dass etwas m\u00f6glich ist: Den einen ist es m\u00f6glich zu essen, den anderen ist es nicht m\u00f6glich, das hat mit \u201estark\u201c oder \u201eschwach\u201c erst einmal nichts zu tun.<\/p>\n<p>V1-3: Das Wort \u201egefallen\u201c, dass hier in jedem Vers vorkommt, kann ein ganz normales, \u00e4u\u00dferliches sinnenhaftes \u201egefallen\u201c sein: Man erfreut sich einfach an etwas, was man z. B. sieht, so z. B. in Mt 14,6.<\/p>\n<p>V2: Ein ganz einfaches Prinzip gegen den Individualismus: Es ist nicht \u201emeine Sache\u201c, was ich tue, sondern mein Verhalten darf keinen Ansto\u00df erregen! Meine \u201echristliche Freiheit\u201c endet dort, wo ich anderen (in diesem Fall) Christen damit vor den Kopf sto\u00dfe!<\/p>\n<p>V3: Die Gefahr ist, dass man sich mit seinen \u201eFreiheiten\u201c allzu oft selber gef\u00e4llt, aber das soll nicht sein!<br \/>\nDas Ma\u00df des richtigen Verhaltens ist dabei wie so oft im Neuen Testament Christus!<br \/>\nDas Zitat aus Psalm 69,10 belegt, dass sich Christus nicht \u00fcber andere \u00fcberhebt, sondern dass er sich identifiziert!<\/p>\n<p>V4: Wir argumentieren dann schnell mit einer \u201eDiktatur der Schwachen\u201c dagegen, aber es gilt, die \u201eBelehrung der Schrift\u201c ernst zu nehmen!<br \/>\n\u201eAusharren\u201c hei\u00dft w\u00f6rtlich \u201edrunter bleiben (unter einer Last)\u201c \u2013 es gilt (schwierige Menschen) auszuhalten!<\/p>\n<p>V5: Der \u201eGott des Ausharrens und der Ermunterung\u201c \u2013 auch hier noch einmal Gott als Vorbild: Wie geht ER denn mit mir um, obwohl ich eigentlich immer wieder schwierig bin?<br \/>\n\u201eer gebe euch\u201c \u2013 letztlich muss nat\u00fcrlich Gott schenken, dass unsere Herzen ver\u00e4ndert werden, aber ringen wir auch im Gebet immer wieder darum?<br \/>\n\u201egleichgesinnt\u201c \u2013 kann bedeuten, dass wir in allem die gleiche Gesinnung haben, vom Zusammenhang w\u00e4re es aber auch m\u00f6glich und evtl. das bessere Verst\u00e4ndnis, dass wir uns alle wirklich gleich einstufen und als gleichwertig behandeln, denn so behandelt Gott uns auch (\u201eChristus Jesus gem\u00e4\u00df\u201c): So wie wir in den Augen Christi alle die gleiche gro\u00dfe Liebe und Wertsch\u00e4tzung bekommen, so sollen wir auch die Menschen gleich wertsch\u00e4tzen, gerade auch die \u201eSchwachen\u201c, die uns M\u00fche machen!<\/p>\n<p>V 6: Vielleicht sind wir in manchem nicht \u201eeinm\u00fctig\u201c (in der Meinung einig), wie eben z. B. damals in der Frage nach dem Fleischgenuss. Das wird wohl auch immer so sein, dass wir uns nicht in allen Fragen einig sind in der Gemeinde, aber in einem sollen wir uns einig sein und das scheint dann wiederum das Entscheidende: Den Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus verherrlichen.<br \/>\n\u201everherrlichen\u201c beinhaltet hier sehr stark des Aspekt, dass jemand etwas ganz Besonderes ist oder eine besondere Eigenschaft hat \u2013 wir sind nicht die Besonderen und brauchen uns auf unsere \u201eSt\u00e4rke\u201c in diesem Sinn auch nichts einzubilden, sondern Gott ist der Besondere, das muss vor allem deutlich werden!<br \/>\nUnd dann ist jedes einzelne Wort in diesem Vers genaueres Hinsehen wert:<br \/>\nGott \u2013 den es eben tats\u00e4chlich gibt \u2013 schau dir die Sch\u00f6pfung an \u2026<br \/>\nVater \u2013 wir sind als Wiedergeborene Kinder des Vaters<br \/>\nHerr (Jesus) \u2013 wir stehen unter ihm, h\u00f6ren wir? Wir geh\u00f6ren ihm, sind sicher \u2026<br \/>\nJesus \u2013 Gott rettet!<br \/>\nChristus \u2013 der (mein?) K\u00f6nig, Priester und Prophet<br \/>\n=&gt; alles das und die Verherrlichung Gottes ist viel wichtiger, als meine pers\u00f6nlichen Detailerkenntnisse in \u201eFleischfragen\u201c. In der Verherrlichung dieses Gottes finden Wiedergeborene bei aller unterschiedlicher Detailerkenntnis immer wieder zusammen!<\/p>\n<p>V7: Die Jahreslosung 2015 fast alles das auf den Punkt zusammen:<br \/>\n\u201eaufnehmen\u201c ist eine ganz enge Gemeinschaft und ein ganz enger Austausch (so auch in R\u00f6m 14, 1.3) Paulus benutzt hier ein spezielles Wort, das f\u00fcr eine besonders enge N\u00e4he steht.<br \/>\nUnd wie in 14,3 ist Christus das Ma\u00df des Aufnehmens!<br \/>\nWie nah hat Christus mich aufgenommen? (Wir in IHM und ER in uns \u2026)<br \/>\nUnd das ist dann das, was Christus verherrlicht. Nicht meine individuellen Erkenntnisse verherrlichen Gott, sondern die Tiefe unserer Gemeinschaft als Christen, gerade auch mit allen unterschiedlichen Meinungen, die verherrlicht Gott!<\/p>\n<p><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nWer regelm\u00e4\u00dfig im Christusbund im Gottesdienst ist, der hat in den letzten beiden Predigten geh\u00f6rt, wie Christus uns tats\u00e4chlich angenommen hat, wie er das Verlorene sucht, wie er das Joch mit und f\u00fcr uns tr\u00e4gt, wie er bereit ist, unsere Lasten zu tragen.<br \/>\nDamit steht das Vorbild im Raum, auf dass dann im heutigen Abschnitt, der eigentlichen Jahreslosung 2015 eingegangen wird!<\/p>\n<p>Liedvorschlag:<br \/>\n\u201eNehmt einander an\u201c (wenn das noch jemand kennt von Arno und Andreas: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SqHNlm3XjG8)\" target=\"_blank\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SqHNlm3XjG8)<\/a><br \/>\n\u201eDu sagst ja\u201c<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nEine Herausforderung wird sein, diesem Abschnitt nicht die Spitze zu nehmen, also wirklich die gegenseitige Erbauung \u00fcber die pers\u00f6nliche Erkenntnis zu stellen,<br \/>\naber trotzdem dann doch auch in einer biblischen Ausgewogenheit andere Facetten des Glaubens zu bringen: Menschen mit falschen Erkenntnissen zu korrigieren oder zu ermahnen (siehe z. B. Tit 2,15) bzw. an manchen Punkten auch \u201eSektierer\u201c der Gemeinde zu verweisen.<br \/>\nLetztlich gibt es keine einfache und schon gar keine Standardantwort auf die Frage, wie weit Toleranz und das Tragen der \u201eSchwachen\u201c gehen muss und wo man sich dann auch \u00fcber die Meinungen von Einzelnen Geschwister hinwegsetzen darf und muss.<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nDer Text d\u00fcrfte bei vielen grunds\u00e4tzlich bekannt sein, von daher muss man gut \u00fcberlegen, wie man die H\u00f6rer abholen und dann auch herausfordern kann, in der Liebe wirklich den Anderen h\u00f6her zu achten als sich selber und ihm seine individuellen Erkenntnisse unterzuordnen.<br \/>\n<strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n<p>Da es zum Zeitpunkt der Vorbereitung schon Anfang\/Mitte Dezember 2014 ist, habe ich nicht die Zeit, mir andere Predigten dazu anzuh\u00f6ren. Schaut also selber unter <a href=\"www.sermon-online.de\" target=\"_blank\">www.sermon-online.de<\/a>, ob ihr etwas hilfreiches findet. Wenn ihr unter \u201eerweiterte Suche\u201c die Felder \u201eBibelstelle\u201c und \u201eAutor\u201c ausf\u00fcllt, findet ihr evtl. was zu diesem Text.<\/p>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><br \/>\nIch halte die Predigt, damit aufgrund der Erkenntnis, wie Christus mich angenommen hat, ich dann auch bereit bin, mich den Anderen im Dienst der Erbauung unterzuordnen!<br \/>\n<strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><br \/>\n\u201eR\u00fccksicht!\u201c oder \u201eEs ist nicht nur deine Sache\u201c<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><br \/>\na) V 1-2 Baue auf!<br \/>\n&#8211; Gefalle nicht nur dir selber! Genie\u00dfe nicht nur deine \u201eFreiheit\u201c! Sei nicht stolz auf deine \u201eFreiheit\u201c und trage sie nicht zur Schau! Was ist \u00fcberhaupt wahre Freiheit? Nicht nur die Freiheit, es zu tun, sondern die Freiheit, es um des Anderen Willen zu lassen!<\/p>\n<p>b) V 3-5 Mach\u00b4s wie Christus<br \/>\n(3) Christus das Vorbild: Er identifiziert sich mit denen, die Nachteile haben.<br \/>\n(4-5) Christus hat \u201eausgeharrt und ermuntert\u201c wie kein Anderer, selbst seine Feinde! Oder auch seine J\u00fcnger, die immer wieder so entt\u00e4uschend waren. Dass soll unser Vorbild sein, wenn wir \u201eschwierige Geschwister\u201c aushalten m\u00fcssen<br \/>\n(5) \u201eMach\u00b4s wie\u201c \u2013 ist gar nicht so leicht \u201eder Gott \u2026 gebe\u201c zeigt: Wir m\u00fcssen im Gebet um diese Charakterver\u00e4nderung bzw. Geduld ringen!<\/p>\n<p>c) V 6 im Lob vereint<br \/>\nIn manchen Dingen unterscheiden wir uns und sind uns nicht einig, aber in diesem sind und sollen wir uns einig sein: Gott zu loben (vgl. auch Jakobus 3, 9-10)<br \/>\n(je nach Zeit kann man hier auf \u201edas g\u00f6ttliche Programm\u201c eingehen: Den VATER UNSERES HERR JESUS CHRISTUS LOBEN \u2013 \u00fcber jedes Wort k\u00f6nnte man eine einzelne Predigt halten. Das ist das, was uns vereint. Das, was uns dagegen trennt oder unterscheidet ist weit weniger wichtig als wir oft den Anschein erwecken!<\/p>\n<p>d) V 7 auf den Punkt gebracht!<br \/>\nWie hat Christus uns angenommen?<br \/>\nSo sollen wir es untereinander tun!<br \/>\nDas wird Gott verherrlichen und das ist das Wichtigste!<\/p>\n<p><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Veranschaulichung f\u00fcr das Annehmen ist tats\u00e4chlich, wie Christus die J\u00fcnger immer wieder annimmt, z. B. den Petrus nach seiner Verleugnung!<\/p>\n<p>1. Kor 8,13 ist eine Veranschaulichung wie Paulus da selber ganz praktisch mit umgehen w\u00fcrde!<br \/>\n(Mirko Lau \u2013 bei weiteren Fragen zu Text und Predigt stehe ich gerne zur Verf\u00fcgung: mlau@christusbund.de)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Annehmen, wie Christus uns angenommen hat Predigtthema: Annehmen, wie Christus uns angenommen hat Predigttext: R\u00f6m 15, 1-7 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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