{"id":1697,"date":"2010-02-05T21:55:26","date_gmt":"2010-02-05T19:55:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=518"},"modified":"2010-02-05T21:55:26","modified_gmt":"2010-02-05T19:55:26","slug":"predigthilfe-vom-28-2-2010-psalmen-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-28-2-2010-psalmen-1\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 28.2.2010 &#8211; Psalmen 1"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Innehalten &#8211; Gottesdienst<br \/>Predigtthema: Aus der Quelle leben!<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Psalmen 1<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Thomas Richter<\/strong><\/p>\n<p>Ein Predigttipp enth\u00e4lt Hilfestellungen f\u00fcr die Verk\u00fcndigung und ersetzt deshalb nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und Studieren von Bibelkommentaren.<\/p>\n<p>1. TEXT- UND PREDIGTZUSAMMENHANG<\/p>\n<p>Der Predigtanlass ist ein \u201eInnehalten-Gottesdienst\u201c. Der Schwerpunkt in diesem Gottesdienst liegt auf dem gemeinsamen \u201ezur Ruhe kommen und H\u00f6ren\u201c. Wir h\u00f6ren auf den Gott, der redet und wollen uns das, was er uns sagt, dann auch gesagt sein lassen. Hilfreich ist es von daher, dass wir an den letzten Innehalten-Gottesdienst ankn\u00fcpfen (\u201eAuge im Sturm\u201c \u2013 1Sam 30,6). Innehalten hei\u00dft, dass wir nicht einfach von einem Monat in den anderen st\u00fcrmen, sondern immer wieder innehalten \u2013 anhalten \u2013 Atemholen und uns neu ausrichten bevor es weitergeht. Von daher hat in diesem Gottesdienst auch der R\u00fcckblick seinen Raum. Wir wollen bewusst weitergehen und von daher bewusst \u00fcberlegen, was nehmen wir in den n\u00e4chsten Monat mit und was lassen wir zur\u00fcck. Im letzten Innehalten Gottesdienst stand im Zentrum, dass wir beim Herrn zur Ruhe kommen und in ihm unsere Ruhe finden, auch im Sturm. Nun wollen wir einen Schritt weitergehen und \u00fcberlegen, was k\u00f6nnen wir tun, damit das zu einer Normalit\u00e4t im Alltag wird, zu einer konstanten Erfahrung, zu einem Leben aus und an der Quelle (= Predigtthema).<\/p>\n<p>2. TEXT- UND PREDIGTANMERKUNGEN<\/p>\n<p>Hilfen zur Auslegung und Anwendung bieten z.B.<br \/>\n* Dieter Schneider. Das Buch der Psalmen \u2013 1.Teil: Psalm 1-50. Wuppertaler Studienbibel. S. 37-42.<br \/>\n* Benedikt Peters. Das Buch der Psalmen \u2013 Teil 1: Psalm 1-41. Dillenburg: Christliche Verlagsgesellschaft, 2004 (S. 25-33 \u2013 sehr empfehlenswert).<br \/>\n* C.H. Spurgeon. Die Schatzkammer Davids \u2013 1. Band: Psalm 1-41(Download unter http:\/\/bitflow.dyndns.org\/german\/CharlesHaddonSpurgeon\/Die_Schatzkammer_Davids_2004.pdf ; S. 10-18 der Internetausgabe \u2013 sehr empfehlenswert)<\/p>\n<p>Eine ausf\u00fchrliche Texterkl\u00e4rung zu Psalm 1 von Helge Stadelmann \/ Thomas Richter findet ihr unter http:\/\/www.scm-brockhaus.de\/produkt\/titel\/bibelauslegung-praktisch\/99670\/99670\/99670.html bzw. direkt unter http:\/\/www.scm-brockhaus.de\/fileadmin\/mediafiles\/scm_shopproduct\/PDF\/224944000_Loesungen_Psalm_1.pdf <\/p>\n<p>Zum Predigteinstieg:<br \/>\nEs gibt Situationen im Leben, wo die Kr\u00e4fte nachlassen, es nicht mehr so geht, die Sache einfach nicht mehr so rund l\u00e4uft. Eine Situation, die sicherlich die meisten von uns auch schon erlebt haben. Ich m\u00f6chte von einem Manager berichten, dem die Luft ausgegangen war, \u00e4u\u00dferlich wurde alles eben etwas ruhiger, beh\u00e4biger wie wir im schw\u00e4bischen so sch\u00f6n sagen, aber innerlich stieg die Unruhe. Und so macht er sich auf und sucht einen Arzt auf. Und es ist ja ein Segen wenn man an einen Mediziner ger\u00e4t, der nicht hinter allem gleich eine organische oder k\u00f6rperliche St\u00f6rung vermutet. Der Manager erh\u00e4lt so den Rat, einfach mal drei Wochen auszuspannen, am besten in einem Kloster. Gesagt getan, zumindest in diesem Fall, aber der Rat war ja auch unorthodox genug und der Manager in keiner Weise religi\u00f6s vorbelastet. Mal was neues ausprobieren.<br \/>\nDie drei Wochen vergehen wie im Flug. Ratz-fatz ist alles vorbei und er packt seinen Koffer, tr\u00e4gt ihn die Treppen hinunter. Dort steht der Abt des Klosters um ihn zu verabschieden. Vor dem Tor wartet schon der Mercedes mit dem Chauffeur.<br \/>\n&#8222;Ein Wort noch!&#8220; sagt er zum Abt. &#8222;Ich muss ihnen gestehen, dass ich am Anfang noch recht skeptisch war. Aber jetzt m\u00f6chte ich gar nicht mehr weggehen. Ich habe gar nicht geglaubt, dass es \u00fcberhaupt noch solche Menschen wie euch gibt.&#8220;<br \/>\n&#8222;Was meinen sie mit &#8217;solchen Menschen&#8216;?&#8220; fragt der Abt.<br \/>\n&#8222;Nun ich bewundere euch f\u00fcr eure Ruhe, die ihr ausstrahlt. Wie macht ihr das blo\u00df? ereifert sich der Manager. &#8222;Und dann habt ihr dieses, ja diese&#8220; &#8211; er ringt um den Begriff und dann platzt es raus &#8211; &#8222;diese Spiritualit\u00e4t!&#8220;<br \/>\n&#8222;Bitte was? &#8220; fragt der Abt.<br \/>\n&#8222;Spiritualit\u00e4t! Ich meine wie ihr betet und singt, und wie ihr lauscht, wenn aus eurem Buch vorgelesen wird.&#8220;<br \/>\n&#8222;Ach, sie meinen unseren Glauben!&#8220;<br \/>\n&#8222;Meinetwegen, mir ist es ja egal wie sie das bezeichnen. Man merkt es euch sofort an, dass ihr anders seid als alle Menschen, die ich kenne. Das m\u00f6chte ich auch. Wie geht das?&#8220;<br \/>\nDer Abt h\u00f6rt auf zu l\u00e4cheln und wird sehr ernst. &#8222;Sie haben nicht sehr viel bei uns gelernt. Sie sehen die Fr\u00fcchte, und nun fragen sie nach dem Markt, wo sie sie m\u00f6glichst g\u00fcnstig kaufen k\u00f6nnen. Aber diese Fr\u00fcchte kann man nicht kaufen. Sie m\u00fcssen wachsen.&#8220;<br \/>\n&#8222;Ja, wie schaffe ich es denn, dass sie auch bei mir wachsen?&#8220; fleht der Manager.<br \/>\nUnd der Abt antwortet: &#8222;Sehnen sie sich nicht nach den Fr\u00fcchten, sondern sehnen sie sich nach der Quelle, die den guten Boden w\u00e4ssert, in dem sie Wurzeln schlagen k\u00f6nnen und der ihnen die Nahrung gibt, die sie brauchen. Dann werden die Fr\u00fcchte wachsen, nach denen sie jetzt verlangen.&#8220;<br \/>\nEine bezeichnende Geschichte, denn wie sagt der amerikanische Theologe Eugene E. Peterson sehr treffend: &#8222;In unserer Gesellschaft gibt es eine gro\u00dfe Nachfrage nach religi\u00f6sen Erfahrungen, aber wenig Begeisterung f\u00fcr Dinge, die Geduld und langem Atem erfordern, wie es der Weg zu einem reifen, lebendigen Glauben tut. &#8220;<br \/>\nUnd so bleibt die Frage, wie k\u00f6nnen wir das lernen? Nicht nur die Sehnsucht nach Frucht im Leben, sondern nach der Quelle, die den Boden so fruchtbar macht, dass wir dort Wurzeln schlagen k\u00f6nnen? Lassen wir uns das vom Sch\u00f6pfer des Himmels und der Erde selbst erkl\u00e4ren und h\u00f6ren wir auf die Worte des lebendigen Gottes in Psalm 1,1-6, wo es um zwei Wege geht. Den Weg des Lebens und den Weg des Todes. Und dieses Wort des lebendigen Gottes fordert uns heraus \u00fcber zwei grundlegende Dinge nachzudenken:<br \/>\nWo k\u00f6nnen wir Wurzeln schlagen und was folgt, wenn wir Wurzeln oder eben keine haben? Stellt euch beim H\u00f6ren des Wortes Gottes diese zwei Fragen. Wir h\u00f6ren das Wort Gottes: Psalm 1,1-6 (Quelle des Berichtes unbekannt und auf das Predigtthema angepasst)<\/p>\n<p>3. TEXT- UND PREDIGTSCHWERPUNKT<\/p>\n<p>Unsere Predigt\u00fcbersicht 2010 (beim Gemeinschaftsleiter erh\u00e4ltlich) benennt als m\u00f6glichen Schwerpunkt f\u00fcr die Predigt das Thema &#8222;Stille&#8220;. Damit wir an und aus der Quelle leben k\u00f6nnen, im Herrn zur Ruhe kommen und seine Stimme h\u00f6ren, ist es hilfreich, wenn wir im Rahmen der Predigt folgende Fragen stellen:<br \/>\n* Wo leben wir? Mit wem leben wir? Wer beeinflusst uns? (V. 1)<br \/>\n* Von was bzw. wem leben wir? (V. 2)<br \/>\n* Wie leben wir? An der Quelle oder fern der Quelle? (V. 3-5)<br \/>\n* Wohin leben wir? Sind wir in der Lebensspur oder in der Todeslinie (V. 6)<br \/>\nEvtl. ist es hilfreich nach den verschiedenen Predigtabschnitten \u201einnezuhalten\u201c und den H\u00f6rern einen Moment der Stille und der Besinnung zu g\u00f6nnen, bevor wir mit der Predigt fortfahren.<\/p>\n<p>Wenn wir Wurzeln schlagen, dann geht es nicht um ein \u201esowohl \u2013 als auch\u201c, dann geht es um ein \u201eentweder \u2013 oder\u201c, wir finden einen festen Platz, wir legen uns fest! Im Psalm wird die Freude, das Verlangen nach dem Gesetz (hebr. tora) beschrieben. Wichtig ist, dass wir hier biblisch denken, denn Gesetz bedeutet nicht Reglementierung, starre Paragraphen oder Enge, sondern Weisung, Wegweisung ins Leben, hier werden wir auf \u201eweiten Raum\u201c gestellt (vgl. Ps 18,20.37; 31,9 ;118,5). Wo das Volk Gottes in der W\u00fcste nicht mehr wei\u00df, wie es weitergeht, sie keinen Ausweg mehr sehen, da schenkt ihnen der Herr am Sinai die \u201etora\u201c, die Weisung, die aufzeigt, wie sie ins verhei\u00dfene Land kommen. Diese Weisung Gottes f\u00fcr uns ist lesbar, vorlesbar, verstehbar und damit erfahrbar. Die Freude und das Verlangen nach dem Herrn k\u00f6nnen wir \u00fcber sein Wort wecken, das ist unser Predigtauftrag. \u00dcber die Bibel zur Freude am Herrn f\u00fchren. Im Umgang mit der Bibel ist es allerdings wie beim Essen: Man kann satt werden, aber nicht satt bleiben. Beim Lesen der Bibel kann man nie ein f\u00fcr allemal gegessen haben. An dieser Stelle k\u00f6nnen wir auf unser Bibelleseprojekt im Jahr der Stille im WBB hinweisen und von Erfahrungen damit berichten und so Mut zur Bibel machen. Wir treiben unsere Wurzeln an den gro\u00dfen Wassern des Wortes Gottes und nicht an irgendwelchen tr\u00fcben T\u00fcmpeln! Was uns Jesus bedeutet, zeigt sich am Umgang mit seinem Wort (Joh 14,21-24; Kol 3,16).<\/p>\n<p>Als Ausdruck, wie wir im, mit und unter dem Wort Gottes leben, k\u00f6nnen wir evtl. den Predigttext auswendig lernen und frei vortragen. So k\u00f6nnen wir unterstreichen, woran wir unsere Freude haben und das wir dass, was wir zum Leben brauchen verinnerlicht haben.<\/p>\n<p>4. PREDIGTGLIEDERUNG<\/p>\n<p>Leben aus der Quelle!<br \/>\na) Wo k\u00f6nnen wir Wurzeln schlagen? (V.1+2)<br \/>\n* Wo leben wir? (V. 1)<br \/>\n* Wovon leben wir? (V. 2)<br \/>\nb) Was ist, wenn wir Wurzeln schlagen? (V. 3-6)<br \/>\n* Wie leben wir? (V. 3-5)<br \/>\n&#8211; Leben aus der Quelle (V. 3)<br \/>\n&#8211; Leben fern der Quelle (V. 4+5)<br \/>\n* Wohin leben wir? (V. 6)<\/p>\n<p>oder nach Otto Schaude<br \/>\nRatschl\u00e4ge zum Wohlbefinden:<br \/>\na) Was zu meiden ist!<br \/>\nb) Was das Leben f\u00f6rdert!<br \/>\nc) Die Auswirkungen beachten!<br \/>\nd) Die Zielsetzung sehen!<\/p>\n<p>oder nach Hartmut Schmid<br \/>\nSpiritualit\u00e4t als Grundentscheidung meines Lebens:<br \/>\na) Biblische Spiritualit\u00e4t fordert Entscheidungen<br \/>\nb) Biblische Spiritualit\u00e4t ist bibelorientiert<br \/>\nc) Biblische Spiritualit\u00e4t bringt Frucht<br \/>\nd) Biblische Spiritualit\u00e4t hat Verhei\u00dfung und kennt den Ernst des Gerichts<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Innehalten &#8211; GottesdienstPredigtthema: Aus der Quelle leben! Bibelstelle: Psalmen 1 Verfasser: Thomas Richter Ein Predigttipp enth\u00e4lt Hilfestellungen f\u00fcr die Verk\u00fcndigung und ersetzt deshalb nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und Studieren von Bibelkommentaren. 1. TEXT- UND PREDIGTZUSAMMENHANG Der Predigtanlass [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[],"class_list":["post-1697","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-psalmen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-06-30 08:35:07","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1697","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1697"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1697\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1697"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1697"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1697"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}