{"id":1729,"date":"2010-10-04T10:10:37","date_gmt":"2010-10-04T08:10:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=550"},"modified":"2010-10-04T10:10:37","modified_gmt":"2010-10-04T08:10:37","slug":"predigthilfe-vom-17-10-2010-2-mose-17-8-16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-17-10-2010-2-mose-17-8-16\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 17.10.2010 &#8211; 2.Mose 17, 8-16"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Wegf\u00fchrungen des Herrn<br \/>Predigtthema: Achtung Gegenverkehr<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: 2.Mose 17, 8-16<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Thomas Richter<\/strong><\/p>\n<p>Ein Predigttipp enth\u00e4lt Hilfestellungen f\u00fcr die Verk\u00fcndigung und ersetzt deshalb nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und Studieren von Bibelkommentaren.<\/p>\n<p>1. TEXT- UND PREDIGTZUSAMMENHANG<\/p>\n<p>Der Predigttext (2Mose 17,8-16) steht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Predigttext des letzten Sonntags (2Mose 17,1-7). Die Wegf\u00fchrungen Gottes (= Monatsthema) verdeutlichen uns, dass der Angriff auf das Volk Gottes sowohl von innen (17,1-7), als auch von au\u00dfen (17,8-16) erfolgt. Diese Herausforderungen zeigen ein zweifaches Lernziel Gottes mit seinen Kindern, das in beiden Texten zum Ausdruck kommt: Sie sollen erkennen, dass Gottes Siege im Gebet errungen werden und dass Gott seine Kinder nicht vor Auseinandersetzungen bewahrt, sondern ihnen in der Auseinandersetzung hilft, die sie wiederum \u00fcber das Gebet n\u00e4her zu ihm bringt. Beten und Handeln des Volkes Gottes stehen somit in einem unmittelbaren Zusammenhang. Unsere Predigt\u00fcbersicht 2010 (beim Gemeinschaftsleiter erh\u00e4ltlich) benennt als m\u00f6glichen Schwerpunkt f\u00fcr die Predigt das Thema \u201eGottes F\u00fchrung &#8211; Hindernisse\u201c. Da auch auf den Wegf\u00fchrungen Gottes Angriff und Widerstand erfolgt, lautet das Predigtthema: \u201eAchtung Gegenverkehr\u201c! Der Predigttext schildert zwar nur die Ereignisse eines Tages, aber besonders an diesem Tag ist, dass er bedeutsame und dauerhafte Einblicke zum Verst\u00e4ndnis des geistlichen Lebens vermittelt.<\/p>\n<p>2. TEXT- UND PREDIGTANMERKUNGEN<\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung und Anwendung bieten z.B.<br \/>\n* Hansj\u00f6rg Br\u00e4umer. Das zweite Buch Mose: Kapitel 1-18. Wuppertaler Studienbibel AT. Wuppertal: R. Brockhaus, 1996. S. 281-285.<br \/>\n* Hellmuth Frey. Das Buch der Heimsuchung und des Auszugs: Kapitel 1-18 des Zweiten Buches Mose. Die Botschaft des Alten Testaments 5. 13. Aufl. Stuttgart: Calwer Verlag, 1984 (1949). S. 200-202.<br \/>\n* Warren W. Wiersbe. Sei befreit: In der Nachfolge Gottes zur Freiheit gelangen. Studien des Alten Testaments: 2Mose 1-40. Dillenburg: Christliche Verlagsgesellschaft, 2003. S. 88-92.<br \/>\n* C.H. Spurgeon. Der gute Kampf des Glaubens: Alttestamentliche Predigten \u2013 Download unter http:\/\/www.clv-server.de\/pdf\/255302.pdf (= Krieg mit Amalek: S. 100-121).<\/p>\n<p>Zur Besch\u00e4ftigung mit dem Predigttext hilft das Anh\u00f6ren (im Sinne von Apg 17,11b) der Predigt von Winrich Scheffbuch vom 11.05.1980 mit dem Titel \u201eGott erh\u00f6rt Gebet\u201c (2Mose 17,8-13) und der Bibelarbeit vom 20.06.1995 mit dem Titel \u201eSieg \u00fcber die Amalekiter\u201c (2Mose 17,8-16). Diese Botschaften findet ihr unter www.sermon-online.de, wenn ihr unter \u201eerweiterte Suche\u201c die Felder \u201eBibelstelle\u201c [z.B. 2Mose 17] und \u201eAutor\u201c [z.B. Scheffbuch] ausf\u00fcllt.<\/p>\n<p>\u201eDies ist die erste Erw\u00e4hnung Josuas in der Bibel, aber sein Name wird im Rest der Heiligen Schrift noch zweihundert Mal genannt. Er war in \u00c4gypten geboren und Hoschea genannt worden, was \u201aRettung\u2018 bedeutet. Sp\u00e4ter \u00e4nderte Mose seinen Name in \u201aJosua = Jahwe ist die Rettung\u2018 (4Mose 13,8+16), was die hebr\u00e4ische Form von \u201aJesus\u2018 ist (Mt 1,21). Er kannte die H\u00e4rten der \u00e4gyptischen Sklaverei und muss milit\u00e4rische F\u00fchrungsqualit\u00e4ten besessen haben, da Mose ihn zum General des Heeres ernannte. Er wurde Moses Diener (2Mose 24,13; 33,11; Jos 1,1), denn es ist Gottes Politik, dass wir uns erst als treue Diener beweisen m\u00fcssen, bevor wir zu F\u00fchrern bef\u00f6rdert werden (Mt 25,21+23). Josua hatte nur einen Tag, um sein Heer zu ordnen und es auf den Angriff vorzubereiten, aber er schaffte es.<br \/>\nIsraels gro\u00dfer Sieg \u00fcber Amalek gr\u00fcndete sich auf drei Faktoren: auf die Macht Gottes im Himmel, auf die F\u00e4higkeiten Josuas und seines Heeres auf dem Schlachtfeld und auf die F\u00fcrbitte von Mose, Aaron und Hur&#8216; auf dem Gipfel des H\u00fcgels. Gott h\u00e4tte Engel schicken k\u00f6nnen, um das Heer zu vernichten (Jes 37,36), doch er lie\u00df sich dazu herab, menschliche Werkzeuge einzusetzen, um sein Ziel zu erreichen. Josua und sein Heer vertrauten auf Gott und k\u00e4mpften, Mose und seine Gef\u00e4hrten vertrauten auf Gott und legten F\u00fcrbitte ein, und Gott tat ein \u00dcbriges. Auf diese Weise w\u00fcrde Gottes Volk im Glauben wachsen und Gottes Name verherrlicht werden.<br \/>\nDie Juden hoben \u00fcblicherweise ihre H\u00e4nde auf, wenn sie beteten (Ps 28,2; 44,21; 63,5; 134,2; 1K\u00f6n 8,22; 38,54; 1Tim 2,8), und da Mose den Stab Gottes in seinen H\u00e4nden hielt, bekannte er sich zur totalen Abh\u00e4ngigkeit von der Autorit\u00e4t und Macht Jahwes. Es war nicht Mose, der Josua und seinem Heer Kraft gab, sondern der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der \u201aHerr der Heerscharen\u2018. Solange Mose den Stab in seinen H\u00e4nden hochhielt, hatte Israel die Oberhand; doch wenn er seine H\u00e4nde sinken lie\u00df, gewann Amalek die Oberhand\u201c (Warren W. Wiersbe).<\/p>\n<p>\u201eDann folgt zum Schluss [V. 16] der auffallende Satz: \u201aDie Hand an den Thron des Herrn\u2018! Was war ist gemeint? Weil sich dem Aufruf die ewige Verpflichtung zum Kampf gegen die Amalekiter anschlie\u00dft, hat man das als Schwurformel verstanden. Doch wenn etwas mit einem Schwur bekr\u00e4ftigt wurde, lautet die Beteuerung anders, etwa so: \u201aSo wahr der Herr lebt\u2018! Oder: \u201aDer Herr tue mir dies und das\u2018! Dieser Ruf Moses aber kommt nur einmal vor, und zwar hier. Der Textzusammenhang weist in eine andere Richtung. Der ganze Bericht zeigt die Macht des Gebetes. So wird die gro\u00dfe Gebetserh\u00f6rung in die pr\u00e4gnante For\u00acmulierung gebracht: \u201aDie Hand an den Thron des Herrn\u2018! D.h., lerne es, Israel! Lerne es f\u00fcr alle Zukunft! Lerne, wie gesiegt worden ist! Dein, Kampf ist n\u00f6tig, der Sieg jedoch wird am Thron Gottes vergeben! Gott legt den Sieg in die H\u00e4nde der Beter!\u201c (Karl Heinz Kn\u00f6ppel).<\/p>\n<p>3. TEXT- UND PREDIGTVERANSCHAULICHUNGEN<\/p>\n<p>V. 8:<br \/>\n\u201eIsrael ist auf dem Weg durch die W\u00fcste. Nach 430 Jahren Knechtschaft in \u00c4gypten hatte Gott das Wunder des Aufbruchs und den Auszug geschenkt. \u00c4gypten hatten sie hinter sich \u2013 vor ihnen lag das verhei\u00dfene Kanaan. Auf diesem Weg von der Knechtschaft ins Land der Verhei\u00dfung stellt sich der Feind in den Weg: \u201aDa kam Amalek\u2018 (V. 8). Amalek kommt nach der Befreiung aus der Knechtschaft! Wenn es ihm schon nicht gelungen ist, den Auszug zu verhindern, dann will er wenigstens den Weiterweg blockieren und verhindern, dass Israel ins verhei\u00dfene Land kommt. \u2013 Wenn ein Mensch die Knechtschaft der S\u00fcnde hinter sich gelassen hat (Joh 8,36; R\u00f6m 5,1), wenn er zum Glauben gekommen ist: Wie viele machen immer wieder die Erfahrung, dass dann pl\u00f6tzlich der Kampf anf\u00e4ngt. \u201aGott hat uns errettet von der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes\u2018 (Kol 1,13). Nach einem solchen Herrschaftswechsel will der Feind das Feld jedoch nicht kampflos preisgeben. Er will wenigstens daf\u00fcr sorgen, dass wir auf dem Weg des Glaubens stecken bleiben. Voraus gehen gro\u00dfartige Erfahrungen der Durchhilfe Gottes und beeindruckende Glaubenserlebnisse (Kap. 13-17,7). \u201aDa kam Amalek\u2018. Wie oft ist das so auch bei uns nach einer gesegneten Freizeit, Konferenz oder Gemeinschaftsstunde oder nach anderen beeindruckenden Glaubenserfahrungen. Nach der Erfahrung die Gefahren! Einer meiner geistlichen V\u00e4ter \u2013 Bruder Hermann Brillinger \u2013 sagte uns jungen Menschen: \u201aPasst auf, wenn ihr heimkommt. Satan m\u00f6chte, dass ihr den Segen wieder verliert, den euch Gott jetzt geschenkt hat\u2018. Wir d\u00fcrfen uns also nicht wundem, wenn es Gegenwind oder Bew\u00e4hrungsproben gibt: am Arbeitsplatz, in der Schulklasse \u2013 ja oft in der eigenen Familie.<br \/>\nWer ist Amalek? Er ist der Nachkomme Esaus (1.Mose 36,12). Hier schattet sich die alte Auseinandersetzung zwischen Jakob und Esau ab. Jakob hatte den Segen und damit auch die Verhei\u00dfung des Landes (vgl. 1Mose 35,12). Esau wollte und konnte das nicht wahrhaben! Er war ein Mann der St\u00e4rke und des \u00e4u\u00dferen Erfolgs \u2013 von Kindheit an. \u201aAls nun die Knaben gro\u00df wurden, wurde Esau ein J\u00e4ger und streifte auf dem Felde umher\u2018 (1Mose 25,27). Amalek als Nachkomme Esaus hat dasselbe Wesen und setzt auf St\u00e4rke. Von Jakob dagegen hei\u00dft es: \u201aJakob aber war ein gesitteter Mann und blieb bei den Zelten\u2018 \u2013 ein Mutters\u00f6hnchen in den Augen Esaus. Esau setzte auf Erfolg, Jakob setzte auf den Segen. Segen ist jedoch mehr als Erfolg. Nun begegnen sich die Nachkommen: Israel ist schwach und ohne Waffen, wehrlos in der W\u00fcste; Amalek kommt mit \u201aHeer und Kraft\u2018 (vgl. Sach 4,6). Amalek schattet den Feind Israels ab \u2013 den Feind des Gottesvolkes zu allen Zeiten. Satan k\u00e4mpft gegen Gottes Volk: \u201aDer Feind, euer Widersacher, geht umher wie ein br\u00fcllender L\u00f6we und sucht, wen er verschlinge\u2018 (1Petr 5,8). Der Wolf greift die Herde an\u201c (Otto Schaude).<\/p>\n<p>Zur Methode Amaleks:<br \/>\n\u201eDazu m\u00fcssen wir erg\u00e4nzend 5Mose 25,17+18 heranziehen. Hier erkennen wir einiges \u00fcber die Methode Amaleks \u2013 sehr bedeutend f\u00fcr unseren Glauben:<br \/>\n* Wenn du m\u00fcde und matt bist! Das sind die gef\u00e4hrlichen Stunden \u2013 wer kennt nicht solche Versuchungsstunden? Wenn der Leib m\u00fcde ist, ist auch der Geist m\u00fcde. Jesus wusste um solche Versuchungsstunden und sagte deshalb in Gethsemane zu seinen J\u00fcngern: \u201aWachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallet. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach\u2018. Heute sagt man: Ich bin \u201adown\u2018. Deshalb ging Jesus in solchen Stunden in die Stille mit Gott. Deshalb r\u00e4t er uns, \u201aDoppelposten\u2018 aufzustellen: Wachet und betet! Deshalb meint Paulus: \u201aErgreift die Waffenr\u00fcstung Gottes, damit ihr an dem b\u00f6sen Tag Widerstand leisten und alles \u00fcberwinden und das Feld behalten k\u00f6nnt\u2018 (Eph 6,13).<br \/>\n* Von hinten! \u201aWie sie deine Nachz\u00fcgler erschlugen\u2018. Amalek kam nicht von vorne, sonst h\u00e4tte sich Israel ja rechtzeitig darauf einstellen k\u00f6nnen. Er kam von hinten \u2013 er hat ein hinterlistiges Wesen. Der Feind in unserem Glaubensleben ist meist erst sichtbar, wenn wir schon am Boden liegen. Er zeigt sich nicht offen, er verstellt sich als Engel des Lichts, oder er kommt hinterlistig: \u201a&#8230; gro\u00df Macht und viel List sein grausam R\u00fcstung ist\u2018 (Martin Luther).<br \/>\n* Er pr\u00fcgelt die Schwachen! \u201aUnd er schlug alle Schwachen\u2018. Das waren zun\u00e4chst die Nachz\u00fcgler, die hinterherhinkten: die Alten und die Frauen mit ihren kleinen Kindern. Sie sind heute auch oft Brennpunkte des Angriffs Satans in Familie, christlicher Gemeinde und Gesellschaft.<br \/>\nDie Alten: Wenn die Kraft nachl\u00e4sst, wenn die Gebrechen einsetzen \u2013 Anfechtungsstunden! Oder denken wir an die Geringsch\u00e4tzung des Alters und die Verachtung der Alten auch unter uns \u2013 bis hin zur Debatte um die Sterbehilfe!<br \/>\nDie Frauen mit den Kleinkindern: N\u00fcchtern m\u00fcssen wir sehen, dass Satan besonders bei christlichen Familien ansetzt und einbrechen will, denn in einer Gemeinde und Gemeinschaft ist es gut bestellt, wenn sie viele Kinder und gl\u00e4ubige Familien hat. Wenn er hier einbricht \u2013 so hat er gewonnen. Der Kampf ums Kind beginnt schon sehr fr\u00fch: Verf\u00fchrung, Versuchung und ideologische \u00dcberfremdung der jungen Generation. Kinder sind solchen ideologischen Versuchungen wehrlos ausgeliefert. Und dann der Streit ums ungeborene Leben unter uns \u2013 das schw\u00e4chste Glied, das v\u00f6llig wehrlos ist. Sterbehilfe\/Euthanasie und T\u00f6tung ungeborenen Lebens \u2013 ein Zeichen des satanischer Angriffs auf unsere Gesellschaft und die christliche Gemeinde! Es ist immer die Art Satans, auf die Schwachen einzuschlagen. Jesu Wesen ist das Gegenteil: Er nimmt sich des Schwachen an. \u201aWas schwach ist vor der Welt, das hat Gott erw\u00e4hlt\u2018 (1Kor 1,27). Das Schwache und Hilfsbed\u00fcrftige ist der Pr\u00fcgelknabe der Welt. Das Schwache und Hilfsbed\u00fcrftige ist der Pr\u00fcfstein der Gemeinde Jesu. Hieran zeigt sich, ob wir den Blick des Erbarmens und der Liebe Jesu haben. \u201aAls Jesus das Volk sah, jammerte es ihn; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben\u2018 (Mk 6,34).<br \/>\n\u201aUnd er schlug alle Schwachen\u2018: Das sind schlie\u00dflich auch die schwachen Stellen in unserem Leben. Da setzt der Feind an, denn er kennt sie ganz genau. Viele kennen wahrscheinlich die Nibelungensage vom Helden Siegfried, der den Drachen erschlug und anschlie\u00dfend im Drachenblut badete. Dadurch wurde er unverwundbar \u2013 bis auf eine einzige Stelle. Hier war w\u00e4hrend des Badens ein Lindenblatt auf den R\u00fccken gefallen. Hier war Siegfried verletzlich \u2013 an dieser Stelle. Sein Feind Hagen hatte das durch Verrat erfahren. An dieser Stelle setzte er an und schlug zu \u2013 es war t\u00f6dlich! Satan kennt die schwachen Stellen in unserem Leben \u2013 da schl\u00e4gt er zu: Groll, Neid, Geiz, unreine Phantasie, Empfindlichkeit, Ehrsucht &#8230; Deshalb m\u00fcssen wir an diesen Stellen Doppelposten aufstellen: Gottes Wort und Gebet\u201c (Otto Schaude).<\/p>\n<p>V. 9-13:<br \/>\n\u201eNicht Israel er\u00f6ffnet den Kampf und greift an. Israel wird in diesen Kampf hineingestellt, ob es will oder nicht. Wir m\u00fcssen den Kampf nicht suchen; wir werden automatisch hineingestellt. \u201aZieh aus und k\u00e4mpfe\u2018 (V. 9). Beim Auszug aus \u00c4gypten musste Israel nicht k\u00e4mpfen. \u201aDer Herr wird f\u00fcr euch streiten, und ihr werdet stille sein\u2018 (2Mose 14,14). Den Auszug aus der Knechtschaft hatte Gott ganz allein arrangiert \u2013 aber auf dem Weg durch die W\u00fcste ist der Kampf gefragt. So ist das auch bei uns: Neues Leben bekommen wir allein durch Jesus Christus. Dazu tragen wir nichts bei, so wenig wie wir zur eigenen Geburt etwas beigetragen haben. Dass wir Gottes Kinder sind, ist einzig und allein Gottes Gabe. Aber nach der Neugeburt, auf dem Weg ans Ziel beginnt der Kampf\u201c (Otto Schaude).<\/p>\n<p>\u201eGebet und Tat \u2013 Ora et labora! Israel nimmt den Kampf in einer zweifachen Weise auf: Josua k\u00e4mpft im Tal, und Mose betet auf dem Berg. Beides ist untrennbar miteinander verbunden, und man darf nicht eins gegen das andere ausspielen: der volle Einsatz und das Gebet. Die M\u00f6nche hatten als Wahlspruch: \u201aora et labora\u2018 \u2013 bete und arbeite! Genau das treffen wir hier an. Es<br \/>\ngibt in unserem Leben manchmal mehr Zeiten des Kampfes und der Tat, manchmal mehr Zeiten des Gebets. Beides muss jedoch da sein! Es gibt in der Gemeinde Jesu Menschen, die sich mehr einsetzen und die praktische Arbeit tun &#8211; und andere, die sich mehr in die Stille und ins Gebet zur\u00fcckziehen, etwa bei der Vorbereitung einer Bibelwoche oder Evangelisation. Beides muss jedoch da sein! Bei Jesus erleben wir beides: Wie sehr hat er sich mitunter eingesetzt \u2013 bis an die Grenze der Kraft (Mk 1,32-34; 3,20; 6,31). Da ging es nicht beschaulich zu. Es war voller Einsatz, nicht einmal Zeit zum Essen! Das wehleidige Gejammer (\u201aStress\u2018) mancherorts heute, wenn es einmal darum geht, mehr als gew\u00f6hnlich zu tun, und wenn auch mitunter Pausen entfallen m\u00fcssen, ist geistlich sehr zu hinterfragen! (Vgl. Paulus: Apg 20,31; 1Thess 2,9). Doch Jesus kannte auch das andere. Deshalb hat er seine J\u00fcnger immer wieder in die Stille geschickt und hat selbst die Stille aufgesucht (Mk 1,35; 6,32). Schauen wir uns deshalb beide Bereiche etwas genauer an:<br \/>\n* Josua k\u00e4mpft im Tal!<br \/>\nNicht das ganze Israel k\u00e4mpfte \u2013 nur Auserw\u00e4hlte! Man konnte in diesem Kampf auch nicht jeden gebrauchen, denn es war kein Spaziergang. Josua musste ausw\u00e4hlen. Es waren wahrscheinlich gar nicht zu viele. Auch Gideon konnte nicht alle gebrauchen und schickte die meisten heim (Ri 7); denn \u201awer \u00e4ngstlich und verzagt war\u2018, der kehrte um. Immer war es im Volk Gottes so, auch im Gottesvolk des Neuen Bundes, dass es letztlich wenige waren und sind, die den Durchblick haben und sich der Aufgabe stellen. Viele werden eher beschaulich \u2013 und auch kritisierend \u2013 am Rande stehen. In der Gemeinde Gottes gab es stets mehr Zuschauer als Mitstreiter! Es kommt ja auch nicht auf die Quantit\u00e4t an, sondern auf die Qualit\u00e4t \u2013 nicht auf die Menge, sondern auf die Entschlossenheit derer, die k\u00e4mpfen. So ist es auch wichtig, dass Gott in unseren Tagen immer wieder Menschen beruft, die sich ganz f\u00fcr ihn einsetzen und sich dem Kampf des Glaubens stellen \u2013 in den Kampf mit Amalek heute.<br \/>\n\u201aUnd Josua tat, wie Mose ihm sagte &#8230;, bis die Sonne unterging\u2018. Den ganzen Tag \u00fcber war voller Einsatz gefordert. Der Kampf war in der Tat hart; man war in der W\u00fcste; es war hei\u00df, durstig und staubig. Man war unterlegen und hatte l\u00e4ngst nicht die Waffen, die der Feind hatte. Auch heute ist ein solcher Kampf und voller Einsatz immer wieder gefordert.<br \/>\nDer Josua im Tal heute:<br \/>\n&#8211; das ist die Mutter, die sich ganz einsetzt f\u00fcr ihre Kinder und die Familie; die nicht auf Selbstverwirklichung pocht, sondern hier ihren \u201aGottesdienst\u2019 (Martin Luther) umsetzt,<br \/>\n&#8211; das ist der Vater, der sich trotz harter Forderungen im Beruf noch um Kinder und Familie k\u00fcmmert und dar\u00fcber hinaus Aufgaben in der Gemeinde Jesu wahrnimmt,<br \/>\n&#8211; das sind Pfarrer und hauptamtliche Mitarbeiter, die sich viel Zeit nehmen f\u00fcr eine Predigt, f\u00fcr Hausbesuche; die weitermachen, auch wenn es manchmal fast nicht mehr geht, und die nicht den Vergleich zur 35-Stunden-Woche anstellen,<br \/>\n&#8211; das sind \u00e4ltere Menschen, die trotz abnehmender Kr\u00e4fte sich noch Zeit nehmen zu Besuchen, zu Briefen, zu Telefonaten und zum Gebet,<br \/>\n&#8211; das sind die zahlreichen Ordner, Chormitglieder und Techniker, die sich bei der Vorbereitung und Durchf\u00fchrung von Evangelisationen, Bibelwochen, Konferenzen usw. voll einsetzen &#8230; .<br \/>\nOhne den Josua im Tal geht es nicht. Es ist nicht gut, wenn manche sagen: Ihr solltet nicht so viel arbeiten und organisieren \u2013 ihr solltet mehr beten! Interessanterweise steht hier: \u201aUnd Josua \u00fcberw\u00e4ltigte das Volk\u2018 \u2014 als ob es allein an ihm gelegen h\u00e4tte.<br \/>\n* Mose betet auf dem Berg!<br \/>\nGek\u00e4mpft wird im Tal \u2013 aber entschieden wird auf dem Berg. Ob die M\u00fche lohnt, ob Segen auf der Arbeit liegt, das wird in der Stille vor Gott entschieden. Die erhobenen H\u00e4nde weisen nach oben zu dem, der wirklich lenkt. \u201aEs soll nicht durch Heer oder Kraft geschehen, sondern durch meinen Geist\u2018 (Sach 4,6). Es ist nicht nur die Erfahrung Israels zu allen Zeiten (vgl. David gegen Goliath), sondern eine Grundlinie geistlichen Kampfes. Haben wir den Mose auf dem Berg unter uns in unseren Gemeinschaften, Gemeinden und Familien? Beten hei\u00dft ja nicht nichts tun. Beten hei\u00dft: mit Gott zusammenarbeiten. \u201aDas Gebet ersetzt keine Tat; das Gebet ist aber eine Tat, die durch nichts ersetzt werden kann\u2018 (Hans von Keler). Deshalb gilt auch: \u201aEin Mensch ohne Gott arbeitet, um nicht beten zu m\u00fcssen. Ein Christ betet, um besser arbeiten zu k\u00f6nnen\u2018. Wie viel wird ohne Gott oder gegen Gott getan! Deshalb sagt Jesus: \u201aAlles, was ihr tut ohne mich, ist ein Nichts\u2018 (Joh 15,5). Das hei\u00dft eigentlich: Es f\u00fchrt ins Nichts; man steht schlie\u00dflich mit leeren H\u00e4nden da! Das gilt f\u00fcr all unseren Einsatz in Familie, Beruf und Gemeinschaft.<br \/>\nMose nimmt den Stab Gottes in seine Hand: Dieser Stab ist das Zeichen der Macht und Gegenwart Gottes (2Mose 4,17) und erinnert ihn daran, dass Gott kann. Das Kreuz ist unser Zeichen. Wir d\u00fcrfen in allem Kampf des Glaubens und beim Beten auf das schauen, was Jesus getan hat, sich seiner Macht und Gegenwart freuen und in ihm ruhen. Das gibt Sieg!<br \/>\nMose braucht Helfer: Auch Mose, dieser Mann Gottes, konnte diesen Gebetskampf nicht allein durchhalten. Die H\u00e4nde wurden ihm schwer \u2013 zu schwer! Wenn schon Mose den Kampf nicht allein durchstehen konnte, wie viel weniger erst wir! Mose bekommt eine doppelte Hilfe:<br \/>\n&#8211; eine sachliche Hilfe. Es ist der Stein, auf den er sich setzen und darauf ausruhen kann. Das ist im Glaubenskampf immer wieder wichtig: sich hinsetzen, sich ausruhen und sich an den Gaben Gottes freuen. Eine sachliche Hilfe k\u00f6nnen auch B\u00fccher sein, die weiterhelfen und ermutigen; Auslegungen von Bibeltexten; ein Vortrag, ein Bibelseminar, eine Konferenz, eine Freizeit &#8230;<br \/>\n&#8211; eine pers\u00f6nliche Hilfe. Aaron und Hur stehen Mose zur Seite \u2013 links einer und rechts einer! Gott sagt uns dadurch deutlich: Du brauchst Br\u00fcder (und Schwestern) an deiner Seite. Diesen Dienst brauchen die Verantwortlichen in Gemeinschaft, Kirche und im Staat. Diesen Dienst brauchen wir auch in der Erziehung der Kinder. Das k\u00f6nnen die Paten sein oder die Gro\u00dfeltern: Sie stehen links und rechts und unterst\u00fctzen die Eltern. Haben wir einen solchen Aaron und Hur an unserer Seite? Haben wir Menschen, die mit uns beten? Vor allem aber: Sind wir selbst ein solcher Aaron und ein solcher Hur? Wir haben miteinander und f\u00fcreinander Verantwortung auf dem Glaubensweg. Mit einer solchen Unterst\u00fctzung jedoch konnte Mose durchhalten \u201abis die Sonne unterging\u2018 \u2013 bis zum siegreichen Ende!\u201c (Otto Schaude).<\/p>\n<p>Im Hinblick auf unser Gebet ist zu beachten, dass wir<br \/>\n* einsam (V. 11),<br \/>\n* gemeinsam (V. 12a) und<br \/>\n* best\u00e4ndig (V. 12b)<br \/>\nbeten!<\/p>\n<p>\u201eGebete f\u00fcr mein Dorf lautet der Titel eines B\u00fcchleins aus Frankreich, in dem die allt\u00e4glichen Morgengebete eines Pfarrers f\u00fcr sein Dorf gesammelt sind: \u201aIch will zuvorkommen, Herr, den Worten und Taten, dem Erwachen meines Dorfes will ich zuvorkommen und all dem, was sich heute in unseren H\u00e4usern, auf unseren Feldern zutragen wird. Ehe der Hahn kr\u00e4ht, ehe der b\u00f6se Feind sein Tagwerk beginnt, sei du zur Stelle! Dieser Tag sei dir anvertraut, in deine starke Hand gelegt. Ich komme, um deine F\u00fcrsorge und deinen Segen \u00fcber uns alle zu erflehen. Noch kein Ger\u00e4usch, kein Laut, keine Regung. K\u00f6nnten wir doch immer als ersten dich nennen, dich suchen, als erstem dir dienen!\u2018 Wer mit der Frage nach geistlicher Gemeindeleitung von solchen Gebeten ausgeht, will sich selbst und die anderen f\u00fcr das Kommen Gottes offen halten und will mit \u00dcberraschungen von Gottes Geist rechnen. Was hat das f\u00fcr Folgen, wenn geistliche Gemeindeleitung von solchen verborgenen oder \u00f6ffentlichen Gebeten um die Leitung und das Kommen des Geistes Gottes ausgeht?\u201c (Christian M\u00f6ller).<\/p>\n<p>\u201eWir k\u00f6nnen nachempfinden, dass Josua und das Heer in der Schlacht erm\u00fcdeten, aber warum wurde Mose m\u00fcde, w\u00e4hrend er den Stab Gottes hielt? Er behielt seine k\u00f6rperliche Kraft bis zum letzten Tag seines Lebens (5Mose 34,7), deshalb lag kein physischer Grund vor. Wahrhafte F\u00fcrbitte ist eine anstrengende T\u00e4tigkeit. Die Aufmerksamkeit auf Gott zu richten und \u201aunabl\u00e4ssig zu beten\u2018 (1Thes 5,17) kann ebenso ersch\u00f6pfend sein wie anstrengende Arbeit. Wie Epaphras m\u00fcssen wir \u201aallezeit ringen in den Gebeten\u2018 (Kol 4,12), statt dem Herrn unsere Bitten locker vorzutragen. Samuel M. Zwemer, Missionar im moslemischen Kulturkreis, pflegte das Gebet \u201adie Sporthalle der Seele\u2018 zu nennen, und John Bunyan schrieb: \u201aIm Gebet ist es besser, ein Herz ohne Worte zu haben als Worte ohne Herz\u2018. Wenn Sie ihr ganzes Herz in ein f\u00fcrbittendes Gebet legen, wird Sie das anstrengen, aber es wird Sie auch segnen.<br \/>\nJosua h\u00e4tte nicht ohne Mose siegen k\u00f6nnen, doch Mose h\u00e4tte nicht ohne die Unterst\u00fctzung von Aaron und Hur erfolgreich sein k\u00f6nnen. Nicht jeder kann ein Mose oder ein Josua sein, ein D. L. Moody oder ein Billy Graham, aber alle Christen k\u00f6nnen wie Aaron oder Hur sein und jenen helfend die H\u00e4nde halten, w\u00e4hrend sie Gott gehorchen. Gott sucht nach Menschen, die an der Schlacht und am Sieg teilnehmen, indem sie unersch\u00fctterlich im Gebet stehen (R\u00f6m 12,12; Jes 59,16).<br \/>\nDies erinnert uns auch daran, dass unser Heiland ewig im Himmel lebt, um f\u00fcr uns F\u00fcrbitte einzulegen, w\u00e4hrend wir die Schlachten des Lebens schlagen, und dass seine St\u00e4rke niemals versagt (Hebr 7,25). Dar\u00fcber hinaus verwendet sich auch der Heilige Geist f\u00fcr uns und leitet uns im Gebet (R\u00f6m 8,26.27). Gott verspricht jenen den Sieg, die beten und das Schwert des Geistes f\u00fchren (Eph 6,16.17)\u201c (Warren W. Wiersbe).<\/p>\n<p>V. 14-16:<br \/>\nEine dreifache Hilfe gegen die Vergesslichkeit:<br \/>\n\u201e* Aufschreiben! \u201aSchreibe dies zum Ged\u00e4chtnis in ein Buch und pr\u00e4ge es Josua ein\u2018. Warum? Weil wir im Blick auf die Wohltaten Gottes so schrecklich vergesslich sind. Wir haben ein erstaunlich gutes Ged\u00e4chtnis, wenn es darum geht, das zu behalten, was andere uns B\u00f6ses angetan haben. Wie oft tragen Menschen einander jahrzehntelang etwas nach \u2013 oft sind es Kleinigkeiten. Wir haben jedoch ein Ged\u00e4chtnis wie ein Sieb, wenn es um die Wohltaten Gottes in unserem Leben geht. Doch genau sie d\u00fcrfen nicht vergessen werden, weil sie wichtig f\u00fcr ein gesundes Glaubensleben sind \u2013 Ps 103,2. Josua muss es f\u00fcr die n\u00e4chste Generation und deren Nachkommen schriftlich festhalten! Diese Glaubenserfahrung darf weder vergessen noch inhaltlich ver\u00e4ndert werden. Wir sind es der kommenden Generation schuldig, dass sie unsere Glaubenserfahrungen kennen lernen. Vielleicht k\u00f6nnen auch heute Eltern und Gro\u00dfeltern aufschreiben, welche Erfahrungen und Gebetserh\u00f6rungen sie mit Jesus machten, und das ihren Kindern und Enkeln weitergeben unter dem Titel \u201aErfahrungen mit Gott heute\u2018. Es muss sich \u201aeinpr\u00e4gen\u2018. Das hei\u00dft doch: Es muss fester Bestandteil werden, Das ist die Gr\u00f6\u00dfe des Volkes Israel, dass es von solchen Zeiten und Orten des Gedenkens her lebt. Und weil dieses Volk so stark aus der Vergangenheit lebt, hat es auch eine Zukunft. Ein Volk, das seine Vergangenheit vergisst, hat auch keine Zukunft. Es ist geschichtslos und deshalb ein Spielball aller M\u00e4chte. Wir leben als einzelne Personen von Pr\u00e4gun\u00acgen der Vergangenheit, die wir sehen und bejahen sollten, aber auch als Gemeinschaftsbewegung, als Kirche und als Volk.<br \/>\n* Zeugnis geben! Der Herr \u201amein Feldzeichen\u2018 (V. 15). Mose bekennt pers\u00f6nlich seinen Glauben und seinen Gott. Es ist sehr wichtig, dass wir zeugnishaft weitergeben, was Gott bei uns getan hat und wie der gelebte Glaube konkret aussieht. Wir sollen nicht nur die Bibel auslegen, sondern auch zeugnishaft weitersagen, was Gott unter uns getan hat. Die nachfolgende Generation muss Lehre und Leben des Glaubens kennen lernen.<br \/>\n* Gott allein die Ehre! Auffallend ist, dass einerseits Josua der Sieg zugesprochen wird (V. 13) andererseits Mose (V. 11). Ein Widerspruch? Nein! Beides gilt \u2013 und zwar ganz. Denn es war Gott, der durch Mose und durch Josua den Sieg wirkte. Deshalb wird ihm ein Altar gebaut und sein Name ger\u00fchmt. Deshalb wird festgehalten, dass er der Herr und Sieger ist \u2013 gestern, heute und morgen. Und deshalb geb\u00fchrt allein ihm die Ehre \u2013 damals und heute!\u201c (Otto Schaude).<\/p>\n<p>\u201eWir sind nicht besser als Israel und ebenso gef\u00e4hrdet. Der Druck auf unseren Lebensraum kann schmerzlich und notvoll werden. Die Hauptgefahr aber droht aus der unsichtbaren Welt, wenn unser Verh\u00e4ltnis zum Herrn getr\u00fcbt ist. Dann k\u00f6nnen \u00e4u\u00dfere Probleme zum Spiegelbild unseres inneren Zustands werden, ja zum Fingerzeig, uns wieder bei Jesus einordnen zu lassen. Belastungen werden erst dann unertr\u00e4glich, wenn wir geistlich geschw\u00e4cht sind. Wir k\u00f6nnen sicher sein, dass \u201aAmalek\u2018 unseren armseligen, inneren Zustand erkennt und uns dann trifft, wenn er sich die besten Chancen ausrechnet. \u201aAmalek\u2018 ist ja ein Synonym f\u00fcr Epheser 6,12: \u201aDenn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu k\u00e4mpfen, sondern mit den M\u00e4chtigen und Gewaltigen, n\u00e4mlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den b\u00f6sen Geistern unter dem Himmel\u2018! Wir m\u00fcssen mit diesen Angriffen aus der unsichtbaren Welt rechnen, um ger\u00fcstet zu sein. Gro\u00df sind die Gefahren, aber gr\u00f6\u00dfer ist unser Herr, der alle Macht in H\u00e4nden hat. Der Thron im Himmel ist nicht verwaist, sondern \u201aauf dem Thron sitzt einer\u2018. Wenn er f\u00fcr uns ist, wer kann dann gegen uns sein? Kein menschlicher Einfluss reicht an die gro\u00dfe Schaltstelle im Himmel heran, an den Sitz der Weltregierung. Denen, die im Namen Jesu beten, gilt das gro\u00dfe Versprechen: \u201aAlles, was ihr den Vater in meinem Namen bitten werdet, das wird er tun\u2018! \u201a0 der unerkannten Macht von der Heil&#8217;gen Beten. Ohne das wird nichts vollbracht, so in Freud als N\u00f6ten. Schritt f\u00fcr Schritt hilft es mit. Wie zum End&#8216; der Feinde, so zum Sieg der Freunde\u2018. Es ist ein Gebetsaufruf an Israel und auch an uns: \u201aDie Hand an den Thron des Herrn\u2018! Denn unsere armen H\u00e4nde reichen bis zum Thron Gottes. Weil sie aber schwachsind und leicht ermatten, darum brauchen wir einander, um uns zu st\u00fctzen. Das ist wichtigster Bruderdienst. Die Erfahrung vieler Generationen und der Schl\u00fcssel, um die Welt zu \u00fcberwinden, liegt in dem alten Gebetsaufruf: \u201aDie Hand an den Thron des Herrn\u2018! Darum: \u201aMein Herz h\u00e4lt dir vor dein Wort: Ihr sollt mein Antlitz suchen! Darum suche ich auch, Herr, dein Antlitz\u2018 (Ps 27,8)\u201c (Karl Heinz Kn\u00f6ppel).<\/p>\n<p>4. PREDIGTGLIEDERUNG<\/p>\n<p>Achtung Gegenverkehr: Deshalb<br \/>\na) sei wachsam \u2013 beachte die Feinde Gottes (V. 8 \/ 5Mose 25,17-19)<br \/>\nb) sei achtsam \u2013 ben\u00fctze die Waffen Gottes (V. 9-13)<br \/>\nc) sei aufmerksam \u2013 bewahre die Erkenntnis Gottes (V. 14-16)<\/p>\n<p>oder nach Wilhelm Wagner:<br \/>\na) Das Gebet ist bedroht<br \/>\nb) Das Gebet ist begr\u00fcndet<br \/>\nc) Das Gebet ist zu praktizieren<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Wegf\u00fchrungen des HerrnPredigtthema: Achtung Gegenverkehr Bibelstelle: 2.Mose 17, 8-16 Verfasser: Thomas Richter Ein Predigttipp enth\u00e4lt Hilfestellungen f\u00fcr die Verk\u00fcndigung und ersetzt deshalb nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und Studieren von Bibelkommentaren. 1. 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