{"id":2123,"date":"2013-01-02T19:05:09","date_gmt":"2013-01-02T17:05:09","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.wbb-online.de\/predigthilfen\/?p=2123"},"modified":"2013-01-02T19:05:09","modified_gmt":"2013-01-02T17:05:09","slug":"predigthilfe-vom-13-januar-2013-hebraer-10-19-25","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-13-januar-2013-hebraer-10-19-25\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 13. Januar 2013 &#8211; Hebr\u00e4er 10, 19-25"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jahresthema: Leben im Horizont der Ewigkeit<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigtthema: Ein offener Zugang<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigttext: Hebr\u00e4er 10,19-25<\/strong><\/p>\n<h2>Verfasser: Thomas Richter<\/h2>\n<p>Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und das Weitergeben der vom Herrn aus dem Predigttext von euch pers\u00f6nlich geh\u00f6rten Botschaft Gottes: \u201eSo sind wir nun Gesandte an Christi Statt\u201c (2Kor 5,20a). Deshalb suchen wir in der Vorbereitung der Predigt nach dem, was der Herr durch das Wort des Predigttextes sagen will. Es geht dabei um seine Botschaft und wir sind seine Botschafter. Dabei h\u00f6ren wir zwar auch auf andere Botschafter, z.B. durch die Hinweise der Predigthilfe, verk\u00fcndigen aber die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufgetragen wird: \u201eAus der F\u00fclle des Herzens redet der Mund\u201c (Mt 12,34b). Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<p><strong>1. TEXT- UND PREDIGTHILFSMITTEL<\/strong><\/p>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung und Anwendung des Predigttextes (Hebr 10,19-25) bieten z.B.<\/p>\n<p>* Arnold G. Fruchtenbaum. Der Hebr\u00e4erbrief: Eine Auslegung aus messianisch-j\u00fcdischer Perspektive. Christlicher Mediendienst (S. 184-189 \u2013 empfehlenswert).<\/p>\n<p>* Fritz Laubach. Der Brief an die Hebr\u00e4er. Wuppertaler Studienbibel NT. R. Brockhaus (S. 204-210 \u2013 empfehlenswert).<\/p>\n<p>* S\u00f6ren Ruager. Hebr\u00e4erbrief. NT Edition C-Bibelkommentar 22. H\u00e4nssler (S. 188-193).<\/p>\n<p>* Jim M. Flanigan. Hebr\u00e4erbrief. Was die Bibel lehrt 13. Christliche Verlagsgesellschaft (S. 299-308).<\/p>\n<p>* Eduard Riggenbach. Der Brief an die Hebr\u00e4er. Kommentar zum NT Bd. 14. (unter <a href=\"http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/TheodorZahn\/Kommentar_Zum_Neuen_Testament_Band_14_Buecher_58_1913.pdf\">http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/TheodorZahn\/Kommentar_Zum_Neuen_Testament_Band_14_Buecher_58_1913.pdf<\/a>; S. 310-323).<\/p>\n<p>Zur Besch\u00e4ftigung mit dem Predigttext hilft das Anh\u00f6ren (im Sinne von Apg 17,11b) der Predigten von Winrich Scheffbuch vom 27.11.1977 mit dem Titel \u201ePredigt \u00fcber Hebr\u00e4er 10,19-25\u201c, vom 24.11.1998 mit dem Titel \u201eDas Bekenntnis der Hoffnung\u201c (Hebr 10,19-39) und von Alexander Strauch vom 31.10.2009 mit dem Titel \u201eAllg\u00e4uer Glaubenskonferenz 2009 \u2013 Teil 2\/4: Liebe f\u00f6rdern, durch Studium der Liebe und Gebet um mehr Liebe\u201c (Hebr 10,24f). Diese Predigten findet ihr unter <a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\/\">www.sermon-online.de<\/a>, wenn ihr unter \u201eerweiterte Suche\u201c die Felder \u201eBibelstelle\u201c [Hebr\u00e4er 10] und \u201eAutor\u201c [Scheffbuch, Winrich bzw. Strauch, Alexander] ausf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Beachtenswerte Anmerkungen und Parallelstellen zum Predigttext bietet auch die MacArthur Studienbibel (<a href=\"http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/58-Der_Brief_An_Die_Hebraeer.pdf\">http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/58-Der_Brief_An_Die_Hebraeer.pdf<\/a>; zum Predigttext: S. 1836 bzw. zur Einf\u00fchrung in den Hebr: S. 1816-1818 \u2013 empfehlenswert).<\/p>\n<p>F\u00fcr die Textlesung bietet die \u201eNeue Genfer \u00dcbersetzung\u201c eine gut verst\u00e4ndliche, lesbare und zuverl\u00e4ssige \u00dcbersetzung unseres Predigttextes (<a href=\"http:\/\/www.ngue.info\/online\/lesen\">http:\/\/www.ngue.info\/online\/lesen<\/a>).<\/p>\n<p><strong>2. TEXT- UND PREDIGTZUSAMMENHANG<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem \u201e\u00dcbergang\u201c ins neue Jahr ist unser Predigtanlass nun der zweite Sonntag im \u201eneuen\u201c Jahr. Abgeleitet aus der Jahreslosung (Hebr 13,14) haben wir in diesem Jahr das Generalthema: \u201eLeben im Horizont der Ewigkeit\u201c. Im Rahmen der Verk\u00fcndigung wollen wir die Konsequenzen unserer \u201eewigen\u201c Erl\u00f6sung f\u00fcr unser \u201eirdisches\u201c Leben an Hand des Predigttextes (Hebr 10,19-25) unter dem Thema \u201eEin offener Zugang\u201c aufzeigen. Im Januar zeigen wir auf, was durch das Opfer Jesus geschehen ist und es somit einen offenen \u00dcbergang \u2013 <strong>Zugang<\/strong> \u2013 Ausgang \u2013 Eingang gibt. Bitte kn\u00fcpft an den vorangegangen Predigttext kurz an, damit wir den \u201eRoten Faden\u201c des Heiligen Geistes auch aufnehmen k\u00f6nnen und die \u201eewige\u201c Relevanz des Opfers Jesu im Hinblick auf den Glauben, die Hoffnung und die Liebe f\u00fcr unseren Alltag aufzeigen k\u00f6nnen. So ergibt sich eine Gemeinsamkeit im Ziel, Takt und Blick, indem wir entsprechend dem Predigttext<\/p>\n<p>* nacheinander schauen<\/p>\n<p>* miteinander gehen<\/p>\n<p>* beieinander bleiben<\/p>\n<p>So \u00f6ffnet uns der Predigttext die Perspektive nach oben (V. 19-22), au\u00dfen (V. 23) und innen (V. 24f). Richtet sich unser Bekenntnis an den Herrn, dann geschieht Anbetung. Richtet sich unser Bekenntnis an Menschen, dann geschieht Evangelisation bzw. Gemeinschaftspflege. \u201eAllein geht man ein\u201c!<\/p>\n<p><strong>Zum Nachdenken<\/strong> (Saturnin Wasserzug):<\/p>\n<p>\u201eDein Wissen ist so viel wert, wie du es lebst<\/p>\n<p>\u201eWas unter dem Blute Jesu ist, r\u00fchre du nicht an\u201c<\/p>\n<p>\u201eLasst uns so leben, dass wir Christus in die Augen schauen d\u00fcrfen\u201c<\/p>\n<p>\u201eWir lernen durch Menschen, die an unserem Geduldsfaden ziehen\u201c<\/p>\n<p>Unter dem Predigtthema \u201eDas Wunder der offenen T\u00fcr\u201c erl\u00e4utert Landesbischof i.R. <strong>Theo Sorg<\/strong> zu unsrem Predigttext: \u00bb Der biblische Text [\u2026] spricht ebenfalls von einem Wunder der offenen T\u00fcr. Er beschreibt uns, was es hei\u00dft, freien Zugang zu Gottes Reich zu haben, und er zeigt an, welche Konsequenzen sich f\u00fcr uns daraus ergeben. Es ist ein schwer zu verstehender Text, der in einer uns fremden Sprachgestalt einhergeht und der an eine Vorstellungswelt ankn\u00fcpft, die uns nicht ohne weiteres zug\u00e4nglich ist. Hinter den Worten dieses Abschnitts steht das Wissen um eine verschlossene T\u00fcr, steht das Leiden unter der Erfahrung, dass die T\u00fcr zwischen Gott und uns Menschen ins Schloss gefallen ist. Es gibt von uns aus keine Verbindung mehr zu Gott. Die Gottesferne ist unser Schicksal geworden. S\u00fcnde nennt die Bibel diesen. Zustand, den wir Menschen aus eigenen Kr\u00e4ften nicht \u00e4ndern k\u00f6nnen, so wenig wie wir die Mauer zwischen Ost und West durch eigene Kraftanstrengungen aufbrechen konnten. Die S\u00fcndenfallgeschichte auf den ersten Bl\u00e4ttern der Bibel steht exemplarisch f\u00fcr dieses Geschehen: Eine Mauer wurde errichtet, eine T\u00fcr fiel ins Schloss &#8211; durch unsere menschliche Schuld. Aber nun ist eine Wende geschehen, eine grundlegende Wende. Eine Bewegung hat eingesetzt, so gewaltig und unwiderstehlich, dass Mauern und Riegel ihr nicht l\u00e4nger Widerstand leisten konnten. Davon spricht unser Text. Er redet von dem Wunder der offenen T\u00fcr, von der M\u00f6glichkeit des freien Zugangs zu Gott. Worin besteht nun dieses Wunder?<\/p>\n<p><strong>A. In einer durch Christus geschaffenen neuen Lage<\/strong><\/p>\n<p>\u00bbWeil wir denn nun &#8230; durch das Blut Jesu die Freiheit haben zum Eingang in das Heiligtum, den er uns aufgetan hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang &#8230;, so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in vollkommenem Glauben\u00ab. Was hier der Verfasser des Hebr\u00e4erbriefes schreibt, ist alles andere als eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. In die N\u00e4he Gottes kommen, ihm unter die Augen treten, das konnte in der Zeit des Alten Testaments, auf die der Hebr\u00e4erbrief verweist, kein Mensch. Nur einmal im Jahr, am gro\u00dfen Vers\u00f6hnungstag, durfte der Hohepriester durch den Vorhang in das Allerheiligste des Tempels eintreten, um Gott ein Opfer darzubringen. Ansonsten war der Weg zu ihm durch die Mauer unserer Schuld versperrt. Aber nun sagt uns der Hebr\u00e4erbrief, dass sich diese Lage des Eingeschlossen- und Ausgesperrtseins grundlegend ver\u00e4ndert hat: \u00bbSo haben wir denn nun &#8230; durch das Blut Jesu die Freiheit zum Eingang in das Heiligtum\u00ab, also hin zu Gott. Nicht wir Menschen sind es, die diesen Durchbruch der Mauer geschafft haben. Das ist dort geschehen, wo am Kreuz seines Sohnes Gott selbst unsere Schuld getilgt hat. Dort ist der Vorhang zerrissen, dort wurde die Mauer abgebrochen, die uns von Gott getrennt hat. Nun ist eine neue Lage entstanden. Ein freier Durchgang durch die Mauer ist m\u00f6glich geworden, die T\u00fcr zu Gott steht offen &#8211; durch den Tod Jesu an seinem Kreuz. Das ist die gute Nachricht, die uns heute [\u2026] erreichen und froh machen will. Das d\u00fcrfen wir annehmen als Gottes gute Vorgabe f\u00fcr unser Leben: Vergebung der Schuld, Frieden mit Gott, eine neue Lebensperspektive unter Gottes Augen. Wir d\u00fcrfen uns als Glaubende auf diese neue Lage einstellen, wir d\u00fcrfen, wie es der Hebr\u00e4ertext sagt, \u00bbhinzutreten mit wahrhaftigem Herzen\u00ab und d\u00fcrfen teilnehmen an dem, was Jesus Christus f\u00fcr uns erlitten und erstritten hat. \u00bbEingang in das Heiligtum\u00ab, das bedeutet f\u00fcr uns heute das H\u00f6ren auf Gottes Wort, wo immer es verk\u00fcndigt, ausgelegt und gelesen wird, im Gottesdienst der versammelten Gemeinde, im kleinen Hausbibelkreis oder im pers\u00f6nlichen Umgang mit der Bibel. \u00bbEingang in das Heiligtum\u00ab, das ist das Teilhaben an Brot und Wein am Tisch des Herrn, ist das Reden mit ihm im Gebet, sei es einsam in der Stille oder in einer Gemeinschaft von Betern. Das, liebe Gemeinde, ist die durch Christus geschaffene neue Lage, das Wunder der ge\u00f6ffneten T\u00fcr, die M\u00f6glichkeit des freien Zugangs zu Gott. Nun wird aber jede Vorgabe, die Gott uns gibt, in unsern H\u00e4nden zu einer Aufgabe. Die durch Christus geschaffene neue Lage will uns zu einem neuen Verhalten f\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>B. Ein durch Christus erm\u00f6glichtes neues Verhalten<\/strong><\/p>\n<p>Jede Gabe, die uns angeboten wird, will angenommen sein. Wenn wir unsern Kindern am Heiligen Abend Geschenke \u00fcberreichen, warten wir darauf, dass sie diese ausprobieren und einsetzen: Die Skiausr\u00fcstung will angeschnallt werden, die Eisenbahn soll laufen, und von B\u00fcchern hat man nur etwas, wenn man sie liest. So ist es auch bei den Gaben Gottes. Auch sie wollen umgesetzt werden. Wenn wir sie nur achtlos auf die Seite legen, bringen sie uns nichts. Darum soll aus der neuen Lage, die Gott geschaffen hat, bei uns ein neues Verhalten wachsen. Der Zugang, der durch Christus ge\u00f6ffnet wurde, will begangen sein. Wie das geschehen kann, zeigt uns der Abschnitt aus dem Hebr\u00e4erbrief, indem er uns verschiedene Anregungen gibt.<\/p>\n<p><strong>* Festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung!<\/strong><\/p>\n<p>Die durch Christus geschaffene Lage ist f\u00fcr uns Christen kein ungef\u00e4hrdeter Besitz. Es sind nicht nur die eigenen Zweifel am Glauben oder die \u00e4u\u00dferen Angriffe auf ihn, die uns zu schaffen machen k\u00f6nnen. Nicht weniger gef\u00e4hrlich sind Resignation, M\u00fcdigkeit, Gew\u00f6hnung und Routine. Ich wei\u00df nicht, ob es etwas Gef\u00e4hrlicheres f\u00fcr eine christliche Gemeinde gibt, als wenn sie sich an die guten Gaben Gottes gew\u00f6hnt und das Staunen \u00fcber seine G\u00fcte zur\u00fccktritt. Darum braucht es das immer neue Festhalten an dem Bekenntnis, dass Jesus Christus der Herr ist und dass er sich aus dieser Welt nicht abgemeldet, sondern in der Welt angemeldet hat. So will uns die[ses Wort] neu motivieren, an Christus als den kommenden Herrn zu glauben und mit ihm zu rechnen, an jedem neuen Tag. Die Hoffnung der Christen richtet sich nicht auf ein unbekanntes Es, auch nicht auf Weltereignisse, die man vorher berechnen k\u00f6nnte, sondern sie macht sich fest an dem Herrn, der als der Gekreuzigte und Auferstandene auch der Wiederkommende ist. Aus diesem Bekenntnis der Hoffnung w\u00e4chst Kraft und Zuversicht, die Gegenwart mitzugestalten und das hier und heute Notwendige zu tun.<\/p>\n<p><strong>* Aufeinander achthaben!<\/strong><\/p>\n<p>Das ist die zweite Komponente im neuen Verhalten der Christen. Wer sich zu Christus z\u00e4hlt, tr\u00e4gt Verantwortung f\u00fcr seine Mitmenschen. Darum ruft der Verfasser des Hebr\u00e4erbriefes dazu auf, dass wir uns umeinander k\u00fcmmern und f\u00fcreinander sorgen. \u00bbHabt aufeinander acht\u00ab, das hei\u00dft: Seht nach denen, die m\u00fcde werden und abh\u00e4ngen! K\u00fcmmert euch um Menschen, die Schwierigkeiten haben, einen Sinn in ihrem Dasein zu finden! \u00dcberlegt euch, was ihr f\u00fcr Alleinstehende und Alleinerziehende tun k\u00f6nnt! Schaut nach den Menschen, die aus irgendeinem Grund an den Rand unserer Gesellschaft gedr\u00e4ngt werden! Wendet euch denen zu, die jetzt als \u00dcbersiedler [\u2026] zu uns kommen, ladet sie [\u2026] in eure Familien ein und zeigt ihnen dadurch etwas von der Menschenfreundlichkeit Jesu. Aufeinander achthaben, das bedeutet Besuch und Gespr\u00e4ch, das meint Zuwendung und Begleitung, das verlangt auch die Bereitschaft zum Teilen und zum Opfern. Nur dadurch kann das Netzwerk der Gemeinschaft unter uns verst\u00e4rkt und die Anonymit\u00e4t durchbrochen werden, die heute wie eine Mauer um uns steht. Schlie\u00dflich verwirklicht sich das durch Christus erm\u00f6glichte neue Verhalten an einer dritten Stelle:<\/p>\n<p><strong>* Der Gemeinde treu bleiben!<\/strong><\/p>\n<p>\u00bb&#8230; nicht verlassen unsere Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen.\u00ab Die Gemeinde nicht verlassen. Dem Gottesdienst nicht fernbleiben. Der Briefschreiber spricht hier von \u00bbeinigen\u00ab, die das damals offenbar getan haben. Bei uns sind es leider nicht nur einige, es sind viele, ja, es ist die Mehrzahl der Mitglieder unserer Kirche, die den Gottesdienst nicht besuchen und die in der Gemeinde nur selten zu sehen sind. Wir sind traurig dar\u00fcber, und wir leiden darunter. Denn wir wissen: Wer sich aus der Gemeinde und vom Gottesdienst zur\u00fcckzieht, ist dabei, sich die Wurzeln seines inneren Lebens abzuschneiden. Weil Christus verhei\u00dfen hat, dass er gegenw\u00e4rtig ist, wo die Gemeinde sich in seinem Namen versammelt, k\u00f6nnen wir auf den Gottesdienst und auf die Angebote der Gemeinde nicht verzichten. Es gibt nun einmal kein Christenleben ohne Gemeinschaft. Nach der andern Seite hin will unser Predigttext zugleich darauf hinweisen, dass wir uns unabl\u00e4ssig Gedanken machen m\u00fcssen, wie Gottesdienste und Gemeindekreise gestaltet sein sollen, damit sie ansprechend und einladend wirken, damit sie Heimat bieten und Menschen sich bei uns angenommen f\u00fchlen. Den Gottesdienst nicht verlassen, der Gemeinde die Treue halten, das geh\u00f6rt zum Lebensstil der Christenmenschen. So sehen die Schritte aus, mit denen der Hebr\u00e4erbrief das neue Verhalten beschreibt, das Christus uns erm\u00f6glicht: Festhalten an der Hoffnung, aufeinander achthaben, der Gemeinde und dem Gottesdienst treu bleiben. Und das soll geschehen, \u00bbweil ihr seht, dass sich der Tag naht.\u00ab [\u2026]. An jenem Tag, also mit dem Kommen seines Sohnes in diese Welt, hat Gott f\u00fcr uns alle die T\u00fcr zum. Leben aufgetan. Die Mauer der Gottesferne ist durchbrochen. Wir leben von dem Wunder der offenen T\u00fcr. \u00bbIhr seht, dass sich der Tag naht\u00ab, der \u00bbletzte Tag\u00ab, an dem wir alle dar\u00fcber Rechenschaft geben m\u00fcssen, was dieses Wunder der offenen T\u00fcr f\u00fcr unser Leben bedeutet hat. Christen leben immer im. Advent. Sie ehren ihren Herrn durch ein neues Verhalten, weil er f\u00fcr sie eine neue Lage geschaffen hat\u00ab (auszugsweise entnommen aus einer Predigt zu Hebr 10,19-25 aus Theo Sorg. Im Wort geht Christus durch das Land. Stuttgart: Verlag Junge Gemeinde, 1990. S. 172-177).<\/p>\n<p><strong>3. PREDIGTGLIEDERUNG<\/strong><\/p>\n<p>Ein offener Zugang \u2013 durch Jesus<\/p>\n<p>a) Glaube: Ungehindert \u201eeintreten\u201c (V. 19-22)<\/p>\n<p>b) Hoffnung: Unbeirrbar \u201efesthalten\u201c (V. 23)<\/p>\n<p>c) Liebe: Unaufh\u00f6rlich \u201edabeibleiben\u201c (V. 24f)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>oder nach Gottfried Voigt<\/p>\n<p>Durch Jesus steht und der Himmel offen. Darum sollen wir<\/p>\n<p>a) unbefangen hinzutreten<\/p>\n<p>b) zuversichtlich bekennen<\/p>\n<p>c) fest beisammenbleiben<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>oder nach Wilhelm Wagner<\/p>\n<p>a) Wir haben einen unmittelbaren Zugang<\/p>\n<p>b) Wir haben ein klares Bekenntnis<\/p>\n<p>c) Wir haben eine verbindliche Gemeinschaft<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>oder nach Volker Teich<\/p>\n<p>a) Lasst uns zu ihm gehen!<\/p>\n<p>b) Lasst uns Jesus Christus bekennen!<\/p>\n<p>c) Lasst uns aufeinander achthaben!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>oder nach Hermann Traub<\/p>\n<p>a) Jesus h\u00e4lt an uns fest,<\/p>\n<p>b) deshalb halten wir am Jesus-Bekenntnis fest<\/p>\n<p>c) und wir lassen einander nicht los<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema: Leben im Horizont der Ewigkeit Predigtthema: Ein offener Zugang Predigttext: Hebr\u00e4er 10,19-25 Verfasser: Thomas Richter Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und das Weitergeben der vom Herrn [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-2123","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hebraer"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-08-19 11:10:28","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2123","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2123"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2123\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2123"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2123"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2123"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}