{"id":2022,"date":"2012-06-29T10:04:00","date_gmt":"2012-06-29T08:04:00","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.wbb-online.de\/predigthilfen\/?p=2022"},"modified":"2012-06-29T10:04:00","modified_gmt":"2012-06-29T08:04:00","slug":"predigthilfe-vom-15-juli-2012-lukas-18-18-30","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-15-juli-2012-lukas-18-18-30\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 15. Juli 2012 &#8211; Lukas 18, 18-30"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Kraft zur Hoffnung<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigtthema: Hoffnung f\u00fcr Orientierungslose<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Lukas 18,18-30<\/strong><\/p>\n<h2>Verfasser: Thomas Richter<\/h2>\n<p>Eine Predigthilfe enth\u00e4lt Hinweise f\u00fcr die Verk\u00fcndigung und ersetzt deshalb nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und das Weitergeben der vom Herrn aus dem Predigttext pers\u00f6nlich geh\u00f6rten Beauftragung zur Botschaft. Unsere Predigt folgt dabei dem Grundsatz Jesu: \u201eAus der F\u00fclle des Herzens redet der Mund\u201c (Mt 12,34b). Nur wo der Herr selbst uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)! \u201eSo sind wir nun Gesandte an Christi Statt\u201c (2Kor 5,20a). So suchen wir in der Predigtvorbereitung nach dem, was der Herr uns durch das Wort des Predigttextes sagen will. Es geht um seine Botschaft und wir sind seine Botschafter. Deshalb h\u00f6ren wir zwar auch auf andere Botschafter, z.B. durch die Hinweise der Predigthilfe, verk\u00fcndigen aber die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufgetragen wird! \u201e<strong>Redet jemand im Auftrag Gottes, dann soll er sich bewusst sein, dass es Gottes Worte sind, die er weitergibt<\/strong>\u201c (1Petr 4,11a &#8211; NG\u00dc).<\/p>\n<p><strong>1. TEXT- UND PREDIGTHILFSMITTEL<\/strong><\/p>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung und Anwendung des Predigttextes (Lk 18,18-30) bieten z.B.<\/p>\n<p>* Gerhard Maier. Lukas-Evangelium 2.Teil. Edition C Bibelkommentar Bd. 5. H\u00e4nssler (S. 395-410)<\/p>\n<p>* Fritz Rienecker. Das Evangelium des Lukas. Wuppertaler Studienbibel NT. R. Brockhaus (S. 428-434)<\/p>\n<p>* Norman Crawford. Was die Bibel lehrt Bd. 3: Lukas. CV Kommentarreihe NT. Christliche Verlagsgesellschaft (S. 376-381)<\/p>\n<p>* John Charles Ryle. Lukas \u2013 Vers f\u00fcr Vers. Bd. 3: Kap 16-24. 3L-Verlag (S. 101-115)<\/p>\n<p>* Theodor Zahn. Kommentar zum Neuen Testament. Bd. 3: Das Evangelium nach Lukas (<a href=\"http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/TheodorZahn\/Kommentar_Zum_Neuen_Testament_Band_03_Buecher_42_1913.pdf\">http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/TheodorZahn\/Kommentar_Zum_Neuen_Testament_Band_03_Buecher_42_1913.pdf<\/a> &#8211; S. 615-618)<\/p>\n<p>Beachtenswerte Textanmerkungen und Parallelstellen zum Predigttext bietet die MacArthur Studienbibel (<a href=\"http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/42-Das_Evangelium_Nach_Lukas.pdf\">http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/42-Das_Evangelium_Nach_Lukas.pdf<\/a>; S. 1462). Zum Kontext von Lk 18,27 (= Jahreslosung 2009) bietet der Aidlinger Bibellesezettel \u201eZeit mit Gott\u201c (Heft 1 \/ 2009: S. 2-5) wertvolle Anmerkungen.<\/p>\n<p>Zur Besch\u00e4ftigung mit dem Predigttext hilft das Anh\u00f6ren (im Sinne von Apg 17,11b) der Predigten von J\u00fcrg Birnstiel vom 09.09.2001 mit dem Titel \u201eWas f\u00fcr den Menschen unm\u00f6glich ist, ist f\u00fcr Gott m\u00f6glich\u201c (Lk 18,18-27), vom 23.08.1998 mit dem Titel \u201eJesus zu folgen lohnt sich in jeder Hinsicht\u201c (Lk 18,28-30) und von Rolf Scheffbuch vom 19.09.1992 mit dem Titel \u201eNachfolge Jesu kostet\u201c (Lk 18,28-30). Diese Predigten findet ihr unter <a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\/\">www.sermon-online.de<\/a>, wenn ihr unter \u201eerweiterte Suche\u201c die Felder \u201eBibelstelle\u201c [z.B. Lukas 18] und \u201eAutor\u201c [z.B. Birnstiel, J\u00fcrg bzw. Scheffbuch, Rolf] ausf\u00fcllt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Textlesung bietet die \u201eNeue Genfer \u00dcbersetzung\u201c eine gut verst\u00e4ndliche, lesbare und zuverl\u00e4ssige \u00dcbersetzung unseres Predigttextes (<a href=\"http:\/\/www.ngue.info\/online\/lesen\">http:\/\/www.ngue.info\/online\/lesen<\/a>).<\/p>\n<p><strong>2. TEXT- UND PREDIGTZUSAMMENHANG<\/strong><\/p>\n<p>In Anlehnung an die Jahreslosung fragen wir uns in diesem Jahr, wie die \u201eKraft\u201c Jesu in uns so m\u00e4chtig sein kann, wie er es will und schenkt. Gegenw\u00e4rtig besch\u00e4ftigen wir uns an Hand von Lk 17 + 18 mit dem Themenfeld \u201eHoffnung\u201c (Monatsthema: Kraft durch Hoffnung) und fragen uns, wie wir durch die Kraft Jesu so leben k\u00f6nnen, dass deutlich wird welche Hoffnung uns erf\u00fcllt. In der chronologischen Folge von Lk 17+18 zeigen wir so im Juni und Juli, dass es Hoffnung gibt f\u00fcr Ratlose \u2013 Ausweglose \u2013 Erwartungslose \u2013 Rechtlose \u2013 Ahnungslose \u2013 Machtlose \u2013 <strong>Orientierungslose<\/strong> (= Predigtthema) \u2013 Verst\u00e4ndnislose \u2013 Hilflose. Auf der Grundlage unseres Predigttextes (Lk 18,18-30) geben wir im Rahmen dieser Predigt Orientierung im Hinblick auf die Kosten und Konsequenzen der Nachfolge. In Fortf\u00fchrung der Predigt vom letzten Sonntag (Lk 18,15-17) bleibt das Grundthema gleich: \u201eZugang zum Heil\u201c! Von daher gilt als Ziel der Predigt: \u201eEntdecke Gottes M\u00f6glichkeiten\u201c! Bitte beachtet hierzu auch die Parallelstellen bei Mt 19,16-30 und Mk 10,17-31.<\/p>\n<p>Zum Nachdenken:<\/p>\n<p>\u201eEin Mann, der wusste, wie viele Pr\u00fcfungen und wie viel Leid das Leben David Livingstone auferlegt hatte, wie er seine Frau verloren und seine Gesundheit in Afrika ruiniert hatte, sagte einmal zu dem Afrikaforscher: \u201aWie viel Opfer haben sie gebracht?\u2018 \u2013 \u201aOpfer?\u2018 erwiderte Livingstone. \u201aIch habe in meinem ganzen Leben kein Opfer gebracht\u2018.\u201c (zit. nach Zuversicht und St\u00e4rke 8\/9 1999 \u2013 S. 60).<\/p>\n<p>\u201eDer Herr ist gut und sieht in Gnaden an den schlichten Dienst der Knechte, die ihn lieben, Er gibt mehr Lohn als man erwarten kann, kein k\u00fchler Trunk ist unvergolten blieben. Er gibt daf\u00fcr die ganze Segensflut, der Herr ist gut\u201c (Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehen \u2013 6. Strophe).<\/p>\n<p>\u201eWir dienen nicht f\u00fcr Lohn, aber auch nicht ohne\u201c (aus einer Predigtnotiz).<\/p>\n<p><strong>3. TEXT- UND PREDIGTANMERKUNGEN<\/strong><\/p>\n<p>Zu V. 27 (= Jahreslosung 2009) dem Kontext erl\u00e4utert Theo Sorg: \u201eWer unterwegs ist, braucht Orientierungszeichen. Unsere vielen Verkehrsschilder und die Leitplanken an den Stra\u00dfen sind dazu aufgestellt, die Richtung anzuzeigen, auf Gefahrenstellen aufmerksam zu machen und die Verkehrsteilnehmer an den richtigen Zielort zu leiten. Man \u00fcbersieht diese Zeichen nur zu seinem eigenen Schaden. Auch wer auf der Bahn des Glaubens unterwegs ist, kommt nicht ohne Hinweise zur Orientierung aus. Die Losungsworte, die uns in der Kirche gegeben sind \u2013 Jahreslosungen, Monats- und Wochenspr\u00fcche \u2013, wollen uns diesen Dienst tun. Sie geben eine Richtung an, sie helfen zur Orientierung, sie setzen Schwerpunkte, sie machen Mut, und sie weisen auch auf Gefahrenstellen hin. Besonders am Anfang eines neuen Jahres, das wie ein unerforschter Kontinent vor uns liegt, brauchen wir eine Richtungsangabe, suchen wir Zuspruch. Die Jahreslosung f\u00fcr das Jahr 2009 ist Richtungsangabe und Zuspruch in einem. Sie will uns den nicht hoch genug zu sch\u00e4tzenden Dienst tun, unser Denken neu zu ordnen, unseren Blick auf die M\u00f6glichkeiten Gottes hinzulenken und uns aus den Begrenztheiten und Gefangenschaften unserer angeborenen Denk- und Sichtweise zu befreien. Und sie will unser Leben zugleich mit Vertrauen anreichern. Mit Vertrauen auf die Macht und die M\u00f6glichkeiten Gottes. So f\u00fchrt sie uns, wenn wir ihr folgen, \u00fcber unsere Erfahrungen menschlicher Begrenzung und Ohnmacht hinaus in eine neue Dimension.<\/p>\n<p><strong>Leben in Begrenzungen<\/strong><\/p>\n<p>Das ist unsere nat\u00fcrliche Erfahrung als Menschen. In diese Situation hinein sind wir geboren. \u00dcberall sto\u00dfen wir auf Barrieren, die unseren Lebensraum einengen. Begrenzungen sind unser Schicksal. Wir k\u00f6nnen sie nicht abstreifen und einfach hinter uns lassen. Das zeigt die Geschichte, an deren Ende unsere Jahreslosung steht. Dreimal erscheint sie im Neuen Testament, in jedem der synoptischen Evangelien, die Geschichte vom \u00bbreichen J\u00fcngling\u201c, der zu Jesus kommt und nach dem Zugang zum ewigen Leben fragt: \u00bbWas muss ich tun, damit ich das ewige Leben erbe?\u00ab (Mt 19,16\u201326; Mk 10,17\u201327; Lk 18,18\u201327). Jesu Antwort weist ihn auf die Gebote Gottes hin, auf den Dekalog vom Sinai. Aber damit kommt er bei dem Fragenden nicht an: \u00bbDas habe ich alles gehalten!\u00ab Doch nun r\u00fchrt Jesus an den kritischen Punkt, der das Leben des jungen Mannes wie in einem Gef\u00e4ngnis festh\u00e4lt: sein Besitz, seine vielen G\u00fcter, sein Reichtum. \u00bbVerkaufe alles, was du hast!\u00ab Das hei\u00dft: Trenne dich von dem, was dich bindet! Doch an dieser Stelle stockt der Frager: Unm\u00f6glich! Das gebe ich nicht auf! Alles andere \u2013 ja, aber das nicht! Die J\u00fcnger Jesu sind erschrocken \u00fcber diese Zuspitzung des Gespr\u00e4chs: \u00bbJa, wer kann dann selig werden?\u00ab Hier hat einer doch alle Gebote gehalten und somit alle Voraussetzungen f\u00fcr den Eingang in das Reich Gottes erf\u00fcllt! Was kann man denn noch mehr tun? An dieser Stelle setzt unsere Jahreslosung ein. Jesus sagt: In jedem Menschenleben gibt es einen Punkt, von dem wir meinen, wir k\u00f6nnten ihn nicht loslassen. Einen Punkt, an dem wir unter allen Umst\u00e4nden festhalten, weil wir darin die Sinnmitte unseres Lebens sehen, das, was unsere Sinne, unser Denken und Streben erf\u00fcllt und bestimmt. Oder anders gesagt: einen Punkt, eine Sache, die uns gefangen h\u00e4lt. Diese Sache war bei dem jungen Mann sein Besitz. Die M\u00f6glichkeiten, die Geld und Besitz f\u00fcr einen Menschen er\u00f6ffnen, waren f\u00fcr ihn der h\u00f6chste Wert im Leben. Dieser Reichtum, dieser Besitz steht hier stellvertretend f\u00fcr alles, was sich zum Lebensgrund und zum Lebenssinn erheben und uns so das Leben mit Jesus verwehren kann. Solche Gefangenschaften k\u00f6nnen sehr verschiedene Gesichter haben: die Karriere, das gesellschaftliche Ansehen, eine Liebhaberei, ein individuelles Laster, ein materieller oder individueller Wert. Auf diesen einen Punkt im Leben des jungen Mannes geht Jesus zu und sagt unmissverst\u00e4ndlich: \u00bbVerkaufe! \u00ab Gib auf, was dich festh\u00e4lt und bindet! Lass los, was du an irdischen H\u00f6chstwerten nicht aufgeben willst! \u00bbWoran einer sein Herz h\u00e4ngt, das ist sein Gott\u00ab, hat Martin Luther einmal gesagt. Im Grunde hat er damit das erste Gebot ausgelegt: \u00bbDu sollst keine anderen G\u00f6tter neben mir haben.\u00ab Das Festhalten und das Haben-Wollen irdischer Werte kann zu einer Macht werden, die Menschen versklavt und die an die Stelle Gottes treten kann. Wie wenig wertbest\u00e4ndig und zukunftssichernd solche Werte sind, das haben die letzten Monate mit ihren weltweiten Finanzkrisen und Bankencrashs in aller Deutlichkeit gezeigt. Immer wieder machen wir Menschen die Erfahrung des jungen Mannes im Neuen Testament (bei Lukas war es ein \u00bbOberer\u00ab, der \u00bbsehr reich\u00ab war), dass wir etwas loslassen sollen \u2013 aber nicht wollen oder k\u00f6nnen, weil wir eine letzte R\u00fcckversicherung in der Hand behalten m\u00f6chten. Eine Sicherheit, \u00fcber die wir und wir allein verf\u00fcgen und bestimmen. Etwas Festes, etwas Sicheres will der Mensch doch haben! Deshalb k\u00f6nnen wir den jungen Mann gut verstehen. Alles aufgeben? Unm\u00f6glich!<\/p>\n<p><strong>Gro\u00df denken von Gottes M\u00f6glichkeiten<\/strong><\/p>\n<p>Der bis heute unvergessene Pfarrer Fritz Gr\u00fcnzweig, langj\u00e4hriger Vorsteher der Br\u00fcdergemeinde in Korntal, hat einem seiner B\u00fccher den Titel gegeben: \u00bbGro\u00df denken von Jesus\u00ab. Genau das ist es, was unsere Jahreslosung f\u00fcr 2009 meint. Wir sollen lernen, gro\u00df zu denken von Jesus und seinen M\u00f6glichkeiten. Vertrauen stiften will die neue Losung. Vertrauen auf Jesus, auf den Vater im Himmel. Auf seine M\u00f6glichkeiten, die weit \u00fcber das hinausgehen, was Menschen und M\u00e4chte dieser Welt verm\u00f6gen. Unz\u00e4hlige haben diesen Schritt des Vertrauens getan und sich Jesus und seiner Macht anvertraut. Ihm ganz allein. Die Kirchengeschichte ist voller Beispiele. Gro\u00dfe Namen w\u00e4ren hier zu nennen. Aber auch zahllose kleine, die in keiner Zeitung stehen und \u00fcber die keine B\u00fccher geschrieben werden. Namen von Menschen, die erfahren haben, dass Jesus Christus, der Gekreuzigte und Auferstandene, lebt und wirkt, dass seine Macht gr\u00f6\u00dfer ist, als wir denken. Dass er unm\u00f6glich Scheinendes m\u00f6glich machen kann. Dass er Verh\u00e4ltnisse \u00e4ndert, wo alles festgefahren scheint. Dass er gesund machen kann, auch wenn \u00e4rztliche Prognosen dagegensprechen. Dass er tr\u00f6stet, wo Menschen untr\u00f6stlich sind. Dass er Hoffnung schenkt mitten in einem Meer der Hoffnungslosigkeit. Er kann auch Frieden schaffen in den Krisengebieten unserer Erde, wo Politiker mit ihren M\u00f6glichkeiten am Ende sind. Freilich, nicht in jedem Fall werden Gottes M\u00f6glichkeiten auf spektakul\u00e4re Weise sichtbar und erfahrbar. Oft sind es stille Kr\u00e4fte und kleine Schritte, in denen Gottes Kraft sich zeigt. Etwa: Indem er Kraft gibt, in ausweglosen Situationen durchzuhalten. Oder Geduld, um unertr\u00e4glich Scheinendes zu ertragen. Indem er durch kleine Zeichen uns seiner N\u00e4he gewiss macht. Gottes Kraft und Gnade erscheinen oft in unscheinbarem Gewand: \u00bbMeine Kraft ist in den Schwachen m\u00e4chtig\u00ab (2.Kor 12,9). Manchmal zeigt sich Gottes Kraft auch darin, dass er uns zufrieden sein l\u00e4sst mit dem, was wir haben, und uns befreit von dem \u00fcberm\u00e4chtigen Trieb, immer mehr und alles besser und sch\u00f6ner haben zu wollen. Gro\u00df denken von Gottes M\u00f6glichkeiten! Denn \u00bbBei Gott sind alle Dinge m\u00f6glich!\u00ab Das ist die gute Nachricht, die Jesus Christus uns gebracht hat. Das ist das helle, reine Evangelium. Die neue Jahreslosung will unsere nat\u00fcrliche Sicht, sie will unser menschliches Denken korrigieren. Und vor allem: Sie will Vertrauen stiften. Vertrauen in den, der in seiner Auferstehung gezeigt hat, dass f\u00fcr ihn und sein rettendes, helfendes und begleitendes Handeln keine menschlichen Grenzen gelten. Darum geh\u00f6rt die Jahreslosung in unseren Alltag hinein, dorthin, wo sich unser t\u00e4gliches Leben abspielt. Das gilt auch f\u00fcr die n\u00e4chsten 365 Tage, f\u00fcr jeden Tag des neuen Jahres. Meine Frau hat seit vielen Jahren die \u00dcbung, dass sie die Jahreslosung an dem Ort anbringt, wo sie sich am meisten aufh\u00e4lt: in der K\u00fcche. Dort h\u00e4ngt zwischen Tassen, Tellern und T\u00f6pfen das Poster mit dem Bibelwort: \u00bbWas bei den Menschen unm\u00f6glich ist, das ist bei Gott m\u00f6glich.\u00ab Immer wieder f\u00e4llt ihr Blick, f\u00e4llt unser Blick auf diese Zusage Gottes. So ist\u2019s richtig: Gottes Wort im Alltag, an jedem Morgen neu. 365 Tage lang\u201c (Theo Sorg \u2013 entnommen aus der Zeitschrift Gemeinschaft H. 1\/2009: S. 3f).<\/p>\n<p>Zu V. 30: \u201eO Gott, deine Macht ist es , welche die S\u00fcnder zum Glauben bringt, und die Gl\u00e4ubigen zur Seligkeit bewahrt. Beweise auch deine Macht an mir\u201c (Johann Albrecht Bengel).<\/p>\n<p><strong>4. PREDIGTGLIEDERUNGEN<\/strong><\/p>\n<p>Nach Gottfried Voigt:<\/p>\n<p>Bei Jesus wird man nicht \u00e4rmer. Er gibt<\/p>\n<p>a) die Freiheit des Loslassens<\/p>\n<p>b) das Geschenk des Findens<\/p>\n<p>c) die Zusage des Lebens<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>oder nach Klaus J\u00fcrgen Diehl<\/p>\n<p>a) Was lassen wir uns die Nachfolge Jesu kosten?<\/p>\n<p>b) Was bringt\u2019s, wenn ich Jesus nachfolge?<\/p>\n<p>c) Und wie steht\u2019s um den himmlischen Lohn?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Kraft zur Hoffnung Predigtthema: Hoffnung f\u00fcr Orientierungslose Bibelstelle: Lukas 18,18-30 Verfasser: Thomas Richter Eine Predigthilfe enth\u00e4lt Hinweise f\u00fcr die Verk\u00fcndigung und ersetzt deshalb nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und das Weitergeben der vom Herrn aus dem Predigttext pers\u00f6nlich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[10],"tags":[],"class_list":["post-2022","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lukas"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-12 17:42:13","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2022","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2022"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2022\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2022"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2022"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2022"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}