{"id":2151,"date":"2013-02-23T14:23:40","date_gmt":"2013-02-23T12:23:40","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=2151"},"modified":"2013-02-23T14:23:40","modified_gmt":"2013-02-23T12:23:40","slug":"predigthilfe-vom-3-marz-2013-hebraer-12-1-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-3-marz-2013-hebraer-12-1-3\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 3. M\u00e4rz 2013 &#8211; Hebr\u00e4er 12, 1-3"},"content":{"rendered":"<p><b>Jahresthema: Leben im Horizont der Ewigkeit<\/b><\/p>\n<p><b>Predigtthema: Aufblick \u2013 wer tr\u00e4gt?<\/b><\/p>\n<p><b>Predigttext: Hebr\u00e4er 12,1-3<\/b><\/p>\n<h2>Verfasser: Thomas Richter<\/h2>\n<p>Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und das Weitergeben der vom Herrn aus dem Predigttext von euch pers\u00f6nlich geh\u00f6rten Botschaft Gottes: \u201eSo sind wir nun Gesandte an Christi Statt\u201c (2Kor 5,20a). Deshalb suchen wir in der Vorbereitung der Predigt nach dem, was der Herr durch das Wort des Predigttextes sagen will. Es geht dabei um seine Botschaft und wir sind seine Botschafter. Dabei h\u00f6ren wir zwar auch auf andere Botschafter, z.B. durch die Hinweise der Predigthilfe, verk\u00fcndigen aber die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufgetragen wird: \u201eAus der F\u00fclle des Herzens redet der Mund\u201c (Mt 12,34b). Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<p><b>1. TEXT- UND PREDIGTHILFSMITTEL<\/b><\/p>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext (Hebr 12,1-3) vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung und Anwendung des Predigttextes (Hebr 12,1-3) bieten z.B.<\/p>\n<p>* Arnold G. Fruchtenbaum. Der Hebr\u00e4erbrief: Eine Auslegung aus messianisch-j\u00fcdischer Perspektive. Christlicher Mediendienst (S. 225-230).<\/p>\n<p>* Fritz Laubach. Der Brief an die Hebr\u00e4er. Wuppertaler Studienbibel NT. R. Brockhaus (S. 253-258).<\/p>\n<p>* S\u00f6ren Ruager. Hebr\u00e4erbrief. NT Edition C-Bibelkommentar 22. H\u00e4nssler (S. 246-252).<\/p>\n<p>* Jim M. Flanigan. Hebr\u00e4erbrief. Was die Bibel lehrt 13. Christliche Verlagsgesellschaft (S. 360-366).<\/p>\n<p>* Eduard Riggenbach. Der Brief an die Hebr\u00e4er. Kommentar zum NT Bd. 14. (unter <a href=\"http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/TheodorZahn\/Kommentar_Zum_Neuen_Testament_Band_14_Buecher_58_1913.pdf\">http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/TheodorZahn\/Kommentar_Zum_Neuen_Testament_Band_14_Buecher_58_1913.pdf<\/a>; S. 383-392).<\/p>\n<p>* Ernst Modersohn. Durch den Glauben: Gedanken zu Hebr\u00e4er 11. Verlag der Liebenzeller Mission (S. 186-192 zu Hebr 12,1f).<\/p>\n<p>Zur Besch\u00e4ftigung mit dem Predigttext hilft das Anh\u00f6ren (im Sinne von Apg 17,11b) der Predigten von Alexander Strauch (dt.\/engl.) vom 02.11.2009 mit dem Titel \u201eBis zum Ende standhaft durchhalten \u2013 Salzburger Glaubenskonferenz Teil 1-4\u201c (u.a. zu Hebr 12,1-3) und von Winrich Scheffbuch vom 08.12.1998 mit dem Titel \u201eder Glaubensweg der Christen\u201c (Hebr 12,1-29). Diese Predigten findet ihr unter <a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\/\">www.sermon-online.de<\/a>, wenn ihr unter \u201eerweiterte Suche\u201c die Felder \u201eBibelstelle\u201c [Hebr\u00e4er 12] und \u201eAutor\u201c [Strauch, Alexander bzw. Scheffbuch, Winrich] ausf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Beachtenswerte Anmerkungen und Parallelstellen zum Predigttext bietet auch die MacArthur Studienbibel (<a href=\"http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/58-Der_Brief_An_Die_Hebraeer.pdf\">http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/58-Der_Brief_An_Die_Hebraeer.pdf<\/a>; S. 1841f).<\/p>\n<p>F\u00fcr die Textlesung bietet die \u201eNeue Genfer \u00dcbersetzung\u201c eine gut verst\u00e4ndliche, lesbare und zuverl\u00e4ssige \u00dcbersetzung unseres Predigttextes (<a href=\"http:\/\/www.ngue.info\/online\/lesen\">http:\/\/www.ngue.info\/online\/lesen<\/a>).<\/p>\n<p><b>2. TEXT- UND PREDIGTZUSAMMENHANG<\/b><\/p>\n<p>Nachdem wir im M\u00e4rz mit Hilfe der Glaubensv\u00e4ter eher zur\u00fcck geblickt haben (Hebr 11), blicken wir nun im April in der Passionszeit nach vorne zu unserem Herrn hin (Hebr 12f). Im Rahmen unserer Gottesdienst geht es in diesem Monat prim\u00e4r um die Perspektive, die wir einnehmen und um die Konsequenzen, die sich daraus ergeben: <b>Aufblick<\/b> \u2013 Einblick \u2013 Weitblick \u2013 Durchblick \u2013 Ausblick \u2013 Anblick! Den Auftakt machen wir mit der einf\u00fchrenden Frage: Wer tr\u00e4gt uns (Hebr 12,1-3)? Es geht darum, dass wir aufzeigen, wie Glaube sich nun im Alltag auswirkt.<\/p>\n<p>Bitte beachtet die Anmerkungen im Predigttipp von Heiko Krimmer zu Hebr 12,1-13 vom 28.08.2005 unter <a title=\"Predigthilfe vom 28.8.2005 \u2013 Hebr\u00e4er 12, 1-13\" href=\"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/1454\/predigthilfe-vom-28-8-2005-hebraer-12-1-13\/\" target=\"_blank\">www.studienbibel.de<\/a>.<\/p>\n<p><b>Zum Nachdenken:<\/b><\/p>\n<p>\u201eTrauer blickt zur\u00fcck. Sorge schaut sich um. Glaube sieht nach oben\u201c (Quelle unbekannt).<\/p>\n<p>\u201eDas christliche Leben ist nicht Frommsein, sondern ein Frommwerden, nicht Gesundsein, sondern Gesundwerden, nicht Sein, sondern Werden, nicht Ruhe, sondern \u00dcbung. Wir sind\u2018s noch nicht, wir werden\u2018s aber. Es ist noch nicht getan und geschehen, es ist aber in Gang und Schwang. Es ist noch nicht das Ende, es ist aber der Weg. Es gl\u00fcht und gl\u00e4nzt noch nicht alles, es bessert sich aber alles\u201c (Martin Luther).<\/p>\n<p>\u201eHinfallen ist menschlich \u2013 liegenbleiben ist teuflisch \u2013 aufstehen ist himmlisch\u201c (Quelle unbekannt).<\/p>\n<p>\u201eHabe acht vor der Unfruchtbarkeit eines gesch\u00e4ftigen Lebens\u201c (Alexander Strauch).<\/p>\n<p>Welches Bild wird im Predigttext verwendet, um das Glaubensleben zu veranschaulichen?<\/p>\n<p>Wer hat im Predigttext die Aufgabe des Zuschauers und wer ist ein Wettl\u00e4ufer?<\/p>\n<p>Bin ich schon bzw. noch im \u201eRennen\u201c?<\/p>\n<p>Was erfahren wir hier \u00fcber Jesus und was bedeutet das f\u00fcr unser Glaubensleben?<\/p>\n<p>Was behindert bzw. belastet uns?<\/p>\n<p>Was hilft uns, unsere Augen ganz auf Jesus zu richten? Wie kann das geschehen?<\/p>\n<p>Unter dem Thema \u201eDen Mut nicht sinken lassen!\u201c gibt <b>Theo Sorg<\/b> folgende Erkl\u00e4rungen zu Hebr 12,1-3: \u201eNein, wir sind nicht die ersten, die Ermutigung brauchen. Die Hebr\u00e4erchristen des ersten Jahrhunderts waren offenbar in einer \u00e4hnlichen Lage. Der Brief, der im Neuen Testament an ihre Adresse gerichtet ist, wendet sich an Menschen, die im Glauben m\u00fcde geworden waren. Vieles hatten sie auf sich genommen auf ihrem Weg aus der j\u00fcdischen Tradition zum christlichen Glauben. Auch f\u00fcr sie war das eine Wende gewesen, ein Aufbruch, der einerseits gro\u00dfe Hoffnungen freigesetzt, aber zugleich auch unendlich viel Kraft gekostet hatte. Doch nun war die \u00bberste Liebe\u00ab des Glaubens verflogen; der Begeisterung folgte die Ern\u00fcchterung, und so wurden sie ungeduldig und gerieten in Gefahr, den Mut sinken zu lassen. Eine bange Frage ging unter ihnen um: Was bringt&#8217;s uns eigentlich, dass wir so viel Kraft und Energie eingesetzt haben zum Aufbruch in das neue Land des Glaubens? Was bringt uns die Wende? Was haben wir davon? Ganz nahe stehen wir jetzt neben diesen Christen der ersten oder zweiten Generation. Und so sind wir nun wohl auch sensibel genug, auf die Worte zu h\u00f6ren, die der unbekannte Apostel an Menschen gerichtet hat, die den Mut sinken lie\u00dfen. Er schreibt ihnen keine Appelle oder Parolen. Er verspricht auch keine goldenen Berge, wenn sie durchhalten werden. Er weist sie vielmehr hin auf das, was Jesus Christus f\u00fcr uns ist. Und wenn er heute [\u2026] auch unsere Blicke auf Jesus, den f\u00fcr uns leidenden und sterbenden Gottessohn lenken k\u00f6nnte, dann w\u00fcrden auch bei uns neue Zuversicht und Hoffnung einziehen, und wir k\u00f6nnten Mut gewinnen f\u00fcr den Weg, der vor uns liegt.<\/p>\n<p><b>1. Nicht den Mut sinken lassen, wir sind nicht allein unterwegs<\/b><\/p>\n<p>Christen sind Menschen, die unterwegs sind. Der christliche Glaube ist nicht ein Standpunkt, sondern ein Weg. Und dieser Weg hat seine Beschwernisse. Luther spricht in unserem Text von dem \u00bbKampf, der uns bestimmt ist\u00ab. Wer als Christ durch diese Welt geht; hat keinen Spaziergang vor sich. Er bewegt sich nicht auf einer kreuzungsfreien Autobahn, nur immer an den Sonnenk\u00fcsten des Lebens entlang. [\u2026] Ja, auf dem Weg des Glaubens gibt es tiefe T\u00e4ler, \u00f6de Durststrecken und st\u00fcrmische Zeiten. Und daraus entstehen Sorgen, die uns belasten, und \u00c4ngste, die uns l\u00e4hmen. Keine und keiner, die als Glaubende unterwegs sind, kommt ohne solche Anfechtungen durchs Leben. Aber wir gehen den Weg des Glaubens nicht allein. Es gibt Menschen, die uns begleiten, die an uns denken, die mit uns f\u00fchlen und f\u00fcr uns einstehen, die f\u00fcr uns beten und unsere Lasten mittragen, soweit das menschenm\u00f6glich ist. [\u2026]. Aber nun ist in unserm Text noch von einer \u00bbWolke von Zeugen\u00ab die Rede, die wir um uns haben und die uns begleitet. Das \u00f6ffnet jetzt noch einmal einen weiteren Horizont. Der christliche Glaube hat in unserer Welt ja nicht mit uns begonnen. Ungez\u00e4hlte Generationen sind vor uns den Weg des Glaubens gegangen, haben vor uns den Kampf des Glaubens gek\u00e4mpft. Und nun ist es f\u00fcr mich ein ebenso faszinierender wie mutmachender Gedanke, mir vorzustellen, dass die \u00bbWolke von Zeugen\u00ab, die Generationen der Glaubenden, um uns her sind, die wir jetzt in dieser Zeit das Staffelholz des Glaubens tragen, ehe wir es an die nach uns Kommenden weitergeben. Ein gro\u00dfartiges Bild! Wie im Sportstadion die Zuschauer auf den R\u00e4ngen um die Sportler her sind, die im Wettkampf ihre Kr\u00e4fte messen, um ihnen Mut zu machen, so stellt sich der Schreiber des Hebr\u00e4erbriefes die \u00bbWolke von Zeugen\u00ab vor, die vor uns ihren Lauf im Glauben vollendet haben. Er will damit den Angefochtenen und mutlos Gewordenen sagen: Ihr seid nicht allein! Ihr k\u00e4mpft nicht allein! Die euch zuvor das Wort Gottes gesagt haben, deren Lieder in eurem Gesangbuch stehen, deren diakonische Ein\u00adrichtungen hier in dieser Stadt zu sehen sind, deren Gr\u00e4ber euch beim Gang \u00fcber den Friedhof gr\u00fc\u00dfen, sie alle sind als \u00bbobere Schar\u00ab mit dabei, wenn wir jetzt zusammen Gottesdienst feiern oder wenn jedes f\u00fcr sich allein die Bibel aufschl\u00e4gt und die H\u00e4nde faltet. Deshalb: Nicht den Mut sinken lassen, wir sind nicht allein unterwegs.<\/p>\n<p><b>2. Nicht den Mut sinken lassen, wir d\u00fcrfen Lasten ablegen<\/b><\/p>\n<p>\u00bbLasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die S\u00fcnde, die uns st\u00e4ndig umstrickt\u00ab. Wer m\u00f6chte jetzt wohl sagen, dass er keine Lasten zu tragen h\u00e4tte? Dass er frei und unbeschwert seinen Weg gehen kann? Jedes von uns wei\u00df von Lasten, die seinen Weg beschweren, pers\u00f6nliche oder gesundheitliche N\u00f6te, famili\u00e4re Sorgen [\u2026]. Oder ich erinnere an die Angst um die Renten, um den Arbeitsplatz, um die Frage der W\u00e4hrungsumstellung. Das alles sind Sorgen, die uns belasten. Doch in unserem Text geht es um mehr. Hier ist die Rede von der \u00bbS\u00fcnde, die uns st\u00e4ndig umstrickt\u00ab, von der tiefen Not unserer Gottestrennung, die uns mehr belastet, als wir ahnen. Von dem, was unser Leben in eine verkehrte Richtung dr\u00e4ngt, hin zu glitzernden irdischen H\u00f6chstwerten, die doch letztlich leer und hohl sind [\u2026]. \u00bbLasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die S\u00fcnde, die uns st\u00e4ndig umstrickt\u00ab. Wer in einen Wettlauf eintritt, muss hinderliches Gep\u00e4ck ablegen, sonst kommt er nicht ans Ziel. Genau darum geht, es hier. Den Kampf des Glaubens bestehen wir nur, wenn wir ablegen, was uns beschwert. Dort ablegen, wo der rechte Platz ist f\u00fcr die Lasten unseres Lebens, -unter dem Kreuz Jesu. Deshalb bieten wir in der Kirche Seelsorge und Beratung an, deshalb halten wir am Angebot der Beichte fest, deshalb feiern wir das heilige Abendmahl, dass Menschen frei werden k\u00f6nnen von den Lasten ihres Lebens, losgel\u00f6st von ihrer Schuld, dass sie etwas erfahren von der \u00bbFreiheit der Kinder Gottes\u00ab. Wir brauchen den Mut nicht sinken zu lassen, denn wir d\u00fcrfen unsere Lasten ablegen. Wir wissen um die befreiende Macht der Gnade, die seit Jesu Gang zum Kreuz uns allen gilt. Wer durch ihn innerlich freigeworden ist, kann auch unter \u00e4u\u00dferlichen Beschwernissen durchhalten; er kann unter seinen Lasten bleiben, weil er im Grunde dar\u00fcbersteht. Er kann \u00bblaufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist\u00ab, [\u2026] wo hinter den glanzvollen Fassaden einer Wohlstandsgesellschaft mehr \u00c4ngste sich verbergen, als nach au\u00dfen sichtbar wird, und wo in teuren Modellkleidern und Nobelkarossen leergebrannte Menschen unterwegs sind, die keinen Sinn mehr f\u00fcr ihre Zukunft sehen, weil sie vereinsamt, verbittert und verzweifelt sind. Auch der Wohlstand produziert seine Opfer. Reichtum ist nicht ohne Lasten zu haben, und oft genug wohnt dicht hinter der strahlenden F\u00fclle die g\u00e4hnende Leere. Darum \u00bblasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die S\u00fcnde, die uns st\u00e4ndig umstrickt, und lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist\u00ab.<\/p>\n<p><b>3. Nicht den Mut sinken lassen, wir haben ein Ziel vor Augen<\/b><\/p>\n<p>\u00bbLasst uns aufsehen zu Jesus, dem Anf\u00e4nger und Vollender des Glaubens\u00ab. Der uns auf den Weg des Glaubens gerufen hat, \u00fcbernimmt auch die Verantwortung f\u00fcr unseren Weg. Er spricht uns immer wieder an durch sein Wort, das uns ins Herz trifft, er gibt Orientierung durch sein Gebot. Er vermittelt uns Hilfe in der versammelten Gemeinde oder durch Menschen, die es gut mit uns meinen. Und in alledem lehrt er uns wegsehen von unseren eigenen Unvollkommenheiten und Unerf\u00fclltheiten, auch weg von den mancherlei Problemen, die im \u00c4u\u00dferen unseren Weg s\u00e4umen, hin auf sein Kreuz, hin auf das, was er f\u00fcr uns getan hat. Er nimmt uns mit auf den Weg, der jetzt in dieser Woche vor uns liegt, auf seinen Kreuzweg, auf den Weg, der von Widerspruch und Widerstand ges\u00e4umt ist und der doch an das Ziel der Vollendung f\u00fchrt. Er macht uns frei von uns selber, frei von den \u00c4ngsten, die uns belasten, auch von unsern pers\u00f6nlichen Wichtigkeiten, die uns immer wieder umgarnen und unsern Blick auf Vordergr\u00fcndiges lenken wollen. Frei f\u00fcr die Aufgaben, die hier und jetzt vor uns liegen, frei zu Schritten der Besonnenheit, frei zum Ausharren in Gelassenheit, sei es in unserem kleinen Lebensumkreis, sei es beim Auf- und Ausbau neuer politischer und wirtschaftlicher Strukturen hier in diesem Land. Wenn wir den Weg Jesu, den Weg zum Kreuz mitgehen, k\u00f6nnen wir die Augen offenhaben f\u00fcr andere, die uns brauchen, k\u00f6nnen wir den Mund auftun zum missionarischen Zeugnis des Glaubens, k\u00f6nnen wir unsere H\u00e4nde r\u00fchren und unseren Verstand einsetzen f\u00fcr die Gestaltung einer anderen Lebensumwelt wie zur Erneuerung der Kirche. Und das alles in dem Wissen: Nicht wir schaffen es, er wird&#8217;s vollenden! Er, der Anf\u00e4nger und Vollender des Glaubens! Darum: \u00bbLasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus &#8230;, damit ihr nicht matt werdet und den Mut nicht sinken lasst\u00ab (in Ausz\u00fcgen entnommen aus Theo Sorg: Im Wort geht Christus durch das Land. Stuttgart: Verlag Junge Gemeinde, 1990. S. 178-184).<\/p>\n<p><b>3. PREDIGTGLIEDERUNG<\/b><\/p>\n<p>a) Was wir ablegen (V. 1a)!<\/p>\n<p>b) Wie wir laufen (V. 1b)!<\/p>\n<p>c) Wohin wir blicken (V. 2)!<\/p>\n<p>d) Woran wir denken (V. 3)!<\/p>\n<p>oder<\/p>\n<p>a) Ablegen \u2013 zuerst die Umkleidekabine (V. 1ab)<\/p>\n<p>b) Anfangen \u2013 darauf der Start (V. 1c)<\/p>\n<p>c) Anschauen \u2013 dann das Ziel (V. 2f)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>oder nach S\u00f6ren Ruager:<\/p>\n<p>a) Lasst uns laufen!<\/p>\n<p>b) Lasst uns aufsehen!<\/p>\n<p>c) Lasst uns Mut haben!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>oder nach Gottfried Voigt:<\/p>\n<p>Durchhalten im Kampf des Glaubens<\/p>\n<p>a) unter den Blicken der vielen, die auf uns sehen, und<\/p>\n<p>b) mit dem Blick auf den einen, der uns vorangeht<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema: Leben im Horizont der Ewigkeit Predigtthema: Aufblick \u2013 wer tr\u00e4gt? 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