{"id":2538,"date":"2014-12-04T15:11:09","date_gmt":"2014-12-04T13:11:09","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=2538"},"modified":"2014-12-04T15:11:09","modified_gmt":"2014-12-04T13:11:09","slug":"predigthilfe-vom-4-januar-2015-lukas-15-1-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-4-januar-2015-lukas-15-1-10\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 4. Januar 2015 &#8211; Lukas 15, 1-10"},"content":{"rendered":"<p><strong>Predigtthema: Jesus nimmt die S\u00fcnder an<\/strong><br \/>\n<strong>Predigttext: Lukas 15, 1-10<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<p><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"www.bibelserver.com\" target=\"_blank\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<br \/>\n<strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><br \/>\nFinden wir z.B. in \u201eDas Neue Testament\u201c erkl\u00e4rt und ausgelegt von John Walvoord und Roy Zuck (H\u00e4nssler-Verlag)<br \/>\nUnd nat\u00fcrlich in diversen Studienbibeln, von denen man als Verk\u00fcndiger verschiedene haben sollte.<br \/>\n<strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><br \/>\nHilfen zur Auslegung bieten z.B.<br \/>\n* Wuppertaler Studienbibel<br \/>\n*Edition C<\/p>\n<p>Bitte studiert auch den hilfreichen Predigttipp von Thomas Richter zum 09.10.2011 unter <a title=\"Predigthilfe vom 9. Oktober 2011 \u2013 Lukas 15, 1-10\" href=\"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/1853\/predigthilfe-vom-9-oktober-2011-lukas-15-1-10\/\" target=\"_blank\">www.studienbibel.de <\/a>zu Lukas 15, 1-10 oder von Matthias K\u00f6hler zum 30.03.2003 unter <a title=\"Predigthilfe vom 30.3.2003 \u2013 Lukas 15,1-10\" href=\"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/1371\/predigthilfe-vom-30-3-2003-lukas-151-10\/\" target=\"_blank\">www.studienbibel.de<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Anmerkungen:<\/strong><br \/>\nV 1: \u201eZ\u00f6llner\u201c und \u201eS\u00fcnder\u201c waren damals f\u00fcr viele Leute gleichbedeutend.<\/p>\n<p>V 3: Adressat sind ganz klar die Pharis\u00e4er und Schriftgelehrten, also \u201edie Frommen\u201c ihrer Zeiten. Die Gleichnisse sind also in ihrer Intention nicht \u201edirekt\u201c missionarisch oder seelsorgerlich: \u201eSchau, wie lieb Jesus dich, den S\u00fcnder, hat.\u201c<br \/>\nSondern sie sind eher indirekt missionarisch bzw. fodern zur aktiven Mission heraus: \u201eSchau, wie lieb Jesus den S\u00fcnder hat, und nun mache es ihm nach und suche auch das Verlorene\u201c.<\/p>\n<p>V 4: Jesus formuliert als Frage und es ist tats\u00e4chlich eine <strong>spannende<\/strong> Frage, wie viele Hirten oder in diesem Fall sogar Besitzer tats\u00e4chlich 99 Schafe in der W\u00fcste alleine lassen w\u00fcrden, um ein verlorenes Schaf zu suchen. Der betriebswirtschaftliche Schaden d\u00fcrfte am Ende weitaus gr\u00f6\u00dfer sein, wenn ein wildes Tier \u00fcber die 99 schutzlosen Schafe herf\u00e4llt, als wenn das eine Tier einfach abgeschrieben wird. Die Frage ist, ob dieser Hirte nicht tats\u00e4chlich irdisch betrachtet sogar \u201edumm\u201c ist, wenn er die 99 zur\u00fcck l\u00e4sst, es ist eine \u201eirrationale Liebe\u201c, die gerade in diesem ersten Gleichnis zum Ausdruck gebracht wird. Oder man k\u00f6nnte es auch anders sagen: Niemand wird verloren gegeben, egal was es kostet. Und wenn der gute Hirte sein eigenes Leben gibt, wie viel mehr darf er das Leben der \u00fcbrigen Schafe \u201eaufs Spiel setzen\u201c.<\/p>\n<p>V 7: Hier ist die eigentliche Pointe des Gleichnisses: Die Pharis\u00e4er meinen, dass sie die Bu\u00dfe gar nicht n\u00f6tig haben und damit bleiben sie letztlich \u201ein der W\u00fcste zur\u00fcck\u201c, was evtl. auch die Komponente des Gerichtes beinhaltet: Wer nicht erkennt, dass er selber der S\u00fcnder ist, der bleibt geistlich gesprochen in der W\u00fcste zur\u00fcck und das ist ein Ort des Todes.<\/p>\n<p>Insgesamt liefert dieses Gleichnis zwei Ansatzpunkte f\u00fcr den Frommen:<br \/>\n1. Erkennt er eigentlich, dass er selber auch S\u00fcnder ist?<br \/>\n2. Hat er den S\u00fcnder abgeschrieben und ist ihm seine eigene Gerechtigkeit genug oder geht er los und hilft anderen (Verlorenen), diese Gerechtigkeit auch noch zu finden, damit die Freude im Himmel umso gr\u00f6\u00dfer ist?<\/p>\n<p>V 8-9: Die Drachme ist im Wert dem Denar gleich. Der Denar ist nach Mt 20,2 ein guter Tageslohn f\u00fcr einen Erntehelfer. Nach einer Summe in der H\u00f6he eines Tageslohnes w\u00fcrden wir wahrscheinlich tats\u00e4chlich alle etwas intensiver suchen, wenn wir es verloren haben. Wie viel mehr in damaliger Zeit, als viel mehr Leute viel n\u00e4her am \u201eExistenzminimum\u201c gelebt haben als heute.<br \/>\nAuch hier geht es also um etwas, was dem Besitzer wirklich etwas bedeutet.<\/p>\n<p>Beide Gleichnisse benutzen das Bild des verlorenen eigenen Besitzes, damit w\u00fcrde zus\u00e4tzlich zum Ausdruck gebracht werden, dass Jesus die Verlorenen als etwas ansieht, was ihm wirklich geh\u00f6rt, bzw ganz fest zum ihm geh\u00f6rt. Er sucht nicht irgendetwas (z. B. eine bestimmte Blume, die ihm noch gar nicht geh\u00f6rt), sondern er sucht etwas was seinen ureigentlichen Platz bei IHM hat.<br \/>\n<strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nDas neue Jahr hat gerade begonnen, es ist der erste Sonntag im neuen Jahr.<br \/>\nDer Text liefert eine gute Grundlage, um uns die Basics des Glaubens f\u00fcr das kommende Jahr neu vor Augen zu f\u00fchren:<br \/>\n1. Die \u201ePerspektive des Verlorenen\u201c: Die Gute Nachricht, dass Jesus den S\u00fcnder liebt und sucht! Er sucht, was verloren ist!<br \/>\n2. Die \u201ePerspektive des Frommen\u201c einnehmen und sich neu bewusst machen, dass wir im Sinne des Missionsbefehles nun auch den S\u00fcnder suchen sollen und es nicht bei unserer eigenen Rettung bzw. Gerechtigkeit belassen sollen!<\/p>\n<p>Liedvorschlag \u201eJesus nimmt die S\u00fcnder an\u201c, Lieder zum Thema \u201eJesus, zu dir kann ich so kommen wie ich bin\u201c, \u201eIch darf ehrlich sein vor dir\u201c<br \/>\n<strong>2.2 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nDer Abschnitt ist ein Gleichnis. Bei Gleichnissen geht es in der Regel um einen Hauptpunkt, der deutlich werden soll. Auf diesen Hauptpunkt sollte sich dann der Verk\u00fcndiger konzentrieren. Einzelheiten des Gleichnissen d\u00fcrfen nicht \u201e\u00fcberinterpretiert\u201c werden, das m\u00fcndet h\u00e4ufig in einer willk\u00fcrlichen Deutung, die dann nicht mehr f\u00fcr jeden Nachvollziehbar ist. Allerdings scheint diese Gefahr bei diesem Abschnitt nicht unbedingt gegeben.<br \/>\n<strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nDer Text d\u00fcrfte bei den vielen H\u00f6rern sehr bekannt sein, von daher ist es eine gewisse Herausforderung, dar\u00fcber zu predigen: Man wird nur schwer etwas wirklich neues dazu sagen k\u00f6nnen. Aber letztlich liegt es ja nicht in unserer Kraft, sondern Jesus muss das Wunder bewirken, etwas evtl. altbekanntes ganz neu zum Klingen zu bringen.<br \/>\n<strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n<p>Da es zum Zeitpunkt der Vorbereitung schon Anfang Dezember 2014 ist, habe ich nicht die Zeit, mir andere Predigten dazu anzuh\u00f6ren. Schaut also selber unter <a href=\"www.sermon-online.de\" target=\"_blank\">www.sermon-online.de<\/a>, ob ihr etwas hilfreiches findet. Wenn ihr unter \u201eerweiterte Suche\u201c die Felder \u201eBibelstelle\u201c und \u201eAutor\u201c ausf\u00fcllt, findet ihr evtl. was zu diesem Text.<\/p>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><br \/>\nIch halte die Predigt, damit ein neues Bewusstsein daf\u00fcr entsteht, dass Christus die Verlorenen sucht. Das f\u00fchrt mir meinen eigenen Wert vor Augen, denn so hat er mich auch gesucht. Es f\u00fchrt mir den Wert der \u201eanderen S\u00fcnder\u201c vor Augen, denn sie sucht Christus sucht sie mit der gleichen Intensit\u00e4t!<br \/>\n<strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><br \/>\n\u201eVerlorene gesucht!\u201c oder \u201eJesus sucht Verlorene\u201c<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><br \/>\nZwei Punkte:<br \/>\na) Jesus sucht Verlorene \u2013 Jesus sucht dich!<br \/>\nZeitlich sollte dieser Punkt eher etwas k\u00fcrzer sein, weil er nicht der eigentliche Fokus des Textes ist. Aber nat\u00fcrlich ist der Punkt wichtig, denn zum Einen braucht auch der fromme H\u00f6rer den Zuspruch, dass Christus ihn sucht und erretten will. Und zum Anderen wird die Grundlage f\u00fcr den zweiten Punkt gelegt, dass Christus wirklich jeden, auch den \u201eschlimmsten S\u00fcnder\u201c sucht!<br \/>\nb) Jesus sucht Verlorene \u2013 suchst du mit?<br \/>\nAuf der Grundlage von Punkt a) darf dieser Punkt dann der etwas ausf\u00fchrlichere sein: Ist mir meine Gerechtigkeit und meine Rettung genug, ich bin froh, dass ich in den Himmel kommen und das wars, und wenn ich \u201eS\u00fcnder\u201c sehe, z. B. irgendwelche Obdachlosen, die schon morgens um 11.00 Uhr betrunken scheinen, denke ich dann \u201ewie kann man nur!\u201c?<br \/>\nOder ist mir bewusst, dass jeder noch so schlimme S\u00fcnder von Gott geliebt und gesucht wird? Gott will jeden Menschen finden und nun sind wir durch den Missionsbefehl beauftragt, f\u00fcr und mit Jesus zu suchen und das Verlorene zu finden und zu Jesus zu bringen. Beten wir immer wieder neu f\u00fcr ein Herz voll \u201egl\u00fchender Retterliebe\u201c<br \/>\n<strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Immer wieder ist z. B. in den Verkehrsnachrichten von \u201eGaffern\u201c die Rede, durch die z. B. Staus auf der Gegenfahrbahn entstehen oder Krankenwagen\/Feuerwehr nicht zum Einsatzort durchkommt. \u2013 Sind wir nur \u201efromme Gaffer\u201c, die die S\u00fcnde der Menschen sehen und dar\u00fcber diskutieren und dabei letztlich der eigentlichen Rettung im Wege stehen? Oder sind wir tats\u00e4chlich \u201eRettungskr\u00e4fte\u201c?<\/p>\n<p>Als Veranschaulichung sind auch Menschen geeignet, die tats\u00e4chlich \u201ealles\u201c aufgegeben haben, um Verlorene zu suchen und ihnen die Gute Nachricht zu sagen, Leute, die daf\u00fcr auch in Elendsvierteln oder Ghettos leben, wie z. B. Bill Wilson<\/p>\n<p>(Mirko Lau \u2013 bei weiteren Fragen zu Text und Predigt stehe ich gerne zur Verf\u00fcgung: mlau@christusbund.de)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigtthema: Jesus nimmt die S\u00fcnder an Predigttext: Lukas 15, 1-10 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. 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