{"id":2131,"date":"2013-01-03T09:07:13","date_gmt":"2013-01-03T08:07:13","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.christusbund.de\/predigthilfen\/?p=2131"},"modified":"2016-12-08T15:42:20","modified_gmt":"2016-12-08T14:42:20","slug":"predigthilfe-vom-27-januar-2013-hebraer-10-32-39","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-27-januar-2013-hebraer-10-32-39\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 27. Januar 2013 &#8211; Hebr\u00e4er 10, 32-39"},"content":{"rendered":"<p><b>Jahresthema: Leben im Horizont der Ewigkeit<\/b><\/p>\n<p><b>Predigtthema: Ein offener Eingang<\/b><\/p>\n<p><b>Predigttext: Hebr\u00e4er 10,32-39<\/b><\/p>\n<h2>Verfasser: Thomas Richter<\/h2>\n<p>Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und das Weitergeben der vom Herrn aus dem Predigttext von euch pers\u00f6nlich geh\u00f6rten Botschaft Gottes: \u201eSo sind wir nun Gesandte an Christi Statt\u201c (2Kor 5,20a). Deshalb suchen wir in der Vorbereitung der Predigt nach dem, was der Herr durch das Wort des Predigttextes sagen will. Es geht dabei um seine Botschaft und wir sind seine Botschafter. Dabei h\u00f6ren wir zwar auch auf andere Botschafter, z.B. durch die Hinweise der Predigthilfe, verk\u00fcndigen aber die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufgetragen wird: \u201eAus der F\u00fclle des Herzens redet der Mund\u201c (Mt 12,34b). Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<p><b>1. TEXT- UND PREDIGTHILFSMITTEL<\/b><\/p>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung und Anwendung des Predigttextes (Hebr 10,32-39) bieten z.B.<\/p>\n<p>* Arnold G. Fruchtenbaum. Der Hebr\u00e4erbrief: Eine Auslegung aus messianisch-j\u00fcdischer Perspektive. Christlicher Mediendienst (S. 195-198).<\/p>\n<p>* Fritz Laubach. Der Brief an die Hebr\u00e4er. Wuppertaler Studienbibel NT. R. Brockhaus (S. 215-222 \u2013 empfehlenswert).<\/p>\n<p>* S\u00f6ren Ruager. Hebr\u00e4erbrief. NT Edition C-Bibelkommentar 22. H\u00e4nssler (S. 197-204).<\/p>\n<p>* Jim M. Flanigan. Hebr\u00e4erbrief. Was die Bibel lehrt 13. Christliche Verlagsgesellschaft (S. 313-322).<\/p>\n<p>* Eduard Riggenbach. Der Brief an die Hebr\u00e4er. Kommentar zum NT Bd. 14. (unter <a href=\"http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/TheodorZahn\/Kommentar_Zum_Neuen_Testament_Band_14_Buecher_58_1913.pdf\">http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/TheodorZahn\/Kommentar_Zum_Neuen_Testament_Band_14_Buecher_58_1913.pdf<\/a>; S. 329-338).<\/p>\n<p>Zur Besch\u00e4ftigung mit dem Predigttext hilft das Anh\u00f6ren (im Sinne von Apg 17,11b) der Predigten von Winrich Scheffbuch vom 22.09.1996 mit dem Titel \u201eWorauf kann man sich noch verlassen\u201c (Hebr 10,35-39) und vom 15.03.1987 mit dem Titel \u201eM\u00e4rtyrer heute\u201c (Hebr 10,32-38). Diese Predigten findet ihr unter <a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\/\">www.sermon-online.de<\/a>, wenn ihr unter \u201eerweiterte Suche\u201c die Felder \u201eBibelstelle\u201c [Hebr\u00e4er 10] und \u201eAutor\u201c [Scheffbuch, Winrich] ausf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Beachtenswerte Anmerkungen und Parallelstellen zum Predigttext bietet auch die MacArthur Studienbibel (<a href=\"http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/58-Der_Brief_An_Die_Hebraeer.pdf\">http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/58-Der_Brief_An_Die_Hebraeer.pdf<\/a>; zum Predigttext: S. 1837f bzw. zur Einf\u00fchrung in den Hebr: S. 1816-1818 \u2013 empfehlenswert).<\/p>\n<p>F\u00fcr die Textlesung bietet die \u201eNeue Genfer \u00dcbersetzung\u201c eine gut verst\u00e4ndliche, lesbare und zuverl\u00e4ssige \u00dcbersetzung unseres Predigttextes (<a href=\"http:\/\/www.ngue.info\/online\/lesen\">http:\/\/www.ngue.info\/online\/lesen<\/a>).<\/p>\n<p><b>2. TEXT- UND PREDIGTZUSAMMENHANG<\/b><\/p>\n<p>Mit dieser Predigt beschlie\u00dfen wir unsere Predigtreihe im Januar zur Realit\u00e4t, der Wirkung und den pers\u00f6nlichen Konsequenzen des Opfers Jesu. Das Opfer Jesu erm\u00f6glicht einen offenen \u00dcbergang \u2013 Zugang \u2013 Ausgang \u2013 <b>Eingang<\/b> (Hebr 10,32-39). Im Rahmen der Verk\u00fcndigung geht es nun um die Bew\u00e4hrung des Glaubens zur festen Gewissheit, denn im Himmel wird es nur \u201eFreiwillige\u201c geben.<\/p>\n<p><b>Zum Nachdenken<\/b>:<\/p>\n<p>\u201eWas Jesus f\u00fcr mich ist? Einer, der f\u00fcr mich ist. Was ich von Jesu halte? Dass er mich h\u00e4lt\u201c. (Lothar Zenetti)<\/p>\n<p>\u201eSie konnten ja der Verfolgung entgehen, die ersten Christen, wenn sie nun Jesus verleugneten. Juden d\u00fcrften sie sein, das war eine erlaubte Religion; der hielten die R\u00f6mer alles, was ihnen Narrheit war, zugute. Sollten sie nicht zum Judentum zur\u00fcckkehren, die Hebr\u00e4er unter den Christen? Da war doch auch die Hoffnung auf Gottes k\u00fcnftige Welt, da waren alle Verhei\u00dfungen des Alten Testaments. Gibt es kein Zur\u00fcck, keine Sicherung vor dem Kampf, vor der Schmach, vor dem qualvollen Tod? Es gibt kein Zur\u00fcck f\u00fcr den, der um Jesus wei\u00df. Jesus ist unsere Freudigkeit! Durch ihn, mit ihm allein k\u00f6nnen wir vor Gottes Weltgericht bestehen, in freudigem Vertrauen bestehen. Werft euer Vertrauen nicht weg! Werft die freudige Zuversicht, den Freimut, die Freudigkeit nicht weg! Es gibt kein Zur\u00fcck; denn was wir finden w\u00fcrden, wenn wir jenseits von Jesus versuchen m\u00f6chten, zu Gott zu kommen, ist Trauer, Ungewissheit, Furcht, Angst und Schrecken\u201c. (Julius Schniewind)<\/p>\n<p>Interessante Anmerkungen und Veranschaulichungen zu Hebr 10,35f bietet Michael Herbst unter <a href=\"http:\/\/www.greifbar.net\/uploads\/media\/GreifBar_plus_129_080907_Hebr_10-35-36-a_MH.pdf\">http:\/\/www.greifbar.net\/uploads\/media\/GreifBar_plus_129_080907_Hebr_10-35-36-a_MH.pdf<\/a>. Vor allem der Predigteinstieg von Prof. Herbst ist evtl. zielf\u00fchrend.<\/p>\n<p>Unter dem Predigtthema \u201eChristen sind keine Feiglinge\u201c erl\u00e4utert Pastor <b>Wolfgang Wegert<\/b>: \u00bbErinnern wir uns an den Zusammenhang: Der Apostel hatte sich mit Leidenschaft in seinem ganzen Brief darum bem\u00fcht, dass die Hebr\u00e4er doch den Unterschied erkennen sollten, dass das alttestamentliche, levitische System von Gott nur vor\u00fcbergehend gedacht war, n\u00e4mlich bis Christus. Denn in dem Sohn Gottes sollte alles zusammengefasst werden. Er war anstelle der vielen Priester jetzt der eine ewige Hohepriester. Er brachte anstelle vieler Tiere ein f\u00fcr allemal Seinen eigenen Leib als endg\u00fcltiges Opfer dar. Jesus ging nicht in ein Heiligtum, das mit H\u00e4nden gemacht war, sondern Er ging in das wahre Heiligtum des Himmels ein, um immerdar f\u00fcr uns einzutreten. Mit Jesus war die zeremonielle Ordnung vorbei, denn Er hat ein gr\u00f6\u00dferes und herrlicheres Priestertum begr\u00fcndet, durch das wir wirklich Vergebung und ewiges Leben haben d\u00fcrfen. Jetzt gilt nicht mehr der \u00e4u\u00dfere Dienst, um Vers\u00f6hnung mit Gott zu erlangen, sondern jetzt gilt nur noch der Glaube an Christi einzigartige Vers\u00f6hnungstat. Statt eines Gottesdienstes mit Symbolen und Bildern gilt jetzt die Anbetung im Geist und in der Wahrheit. Viele Juden waren echte Christen geworden. Aber es waren auch etliche dabei, die zwar ebenfalls ihre Synagogen verlassen hatten und bis an die Schwelle des christlichen Glaubens gekommen waren, aber nun wieder geneigt waren, umzukehren. Die Juden \u00fcbten n\u00e4mlich Druck und Verfolgung auf ihre ehemaligen Genossen aus (V. 32-34), so dass sie schwach wurden und wieder ins Judentum zur\u00fcckkehrten. Vor diesem Hintergrund ruft der Apostel seinen hebr\u00e4ischen Freunden zu: \u201e\u00abMein Gerechter aber wird aus Glauben leben; zieht er sich aber aus Feigheit zur\u00fcck, so wird meine Seele kein Wohlgefallen an ihm haben.\u00bb Wir aber sind nicht von denen, die feige zur\u00fcckweichen zum Verderben, sondern die da glauben zur Rettung der Seele\u201c (Hebr 10,38f). Der Apostel bezeichnet diese halb entschlossenen Leute also als Feiglinge und ruft den wahrhaft Wiedergeborenen zu: \u201eWir aber sind keine Feiglinge, wir geh\u00f6ren nicht zu denen, die da weichen.\u201c Welches die Felder sind, auf denen wir niemals zur\u00fcckweichen d\u00fcrfen, das wird uns im Laufe des gesamten Kapitels 10 nahegebracht. [\u2026].<\/p>\n<p>Weiter sollen wir nicht zur\u00fcckweichen, indem wir unser Vertrauen verlieren. In V. 35 hei\u00dft es: \u201eDarum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine gro\u00dfe Belohnung hat.\u201c Die Identifikation mit Christus und dem neuen Bund in Seinem Blut brachte viel Verachtung und Schm\u00e4hung auf die bekehrten Juden. Und Gott griff offensichtlich auch nicht immer ein, wie sie sich das erhofft hatten. Da fingen sie an zu zweifeln und verloren ihr kindliches Vertrauen zu Jesus. Sie wollten es sogar wegwerfen. Ja, ihr Glaube kam ins Schleudern, und sie wollten zur\u00fcckweichen. Ergeht es uns heute nicht oft \u00e4hnlich? Solange die Sonne scheint und alles glatt geht, haben wir volles Vertrauen zu Jesus. Er ist ja so gut zu uns. Aber was geschieht, wenn wir nicht so schnell gesund werden, nicht so schnell einen Arbeitsplatz bekommen und einfach aus unseren Problemen nicht herauskommen, obwohl wir doch so sehr darum gebetet haben? Was geschieht mit unserem Gottvertrauen, wenn wir so richtig unter die R\u00e4der gekommen sind? Was machen wir, wenn wir Druck und Verfolgung innerhalb und au\u00dferhalb der Familie haben? Wollen wir dann nicht auch manchmal unser Vertrauen wegwerfen? Aber unser Text sagt: Tue es nicht! Weiche nicht feige zur\u00fcck, sondern denke an die Belohnung! F\u00fcr die Standhaften gibt es eine wunderbare Belohnung: Es ist der Lohn der Gnade (R\u00f6m 4,4). Es ist das ewige Leben! Von Mose lesen wir die k\u00f6stlichen Worte: \u201eEr hielt die Schmach Christi f\u00fcr gr\u00f6\u00dferen Reichtum als die Sch\u00e4tze \u00c4gyptens; denn er sah auf die Belohnung\u201c (Heb 11,26). Er sah Jesus und Seinen Lohn mit Ihm. Er sah die ewige Herrlichkeit des Himmels. Sieh auch du in deiner schweren Bedr\u00e4ngnis die ewige Belohnung an. \u201eHalte, was du hast, dass niemand deine Krone nehme!\u201c (Offb 3,11). Wie hei\u00df das Feuer auch in deinem Leben sein mag, bitte Gott um Gnade, niemals zur\u00fcckzuweichen, sondern bleibe treu bis in den Tod!<\/p>\n<p>Viertens sollen wir auch nicht von der Geduld ablassen, wie der n\u00e4chste Vers sagt: \u201eGeduld aber habt ihr n\u00f6tig, damit ihr den Willen Gottes tut und das Verhei\u00dfene empfangt\u201c (V. 36). Die Judenchristen hatten von ihren ehemaligen Volksgenossen viel H\u00e4me bekommen, was ihnen das Aufgeben der sch\u00f6nen j\u00fcdischen Traditionen denn gebracht h\u00e4tte. Sie wurden sogar verfolgt, und statt besser wurde es immer schlechter. Und die versprochene Wiederkunft ihres Messias trat auch nicht ein. Oft werden auch wir gefragt: \u201eWas hast du von deinem Glauben? Dir geht es schlechter als den Gottlosen, dein Kind ist doch gestorben, obwohl ihr so gebetet habt. Wo ist euer Gott?\u201c Die Menschen sind dann wie die Frau des Hiob, die beim Eintreten der ersten Not gleich zu ihrem Mann sagte: \u201eH\u00e4ltst du noch fest an deiner Fr\u00f6mmigkeit? Sage Gott ab und stirb!\u201c (Hiob 2,9). Aber Jakobus erinnert uns und schreibt: \u201eVon der Geduld Hiobs habt ihr geh\u00f6rt und habt gesehen, zu welchem Ende es der Herr gef\u00fchrt hat; denn der Herr ist barmherzig und ein Erbarmer\u201c (Jak 5,11). Wie arm w\u00e4re das Leben des Hiob gewesen, um wie viel Segen und um wie viel k\u00f6stliche Erfahrung mit Gott h\u00e4tte sich dieser Mann gebracht, wenn er aufgegeben h\u00e4tte! Aber er hatte in seinen Leiden heldenhafte Geduld bis zu einem Ende, das Gott mit Herrlichkeit kr\u00f6nte. Die Botschaft des Apostels an seine hebr\u00e4ischen Schwestern und Br\u00fcder war, dass sie nicht wie so viele Voreilige und Halbentschlossene wieder zur\u00fcckfallen sollten in die Zeiten des veralteten Bundes (Hebr 8,13) mit seiner Gerechtigkeit aus Werken. Er warnte sie, aus mangelnder Geduld die Verhei\u00dfungen des herrlichen Gnadenevangeliums zu vers\u00e4umen. [\u2026]. Wenn wir Christen w\u00fcssten, welch einen himmlischen Reichtum und Segen wir h\u00e4tten, wenn wir nicht so schnell aufgeben w\u00fcrden, dann w\u00fcrden wir mit Freuden mehr Geduld haben. \u201eGeduld tut euch not\u201c, schreibt der Apostel. So lasst uns nicht nur in Schwierigkeiten, privat oder gemeindeseitig, Ausdauer und Geduld ein\u00fcben, sondern lasst uns auch miteinander viel geduldiger sein. Wenn wir alle noch viel mehr Geduld und Langmut untereinander h\u00e4tten, w\u00fcrden wir Wunder sehen. Nur durch Ausharren und Treue k\u00f6nnen wir Gottes Verhei\u00dfungen erlangen. Diese Geduld wird dir auch in deiner Ehe und mit deinen Kindern eine gro\u00dfe Hilfe sein. Die gl\u00fcckliche Familie ist zum Greifen nahe, aber du brauchst noch ein wenig Geduld. Fliehe nicht, sondern harre aus. Brich nicht immer gleich den Stab, richte nicht so schnell und verurteile nicht so hastig, sondern bleibe besonnen, \u00fcbe Nachsicht und lass Milde walten. Das wird nicht nur allen denen wohl tun, mit denen du umgehst, sondern das wird dir selbst am bek\u00f6mmlichsten sein. \u201eGeduld habt ihr n\u00f6tig, damit ihr den Willen Gottes tut und das Verhei\u00dfene empfangt\u201c (Hebr 10,36).<\/p>\n<p>F\u00fcnftens kommt jetzt die Hauptsache, und das ist der Glaube \u2013 der Glaube des neuen Bundes. Und so schreibt der Hebr\u00e4erapostel: \u201eMein Gerechter aber wird aus Glauben leben. Wenn er aber zur\u00fcckweicht, hat meine Seele kein Gefallen an ihm\u201c (Hebr 10,38). Wer von dem Glauben an die geschenkte Gerechtigkeit Christi zur\u00fcckweicht und in irgendeiner Form doch wieder meint, seine Gerechtigkeit sei von ihm selbst und von seinem guten Verhalten abh\u00e4ngig, an dem hat Gott keinen Gefallen. Wenn wir wieder anfangen wollen, unsere Opfer und Gottesdienste, unseren Glauben und unsere Liebe aufzuz\u00e4hlen, dann werden wir die Verhei\u00dfung nicht erlangen. Dann leben wir noch im alten Priestertum. Wenn wir aber unser Heil aus dem Glauben an das vollbrachte Opfer Christi frei und umsonst empfangen wollen, dann sind wir Gottes Gerechte, die aus Glauben leben. Und dieser Glaube bringt wunderbare Werke und Fr\u00fcchte hervor aus Liebe und Dankbarkeit f\u00fcr unsere freie Erl\u00f6sung. Eine dieser Fr\u00fcchte ist die Treue zu diesem einzigartigen Evangeliumsglauben. Den Galatern musste Paulus schreiben: \u201eSeid ihr so unverst\u00e4ndig? Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr&#8217;s denn nun im Fleisch vollenden?\u201c (Gal 3,3). Nein, wir wollen nicht mehr zur\u00fcck, zu keinem anderen Evangelium. Wir bleiben bei der frohen Botschaft der unverdienten Gnade. Und Menschen, die von diesem Heil erfasst und von neuem geboren sind, die sagen mit dem Apostel: \u201eWir aber sind nicht von denen, die feige zur\u00fcckweichen zum Verderben, sondern die da glauben zur Rettung der Seele\u201c (Hebr 10,39). Wahre Kinder des neuen Bundes haben besondere Gene in sich. Sie haben einen Geist des Beharrens in ihrem Herzen. Sie weichen nicht zur\u00fcck mit halben und dreiviertel Christen. Sie sind keine Feiglinge. Sie halten fest an dem Weg des Neuen Testaments, sie sind das auserw\u00e4hlte Geschlecht, die k\u00f6nigliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums (1Petr 2,9). Sie sind treu, sie geben nicht auf, sie weichen nicht zur\u00fcck. Sie reizen einander zu guten Werken \u201eSei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben\u201c (Offb 2,10). Bleibe dem herrlichen Evangeliumsglauben treu, und du wirst die Herrlichkeit Gottes sehen!\u00ab (auszugsweise entnommen aus einer Predigt von Pastor <b>Wolfgang Wegert zu Hebr 10<\/b>).<\/p>\n<p><b>3. PREDIGTGLIEDERUNG<\/b><\/p>\n<p>Ein offener Eingang &#8211; deshalb<\/p>\n<p>a) Vergangenes beachten (V. 32-34)<\/p>\n<p>b) Vertrauen bewahren (V. 35)<\/p>\n<p>c) Geduld erlernen (V. 36f)<\/p>\n<p>d) Glauben bekennen (V. 38f)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>oder nach Gottfried Voigt:<\/p>\n<p>Des Christseins m\u00fcde?<\/p>\n<p>a) Haltet fest, was ihr habt: das Vertrauen<\/p>\n<p>b) \u00dcbt euch in dem, was ihr braucht: Geduld<\/p>\n<p>c) Bedenkt, was auf dem Spiel steht: das Heil<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>oder nach Andreas Klotz (Br\u00fcderlehrkurs 2011)<\/p>\n<p>Widerstandsf\u00e4higkeit entwickeln<\/p>\n<p>a) Der Glaube an Jesus ist das \u201eBessere\u201c<\/p>\n<p>b) Der Glaube an Jesus ist etwas \u201eBleibendes\u201c<\/p>\n<p>c) Der Glaube an Jesus ist wirklicher \u201eBesitz\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>oder nach Theo Sorg<\/p>\n<p>a) Am Gottvertrauen festhalten<\/p>\n<p>b) Die Geduld nicht verlieren<\/p>\n<p>c) Den Willen Gottes tun<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema: Leben im Horizont der Ewigkeit Predigtthema: Ein offener Eingang Predigttext: Hebr\u00e4er 10,32-39 Verfasser: Thomas Richter Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und das Weitergeben der vom Herrn [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-2131","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hebraer"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-08-19 12:45:31","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2131","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2131"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2131\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3018,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2131\/revisions\/3018"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2131"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2131"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2131"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}