{"id":2397,"date":"2014-04-16T11:15:22","date_gmt":"2014-04-16T09:15:22","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=2397"},"modified":"2016-12-16T15:56:56","modified_gmt":"2016-12-16T14:56:56","slug":"predigthilfe-vom-18-mai-2014-romer-1-18-32","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-18-mai-2014-romer-1-18-32\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 18. Mai 2014 &#8211; R\u00f6mer 1, 18-32"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1\"><b>Jahresthema: \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 In Gottes N\u00e4he leben \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0<\/b><\/p>\n<p class=\"p2\"><b>Predigtthema:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Enth\u00fcllen \u2013 was Gott zornig macht<\/b><\/p>\n<p class=\"p2\"><b>Predigttext:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 R\u00f6m 1,18-32<\/b><\/p>\n<p class=\"p1\">Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe deshalb Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht euer eigenst\u00e4ndiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr \u00fcber den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verk\u00fcndigen nur die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<p class=\"p3\"><b>1. Sehen, was dasteht<\/b><\/p>\n<p class=\"p1\">Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\"><span class=\"s1\">www.bibleserver.com<\/span><\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung). Hilfreich ist auch die Vergleichsfunktion im Bibleserver, mit der man bis zu 5 verschiedene \u00dcbersetzungen sehr \u00fcbersichtlich nebeneinanderstellen kann.<\/p>\n<p class=\"p2\"><b>Hilfen zum Verst\u00e4ndnis des Predigttextes<\/b><\/p>\n<p class=\"p2\">Hilfen zur Auslegung bieten z.B.<\/p>\n<p class=\"p2\">* Heiko <b>Krimmer<\/b>: <i>R\u00f6merbrief<\/i>. Edition C Bibelkommentar NT Bd. 10. H\u00e4nssler (S. 54-70).<\/p>\n<p class=\"p2\">* Werner <b>de Boor<\/b>: <i>Der Brief des Paulus an die R\u00f6mer<\/i>. Wuppertaler Studienbibel NT. R. Brockhaus (S. 53-66).<\/p>\n<p class=\"p2\">* Walter <b>L\u00fcthi<\/b>: <i>Der R\u00f6merbrief.<\/i> Brunnen (S.40-51)<\/p>\n<p class=\"p4\"><span class=\"s2\">* Theodor Zahn: <i>Der Brief des Paulus an die R\u00f6mer<\/i> (unter: <a href=\"http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/TheodorZahn\/Kommentar%0b_Zum_Neuen_Testament_Band_06_Buecher_45_1910.pdf\"><span class=\"s1\">http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/TheodorZahn\/Kommentar<\/span><span class=\"s3\"><br \/>\n<\/span><span class=\"s1\">_Zum_Neuen_Testament_Band_06_Buecher_45_1910.pdf<\/span><\/a> )<\/span><\/p>\n<p class=\"p2\">* Zum Thema G\u00f6tzendienst ist das Buch: \u201eEs ist nicht alles GOTT was gl\u00e4nzt\u201c, von Timothy Keller empfehlenswert.<\/p>\n<p class=\"p3\"><b>2. Verstehen, worum es geht<\/b><\/p>\n<p class=\"p2\"><b>2.1 Hinweise f\u00fcr situative \u00dcberlegungen<\/b><\/p>\n<p class=\"p2\">Wir leben in einer Welt, in der man das Gef\u00fchl hat, dass christliche Wertma\u00dfst\u00e4be immer mehr \u00fcber Bord geworfen werden. Manchmal stehen wir als Christen hilflos davor und fragen uns, was wir tun k\u00f6nnen und sollen. Paulus stellt uns in R\u00f6m 1,18ff sehr deutlich vor Augen, dass diese Ablehnung von Gottes Wertma\u00dfst\u00e4ben ein Grundcharakteristikum der gefallenen Welt ist. Das Grundproblem seit dem S\u00fcndenfall besteht darin, dass wir Menschen in unserer S\u00fcnde eben nicht den wahren Gott anbeten, sondern uns alle m\u00f6glichen anderen G\u00f6tter machen und diese auf den Thron setzen, der allein dem wahren Gott geh\u00f6rt. In dieser Realit\u00e4t lebt unsere Welt, und deshalb ist Gott zu Recht zornig.<\/p>\n<p class=\"p2\">Wenn wir als Christen vom Evangelium reden, ist es wichtig, dass wir erkannt haben, dass Gott wirklich und nicht grundlos zornig ist. Nur dann ergibt das Evangelium einen Sinn. Wenn wir versuchen das Evangelium nur mit Liebe zu erkl\u00e4ren und nicht deutlich machen, dass Gott zornig ist, bleibt Jesu Tod am Kreuz eine willk\u00fcrliche, nicht nachvollziehbare Aktion.<\/p>\n<p class=\"p2\">Aber wenn wir erkennen, dass Jesus am Kreuz wirklich den Zornbecher des Vaters tr\u00e4gt, wie er es selbst in Joh 18,11 sagt, dann erkennen wir am Kreuz die gr\u00f6\u00dfte Liebestat aller Zeiten.<\/p>\n<p class=\"p2\">Weiter m\u00fcssen wir sehen, dass unser Leben in der S\u00fcnde katastrophale Auswirkungen hat. Dies zeigt sich ganz besonders in einer v\u00f6llig verschobenen Sexualmoral. Paulus benutzt hier die menschliche Sexualit\u00e4t als prim\u00e4res Beispiel oder als Pr\u00fcfstein, weil sich hier zeigt, wie es um den Menschen im Innersten bestellt ist. Aber die S\u00fcnde hat auch in allen anderen Bereichen des Lebens furchtbare Folgen, weil \u00fcberall deutlich wird, dass nicht mehr Gott im Mittelpunkt steht, sondern der gefallene Mensch mit seinen egoistischen Begierden. Und schlussendlich resultiert all dies daraus, dass durch die S\u00fcnde unsere Beziehung zu Gott zerst\u00f6rt ist.<\/p>\n<p class=\"p2\">Genau hier ist das Evangelium die alles entscheidende Botschaft, weil das Evangelium der Gnade \u00a0allein die Kraft Gottes ist und hat um diesen furchtbaren Zustand zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p class=\"p2\"><b>2.2 Hinweise f\u00fcr homiletische \u00dcberlegungen<\/b><\/p>\n<p class=\"p2\">Paulus beschreibt in diesen Versen sehr drastisch, wie es um uns Menschen unter der S\u00fcnde bestellt ist. Es ist wichtig und gut, dass wir dieser Betonung in der Predigt nachgehen. Allerdings d\u00fcrfen wir den Zusammenhang nicht aus den Augen verlieren. Bevor Paulus \u00fcber den menschlichen Zustand unter der S\u00fcnde reflektiert, hat er in kurzen aber gewaltigen Worten, das Evangelium auf den Leuchter gehoben (R\u00f6m 1,16-17). Paulus hat betont, welch eine wunderbare Kraft Gottes das Evangelium ist und jetzt geht es ihm darum, sehr deutlich zu zeigen, wie sehr jeder Mensch wirklich auf dieses Evangelium angewiesen ist.<\/p>\n<p class=\"p2\">Weiterhin sollten wir uns in der Predigt nicht auf eine \u201eSpezials\u00fcnde\u201c versteifen. Paulus macht sehr deutlich, dass unser Grundproblem der G\u00f6tzendienst ist, der in den verschiedensten Spielarten auftaucht. Dieser G\u00f6tzendienst verunstaltet dann das ganze Leben. Wir sollten deutlich machen, wie umfassend unser Leben durch die S\u00fcnde in Mitleidenschaft gezogen wird.<\/p>\n<p class=\"p2\">Wir sollten diese Predigt nutzen um das Evangelium gro\u00df zu machen, Jesus zu verherrlichen und die menschliche Not unter der S\u00fcnde deutlich heraus zu stellen. Wir sollten die Predigt nicht nutzen um uns vorwiegend \u00fcber aktuelle ethische Fehlentwicklungen zu echauffieren. Vielmehr sollten wir im Blick auf unsere eigene S\u00fcnde dem\u00fctig werden, und uns wieder ganz dem Evangelium der Gnade hingeben.<\/p>\n<p class=\"p3\"><b>3. Sagen, wo es hingeht<\/b><\/p>\n<p class=\"p2\">Zur Predigtvorbereitung hilft das Anh\u00f6ren (im Sinne von Apg 17,11b) der Bibelarbeit von<\/p>\n<p class=\"p2\">Winrich Scheffbuch vom 01.05.1983 unter dem Titel \u201eDie gro\u00dfe Katastrophe der Menschheit\u201c.<\/p>\n<p class=\"p2\">Diese Botschaft findet ihr unter <a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\/\"><span class=\"s1\">www.sermon-online.de<\/span><\/a>, wenn ihr unter \u201eerweiterte Suche\u201c die Felder \u201eBibelstelle\u201c und \u201eAutor\u201c ausf\u00fcllt.<\/p>\n<p class=\"p1\">Weiterhin hilfreich ist die Predigt von Torsten Pfrommer und dem Titel \u201eUnsere geistliche Ausgangslage richtig einsch\u00e4tzen\u201c<br \/>\n(http:\/\/www.feg-giessen.de\/fileadmin\/feg\/predigten_mp3\/2221.mp3).<\/p>\n<p class=\"p2\"><b>3.1 Predigtziel \u2013 warum halte ich diese Predigt?<\/b><\/p>\n<p class=\"p2\">Die Predigth\u00f6rer sollen erkennen, wie tief wir Menschen in unserer S\u00fcnde gefangen sind. Sie sollen erkennen, wie sehr Gott die S\u00fcnde hasst und dass unsere einzige Hoffnung dem berechtigten Zorn Gottes zu entkommen, in Jesus Christus gegr\u00fcndet ist.<\/p>\n<p class=\"p2\"><b>3.2 Predigtthema \u2013 was sage ich in dieser Predigt?<\/b><\/p>\n<p class=\"p2\">Enth\u00fcllen \u2013 was Gott zornig macht<\/p>\n<p class=\"p2\"><b>3.3 Predigtentfaltung \u2013 wie sage ich es in dieser Predigt?<\/b><\/p>\n<p class=\"p2\">a)Ausrede zwecklos! (V.18-20)<\/p>\n<p class=\"p2\">b) Ein katastrophaler Wechsel [von Gott zum G\u00f6tze] (V.21-23)<\/p>\n<p class=\"p2\">c) Die Sexualit\u00e4t als Lackmustest (V.24-27)<\/p>\n<p class=\"p2\">d) Der ganze Mensch ist betroffen (V.28-32)<\/p>\n<p class=\"p2\">oder nach Torsten Pfrommer<\/p>\n<p class=\"p2\">a) Gott ist zornig (V.18)<\/p>\n<p class=\"p2\">b) Wir haben keine Entschuldigung (V.19-24)<\/p>\n<p class=\"p2\">c) Unsere Ablehnung Gottes hat katastrophale Konsequenzen (V.25-32)<\/p>\n<p class=\"p2\">oder nach Heiko Krimmer:<\/p>\n<p class=\"p2\">a) Statt Gotteserkenntnis Torheit<\/p>\n<p class=\"p2\">b) Statt Anbetung Versklavung<\/p>\n<p class=\"p2\">c) Statt Leben Tod<\/p>\n<p class=\"p2\"><b>3.4 Predigtveranschaulichungen \u2013 wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?<\/b><\/p>\n<p class=\"p2\">\u00b7\u00a0 Torsten Pfrommer erz\u00e4hlt in der Einleitung seiner Predigt eine sch\u00f6ne Geschichte:<br \/>\n<i>Im Hotel ist die Toilette verstopft und \u00fcbergelaufen. Das schmutzige Wasser verteilt sich. Die G\u00e4ste rufen daraufhin die Rezeption und sagen: \u201eWir haben hier ein kleines Problem mit der Toilette\u201c. Einige Minuten sp\u00e4ter klopft es und ein Mitarbeiter des Hotels steht vor der T\u00fcr, nur mit einem kleinen Lappen bewaffnet. Er m\u00f6chte das \u201ekleine Problem\u201c beheben. Als er das wirkliche Ausma\u00df des Problems erkennt, kommentiert er dies mit einem ziemlich unsch\u00f6nen Wort und geht. Einige Minuten sp\u00e4ter steht er in voller Bewaffnung vor der Zimmert\u00fcr. Mit Wassersauger, Werkzeug und allem, was man eben braucht um dieses Problem zu beheben.<br \/>\n<\/i><\/p>\n<p class=\"p2\">Es ist sehr wichtig, dass wir die Dimension unseres Problems mit kennen um richtig damit umgehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"p2\">\u00b7\u00a0 \u00a0Auf der Nordseeinsel Borkum liegt ein transatlantisches Kabel, das mit schweren, starken Ketten verankert ist. Wenn die Ebbe kommt, wenn das Meer zur\u00fcckweicht, liegen die Ketten unbedeckt auf dem Strande. An einem Sonntagnachmittag spielen drei junge M\u00e4nner dort auf dem Sandstrand, versuchen, die schweren Ketten zu heben, indem sie ihre F\u00fc\u00dfe in die Kettenglieder stecken. Wer kann die Kette am h\u00f6chsten heben? Das ist die Kraftprobe, um die es geht. Pl\u00f6tzlich bleibt der Fu\u00df des einen in einem Glied der Kette stecken. Die anderen lachen und scherzen: &#8222;Nun bist du gefangen, nun musst du ertrinken.&#8220; Gemeinsam versuchen sie, den Freund zu befreien. Aber weder der Stiefel ist aus der Kette zu l\u00f6sen, noch l\u00e4sst sich der Fu\u00df aus dem Schuh herausziehen. Von ferne kommt ein unheimliches Brausen. Immer n\u00e4her t\u00f6nt es in den Ohren der Jungen. Die Flut kommt! In Todesangst arbeiten und ziehen sie. Aber umsonst! Der Fu\u00df bleibt in der Kette. Die Wogen kommen n\u00e4her. Die beiden m\u00fcssen weichen, um sich selber zu retten. \u00dcber dem Einsamen in der Kette schl\u00e4gt die Flut zusammen. Aus dem Spiel ist bitterer Ernst geworden. Ein Leben an der Kette ging zugrunde, und von diesem furchtbaren Geschehen reden die Insulaner noch heute. Und doch h\u00e4ngen wir alle an der Kette, die uns nicht frei gibt: An der Schuld. Die S\u00fcnde schl\u00e4gt \u00fcber einem Menschen zusammen wie die Flut \u00fcber dem Jungen in unserer Geschichte. Aber es gibt ein Wort in der Bibel, das uns helfen kann: Wen der Sohn frei macht, der ist recht frei.<\/p>\n<p class=\"p2\">\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0 Alle in einem Boot<\/p>\n<p class=\"p2\">Es war zu der Zeit, als es in den USA noch Sklaverei gab. Ein alter Mann namens Mose war es leid geworden, Tag f\u00fcr Tag und Jahr f\u00fcr Jahr Holz zu f\u00e4llen. Eines Tages dachte er dar\u00fcber nach, wer wohl die Schuld daran trage, dass er solch ein schweres Leben f\u00fchren musste. Er fand f\u00fcr alle, an die er sich erinnern konnte, triftige Entschuldigungsgr\u00fcnde. Schlie\u00dflich kam er zu dem Schluss, dass letztlich alles Adams Schuld war. H\u00e4tte er doch nur nicht den Apfel gegessen! Deshalb musste der Mensch das herrliche Paradies verlassen und auf dem Feld arbeiten, um sich im Schwei\u00dfe seines Angesichts sein Brot zu verdienen.<\/p>\n<p class=\"p2\">Je mehr der alte Mose dar\u00fcber nachdachte, desto \u00e4rgerlicher wurde er auf Adam. Bei jedem Axtschlag murmelte er: \u201eAlter Adam, alter Adam!\u201d Und mit jedem Wort schlug er etwas fester zu. Eines Tages &#8211; Mose war noch nicht zur Arbeit gegangen &#8211; h\u00f6rte ihn der Gutsbesitzer schimpfen. Er fragte ihn, was das zu bedeuten habe.<\/p>\n<p class=\"p2\">\u201eAch\u201d, antwortete Mose, \u201ewenn Adam nicht den Apfel gegessen h\u00e4tte, dann m\u00fcsste ich mich nicht dauernd abschinden. Dann k\u00f6nnte ich zu Hause bleiben, mich ausruhen und Limonade schl\u00fcrfen.\u201d<\/p>\n<p class=\"p2\">Der Grundbesitzer dachte nach. Schlie\u00dflich sagte er: \u201eDu darfst zu Hause bleiben, Mose, wie es dein Wunsch ist. Ab sofort brauchst du keine Arbeit mehr zu verrichten. Du kannst dich den ganzen Tag hinlegen und tun, was dir gef\u00e4llt &#8211; allerdings unter einer Bedingung: Siehst du das K\u00e4stchen dort auf dem Tisch? Du darfst es nicht \u00f6ffnen! Einverstanden? Gut, dann genie\u00dfe deine Ferien!\u201d<\/p>\n<p class=\"p2\">In den n\u00e4chsten Wochen konnte Mose sein Gl\u00fcck kaum fassen. Er lief im Haus herum und genoss seine Mu\u00dfe und schl\u00fcrfte seine Limonade.<\/p>\n<p class=\"p2\">Dann stie\u00df er auf das K\u00e4stchen. Zun\u00e4chst betrachtete er es nur. Doch im Laufe der Zeit wurde die Versuchung, es zu ber\u00fchren, immer m\u00e4chtiger. Als er es schlie\u00dflich nach mehreren Tagen betastete und sogar mit sich herumtrug, wurde ihm die Versuchung zu stark. Es konnte doch so schlimm nicht sein, nur einmal kurz hineinzuschauen!<\/p>\n<p class=\"p2\">Als er den Deckel vorsichtig an einer Seite hochhob, fiel sein Blick auf ein beschriebenes Blatt Papier auf dem Boden des K\u00e4stchens. Moses Neugier war erst befriedigt, als er den Zettel herausgenommen und gelesen hatte. Darauf stand: \u201eMose, du alter Schurke! Ich m\u00f6chte dich nie mehr \u00fcber Adam schimpfen h\u00f6ren. Wenn du im Garten Eden gewesen w\u00e4rst, h\u00e4ttest du genauso gehandelt wie Adam. Geh wieder in den Wald zur\u00fcck und f\u00e4lle Holz!\u201d<\/p>\n<p class=\"p2\"><i>Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allesamt S\u00fcnder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erl\u00f6sung, die durch Jesus Christus geschehen ist. R\u00f6mer 3,23f<\/i><\/p>\n<p class=\"p1\">(Tobias Schurr)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema: \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 In Gottes N\u00e4he leben \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 Predigtthema:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Enth\u00fcllen \u2013 was Gott zornig macht Predigttext:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 R\u00f6m 1,18-32 Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. 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