{"id":2446,"date":"2014-07-08T15:26:11","date_gmt":"2014-07-08T13:26:11","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=2446"},"modified":"2014-07-08T15:26:11","modified_gmt":"2014-07-08T13:26:11","slug":"predigthilfe-vom-17-august-2014-1-samuel-8-1-22","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-17-august-2014-1-samuel-8-1-22\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 17. August 2014 &#8211; 1. Samuel 8, 1-22"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jahresthema: In Gottes N\u00e4he leben<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigtthema: Einwilligen!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigttext: 1. Sam 8,1-22<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<p><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n<p>Allgemeine Hinweise und einf\u00fchrende Anmerkungen bieten<\/p>\n<p>MacArthur, John: Studienbibel: http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/09-Das_Erste_Buch_Samuels.pdf<\/p>\n<p>Darby, John Nelson: Betrachtung \u00fcber das erste Buch Samuel, (unter http:\/\/www.bibelkommentare.de\/index.php?page=comment&amp;comment_id=182&amp;structure_id=313&amp;part_id=1210 )<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung von 1. Sam. 8,1-22 bieten z.B.<\/p>\n<p>Wiersbe, Warren W.: Sei erfolgreich. Studien des Alten Testaments. &#8211; Dillenburg : Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg.<\/p>\n<p>Gaebelein, Arno C.: Kommentar zum Alten Testament : Band 1: 1. Mose bis 2. Chronik. 1. Aufl. &#8211; Dillenburg : Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg<\/p>\n<p>MacDonald, William: Kommentar zum Alten Testament, 1. Aufl. &#8211; Bielefeld : CLV<\/p>\n<p>Holland, Martin: Das erste Buch Samuel. Maier, Gerhard [Hrsg.] 1. Aufl.. Wuppertaler Studienbibel, Reihe: Altes Testament. &#8211; Wuppertal : R. Brockhaus Verlag,<\/p>\n<p>Walvoord, John F. [Hrsg.] Das Alte Testament erkl\u00e4rt und ausgelegt: Band 1 (Erster Mose bis Zweiter Samuel). 1. Aufl.. Das Alte Testament erkl\u00e4rt und ausgelegt; H\u00e4nssler,<\/p>\n<p><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n<p>Wir sind mitten drin im 1.Samuelbuch. Die bisherigen Predigttexte haben gezeigt, wie Gott an menschlichen Tiefpunkten ankn\u00fcpft, um gn\u00e4dig neues Leben zu schenken.<\/p>\n<p>6.7. Es wurde gezeigt, wie Hanna nach langem Warten und Leiden an einem pers\u00f6nlichen Tiefpunkt ist und es wird deutlich, wie sie an diesem Punkt mit ihren unerf\u00fcllten W\u00fcnschen umgeht. Sie ist kinderlos aber nicht gottlos. Deshalb macht sie aus ihrer Not ein Gebet. Mit dem Gel\u00fcbde signalisiert sie: Ich gebe meine unerf\u00fcllten W\u00fcnsche in Gottes Hand. Gott h\u00f6rt ihr Gebet. (1.Sam.1,1-20)<\/p>\n<p>13.7 Hanna hat versprochen, ihr zuk\u00fcnftiges Kind Gott zur\u00fcckzugeben und h\u00e4lt dieses Versprechen ein. Sie l\u00e4sst den geschenkten Samuel wie versprochen wieder los: aus Gottes Hand \u2013 in Gottes Hand (1.Sam.1,21-28)<\/p>\n<p>20.7 Hannas Lobgesang zeigt ihre vertrauensvolle Herzenshaltung. Die Loslassende wei\u00df sich von Gott reich beschenkt und lobt und betet an (1.Sam.2,1-10).<\/p>\n<p>27.7 Der Platz, an den der junge Samuel gestellt ist, ist aufgrund der dort wirkenden Priesterschaft alles andere als vertrauenserweckend und menschlich gesehen \u00fcberhaupt nicht \u201ep\u00e4dagogisch wertvoll\u201c f\u00fcr einen jungen Menschen. Die Priesterschaft ist verkommen. (1.Sam.2,12-26).<\/p>\n<p>3.8. Auch an dem deutlich werdenden geistlichen Tiefpunkt f\u00e4ngt Gott mit Samuel neu an und macht damit gn\u00e4dig mit seinem Volk Israel weiter und schenkt neues geistliches Leben, obwohl das auch Gericht \u00fcber Elis Familie bedeutet. Samuel h\u00f6rt, gehorcht und w\u00e4chst darin, Werkzeug Gottes zu sein (1.Sam.3,1-21)<\/p>\n<p>10.8 Am Umgang mit der Bundeslade wird deutlich: Israel hat im Herzen Unglauben bzw. einen \u00e4hnlichen Aberglauben wie die Heiden. Samuel macht den Israeliten deutlich, wie echtes Vertrauen zu Gott aussieht und was eine Vertrauensbeziehung verhindert. Israel bekennt die beziehungszerst\u00f6rende S\u00fcnde und erlebt, wie Gott f\u00fcr sein Volk streitet und siegt. (1.Sam. 4-6 bzw. 1.Sam.7,2-17).<\/p>\n<p>Wir \u00fcberpr\u00fcfen: Welche Predigten wurden in der Gemeinde gehalten, welche nicht? Es ist Sommerzeit: Einige sind oder waren im Urlaub. Vermutlich k\u00f6nnen wir nicht voraussetzen, dass jeder alle Information \u00fcber Samuel mitbekommen hat.<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n<p>Unser Text steht im Zusammenhang mit der Entwicklung von Israel zur Monarchie. Er zeigt, wie Gott trotz allen fragw\u00fcrdigen Entwicklungen weiterhin alle F\u00e4den in der Hand hat.<\/p>\n<p>Es gab schon in der Zeit Moses und Josuas einen Ausblick auf einen kommenden K\u00f6nig in Israel. Dieser Ausblick war sicher bekannt, denn er steht im 5.Mose 17,14-20: \u201e14 Wenn du in das Land kommst, das dir der HERR, dein Gott, geben wird, und es einnimmst und darin wohnst und dann sagst: Ich will einen K\u00f6nig \u00fcber mich setzen, wie ihn alle V\u00f6lker um mich her haben, 15 so sollst du den zum K\u00f6nig \u00fcber dich setzen, den der HERR, dein Gott, erw\u00e4hlen wird. Du sollst aber einen aus deinen Br\u00fcdern zum K\u00f6nig \u00fcber dich setzen. Du darfst nicht irgendeinen Ausl\u00e4nder, der nicht dein Bruder ist, \u00fcber dich setzen. 16 Nur dass er nicht viele Rosse halte und f\u00fchre das Volk nicht wieder nach \u00c4gypten, um die Zahl seiner Rosse zu mehren, weil der HERR euch gesagt hat, dass ihr hinfort nicht wieder diesen Weg gehen sollt. 17 Er soll auch nicht viele Frauen nehmen, dass sein Herz nicht abgewandt werde, und soll auch nicht viel Silber und Gold sammeln. 18 Und wenn er nun sitzen wird auf dem Thron seines K\u00f6nigreichs, soll er eine Abschrift dieses Gesetzes, wie es den levitischen Priestern vorliegt, in ein Buch schreiben lassen. 19 Das soll bei ihm sein und er soll darin lesen sein Leben lang, damit er den HERRN, seinen Gott, f\u00fcrchten lernt, dass er halte alle Worte dieses Gesetzes und diese Rechte und danach tue. 20 Sein Herz soll sich nicht erheben \u00fcber seine Br\u00fcder und soll nicht weichen von dem Gebot weder zur Rechten noch zur Linken, auf dass er verl\u00e4ngere die Tage seiner Herrschaft, er und seine S\u00f6hne, in Israel.\u201c<\/p>\n<p>Merill (in Walvoord) schreibt dazu: \u201e\u2026Gott hatte einen solchen K\u00f6nig im Sinn, einen, der sich zu seiner eigenen guten Zeit erheben und zu erkennen geben w\u00fcrde (5.Mose 17,14-15), aber diese Zeit war noch nicht gekommen\u2026.\u201c (Walvoord\/Zuck S.550)<\/p>\n<p>\u201eDas Anliegen dieser B\u00fccher (1.Samuel und 2.Samuel) bestand darin, die Geschichte der Gr\u00fcndung der hebr\u00e4ischen Monarchie aufzuzeigen. Folglich umfassen sie (a) die Karriere Samuels, des K\u00f6nigmachers, (b) die Karriere Sauls, des untreuen K\u00f6nigs, der den Bund missachtete und so zum Tyrannen wurde, (c) die Karriere Davids, eines wahrhaftig theokratischen K\u00f6nigs, der die ewige und einzig legitime Dynastie gr\u00fcndete, aus der schlie\u00dflich der Messias hervorging. (G.L Archer. Einleitung ins Alte Testament. S.152)<\/p>\n<p>\u201eDer st\u00e4ndige Druck der Philister zwang Israel zu neuen \u00dcberlegungen. Weder der alternde Samuel noch seine unverantwortlich handelnden S\u00f6hne konnten dem Volk das geben, was zum \u00dcberleben erforderlich war. Die von den gut organisierten und eng verb\u00fcndeten philist\u00e4ischen St\u00e4dte ausgehende Bedrohung konnte nur widerstanden werden, wenn die israelitischen St\u00e4mme eine kr\u00e4ftige, alle St\u00e4mme umfassende F\u00fchrung \u2013 sprich einen K\u00f6nig \u2013 hatten.\u201c (Egelkraut S.276)<\/p>\n<p>\u201eSieht man, wie absolutistisch die Monarchien des Alten Orient waren, dann ist leicht zu verstehen, wie das in der Geschichte Israels angelegte pers\u00f6nliche Freiheitsbewusstsein, aber auch die \u00dcberzeugung, dass Jahwe allein Israels K\u00f6nig ist, in Gefahr standen.\u201c (Egelkraut S.277)<\/p>\n<p>\u201eIn 1.und 2.Samuel zeigt sich einerseits das Bewusstsein von der Notwendigkeit des K\u00f6nigtums, andererseits auch das Wissen von den damit verbundenen Gefahren.\u201c (Egelkraut S.277)<\/p>\n<p>\u201eDie Israel angemessene Regierungsform bewegt sich immer auf einem schmalen Grad: Weder unmittelbare Theokratie noch absolute Monarchie, sondern Theokratie durch die konstituierende Monarchie. Gott muss der Herrscher \u00fcber alles bleiben, wenn Israel Gottes Volk bleiben will. Dennoch konnte Gott seine Herrschaft durch einen irdischen K\u00f6nig aus\u00fcben. In dieser Spannung sollte Saul als erster K\u00f6nig den Thron besteigen.\u201c (Egelkraut S.278)<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n<p>Auch heute fragen Menschen nach F\u00fchrung und Leitung. Sie suchen diese Leitung bei Menschen. Oft sind die Erwartungen an menschliche Leiter zu hoch. Man verlangt Dinge von ihnen, die nur Gott erf\u00fcllen kann.<\/p>\n<p>Auch heute erleben Menschen, wie Gott Leiter einsetzt, die sein Volk leiten. Ohne Leitung wird ein Volk wild. Deshalb kennt auch das Neue Testament Leiter der Gemeinden und beschreibt ihre Aufgaben (1.Tim. 3,1-13; 1.Petr.5,1-9) Auch die Aufgaben und Verpflichtungen der \u201eGeleiteten\u201c werden beschrieben (z.B. 1.Tim.5,17ff; vgl. auch das Prinzip der Wechselwirkung von Hebr.13,17)<\/p>\n<p><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n<p>Zur Predigtvorbereitung hilft das Anh\u00f6ren (im Sinne von Apg 17,11b) der Predigt von Winrich Scheffbuch: Eine Reise mit \u00dcberraschungen; Hartmut Schmid, Konrad Eissler und David Jaffin. Diese Botschaft findet ihr unter www.sermon-online.de, wenn ihr unter \u201eerweiterte Suche\u201c die Felder \u201eBibelstelle\u201c [z.B. 1.Samuel 9] ausf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Die Predigt vom 7.11.2010 Markus W\u00e4sch: Es lebe der K\u00f6nig. Diese Predigt findet ihr unter http:\/\/www.sonntagabendtreff.de\/themen. Die Predigt zeigt im Zusammenhang der Kap.7-10, wie Saul zum K\u00f6nig wurde.<\/p>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Gott ist K\u00f6nig, der auch in unserem Leben herrschen will. Lasse ich ihn regieren? Erkenne ich Jesus als K\u00f6nig aller K\u00f6nige an? Wie stehe ich zu seinen (Gemeinde-) Ordnungen?<br \/>\n<strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Menschen wollen geleitet werden. Samuel wei\u00df um die Gefahren eines menschlichen K\u00f6nigs und zeigt, welchen Preis es kostet, einen K\u00f6nig zu haben und worauf es bei aller menschlichen Leitung letztlich ankommt.<\/p>\n<p>Gott will damals wie heute sein Volk durch geistgeleitete Leiter leiten. Wie sieht Leitung in der Gemeinde aus? Welche Rollen spielen \u00c4lteste und Diakone? Auf was kommt es dabei an? Welchen Preis kostet das auch heute?<br \/>\nJesus ist der K\u00f6nig aller K\u00f6nige. Regiert er uns? Was bedeutet das?<\/p>\n<p>Das Problem war nicht die Monarchie an sich, sondern dass Israel Gott im Herzen verworfen hat. Regierungsformen k\u00f6nnen wechseln. Es kommt auf das Herz der Menschen an, ob sie Gott gehorchen wollen.<\/p>\n<p>\u201eNicht Israels Ruf nach einem K\u00f6nig, war ihre gr\u00f6\u00dfte S\u00fcnde, sondern ihr Beharren darauf, dass Gott ihnen sofort einen K\u00f6nig gab. Der Herr hatte einen K\u00f6nig f\u00fcr sie im Sinn, David, den Sohn Isais, aber die Zeit war noch nicht reif f\u00fcr ihn. So erf\u00fcllte der Herr ihre Forderung, indem er Saul zum K\u00f6nig berief, und er gebrauchte Saul, um das Volk zu z\u00fcchtigen und auf David vorzubereiten, den Mann seiner Wahl.\u201c (Wiersbe S.53-54)<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Warren W. Wiersbe: Den Herrn zur\u00fcckweisen (8,1-22)<br \/>\nDer Ruf nach einem K\u00f6nig (8,1-9)<br \/>\nDer Preis eines K\u00f6nigs (8,10-22)<\/p>\n<p><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Wichtigkeit von Leitung\u2026<br \/>\nEs ist mit den Menschen wie mit den Uhren. Eine falsch gehende Taschenuhr t\u00e4uscht vielleicht nur den Besitzer, aber wenn die Turmuhr falsch geht, so wird die ganze Stadt irre gef\u00fchrt. Der Leiter ist solch eine \u00f6ffentliche Uhr. Viele richten ihre Uhren nach ihm; wenn er nicht recht geht, so gehen sie falsch, und er ist im hohen Ma\u00df verantwortlich f\u00fcr die S\u00fcnde, die er veranlasst hat.<\/p>\n<p>Anspr\u00fcche an Leiter\u2026<br \/>\nDer anspruchsvollen Forderungen der Gemeindeglieder an die Bewerber der Pfarrstelle \u00fcberdr\u00fcssig, zog ein Kirchen\u00e4ltester einen Brief aus der Tasche und lie\u00df vernehmen, dass dieser von einem neuen Kandidaten herr\u00fchre, der sicher imstande sei, alle Stimmen auf sich zu vereinigen. Dann las er der Versammlung diesen Brief vor: &#8222;Ich habe geh\u00f6rt, dass Ihre Gemeinde einen Pfarrer sucht, und w\u00fcrde mich gern als Bewerber vorstellen. Mir scheint, dass ich einige Eigenschaften habe, die Sie sch\u00e4tzen k\u00f6nnten. Ich habe die Gabe erhalten, mit \u00dcberzeugungskraft zu predigen. Auch habe ich einige Erfolge erzielt mit dem, was ich geschrieben habe. Manche sagen, ich k\u00f6nne gut organisieren. Tats\u00e4chlich habe ich an den meisten Orten, wo ich bisher gewesen bin, immer die F\u00e4den fest in der Hand gehabt. Andere haben an mir etwas auszusetzen. Ich habe schon die F\u00fcnfzig \u00fcberschritten. Noch nie bin ich l\u00e4nger als drei Jahre ununterbrochen in einer Gemeinde gewesen. Einige dieser Gemeinden habe ich verlassen m\u00fcssen, weil es Uneinigkeit gegeben hat. Auch darf ich nicht verschweigen, dass ich drei- oder viermal im Gef\u00e4ngnis gesessen habe, wenn auch nicht wegen eines wirklichen Verbrechens. Meine Gesundheit l\u00e4sst zu w\u00fcnschen \u00fcbrig; aber trotzdem arbeite ich noch viel. Von Zeit zu Zeit arbeite ich noch in meinem Handwerk, um mein Brot zu verdienen. An den meisten Orten habe ich mich nicht gerade gut mit den Vorstehern der anderen religi\u00f6sen Gemeinschaften verstanden. Ja, einige haben mich sogar vor Gericht gebracht und mich aufs heftigste bek\u00e4mpft. Verwaltungsarbeit ist nicht meine St\u00e4rke. Ich bin als einer bekannt, der mitunter vergisst, wen er getauft hat. Trotzdem w\u00fcrde ich mein Bestes tun, um Ihrer Gemeinde zu dienen, selbst wenn ich mir abermals etwas dazuverdienen m\u00fcsste&#8220;.<br \/>\nDas gab ein Hallo! Man fragte sich in der Gemeindeversammlung, wie ein solcher vorbestrafter, kr\u00e4nklicher, streits\u00fcchtiger und ged\u00e4chtnisschwacher Mann auf die Idee k\u00e4me, sich zu melden. Das war so au\u00dfergew\u00f6hnlich, dass man unbedingt den Namen dieses \u00fcblen Kandidaten wissen wollte. Der Kirchen\u00e4lteste antwortete: \u00bbMeine Herren, das ist der Apostel Paulus!\u00ab (Vor einigen Jahrzehnten im Gemeindebrief der St. Thomas-Kirchengemeinde in Stra\u00dfburg erschienen.)<\/p>\n<p>Leitung heute\u2026<br \/>\n&#8222;F\u00fchrungsqualit\u00e4t schein \u00fcberall im Niedergang begriffen zu sein. Immer mehr M\u00e4nner in F\u00fchrungspositionen lassen sich anscheinend treiben, anstatt selbst zu f\u00fchren. Das Ergebnis dieser Entwicklung ist Hilflosigkeit in der Menschenf\u00fchrung.&#8220; Iring, Gottes Kraft, S.52<\/p>\n<p>Der K\u00f6nig, der nicht nimmt, sondern gibt\u2026<br \/>\nC. H. Spurgeon: Der m\u00e4chtige Beherrscher des Russischen Reiches verlie\u00df die Annehmlichkeiten seines Palastes und gab seinen Rang und seine W\u00fcrde auf, um auf der Werft einer holl\u00e4ndischen Seestadt die Kunst des Schiffbaues zu erlernen. Peter tat es, um seine Untertanen lehren zu k\u00f6nnen. Er wurde ein Diener, damit er ein umso gr\u00f6\u00dferer Herr werden k\u00f6nne und so legte er in Russland Grund zu einer gro\u00dfen Seemacht. Und sein Land ist nicht undankbar gegen ihn gewesen. Die Hauptstadt des Reiches tr\u00e4gt noch heute seinen Namen und das Land hat sie mit einem herrlichen Monument geschm\u00fcckt und das Volk hat seinen Namen in sein Herz aufgenommen. So gering auch viele von Christus denken und wie leicht sie Ihn auch nehmen m\u00f6gen &#8211; hier ist dennoch etwa Gr\u00f6\u00dferes. Es war zu bewundern, dass ein Kaiser ein Untertan wurde, um seinen Untertanen ein besserer Kaiser sein zu k\u00f6nnen; aber hier ist Grund zu Verwunderung f\u00fcr die Engel und Stoff genug f\u00fcr alle Heiligen, Gott ewiglich zu preisen: Der Sohn Gottes wird ein Knecht, um die Knechte der S\u00fcnde zu erl\u00f6sen, sie zu sich hinaufzuziehen und sie zu Miterben seine Thrones zu machen!<\/p>\n<p>(G\u00fcnther Ott)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema: In Gottes N\u00e4he leben Predigtthema: Einwilligen! Predigttext: 1. Sam 8,1-22 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. 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