{"id":1709,"date":"2010-05-22T11:14:38","date_gmt":"2010-05-22T09:14:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=530"},"modified":"2010-05-22T11:14:38","modified_gmt":"2010-05-22T09:14:38","slug":"predigthilfe-vom-30-5-2010-2-mose-31-12-17","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-30-5-2010-2-mose-31-12-17\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 30.5.2010 &#8211; 2.Mose 31, 12-17"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Innehalten &#8211; Gottesdienst<br \/>Predigtthema: Ruhe nach Gottes Plan<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: 2.Mose 31, 12-17<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Thomas Richter<\/strong><\/p>\n<p>Ein Predigttipp enth\u00e4lt Hilfestellungen f\u00fcr die Verk\u00fcndigung und ersetzt deshalb nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und Studieren von Bibelkommentaren.<\/p>\n<p>1. TEXT- UND PREDIGTZUSAMMENHANG<\/p>\n<p>Der Predigtanlass ist ein \u201eInnehalten-Gottesdienst\u201c. Der Schwerpunkt in diesem Gottesdienst liegt auf dem gemeinsamen \u201ezur Ruhe kommen und H\u00f6ren\u201c. Innehalten hei\u00dft, dass wir nicht einfach von einem Monat in den anderen eilen, sondern immer wieder anhalten \u2013 Atemholen und uns dabei neu ausrichten bevor es weitergeht. Von daher hat in diesem Gottesdienst auch der R\u00fcckblick seinen Raum. Wir wollen bewusst weitergehen und von daher bewusst \u00fcberlegen, was nehmen wir in den n\u00e4chsten Monat mit  und was lassen wir zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Mit dem im Predigttext dargelegten Konzept des Sabbat ist das Volk Israel bereits vertraut (2Mose 16,23-30; 20,8-11; 23,10-13; 31,12-17 \u2013 vgl. auch 35,1-3). Nachdem die Grundlagen der Bundesschlie\u00dfung dargelegt sind (2Mose 24), gibt der Herr detaillierte Anweisungen zum Bau des Heiligtums (2Mose 25-31). Das auch der Bau des Heiligtums entsprechend der Sch\u00f6pfungsordnung erfolgen soll, wird auch durch die direkte Gottesrede deutlich. Die ersten sechs Spruchformeln beziehen sich auf den Bau des Heiligtums (2Mose 25,1; 30,11; 30,17; 30,22; 30,34; 31,1), w\u00e4hrend die siebte Spruchformel die Anweisung zum Sabbat beinhaltet (31,12) \u2013 wie bei der Sch\u00f6pfung! So ergibt sich im Hinblick auf den Sabbat ein zweifacher Zusammenhang. Auf der einen Seite handelt es sich um einen speziellen Bundesschluss mit dem Volk Israel (2Mose 19+24), aber genauso enth\u00e4lt dieser Bundesschluss auch Aspekte der grundlegenden Sch\u00f6pfungsordnung. Von daher ist im Hinblick auf das Sabbatgebot wichtig, dass wir den Wortlaut beachten (Sinaibund ist f\u00fcr Israel), aber die Weisungen Gottes entsprechend dem Wortsinn (Sch\u00f6pfungsordnung ist universal g\u00fcltig) anwenden und \u00fcbertragen. Der Sabbat ist somit zwar gerade das Bundezeichen (vgl. 2Mose 31,13+17; Hes 20,12+20 mit Hebr 8,7-13) des Sinaibundes, aber als Sch\u00f6pfungsprinzip liegt diesem Gebot ein bis heute g\u00fcltiges Grundprinzip zu Grunde: \u201eRuhen nach Gottes Plan\u201c (= Predigtthema).<\/p>\n<p>2. TEXT- UND PREDIGTANMERKUNGEN<\/p>\n<p>\u201eBevor Mose die Tafeln mit den heiligen Geboten aus Gottes Hand entgegennimmt und vom Berg der Gottesoffenbarung hinabsteigt, erfolgt noch einmal eine Erinnerung an die Heiligkeit des Sabbats. Die strenge Einhaltung des Sabbats darf auch w\u00e4hrend der Dauer der Herstellung des Heiligtums nicht ausgesetzt werden. So schlie\u00dft die Unterweisung, die Gott Mose \u00fcber das k\u00fcnftige Heiligtum gibt (2Mose 25,1-31,17), mit der Bekr\u00e4ftigung des Sabbats als Bundeszeichen, und Mose er\u00f6ffnet seinerseits die Weitergabe dieser Weisungen mit der Aufforderung, den heiligen Sabbat zur Ehre Gottes einzuhalten (2Mose 35,1-3)\u201c (Hansj\u00f6rg Br\u00e4umer. Das zweite Buch Mose: Kap 19-40, Wuppertaler Studienbibel. Wuppertal: R. Brockhaus, 1999. S. 309).<\/p>\n<p>Das Sabbatprinzip ist f\u00fcr das Volk Gottes ein Richtpunkt (= geheiligte Zeit; V. 12f), ein Rastpunkt (= gesegnete Zeit; V. 14f) und ein Sammelpunkt (= gemeinsame Zeit; V. 16f). Gerade daran wie wir den \u201eRuhetag\u201c gestalten, wird deutlich, worin wir uns von unserer Umwelt unterscheiden und wem wir glauben!<\/p>\n<p>A) Ruhen nach Gottes Plan ist ein \u201eRichtpunkt\u201c (V. 12f)<\/p>\n<p>Zum Umgang Jesu mit dem Sabbat siehe: Mt 12,5-8; Mk 1,21; 2,27f; Lk 4,16.<br \/>\nZu beachten ist, dass neun der \u201eZehn Gebote\u201c im Neuen Testament auch f\u00fcr die neutestamentliche Gemeinde verf\u00fcgt werden, teils als Zitat, teils in neuer Formulierung (die MacArthur Studienbibel bietet eine hilfreiche \u00dcbersicht in den Erkl\u00e4rungen zu 2Mose 20,1ff). Allein das Sabbatgebot ist f\u00fcr die ntl. Gemeinde nicht wieder in der alttestamentlichen Form verf\u00fcgt (vgl. 2Mose 20,8-11 mit Mt 12,8; Joh 9,16; Kol 2,16f; Gal 4,9-11; R\u00f6m 14,5f).<\/p>\n<p>Grundgedanken zum Sabbat (nach H. Br\u00e4umer):<br \/>\n* Der Sabbat ist das h\u00f6here Heiligtum<br \/>\n* Der Sabbat ist ein Zeugnis von der Zusammengeh\u00f6rigkeit zwischen Jahwe und seinem Volk.<br \/>\n* Der Sabbat ist ein demonstratives Zeichen f\u00fcr die nichtisraelische V\u00f6lkerwelt<br \/>\n* Die Heiligung des Sabbats ist das praktische Glaubensbekenntnis des Judentums<br \/>\nDiese Punkte gelten auch in einem \u00fcbertragenen Sinne f\u00fcr uns und sollten in der Predigt veranschaulicht werden \u2013 vor allem im Hinblick auf eine \u201emissionarische\u201c Zeichenwirkung.<\/p>\n<p>B) Ruhen nach Gottes Plan ist ein \u201eRastpunkt\u201c (V. 14f)<br \/>\nVgl. 2Mose 31,14f mit 1Mose 2,2f \u2013 der Lebensrhythmus ist vom Herrn vorgegeben und das Gesch\u00f6pf steht nicht \u00fcber dem Sch\u00f6pfer (6 Tage Arbeit \u2013 1 Tag Ruhe). Wof\u00fcr der Herr Zeit braucht und sich Zeit nimmt, daf\u00fcr sollten auch wir Zeit finden und haben. Dieser Tag ist im Kern aber nicht der Tag der Familie, sondern der Tag des Herrn. Der Segen, den Gott diesem Tag verleiht, wird durch das \u201eheilig\u201c erl\u00e4utert. Heilig ist das, was Gott geh\u00f6rt, wor\u00fcber er verf\u00fcgt. Von daher ergibt sich folgender Grundrhythmus f\u00fcr unser Leben: Sechs Tag sollst du dich in besonderer Weise mit der Sch\u00f6pfung besch\u00e4ftigen, einen Tag sollst du dich in besonderer Weise mit dem Sch\u00f6pfer besch\u00e4ftigen. Gott gibt der Arbeit ihren Raum, begrenzt sie aber auch. Aber dem Gebot der Ruhe (1Tag) entspricht .auch ein Gebot zur Arbeit (6 Tage). So kann man das Gebot des Ruhens erst verstehen und sch\u00e4tzen, wenn auch das Gebot der Arbeit befolgt und beachtet wird.<\/p>\n<p>Vgl. 2Mose 31,14f mit 4Mose 15,32-36 (bitte hier den Kontext von 4Mose 15,22-31 beachten).<\/p>\n<p>C) Ruhen nach Gottes Plan ist ein \u201eSammelpunkt\u201c (V. 16f)<br \/>\nVgl. 2Mose 31,16f mit Joh 20,26; Apg 20,6f; 1Kor 16,1f; Offb 1,9f. Der \u201eRuhetag\u201c ist somit nicht einfach ein freier Tag, sondern ein Tag, der dem Herrn geh\u00f6rt. Die ntl. Gemeinde begeht ihn am Sonntag, dem Tag der Auferstehung und des neuen Lebens und kommt an diesem Tag zusammen zum Danken und Brotbrechen. Dieser Tag ist somit der Startschuss in eine neue Woche (= nach biblischer Z\u00e4hlung der erste Tag der Woche). Im Zentrum dieses Tages steht von daher der Gottesdienst und die \u201ebeste\u201c Zeit dieses Tages geh\u00f6rt dem Herrn<\/p>\n<p>Der Sabbat ist ein Augenblick des Aufatmens (vgl. V. 17 mit 2Sam 16,14)<\/p>\n<p>Praktische Tipps zur \u201eRuhe nach Gottes Plan\u201c:<br \/>\n* Bedenke immer wieder neu, worum es an diesem Tag geht!<br \/>\n* Beginne den \u201eRuhetag\u201c bereits am Vorabend!<br \/>\n* Kleide dich anders (zum Unterschied zum Alltag)!<br \/>\n* Mache den Gottesdienst zum Mittelpunkt (nicht die Freizeit oder die Familie)!<\/p>\n<p>3. PREDIGTGLIEDERUNG<\/p>\n<p>Ruhe nach Gottes Plan ist<br \/>\na) Richtpunkt \u2013 es ist geheiligte Zeit (V. 12f)<br \/>\nb) Rastpunkt \u2013 es ist gesegnete Zeit (V. 14f)<br \/>\nc) Sammelpunkt \u2013 es ist gemeinsame Zeit (V. 16f)<\/p>\n<p>4. PREDIGTSCHWERPUNKT<\/p>\n<p>Unsere Predigt\u00fcbersicht 2010 (beim Gemeinschaftsleiter erh\u00e4ltlich) benennt als m\u00f6glichen Schwerpunkt f\u00fcr die Predigt das Thema &#8222;Stille&#8220;. Stille bedeutet nicht, dass alles zum erliegen kommt und nichts mehr geschieht, sondern das wir im Herrn zur Ruhe kommen. <\/p>\n<p>\u201eDer Sabbat ist begr\u00fcndet mit dem Ruhen Gottes am siebten Sch\u00f6pfungstag. Der Sonntag ist nun begr\u00fcndet mit der Auferstehung Jesu Christi. Der Sabbat bezieht sich auf einen Tag, an dem die Vollkommenheit der Sch\u00f6pfung abgespiegelt wird. Der Sonntag bezieht sich auf die Person, mit deren Auferstehung die neue Sch\u00f6pfung beginnt\u201c (Hartmut Schmid).<\/p>\n<p>\u201eUnser wahrer Sabbat ist der Herr Jesus Christus selbst\u201c (Gregor der Gro\u00dfe).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Innehalten &#8211; GottesdienstPredigtthema: Ruhe nach Gottes Plan Bibelstelle: 2.Mose 31, 12-17 Verfasser: Thomas Richter Ein Predigttipp enth\u00e4lt Hilfestellungen f\u00fcr die Verk\u00fcndigung und ersetzt deshalb nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und Studieren von Bibelkommentaren. 1. 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