{"id":2481,"date":"2014-09-01T11:48:28","date_gmt":"2014-09-01T09:48:28","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=2481"},"modified":"2014-09-01T11:48:28","modified_gmt":"2014-09-01T09:48:28","slug":"predigthilfe-vom-12-oktober-2014-titus-1-5-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-12-oktober-2014-titus-1-5-9\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 12. Oktober 2014 &#8211; Titus 1, 5-9"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jahresthema: In Gottes N\u00e4he leben<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigtthema: Geistlich leiten<\/strong><br \/>\n<strong>Predigttext: Titus 1,5-9<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise zur Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht ein eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<p><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext (Titus 1,5-9) vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\" target=\"_blank\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><br \/>\nHilfreiche einf\u00fchrende Anmerkungen zum Predigttext bietet die MacArthur Studienbibel (unter <a href=\"http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/09-Das_Erste_Buch_Samuels.pdf\" target=\"_blank\">http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/56-DerBrief des Apostels Paulus an Titus; S.1807-1808<\/a>)<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><br \/>\nHilfen zur Auslegung von Titus 1,5-9 bieten z.B.<br \/>\n* Fritz Gr\u00fcnzweig: 2. Timotheusbrief, Titusbrief, Philiemonbrief. Edition C Bibelkommentar NT Bd. 19. H\u00e4nssler (S. 176-198).<br \/>\n* Hans B\u00fcrki: Die Briefe des Paulus an Timotheus, an Titus und an Philemon. Wuppertaler Studienbibel NT. R. Brockhaus (S.148-154).<br \/>\n*William Mac Donald: Kommentar zum Neuen Testament: Der Titusbrief. CLV &#8211; Christliche Literatur-Verbreitung e.V. (S. 1162-1166).<br \/>\n* Walvoord \/ Zuck (Hg.): Das Neue Testament erkl\u00e4rt und ausgelegt. Bd. 5: 1Kor \u2013 Offb. H\u00e4nssler (S. 346-347).<\/p>\n<p><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nTitus befindet sich in einer schwierigen Lage.<br \/>\nDie Gemeinden auf Kreta werden angegriffen durch Irrlehren.<br \/>\n05.Oktober (Titus 1,1-4):<br \/>\nDeshalb legt der Apostel Paulus gleich zu Beginn des Briefes den Blick auf das, worauf es wirklich ankommt.<br \/>\nZum einen auf Jesus. Der uns durch den Glauben an ihn, das ewige Leben schenkt. Dieses Leben ist uns gewiss. Weil Gott selbst es versprochen hat (V.1-2).<br \/>\nAu\u00dferdem stellt Paulus Gottes Wort in den Mittelpunkt (V.3), an dem alles gepr\u00fcft werden muss. Gottes Wort ist f\u00e4hig alle falschen Lehren aufzudecken.<br \/>\nPaulus beabsichtigte, dass Titus ganz auf die zentralen Dinge des Glaubens fokussiert ist.<br \/>\nUnd sich durch nichts und niemanden davon abbringen l\u00e4sst.<br \/>\nAuch nicht, wenn er pers\u00f6nlich angegriffen wird.<br \/>\n12. Oktober (Titus 1,5-9):<br \/>\nPaulus macht Titus noch etwas anderes wichtig.<br \/>\nGemeinde braucht Leitung durch \u00c4lteste (siehe auch 1. Thessalonicher 5,12ff; 1. Timotheus 3,1-7). Wie viel mehr in einer Situation, in der falsche Lehre um sich greift.<br \/>\nDeshalb soll Titus dringend in allen Gemeinden der Insel \u00c4lteste einsetzen.<br \/>\nDiese sollen Jesus und Gottes Wort von Herzen lieb haben und einen untadeligen Ruf besitzen.<br \/>\nDas ist ein allgemein g\u00fcltiges Prinzip f\u00fcr die Gemeinde Jesu, war aber auch gerade auf Kreta von entscheidender Bedeutung (1,10-12).<br \/>\nUm dort Geh\u00f6r zu finden, war ein gutes Zeugnis nach Au\u00dfen und Innen unabdingbar (2, 2-14).<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\nDer Titusbrief geh\u00f6rt, wie die beiden Timotheusbriefe,<br \/>\nzu den sogenannten \u201ePastoralbriefen\u201c.<br \/>\nDiese Bezeichnung ist entstanden, da diese Schreiben wichtige Anleitungen und<br \/>\nErmahnungen zur Leitung der Gemeinde Jesu enthalten. Deshalb sind sie auch f\u00fcr unsere Gemeinden sehr bedeutungsvoll.<br \/>\nPaulus hat diesen Brief vermutlich zwischen den beiden Haftzeiten in Rom verfasst (ca. 62- 64 n.Christus).<br \/>\nEmpf\u00e4nger ist Titus. Ein geb\u00fcrtiger Grieche (Galater 2,3), der wohl w\u00e4hrend der ersten Missionsreise des Apostel Paulus zum lebendigen Glauben an Jesus Christus kam (Titus 1,4).<br \/>\nDieser junge Mann hatte eine gewisse Zeit mit Paulus auf Kreta gewirkt und blieb ohne den Apostel auf der Insel zur\u00fcck.<br \/>\nSein Auftrag bestand darin, den Glauben der jungen Gemeinden zu festigen.<br \/>\nDas war dringend notwendig, denn die Gemeinden wurden ersch\u00fcttert durch Irrlehre.<br \/>\nEine Gruppe von Judaisten bestand darauf, dass alle Christen (unabh\u00e4ngig ihrer Nationalit\u00e4t), nach wie vor an Teile des mosaischen Gesetzes gebunden sind.<br \/>\nTitus war vertraut mit dieser Irrlehre, da er Paulus und Barnabas zu dem Apostelkonzil nach Jerusalem begleitete (Apg 15; Galater 2,1-5).<br \/>\nDer junge Mitarbeiter war st\u00e4ndigen Angriffen ausgesetzt.<br \/>\nDeshalb wollte Paulus ihn durch diesen Brief ermutigen, in einem schwierigen Umfeld (Titus 1,10-12) weiterhin Vorbild zu sein.<br \/>\nDas Lehren und Leben von Gottes Wort (Durch Titus und weitere treue Mitarbeiter), sollte die in das Wanken geratenen zur\u00fcck auf den Weg Jesu f\u00fchren (Titus 1,13.14).<\/p>\n<p>Wir lernen aus dem Titusbrief, dass Jesus seine Gemeinde unter allen Umst\u00e4nden baut.<br \/>\nDas m\u00f6chte uns Ermutigung sein, wenn wir an die vielen Widerst\u00e4nde denken, die auch uns vor Ort begegnen.<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><br \/>\n\u201eGeistlich leiten\u201c.<br \/>\nEs geht um eine dienende Leiterschaft, nicht um \u00c4lteste die herrschen und beherrschen wollen.<br \/>\nDeshalb kann, u.a. nach Titus 1,5-9, nicht jeder \u201e\u00c4ltester\u201c werden.<br \/>\nJede Ortsgemeinde ist also herausgefordert, nicht nur irgendwelche \u201eL\u00fccken\u201c um jeden Preis zu f\u00fcllen.<br \/>\nDas kann unvorhersehbare Folgen nach sich ziehen.<br \/>\nAls Gemeinde gilt es deshalb, die Leute vor Augen zu haben, die Gott uns (unter Gebet) auf das Herz legt.<br \/>\nWichtigstes Kriterium:<br \/>\nEs geht um Personen, die sich immer wieder von Gott leiten lassen (Apg. 6,3) und sich ganz abh\u00e4ngig wissen von Jesus Christus (Johannes 15: Bild des Weinstocks).<\/p>\n<p>Geistliche Leitung zeigt sich darin, dass ich der Gemeinde &#8211; in Jesu Liebe- voran gehe<br \/>\n(Hirtendienst).<br \/>\nEs ist ein seelsorgerlicher Dienst, in dem ich andere, auch gerade in schwierigen Zeiten, ermutigen darf.<br \/>\nLeitungskreise sind aber auch heraus gefordert unbequeme Dinge anzusprechen,<br \/>\nzu ermahnen und zurechtzuweisen wo es notwendig ist (V.9).<br \/>\nDaran erkennen wir: Es ist nicht einfach, der Gemeinde als \u00c4ltester zu dienen.<br \/>\nUnd trotzdem ist es ein ganz gro\u00dfes Vorrecht.<br \/>\nDer erste Thessalonicherbrief (5,12) zeigt den unerm\u00fcdlichen Einsatz, in dem \u00c4lteste stehen.<br \/>\nDieser Dienst hat mit M\u00fche, Schwei\u00df, Entt\u00e4uschungen und Tr\u00e4nen zu tun.<\/p>\n<p>Deshalb braucht ein \u00c4ltestenkreis immer Unterst\u00fctzung der Gesamtgemeinde (1. Thessalonicher 5,13ff).<br \/>\n\uf02d Die Gemeinde soll die Leitung wertsch\u00e4tzen \/ liebhaben. Nicht um der Person, sondern um des Dienstes Willen (V.7: sind von Gott berufen als Verwalter).<br \/>\n\uf02d f\u00fcr ihre \u00c4ltesten und ihre Familien beten.<br \/>\n\uf02d Eine Gemeinde muss es lernen, eine offene Kommunikation zu f\u00fchren. Das bedeutet direkt nach zu fragen, wenn man etwas nicht versteht. Gerade das \u201eHintenherum\u201c ist es, was Gemeinden zerst\u00f6rt.<br \/>\nWo eine anhaltende Spannung zwischen Gemeinde und Gemeindeleitung herrscht, ist es der \u201eTod im Topf\u201c. Da ist Gemeinde nicht mehr gesund, nicht mehr anziehend.<br \/>\n<strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n<p>Zur Predigtvorbereitung hilft das Anh\u00f6ren (im Sinne von Apg 17,11b) der Predigten von Dr. Wolfgang Nestvogel mit den Titeln: \u201eEine Problemgemeinde soll gesund werden\u201c (Titus 1,1-5+10-16) und \u201eWodurch kann ich gesund werden im Glauben?\u201c<br \/>\n(Titus 1,4-6;2,1+11-13). Diese Botschaften findet ihr unter <a href=\"www.beg-hannover.de\/pages\/Predigten\/PredigtreiheTitus.htm\" target=\"_blank\">www.beg-hannover.de\/pages\/Predigten\/PredigtreiheTitus.htm<\/a><\/p>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><br \/>\nEine gesunde Gemeinde beginnt mit einer \u201eGeistlichen Leitung\u201c.<br \/>\nAber auch mit einer geistlichen Haltung der Gemeinde &#8211; der \u00c4ltestenschaft gegen\u00fcber.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><br \/>\nDer Apostel Paulus erkennt einen gro\u00dfen Mangel in den Gemeinden auf Kreta.<br \/>\nEs fehlt an Leitung, die der Gemeinde vorsteht (V.5).<br \/>\nGerade in den angefochtenen Gemeinden vor Ort (falsche Lehre griff um sich) war es wichtig, dass jemand einen klaren Kurs vorgab.<br \/>\nUnd dieser Kurs ist das festhalten an der gesunden Lehre.<br \/>\nEs handelt sich also um gottesf\u00fcrchtige Leiter, die eingesetzt werden sollten.<br \/>\nWir lesen hier von \u00c4ltesten (plural). Wenn die Bibel von Gemeindeleitung spricht, geht es immer um einen \u00c4ltestenkreis.<br \/>\n\u00c4lteste sollen sich untereinander immer wieder ermutigen, falls n\u00f6tig auch ermahnen und gegenseitig korrigieren.<br \/>\nSo ist einem Missbrauch ein entscheidender Riegel vorgeschoben.<br \/>\nGottes Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr einen \u00c4ltestendienst sind sehr hoch. Das zeigt unser Predigttext sehr deutlich.<br \/>\nWir wissen wie herausfordernd allein der Punkt ist, der eigenen Familie gut vorzustehen (V.6).<br \/>\nGottes Wort zeigt hier allen, die in der Verantwortung einer Gemeinde stehen:<br \/>\nWo eine Familie unter einer \u00dcberarbeitung des Ehemannes \/ Vaters leidet,<br \/>\nda ist eine Grenze \u00fcberschritten.<br \/>\nAuch was den Dienst in der Gemeindeleitung betrifft. So ist kein gesegneter Dienst m\u00f6glich (1. Timotheus 3,4.5).<\/p>\n<p>Ein \u00c4ltester muss \u201ezu Hause\u201c sein in Gottes Wort (Titus 2,7.15).<br \/>\nDas zeigt sich in einer doppelten Ausrichtung (V.9):<br \/>\n\uf02d Er soll die Gemeinde im Glauben st\u00e4rken (durch gesunde Lehre)<br \/>\n\uf02d und alle die sich der gesunden Lehre widersetzen zurechtweisen, damit diese auf den rechten Weg zur\u00fcckkehren und nicht noch andere mit runter ziehen.<\/p>\n<p>Denn nur aus einer gesunden Lehre, geht auch ein gesundes Leben hervor.<br \/>\nDieses Prinzip gilt f\u00fcr den Einzelnen, aber auch f\u00fcr die Gesamtgemeinde.<\/p>\n<p>Bei alldem gilt zu sagen:<br \/>\nEs ist ein Vorrecht Jesus zu dienen (in allen Aufgabenbereichen der Gemeinde), aber auch gerade als \u00c4ltester (1. Timotheus 3,1).<br \/>\nJesus will immer wieder Kraft und Weisheit schenken und ich darf mich ganz in ihm festmachen.<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Nach Fritz Gr\u00fcnzweig:<br \/>\na) Grundvoraussetzung f\u00fcr eine Berufung<br \/>\nb) Was eine Berufung ausschlie\u00dft &#8211; wie die zu Berufenden nicht sein d\u00fcrfen (V.7)<br \/>\nc) Was des weiteren die Voraussetzungen einer Berufung zum Gemeindeleiter sind<br \/>\n(V.6.8)<br \/>\nd) Ein Haupterfordernis einer Berufung zum Dienst ist der rechte Umgang mit dem Wort Gottes (V.9)<br \/>\nNach Hans B\u00fcrki:<br \/>\na) Jede Gemeinde braucht \u00c4lteste (V.5)<br \/>\nb) Das pers\u00f6nliche Leben der \u00c4ltesten und Vorsteher (V.6-8)<br \/>\nc) Ihr Dienst am Wort (V.9)<\/p>\n<p>(Andreas Gerlach)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema: In Gottes N\u00e4he leben Predigtthema: Geistlich leiten Predigttext: Titus 1,5-9 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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