{"id":2010,"date":"2012-05-31T16:14:41","date_gmt":"2012-05-31T14:14:41","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.wbb-online.de\/predigthilfen\/?p=2010"},"modified":"2012-05-31T16:14:41","modified_gmt":"2012-05-31T14:14:41","slug":"predigthilfe-vom-24-juni-2012-lukas-18-1-8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-24-juni-2012-lukas-18-1-8\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 24. Juni 2012 &#8211; Lukas 18, 1-8"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Kraft zur Hoffnung<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigtthema: Hoffnung f\u00fcr Rechtlose<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Lukas 18,1-8<\/strong><\/p>\n<h2>Verfasser: Thomas Richter<\/h2>\n<p>Eine Predigthilfe enth\u00e4lt Hinweise f\u00fcr die Verk\u00fcndigung und ersetzt deshalb nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und das Weitergeben der vom Herrn aus dem Predigttext pers\u00f6nlich geh\u00f6rten Beauftragung zur Botschaft. Unsere Predigt folgt dabei dem Grundsatz Jesu: \u201eAus der F\u00fclle des Herzens redet der Mund\u201c (Mt 12,34b). Nur wo der Herr selbst uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)! \u201eSo sind wir nun Gesandte an Christi Statt\u201c (2Kor 5,20a). So suchen wir in der Predigtvorbereitung nach dem, was der Herr uns durch das Wort des Predigttextes sagen will. Es geht um seine Botschaft und wir sind seine Botschafter. Deshalb h\u00f6ren wir zwar auch auf andere Botschafter, z.B. durch die Hinweise der Predigthilfe, verk\u00fcndigen aber die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufgetragen wird! \u201e<strong>Redet jemand im Auftrag Gottes, dann soll er sich bewusst sein, dass es Gottes Worte sind, die er weitergibt<\/strong>\u201c (1Petr 4,11a &#8211; NG\u00dc).<\/p>\n<p><strong>1. TEXT- UND PREDIGTHILFSMITTEL<\/strong><\/p>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung)<\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung und Anwendung des Predigttextes (Lk 18,1-8) bieten z.B.<\/p>\n<p>* Gerhard Maier. Lukas-Evangelium 2.Teil. Edition C Bibelkommentar Bd. 5. H\u00e4nssler (S. 374-381)<\/p>\n<p>* Fritz Rienecker. Das Evangelium des Lukas. Wuppertaler Studienbibel NT. R. Brockhaus (S. 417-422)<\/p>\n<p>* Norman Crawford. Was die Bibel lehrt Bd. 3: Lukas. CV Kommentarreihe NT. Christliche Verlagsgesellschaft (S. 369-372)<\/p>\n<p>* John Charles Ryle. Lukas \u2013 Vers f\u00fcr Vers. Bd. 3: Kap 16-24. 3L-Verlag (S. 79-85)<\/p>\n<p>* Theodor Zahn. Kommentar zum Neuen Testament. Bd. 3: Das Evangelium nach Lukas (<a href=\"http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/TheodorZahn\/Kommentar_Zum_Neuen_Testament_Band_03_Buecher_42_1913.pdf\">http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/TheodorZahn\/Kommentar_Zum_Neuen_Testament_Band_03_Buecher_42_1913.pdf<\/a> &#8211; S. 607-611)<\/p>\n<p>* Charles H. Spurgeon. Wachet und betet: 12 Predigttexte zur Erweckung. CLV (S. 167-184 \u2013 Download unter <a href=\"http:\/\/www.clv-server.de\/pdf\/255304.pdf\">http:\/\/www.clv-server.de\/pdf\/255304.pdf<\/a>)<\/p>\n<p>Beachtenswerte Textanmerkungen und Parallelstellen zum Predigttext bietet die MacArthur Studienbibel (<a href=\"http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/42-Das_Evangelium_Nach_Lukas.pdf\">http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/42-Das_Evangelium_Nach_Lukas.pdf<\/a>; S. 1461). Anregend ist auch die Predigt von Pfr. Hermann Traub mit dem Titel \u201eHimmlisches Feuer f\u00fcr eine erkaltete Welt\u201c (Lk 18,1-8 \u2013 einsehbar beim ERF unter <a href=\"http:\/\/www.erf.de\/service\/predigten\/himmlisches-feuer-fuer-eine-erkaltete-welt\/117-2466?range=detailDataset&amp;content_item=2466&amp;record=2466\">http:\/\/www.erf.de\/service\/predigten\/himmlisches-feuer-fuer-eine-erkaltete-welt\/117-2466?range=detailDataset&amp;content_item=2466&amp;record=2466<\/a>).<\/p>\n<p>Zur Besch\u00e4ftigung mit dem Predigttext hilft das Anh\u00f6ren (im Sinne von Apg 17,11b) der Predigt von Winrich Scheffbuch vom 12.11.1989 mit dem Titel \u201eKeiner ist allein\u201c (Lk 18,1-8). Diese Predigt findet ihr unter <a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\/\">www.sermon-online.de<\/a>, wenn ihr unter \u201eerweiterte Suche\u201c die Felder \u201eBibelstelle\u201c [z.B. Lukas 18] und \u201eAutor\u201c [z.B. Scheffbuch, Winrich] ausf\u00fcllt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Textlesung bietet die \u201eNeue Genfer \u00dcbersetzung\u201c eine gut verst\u00e4ndliche, lesbare und zuverl\u00e4ssige \u00dcbersetzung unseres Predigttextes (<a href=\"http:\/\/www.ngue.info\/online\/lesen\">http:\/\/www.ngue.info\/online\/lesen<\/a>).<\/p>\n<p><strong>2. TEXT- UND PREDIGTZUSAMMENHANG<\/strong><\/p>\n<p>In Anlehnung an die Jahreslosung fragen wir uns in diesem Jahr, wie die \u201eKraft\u201c Jesu in uns so m\u00e4chtig sein kann, wie er es will und schenkt. Gegenw\u00e4rtig besch\u00e4ftigen wir uns an Hand von Lk 17 + 18 mit dem Themenfeld \u201eHoffnung\u201c (Monatsthema: Kraft durch Hoffnung) und fragen uns, wie wir durch die Kraft Jesu so leben k\u00f6nnen, dass deutlich wird welche Hoffnung uns erf\u00fcllt. In der chronologischen Folge von Lk 17+18 zeigen wir so im Juni und Juli, dass es Hoffnung gibt f\u00fcr Ratlose \u2013 Ausweglose \u2013 Erwartungslose \u2013 <strong>Rechtlose<\/strong> (= Predigtthema) \u2013 Ahnungslose \u2013 Machtlose \u2013 Orientierungslose \u2013 Verst\u00e4ndnislose \u2013 Hilflose. Auf der Grundlage unseres Predigttextes (Lk 18,1-8) entfalten wir den beharrlichen, aber nicht erzwingenden Aspekt des Gebets. Bitte achtet darauf, wer der Herr ist, auch beim Bitten. Wir bitten, aber Gott wei\u00df was gut ist, deshalb beten wir entsprechend seinem Willen. Konkret wird dies, wenn wir entsprechend den biblischen Verhei\u00dfungen leben und bitten. Beachtenswerte Parallelstellen dazu sind z.B. Lk 11,1-13; 21,36; 22,39-46; Joh 14,13f; 15,7.16; Jak 5,17f.<\/p>\n<p><strong>3. TEXT- UND PREDIGTANMERKUNGEN<\/strong><\/p>\n<p>Ausf\u00fchrliche Anmerkungen zum Predigttext enth\u00e4lt der Predigttipp von <strong>Albrecht Wandel<\/strong> vom 11.05.2003 zu Lk 18,1-14 (Erbarmen f\u00fcr Rechtlose) unter <a title=\"Predigthilfe vom 11.5.2003 \u2013 Lukas 18,1-14\" href=\"http:\/\/apps.wbb-online.de\/predigthilfen\/1378\/predigthilfe-vom-11-5-2003-lukas-181-14\/\" target=\"_blank\">www.studienbibel.de<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Alfred Christlieb<\/strong> entdeckt in unserem Predigttext (Lk 18,1-8) folgende Zusammenh\u00e4nge:<\/p>\n<p>\u201eJesus will uns zum anhaltenden Gebet ermuntern. Darum zeigt er uns das Bild einer Witwe, die in ihrer Not unabl\u00e4ssig einen menschlichen Machthaber angeht, bis sie von ihm Hilfe erf\u00e4hrt. Wir wollen das Bild dieser Frau n\u00e4her anblicken und ihre Not, ihr einziges Rettungsmittel und ihre Hilfe betrachten:<\/p>\n<p>* <strong>Die notvolle Lage:<\/strong> Die Frau ist Witwe. Ihres Besch\u00fctzers, ihres Mannes, war sie beraubt. Ein schlimmer Mensch ver\u00fcbt nun an dieser armen Frau eine Ungerechtigkeit. Ihre Lage wird entsetzlich schwer und dr\u00fcckend. Der Heiland sieht in der trostlosen Lage der armen Frau ein Bild der Not, in welcher seine Gemeinde am Ende der Tage sich befinden wird. Demnach haben sich die J\u00fcnger Jesu in der \u00bbletzten Zeit\u00ab nicht auf sonnige, liebliche, angenehme Tage gefasst zu machen. Im Gegenteil! Es werden Zeiten der Unterdr\u00fcckung, der Ungerechtigkeit kommen. Die Gemeinde wird die rohe Selbstsucht des Widersachers zu f\u00fchlen bekommen. Zeiten werden hereinbrechen, wo die Welt beweisen wird, dass sie im Grunde die gleiche Art hat wie zur Zeit Jesu, da sie den Herrn an das Kreuz brachte. \u00a0Was soll die Gemeinde Jesu nun tun? Soll sie sagen: Hilf dir selbst, so hilft dir Gott? Soll sie zur Selbsthilfe greifen und gegen jenen Widersacher eine rachs\u00fcchtige Unternehmung veranstalten? Nein! Die Witwe geht den vorschriftsm\u00e4\u00dfigen Weg, indem sie sich an die f\u00fcr solche F\u00e4lle vorhandene Obrigkeit, an den Richter der Stadt wendet mit der Bitte um Abhilfe ihrer Not. Der Richter an jenem Ort aber war ein ungerechter Mann. Er f\u00fcrchtete Gott nicht und fragte auch nicht nach den Menschen. Er lie\u00df den B\u00f6sewicht ruhig gew\u00e4hren und k\u00fcmmerte sich nicht um die der Witwe immer wieder aufs neue widerfahrende Ungerechtigkeit. \u00bbEr wollte lange nicht.\u00ab<\/p>\n<p>* <strong>Anhalten mit Flehen:<\/strong> Was tut die Witwe? Sie geht immer aufs neue zum Richter. Sie h\u00e4lt ihm ihre Not vor. Sie fleht ihn an, seines Amtes zu walten und ihr Recht zu verschaffen. Und das tut sie immer aufs neue. Trotz aller Abweisung l\u00e4sst sie nicht nach. Immer wieder bittet sie von ihm, zu tun, was seine Pflicht und Schuldigkeit ist. Das sind gewiss saure G\u00e4nge. Wie mag der ungerechte Mensch sie angefahren haben! Aber sie l\u00e4sst sich nicht abschrecken und wird nicht m\u00fcde. Mit diesem Verhalten der Witwe zeigt Jesus den Gemeinden der Endzeit ihren gottgewiesenen Weg. Wenn es wieder und wieder so aussieht, als ob alles Beten gar nichts n\u00fctze, so soll sich die Gemeinde der Auserw\u00e4hlten nicht abschrecken lassen durch solche scheinbaren Misserfolge ihrer Gebete, sondern fortfahren und anhalten mit Flehen zu Gott. Jesus ermuntert zum z\u00e4hen Aushalten am Gebet. Welch eine freundliche Erlaubnis gibt er uns damit! Menschen k\u00f6nnten es unversch\u00e4mt finden, wenn man sie nach wiederholter Abweisung wieder bem\u00fcht. Man k\u00f6nnte solches Verhalten zudringlich, frech und dreist und unbescheiden nennen. Gott aber l\u00e4sst uns geradezu auffordern, so zu handeln. Er, der heilige, gerechte Richter, will angelaufen sein. Er hat es direkt angeordnet und bestimmt: Immer wieder zu mir kommen! Nicht m\u00fcde werden mit Beten und Anrufen! Wohlan, so lasst uns von dieser Erlaubnis Gebrauch machen! Solche Aufforderung st\u00e4rkt den Mut in schwerer Zeit und gibt Aussicht auf endlichen Erfolg. Nur nicht matt werden! Nur nicht im Gebet nachlassen! Der Sieg muss endlich kommen, so gewiss Gottes Wort Wahrheit ist!<\/p>\n<p>* <strong>Die herrliche Hilfe:<\/strong> Die Hilfe brach endlich herein. Zwar war sie lange ausgeblieben. Die Worte \u00bbEr wollte lange nicht\u00ab deuten auf eine lange Gedulds- und Wartezeit jener armen Frau. Der ungerechte Richter, der weder Gott noch Menschen scheute, wurde durch das anhaltende Bitten der Witwe zuletzt doch bewogen, ihr Hilfe zu schaffen. Jesus fordert die J\u00fcnger auf, den Urteilsspruch jenes Richters anzuh\u00f6ren und aus ihm zu lernen: \u00bbH\u00f6ret hier!\u00ab Ja, aus den Worten eines gottlosen Menschen sollen sie etwas Gott Wohlgef\u00e4lliges lernen. \u00bbH\u00f6ret hier!\u00ab ruft Jesus auch uns zu. Wenn jener ungerechte Richter durch das anhaltende Bitten gegen seinen Willen zum hilfreichen Eingreifen bewogen wurde, wie viel mehr wird Gott, der nicht ungerecht, sondern gerecht, der nicht lieblos, sondern barmherzig ist, zur rechten Zeit ganz gewiss seine rettende Hand ausstrecken. H\u00f6rt den Urteilsspruch des Richters! Wie mag der Witwe zumute gewesen sein, als sie endlich sein Machtwort h\u00f6rte: \u00bbEs soll dir geholfen werden!\u00ab Wie mag der Widersacher gezittert haben, als nun endlich seine Ungerechtigkeit ans Licht kam und er verurteilt wurde! Gott wird auch seine Auserw\u00e4hlten retten, die am Rufen bleiben. Der Widersacher ist nicht der h\u00f6chste Gewalthaber. Er hat nicht das letzte Wort zu sprechen. Das tut der, zu dem die Auserw\u00e4hlten bei Tag und Nacht schreien. Wenn Gottes Eingreifen zu seiner Zeit pl\u00f6tzlich erfolgt, wird die Wahrheit der Worte offenbar werden: \u00bbDie Leiden dieser Zeit sind nicht wert der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll \u00ab (R\u00f6m 8,18). Lasst uns nur den Glauben halten, der mit der Witwe immer wieder zur rechten, h\u00f6chsten Instanz eilt, bis uns Hilfe zuteil wird! Je l\u00e4nger sie ausbleibt, um so herrlicher wird sie werden\u201c (entnommen aus <strong>Alfred Christlieb<\/strong>. Ich suche, Herr, dein Antlitz).<\/p>\n<p><strong>4. PREDIGTVERANSCHAULICHUNGEN<\/strong><\/p>\n<p>Unter dem Stichwort \u201eSchreien\u201c veranschaulicht Konrad Ei\u00dfler unserem Predigttext (Lk 18,1-8) folgenderma\u00dfen: \u201eEin schillernder Typ, dieser Richter, der mit der Akte einer bittenden Witwe kurzen Prozess macht und sie auf die lange Bank schiebt. Eine dubiose Pers\u00f6nlichkeit, dieser Rechtsprecher, der sich um die aufgebrachte Kl\u00e4gerin einen Dreck k\u00fcmmert. Was die G\u00f6tter \u00fcber ihn denken, l\u00e4sst ihn kalt, und was die Leute von ihm halten, ist ihm schnuppe. \u00bbIch bin mir selbst genug\u00ab, steht auf dem Wappenspruch dieses fiesen Kerls. Diesem Rechtsverdreher geht eines Tages dies unabl\u00e4ssige Bitten und Betteln jener Antragstellerin \u00fcber die Hutschnur. \u00bbIch kann diese Nervens\u00e4ge nicht mehr sehen. Ich muss mir diese Quengeltante vom Halse schaffen. Ich brauch&#8216; endlich meine Ruhe vor diesem geifernden Weibsst\u00fcck, das schlussendlich noch handgreiflich wird und mir die Augen auskratzt. \u00abDeshalb greift er nach der Akte, verf\u00fcgt die Testamentsvollstreckung und erledigt den Fall. Wahrlich keine Idealfigur, dieser Herr Gerichtsvorsitzende, aber eine Kontrastfigur. Wenn schon dieser Rechtsbrecher schlie\u00dflich Recht schafft, blo\u00df weil er die st\u00e4ndige Bel\u00e4stigung loshaben will, wie viel mehr wird dieser Rechtsbringer, dieser Richtergott schlie\u00dflich alles recht und richtig machen? Gott h\u00f6rt die Armen. Er sieht die Elenden. Er leiht den Rufenden sein Ohr. Ihm gegen\u00fcber berufen wir uns nicht nur auf das, was er tun soll, sondern auf das, was er tun will. Er bekennt sich f\u00f6rmlich als Vater der Waisen und Witwen. Er verb\u00fcrgt sich ausdr\u00fccklich als Heiland der Schutzlosen und Wehrlosen. Er wendet sich uns ganz zu. Warum zweifeln wir an unseren ungeahnten M\u00f6glichkeiten bei ihm? Warum glauben wir nicht, dass er wegen uns sein Konzept zerrei\u00dft und neu schreibt? Es ist recht, ihn in allen N\u00f6ten anzurufen. Wir liegen richtig, wenn wir in allen Schwierigkeiten bei ihm vorstellig werden. Schreien geh\u00f6rt zum guten Ton im Reich Gottes. Kein Schrei ist aussichtslos, denn diese Verhei\u00dfung steht: \u00bbIch sage euch: Er wird ihnen Recht schaffen in K\u00fcrze\u00ab\u201c (zitiert nach Konrad Ei\u00dfler. Kurz gesagt. Wuppertal: R. Brockhaus, 1992. S. 56f).<\/p>\n<p><strong>5. PREDIGTGLIEDERUNGEN<\/strong><\/p>\n<p>Nach Gottfried Voigt:<\/p>\n<p>Wir wollen beherzt und ausdauernd beten, denn wir haben einen Gott,<\/p>\n<p>a) der gern erh\u00f6rt,<\/p>\n<p>b) der bald errettet,<\/p>\n<p>c) der besorgt wartet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>oder nach Michael Herbst:<\/p>\n<p>a) Sprich dir das von der Seele, was dir wirklich wichtig ist.<\/p>\n<p>b) Erwarte vor allem eines: Du musst nicht mehr alleine klarkommen!<\/p>\n<p>c) Fang an und bleib dran!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>oder nach Alfred Christlieb:<\/p>\n<p>a) Die notvolle Lage<\/p>\n<p>b) Anhalten mit Flehen<\/p>\n<p>c) Die herrliche Hilfe<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Kraft zur Hoffnung Predigtthema: Hoffnung f\u00fcr Rechtlose Bibelstelle: Lukas 18,1-8 Verfasser: Thomas Richter Eine Predigthilfe enth\u00e4lt Hinweise f\u00fcr die Verk\u00fcndigung und ersetzt deshalb nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und das Weitergeben der vom Herrn aus dem Predigttext pers\u00f6nlich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[10],"tags":[],"class_list":["post-2010","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lukas"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-12 17:42:13","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2010","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2010"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2010\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2010"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2010"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2010"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}