{"id":1702,"date":"2010-04-09T10:25:40","date_gmt":"2010-04-09T08:25:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=523"},"modified":"2010-04-09T10:25:40","modified_gmt":"2010-04-09T08:25:40","slug":"predigthilfe-vom-11-4-2010-matthaus-6-19-24","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-11-4-2010-matthaus-6-19-24\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 11.4.2010 &#8211; Matth\u00e4us 6, 19-24"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Das Lebensprogramm Jesu<br \/>Predigtthema: Gottvertrauen &#8211; wie ist das mit meinem Verm\u00f6gen?<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Matth\u00e4us 6, 19-24<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Thomas Richter<\/strong><\/p>\n<p>Ein Predigttipp enth\u00e4lt Hilfestellungen f\u00fcr die Verk\u00fcndigung und ersetzt deshalb nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und Studieren von Bibelkommentaren.<\/p>\n<p>1. TEXT- UND PREDIGTZUSAMMENHANG<\/p>\n<p>Nachdem wir in Mt 6,1-18 entdeckt haben, in welcher inneren Haltung wir geistlich leben sollten (Gerechtigkeit \/ Fr\u00f6mmigkeit im Bezug auf das Geben \u2013 Beten \u2013 Fasten), so stellt Jesus nun die Frage, welchen Stellenwert die \u00e4u\u00dferlichen Dinge in unserem Leben haben (Mt 6,19-34). Zuerst fragt Jesus nach dem Stellenwert, den unser \u201eVerm\u00f6gen\u201c f\u00fcr uns hat (Mt 6,19-24) und dann darauf aufbauend nach unserem Bed\u00fcrfnis nach \u201eVersorgung\u201c (Mt 6,25-34). Beide Bereiche sieht Jesus in direkter Verbindung mit unserem Vertrauen zu Gott. Somit ergibt sich als Predigtthema f\u00fcr den ersten Abschnitt: \u201eGottvertrauen\u201c \u2013 wie ist das mit unserem Verm\u00f6gen (Mt 6,19-24)?<br \/>\nNach der richtigen innerlichen Haltung den geistlichen \u00dcbungen gegen\u00fcber, geht es nun also um die richtige innerliche Haltung den \u201eweltlichen\u201c Dingen gegen\u00fcber. Gemeint ist, die Art und Weise, wie wir die Dinge betrachten und woran wir unser Leben orientieren.<\/p>\n<p>\u201eUnser Herr lehrt, dass dieser Angriff von der Welt \u2013 oder diese Versuchung zur Weltlichkeit \u2013 in der Regel zwei Formen annimmt. Zuallererst mag es die Liebe zur Welt sein. Und zweitens mag es die Sorge sein oder ein Geist verzehrender Sorge um die Welt. Wir werden sehen, dass unser Herr hier beide Seiten als h\u00f6chst gef\u00e4hrlich beschreibt. Er befasst sich mit der Liebe zur Welt in den Versen 19-24. Von Vers 25 bis zum Ende des Kapitels befasst er sich mit dem Problem, sich von einer verzehrenden Sorge bez\u00fcglich dieser Welt, deren Leben und allem, was dazu geh\u00f6rt, \u00fcberw\u00e4ltigen zu lassen\u201c (Lloyd-Jones, Bergpredigt Bd. 2, S. 89).<\/p>\n<p>2. TEXT- UND PREDIGTANMERKUNGEN<\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung und Anwendung bieten z.B.<br \/>\n* Fritz Gr\u00fcnzweig. Die Bergpredigt: Antworten auf Fragen von heute. H\u00e4nssler, 1985 (S. 168-178).<br \/>\n* Gerhard Maier. Matth\u00e4us-Evangelium 1.Teil. Edition C-Bibelkommentar 1 (S. 218-223).<br \/>\n* D. Martyn Lloyd-Jones. Bergpredigt Bd. 2: Predigten \u00fcber Matth\u00e4us 6 und 7. Friedberg: 3L-Verlag, 2004 (S. 87-119 \u2013 sehr empfehlenswert).<\/p>\n<p>Zur Vorbereitung der Predigt empfehlen wir das Anh\u00f6ren (im Sinne von Apg 17,11b) der textbezogenen Predigt mit praktischen Anwendungen von Wolfgang Nestvogel mit dem Titel \u201eTeste deine Sch\u00e4tze\u201c (http:\/\/www.bibeltage.de\/Bergpredigt.html dort Nr. 16 zu Mt 6,19-24).<\/p>\n<p>Hilfreiche Text- und Predigtanmerkungen bietet der Predigttipp von Eckhard L\u00f6ffler zum 13.08.2006 (Mt 6,19-34). Diesen Predigttipp findet ihr im Predigtarchiv unter www.wbb-online.de\/pt <\/p>\n<p>In unserem Predigttext werden drei Bilder verwendet, an Hand denen wir sehen k\u00f6nnen, wie wir zum Herrn stehen bzw. im Irdischen verhaftet sind:<br \/>\n* Schatz (V. 19-21) \u2013 vgl. Lk 12,33f bzw. 12,13-21<br \/>\n* Licht (V. 22f) \u2013 vgl. Lk 11,34-36<br \/>\n* Herrschaft (V. 24) \u2013 vgl. Lk 14,26f<br \/>\nSomit ergibt sich f\u00fcr den Text und die Predigt eine Dreiteilung. Vgl. zum Predigttext auch 1Tim 6,9-10<\/p>\n<p>3. TEXT- UND PREDIGTVERANSCHAULICHUNGEN<\/p>\n<p>Der englische Theologe John Stott merkt an, dass der Materialismus unser Herz an die Erde kettet und aus diesen Gr\u00fcnden hat Jesus ihn zu einer schlechten Investition erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>\u201eEin kleiner Junge wurde einmal gebeten zu sagen, was ein Heiliger sei. Zun\u00e4chst fiel ihm keine angemessene Beschreibung ein, doch dann dachte er an all die Heiligen, die auf den bunten Kirchenfenstern dargestellt sind. Da meinte er: \u201aEin Heiliger ist einer, durch den das Licht scheint\u2018.\u201c (Gumbel, Herausfordernder Lebensstil)<\/p>\n<p>Als John Wesley die Nachricht erhielt, sein Haus sei niedergebrannt, rief er aus: \u201eEs ist des Herrn Haus. M\u00f6ge er sich darum k\u00fcmmern\u201c. Kann man so reden?<\/p>\n<p>\u201eVor einigen Jahren waren meine Frau, ein Freund und ich in Kamerun in Westafrika. Wir haben dort einen gemeinsamen Freund besucht, der dort Missionar war. W\u00e4hrend unseres Aufenthalts wurden wir von einer einheimischen Familie zu einem wunderbaren. afrikanischen Abendessen eingeladen. Dieses Erlebnis konnten wir uns aber nicht erkaufen. Wir kannten ja \u00fcberhaupt niemanden. Nein, dieses Abendessen hatten wir der Beziehung zu unserem Freund zu verdanken. Seine Freundschaft war der Schl\u00fcssel zu dieser Einladung. So ist das auch bei Gott. Der Schatz im Himmel, das ist die Beziehung zu Gottes Sohn, zu Jesus Christus. Die Bekanntschaft und die Beziehung zu ihm, das ist so etwas wie der T\u00fcr\u00f6ffner zu Gottes Himmelreich. Jesus sucht schon lange diese Beziehung zu uns. Er ruft nach uns, er m\u00f6chte mit uns in Kontakt treten. Und wir? Nun, wir k\u00f6nnen heute an diesem Tag ihm antworten und mit ihm diese Beziehung eingehen. Und wir k\u00f6nnen diese Beziehung pflegen, indem wir im Gebet mit ihm reden und nach seinem Willen leben. Diese Beziehung mit Jesus, die \u00fcberdauert auch das Sterben und den Tod. Sie ist auch in der Ewigkeit noch best\u00e4ndig und sie \u00f6ffnet uns die T\u00fcr zum Himmel. Das unterscheidet sie von unseren irdischen Besitzt\u00fcmern. Bei Gott kommt es auf die richtige W\u00e4hrung an. Er fragt nach der Jesus-Beziehung. W\u00e4hrend Geld vergeht, hat diese Beziehung einen Ewigkeitswert\u201c (Volker G\u00e4ckle \u2013 ERF vom 01.10.1995).<\/p>\n<p>\u201e1951 wurde im amerikanischen Atomzentrum von Oak Ridge der Diebstahl von einigen Gramm Plutonium bemerkt. Aber alle Fahndungsversuche blieben erfolglos. Erst nach eineinhalb Jahren kam man dem T\u00e4ter auf die Spur. Der technische Sekret\u00e4r des Zentrums hatte sich krank gemeldet. Der medizinische Befund war eindeutig: Zersetzung der Herzkranzgef\u00e4\u00dfe durch radioaktive Strahlen. Es kam zutage, dass dieser Sekret\u00e4r das Plutonium gestohlen hatte, um damit reich zu werden. Er wollte es f\u00fcr horrende Summen an ausl\u00e4ndische Abnehmer verkaufen. Aber als sich kein K\u00e4ufer fand, versteckte er das hochgiftige Plutonium in einer Geldkassette unter seinem Bett. Die radioaktiven Strahlen taten ihre t\u00f6dliche Wirkung. Seine Gier nach Geld hat ihn im wahrsten Sinne des Worte zerfressen. Geld, das wird an diesem tragischen Ereignis deutlich. Geld bekommt durch meine Gier eine ungeheure Macht. Wenn mich die Gier nach Geld \u00fcberf\u00e4llt, dann habe auf einmal nicht mehr ich das Geld in der Hand, sondern umgekehrt: Das Geld hat dann mich in der Hand und zwar ganz und gar mit Leib und Seele, so wie diesen jungen Sekret\u00e4r. Das Verh\u00e4ltnis zum Geld ist nicht irgendetwas \u00c4u\u00dferliches. Nein, es bestimmt mein ganzes Wesen. So wie ich mit dem Geld umgehe, so bin ich. &#8222;Wo dein Schatz ist. da ist auch dein Herz&#8220;, sagt Jesus\u201c (Volker G\u00e4ckle \u2013 ERF vom 01.10.1995).<\/p>\n<p>\u201eDas Auge, sagt Jesus, das Auge ist das Licht des Leibes. Wenn dein Auge klar ist, so wird dein ganzer Leib hell sein. Wenn aber dein Auge b\u00f6se ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Das ist f\u00fcr uns ein ungewohntes Bild. Jesus hat hier wahrscheinlich ein j\u00fcdisches Sprichwort aufgegriffen. Ich will es Ihnen einmal an einem Beispiel verdeutlichen, das uns heute gel\u00e4ufiger ist. Wenn ein Fenster klar ist, wird der Raum hell sein. Wenn aber ein Fenster verschmutzt und verschmiert ist, dann wird auch der Raum dunkel sein. Auf das Thema Geld \u00fcbertragen bedeutet das: Wenn mein Umgang mit Geld klar und eindeutig, Jesus sagt hier w\u00f6rtlich &#8222;einf\u00e4ltig&#8220; ist, dann bin ich auch als Mensch klar, eindeutig und ehrlich, eben im positiven Sinn &#8222;einf\u00e4ltig&#8220;. Wenn ich mich aber vom Reiz des Geldes blenden lasse, wenn ich seiner Macht erliege und gegen\u00fcber anderen Menschen habgierig und geizig bin, dann bin ich es auch als Person. Denn ich tue nur das, was ich bin. Wir k\u00f6nnen unser Handeln nicht von unserem Wesen und schon gar nicht von unserem Glauben trennen. Habgier und Geiz ber\u00fchrt auch immer unsere Beziehung zu Gott. Ich kann alles f\u00fcr wahr halten, was die Bibel mir von Gott erz\u00e4hlt. Aber wenn mein Bankkonto der letzte Horizont meines Lebens ist, dann glaube ich nicht wirklich an Gott, sondern an einen G\u00f6tzen. Denn dann glaube ich bewusst oder unbewusst, dass mein Geld mir mehr Gl\u00fcck und Befriedigung gibt, als Gott. Dann glaube ich in Wirklichkeit, dass mein Geld mir mehr Sicherheit f\u00fcr die Zukunft geben kann als Gott. Dann glaube ich, dass mein Geld mir mehr W\u00fcnsche und Tr\u00e4ume erf\u00fcllen kann als Gott\u201c (Volker G\u00e4ckle \u2013 ERF vom 01.10.1995).<\/p>\n<p>4. TEXT- UND PREDIGTSCHWERPUNKT<\/p>\n<p>Unsere Predigt\u00fcbersicht 2010 (beim Gemeinschaftsleiter erh\u00e4ltlich) benennt als m\u00f6glichen Schwerpunkt f\u00fcr die Predigt das Thema &#8222;Finanzielle Verantwortung&#8220;. Die meisten von uns m\u00fcssen t\u00e4glich mit Geld umgehen und aus diesem Grund reden wir auch in der Gemeinde dar\u00fcber, weil die Frage nach unserem \u201eVerm\u00f6gen\u201c unseren Alltag betrifft, denn wir als J\u00fcnger Jesu zu gestalten haben. Als Christen leben wir in der Welt, sollen aber durch unser Glaubensleben deutlich machen, dass unsere Heimat und Zukunft nicht auf dieser Welt liegt. Von daher ist dem Bestreben der Weltlichkeit auf drei Wegen zu begegnen:<br \/>\n* Mit einem klaren Verstand (= gesunder Menschenverstand \/ innerer Logik)<br \/>\n* Mit einem geistlichen Verstand (= wie Jesus denken und handeln)<br \/>\n* Mit einer eindeutigen Beziehung (= wissen, wem wir geh\u00f6ren und mit wem wir leben)<\/p>\n<p>5. PREDIGTGLIEDERUNG<\/p>\n<p>Wie ist das mit meinem Verm\u00f6gen?<br \/>\na) Woran h\u00e4nge ich? (V. 19-21)<br \/>\nb) Wie sehe ich? (V. 22+23)<br \/>\nc) Wer bestimmt mich? (V. 24)<\/p>\n<p>oder nach Konrad Ei\u00dfler:<br \/>\na) Achtet auf Herzklopfen!<br \/>\nb) Achtet auf Herzschmerzen!<br \/>\nc) Achtet auf Herzkr\u00e4mpfe!<\/p>\n<p>oder nach Volker G\u00e4ckle:<br \/>\na) Geld vergeht!<br \/>\nb) Geld versklavt!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Das Lebensprogramm JesuPredigtthema: Gottvertrauen &#8211; wie ist das mit meinem Verm\u00f6gen? Bibelstelle: Matth\u00e4us 6, 19-24 Verfasser: Thomas Richter Ein Predigttipp enth\u00e4lt Hilfestellungen f\u00fcr die Verk\u00fcndigung und ersetzt deshalb nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und Studieren von Bibelkommentaren. 1. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-1702","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-matthaus"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-06-29 10:47:45","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1702","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1702"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1702\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1702"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1702"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1702"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}