{"id":1985,"date":"2012-04-19T21:54:51","date_gmt":"2012-04-19T19:54:51","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.wbb-online.de\/predigthilfen\/?p=1985"},"modified":"2012-04-19T21:54:51","modified_gmt":"2012-04-19T19:54:51","slug":"predigthilfe-vom-20-mai-2012-lukas-16-19-31","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-20-mai-2012-lukas-16-19-31\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 20. Mai 2012 &#8211; Lukas 16, 19-31"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Kraft im Wohlstand<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigtthema: Wof\u00fcr lebe ich?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Lukas 16,19-31<\/strong><\/p>\n<h2>Verfasser: Thomas Richter<\/h2>\n<p>Eine Predigthilfe enth\u00e4lt Hinweise f\u00fcr die Verk\u00fcndigung und ersetzt deshalb nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und das Weitergeben der vom Herrn aus dem Predigttext pers\u00f6nlich geh\u00f6rten Beauftragung zur Botschaft. Unsere Predigt folgt dabei dem Grundsatz Jesu: \u201eAus der F\u00fclle des Herzens redet der Mund\u201c (Mt 12,34b). Nur wo der Herr selbst uns das Herz gef\u00fcllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: \u201eWer euch h\u00f6rt, h\u00f6rt mich\u201c (Lk 10,16a)! \u201eSo sind wir nun Gesandte an Christi Statt\u201c (2Kor 5,20a). So suchen wir in der Predigtvorbereitung nach dem, was der Herr uns durch das Wort des Predigttextes sagen will. Es geht um seine Botschaft und wir sind seine Botschafter. Deshalb h\u00f6ren wir zwar auch auf andere Botschafter, z.B. durch die Hinweise der Predigthilfe, verk\u00fcndigen aber die Botschaft, die uns pers\u00f6nlich auf der Basis des Predigttextes aufgetragen wird! \u201e<strong>Redet jemand im Auftrag Gottes, dann soll er sich bewusst sein, dass es Gottes Worte sind, die er weitergibt<\/strong>\u201c (1Petr 4,11a &#8211; NG\u00dc).<\/p>\n<p><strong>1. TEXT- UND PREDIGTHILFSMITTEL<\/strong><\/p>\n<p>Verschiedene Bibel\u00fcbersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter <a href=\"http:\/\/www.bibleserver.com\/\">www.bibleserver.com<\/a> (Luther 1984 \/ Revidierte Elberfelder Bibel \/ Hoffnung f\u00fcr alle \/ Schlachter 2000 \/ Neue Genfer \u00dcbersetzung \/ Gute Nachricht Bibel \/ Einheits\u00fcbersetzung \/ Neues Leben Bibel \/ Neue Evangelistische \u00dcbersetzung).<\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung und Anwendung des Predigttextes (Lk 16,19-31) bieten z.B.<\/p>\n<p>* Gerhard Maier. Lukas-Evangelium 2.Teil. Edition C Bibelkommentar Bd. 5. H\u00e4nssler (S. 320-336)<\/p>\n<p>* Fritz Rienecker. Das Evangelium des Lukas. Wuppertaler Studienbibel NT. R.Brockhaus (S. 392-398)<\/p>\n<p>* Norman Crawford. Was die Bibel lehrt Bd. 3: Lukas. CV Kommentarreihe NT. Christliche Verlagsgesellschaft (S. 345-353)<\/p>\n<p>* John Charles Ryle. Lukas \u2013 Vers f\u00fcr Vers. Bd. 3: Kap 16-24. 3L-Verlag (S. 33-41)<\/p>\n<p>* Theodor Zahn. Kommentar zum Neuen Testament. Bd. 3: Das Evangelium nach Lukas (<a href=\"http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/TheodorZahn\/Kommentar_Zum_Neuen_Testament_Band_03_Buecher_42_1913.pdf\">http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/TheodorZahn\/Kommentar_Zum_Neuen_Testament_Band_03_Buecher_42_1913.pdf<\/a> &#8211; S. 582-591)<\/p>\n<p>Beachtenswerte Textanmerkungen und Parallelstellen zum Predigttext bietet die MacArthur Studienbibel (<a href=\"http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/42-Das_Evangelium_Nach_Lukas.pdf\">http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/42-Das_Evangelium_Nach_Lukas.pdf<\/a>; S. 1458f) und die Predigt von Carsten Linke zu Lk 16,19-31 \u201eDer reiche Mann und der arme Lazarus\u201c in Bekennende Kirche Nr. 30 (Oktober 2007- <a href=\"http:\/\/www.bekennende-kirche.de\/hefte\/Bekennende_Kirche_30.pdf\">http:\/\/www.bekennende-kirche.de\/hefte\/Bekennende_Kirche_30.pdf<\/a>) S. 5-12.<\/p>\n<p>Zur Besch\u00e4ftigung mit dem Predigttext hilft das Anh\u00f6ren (im Sinne von Apg 17,11b) der Predigten von Winrich Scheffbuch vom 01.06.1997 mit dem Titel \u201eWie Gott unser Leben einsch\u00e4tzt\u201c (Lk 16,19-31), vom 09.06.1985 mit dem Titel \u201eDie Kehrseite des Lebens\u201c (Lk 16,19-31), vom 17.06.1979 mit dem Titel \u201eVon der R\u00fcckseite betrachtet\u201c (Lk 16,19-31) und von Konrad Ei\u00dfler vom 02.06.1991 mit dem Titel \u201eVom reichen Mann und armen Lazarus\u201c (Lk 16,19-31). Diese Predigten findet ihr unter <a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\/\">www.sermon-online.de<\/a>, wenn ihr unter \u201eerweiterte Suche\u201c die Felder \u201eBibelstelle\u201c [z.B. Lukas 16] und \u201eAutor\u201c [z.B. Scheffbuch, Winrich bzw. Ei\u00dfler, Konrad] ausf\u00fcllt. Bedenkenswert ist auch die evangelistische Predigt von Markus W\u00e4sch vom 11.03.2012 beim Sonntagabendtreff in Dillenburg zum Thema: \u201eDeine Zukunft \u2013 himmlisch oder h\u00f6llisch?\u201c (Lk 16,19-31 \u2013 Download unter <a href=\"http:\/\/www.sonntagabendtreff.de\/themen\">http:\/\/www.sonntagabendtreff.de\/themen<\/a>).<\/p>\n<p>F\u00fcr die Textlesung bietet die \u201eNeue Genfer \u00dcbersetzung\u201c eine gut verst\u00e4ndliche, lesbare und zuverl\u00e4ssige \u00dcbersetzung unseres Predigttextes (<a href=\"http:\/\/www.ngue.info\/online\/lesen\">http:\/\/www.ngue.info\/online\/lesen<\/a>).<\/p>\n<p><strong>2. TEXT- UND PREDIGTZUSAMMENHANG<\/strong><\/p>\n<p>In Anlehnung an die Jahreslosung fragen wir uns in diesem Jahr, wie die \u201eKraft\u201c Jesu in uns so m\u00e4chtig sein kann, wie er es will und schenkt. Im Monat Mai besch\u00e4ftigen wir uns an Hand von Lk 16 mit dem Themenfeld \u201eWohlstand\u201c und fragen uns, wie wir durch die Kraft Jesu so leben k\u00f6nnen, damit klar wird, wes Kind wir sind. Wenn wir Christen sind, dann soll deutlich werden, dass der Christus unser Herr und Leben ist. Unser Predigttext (Lk 16,19-31) f\u00fchrt uns die Konsequenzen unseres Handelns deutlich vor Augen und deshalb haben wir im Rahmen der Predigt die Frage zu beantworten: \u201eWof\u00fcr lebe ich?\u201c (= Predigtthema). Was hier auf der Erde geschieht hat \u201eewige\u201c Auswirkungen.<\/p>\n<p>Um in einer christusgem\u00e4\u00dfen \u201eArt und Weise\u201c predigen zu k\u00f6nnen (vgl. 1Kor 2,1-5), bietet <strong>Theo Lehmann <\/strong>hilfreiche Hinweise zum Thema: \u201e<strong>\u00dcber die H\u00f6lle predigen \u2026<\/strong>\u201c<\/p>\n<p><strong>* mit weinendem Herzen:<\/strong> Wer nicht \u00fcber die Verlorenheit seiner H\u00f6rer geweint hat, hat zu schweigen.<\/p>\n<p><strong>* mit heiliger Direktheit:<\/strong> \u201eEiner muss f\u00fcr deine Schuld bezahlen: Entweder zahlst du in der H\u00f6lle oder Jesus f\u00fcr dich am Kreuz\u201c. Die H\u00f6lle wurde von Gott nachtr\u00e4glich eingerichtet f\u00fcr die, \u201edie Gott nicht kennen und nicht gehorsam sind dem Evangelium\u201c (2Thess 1,9). Rein kommen also nur Freiwillige, raus keiner. \u201eFern von dem Angesicht des Herrn\u201c sein m\u00fcssen, also ewig mit der Erkenntnis leben m\u00fcssen, sich falsch entschieden zu haben \u2013 das ist H\u00f6lle.<\/p>\n<p><strong>* mit zuchtvoller Zur\u00fcckhaltung:<\/strong> Jesus warnt mehrmals, vor allem in der Bergpredigt vor der H\u00f6lle. Aber keine Ausmalungen! Niemand kann sich die Schrecken der H\u00f6lle vorstellen \u2013 ewig von Gott getrennt zu sein. Das ist zum F\u00fcrchten, deshalb sollen auch wir uns f\u00fcrchten (Mt 10,29).<\/p>\n<p><strong>* mit werbender Liebe:<\/strong> Nicht mit der H\u00f6lle drohen, sondern vor ihr warnen. Eine Drohung kommt aus dem Hass. Eine Warnung kommt aus der Liebe. Eine Predigt \u00fcber die H\u00f6lle kann nur als Kreuzespredigt enden: \u201eDas hat Jesus getan, um dich vor der H\u00f6lle zu bewahren\u201c (idea Spektrum 29\/2005: S. 21).<\/p>\n<p>Diese Hinweise beachten wir in unserer Verk\u00fcndigung!<\/p>\n<p><strong>3. TEXT- UND PREDIGTANMERKUNGEN<\/strong><\/p>\n<p>Ausf\u00fchrliche Anmerkungen zum Predigttext enth\u00e4lt der Predigttipp von <strong>Johann Hesse<\/strong> vom 27.04.2003 zu Lk 16,19-31 unter <a title=\"Predigthilfe vom 27.4.2003 \u2013 Lukas 16, 19-31\" href=\"http:\/\/apps.wbb-online.de\/predigthilfen\/1376\/predigthilfe-vom-27-4-2003-lukas-16-19-31\/\">www.studienbibel.de<\/a>.<\/p>\n<p>Die nachfolgenden Anmerkungen mit dem Titel \u201eAus dem Land ohne Br\u00fccken\u201c (Lk 16,19-31) stammen von Pfr. <strong>Hermann Traub<\/strong>: \u201eFreunde, ich habe wirklich ein Problem. Ihr denkt wohl &#8211; dass es hier zu hei\u00df ist, st\u00f6rt mich. Klar st\u00f6rt mich das. Ich schwitze hier Tag und Nacht. Und es gibt kein Bier in der H\u00f6lle. Nicht mal alkoholfreies Bier. Kein Selterswasser. Keine Cola. Nichts. Und auf der anderen Seite trinken sie frisch gepressten Orangensaft, Multivitamin-S\u00e4fte, beste Qualit\u00e4tsauslese des k\u00f6stlichen Himmelsweins. Du meinst, das sei mein Problem? Wei\u00dft du, mit der Zeit wird man sehr anspruchslos hier. Ein Tropfen Wasser, um die Zunge zu k\u00fchlen &#8211; das habe ich mir auch schon abgeschminkt. Viel schlimmer hat mir am Anfang etwas anderes Probleme gemacht: Es gibt keine Br\u00fccke. Die H\u00f6lle hat keine Br\u00fccken. Sie hat zwar offene Fenster, und der Himmel ist sichtbar vor meinen Augen &#8211; aber es gibt keine Br\u00fccke. Es wird auch nie eine gebaut werden. Gut, das hat mich am Anfang geschlaucht. Aber heute habe ich eine ganz andere Schwierigkeit. Inzwischen wei\u00df ich: Hier ist nichts mehr zu ver\u00e4ndern. Die H\u00f6lle bleibt, wie sie ist. Und ich komme hier nicht mehr raus. Aber heute wei\u00df ich etwas glasklar: Ich wei\u00df, wie man in die H\u00f6lle kommt!<\/p>\n<p>Ich bin mir nicht im klaren, ob dich das interessiert. Es gab eine Zeit, da hat mich das \u00fcberhaupt. nicht interessiert. Oder ich war \u00fcberzeugt, dass ich nicht in die H\u00f6lle kommen w\u00fcrde. Pustekuchen &#8211; nichts wusste ich. Ich hatte sogar vorgesorgt. Ich geh\u00f6rte dem \u00bbClub f\u00fcr soziales Essen\u00ab an. Wisst ihr, was dieser Club tat? Er k\u00fcmmerte sich um die \u00c4rmsten der Armen. Wenn wir auftischten in der offenen Pergola, dann lie\u00dfen wir zu, dass die Armen sich an der Stra\u00dfe vor unseren H\u00e4usern aufhielten. Wir h\u00e4tten ja auch die Hunde hetzen k\u00f6nnen. Nein, es gab in unserem Club eine Abmachung: \u00bbDie Hunde an die Kette und die \u00c4rmsten vor unsere H\u00e4user.\u00ab Damit war eine Armenspeisung verbunden. Die G\u00e4ste hatten die Anweisung, das Fladenbrot, das zum H\u00e4ndeabwischen gereicht wurde, nach der Reinigung auf die Stra\u00dfe zu werfen &#8211; da, wo die Armen in der Nacht herumlagen. Das gleiche galt auch f\u00fcr die abgenagten Knochen, die restlichen Brotfladen. Ich muss sagen: Ein wenig stolz war ich auf diese soziale Idee. Denn nachgemacht hat mir dieses Gesellschaftsspiel bald die ganze Stadt. Das wurde ein richtiger Sport. Manchmal feierten wir, obwohl es gar nichts zu feiern gab &#8211; nur um die Armen zu f\u00fcttern und den \u00bbsozialen Brotwurf\u00ab zu \u00fcben. Wir waren m\u00e4chtig stolz auf unser neues \u00bbsoziales Netz\u00ab, das wir geflochten hatten. Ansonsten gingen wir unseren Gesch\u00e4ften nach. Als Jungunternehmer hatte ich allerhand zu tun: Computerkurs, Fitness-Training, Theaterabonnement, Mitgliedschaft im EC &#8211; die holten mich immer, wenn es etwas zu finanzieren gab. Ab und zu ging ich in die Freikirche &#8211; die hatten ihren Gottesdienst erst um elf Uhr. Bitte, Leute, ich tat nichts, was nach H\u00f6lle aussah! Beurteilt das selber: Der einzige Luxus, den ich mir leistete, waren schicke Sachen aus der Boutique: Hugo Boss aus Metzingen war so meine Kragenweite. Ich fiel nicht auf. Ich lebte wie alle. Ich lie\u00df mir&#8217;s gutgehen und war sozial. Heute wei\u00df ich: Genau das hat mich in die H\u00f6lle gebracht. Mein harmloses, nettes, soziales Leben &#8211; war der Weg in die H\u00f6lle! Ich habe nur scheinbar gelebt. Versteht doch: Alle haben zu mir hochgeschaut und gesagt: \u00bbJunge, Junge &#8211; du hast es raus. Du f\u00fchrst ein Leben!\u00ab Und ich habe gar nicht gelebt! Ich f\u00fchrte ein Tarn-Leben, ein Pseudoleben. Ich hatte alles &#8211; aber nie das Leben! Mir ging&#8217;s gut &#8211; aber ich habe alles falsch gemacht. Bitte \u2013 jetzt n\u00fctzt es mir nichts mehr. Ich komme hier nicht mehr raus.<\/p>\n<p>Aber heute habe ich noch ein ganz anderes Problem. Ich bin in unserer Familie nicht allein. F\u00fcnf Br\u00fcder habe ich noch. Und die sind jetzt mein Problem. Ich wei\u00df Bescheid, wie man in die H\u00f6lle kommt. Und die haben keine Ahnung, dass sie auf dem Weg sind. Die f\u00fchlen sich sauwohl. Die haben mein Sozialwerk fortgesetzt. Sie f\u00fchren das belanglose, harmlose, reiche Leben wie ich damals. K\u00fcrzlich kam mir eine gl\u00e4nzende Idee. Ihr erinnert euch: Wir sind ja mit dem Himmel auf Sichtweite. Und verst\u00e4ndigen k\u00f6nnen wir uns auch. So gehe ich eines Tages an die Sprechanlage und melde mich bei Vater Abraham. Mit meiner gl\u00e4nzenden Idee. Ich wei\u00df ja, dass die im Himmel immer f\u00fcr Mission und Rettung sind &#8211; also unterbreite ich Abraham einen missionarischen Auftrag. Lazarus soll zu meinen f\u00fcnf Br\u00fcdern gehen und sie warnen. Ich kann mir das so gut vorstellen. Pl\u00f6tzlich, bei der n\u00e4chsten Grillparty, taucht im schneewei\u00dfen Gewand Lazarus auf. So als \u00bbSpezial-Gast\u00ab des Abends. Wenn wir die Termine abstimmen, k\u00f6nnte man noch den Vorstand des Sozialvereins einladen: Also Lazarus soll auftauchen. Allen bleibt das H\u00e4hnchenbein im Hals stecken, und ich bin \u00fcberzeugt &#8211; die w\u00fcrden umkehren von ihrem harmlosen Leben und Gott ernst nehmen. Ist das nicht eine prima Idee? Dabei k\u00f6nnten wir noch eine weitere Fliege mit derselben Klappe schlagen. Zur Zeit sind meine f\u00fcnf Br\u00fcder ein wenig auf dem esoterischen Trip. Die lesen jedes Buch da zu, das auf den Markt kommt. Einer von ihnen fuhr mit dem Motorrad nach Indien; um bei einem Guru zu meditieren. Der andere hat es mit dem Biorhythmus und isst nur Rettiche, die bei Vollmond ausges\u00e4t wurden. Ein dritter schw\u00f6rt auf Fritjof Capra. So hat jeder sein Hobby. W\u00fcrde aber Lazarus im wei\u00dfen Gewand erscheinen &#8211; dann h\u00e4tten sie auf einen Schlag die Wahrheit vor Augen. Sag mir mal einer, ob das nicht eine gute Idee war! Aber was sagte Abraham? Er lehnte rundweg ab. Und zwar mit einer Begr\u00fcndung, die ich ganz und gar nicht verstehe. Er sagte mir: \u00bbDeine f\u00fcnf Br\u00fcder haben das Wort Gottes. Wenn sie auf dieses Wort h\u00f6ren, dann kommen sie nicht in die H\u00f6lle! Wenn sie aber auf dieses Wort nicht h\u00f6ren, dann kann eine Erscheinung des Lazarus auch nicht helfen.\u00ab Ihr k\u00f6nnt verstehen, dass ich dem alten Knaben ordentlich widersprach und meine Stimme in der Sprechanlage sich richtig \u00fcberschlug. Aber das half alles nichts. Er blieb bei seiner Aussage. Und ich sitze hier und habe weiter mein Problem. Tagelang habe ich jetzt schon dar\u00fcber meditiert. Obwohl einem bei der Hitze hier das Gehirn bald austrocknet. Aber ich bekomme es noch auf die Reihe, was mich umtreibt. Meine Br\u00fcder sind auf dem Weg zur H\u00f6lle und wissen es nicht! Wenn ich recht nachdenke, sind da auch ein paar Schwestern dabei. Und die Freundinnen und Spezis meiner Br\u00fcder. Wenn ich es mir ganz klarmache, sind ja alle meine fr\u00fcheren Mitb\u00fcrger Br\u00fcder. Noch besser: Alle, die leben,-sind in Gefahr. Die f\u00fchlen sich wohl. Sind im westlichen und n\u00f6rdlichen Teil der Welt fast alle reich. Sie wollen m\u00f6glichst viel Freude und Spa\u00df haben &#8211; und vers\u00e4umen ihr Leben. Und ich muss das in der H\u00f6lle mit ansehen. Am liebsten w\u00fcrde ich in jede Party reinschreien: \u00bbH\u00f6lle! Jetzt beginnt die H\u00f6lle. Ihr seid auf dem Weg in die H\u00f6lle. In das Land ohne Br\u00fccken zum Himmel. Ihr kommt in das Land ohne Gemeinschaft mit Gott. Ohne Geborgenheit &#8211; von der Hitze kaum zu reden.\u00ab Nur \u00bbso leben\u00ab hei\u00dft, auf die H\u00f6lle zugehen. Der Weg in die H\u00f6lle ist mit lauter Anst\u00e4ndigkeiten gepflastert. Mit lauter Harmlosigkeiten. Das ist mir jetzt feuerklar geworden. Ich m\u00f6chte das vermitteln &#8211; und keiner h\u00f6rt mich. Meine Freunde k\u00f6nnten ihr Leben retten. Inzwischen habe ich eingesehen, dass die Rettung durch ein Schockerlebnis nicht m\u00f6glich ist. Ich glaube, die w\u00fcrden Lazarus im Nachthemd einfach auslachen. Oder sie w\u00fcrden einen Totenkult mit ihm machen und ihn auf alle Partys schleppen, die es in der Stadt gibt. F\u00fcr sie, die leben, gibt es nur eine Chance zur Umkehr. Es ist eine Chance ohne Show, Nervenkitzel, Schock, ein besonderes Gef\u00fchl oder gar ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Erlebnis. Es ist eine ganz leise Chance. Eine, die kein Aufsehen erregt. Der Weg leiser T\u00f6ne. Aber klarer T\u00f6ne. Die hat Gott gesprochen. Und fast jeder hat sie schon mal geh\u00f6rt. Oder er hat sie gelesen.<\/p>\n<p>Heute wei\u00df ich &#8211; so wahr ich in der H\u00f6lle bin -, was meine Br\u00fcder retten k\u00f6nnte. N\u00e4mlich, dass sie ernst nehmen, was Gott sagt: \u00bbIch habe dich schon immer geliebt und eine Sehnsucht in dein Leben gelegt, dass du zu mir geh\u00f6rst.\u00ab Das ist Wort Gottes. Rettendes Wort. Alles ver\u00e4nderndes Wort. Stell dir vor, ich h\u00e4tte das wirklich ernst genommen, dass Gott mich liebt. Niemals w\u00e4re ich so harmlos gewesen. Niemals h\u00e4tte ich nur f\u00fcr meinen Reichtum und meine Karriere gelebt. H\u00e4tte ich es angenommen, geliebt zu sein, dann w\u00e4re mein Leben anders verlaufen. Ich h\u00e4tte nicht so leidenschaftlich an meiner Karriere stricken m\u00fcssen &#8211; denn ich h\u00e4tte mit Gottes Liebe das Gr\u00f6\u00dfte schon erreicht gehabt. Ich h\u00e4tte auch niemals so nichts ahnend meine Tage verbringen k\u00f6nnen &#8211; denn diese Liebe h\u00e4tte ich mit anderen teilen m\u00fcssen. Mein Leben w\u00e4re durch dieses Teilen so unwahrscheinlich interessant geworden &#8211; und nicht in reicher Langeweile untergegangen. Mit dieser Liebe h\u00e4tte ich mir nicht dauernd einen Namen machen m\u00fcssen &#8211; ich h\u00e4tte einen Namen gehabt. Gott h\u00e4tte mich mit Namen gekannt. So war ich nur \u00bbder Reiche\u00ab. Heute erschrecke ich \u00fcber mich selber. Und noch eines fiel mir auf bei meinem Nachdenken: Es sind noch einmal alle Chancen gegeben. Heute kann ich ja froh sein, dass meine Geschichte bekannt geworden ist. Stell dir vor: Ich schmorte hier in der H\u00f6lle, und keiner w\u00fcsste etwas davon. Inzwischen bin ich mit meinem Schicksal bekannt geworden. Es gab einen, der hat meine Geschichte erz\u00e4hlt. Und einer hat sie aufgeschrieben. Am Anfang wurde sie handschriftlich weitergegeben. Seit fast f\u00fcnfhundert Jahren wurde sie durch alle Printmedien unter die Leute gebracht: Millionenfach ist meine Story heute bekannt.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Dieser Ersterz\u00e4hler will nichts anderes, als dass Menschen von der Harmlosigkeit des Lebens umkehren in die Liebe Gottes! Er hat es \u00fcberall verbreitet: Wer auf Gott h\u00f6rt, vers\u00e4umt sein Leben niemals! Wer auf Gott h\u00f6rt, lebt. Auf ihn h\u00f6ren bedeutet Rettung. Wer ihm seine Liebe glaubt, kommt nie in das Land ohne Br\u00fccken zur Ewigkeit. Wer auf die Zusage von Gottes Liebe h\u00f6rt, geh\u00f6rt schon heute in das Land der Geborgenheit. Ich wei\u00df, jetzt m\u00fcsst ihr euch entscheiden. Das ist gut so. Ihr k\u00f6nnt euch noch entscheiden. Ihr geh\u00f6rt ja zu den f\u00fcnf lebenden Br\u00fcdern. Ihr k\u00f6nnt jetzt auf Gott h\u00f6ren.Ihr k\u00f6nnt seine Liebe annehmen. Ohne besondere Gef\u00fchle, ohne aufreizende Gedanken. Ganz, menschlich k\u00f6nnt ihr zu ihm sagen: \u00bbJesus, ich glaube dir deine Liebe. Ich habe dein Wort der Rettung geh\u00f6rt. Ich will nicht in die H\u00f6lle kommen. Ich will nicht in das Land ohne Br\u00fccken. Ich will in dein Land der ewigen Gemeinschaft mit dir.\u00ab Wenn das meine Geschichte aus der H\u00f6lle bei dir bewirkt, dann habe ich dir heute nicht umsonst erz\u00e4hlt. Und noch eines: Jesus,, der diese Geschichte erz\u00e4hlte, hat durch sie nicht mit der H\u00f6lle gedroht. Er wollte, dass du deine Chance erkennst. Die Chance, dass du siehst, falls du dein Leben in der Harmlosigkeit verbringst, und das schleunigst \u00e4ndern kannst. Die Chance, jetzt dich umzudrehen und darauf zu h\u00f6ren, was er dir sagt: \u00bbIch habe dich schon immer geliebt und eine Sehnsucht in dein Leben gelegt, dass du zu mir geh\u00f6rst.\u00ab Bitte verzeih mir, dass ich aus der H\u00f6lle gepredigt habe. Hauptsache, du hast geh\u00f6rt, was Sache ist\u201c (entnommen aus Hermann Traub. Bl\u00f6ken kann jedes Schaf: Seri\u00f6se Berichte von Betroffenen. Wuppertal: R. Brockhaus, 1993. S. 40-47)<\/p>\n<p>Grundlegende Informationen zum Thema \u201eH\u00f6lle\u201c finden sich z.B. bei:<\/p>\n<p>* Hans-Werner Deppe. Wie wird es in der H\u00f6lle sein. Oerlinghausen: Betanien, 2005 (siehe auch idea Spektrum 29\/2005: S. 18-21).<\/p>\n<p>* John Benton. Kann ein Gott der Liebe \u2026 Menschen in die H\u00f6lle schicken? Friedberg: 3L-Verlag, 2006.<\/p>\n<p>* Hanniel Strebel. Zur H\u00f6lle mit der H\u00f6lle? Tod, Jenseits und Teufel \u2013 zwischen Mythos, Strategiespiel und realer Angst. Bibel und Gemeinde H. 4 \/ 111 (2011): S. 15-27.<\/p>\n<p>* Gottfried Hermann. H\u00f6lle oder Totenreich? Eine Problemanzeige. Bibel und Gemeinde H. 1 \/ 107 (2007): S. 35-46 (<a href=\"http:\/\/www.bibelbund.de\/pdf\/bug2007-1.pdf\">http:\/\/www.bibelbund.de\/pdf\/bug2007-1.pdf<\/a>).<\/p>\n<p>* Predigt-Ideen Nr. 13 \/1998: \u201eDie H\u00f6lle\u201c (<a href=\"http:\/\/www.kompass-ev.net\/pdf\/PI\/PI13.pdf\">http:\/\/www.kompass-ev.net\/pdf\/PI\/PI13.pdf<\/a><\/p>\n<p>* Horror-Rocker Alice Cooper: \u201eDie H\u00f6lle ist Realit\u00e4t\u201c (<a href=\"http:\/\/www.pro-medienmagazin.de\/musik.html?&amp;news%5baction%5d=detail&amp;news%5bid%5d=3390\">http:\/\/www.pro-medienmagazin.de\/musik.html?&amp;news[action]=detail&amp;news[id]=3390<\/a>)<\/p>\n<p>* Predigt von Dr. Philipp Bartholom\u00e4: \u201eWie kann ein liebender Gott zulassen, dass Menschen in der H\u00f6lle landen?\u201c (<a href=\"http:\/\/www.er-lebt.de\/predigtmitschnitte\/wie-kann-ein-liebender-gott-zulassen-dass-menschen-in-der-holle-landen\/\">http:\/\/www.er-lebt.de\/predigtmitschnitte\/wie-kann-ein-liebender-gott-zulassen-dass-menschen-in-der-holle-landen\/<\/a>)<\/p>\n<p><strong>4. PREDIGTGLIEDERUNGEN<\/strong><\/p>\n<p>Kraft zum Wohlstand \u2013 aber wof\u00fcr lebe ich?<\/p>\n<p>a) Geht es weiter?<\/p>\n<p>b) Wie geht es weiter?<\/p>\n<p>c) Was passiert heute?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>oder nach Wilhelm Wagner:<\/p>\n<p>a) Wie man liegt, so lebt man<\/p>\n<p>b) Wie man lebt, so stirbt man<\/p>\n<p>c) Wie man stirbt, so lebt man<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>oder nach Hansj\u00f6rg Br\u00e4umer:<\/p>\n<p>a) Die fehlende Br\u00fccke<\/p>\n<p>b) Die abgebrochene Br\u00fccke<\/p>\n<p>c) Die unsichtbare Br\u00fccke<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>oder nach Gottfried Voigt: Jesus sorgt sich um uns.<\/p>\n<p>Er mahnt:<\/p>\n<p>a) \u00dcbersieh nicht den Lazarus!<\/p>\n<p>b) Vers\u00e4ume nicht die Frist!<\/p>\n<p>c) \u00dcberh\u00f6re nicht den Anruf!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Kraft im Wohlstand Predigtthema: Wof\u00fcr lebe ich? Bibelstelle: Lukas 16,19-31 Verfasser: Thomas Richter Eine Predigthilfe enth\u00e4lt Hinweise f\u00fcr die Verk\u00fcndigung und ersetzt deshalb nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und das Weitergeben der vom Herrn aus dem Predigttext pers\u00f6nlich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[10],"tags":[],"class_list":["post-1985","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lukas"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-12 17:38:34","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1985","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1985"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1985\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1985"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1985"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1985"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}