{"id":1698,"date":"2010-02-06T12:31:20","date_gmt":"2010-02-06T10:31:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=519"},"modified":"2010-02-06T12:31:20","modified_gmt":"2010-02-06T10:31:20","slug":"predigthilfe-vom-7-3-2010-matthaus-6-1-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-7-3-2010-matthaus-6-1-4\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 7.3.2010 &#8211; Matth\u00e4us 6, 1-4"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Das Lebensprogramm Jesu<br \/>Predigtthema: Leben von Gott &#8211; wie geht das mit dem Geben?<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Matth\u00e4us 6, 1-4<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Thomas Richter<\/strong><\/p>\n<p>Ein Predigttipp enth\u00e4lt Hilfestellungen f\u00fcr die Verk\u00fcndigung und ersetzt deshalb nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und Studieren von Bibelkommentaren.<\/p>\n<p>1. TEXT- UND PREDIGTZUSAMMENHANG<\/p>\n<p>Am Anfang der Bergpredigt spricht Jesus dar\u00fcber, was es hei\u00dft sein Nachfolger zu sein (Mt 5,1-16) Darauf aufbauend entfaltet Jesus, wie wir im Alltag konkret Nachfolge leben sollen (Mt 5,17-48). Nun beschreibt Jesus aus in welcher pers\u00f6nlichen Beziehung zum Vater wir stehen sollen und wie sich das auswirkt (Mt 6,1-18). Die St\u00e4rke dieser Beziehung wird dar\u00fcber entscheiden, ob wir einen kraftvollen und gesunden christlichen Glauben besitzen werden oder nicht. Bisher standen die horizontalen Beziehungen und ihre Auswirkungen im Vordergrund und die vertikale Beziehung im Hintergrund. Nun wendet sich dieses Bild und die vertikale Beziehung tritt nun in den Vordergrund der Betrachtung und die vertikale in den Hintergrund.<br \/>\nIn Mt 6,1 wird der Grundsatz dieses Abschnittes genannt: \u201eGerechtigkeit \/ Fr\u00f6mmigkeit\u201c (vgl. Mt 5,20 mit 6,33). Wie sich diese geschenkte Gerechtigkeit nun auswirkt, wird in den drei Hauptbereichen (Almosen \u2013 Gebet &#8211; Fasten) j\u00fcdischer Fr\u00f6mmigkeit dargelegt:<br \/>\n* Gebt acht (V. 2) beim Almosengeben! (V. 2-4)<br \/>\n* Gebt acht (V. 5) beim Beten! (V. 5-15)<br \/>\n* Gebt acht (V. 16) beim Fasten! (V. 16-18)<br \/>\nAus diesem Grund bilden die Predigttexte im M\u00e4rz eine Einheit und bauen aufeinander auf: Leben von Gott (Almosen) \u2013 Reden zu Gott (Gebet) \u2013 Hunger nach Gott (Fasten). Da es hier um die Glaubenspraxis geht, wird das eigentliche Anliegen im Predigtthema als Frage formuliert (\u201eLeben von Gott &#8211; wie geht das mit dem Geben?), die im Rahmen der Predigt beantwortet wird (Mt 6,1-4).<\/p>\n<p>2. TEXT- UND PREDIGTANMERKUNGEN<\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung und Anwendung bieten z.B.<br \/>\n* Fritz Gr\u00fcnzweig. Die Bergpredigt: Antworten auf Fragen von heute. H\u00e4nssler, 1985 (S. 130-140).<br \/>\n* Gerhard Maier. Matth\u00e4us-Evangelium 1.Teil. Edition C-Bibelkommentar 1 (S. 191-197).<br \/>\n* D. Martyn Lloyd-Jones. Bergpredigt Bd. 2: Predigten \u00fcber Matth\u00e4us 6 und 7. Friedberg: 3L-Verlag, 2004 (S. 11-23).<\/p>\n<p>Zur Vorbereitung der Predigt empfehlen wir das Anh\u00f6ren (im Sinne von Apg 17,11b) der textbezogenen Predigten mit praktischen Anwendungen von Wolfgang Nestvogel mit dem Titel \u201eEcht und unecht\u201c (http:\/\/www.bibeltage.de\/Bergpredigt.html dort Nr. 11 zu Mt 6,1-4).<\/p>\n<p>Hilfreiche Text- und Predigtanmerkungen bietet der Predigttipp von Eckhard L\u00f6ffler zum 13.01.2008 (Mt 6,1-4). Diesen Predigttipp findet ihr im Predigtarchiv unter www.wbb-online.de\/pt <\/p>\n<p>Zum Predigteinstieg:<br \/>\n\u201eIm Herbst 1992 machte sich Michael Plant, ein ber\u00fchmter amerikanischer Segler, zu einer Allein\u00fcberquerung des Nordatlantiks zwischen den USA und Frankreich auf. Er war ein Fachmann, der den Globus schon mehr als einmal allein umrundet hatte. Unter Seglern galt Michael Plant unumstritten als einer, dessen seefahrerisches K\u00f6nnen ohnegleichen war. Sein mittelgro\u00dfes Segelboot, die Coyote, war der Inbegriff modernster Segeltechnik. Er besa\u00df das gr\u00f6\u00dfte Fachwissen, die gr\u00f6\u00dfte Erfahrung und die beste Ausr\u00fcstung. Am elften Tag seiner Reise brach der Funkkontakt zu Michael Plant ab. Als mehrere Tage vergingen, ohne dass man ein Funksignal von der Coyote erhielt, startete man eine Suchaktion. Die Coyote wurde von der Mannschaft eines Frachters kieloben vierhundertf\u00fcnfzig Seemeilen nordwestlich der Azoren gefunden. Jeder, der sich mit Segeln auskannte, musste \u00fcberrascht sein, dass man die Coyote mit dem Kiel nach oben im Wasser fand. Segelboote richten sich immer wieder von alleine auf, selbst wenn Wind oder Wellen sie f\u00fcr einen kurzen Moment auf die Seite legen oder sogar ganz umkippen sollten. Damit Segelboote ihren Kurs halten k\u00f6nnen und nicht unter der enormen Kraft des Windes kentern, sondern den Wind nutzen k\u00f6nnen, muss unter der Wasserlinie mehr Gewicht verteilt sein als dar\u00fcber. Wer diesen Grundsatz der Gewichtsverteilung verletzt, erlebt ein Unheil. Als die Coyote gebaut wurde brachte man aus eben diesem Grund ein 8000 Pfund schweres Gewicht am Kiel an. Niemand wei\u00df, wie oder warum, doch das Gewicht unterhalb der Wasserlinie brach vom KieI ab. Diese vier Tonnen Gewicht fehlten nun. Und als das geschah, verlor das Boot seine Stabilit\u00e4t, so dass ein \u00e4u\u00dferst f\u00e4higer, erfahrener und vielbewunderter Mann auf See verlorenging.<br \/>\nIn diesem Abschnitt m\u00f6chte ich nun darstellen, wie Jesus den Teil des christlichen Lebens untersucht, der unterhalb \u00bbWasserlinie\u00ab liegt. Auch im Glauben gilt der gleiche Grundsatz wie im Segeln: Es muss mehr Gewicht unterhalb der Wasserlinie liegen als dar\u00fcber. Was ist also das \u00c4quivalent zu diesem Gewicht unter der Wasserlinie? Es ist der Teil unseres Christseins, den au\u00dfer uns niemand sehen kann &#8211; unser verborgenes Leben mit Gott\u201c (Gumbel, Herausfordernder Lebensstil, S. 139).<\/p>\n<p>Zur Predigtveranschaulichung:<br \/>\n\u201eLieber im Verborgenen selbstlos als offensichtlich selbstbezogen &#8211; Kannst du mir mal an einem Beispiel veranschaulichen, warum unsere linke Hand beim Schenken nicht wissen soll, was die rechte tut? \u2013 Aber gerne doch: Haben Sie eine anonyme Spende gestern erhalten? Sie war von mir, aber wir wollen uns ja nicht r\u00fchmen. Nehmen Sie sich ruhig noch ein f\u00fcnftes St\u00fcck Kuchen \u2013 wir z\u00e4hlen nicht! Wir geben Almosen grunds\u00e4tzlich ganz selbstlos; schlie\u00dflich erwirbt man sich damit die gr\u00f6\u00dften Verdienste\u201c (Mt 6,3f: Eckstein, Glaubensleben-Lebenslust, S. 71).<\/p>\n<p>\u201eWenn ich einmal Geld besitze, versuche ich, es so schnell wie m\u00f6glich wieder loszuwerden, damit es keinen Zugang zu meinem Herzen findet\u201c (John Wesley).<\/p>\n<p>Der Gr\u00fcnder der Marmeladenfabrik Hartley\u2019s, Sir William Hartley (1846-1922) erkannte: \u201eIch verwalte mein Geld; ich lasse es nicht mich besitzen. Es ist f\u00fcr mich schwieriger und sorgenvoller, mein Geld zu verteilen, als es zu verdienen\u201c.<\/p>\n<p>\u201eDa kommt eine alte Frau nach einer Bibelstunde zu mir, das Opfer war f\u00fcr die Mission, und gibt mir einen 500-Mark-Schein, zusammengefaltet. Dann sagt sie: \u201aGell, Herr Pfarrer, des isch zu viel um\u2019s blo\u00df ins Opfer zu schmei\u00dfa\u201c (Heiko Krimmer).<\/p>\n<p>\u201eThomas kommt zur Mama am 4. Okt. Am 6. hat sie Geburtstag. Er sagt: Mama ich brauch unbedingt etwas Geld, ich kann dir aber nicht sagen, wof\u00fcr. Sie ahnt ja, was kommt, gibt ihm etwas und sagt: Thomas, da hast du 5 Mark. Jetzt geht Thomas einkaufen, ein Geschenk f\u00fcr die Mama zum Geburtstag. Er mag unheimlich gern Gummib\u00e4rchen. Also kauft Thomas zwei T\u00fcten Gummib\u00e4rchen. Und am Geburtstagsmorgen schenkt er sie strahlend der Mama. Sie sagt dann: Thomas, ich wei\u00df doch, du magst Gummib\u00e4rchen. Komm, du kriegst sie. So macht es Jesus mit uns. Er gibt uns erst die Mittel, dann freut er sich, wenn wir diese Mittel einsetzen, und dann beschenkt er uns noch \u00fcberreichlich\u201c (Heiko Krimmer).<\/p>\n<p>3. TEXT- UND PREDIGTSCHWERPUNKT<\/p>\n<p>Unsere Predigt\u00fcbersicht 2010 (beim Gemeinschaftsleiter erh\u00e4ltlich) benennt als m\u00f6glichen Schwerpunkt f\u00fcr die Predigt das Thema &#8222;Finanzielle Verantwortung&#8220;. \u201eWir sollten unseren Glauben vorzeigen, wenn wir versucht sind ihn zu verstecken und ihn verstecken, wenn wir versucht sind ihn zu Schau zu stellen\u201c (A.B. Bruce).<\/p>\n<p>4. PREDIGTGLIEDERUNG<\/p>\n<p>Leben von Gott \u2013 wie geht das mit dem Geben?<br \/>\na) Gerechtigkeit f\u00fchrt zur Hingabe (V. 1)<br \/>\nb) Gerechtigkeit f\u00fchrt zur Abgabe (V. 2-4)<br \/>\n* \u201aStill\u2018 geben \u2013 im Hinblick auf andere<br \/>\n* \u201aSp\u00fcrbar\u2018 geben \u2013 im Hinblick auf mich selbst<br \/>\n* \u201aGezielt\u2018 geben \u2013 im Hinblick auf den Herrn<\/p>\n<p>oder nach Heiko Krimmer<br \/>\nFr\u00f6mmigkeit, die in unserem Leben greift<br \/>\na) Fr\u00f6mmigkeit lebet in der Hingabe<br \/>\nb) Fr\u00f6mmigkeit lebt im Hergeben<br \/>\nc) Fr\u00f6mmigkeit lebt vom Geben<\/p>\n<p>oder nach Reinhold R\u00fcckle:<br \/>\na) Habt Erbarmen!<br \/>\nb) Achtet auf eure Motive!<br \/>\nc) Keine Angst!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Das Lebensprogramm JesuPredigtthema: Leben von Gott &#8211; wie geht das mit dem Geben? 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