{"id":2442,"date":"2014-07-08T15:19:20","date_gmt":"2014-07-08T13:19:20","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=2442"},"modified":"2014-07-08T15:19:20","modified_gmt":"2014-07-08T13:19:20","slug":"predigthilfe-vom-10-august-2014-1-samuel-7-2-17","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-10-august-2014-1-samuel-7-2-17\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 10. August 2014 &#8211; 1. Samuel 7, 2-17"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jahresthema: In Gottes N\u00e4he leben<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigtthema: Vertrauen!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigttext: 1. Sam 7,2-17<\/strong><\/p>\n<p>Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<p><strong>1. Sehen, was dasteht<\/strong><\/p>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p><strong>1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext<\/strong><\/p>\n<p>Allgemeine Hinweise und einf\u00fchrende Anmerkungen bieten<\/p>\n<p>MacArthur, John: Studienbibel: http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/09-Das_Erste_Buch_Samuels.pdf<\/p>\n<p>Darby, John Nelson: Betrachtung \u00fcber das erste Buch Samuel, (unter http:\/\/www.bibelkommentare.de\/index.php?page=comment&amp;comment_id=182&amp;structure_id=313&amp;part_id=1210 )<\/p>\n<p><strong>1.2 Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung von 1. Sam. 7,2-17 bieten z.B.<\/p>\n<p>Wiersbe, Warren W.: Sei erfolgreich. Studien des Alten Testaments. &#8211; Dillenburg : Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg.<\/p>\n<p>Gaebelein, Arno C.: Kommentar zum Alten Testament : Band 1: 1. Mose bis 2. Chronik. 1. Aufl. &#8211; Dillenburg : Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg<\/p>\n<p>MacDonald, William: Kommentar zum Alten Testament, 1. Aufl. &#8211; Bielefeld : CLV<\/p>\n<p>Holland, Martin: Das erste Buch Samuel. Maier, Gerhard [Hrsg.] 1. Aufl.. Wuppertaler Studienbibel, Reihe: Altes Testament. &#8211; Wuppertal : R. Brockhaus Verlag,<\/p>\n<p>Walvoord, John F. [Hrsg.] Das Alte Testament erkl\u00e4rt und ausgelegt : Band 1 (Erster Mose bis Zweiter Samuel). 1. Aufl.. Das Alte Testament erkl\u00e4rt und ausgelegt ; H\u00e4nssler,<\/p>\n<p><strong>2. Verstehen, worum es geht<\/strong><\/p>\n<p><strong>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n<p>Wir sind mitten drin im 1.Samuelbuch. Die bisherigen Predigttexte haben gezeigt, wie Gott an menschlichen Tiefpunkten ankn\u00fcpft, um gn\u00e4dig neues Leben zu schenken.<\/p>\n<p>6.7. Es wurde gezeigt, wie Hanna nach langem Warten und Leiden an einem pers\u00f6nlichen Tiefpunkt ist und es wird deutlich, wie sie an diesem Punkt mit ihren unerf\u00fcllten W\u00fcnschen umgeht. Sie ist kinderlos aber nicht gottlos. Deshalb macht sie aus ihrer Not ein Gebet. Mit dem Gel\u00fcbde signalisiert sie: Ich gebe meine unerf\u00fcllten W\u00fcnsche in Gottes Hand. Gott h\u00f6rt ihr Gebet. (1.Sam.1,1-20)<\/p>\n<p>13.7 Hanna hat versprochen, ihr zuk\u00fcnftiges Kind Gott zur\u00fcckzugeben und h\u00e4lt dieses Versprechen ein. Sie l\u00e4sst den geschenkten Samuel wie versprochen wieder los: aus Gottes Hand \u2013 in Gottes Hand (1.Sam.1,21-28)<\/p>\n<p>20.7 Hannas Lobgesang zeigt ihre vertrauensvolle Herzenshaltung. Die Loslassende wei\u00df sich von Gott reich beschenkt und lobt und betet an (1.Sam.2,1-10).<\/p>\n<p>27.7 Der Platz, an den der junge Samuel gestellt ist, ist aufgrund der dort wirkenden Priesterschaft alles andere als vertrauenserweckend und menschlich gesehen \u00fcberhaupt nicht \u201ep\u00e4dagogisch wertvoll\u201c f\u00fcr einen jungen Menschen. Die Priesterschaft ist verkommen. (1.Sam.2,12-26).<\/p>\n<p>3.8. Auch an dem deutlich werdenden geistlichen Tiefpunkt f\u00e4ngt Gott mit Samuel neu an und macht damit gn\u00e4dig mit seinem Volk Israel weiter und schenkt neues geistliches Leben, obwohl das auch Gericht \u00fcber Elis Familie bedeutet. Samuel h\u00f6rt, gehorcht und w\u00e4chst darin, Werkzeug Gottes zu sein (1.Sam.3,1-21)<\/p>\n<p>Wir \u00fcberpr\u00fcfen: Welche Predigten wurden in der Gemeinde gehalten, welche nicht? Es ist Sommerzeit: Einige sind oder waren im Urlaub. Vermutlich k\u00f6nnen wir nicht voraussetzen, dass jeder alle Information \u00fcber Samuel mitbekommen hat.<\/p>\n<p><strong>2.2 Hinweise f\u00fcr hermeneutische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n<p>Unser Text beschreibt das Ende der Richterzeit. Politisch, sozial und vor allem geistlich war es eine sehr finstere Zeit, in der auf allen Gebieten Anarchie herrschte. Aber auch zu der Zeit gab es Menschen, die am Glauben an Gott festhielten und wie ein helles Licht in dieser dunklen Zeit schienen.<\/p>\n<p>Unser Text steht im Zusammenhang mit der Entwicklung von Israel zur Monarchie. Er zeigt, wie Gott trotz allen fragw\u00fcrdigen Entwicklungen weiterhin alle F\u00e4den in der Hand hat.<\/p>\n<p>\u201eDas Anliegen dieser B\u00fccher (1.Samuel und 2.Samuel) bestand darin, die Geschichte der Gr\u00fcndung der hebr\u00e4ischen Monarchie aufzuzeigen. Folglich umfassen sie (a) die Karriere Samuels, des K\u00f6nigmachers, (b) die Karriere Sauls, des untreuen K\u00f6nigs, der den Bund missachtete und so zum Tyrannen wurde, (c) die Karriere Davids, eines wahrhaftig theokratischen K\u00f6nigs, der die ewige und einzig legitime Dynastie gr\u00fcndete, aus der schlie\u00dflich der Messias hervorging. (G.L Archer. Einleitung ins Alte Testament. S.152)<\/p>\n<p><strong>2.3 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/strong><\/p>\n<p>Die erhoffte Wirkung durch die Anwesenheit der Bundeslade blieb aus. Auch heute erleben Menschen Ratlosigkeit bzgl. ihrer Beziehung zu Gott (V.2). Auf was verl\u00e4sst man sich wirklich? Welchen Stellenwert haben Traditionen und Routine? St\u00e4rken sie das Vertrauen in Gott oder haben sie ein Eigenleben, das vom Vertrauen in Gott ablenkt?<\/p>\n<p>Auch heute erleben Menschen, wie Gott deutlich macht, was faul ist und worin echte Bu\u00dfe besteht. Letztlich geht es immer um das ganz pers\u00f6nliche Vertrauensverh\u00e4ltnis zu Gott, das wiederhergestellt werden muss. Samuel leitet dazu an. Das geistliche \u201eFremdgehen\u201c wird beendet. Und pl\u00f6tzlich werden auch wieder Siege erlebt, weil Gott daf\u00fcr sorgt.<\/p>\n<p><strong>3. Sagen, wo es hingeht<\/strong><\/p>\n<p>Zur Predigtvorbereitung hilft das Anh\u00f6ren (im Sinne von Apg 17,11b) der Predigt von Winrich Scheffbuch vom 17.9.1978. Diese Botschaft findet ihr unter www.sermon-online.de, wenn ihr unter \u201eerweiterte Suche\u201c die Felder \u201eBibelstelle\u201c [z.B. 1.Samuel 7] ausf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Die Predigt vom 31.10.2010 Markus W\u00e4sch: Gott im Kasten. Diese Predigt findet ihr unter http:\/\/www.sonntagabendtreff.de\/themen. Die Predigt zeigt auf, was tote Tradition und \u00e4u\u00dferliche Religion bzw. Aberglaube sein kann, und wie im Gegensatz dazu Vertrauen zu Gott eben nicht aussieht (Kapitel 4-6). Dadurch wird umso klarer, welchen Schwerpunkt Samuel setzt und wie sein Vertrauen in Gott zum Sieg und Ziel f\u00fchrt (Kap.7).<\/p>\n<p><strong>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Gott ist ein Gott, der dem hilft, der sich ganz auf ihn verl\u00e4sst und ihm vertraut. Manchmal ist Erneuerung des Vertrauensverh\u00e4ltnisses unumg\u00e4nglich.<\/p>\n<p><strong>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>Die Vertrauensbeziehung zu Gott kann verloren gehen und muss wiederhergestellt werden. Bei Samuel wird deutlich, wie Israel das erlebt. Durch S\u00fcndenerkenntnis und S\u00fcndenbekenntnis f\u00fchrt Samuel das Volk (kurzfristig wieder) in eine vertrauensvolle Beziehung zu Gott. Gott best\u00e4tigt den Schritt und Israel darf Gott als K\u00e4mpfer und Sieger erleben.<\/p>\n<p>Glaube &#8211; oder Aberglaube, Magie,\u2026 (Kap.4-6). Gott kann zu nichts gezwungen werden. Auch nicht durch religi\u00f6se Handlungen. Wie reden wir z.B. \u00fcber Abendmahl und Taufe? Was \u201emuss\u201c Gott da anscheinend tun? (Wer diese Beispiele in der Predigt nimmt, der sollte allerdings wissen, wie er kurz und b\u00fcndig positiv formulieren kann, was Abendmahl und Taufe bedeutet. Wir d\u00fcrfen nicht nur schimpfen, sondern m\u00fcssen einen Weg zeigen).<\/p>\n<p>Siege in der Vergangenheit (Jos.3; Jos.6) \u2013 Siege heute (Kap.4-6). Was fr\u00fcher \u201efunktioniert\u201c hat muss heute noch lange nicht \u201efunktionieren\u201c (Bsp. \u201eWir m\u00fcssen mal wieder das Zelt holen\u201c \u2013 fr\u00fcher kamen bei Zeltevangelisationen viele zum Glauben, aber ist das wiederholbar \/ kopierbar?). Methoden bringen nicht weit, wenn sie nicht aktuell geistlich untermauert sind. Es kommt darauf an, ob aus der gekl\u00e4rten Beziehung zu Gott heraus (und nach seinem Aufruf \/ Wort dazu) Dinge getan werden.<\/p>\n<p>Vorbild Samuel (Kap.7). Samuel macht deutlich, wie Vertrauen in Gott aussieht. Nicht Kultgegenst\u00e4nde bringen magische Macht, sondern Umkehr und Bu\u00dfe \u201ebewegen\u201c Gott. Auf was vertrauen wir?<\/p>\n<p><strong>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie Vertrauensbeziehung erneuern\u201c<\/p>\n<p>Warren W. Wiersbe: Den Herrn suchen (7,3-17)<br \/>\nSie taten ihre falschen G\u00f6tter weg (7,3-4)<br \/>\nSie bekannten ihre S\u00fcnden (7,5-6)<br \/>\nSie beteten um Hilfe zu Gott (7,7-11.13-14)<br \/>\nSie gedachten des Sieges (7,12)<br \/>\nSie respektierten Samuel (7,15-17)<\/p>\n<p><strong>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/strong><\/p>\n<p>\u201eEin G\u00f6tze ist ein Ersatz f\u00fcr Gott; etwas, dem wir anstelle des Herrn vertrauen und dienen. Die Israeliten dienten damals G\u00f6tzen aus Holz, Stein und Metall, aber die heuteigen Gl\u00e4ubigen haben raffiniertere und attraktivere G\u00f6tzen: H\u00e4user und L\u00e4ndereien, Reichtum, Autos, Boote, Stellung und Anerkennung und sogar andere Menschen. Alles in unserem Leben, was den Platz Gottes einnimmt und die Opfer und die Hingabe beansprucht, die nur Gott allein geh\u00f6rt, ist ein G\u00f6tze und muss hinausgeworfen werden. G\u00f6tzen, die im Herzen sitzen sind viel gef\u00e4hrlicher als G\u00f6tzen, die in einem Tempel aufgestellt sind.\u201c (Wiersbe S. 48)<\/p>\n<p>\u201eHudson Taylor, der Gr\u00fcnder der China-Inland-Mission, hatte in jeder seiner Wohnungen eine Tafel, auf der stand: \u201eEben-Ezer \u2013 Jahwe Jireh\u201c. Diese hebr\u00e4ischen Worte bedeuten zusammengenommen: \u201eDer Herr hat uns bis zu diesem Punkt geholfen, und von nun an wird er sorgen.\u201c Welch eine Ermutigung f\u00fcr unseren Glauben!\u201c (Wiersbe S.51)<\/p>\n<p>Bu\u00dfe und Umkehr \u2013 ganz\u2026.<br \/>\nAls die kriegerischen Iren einst zum Christentum \u00fcbertraten und sich taufen lie\u00dfen, da pflegten sie beim Untertauchen den rechten Arm hochzuhalten, damit er nicht vom Taufwasser ber\u00fchrt werde; denn dieser rechte Arm, der das Schwert zu f\u00fchren hatte, sollte ausgenommen sein von den Geboten Jesu Christi. Und ganz die gleichen Versuche machen wir; irgend was wollen wir nicht hergeben, alles, nur das nicht. Und ausgerechnet das, was uns so schwerf\u00e4llt herzugeben, das will Gott haben. Er sieht nicht so sehr auf das, was wir hingegeben haben, als auf das, was wir zur\u00fcckbehielten; denn eben das ist unser G\u00f6tze, das ist&#8217;s, was uns von ihm trennt. Aus: Debler, &#8222;Fruchtbares Schweigen&#8220;<\/p>\n<p>Was hindert das Vorw\u00e4rtskommen\u2026<br \/>\nC. H. Spurgeon: Ich habe euch schon fr\u00fcher einmal von den beiden Holl\u00e4ndern erz\u00e4hlt, welche einmal \u00fcber ein kleines Wasser rudern wollten. Beide hatten sich an geistigen Getr\u00e4nken g\u00fctlich getan und waren, als es dunkel war, nach dem Wasser gegangen, um nach Hause zu rudern. So ergriffen sie die Ruder und ruderten immerfort und kamen doch nicht von der Stelle. Sie konnten sich nicht erkl\u00e4ren, wie sie bei all ihrer Arbeit nicht vorw\u00e4rts kamen, sondern auf derselben Stelle blieben, bis endlich der eine den andern fragte: &#8222;Alexanderchen, hast du auch den Anker gehoben?&#8220; Nein, der hatte das nicht getan und so ruderten sie v\u00f6llig zwecklos, da er Anker unter dem Wasser lag und das Boot festhielt. Du musst den Anker heben, junger Mann; ob derselbe um Liebe zu geistigen Getr\u00e4nken, oder Fleischeslust, oder das Spiel oder Dieberei oder Untreue ist. Du bist ein Tor, wenn du dir einbildest, vorw\u00e4rts kommen zu k\u00f6nnen, w\u00e4hrend du selber sehr gut wei\u00dft, dass der Anker noch unten im Sumpfe steckt.<\/p>\n<p>Vom Segen des S\u00fcndenbekenntnisses\u2026<br \/>\nDem bekannten Evangelisten Schrenk klagte eines Tages eine einfache Frau, dass sie trotz allen Betens und Kirchengehens keinen inneren Frieden finden k\u00f6nne. Schrenk fragte sie, ob sie vielleicht eine Schuld auf dem Gewissen habe. Da gestand sie denn Folgendes: Als M\u00e4dchen habe sie in einem vornehmen Haus gedient. Da sei eines Tages ein Gast in die K\u00fcche getreten, um sich die H\u00e4nde zu waschen. Hierbei habe er einen wertvollen Ring ausgezogen und einstweilen zur Seite gelegt, hernach aber vergessen, ihn wieder anzustecken. Den habe sie sich als eitles Ding angeeignet, und darauf, als der Besucher beim Fortgehen seinen Ring wieder suchte, auch nicht herausgegeben. Der Gast \u00e4u\u00dferte nun den Verdacht, sie werde ihn wohl gestohlen haben. Daf\u00fcr habe sie ihn aber verklagt, und da er seine Anschuldigung nicht beweisen konnte, sei er vom Gericht wegen &#8222;b\u00f6swilliger Verd\u00e4chtigung&#8220; noch gestraft worden. Diese Sache dr\u00fccke sie nun seit Jahren in furchtbarer Weise und raube ihr alle innere Ruhe. &#8222;Ja, da m\u00fcsse sie eben den Ring wieder seinem Eigent\u00fcmer zustellen und ihn um Verzeihung bitten&#8220;, sagte ihr Schrenk. Das war nat\u00fcrlich h\u00f6chst schmerzlich f\u00fcr die Frau; doch sie befolgte den Rat, und damit wich auch der Bann von ihrer Seele.<br \/>\nS\u00fcndenbekenntnis<\/p>\n<p>Hilft Gott? Was hei\u00dft allm\u00e4chtig? &#8230;<br \/>\nMartin Luther hielt einmal Kirchenvisitation. Er bat einen Bauern, das christliche Glaubensbekenntnis aufzusagen. Dieser begann: &#8222;Ich glaube an Gott, den Allm\u00e4chtigen!&#8220;<br \/>\nHier unterbrach ihn Luther und fragte: &#8222;Was hei\u00dft allm\u00e4chtig?&#8220; Ganz ehrlich antwortete der Bauer: &#8222;Ich wei\u00df es nicht!&#8220; &#8211; &#8222;Ja, lieber Mann&#8220;, versetzte Luther und klopfte dem Bauern dabei freundlich auf die Schulter: &#8222;Ich und alle Gelehrten wissen es auch nicht; aber glaube nur in Einfalt, dass Gott gewiss und wahrhaftig dir, deinem Weibe und deinen Kindern aus allen N\u00f6ten aushelfen kann, wenn du schon von der ganzen Welt verlassen bist &#8211; das ist Gottes Allmacht!&#8220;<\/p>\n<p>Du bist ihm wichtig\u2026<br \/>\nF\u00fcrst Bismarck las eines Abends mit einem Freund auf der Terrasse seines Hauses. Nach mancherlei ernstem Gespr\u00e4ch blickten beide eine Weile schweigend hinaus in den n\u00e4chtlich dunklen Garten, \u00fcber dessen alten, hohen B\u00e4umen eben die Sterne heraufzogen. &#8211; Da unterbrach der Kanzler die Stille, indem er, zu dem unermesslichen Himmelsgew\u00f6lbe emporblickend, sagte: &#8222;Wenn man diese Tausende von Welten sieht, dann scheint es einem wohl ganz unm\u00f6glich, dass der ewige Gott sich um das Leben jedes einzelnen kleinen Menschen bek\u00fcmmern und f\u00fcr ihn sorgen k\u00f6nne; und doch, ich hab&#8217;s erfahren.&#8220;<\/p>\n<p>Wann hilft Gott? &#8230;<br \/>\nIm 17. Jh. erhielt ein englischer Gesandter in Schweden d\u00fcstere Nachrichten aus seiner Heimat. Er war beunruhigt und ging nachts in seinem Zimmer auf und ab. Sein Diener sprach ihn an: &#8222;Darf ich Ihnen eine Frage stellen? Glauben Sie, dass Gott die Welt sehr gut regierte, bevor Sie geboren wurden?&#8220; &#8222;Ja.&#8220; &#8222;Und glauben Sie auch, dass er das auch tut, wenn Sie nicht mehr da sind?&#8220; &#8222;Ja.&#8220; &#8222;Meinen Sie nicht, dass Sie ihm vertrauen k\u00f6nnen, dass er das auch jetzt, in diesen paar Jahren, tut?&#8220; (nach William J. Petersen + Randy Petersen, Psalmen, Lieder des Lebens, H\u00e4nssler, 2001)<\/p>\n<p>Zum 1.Gebot sagt Bonhoeffer: \u201eUnter Gott hat alles Platz, neben ihm nichts.\u201c<\/p>\n<p>(G\u00fcnther Ott)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema: In Gottes N\u00e4he leben Predigtthema: Vertrauen! Predigttext: 1. Sam 7,2-17 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. 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