{"id":1706,"date":"2010-04-26T10:55:48","date_gmt":"2010-04-26T08:55:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=527"},"modified":"2010-04-26T10:55:48","modified_gmt":"2010-04-26T08:55:48","slug":"predigthilfe-vom-9-5-2010-matthaus-7-7-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-9-5-2010-matthaus-7-7-12\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 9.5.2010 &#8211; Matth\u00e4us 7, 7-12"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Das Lebensprogramm Jesu<br \/>Predigtthema: Wie kann ich meine Beziehungen ordnen?<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Matth\u00e4us 7, 7-12<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Thomas Richter<\/strong><\/p>\n<p>Ein Predigttipp enth\u00e4lt Hilfestellungen f\u00fcr die Verk\u00fcndigung und ersetzt deshalb nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und Studieren von Bibelkommentaren.<\/p>\n<p>1. TEXT- UND PREDIGTZUSAMMENHANG<\/p>\n<p>Jesus hat eindr\u00fccklich aufgezeigt hat, dass es keinen Unterschied macht, ob wir uns mit vordergr\u00fcndig \u201egeistlichen\u201c (Mt 6,1-18) oder \u201eallt\u00e4glichen\u201c (Mt 6,19-34) Belangen besch\u00e4ftigen. Entscheidend ist immer, was uns im Innersten bewegt (Mt 6,21.24.33). Deshalb trennt Jesus nicht zwischen Lehre und Leben, Dienst und Alltag. Beides geh\u00f6rt zusammen und wir werden davon bestimmt, was unser Herz er- und ausf\u00fcllt (vgl. Mt 12,34b).<br \/>\nDa wir als Christen nie alleine leben, sondern immer mit anderen &#8211; wir sind immer in eine Gemeinschaft eingebettet (vgl. 1Kor 12,12-27; Hebr 10,24f) \u2013 wirkt sich unser Glaube auch auf unsere Beziehungen untereinander aus (vgl. Predigt vom 02.05.2010 zu Mt 7,1-6). Aus diesem Grund stellt sich die Frage: Wie kann ich meine Beziehungen ordnen\u201c (Predigtthema)? Jesus zeigt uns in unserem Predigttext (Mt 7,7-12) auf, wie das gelingen kann. Analog zu Mt 22,36-40 zeigt uns Jesus auf, dass horizontale Beziehungen (Mt 7,12 vgl. mit Mt 22,39f) nur gelingen kann, wenn die vertikale Beziehung (Mt 7,7-11 vgl. mit Mt 22,34-38) in Takt ist. Zuerst kommt die Beziehung zu Gott und aus hier heraus werden wir f\u00e4hig f\u00fcr die Beziehungen untereinander. Wer mit den Gesch\u00f6pfen auf einer Wellenl\u00e4nge leben will, der muss \u201eonline\u201c sein mit dem Sch\u00f6pfer!<\/p>\n<p>2. TEXT- UND PREDIGTANMERKUNGEN<\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung und Anwendung bieten z.B.<br \/>\n* Fritz Gr\u00fcnzweig. Die Bergpredigt: Antworten auf Fragen von heute. H\u00e4nssler, 1985 (S. 197-203).<br \/>\n* Gerhard Maier. Matth\u00e4us-Evangelium 1.Teil. Edition C-Bibelkommentar 1 (S. 234-239).<br \/>\n* D. Martyn Lloyd-Jones. Bergpredigt Bd. 2: Predigten \u00fcber Matth\u00e4us 6 und 7. Friedberg: 3L-Verlag, 2004 (S. 217-239).<\/p>\n<p>Zur Vorbereitung der Predigt empfehlen wir das Anh\u00f6ren (im Sinne von Apg 17,11b) der textbezogenen Predigten mit praktischen Anwendungen von Wolfgang Nestvogel mit dem Titel \u201eWie wird mein Gebet best\u00e4ndig\u201c (http:\/\/www.bibeltage.de\/Bergpredigt.html &#8211; Nr. 20 zu Mt 7,7-11) und \u201eLebensregeln\u201c (http:\/\/www.bibeltage.de\/Bergpredigt.html &#8211; Nr. 21 zu Mt 7,12). Bitte h\u00f6rt die Predigten an, sie enthalten die Informationen, die ihr zur Vorbereitung der eigenen Predigt ben\u00f6tigt!<\/p>\n<p>3. TEXT- UND PREDIGTVERANSCHAULICHUNGEN<\/p>\n<p>Zum Predigteinstieg: \u201eDer kleine Junge lag im Bett. Er betete zusammen mit seiner Mutter und sagte: \u201aLieber Gott, bitte besch\u00fctze Papa und Mama und mich und auch die Gro\u00dfmutter in dieser Nacht. Und bitte, Herr Jesus (und dann schrie der Kleine pl\u00f6tzlich laut), bitte gib mir auch ein Fahrrad. Amen!\u2018 &#8211; Die Mutter wunderte sich: \u201aSag mal, warum schreist du denn so? Gott ist doch nicht taub\u2018. &#8211; \u201aIch wei\u00df\u2018, sagte der Junge, \u201aaber Gro\u00dfmutter nebenan im Zimmer, die h\u00f6rt doch nicht mehr so gut\u2018. Kennen sie das auch? Manchmal w\u00fcrden wir der Erh\u00f6rung unserer Gebete am liebsten etwas nachhelfen. Wir haben die Sorge, Gott w\u00fcrde uns m\u00f6glicherweise nicht h\u00f6ren, oder zumindest nicht erh\u00f6ren. Und dann irgendwann wird unser Gebet dann \u201afl\u00fcgellahm\u2018. Selbst erfahrene Christen haben manchmal den Eindruck, ihre Verbindung zu dem lebendigen Gott sei nicht mehr ganz frisch. Ihre Gebete sind m\u00fcde und formal geworden. In einem ber\u00fchmten Abschnitt der Bergpredigt zeigt Jesus solchen Leuten, wie ihre Verbindung zu Gott wieder best\u00e4ndig und lebendig werden kann: [Textlesung]\u201c (Wolfgang Nestvogel).<\/p>\n<p>\u201eLee begann sein Leben mit einer ganzen Schar von Benachteiligungen. Seine Mutter war eine kr\u00e4ftig gebaute, dominante Frau, der es schwerfiel, irgendjemanden zu lieben. Sie war dreimal verheiratet gewesen, und ihr zweiter Mann hatte sich von ihr scheiden lassen, weil sie ihn regelm\u00e4\u00dfig verpr\u00fcgelt hatte. Lees Vater war ihr dritter Mann; er starb zwei Monate vor Lees Geburt an einem Herzanfall. Aus diesem Grund musste die Mutter bereits in seiner fr\u00fchesten Kindheit bis sp\u00e4t abends arbeiten. Sie lie\u00df ihm in diesen fr\u00fchen Jahren keine Zuneigung, Disziplin oder Erziehung zukommen. Sie verbot ihm sogar, sie an ihrem Arbeitsplatz anzurufen. Andere Kinder k\u00fcmmerten sich wenig um ihn, und so war er meist allein. Er wurde von fr\u00fchester Kindheit an abgelehnt. Er war arm und ungezogen und wenig liebenswert. Mit dreizehn Jahren meinte ein Schulpsychologe, Lee habe wohl niemals die Bedeutung des Wortes \u201aLiebe\u2018 kennengelernt. In seiner Pubert\u00e4t wollten die M\u00e4dchen nichts mit ihm zu tun haben, und mit den Jungs pr\u00fcgelte er sich. Trotz seines hohen IQ scheiterte er in der Schule und verlie\u00df sie ohne Abschluss. Er dachte, dass man ihn bei der Marine vielleicht akzeptieren w\u00fcrde &#8211; dort wurde ja angeblich aus jedem Rekruten ein echter Mann, und genau das wollte er sein. Doch seine alten Probleme blieben ihm treu. Die anderen Marines machten sich \u00fcber ihn lustig, und er schlug zur\u00fcck. St\u00e4ndig widersetzte er sich der Autorit\u00e4t, kam schlie\u00dflich vor ein Kriegsgericht und wurde unehrenhaft entlassen. Da stand er nun, ein junger Mann kaum zwanzig, ohne Freunde &#8211; eine gescheiterte Existenz. Er war klein und hager, und seine Stimme besa\u00df einen pubert\u00e4ren Klang. Er hatte keine Talente, keine Ausbildung, kein Ziel und kein Selbstwertgef\u00fchl. Wieder beschloss er, vor seinen Problemen davonzulaufen. Er verlie\u00df Amerika und ging ins Ausland. Dort heiratete er eine Frau, die selbst ein uneheliches Kind war, und nahm sie mit sich nach Amerika zur\u00fcck. Bald zeigte sie ihm gegen\u00fcber die gleiche Verachtung wie alle anderen. Obwohl sie zwei Kinder hatten, genoss er nie den Status und die Achtung eines Vaters. Seine Ehe begann zu br\u00f6ckeln, als seine Frau nach Dingen verlangte, die er ihr nicht bieten konnte. Statt sein Verb\u00fcndeter in einer bitterkalten Welt zu sein, wie er es gehofft hatte, wurde sie zu seinem erbittertsten Gegner. Sie konnte besser streiten als er und lernte, ihn herumzukommandieren. Einmal sperrte sie ihn sogar zur Strafe ins Badezimmer. Schlie\u00dflich warf sie ihn hinaus. Daraufhin versuchte er, sich allein durchs Leben zu schlagen, aber er f\u00fchlte sich schrecklich einsam. Nach Tagen voller Einsamkeit kam er nach Hause und flehte sie an, ihn wieder bei sich aufzunehmen. Er gab allen Stolz und alle Selbstachtung auf; er kroch, er wehrte sich nicht gegen Dem\u00fctigungen und kam zu ihren Bedingungen nach Hause zur\u00fcck. Trotz seines schmalen Einkommens gab er ihr achtundsiebzig Dollar, bat sie, das Geld zu nehmen und so auszugeben, wie sie es wollte. Doch sie lachte ihn aus und schm\u00e4lerte seinen schwachen Versuch, f\u00fcr die Familie zu sorgen. Sie machte sich \u00fcber sein Versagen lustig. Sie spottete vor einer Freundin \u00fcber seine. Impotenz. Einmal, als die Finsternis seines pers\u00f6nlichen Alptraums ihn v\u00f6llig zu verschlingen drohte, fiel er auf seine Knie und weinte bitterlich. Schlie\u00dflich schwor er sich, dass er nichts mehr einstecken w\u00fcrde. Niemand mochte ihn. Niemand hatte ihn je gemocht. Sein Ego war v\u00f6llig zerschlagen. Am n\u00e4chsten Tag war er wie umgewandelt. Er stand auf, ging in die Garage und nahm das Gewehr, das er dort versteckt hatte. Er nahm es mit zu seinem neuen Job in einem Warenlager f\u00fcr B\u00fccher. Und aus einem Fenster im dritten Stock dieses Geb\u00e4udes feuerte Lee Harvey Oswald am 22. November 1963, kurz nach Mittag, zwei Kugeln in den Kopf von Pr\u00e4sident John F. Kennedy. Oswald, der abgelehnte, wenig liebenswerte Versager, t\u00f6tete den Mann, der mehr als jeder andere auf der Welt Erfolg, gutes Aussehen, Wohlstand und Familienbande symbolisierte &#8211; all die Dinge, die Lee fehlten. Lee Harvey Oswald ist der klassische Fall einer gescheiterten Existenz, die durch kaputte Beziehungen herbeigef\u00fchrt wurde. Wir erleben dies in unserer Gesellschaft h\u00e4ufig\u201c (Gumbel, Herausfordernder Lebensstil).<\/p>\n<p>4. TEXT- UND PREDIGTSCHWERPUNKT<\/p>\n<p>Unsere Predigt\u00fcbersicht 2010 (beim Gemeinschaftsleiter erh\u00e4ltlich) benennt als m\u00f6glichen Schwerpunkt f\u00fcr die Predigt das Thema \u201eBeziehungsgrundlagen\u201c. Die Gesch\u00f6pfe werden aber nur miteinander leben k\u00f6nnen, wenn die Beziehung zum Sch\u00f6pfer in Ordnung ist. Ohne die vertikale Verbindung, lassen sich horizontale Verbindungen in der \u201eJesusart\u201c nicht herstellen. Vgl. Mt 7,7-12 mit Mt 22,34-40!<\/p>\n<p>5. PREDIGTGLIEDERUNG<\/p>\n<p>Wie kann ich meine Beziehungen ordnen?<br \/>\na) Allen Verhei\u00dfungen glauben (V. 7f)<br \/>\nb) Einem Vorbild folgen (V. 9-11)<br \/>\nc) Ohne Vergeltung leben (V. 12)<\/p>\n<p>oder<br \/>\na) \u201eOnline\u201c mit Gott (V. 7-11)<br \/>\n* Nicht mehr \u201eoffline\u201c, wo wir bitten!<br \/>\n* Nicht mehr \u201eoffline\u201c, wo wir suchen!<br \/>\n* Nicht mehr \u201eoffline\u201c, wo wir anklopfen!<br \/>\nb) \u201eOnline\u201c mit Menschen (V. 12)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Das Lebensprogramm JesuPredigtthema: Wie kann ich meine Beziehungen ordnen? Bibelstelle: Matth\u00e4us 7, 7-12 Verfasser: Thomas Richter Ein Predigttipp enth\u00e4lt Hilfestellungen f\u00fcr die Verk\u00fcndigung und ersetzt deshalb nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und Studieren von Bibelkommentaren. 1. 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