{"id":1746,"date":"2011-01-22T15:07:28","date_gmt":"2011-01-22T13:07:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=567"},"modified":"2011-01-22T15:07:28","modified_gmt":"2011-01-22T13:07:28","slug":"predigthilfe-vom-13-2-2011-johannes-14-15-31","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-13-2-2011-johannes-14-15-31\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 13.2.2011 &#8211; Johannes 14, 15-31"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Leben als Nachfolger Jesu<br \/>Predigtthema: Glaube konkret &#8211; mit Jesus leben<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Johannes 14, 15-31<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Thomas Richter<\/strong><\/p>\n<p>Ein Predigttipp enth\u00e4lt Hilfestellungen f\u00fcr die Verk\u00fcndigung und ersetzt deshalb nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und Studieren von Bibelkommentaren.<\/p>\n<p>1. TEXT- UND PREDIGTSCHWERPUNKT<\/p>\n<p>Nun kommt der zweite Teil unserer Themenreihe \u201eLeben als Nachfolger Jesu\u201c (= Monatsthema). Nachdem in der letzten Predigt der Schwerpunkt darauf lag, wer Jesus ist und was durch ihn f\u00fcr uns geschehen ist, liegt der Schwerpunkt nun darauf, wie wir \u201emit Jesus leben\u201c (= Predigtthema). Die zentrale Frage ist, wie Jesus nun gegenw\u00e4rtig ist und wie sich das auswirkt. Dies gilt es \u00fcber den Predigttext (Joh 14,15-31) aufzuzeigen.<br \/>\nEin zentrales Thema wird dabei das Kommen und Wirken des Heiligen Geistes sein. Hierbei ist in besonderer Weise der V. 18 zu beachten, wo Jesus \u00fcber das Kommen des Heiligen Geistes sagt: \u201eIch werde euch nicht verwaist zur\u00fccklassen, ICH komme zu euch\u201c. Das Kommen des Heiligen Geistes hat also zentral etwas mit der Gegenwart Jesu zu tun. Wenn wir \u00fcber den Heiligen Geist reden, dann reden wir auch \u00fcber das Thema: \u201eChristus in uns\u201c (vgl. Joh 14,16f mit Joh 14,18; vgl. auch Apg 16,6 mit Apg 16,7; vgl. R\u00f6m 8,9a mit R\u00f6m 8,9b-11+14-16). Deshalb ist die Verbindung Jesus \u2013 Geist \u2013 Wort zu beachten, denn diese drei, sind zwar zu unterscheiden, aber nicht zu trennen.<\/p>\n<p>Kennzeichen des Geistes: 1Joh 4,2+3<br \/>\nKennzeichen des Christen: 1Kor 12,3b<\/p>\n<p>2. TEXT- UND PREDIGTANMERKUNGEN<\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung und Anwendung bieten z.B.<br \/>\n* Gerhard Maier. Johannesevangelium 2. Teil \u2013 Edition C Bibelkommentar 7 (S. 117-139).<br \/>\n* Werner de Boor. Das Evangelium des Johannes 2. Teil \u2013 Wuppertaler Studienbibel (S. 107-119).<br \/>\n* John MacArthur. Die Welt \u00fcberwinden: Wie Jesus seine J\u00fcnger in Johannes 13-16 st\u00e4rkte. Betanien (S. 79-116 = sehr empfehlenswert).<\/p>\n<p>Hilfreiche Text- und Predigtanmerkungen bieten die Predigttipps von Eckhard L\u00f6ffler zu Joh 14,15-26 vom 06.05.2007 und Joh 14,19b vom 01.01. bzw. 28.12.2008 (www.wbb-online.de\/pt).<\/p>\n<p>Zur Besch\u00e4ftigung mit dem Predigttext hilft das Anh\u00f6ren (im Sinne von Apg 17,11b) der Predigten von Winrich Scheffbuch vom 28.05.1995 mit dem Titel \u201eDer Heilige Geist \u2013 unser Tr\u00f6ster\u201c (Joh 14,15-19) und vom 03.05.1984 mit dem Titel \u201eNehmt den Heiligen Geist umsonst\u201c (Joh 14,15-19) und der Bibelarbeit von Wilfried Plock vom 22.04.2001 mit dem Titel \u201e5 \u00fcbernat\u00fcrliche Segnungen, die die Welt nicht genie\u00dfen kann\u201c (Joh 14,15-31). Diese Botschaften findet ihr unter www.sermon-online.de, wenn ihr unter \u201eerweiterte Suche\u201c die Felder \u201eBibelstelle\u201c [z.B. Johannes 14] und \u201eAutor\u201c [z.B. Scheffbuch oder Plock] ausf\u00fcllt.<\/p>\n<p>3. TEXT- UND PREDIGTVERANSCHAULICHUNGEN<\/p>\n<p>\u201ePr\u00fcfungen k\u00f6nnen es in sich haben. Das wei\u00df jeder, der gerade im Abitur steckt oder eine Pr\u00fcfung im Studium vor sich hat oder das alles als Vater, Mutter, Freund oder Schwester, also als \u201eKo-abh\u00e4ngiger\u201c durchleidet.<br \/>\nEinem Collegestudenten soll es dabei besonders schlecht ergangen sein. Ein Semester hat er sich auf die m\u00fcndliche Pr\u00fcfung in Biologie vorbereitet. Fachgebiet: Ornithologie, Vogelkunde. Er hat alles getan, um die Pr\u00fcfung zu bestehen. Endlich: Der Tag kommt herbei, die Pr\u00fcfer sind gekommen, er betritt den Pr\u00fcfungsraum \u2013 und ist fassungslos. Kein Buch, keine Multiple-Choice-Fragen, \u00fcberhaupt keine Fragen, keine farbigen Fotos von V\u00f6geln. Stattdessen h\u00e4ngen an der Wand 25 Abbildungen von Vogelf\u00fc\u00dfen. Er soll die V\u00f6gel an Hand ihrer F\u00fc\u00dfe identifizieren. Das ist unfair, sagt er zu dem Pr\u00fcfer, das ist nicht zu schaffen. Es muss zu schaffen sein, sagt der Pr\u00fcfer, schlie\u00dflich ist es eine Abschlusspr\u00fcfung. Nein, sagt der Student, ich weigere mich, ich gehe. Wenn Sie gehen, sind Sie durch die Pr\u00fcfung gefallen. Gut, dann lassen Sie mich eben durchfallen, sagt der Student und geht zur T\u00fcr. O.k., sagt der Pr\u00fcfer, Sie sind durchgefallen. Wie hei\u00dfen Sie? Daraufhin rollt der Student die Hosenbeine hoch, zieht die Schuhe und Str\u00fcmpfe aus und zeigt dem Professor seine F\u00fc\u00dfe: Das sagen Sie mir!<br \/>\nAlso: Pr\u00fcfungen k\u00f6nnen es in sich haben. Johannes berichtet in seinem Lebensbild von Jesus ausf\u00fchrlich von einer Pr\u00fcfung, der sich die J\u00fcnger unterziehen mussten. Mit ihnen spricht er n\u00e4mlich so ausf\u00fchrlich wie in keiner anderen Jesusbiographie von seinem Abschied. Ihre Pr\u00fcfung ist der Abschied von Jesus. 5 lange Kapitel, zwischen dem 13. und dem 17. Kapitel des Johannesevangeliums, ist davon die Rede. Wir nennen sie darum die Abschiedsreden.<br \/>\nWorum geht es? Ich werde Euch bald verlassen, sagt Jesus. Noch eine kurze Zeit, und ich werde mich hier nicht mehr sehen lassen. Mein Weg geht zur\u00fcck, dahin, wo ich hergekommen bin. Ich werde Euch verlassen, weil ich \u201eerh\u00f6ht\u201c werde. Erh\u00f6ht ans Kreuz, aber dann auch erh\u00f6ht zum Vater im Himmel. Denn ich verlasse die Welt, und ich kehre zur\u00fcck zu Gott. Eine kleine Weile noch, sagt er, und dann werdet ihr mich nicht mehr sehen. Jesus spricht mit seinen engsten Mitarbeitern und Anh\u00e4ngern \u00fcber diesen Abschied. K\u00f6nnen wir nicht mit, wir sind doch immer mitgegangen, wenn Du irgendwo hingereist bist. Nein, sagt Jesus, noch k\u00f6nnt Ihr mir nicht folgen. Was sollen wir denn ohne dich anfangen, fragen die J\u00fcnger. Ihr werdet meine Arbeit in der Welt fortsetzen, sagt Jesus. Das wird doch schwer, so ohne dich. Wir f\u00fchlen uns dem nicht gewachsen. Haltet Euch an das, was ich Euch beigebracht habe, sagt Jesus. Aber die Menschen werden uns nicht sympathischer finden als Dich! Nein, sagt Jesus, und das wird schwer, denn Eure Beliebtheit bei den Leuten wird nicht wachsen. Sie werden Euch nicht m\u00f6gen, weil Ihr Euch zu mir haltet. Aber Du sendest uns trotzdem los, in diese Verh\u00e4ltnisse hinein? Ja, sagt Jesus, das tue ich. Ich beauftrage Euch, Euch nicht zur\u00fcckzuziehen. Ich beauftrage Euch, fortzusetzen, was ich begonnen habe. Aber wie sollen wir das machen? Schau uns doch mal an, wen Du da vor Dir hast! Mit uns ist doch kein Staat zu machen. Wir sind wenige, wir sind nicht besonders standhaft, uns geht das Geld aus, wir f\u00fcrchten uns, und wir sind es \u00fcberhaupt nicht gewohnt, etwas ohne Dich zu tun. Das schaffen wir nicht!<br \/>\nEs muss den J\u00fcngern vorkommen wie eine unfaire Pr\u00fcfung. Wie sollen wir klar kommen ohne ihn? Wie soll es weitergehen?\u201c (Michael Herbst \u2013 Predigt vom 20.05.2007).<\/p>\n<p>\u201eSituation: Die Jungschargruppe versammelt sich vor einer H\u00f6hle zur Erkundung. Sie warten vor dem Eingang, sind aber nur schwer zu b\u00e4ndigen, da sie in gro\u00dfer Erwartung sind. Dann erfolgt der Eintritt in die H\u00f6hle und in dem Augenblick, wo es ganz Dunkel wird, geschieht immer das Gleiche: Die Z\u00e4hmung der Wilden. Nun gibt es ein Gedr\u00e4nge, den pl\u00f6tzlich ist der Leiter gefragt. F\u00fcnf H\u00e4nde sollte man haben, um all die suchenden H\u00e4nde zu ergreifen. Aber was ist das f\u00fcr ein Gef\u00fchl, das die Kinder pl\u00f6tzlich umschleicht?<br \/>\nAngst? Auch, aber ist das alles? Vielleicht ist es auch das ganz nat\u00fcrliche und tiefsitzende Bed\u00fcrfnis eines jeden Menschen, das hier zum Ausdruck kommt. Egal ob jung oder alt, gro\u00df oder klein, gesund oder krank. Es ist das Bed\u00fcrfnis nach F\u00fchrung, der Wunsch sich festhalten zu d\u00fcrfen, wenn man den Weg nicht mehr sieht, man niemanden mehr sieht, der Lebensweg finster wird. In solchen Situationen an einer Hand gehen zu d\u00fcrfen, zu wissen, dass mich einer richtig f\u00fchrt &#8211; mal ehrlich, ist das nur ein Bed\u00fcrfnis von Kindern. Dass ich mich einer Person anvertrauen darf, die mich in den Unwegsamkeiten und Dunkelheiten nicht losl\u00e4sst, sondern bei mir bleibt und die Gewissheit vermittelt, ich bin jetzt gehalten, fest verankert, gesichert \u2013 ist das nicht ein Urbed\u00fcrfnis?<br \/>\nDas ist auch die Situation, die wir im Wort Gottes vorfinden. Das Wort Gottes das wir heute h\u00f6ren stammt aus einer Abschiedsrede. Vorbereitung darauf, dass Jesus nun nicht mehr so mit seinen J\u00fcnger unterwegs sein wird wie bisher und somit steht die Frage im Raum: Wie geht es weiter &#8211; wer f\u00fchrt uns nun &#8211; wer zeigt uns jetzt den Weg? M\u00fcssen wir nun allein durchs Leben?\u201c<\/p>\n<p>4. PREDIGTGLIEDERUNG<\/p>\n<p>Glaube konkret \u2013 mit Jesus leben hei\u00dft:<br \/>\na) seine N\u00e4he erfahren (V. 15-20)<br \/>\nb) seine Liebe erfahren (V. 21f)<br \/>\nc) sein Reden erfahren (V. 23-26)<br \/>\nd) seinen Frieden erfahren (V. 27-31)<\/p>\n<p>oder nach Wilfried Reuter<br \/>\na) Gerettet<br \/>\nb) Getr\u00f6stet<br \/>\nc) Gesandt<\/p>\n<p>oder nach Hartmut Dinkel &#8211; wovon der Glaube lebt:<br \/>\na) Gottes Geist<br \/>\nb) Gottes Liebe<br \/>\nc) Gottes Wort<br \/>\nd) Gottes Friede<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Leben als Nachfolger JesuPredigtthema: Glaube konkret &#8211; mit Jesus leben Bibelstelle: Johannes 14, 15-31 Verfasser: Thomas Richter Ein Predigttipp enth\u00e4lt Hilfestellungen f\u00fcr die Verk\u00fcndigung und ersetzt deshalb nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und Studieren von Bibelkommentaren. 1. 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