{"id":1689,"date":"2009-12-24T11:33:51","date_gmt":"2009-12-24T09:33:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=510"},"modified":"2009-12-24T11:33:51","modified_gmt":"2009-12-24T09:33:51","slug":"predigthilfe-vom-3-1-2010-matthaus-5-1-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-3-1-2010-matthaus-5-1-12\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 3.1.2010 &#8211; Matth\u00e4us 5, 1-12"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Der Lebensstil Jesu<br \/>Predigtthema: Gl\u00fcckselig leben &#8211; was Jesus darunter versteht!<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Matth\u00e4us 5, 1-12<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Thomas Richter<\/strong><\/p>\n<p>Ein Predigttipp enth\u00e4lt Hilfestellungen f\u00fcr die Verk\u00fcndigung und ersetzt deshalb nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und Studieren von Bibelkommentaren. Hilfen zur Auslegung und Anwendung bieten z.B.<br \/>\n* Fritz Gr\u00fcnzweig. Die Bergpredigt: Antworten auf Fragen von heute. H\u00e4nssler, 1985 (S. 11-61).<br \/>\n* Gerhard Maier. Matth\u00e4us-Evangelium 1.Teil. Edition C-Bibelkommentar 1 (S. 102-132).<br \/>\n* D. Martyn Lloyd-Jones. Bergpredigt Bd. 1: Predigten \u00fcber Matth\u00e4us 5,3-48. 2. Aufl. Friedberg: 3L-Verlag, 2003 (S. 39-176 \u2013 sehr empfehlenswert!).<\/p>\n<p>1. TEXT- UND PREDIGTZUSAMMENHANG<\/p>\n<p>Bei der Auslegung und Anwendung des Matth\u00e4usevangeliums ist zu beachten, dass hier das Wort Gottes nicht chronologisch (so z.B. aber bei Lk; Joh), sondern theologisch geordnet ist. In Mt 4,17 wird zuerst das Lebensprogramm Jesu offenbart: \u201eTut Bu\u00dfe, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen\u201c! Dann erfolgt die kurze Information mit wem diese Botschaft verk\u00fcndigt werden soll. Von Mt 4,23 bis 9,35 wird darauf nun entfaltet, wie in Jesus, als dem Messias des Worte (Mt 5-7) und der Tat (Mt 8+9), die M\u00f6glichkeit zu dieser Bu\u00dfe besteht. In Mt 5-7 wird dieser Umkehrruf konkretisiert und entfaltet, wie der Lebensstil und das Lebensprogramm Jesu sich im Leben seiner Nachfolger (= J\u00fcnger) im Reich Gottes (= \u201eReich der Himmel\u201c) vollziehen soll. In den Monaten Januar bis Mai wollen wir diese Reich Gottes Perspektive der Nachfolge auslegen und anwenden.<\/p>\n<p>2. TEXT- UND PREDIGTANMERKUNGEN<\/p>\n<p>V. 1f: Jesus will nicht die Begeisterung der Massen, sondern die Bu\u00dfe der Einzelnen. Es geht ihm nicht darum, von dem \u00f6ffentlichen Jubel der Vielen getragen zu werden, sondern um die pers\u00f6nliche Verbindung des einzelnen Menschen mit Gott. Aus diesem Grund zieht sich Jesus nicht von den \u201eVielen\u201c, aber doch aus der Volksmenge zur\u00fcck, um sich den \u201eEinzelnen\u201c pers\u00f6nlich zuzuwenden. Auf dem Gebirge treten nun seine J\u00fcnger (vgl. Mt 4,18-22) zu ihm heran und \u201esie\u201c (= J\u00fcnger) lehrt er nun \u00fcber seinen Lebensstil und sein Lebensprogramm (vgl. Mt 4,17). Die J\u00fcnger sind nicht die einzigen H\u00f6rer seiner Lehre, sondern auch die Volksmenge ist dabei (vgl. 7,28f), aber die eigentlichen Adressaten sind die J\u00fcnger und die H\u00f6rer, die in seine Nachfolge treten sollen. Damit ist nun auch schon die erste Grundentscheidung getroffen: \u00dcber die \u201eWenigen\u201c, die mit Jesus leben wollen, sollen die \u201eVielen\u201c erreicht werden, die mit Jesus leben sollen. Nachfolge geschieht immer im Kontext derer, die gewonnen werden sollen und vollzieht sich in der Art und Weise des Messias. Deshalb gilt es zu beachten: Die Lehre Jesu in Mt 5-7 ist J\u00fcngerlehre f\u00fcr das Reich Gottes! Aus diesem Grund gilt diese Lehre nicht allgemein als Ordnung f\u00fcr die Gesellschaft, sondern als Programm f\u00fcr die Gemeinde. Aber heilsgeschichtlich ist hierbei zu beachten, dass das Leben im \u201eReich der Himmel\u201c (= Reich Gottes) zwar \u201ejetzt schon\u201c begonnen hat, aber \u201enoch nicht\u201c vollendet ist. Diese heilsgeschichtliche Spannung zwischen dem \u201eschon jetzt\u201c und \u201enoch nicht\u201c ist in der Anwendung auf die Gemeinde zu ber\u00fccksichtigen. Im Blickpunkt stehen war die J\u00fcnger (= Nachfolger) Jesu, die aber durch das Wort und die Tat Jesu, die erreichen sollen, die dieses Wort auch (mit)h\u00f6ren (Mt 7,28f). Die hier verhei\u00dfenen \u201eSegnungen\u201c haben also sowohl gegenw\u00e4rtige als auch zuk\u00fcnftige Auswirkungen und Relevanz. Eine ausgezeichnete Einf\u00fchrung in ein schriftgem\u00e4\u00dfes heilsgeschichtliche Verstehen des Wortes Gottes findet sich bei Helge Stadelmann \/ Berthold Schwarz: Heilsgeschichte verstehen. Dillenburg: CV, 2008 (zur Bergpredigt siehe dort S. 161-174) oder in der MacArthur Studienbibel (kostenlose M\u00f6glichkeit zum Download unter www.sermon-online.de auf der Homepage unter \u201eThemen\u201c in der rechten Spalte der Tabelle).<\/p>\n<p>Jesus entfaltet diesen neuen Lebensstil nun in drei Schritten im Rahmen von Seligpreisungen, indem er seinen Nachfolgern ihren Weg markiert, der von der Abkehr vom \u201eAlten\u201c (V. 1-6) \u00fcber die Umkehr zum \u201eNeuen\u201c (V. 7-11) hin zur Heimkehr im \u201eEwigen\u201c (V. 12) verl\u00e4uft.<\/p>\n<p>A) Abkehr vom \u201aalten\u2018 Leben (V. 3-6)<\/p>\n<p>\u201eGl\u00fcckselig\u201c [Elb] oder \u201eselig\u201c (Lu) = makarios [gr.] = zu beneiden \/ zu begl\u00fcckw\u00fcnschen \/ gl\u00fccklich zu preisen bzw. gesegnet. Es geht hierbei nicht einfach um Gl\u00fcck bzw. Gl\u00fccklichsein, sondern \u201emakarios\u201c bedeutet: \u201evon Gott gesegnet\u201c \/ \u201eGottes Gunst empfangend\u201c. Nat\u00fcrlich f\u00fchrt das auch zu einem Gl\u00fccklichsein, aber eben nicht zu einem Gl\u00fcck nach menschlicher Definition. Nachfolgend beschreibt Jesus also, wie seine J\u00fcnger unter dem Segen Gottes leben.<\/p>\n<p>\u201eUnsere Kultur ist besessen von allem, was mit \u201aLifestyle\u2018 zu tun hat. Es gibt zahllose Zeitschriften \u00fcber Mode, Gesundheit und Fitness, Schlankheitskuren, Heim und Garten und andere Aspekte unseres Lebens. Deutlich wird, dass es in diesen Zeitschriften vornehmlich um den Stil und um das \u00e4u\u00dfere Erscheinungsbild unseres Lebens geht und nicht so sehr um den Inhalt. Jesus dagegen geht es vielmehr um das, was hinter dieser Fassade steckt. Das, was Jesus in der Bergpredigt lehrt, stellt eine Herausforderung f\u00fcr unseren westlichen Lebensstil dar. Er zeigt uns jedoch auch eine alternative Lebensweise und fordert uns auf, einen christlichen Lebensstil zu entwickeln\u201c (Gumbel, Herausfordernder Lebensstil, S. 9f).<\/p>\n<p>V. 3: \u201earm\u201c = \u201eptochos\u201c = bettelnd \/ auf fremde Unterst\u00fctzung angewiesen \u2013 \u201eim Geist\u201c gibt nun die Richtung vor, denn es geht um die richtige Haltung Gott gegen\u00fcber und damit um die Beziehung zu ihm. Mit leeren H\u00e4nden vor Gott stehen und ganz auf ihn angewiesen sein. Ein \u201eBettler im (evtl. durch den) Geist\u201c zu sein, bedeutet anzuerkennen, dass wir nach den Ma\u00dfst\u00e4ben Gottes nichts vorzuweisen haben. Wir stecken im Sumpf der S\u00fcnde fest und k\u00f6nnen uns nicht selbst herausziehen. Aber wir k\u00f6nnen unsere ohnm\u00e4chtigen H\u00e4nde nach dem Herrn ausstrecken, dass er sie ergreift und uns hin\u00fcberzieht ans rettende Ufer. Solchen \u201eBettlern\u201c stehen die Pforten des Himmelsreiches offen (beachte Offb 3,17).<\/p>\n<p>V. 4: \u201etrauern\u201c = \u201epentheo\u201c = klagen \/ traurig sein \u2013 in der griechischen \u00dcbersetzung des AT (LXX = Septuaginta) wird dieser Begriff oft f\u00fcr die Totenklage verwendet &#8211; der Bezug ist hier auf die geistliche Not (vgl. V. 3) bzw. die Schuld zu sehen, denn es gibt eine g\u00f6ttliche Trauer, die der Geist Gottes schenkt (vgl. z.B. Mt 26,75 mit 2Kor 7,10).<\/p>\n<p>V. 5: \u201esanftm\u00fctig\u201c = \u201epraus\u201c = freundlich \/ mild, gemeint sind also Menschen, die sich nicht r\u00fccksichtslos und gewaltsam gegen andere durchsetzen.<br \/>\nMartyn Lloyd-Jones erl\u00e4utert Sanftmut u.a. wie folgt: \u201eIn ihrem Wesen ist Sanftmut echte Selbsterkenntnis, die dann in Einstellung und Verhalten anderen Menschen gegen\u00fcber zum Ausdruck kommt. Sanftmut hat zwei Seiten: Es ist einmal die Haltung gegen\u00fcber mir selbst, die dann auch ihren Niederschlag in der Haltung meinen N\u00e4chsten gegen\u00fcber findet. Sehen Sie, wie unausweichlich Sanftmut der ersten und zweiten Seligpreisung folgt, der geistlichen Armut und dem Leid tragen. Ein Mensch kann niemals sanftm\u00fctig sein, es sei denn, er hat erkannt, dass er ein elender S\u00fcnder ist. Diese anderen Dinge m\u00fcssen zuerst kommen. Wenn ich die rechte Selbsterkenntnis habe und meine ganze geistliche Armut erkannt habe und um meine S\u00fcndhaftigkeit Leid trage, dann werde ich auch sanftm\u00fctig werden, denn ich habe keinen Grund mehr, hochm\u00fctig zu sein. Ein Sanftm\u00fctiger ist niemals stolz auf sich selbst, er r\u00fchmt sich nicht seiner selbst. Er wei\u00df genau, dass es an ihm nichts gibt, worauf er stolz sein kann. Das hei\u00dft auch, dass er nicht darauf aus ist, sich selbst zu behaupten. Wir sehen, dass dies das genaue Gegenteil des so popul\u00e4ren psychologischen Ansatzes ist, sich selbst zu verwirklichen, positiv von sich selbst zu denken, sich alles zuzutrauen. Ein sanftm\u00fctiger Mensch hat mit diesen Dingen nichts am Hut, er sch\u00e4mt sich eher, dass sich diese Gedanken und W\u00fcnsche auch bei ihm regen. Er denkt nicht zuallererst an sich und seinen Gewinn; er pocht auch nicht auf alle seine Rechte. Er stellt auch keine Forderungen hinsichtlich seiner Position, seinen Privilegien, seines Besitzes, seiner gesellschaftlichen Stellung. Nein, er ist wie jener Mann, den der Apostel Paulus im Brief an die Philipper beschreibt: \u201aDiese Gesinnung sei in euch, die auch in Christus Jesus war\u2018 (2,5). Christus pochte nicht auf seine Rechte, sondern nahm Knechtsgestalt an &#8211; und er hat dies ganz bewusst getan. Das ist auch der Punkt, an den du und ich gelangen m\u00fcssen.<br \/>\nErlauben Sie mir jetzt, weiterzugehen. Wer sanftm\u00fctig ist, ist auch nicht empfindlich, was die eigene Person betrifft. Er kreist nicht st\u00e4ndig um sich selbst und seine Interessen. Er verteidigt sich nicht st\u00e4ndig. Wir kennen das doch alle, oder nicht? Ist das nicht der gr\u00f6\u00dfte Fluch, der seit dem S\u00fcndenfall \u00fcber uns gekommen ist &#8211; diese Selbstverliebtheit, dieses Selbstmitleid? Wie empfindlich reagieren wir, sobald es um uns geht? Wir verbringen unser ganzes Leben damit, uns selbst zu belieb\u00e4ugen. Wenn aber jemand sanftm\u00fctig wird, dann h\u00f6rt er damit auf, er sorgt sich nicht mehr um sich selbst und auch nicht darum, was andere Leute von ihm sagen. In Wahrheit sanftm\u00fctig sein hei\u00dft, ich brauche mich nicht mehr zu verteidigen, weil ich einsehe, dass es bei mir nichts zu verteidigen gibt. Wir sind nicht st\u00e4ndig in der Defensive, das ist alles unwichtig. Der wahrhaft Sanftm\u00fctige bemitleidet sich nicht selbst und spricht nicht zu sich selbst: \u201eDu machst harte Zeiten durch. Mein Gott, wie unfreundlich doch die Menschen zu dir sind. Sie verstehen mich nicht.&#8220; Er denkt auch nicht mehr: \u201eWas bin ich doch f\u00fcr ein toller Mensch. G\u00e4ben mir die anderen nur eine Chance&#8220; &#8211; Selbstverliebtheit, Selbstmitleid! Wie viel Zeit haben wir schon damit vergeudet! Ein sanftm\u00fctiger Mensch hat damit abgeschlossen. Mit anderen Worten hei\u00dft sanftm\u00fctig sein, mit sich selbst fertig sein. Man hat erkannt, dass man vor Gott keine Rechte und Verdienste hat\u201c (Lloyd-Jones, Bergpredigt Bd. 1, S. 83f).<\/p>\n<p>\u201eWer am Boden liegt, braucht sich nicht mehr davor zu f\u00fcrchten, zu fallen\u201c (John Bunyan). Wer an diesem Punkt ist, der kann das Land erben<\/p>\n<p>V. 6: \u201ehungern\u201c = \u201epeinao\u201c = Hunger leiden \/ hungern nach = heftig verlangen \/ sich sehnen nach &#8211; \u201ed\u00fcrsten\u201c = \u201edipsao\u201c = Durst haben \/ d\u00fcrsten nach = heftig verlangen \/ sich sehnen nach \u2013 nach was? Nach Gerechtigkeit! Zum einen im eigenen Leben danach sehnen, dass der Wille Gottes geschieht und zum anderen danach, dass sich Gottes Gerechtigkeit \u00fcberall durchsetzt.<\/p>\n<p>\u201eJesus erkl\u00e4rt seinen Zuh\u00f6rer in der Bergpredigt, dass Gott uns erf\u00fcllen und unsere Sehnsucht nach Gerechtigkeit stillen wird &#8211; wenn wir wirklich verzweifelt sind. Es reicht nicht aus, unsere eigene geistliche Armut zu erkennen, dar\u00fcber zu trauern und anderen zu gestatten, dass sie die Aufmerksamkeit darauf lenken. Wir m\u00fcssen danach hungern und d\u00fcrsten, anders zu sein und ein gerechtes Leben zu f\u00fchren. Jesus verspricht, dass der Mensch, der jeden dieser Schritte in seinem Leben und in seiner Beziehung zu Gott durchl\u00e4uft, von Gott gesegnet werden wird\u201c (Gumbel, Herausfordernder Lebensstil, S. 23).<\/p>\n<p>Es geht nicht nur darum, etwas von Gott zu bekommen, sondern darum, begierig zu sein, dass der Wille Gottes geschieht.<\/p>\n<p>B) Umkehr zum \u201aneuen\u2018 Leben (V. 7-11)<\/p>\n<p>Die Auswirkungen der Abkehr vom \u201aalten\u2018 Leben und Denken zeigen sich nun in der Umkehr zu einem \u201aneuen\u2018 Leben:<\/p>\n<p>V. 7: \u201ebarmherzig\u201c = \u201eeleemon\u201c = mitleidsvoll \u2013 Barmherzigkeit ist, was dem Wesen Gottes entspricht. Hier geht es auch um das Wissen, dass man ohne Gottes Hilfe nie zum Ziel kommt. Gl\u00fcckselig ist, wem vergeben wurde und wer vergeben kann (Vgl. Mt 6,14f; 18,21ff)!<\/p>\n<p>V. 8: \u201erein\u201c = \u201ekatharos\u201c = frei von Verunreinigung \/ unvermischt \/ unverf\u00e4lscht \/ ungetr\u00fcbt wie das klare Wasser (vgl. Eph 5,5). Der Herr kennt das Herz und er allein kann es in den rechten Zustand bringen (1Joh 3,1-3).<\/p>\n<p>V. 9: \u201eFriedenstifer\u201c = \u201eeirenopoios\u201c = seinen Frieden verbreiten \u2013 der Kampf richtet sich gegen die S\u00fcnde, nicht gegen den S\u00fcnder<\/p>\n<p>V. 10: \u201everfolgen\u201c = \u201edioko\u201c = hier geht es um die, die Verfolgung erlitten haben und nun die Wunden davon gleichsam mit sich herumtragen<br \/>\nV. 11: \u201eschm\u00e4hen\u201c = \u201eoneiditzo\u201c = schelten \/ beschimpfen<\/p>\n<p>C) Heimkehr ins \u201aewige\u2018 Leben (V. 12)<\/p>\n<p>\u201eJesus hat uns nie gesagt, wir sollten uns darum rei\u00dfen, verfolgt zu werden. Doch er hat uns sehr wohl erkl\u00e4rt, dass wir die Verfolgung, wenn sie uns trifft, als einen Segen betrachten sollen. Wir sollen uns freuen und jubeln oder \u2013 wie es in einer anderen \u00dcbersetzung hei\u00dft \u2013 \u201avor Freude springen\u2018. Jesus nennt daf\u00fcr drei Gr\u00fcnde: Erstens, weil unser Lohn im Himmel sein wird. Wer um der Gerechtigkeit willen verfolgt wird, ist deshalb gesegnet, weil ihm das Himmelreich geh\u00f6rt (vgl. Vers 10). Und in eine \u00e4hnliche Richtung geht auch Jesu Wort an seine J\u00fcnger: \u201aEuer Lohn im Himmel wird gro\u00df sein\u2018 (Vers 12). Zweitens kommt unsere Freude daher, dass wir uns mit Jesus identifizieren. \u201aUm meinetwillen\u2018 (Vers 11) werden sie verfolgt, sagt Jesus. Drittens ist es ein Zeichen f\u00fcr die Echtheit unseres Glaubens, denn so wurden zuvor bereits die Propheten verfolgt (vgl. Vers 12)\u201c(Gumbel, Herausfordernder Lebensstil, S. 33f).<\/p>\n<p>3. TEXT- UND PREDIGTSCHWERPUNKT<\/p>\n<p>Unsere Predigt\u00fcbersicht 2010 (beim Gemeinschaftsleiter erh\u00e4ltlich) benennt als m\u00f6glichen Schwerpunkt f\u00fcr die Predigt das Thema &#8222;Nachfolge&#8220;. \u00c4u\u00dfere Ver\u00e4nderung ist nur m\u00f6glich, wo vorher eine innere Ver\u00e4nderung in und nach dem Lebensstil Jesu erfolgt ist.<br \/>\nIm Rahmen der Predigt gilt es zu zeigen, was es hei\u00dft unter den Segnungen Gottes zu leben. Was \u201eSegen\u201c ist, wem deshalb zu gratulieren ist, weil er Segnungen Gottes erf\u00e4hrt in seinem Leben, das ist allerdings vom Herrn her zu definieren und kann nur durch das Wort des Herrn verstanden werden. Von daher ist darauf zu achten, dass die Seligpreisungen so verk\u00fcndigt werden, dass es zu einer Neudefinition von \u201eGl\u00fcck\u201c kommt. Gl\u00fcckselig ist und wird nur der, der eine Reich Gottes Perspektive hat und im und f\u00fcr das Reich Gottes lebt. Die Seligpreisungen beschreiben nicht nur das Leben eines J\u00fcnger Jesu, sondern auch das Leben des Herrn selbst (vgl. Mt 10,24f). Von daher ist die Gemeinde Jesu nicht ein Spiegelbild der Gesellschaft, sondern vielmehr ein Kontrastbild der Gesellschaft, eine christliche Gegenkultur (vgl. R\u00f6m 2,24; Mt 6,8a).<\/p>\n<p>4. PREDIGTGLIEDERUNG<\/p>\n<p>Gl\u00fcckselig leben \u2013 was Jesus darunter versteht:<br \/>\na) Abkehr vom \u201aalten\u2018 Leben (V. 1-6)<br \/>\nb) Umkehr zum \u201aneuen\u2018 Leben (V. 7-11)<br \/>\nc) Heimkehr ins \u201aewige\u2018 Leben (V. 12)<\/p>\n<p>oder nach Reinhold Elser:<br \/>\na) Wir staunen dar\u00fcber, wie Jesus beginnt<br \/>\nb) Wir staunen dar\u00fcber, wem Leben gelingt<br \/>\nc) Wir staunen dar\u00fcber, was Jesus bringt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Der Lebensstil JesuPredigtthema: Gl\u00fcckselig leben &#8211; was Jesus darunter versteht! 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