{"id":1842,"date":"2011-07-27T19:27:11","date_gmt":"2011-07-27T17:27:11","guid":{"rendered":"http:\/\/apps.wbb-online.de\/predigthilfen\/?p=1842"},"modified":"2011-07-27T19:27:11","modified_gmt":"2011-07-27T17:27:11","slug":"predigthilfe-vom-18-september-2011-2-samuel-12-15b-25","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-18-september-2011-2-samuel-12-15b-25\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 18. September 2011 &#8211; 2. Samuel 12, 15b-25"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gottes Vergebung erbitten<\/strong><\/p>\n<p><strong>Predigtthema: Gerichtet, ein K\u00f6nig h\u00e4lt stand<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: 2. Samuel 12,15b-25<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<h2>Verfasser: Thomas Richter<\/h2>\n<p>Eine Predigthilfe enth\u00e4lt nur Hinweise f\u00fcr die Verk\u00fcndigung und ersetzt deshalb nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und das Studieren von Bibelkommentaren.<\/p>\n<p><strong>1. TEXT- UND PREDIGTSCHWERPUNKT<\/strong><\/p>\n<p>In diesem Monat gilt es eine andere Seite im Leben Davids zu entdecken. Ein Mensch nach dem Herzen Gottes ist nicht automatisch ein s\u00fcndloser Mensch, sondern einer, der wei\u00df, wer allein mit der S\u00fcnde fertig wird (der Herr und nicht der Mensch) und deshalb die Bereitschaft und Einsicht zur Bu\u00dfe aufbringt. So ergibt sich als Monatsthema: \u201eGottes Vergebung erbitten\u201c!<\/p>\n<p>Im Zentrum des Predigttextes (2Sam 12,15b-25) steht die Auswirkung der S\u00fcnde Davids (Gericht) und der Neuanfang Davids (Gnade), womit sich als Predigtthema ergibt: \u201eGerichtet \u2013 ein K\u00f6nig h\u00e4lt stand\u201c. Hilfreich ist es, wenn die Predigt in den Gesamtzusammenhang der Monatsthemen eingebettet wird:<\/p>\n<p>* Gest\u00fcrzt \u2013 ein K\u00f6nig geht fremd (2Sam 11,1-27)<\/p>\n<p>* Getroffen \u2013 ein K\u00f6nig bekennt (2Sam 12,1-15a)<\/p>\n<p>* Gerichtet \u2013 ein K\u00f6nig h\u00e4lt stand (2Sam 12,15b-25)<\/p>\n<p>* Gerettet \u2013 ein K\u00f6nig kehrt um (Ps 51,1-21)<\/p>\n<p>Im Rahmen der Predigt gilt es das Grundprinzip aus R\u00f6m 6,23 zu veranschaulichen: \u201eDenn der Lohn, den die S\u00fcnde zahlt, ist der Tod; aber das Geschenk, das Gott uns in seiner Gnade macht, ist das ewige Leben in Jesus Christus, unserem Herrn\u201c. Das der Sohn stirbt ist Gericht und Gnade zugleich. Bei der Verk\u00fcndigung haben wir darauf zu achten, dass es sich nicht nur um einen Bericht aus dem Leben Davids handelt, sondern in den Ereignissen auch eine messianische Vorausschau liegt und von daher die Notwendigkeit des \u201eSterben des Sohnes\u201c nicht nur als vollzogenes Gericht, sondern auch als vorauslaufende Gnade zu verk\u00fcndigen ist (vgl. hierzu Hebr 11,32 mit Hebr 12,1-3). Die Notwendigkeit des \u201esterbenden Sohnes\u201c liegt nicht nur in der S\u00fcnde Davids begr\u00fcndet, sondern weist auch auf unsere Not hin. Indem wir \u00fcber dieses Gericht an David predigen, predigen wir auch \u00fcber die M\u00f6glichkeit der Gnade durch den \u201egestorbenen Sohn Davids\u201c. Was in 2Sam 12,15-25 geschildert wird, hat auch eine dahinterliegende prophetische (= messianische) Bedeutung, die wir in der Verk\u00fcndigung nicht unterschlagen d\u00fcrfen. F\u00fcr uns gilt nun: \u201eDie Strafe liegt auf ihm zu unserem Frieden\u201c (Jes 53,5b).<\/p>\n<p>Der Leitgedanke f\u00fcr unsere Verk\u00fcndigung lautet: \u201eNein, ich hatte mir vorgenommen, eure Aufmerksamkeit einzig und allein auf Jesus Christus zu lenken \u2013 auf Jesus Christus, den Gekreuzigten\u201c (1Kor 2,2). Deshalb predigen wir das Wort (2Sam 12,15-25) christologisch!<\/p>\n<p><strong>2. TEXT- UND PREDIGTANMERKUNGEN<\/strong><\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung und Anwendung bieten z.B.<\/p>\n<p>* Klaus vom Orde. Das zweite Buch Samuel. Wuppertaler Studienbibel AT. R.Brockhaus Verlag (S. 158-167).<\/p>\n<p>* Karl Gutbrod. Das Buch vom Reich: Das zweite Buch Samuel. Die Botschaft des Alten Testaments 11,2. Calwer Verlag (S. 143-156).<\/p>\n<p>* Charles R. Swindoll. David: Ein Mensch nach dem Herzen Gottes \u2013 mit David geistlich wachsen. H\u00e4nssler (S. 292-302).<\/p>\n<p>Weitere erl\u00e4uternde Textanmerkungen und Parallelstellen zum Predigttext bieten z.B. die MacArthur Studienbibel (<a href=\"http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/10-Das_Zweite_Buch_Samuels.pdf\">http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/JohnMacArthurStudienbibel\/10-Das_Zweite_Buch_Samuels.pdf<\/a>; S. 460-461) und die Predigthilfe von Mirko Lau vom 09.02.2003 zu 2Sam 12,1-25 (<a href=\"http:\/\/www.studienbibel.de\/\">www.studienbibel.de<\/a>).<\/p>\n<p>Zur Besch\u00e4ftigung mit dem Predigttext hilft das Anh\u00f6ren (im Sinne von Apg 17,11b) der Predigt von Theo Lehmann vom 10.10.1976 mit dem Titel \u201eNathan \u2013 David \u2013 Bathseba (2Sam 12,1-31)\u201c. Diese Botschaft findet ihr unter <a href=\"http:\/\/www.sermon-online.de\/\">www.sermon-online.de<\/a>, wenn ihr unter \u201eerweiterte Suche\u201c die Felder \u201eBibelstelle\u201c [z.B. 2. Samuel 12] und \u201eAutor\u201c [z.B. Lehmann, Theo] ausf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Hilfreiche erg\u00e4nzende thematische Aspekte, wie man die Hoffnung festhalten kann, enth\u00e4lt die Botschaft von Heiko Krimmer vom 05.06.1980 zum Thema \u201eAuf schwierigen Wegen\u201c (<a href=\"http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/HeikoKrimmer\/Auf_Schwierigen_Wegen_19800605.pdf\">http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/HeikoKrimmer\/Auf_Schwierigen_Wegen_19800605.pdf<\/a>).<\/p>\n<p><strong>3. TEXT- UND PREDIGTVERANSCHAULICHUNGEN<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDem herrlichen Wort des Freispruchs \u201ader Herr hat deine S\u00fcnden weggenommen; du wirst nicht sterben\u2018 f\u00fcgt Nathan einen andern Satz hinzu: \u201aAber weil du die Feinde des Herrn hast durch diese Geschichte l\u00e4stern gemacht, wird der Sohn, der dir geboren ist, des Todes sterben\u2018 (V. 14). Scheint hier nicht eine Einschr\u00e4nkung der Gnade vorzuliegen? Wir Menschen verbinden mit dem Wort \u201aGnade\u2018 manchmal sehr irrige Vorstellungen. Wir meinen oft, sie bedeute nur Straferlass. Aber die biblische Gnade ist nicht nur dies. Sie nimmt die ewige Strafe im Gericht Gottes von uns weg, doch nicht immer hebt sie auch zeitliche Folgen und Wirkungen der S\u00fcnde auf. Die erziehende Gnade Gottes l\u00e4sst das in Davids S\u00fcnde geborene Kindlein sterben.<\/p>\n<p>1. Diese Zuchtrute war zun\u00e4chst n\u00f6tig um der Feinde Gottes willen, die gel\u00e4stert hatten \u00fcber Davids Tat und \u00fcber die Frommen \u00fcberhaupt. Durch den Tod des Kindes bekamen alle in Davids n\u00e4herer und fernerer Umgebung bis hin zu den gottlosen Sp\u00f6ttern einen starken Eindruck, dass Gott S\u00fcnde nicht leichtfertig durchgehen l\u00e4sst, dass Gott heilig und gerecht bleibt. W\u00e4re nur die Gnade an David sichtbar geworden ohne das Zeichen der Heiligkeit Gottes, wie viele Leichtfertige h\u00e4tten sich in falscher Sicherheit gewiegt, dass Gott es doch nicht so genau mit der S\u00fcnde nimmt!?<\/p>\n<p>2. Gott trat also einer Gefahr bei andern entgegen. Aber es lag auch eine Gefahr bei David selber vor. Auch ihn konnte die erfahrene Vergebungsgnade leichtfertig machen. Nachdem er unter dem Druck seiner gro\u00dfen Gewissenslast Gott Tag und Nacht angerufen hatte, konnte er sich bei dem jetzt empfangenen inneren Frieden vielleicht sagen: Nun darfst du genie\u00dfen, was dein Gott dir gab. Nun brauchst du nicht mehr so anhaltend zu wachen und zu beten. Aber dadurch, dass Gott nach dem weggenommenen Gewissensdruck nun den neuen Druck durch die schwere Krankheit des Kindes kommen lie\u00df (V. 15), blieb David ein gebeugter und von Gott ganz abh\u00e4ngiger Mann. Es ist ein herzbewegliches Bild, das uns in Vers 16 gemalt wird: \u201aUnd David suchte Gott um des Kn\u00e4bleins willen und fastete und ging hinein und lag \u00fcber Nacht auf der Erde\u2018. Durch die neue Not wurde David in der innigen N\u00e4he seines Gottes festgehalten. Sein Gebetsleben blieb wach.<\/p>\n<p>3. Der Herr lie\u00df das Kind am siebten Tag sterben (V. 18). Betrachten wir nun Davids Verhalten. Er vergr\u00e4bt sich nicht in seinen Schmerz. Er erkennt Gottes harte, hohe Hand \u00fcber sich an. Sein erster Gang nach dem Tod des Kindes ist hin zum stillen Platz im Heiligtum Gottes. Dort betet er \u00fcber den g\u00f6ttlichen Wegen und F\u00fchrungen an (V. 20). Dort kann Gott ihm selber die Tr\u00e4nen trocknen. Dann geht er hin, l\u00e4sst sich Brot auftragen und isst. Mit diesem seinem Verhalten legt David ein Zeugnis vor den Menschen ab. Manche mochten gedacht und die Feinde gejubelt haben: Davids Kind ist gestorben. Gott macht in seinem Handeln keinen Unterschied zwischen Frommen und Gottlosen. Aber nun sehen sie an David, welch ein gewaltiger Unterschied zwischen einem Gotteskind und einem Weltmenschen besteht: er kann sich im stillen Frieden beugen unter Gottes Hand. Das war eine Predigt! Gott helfe uns auch bei schwerem Erleben zu. solcher Stellung eines Gnadenkindes, das nicht trotzt, nicht murrt und sich nicht in den Schmerz vergr\u00e4bt\u201d (<strong>Alfred Christlieb<\/strong>. Licht von Oben. Bd. 2: Bilder aus Davids Leben und Zeit)!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201e<strong>V. 15-23:<\/strong> Z\u00fcchtigung ist keine von einem zornigen Richter zugemessene Strafe, der das Gesetz mit H\u00e4rte durchsetzt. Sie ist eher eine zugelassene Erschwernis von einem liebenden Vater, der will, dass sich seine Kinder seiner F\u00fchrung unterordnen und einen gottesf\u00fcrchtigen Charakter entwickeln. Z\u00fcchtigung ist ein Ausdruck der Liebe Gottes (Spr 3,11f), und das in Hebr\u00e4er 12,5-13 verwendete griechische Wort bedeutet so viel wie \u00bbAnleitung\u00ab, \u00bbEinweisung\u00ab, \u00bbErziehung\u00ab. Griechische Jungen wurden schon im fr\u00fchen Kindesalter zum \u201agymnasion\u2018 gebracht, wo man sie lehrte, zu laufen, zu ringen, zu boxen, zu schwimmen und zu werfen. Durch diese \u00dcbungen sollten die Jungen \u00bbeinen gesunden Geist in einem gesunden K\u00f6rper\u00ab entwickeln. Im christlichen Leben ist Z\u00fcchtigung nicht immer Gottes Reaktion auf unseren Ungehorsam. Manchmal bereitet er uns damit auch auf Herausforderungen vor, die uns bevorstehen, wie ein Trainer seine Athleten auf die olympischen Spiele vorbereitet. Wenn es keine schmerzhaften Folgen der S\u00fcnde g\u00e4be, und keine darauf folgende Z\u00fcchtigung von der Hand Gottes &#8211; in was f\u00fcr einer schamlosen, verantwortungslosen Welt w\u00fcrden wir dann leben? Batseba gebar ihren Sohn, von dem Nathan vorausgesagt hatte, dass er sterben werde, aber David fastete und betete dennoch und flehte zu Gott um Heilung f\u00fcr das Kind. Der Herr unterbrach Davids Gebete nicht und gebot ihm auch keinen Einhalt &#8211; nach all den S\u00fcnden, die David begangen hatte, konnte es ihm nicht schaden, die Tage im Gebet zu verbringen. Nach den Monaten seines Schweigens, in denen er sich von Gott fernhielt, hatte David eine Menge nachzuholen! Das Kind lebte nur eine Woche, und seine Eltern konnten es nicht am achten Tag beschneiden und ihm seinen Namen geben. Ihr Sohn Salomo sollte schlie\u00dflich zwei Namen tragen (2Sam 12,24f), aber dieser Sohn bekam nicht einmal einen. Warum sollte ein liebender und gerechter Gott nicht das Bittgebet eines bek\u00fcmmerten, reuigen Vaters erh\u00f6ren und das Kind heilen? Es war doch nicht der Fehler des Babys, dass sein Vater und seine Mutter gegen den Herrn ges\u00fcndigt hatten. Und schlie\u00dflich: Warum lie\u00df Gott es \u00fcberhaupt zu, dass Uria und einige seiner Mitk\u00e4mpfer vor den Mauern Rabbas fielen, nur damit David Batseba heiraten konnte? Wenn man fortf\u00e4hrt, diese und \u00e4hnliche Fragen zu stellen, wird man schlie\u00dflich vor der ultimativen Frage stehen: \u00bbWarum l\u00e4sst ein liebender Gott das B\u00f6se in der Welt zu?\u00ab Viel sp\u00e4ter blickte David zur\u00fcck und erkannte diese schmerzhaften Erfahrungen als Gottes \u00bbG\u00fcte und Gnade\u00ab (Ps 23,6) sowohl ihm selbst als auch dem Kind gegen\u00fcber. \u00bbSollte der Richter der ganzen Erde nicht Recht \u00fcben?\u00ab, fragte Abraham (1Mose 18,25). Als er die schlechte Nachricht vom Gericht Gottes an seiner Familie vernahm, bekannte sogar Eli: \u00bbEr ist der Herr; er tue, was in seinen Augen gut ist!\u00ab (1Sam 3,18). Es gibt keine leichten, schnellen Antworten, die unser Gem\u00fct beruhigen k\u00f6nnten. Aber es gibt viele verl\u00e4ssliche Verhei\u00dfungen, die unser Herz heilen k\u00f6nnen, und der Glaube n\u00e4hrt sich von Verhei\u00dfungen, nicht von Erkl\u00e4rungen. Eines ist jedoch sicher: Davids Fasten- und Gebetswoche bewies seinen Glauben an den Herrn und seine Liebe zu Batseba und ihrem kleinen Sohn. Sehr wenige orientalische Monarchen w\u00fcrden auch nur eine Tr\u00e4ne vergossen oder ihrem Kummer Ausdruck dar\u00fcber verliehen haben, dass ein Baby gestorben war, das einer ihrer Haremsfrauen geboren wurde. Trotz seiner vielen S\u00fcnden war David immer noch ein z\u00e4rtlicher Hirte und ein Mann nach dem Herzen Gottes; er war nicht \u00bbverh\u00e4rtet durch den Betrug der S\u00fcnde\u00ab (Hebr 3,13). Er wusch sich, legte frische Kleidung an, pries den Herrn und kehrte ins Leben mit all seinen Pflichten und Entt\u00e4uschungen zur\u00fcck. In der Heiligen Schrift symbolisiert das Waschen und der Kleiderwechsel, dass man einen neuen Anfang macht (1Mose 35,1f; 41,14; 45,22; 2Mose 19,10; 3Mose 14,8-9; Jer 52,33; Offb 3,18). Es spielt keine Rolle, wie lange oder wie viel uns der Herr z\u00fcchtigt, \u00bber wird nicht immer rechten, nicht ewig z\u00fcrnen\u00ab (Ps 103,9). Dank der Gnade und G\u00fcte Gottes k\u00f6nnen wir immer einen neuen Anfang machen. Davids Worte in 2Sam 12,23 haben schon vielen Menschen gro\u00dfen Trost gebracht, die den Tod eines Kindes oder Enkels erleben mussten. Aber nicht jeder Leser des Alten Testaments stimmt darin \u00fcberein, dass die Worte des K\u00f6nigs eine Offenbarung Gottes sind. Vielleicht sagte er ja nur: \u00bbMein Sohn kann nicht aus dem Grab oder aus der Welt der abgeschiedenen Geister zur\u00fcckkehren, aber eines Tages werde ich zu ihm dorthin gehen\u00ab. Aber was f\u00fcr einen Trost soll es uns bringen zu wissen, dass am Ende jeder sterben muss? \u00bbEr wird nicht zu mir zur\u00fcckkehren\u00ab zeigt, dass David glaubte, sein toter Sohn w\u00fcrde weder wiederverk\u00f6rpert werden, noch w\u00fcrde er vor der Zeit des Herrn auferweckt werden. Es best\u00e4tigt auch, dass David erwartete, seinen Sohn in dem zuk\u00fcnftigen Leben zu sehen und zu erkennen. Wohin w\u00fcrde David am Ende gehen? \u00bbIch werde wohnen im Haus des Herrn lebenslang\u00ab (Ps 23,6; siehe auch 11,7; 16,11; 17,15).<\/p>\n<p><strong>V. 24f:<\/strong> Es spielt keine Rolle, wie niedergeschmettert wir uns unter der z\u00fcchtigenden Hand unseres liebenden Vaters auch f\u00fchlen m\u00f6gen, der Herr h\u00e4lt Trost f\u00fcr uns bereit (siehe Jes 4,1f.9-11.28-31). Ehe ihr Sohn gestorben war, nannte Gott Batseba \u00bbUrias Frau\u00ab (2Sam 12,15); vielleicht deshalb, weil sie das war, als sie das Kind empfing. Aber in Vers 24 ist sie Davids Frau, was zeigt, dass sie wie David ebenfalls einen neuen Anfang machte. Was f\u00fcr ein Beweis der Gnade Gottes, dass \u00bbdie Frau des Uria\u00ab im Geschlechtsregister des Messias&#8216; erw\u00e4hnt wird (Mt 1,6), zusammen mit Tamar (V. 3; 1Mose 38) und Rahab und Rut (Mt 1,5; Jos 2 und 6,22-25; Ruth 1,4; 5Mose 23,3). In. den Versen 2Sam 12,24 und 25 sehen wir mindestens neun Monate zusammengefasst; neun Monate der Gnade und z\u00e4rtlichen G\u00fcte Gottes. Es war Gott, der die Empf\u00e4ngnis dieses Sohnes veranlasste und darauf achtete, dass das Kind die richtige \u00bbgenetische Struktur\u00ab hatte, die es brauchte, um den Willen Gottes zu vollbringen (Ps 139,13.16), Der Herr liebte ihn auf eine ganz besondere Weise und gab Salomo (\u00bbder Friedfertige\u00ab) sogar einen besonderen Namen: \u00bbJedidja &#8211; Liebling Jahwes\u00ab. \u00bbDavid\u00ab bedeutet \u00bbgeliebt\u00ab; so wurden Vater und Sohn vor Gott miteinander verbunden durch \u00e4hnliche Namen. Gott hatte David die Geburt dieses Sohnes verhei\u00dfen und auch, dass dieser Sohn ihm den Tempel erbauen werde (2Sam 7,12f; 1Chr 22,6-10), und er hielt sein Versprechen. Jedes Mal, wenn David und Batseba Salomo anschauten, erinnerte er sie daran, dass Gott ihnen ihre Vergangenheit vergeben hatte und die Verwirklichung ihrer Pl\u00e4ne f\u00fcr die Zukunft garantierte\u201c (entnommen aus <strong>Warren W. Wiersbe<\/strong>. Sei bereit neu anzufangen: Gott vertrauen und den Durchbruch erleben. Studien des AT: 2. Samuel 1-24, 1.Chronik. Dillenburg: Christliche Verlagsanstalt, 2007. S. 81-84).<\/p>\n<p><strong>4. PREDIGTGLIEDERUN<\/strong><\/p>\n<p>a) Sterben (V. 15b-19)<\/p>\n<p>b) Neuanfangen (V. 20-23)<\/p>\n<p>c) Leben (V. 24+25)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gottes Vergebung erbitten Predigtthema: Gerichtet, ein K\u00f6nig h\u00e4lt stand Bibelstelle: 2. 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