{"id":2118,"date":"2013-01-02T14:18:07","date_gmt":"2013-01-02T12:18:07","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.wbb-online.de\/predigthilfen\/?p=2118"},"modified":"2013-01-02T14:18:07","modified_gmt":"2013-01-02T12:18:07","slug":"predigthilfe-vom-6-januar-2013-hebraer-10-1-18","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-6-januar-2013-hebraer-10-1-18\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 6. Januar 2013 &#8211; Hebr\u00e4er 10, 1-18"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jahresthema: Leben im Horizont der Ewigkeit<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigtthema: Ein offener \u00dcbergang<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigttext: Hebr\u00e4er 10,1-18<\/strong><\/p>\n<h2>Verfasser: Thomas Richter<\/h2>\n<p>Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und das Weitergeben der vom Herrn aus dem Predigttext von euch pers\u00f6nlich geh\u00f6rten Botschaft Gottes: \u201eSo sind wir nun Gesandte an Christi Statt\u201c (2Kor 5,20a). Deshalb suchen wir in der Vorbereitung der Predigt nach dem, was der Herr durch das Wort des Predigttextes sagen will. Es geht dabei um seine Botschaft und wir sind seine Botschafter. Dabei h\u00f6ren wir zwar auch auf andere Botschafter, z.B. durch die Hinweise der Predigthilfe, verk\u00fcndigen aber die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufgetragen wird: \u201eAus der F\u00fclle des Herzens redet der Mund\u201c (Mt 12,34b). Nur wo der Herr uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)!<\/p>\n<p><strong>1. TEXT- UND PREDIGTHILFSMITTEL<\/strong><\/p>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung und Anwendung des Predigttextes (Hebr 10,1-18) bieten z.B.<\/p>\n<p>* Arnold G. Fruchtenbaum. Der Hebr\u00e4erbrief: Eine Auslegung aus messianisch-j\u00fcdischer Perspektive. Christlicher Mediendienst (S. 173-181 \u2013 empfehlenswert).<\/p>\n<p>* Fritz Laubach. Der Brief an die Hebr\u00e4er. Wuppertaler Studienbibel NT. R. Brockhaus (S. 193-203 \u2013 empfehlenswert).<\/p>\n<p>* S\u00f6ren Ruager. Hebr\u00e4erbrief. NT Edition C-Bibelkommentar 22. H\u00e4nssler (S. 176-188).<\/p>\n<p>* Jim M. Flanigan. Hebr\u00e4erbrief. Was die Bibel lehrt 13. Christliche Verlagsgesellschaft (S. 276-299).<\/p>\n<p>* Eduard Riggenbach. Der Brief an die Hebr\u00e4er. Kommentar zum NT Bd. 14. (unter <a href=\"http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/TheodorZahn\/Kommentar_Zum_Neuen_Testament_Band_14_Buecher_58_1913.pdf\">http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/TheodorZahn\/Kommentar_Zum_Neuen_Testament_Band_14_Buecher_58_1913.pdf<\/a>; S. 290-310).<\/p>\n<p>Zur Besch\u00e4ftigung mit dem Predigttext hilft das Anh\u00f6ren (im Sinne von Apg 17,11b) der Predigten von Winrich Scheffbuch vom 17.11.1998 mit dem Titel \u201eMit einem Opfer f\u00fcr immer vollendet\u201c (Hebr 10,1-18) und vom 12.04.1981 mit dem Titel \u201eNicht wie ich will\u201c (Hebr 10,10). Diese Predigten findet ihr unter <a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\/\">www.sermon-online.de<\/a>, wenn ihr unter \u201eerweiterte Suche\u201c die Felder \u201eBibelstelle\u201c [Hebr\u00e4er 10] und \u201eAutor\u201c [Scheffbuch, Winrich] ausf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Beachtenswerte Anmerkungen und Parallelstellen zum Predigttext bietet auch die MacArthur Studienbibel (<a href=\"http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/58-Der_Brief_An_Die_Hebraeer.pdf\">http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/58-Der_Brief_An_Die_Hebraeer.pdf<\/a>; zum Predigttext: S. 1834f bzw. zur Einf\u00fchrung in den Hebr: S. 1816-1818 \u2013 empfehlenswert).<\/p>\n<p>F\u00fcr die Textlesung bietet die \u201eNeue Genfer \u00dcbersetzung\u201c eine gut verst\u00e4ndliche, lesbare und zuverl\u00e4ssige \u00dcbersetzung unseres Predigttextes (<a href=\"http:\/\/www.ngue.info\/online\/lesen\">http:\/\/www.ngue.info\/online\/lesen<\/a>).<\/p>\n<p><strong>2. TEXT- UND PREDIGTZUSAMMENHANG<\/strong><\/p>\n<p>Unser Predigtanlass ist der erste Sonntagsgottesdienst im \u201eNeuen Jahr\u201c. Von daher bildet unsere Verk\u00fcndigung den \u00dcbergang vom \u201eAlten\u201c zum \u201eNeuen\u201c (Jahr). Diese allgemeine Situation wird in geistlicher Hinsicht auch im Predigttext aufgenommen und die Unterschiede zwischen dem \u201eAlten\u201c (z.B. Gesetz \/ zu wiederholende Opfer) und dem \u201eNeuen\u201c (ein Opfer \/ Neuer Bund) markiert. Im Zentrum der Verk\u00fcndigung stehen von daher Inhalt, Kosten und Wirkung des Opfer von Jesus.<\/p>\n<p>Bitte wei\u00dft im Rahmen der Verk\u00fcndigung darauf hin, dass im Alten Bund Vergebung sich nicht durch den \u201e\u00e4u\u00dferen Vollzug\u201c des Opfers an sich vollzog, sondern das eine rein formale Erf\u00fcllung \u201egesetzlicher\u201c Vorschriften im \u201eAlten\u201c und im \u201eNeuen Bund\u201c ohne eine entsprechende innere Herzenseinstellung (z.B. \u201eeigentlich habe ich auf Grund meiner S\u00fcnde den Tod verdient) nie etwas zum Heil n\u00fctzt (vgl. hierzu z.B. Mt 9,13; 12,7 [= Hos 6,6]; Mk 12,33 mit 1Sam 15,22; Spr 15,8; 21,3; Pred 4,17; Jes 1,11-17; Am 5,22+24; Mi 6,6-8). Das kontinuierliche Darbringen der Opfer im Alten Bund erinnert an die Notwendigkeit des einmaligen Opfers durch Jesus am Kreuz zur Erl\u00f6sung. Die Erfahrung der Erl\u00f6sung erfolgt durch den Glauben und nicht durch die \u201efromme\u201c Tat. Das \u201eWerk\u201c ist Auswirkung bzw. Ausdruck des Glaubens, aber nicht Voraussetzung zur Errettung (im \u201eAlten\u201c wie im \u201eNeuen\u201c Bund).<\/p>\n<p>Zum Nachdenken (zusammengestellt von Charles H. Spurgeon):<\/p>\n<p>\u201eDas Gesetz ist ein vorgebildetes Evangelium und das Evangelium ist ein vollendetes Gesetz\u201c. (Bischoff Hall)<\/p>\n<p>\u201eNachdem der Zerst\u00f6rer der S\u00fcnde gekommen ist, sind wir nicht l\u00e4nger unter dem Offenbarer der S\u00fcnde\u201c. (Martin Boos)<\/p>\n<p>\u201eAls Alexander sich zu einem hoffnungsvollen Feldzug aufmachte, gab er sein Geld weg, und als er gefragt wurde, was er denn f\u00fcr sich behalte, antwortete er: \u201aDie Hoffnung gr\u00f6\u00dferer und besserer Dinge\u2018. Eines Christen Motto ist stets, oder sollte stets sein: \u201aIch hoffe auf Besseres\u2018.\u201c (Thomas Brooks)<\/p>\n<p>Im <strong>Aidlinger Bibellesezettel<\/strong> werden einf\u00fchrend unter der \u00dcberschrift \u201eDie Herrlichkeit des Sohnes Gottes\u201c folgende Hinweise gegeben: \u201eWir werfen im Hebr\u00e4erbrief einen Blick in Gottes Heilsgeschichte. lm Alten Bund hatte Gott seinem Volk die Opfer gegeben, um deutlich zu machen: S\u00fcnde bringt Trennung von Gott und den Tod! Das Opfertier musste f\u00fcr die Schuld des Opfernden sterben. Denn \u00bbohne Blutvergie\u00dfen geschieht keine Vergebung\u00ab (Hebr 9,22). In Hebr 10 unterstreicht der Verfasser noch einmal, dass das Opfer von Jesus besser ist als die alttestamentlichen Opfer, weil sie wirkungslos waren. Man musste immer wieder opfern, aber der Mensch wurde nicht \u2013 wie es im Neuen Bund durch den Heiligen Geist geschieht \u2013 erneuert und ver\u00e4ndert. Tieropfer und Tierblut konnten S\u00fcnden nicht wegnehmen, sondern nur an sie erinnern. (Vgl. Hebr 9,9; Micha 6,6f) Das Entscheidende geschah durch Gottes Sohn, der als Mensch in die Welt kam, um unser vollkommenes Opferlamm zu werden. Dieser Weg und dieses Opfer war der Wille Gottes. \u00bbSiehe, ich komme, zu tun deinen Willen\u00ab (Ps 40,7-9; lies Joh 4,34; 5,39). Das steht wie eine \u00dcberschrift \u00fcber dem ganzen Leben von Jesus bis zu seinem Tod am Kreuz. Nicht durch Tieropfer werden wir zur Gemeinschaft mit dem heiligen Gott passend gemacht, sondern dadurch, dass der Sohn Gottes den Willen des Vaters vollbracht und sich f\u00fcr uns geopfert hat. Das eine vollkommene Opfer ist dargebracht, in dem alle Opfer ihre Erf\u00fcllung fanden. Jesus hob die Opfervorschriften des Gesetzes auf, indem er sie erf\u00fcllte (vgl. R\u00f6m 10,4). Auf ihn und sein Opfer hatten sie ja hingewiesen. Die Opfer waren wie Schuldscheine f\u00fcr alle begangenen S\u00fcnden. Als der Sohn Gottes am Kreuz diese Schuldscheine bezahlte, da waren deine und meine auch dabei (lies Joh 1,29; 1Joh 2,2)\u201c (entnommen aus <strong>Zeit mit Gott H. 4 \/ 2009<\/strong>; S. 2).<\/p>\n<p>Unter dem Predigtthema \u201eDer Triumph Christi\u201c erl\u00e4utert Pastor <strong>Wolfgang Wegert<\/strong>: \u00bbWir haben gelesen: \u201eNach diesem Willen sind wir geheiligt\u201c. Was hei\u00dft \u201enach diesem Willen\u201c? Die Antwort ergibt sich aus dem Textzusammenhang. In den Vv 8+10 lesen wir eine Wiedergabe von Ps 40,7-9: \u201eOpfer und Gaben, Brandopfer und S\u00fcndopfer hast du nicht gewollt, sie gefallen dir auch nicht\u201c (Hebr 10,8). Hier wird gesagt, was nicht Gottes Wille ist. Obwohl Er selbst das Gesetz zur Verrichtung zeremonieller Tieropfer eingesetzt hatte, war es dennoch niemals Sein Wille, dass dadurch auf Dauer S\u00fcnden weggenommen werden sollten. Gott hat Opfer und Gaben gewollt, aber nicht als wirkliches Heil f\u00fcr Sein Volk, sondern nur als Vorbild und Hoffnungszeichen auf die wahre Erl\u00f6sung, die Christus erbringen wird. Als ewige und wahrhaftige S\u00fchne hat der Herr jedoch \u201eOpfer und Gaben, Brandopfer und S\u00fcndopfer\u201c nicht gewollt. Der Wille Gottes, Sein Volk zu erretten, sollte nicht durch das levitische Opfersystem erf\u00fcllt werden, sondern ausschlie\u00dflich durch das Opfer Seines eingeborenen Sohnes Jesus Christus. Das, und nichts anderes, war der Wille des Vaters. Es war nicht Sein Wille, dass f\u00fcr immer Priester Tag f\u00fcr Tag dastehen und oftmals die gleichen Opfer darbringen, die doch niemals die S\u00fcnden wegnehmen (V. 11). Darum zitiert der Hebr\u00e4erbrief den prophetischen Ps 40 weiter und l\u00e4sst Jesus in unserem V. 9 rufen: \u201eSiehe, ich komme, zu tun deinen Willen\u201c (Hebr 10,9). Die Schlussfolgerung des Hebr\u00e4erapostels lautet dann richtig: \u201eDa hebt er das erste auf, damit er das zweite einsetze.\u201c Das erste war nur vor\u00fcbergehend und hatte nur Gleichnischarakter. Das erste war nicht Gottes letztg\u00fcltiger Wille, aber das zweite, n\u00e4mlich das Opfer des Leibes Christi, das war der Wille des Allm\u00e4chtigen. Und diesen ewigen Willen war Jesus bereit, bis aufs letzte zu erf\u00fcllen. Gepriesen sei Sein Name! Wir kennen alle das ergreifende Gebet Seiner r\u00fcckhaltlosen Hingabe: \u201eVater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir; doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!\u201c (Lk 22,42). K\u00f6nnen wir ein solches Gebet auch von ganzem Herzen beten? K\u00f6nnen wir bez\u00fcglich aller unserer Lebensangelegenheiten grunds\u00e4tzlich beten: \u201eNicht mein, sondern dein Wille geschehe\u201c? Wenn das in allen Dingen die Grundeinstellung unseres Lebens w\u00e4re, h\u00e4tten wir es viel leichter. Sich Gottes Willen zu unterstellen, bedeutet das Ende allen eigenen Ringens und K\u00e4mpfens, und wir kommen in Gottes wunderbarer Vorsehung, die Er f\u00fcr unser Leben hat, zur Ruhe. Wie entspannend ist das doch! Lasst uns noch kurz zu V. 8 zur\u00fcckgehen. Dort hei\u00dft es so: \u201eOpfer und Gaben, Brandopfer und S\u00fcndopfer hast du nicht gewollt, sie gefallen dir auch nicht\u00ab, obwohl sie doch nach dem Gesetz geopfert werden.\u201c Der urspr\u00fcngliche Wortlaut dieses Verses lautet nach Ps 40,7 interessanterweise so: \u201eSchlachtopfer und Speisopfer gefallen dir nicht, aber die Ohren hast du mir aufgetan\u201c. Das deutet selbstverst\u00e4ndlich auf offene Geh\u00f6rg\u00e4nge hin, die deshalb f\u00e4hig sind, zu h\u00f6ren und demzufolge auch zu gehorchen. W\u00f6rtlich hei\u00dfen diese Worte: \u201eOhren hast du mir gegraben\u201c. Unser Heiland war nicht schwerh\u00f6rig. Selbst das Fl\u00fcstern Seines himmlischen Vaters entging Ihm nicht. Er war sensibel und schnell, zu h\u00f6ren. Seine Ohren waren gleichsam bis hinab zur Tiefe Seiner Seele offen. Es gibt auch Ausleger, die diese Stelle auf 2Mose 21,5 und 5Mose 15,16 beziehen. Dort wird beschrieben, was mit einem Sklaven geschehen soll, der auf das Recht verzichtet, im siebten Jahr nach dem Gesetz Moses loszukommen. Dort lesen wir: \u201eSpricht aber der Sklave: Ich habe meinen Herrn lieb und mein Weib und Kind, ich will nicht frei werden, so bringe ihn sein Herr vor Gott und stelle ihn an die T\u00fcr oder den Pfosten und durchbohre mit einem Pfriemen sein Ohr, und er sei sein Sklave f\u00fcr immer\u201c (2Mose 21,5f). Ich glaube, es ist nicht falsch zu behaupten, dass Jesus im \u00fcbertragenen Sinn genau das hat mit sich machen lassen. Er wollte sich unwiderruflich und f\u00fcr immer dem Willen Seines Vaters unterwerfen. Wie ist es mit uns? Wollen wir frei werden von Gott, sobald wir k\u00f6nnen? Oder lieben wir den Heiland so sehr, dass wir bereit sind \u2013 bildlich gesehen \u2013 , unser Ohr durchbohren zu lassen, als ein Zeichen nie aufh\u00f6render Dienstbereitschaft f\u00fcr Ihn? Lasst uns mit Jesus dem Vater sagen: \u201eSiehe, ich komme, zu tun deinen Willen\u201c. Unser Text kl\u00e4rt uns nicht nur \u00fcber den Willen Gottes auf, sondern auch dar\u00fcber, was der Wille Gottes durch das Opfer Jesu konkret gebracht hat. Wir lesen in Hebr 10,10: \u201eNach diesem Willen sind wir geheiligt ein f\u00fcr allemal durch das Opfer des Leibes Jesu Christi\u201c. Was f\u00fcr gewaltige Worte sind das doch! Das Opfer des Leibes Christi hat konkret unsere Errettung zur Folge. Denn das Wort sagt, dass wir durch das Kreuzesopfer geheiligt sind, und das ein f\u00fcr allemal. Der Text sagt nicht, dass wir nach diesem Willen eventuell geheiligt (abgesondert) werden, wenn wir die Voraussetzungen dazu erf\u00fcllen. Nein, er sagt, dass wir nach dem Willen Gottes bereits ein f\u00fcr allemal geheiligt sind. Das hei\u00dft, die Erl\u00f6sungstat Jesu ist nicht nur eine M\u00f6glichkeit zur Errettung, sondern sie ist die Errettung. [\u2026]. Genauso dr\u00fcckt es auch V. 14 in unserem Abschnitt aus: \u201eDenn mit einem Opfer hat er f\u00fcr immer die vollendet, die geheiligt werden\u201c. Hier wird nicht das Wort \u201egeheiligt\u201c gebraucht, sondern \u201evollendet\u201c. In V. 10 hie\u00df es noch, dass wir durch das Opfer des Leibes Christi ein f\u00fcr allemal geheiligt sind. In V. 14 wird nun klar, was dieses \u201egeheiligt sein\u201c letztendlich bedeutet, n\u00e4mlich \u201ef\u00fcr immer vollendet\u201c. Wir lesen diesen Vers noch einmal und lassen ihn uns auf unserem Herzen zergehen: \u201eDenn mit einem Opfer hat er f\u00fcr immer die vollendet, die geheiligt werden\u201c. Welch eine Effektivit\u00e4t! Als das erste noch galt, da hie\u00df es: \u201eTrotz vieler Opfer wird keiner errettet\u201c. Aber nun hei\u00dft es: \u201eNur ein Opfer, und alle sind vollendet\u201c, die geheiligt werden. Welch eine herrliche Errungenschaft hat Jesus am Kreuz gewonnen! Ich bin immer so sehr von den \u201eIst-, Sind- und Hat-Worten\u201c in der Bibel begeistert. Hier hei\u00dft es, \u201edenn mit einem Opfer hat er f\u00fcr immer die vollendet, die geheiligt werden\u201c. Im R\u00f6m sagt Paulus: \u201eDie er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen; die er aber berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht\u201c (R\u00f6m 8,30). Obwohl wir noch im Prozess der t\u00e4glichen Heiligung stehen und noch nicht das sind, was wir sein sollen, hei\u00dft es dennoch, dass alles schon fertig ist. Gott hat uns vorherbestimmt, Er hat uns berufen, Er hat uns gerecht gemacht, und Er hat uns vollendet. Gewaltig ist das! Nun gehen wir zu V. 12, der eine \u00dcbertragung von Ps 110,1 darstellt: \u201eDieser aber hat ein Opfer f\u00fcr die S\u00fcnden dargebracht, und sitzt nun f\u00fcr immer zur Rechten Gottes und wartet hinfort, bis seine Feinde zum Schemel seiner F\u00fc\u00dfe gemacht werden\u201c (Hebr 10,12f). \u00c4hnlich dr\u00fcckt es der Hebr ganz zu Anfang aus: \u201eEr ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und tr\u00e4gt alle Dinge mit seinem kr\u00e4ftigen Wort und hat vollbracht die Reinigung von den S\u00fcnden und hat sich gesetzt zur Rechten der Majest\u00e4t in der H\u00f6he\u201c (Hebr 1,3). Nachdem Jesus am Kreuz durch Sein Opfer die Erl\u00f6sung Seines Volkes bewerkstelligt hatte, da konnte Er sich in Ruhe zur Rechten des Vaters niedersetzen. Denn in dem Augenblick, als Er rief: \u201eEs ist vollbracht\u201c, da war die Heiligung und Vollendung Seiner Auserw\u00e4hlten auf ewig sichergestellt. Die Erl\u00f6sung Seiner Gemeinde war, wie man heute gern sagt, in trockenen T\u00fcchern. Und den Erfolg Seiner Mission konnte dem Herrn Jesus niemand mehr rauben. Er hatte das volle L\u00f6segeld mit Seinem Leib und Blut bezahlt, darum waren die Seinen auch f\u00fcr immer Sein gesichertes Eigentum. Darum konnte Jesus getrost den Kampfschauplatz dieser Welt verlassen und zur\u00fcck in den Himmel gehen und triumphierend zur Rechten des Vaters Platz nehmen. Der Ausdruck, dass Jesus nun zur Rechten Gottes sitzt, bringt viel Trost in unser Herz. Denn dieses Wort dr\u00fcckt die Ruhe aus, in der sich der Heiland befindet. Er ist nicht in Unruhe, ob sich denn nun auch genug Menschen bekehren werden, oder ob am Ende nicht doch der Teufel \u00fcber die Herzen der Menschen siegen wird. Jesus hat, wie einst der Sch\u00f6pfer, quasi sechs Tage gearbeitet und am siebten kann Er nun ruhen. Er ist ganz gelassen. Sein Werk am Kreuz ist voll und ganz gelungen, es kann nicht mehr scheitern. Die volle Zahl der Heiden und Juden wird eingehen in die Herrlichkeit, das wurde auf Golgatha unwiderruflich festgemacht und besiegelt. Deshalb lasst uns beim Blick auf die Zukunft keiner Furcht Raum geben. Solange wir unseren Heiland in Gelassenheit und in ruhiger Erwartung auf das Ende der Zeit sitzen sehen, d\u00fcrfen auch wir die Haltung friedevoller Gewissheit einnehmen und mit gro\u00dfer Zuversicht das Endergebnis aller Ereignisse abwarten. W\u00e4hrend wir auf die glorreiche Erscheinung unseres Herrn und Heilandes warten, sitzt Er auf dem Stuhl der Macht, und Seine Herrschaft ist keinerlei Gefahr ausgesetzt, sonst w\u00fcrde Er nicht so entspannt sein. Er \u201esitzt\u201c, weil alles sicher ist. Die Errettung der Gemeinde ist sicher, die Weltmission ist sicher, Seine Herrschaft \u00fcber alle Machthaber dieser Welt ist sicher, und auch Seine Macht \u00fcber alle Finsternis ist besiegelt. Darum ist kein Anlass zur Beunruhigung f\u00fcr uns vorhanden. Solange Jesus gelassen ist, m\u00fcssen wir uns doch nicht aufregen. Dass wir Jesus in der Herrlichkeit thronen sehen, ist die Gew\u00e4hr daf\u00fcr, dass trotz allem L\u00e4rm dieser Welt alles so kommen wird, wie der Herr es beschlossen hat. Der Heilige Geist geht wie ein geheimnisvoller Wind um die Erde und sammelt alles ein, was zu Christus geh\u00f6rt. \u201eUnd er wird seine Engel senden mit hellen Posaunen, und sie werden seine Auserw\u00e4hlten sammeln von den vier Winden, von einem Ende des Himmels bis zum andern\u201c (Mt 24,31). Diese Engel Gottes kann niemand behindern. Der Heilige Geist \u00fcberwindet alle Grenzen, alle Verbote und alle Systeme und sammelt die Heiligen ein, die zu Jesus geh\u00f6ren. Und wenn Er kommen wird in Herrlichkeit, dann werden \u201eseine Feinde zum Schemel seiner F\u00fc\u00dfe gemacht\u201c. Dann wird auch dem letzten Widersacher Christi klar gemacht, wer wirklich der lebendige Gott ist. \u201eDarum hat ihn auch Gott erh\u00f6ht und hat ihm den Namen gegeben, der \u00fcber alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters\u201c (Phil 2,9-11). Vor diesem, unserem Herrn und Heiland wollen auch wir unsere Knie beugen und Ihn auf ewig anbeten!\u00ab (auszugsweise entnommen aus einer Predigt von Pastor <strong>Wolfgang Wegert zu Hebr 10,8-14<\/strong>).<\/p>\n<p><strong>3. PREDIGTGLIEDERUNG<\/strong><\/p>\n<p>Ein offener \u00dcbergang \u2013 durch Jesus:<\/p>\n<p>a) Fr\u00fcher \u2013 die Erinnerung (V. 1-4)<\/p>\n<p>b) Jetzt \u2013 die Erf\u00fcllung (V. 5-10)<\/p>\n<p>c) Zuk\u00fcnftig \u2013 die Vollendung (V. 11-18)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahresthema: Leben im Horizont der Ewigkeit Predigtthema: Ein offener \u00dcbergang Predigttext: Hebr\u00e4er 10,1-18 Verfasser: Thomas Richter Zu eurer Unterst\u00fctzung enth\u00e4lt diese Predigthilfe Hinweise f\u00fcr eure Verk\u00fcndigung, ersetzt aber nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und das Weitergeben der vom Herrn [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"class_list":["post-2118","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hebraer"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-08-20 11:53:09","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2118","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2118"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2118\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2118"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2118"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2118"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}