{"id":1674,"date":"2009-08-07T10:08:45","date_gmt":"2009-08-07T08:08:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=495"},"modified":"2009-08-07T10:08:45","modified_gmt":"2009-08-07T08:08:45","slug":"predigthilfe-vom-20-9-2009-lukas-19-1-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-20-9-2009-lukas-19-1-10\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 20.9.2009 &#8211; Lukas 19, 1-10"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Als Nachfolger des Herrn leben<br \/>Predigtthema: Wie wir retten k\u00f6nnen<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Lukas 19, 1-10<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Thomas Richter<\/strong><\/p>\n<p>Ein Predigttipp enth\u00e4lt Hilfestellungen f\u00fcr die Verk\u00fcndigung und ersetzt deshalb nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und Studieren von Bibelkommentaren. Hilfen zur Auslegung und Anwendung bieten z.B. Fritz Rienecker. Das Evangelium des Lukas &#8211; Wuppertaler Studienbibel. Wuppertal: R. Brockhaus. S. 439-442 und Norman Crawford. Lukas \u2013 Was die Bibel lehrt 3. Dillenburg: CV. S. 386-392 und Gerhard Maier. Lukas-Evangelium 2.Teil \u2013 Edition C-Bibelkommentar 5. Neuhausen: H\u00e4nssler. S. 424-436.<\/p>\n<p>1. TEXT- UND PREDIGTZUSAMMENHANG<\/p>\n<p>Der Reisebericht des Dr. Lukas endet nun damit, dass Jesus in Jericho eintrifft (ab 19,28 folgt die Information \u00fcber die Ereignisse in Jerusalem). W\u00e4hrend in Lk 18,35-43 berichtet wird, wie Jesus einem \u201eArmen\u201c begegnet, so schildert Lk 19,1-10 die Begegnung mit einem \u201eReichen\u201c. Weil Gott alle will, begegnet Jesus auch allen. Jeder kann ihm begegnen und sich an ihn wenden. Von daher gehen wir der Frage nach, wie und warum man Jesus begegnen muss und was in und durch die Jesusbegegnung im Leben passiert. Von diesem Anliegen her ergibt sich das Predigtthema: Wie wir retten k\u00f6nnen (siehe auch unter 3.).<\/p>\n<p>2. TEXT- UND PREDIGTANMERKUNGEN<\/p>\n<p>Hilfreiche Bausteine enth\u00e4lt bereits der Predigttipp zu Lk 19,1-10 von Albrecht Wandel (www.wbb-online.de\/pt) vom 18.05.2003. Deshalb nachfolgend nur einige Erg\u00e4nzungen:<\/p>\n<p>Wie wir retten k\u00f6nnen, ist unser Thema, unser Auftrag und damit zugleich auch unsere Frage. Indem wir das Evangelium von Jesus bezeugen, dass nicht nur ausreichend Lebensmittel (V. 1-4), sondern eine Lebensmitte (V. 5-7) erforderlich ist. Wo allein in Christus die Lebensmitte gefunden wird, da gibt es dann auch wieder eine Lebensperspektive (V. 8-10). Der Wunsch nach Freude am Leben steht am Anfang (V. 1-4), aber er geht nur dort in Erf\u00fcllung, wo er zur Freude an Jesus wird (V. 5-7), der in uns dann die Freude zur Bu\u00dfe wirkt (V. 8-10). So geschieht Rettung, da das Heil nur dadurch in unser Leben kommt, indem Jesus zu unserem pers\u00f6nlichen Heiland wird (V. 9f).<\/p>\n<p>Zum Einstieg:<br \/>\n\u201eIm Jahre 1921 schenkte Gott in Ostfriesland eine Erweckung. Viele Menschen erschraken \u00fcber ihren verlorenen Zustand vor Gott und suchten das Heil in Jesus Christus. Aus jener Zeit berichtete Pfarrer Immer eine ergreifende Begebenheit: Auch in seinem Dorf wurden viele vom Geist Gottes ergriffen. Aber in einem Filialort, in dem reiche Bauern wohnten, verschlossen sich die Herzen. Die Leute erkl\u00e4rten: \u201aWir sind gut und recht und wollen nichts h\u00f6ren von Bu\u00dfe und Vergebung der S\u00fcnden!\u2018 Darauf ging Pfarrer Immer viele Wochen nicht mehr in diesen Ort. Eines Tages trieb es ihn doch wieder hin. Am Dorfeingang stie\u00df er auf ein Tr\u00fcpplein M\u00e4nner, die erschreckend elend aussahen. \u201aWas ist denn mit euch los?\u2018 fragte der Pfarrer. Da antwortete einer: \u201aWir haben Heimweh nach Jesus\u2018. Genauso h\u00e4tte Zach\u00e4us in unserer Textgeschichte sagen k\u00f6nnen. Von ihm hei\u00dft es: \u201aEr begehrte Jesus zu sehen\u2018. Das war seltsam. Denn bis dahin war er ein eiskalter Geldmann gewesen. Aber nun war in ihm das Heimweh nach Jesus aufgebrochen. Und zwar so m\u00e4chtig, dass er fast verzweifelte, als er in ein Volksgedr\u00e4nge geriet. Er bekam Angst, er k\u00f6nnte Jesus verpassen. Und es gab wohl Gel\u00e4chter beim Volk und Aufregung bei Zach\u00e4us, als er auf einen Baum stieg, um Jesus zu sehen. Aus dieser l\u00e4cherlichen Stellung schaut der Mann auf die Stra\u00dfe hinunter, er schaut und schaut. Und da kommt Jesus. Nun sieht der Mann mit der H\u00f6lle im Herzen den Heiland. Wir wollen jetzt nicht mehr viel von Zach\u00e4us reden. Wir wollen mit den Augen des Zach\u00e4us auf Jesus sehen. Das ist eine wichtige Besch\u00e4ftigung. Der Herr selbst sagt: \u201aBlickt auf mich, aller Welt Enden, so werdet ihr errettet!\u2018 &#8211; Was sehen wir?\u201c (Wilhelm Busch. Mit Gott auf Du: Ansprachen aus den Jahren 1965\/66. 5.Taschenbuchaufl. Bad Liebenzell: VLM, 1971. S. 107f).<\/p>\n<p>A) Wir sehen Freude am Leben, aber nicht durch Lebensmittel (V. 1-4)<\/p>\n<p>\u201eLeben zwischen Nase vorn und Nase voll. Solch eine Spannung erlebt Zach\u00e4us. Zum einen ist er ganz vorne und kassiert ab, zum anderen ist er ganz hinten und bekommt eine auf den Deckel\u201c (Rolf Seiter).<\/p>\n<p>\u201eDies ist die tr\u00f6stliche Geschichte von dem Menschen, der mit seiner Vergangenheit fertig geworden ist, weil Jesus seine Gegenwart ver\u00e4ndert, umgedreht hat. Es kommt alles auf diese Reihenfolge an. Sie ist absolut nicht umkehrbar. Es ist n\u00e4mlich gerade nicht so, dass der Mann sein Leben gr\u00fcndlich ge\u00e4ndert h\u00e4tte und daraufhin w\u00e4re Jesus in sein Leben getreten. Sondern Jesus ruft den \u00fcbelbeleumundeten Zach\u00e4us zu sich und setzt sich an seinen Tisch &#8211; und daraufhin \u00e4ndert sich das Leben dieses Mannes. \u201aZach\u00e4us aber trat vor den Herrn und sprach: Siehe, Herr, f\u00fcnfzig Prozent meines Einkommens gebe ich den Armen, und wenn ich jemand betrogen habe, das gebe ich ihm vierf\u00e4ltig wieder\u2018. Also hei\u00dft die einzig m\u00f6gliche Reihenfolge: Ver\u00e4nderte Menschen \u2013 ver\u00e4nderte Verh\u00e4ltnisse\u201d (Kurt Hennig. Esslinger Predigten \u00fcber Gott und die Welt. Neuhausen: H\u00e4nssler, 1981. S. 177f).<\/p>\n<p>\u201eDie Karawanen und Durchreisenden hat er nicht nur abkassiert, sondern auch abgeh\u00f6rt. So war Zach\u00e4us auf dem Laufenden, im Bilde, auch \u00fcber Jesus\u201c (Rolf Seiter).<\/p>\n<p>B) Wir sehen Freude an Jesus, aber nur als Lebensmitte (V. 5-7)<\/p>\n<p>Jesus betont das \u201eheute\u201c! Die \u201alange Bank\u2018 ist des Teufels liebstes M\u00f6belst\u00fcck (vgl. Hebr 3,15).<\/p>\n<p>\u201eAber Jesu Auge findet uns \u00fcberall. \u201aIch sitze oder stehe auf, so wei\u00dft du es\u2018, hei\u00dft es im Psalm. \u201aUnd Gott rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du?\u2018 \u2013 \u201aNathanael spricht zu Jesus: Woher kennst du mich? Jesus antwortete: Ehe dich Philippus rief, da du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich\u2018. Oder hier: \u201aZach\u00e4us, steig eilend hernieder, denn ich muss heute in deinem Hause einkehren\u2018. Wir wissen nicht, warum wir dorthin gerieten, wo Jesus vorbeikam. Wir wissen nur, dass sein Auge uns traf wie den Zach\u00e4us im Ge\u00e4st. Auf wen aber das Auge Jesu f\u00e4llt, um den ist es geschehen, der ist nicht mehr sein eigener Herr &#8211; und nicht mehr Knecht der Herren dieser Welt. \u201aUnd als Jesus kam, sah er auf und sprach zu ihm: Zach\u00e4us!\u2018 Jesus sieht einen Menschen. Er findet und beschlagnahmt die, die er haben will. Auch mitten unter uns, auch uns. Seine Augen gehen durch die Spalierreihen in Jericho, durch die Bankreihen unsrer Kirchen, durch die H\u00e4userreihen unsrer entkirchlichten St\u00e4dte. Irgendwo sieht er einen: \u201aIch mu\u00df heute in deinem Hause einkehren\u2018. Jesu Ruf durchbricht alle Spaliere, alle Reihen, alle Schranken, auch wenn es nach unseren Ma\u00dfst\u00e4ben noch so unpassend erscheint. \u201aBei einem S\u00fcnder ist er einge\u00ackehrt!\u2018 so mokierten sie sich damals in den kirchlichen Kreisen Jerichos, bei einem Weltkind schlimmster Sorte, bei einem Kapitalisten, bei einem Polizisten, bei einem Rassisten &#8211; so ein Skandal! Aber Jesus geht eben auch dorthin, wo \u201aman\u2018 nicht hingeht, in die Villa des reichen, verachteten Zach\u00e4us, auf die exklusiven Empf\u00e4nge der Prominenz, in die n\u00e4chtlichen Gassen der Altstadt, ins Offizierskasino, in die Gef\u00e4ngnisse, an die Stehbiertheken, ins Krematorium. Jesus geht in die Kirchen und in die K\u00e4mmerlein der Beter und zu den Kirchenfremden, zu verbitterten alten Leuten und zu den ausgeflippten jungen Opfern der Drogen. Jesu Auge f\u00e4llt immer wieder auf einen unter all denen. Wo aber Jesus einen Menschen sieht, heraussieht und ihn herausruft aus seiner Verlorenheit, da ist diesem Menschen Heil widerfahren, die Rettung f\u00fcr alle Ewigkeit\u201c (Hennig, Esslinger Predigten \u00fcber Gott und die Welt, S. 180f). Vgl. Ps 94,9; Jes 43,1.<\/p>\n<p>C) Wir sehen Freude zur Bu\u00dfe, aber dadurch eine Lebensperspektive (V. 8-10)<\/p>\n<p>V. 9: Der Ausdruck \u201ezu ihm\u201c (pros auton) ist zu verstehen als \u201emit Bezug auf ihn\u201c (vgl. 20,19) und bezieht sich von daher nicht nur auf Zach\u00e4us, sondern gerade die Volksmenge von Jericho ist der Adressat der Verse 9f (vgl. Hes 34,16).<\/p>\n<p>Bsp.: Zu Spurgeon kam nach einer Predigt ein junger Mann und sagte: \u201aSie haben wohl recht, ich sollte mich zu Jesus bekehren. Ich werde es auch tun. Allerdings nicht sofort\u2018. \u201aWarum nicht sofort\u2018 fragte Spurgeon. \u201aIch will noch was vom Leben haben\u2018 meinte der junge Mann l\u00e4chelnd. Da erwiderte Spurgeon: \u201aO, wie sind sie anspruchslos! Etwas vom Leben wollen sie haben. Das w\u00e4re mir zu wenig. Ich muss das Leben haben und das habe ich in Jesus\u2018 (Quelle unbekannt).<\/p>\n<p>\u201eEntweder der Glaube ist Wahrheit oder Wahnsinn\u201c (Peter Hahne).<\/p>\n<p>\u201eWo Jesus ist, bereinigt man alte Schuld, indem man sie bekennt und indem man sie vergibt. Ohne eine nach Kr\u00e4ften bereinigte Vergangenheit liegt kein Segen auf einem neuen Heute. Wo aber ein Mensch umgekehrt ist in die offenen Arme Gottes &#8211; und das hei\u00dft Bu\u00dfe tun, das hei\u00dft Bekehrung -, da \u00e4ndert sich auch die Welt dieses Menschen, da bekommen seine Mitmenschen etwas davon zu sp\u00fcren. Wo sich Menschen ver\u00e4ndern, da ver\u00e4ndern sich auch die Verh\u00e4ltnisse. Umgekehrt geht es einfach nicht. Aus mehr oder weniger gewaltsam ver\u00e4nderten Verh\u00e4ltnissen kamen und kommen niemals ver\u00e4nderte, neue, bessere Menschen. Wer aber wie Zach\u00e4us bei Gott Gnade gefunden hat, kann einfach nicht mehr bleiben, wie er war. Wenn ein Mensch sich im Lichte Jesu neu sieht, dann ver\u00e4ndert sich in seinem Leben eine ganze Menge. Und zwar nicht nur f\u00fcr sich privat und h\u00f6chstpers\u00f6nlich, sondern das strahlt dann auch auf seine Umgebung aus. \u201aHeute ist diesem Hause Heil widerfahren\u2018 \u2013 also der ganzen Familie und was so dazugeh\u00f6rte. Es kann f\u00fcr eine ganze Familie oder f\u00fcr ein Haus oder f\u00fcr einen Freundeskreis ein Segen und ein neuer Anfang sein, wenn ein Mensch dort von Jesus gerufen worden ist. Wo der eine vom Baum stieg, da ist dem ganzen Hause Heil widerfahren. \u201aDenn des Menschen Sohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist\u2018. Vorletzte Woche war ich im Hause des Zach\u00e4us, nicht in Jericho, sondern in B., aber das tut ja wenig zur Sache. Das Haus war die gro\u00dfe Osterfeldhalle dort oben mit ihren sechshundert Sitzpl\u00e4tzen. Sie war rammelvoll mit lauter jungen Leuten. Und welche Attraktion hatte sie zusammen gebracht? Ein Film \u00fcber Jesus wurde gezeigt, \u00fcber seinen Erdenweg, seine Passion und &#8211; in gr\u00f6\u00dfter Zur\u00fcckhaltung &#8211; \u00fcber die Begegnungen der J\u00fcnger mit dem Auferstandenen. Vielleicht waren drei\u00dfig oder vierzig Erwachsene darunter, aber sonst sah man nur junge Leute zwischen vierzehn und zwanzig Jahren. Offenkundig \u201abegehrten sie Jesus zu sehen, wer er w\u00e4re\u2018. Also nicht: ihre Probleme zu diskutieren, nicht: die Gesellschaft zu ver\u00e4ndern, nicht: Aktionen zu fordern und politische Stellung zu beziehen, nicht: einem der Musik- und Popg\u00f6tter von heute zuzujubeln. Sie wollten Jesus sehen. Es war am Anfang sehr laut im Saal, so laut wie es ist, wenn sich sechshundert normale junge Leute unterhalten. Es wurde dann schon recht still, als ein paar von ihnen auf die B\u00fchne traten und sagten, warum sie zu dem Abend mit dem Jesus-Film eingeladen haben und dass sie es f\u00fcr ihr Teil auch mit Jesus h\u00e4tten. Als dann aber der Film lief, war kein Laut mehr in dem gro\u00dfen Saal zu h\u00f6ren. Da war Jesus eingekehrt, nur noch Jesus. Es ist eine gro\u00dfe Gnade, wenn man unter den eigenen Abendschatten noch einen Blick in das Haus des Zach\u00e4us tun darf, noch dabei sein darf, wenn diesem Hause heute Heil widerfahren ist\u201c (Hennig, Esslinger Predigten \u00fcber Gott und die Welt, S. 182f).<\/p>\n<p>3. TEXT- UND PREDIGTSCHWERPUNKT<\/p>\n<p>Unsere Predigt\u00fcbersicht 2009 (beim Gemeinschaftsleiter erh\u00e4ltlich) benennt als m\u00f6glichen Schwerpunkt f\u00fcr die Predigt das Thema &#8222;Bekehrung&#8220; (V. 9f). Das Predigtthema (\u201ewie wir retten k\u00f6nnen\u201c) wurde so formuliert, damit es mit den anderen Predigtthemen des Monats korrespondiert. Es darf aber nicht so missverstanden werden, wie wenn wir jemanden von uns aus retten k\u00f6nnten. Was wir aber in der Tat tun sollen ist, dass wir entdecken, dass und wie Menschen vom Herrn gerettet werden und in diesem Sinne ist auch das Thema zu verstehen: Nur so kann es geschehen, dass Menschen gerettet werden, wenn sie Jesus begegnen! Also: Wie k\u00f6nnen wir Menschen rette? Indem Jesus ihnen begegnet! Nur so k\u00f6nnen wir retten &#8211; es braucht die Begegnung mit Jesus und das ist das Zentrum der Predigt: Wenn Jesus uns begegnet, kann sich unser Leben ver\u00e4ndern! Rettung ist nur dort m\u00f6glich, wo Jesus als Herr in unser Leben tritt. Bitte erkl\u00e4rt das Predigtthema in diesem Sinne, damit es nicht missverstanden wird! Wir m\u00fcssen uns unserer menschlichen Begrenzung bewusst bleiben, aber wo dies geschieht, da entdecken wir dann auch wieder unseren Auftrag, weil wir ganz vom Herrn abh\u00e4ngig sind und bleiben! So gilt es folgende Kernaussage zu predigen: \u201eAuch die gr\u00f6\u00dften S\u00fcnder werden gerettet, wenn sie fruchtbare Bu\u00dfe tun\u201c (Armin Baum).<\/p>\n<p>Eine wirkliche und echte Bekehrung geschieht aus Gnade (V. 5a), sie ist pers\u00f6nlich und dringend (V. 5b), sie ist erniedrigend und doch liebevoll (V. 5bc), sie ist best\u00e4ndig und unbedingt notwendig (V. 5c+10)! Spurgeon fasst das Zentrum der Predigt \u00fcber Lk 19,1-10 wie folgt zusammen:<br \/>\nA) Lasst uns die Notwendigkeit betrachten, die sich dem Heiland aufdr\u00e4ngte in Zach\u00e4us Haus einzukehren. Er f\u00fchlte das dringende Bed\u00fcrfnis<br \/>\n* eines S\u00fcnders, der ihn n\u00f6tig hatte und seine Barmherzigkeit annehmen w\u00fcrde.<br \/>\n* einer Person, welche die Souveranit\u00e4t seiner Wahl illustrieren w\u00fcrde.<br \/>\n* eines Charakters, dessen Erneuerung seine Gnade verherrlichen w\u00fcrde.<br \/>\n* eines Wirtes, der ihn mit herzlicher Gastfreundschaft aufnehmen w\u00fcrde.<br \/>\n* eines Falles, welchen sein Evangelium verzeichnen w\u00fcrde.<br \/>\nB) Lasst uns forschen, ob solche Notwendigkeit auch in Bezug auf uns besteht.<br \/>\n* Wollen wir ihn heute aufnehmen? \u201aEr stieg eilend hernieder\u2018.<br \/>\n* Wollen wir ihn von Herzen aufnehmen? \u201aNahm ihn auf mit Freuden\u2018.<br \/>\n* Wollen wir ihn aufnehmen, was andere auch sagen m\u00f6gen? \u201aSie murrten\u2018.<br \/>\n* Wollen wir ihn als Herrn aufnehmen? Zach\u00e4us sprach: \u201aSiehe Herr\u2018.<br \/>\n* Wollen wir ihn so aufnehmen, dass wir unser Habe unter die Kontrolle seiner Gesetze stellen? V. 8<br \/>\nC) Lasst uns ganz und voll verstehen, was diese Notwendigkeit in sich schlie\u00dft. Wenn der Herr Jesus kommt, um in unserem Hause einzukehren:<br \/>\n* M\u00fcssen wir darauf vorbereitet sein, daheim Einw\u00fcrfen zu begegnen.<br \/>\n* M\u00fcssen wir uns von allem frei machen, das sich in unserem Hause gegen ihn auflehnen k\u00f6nnte. Vielleicht ist vieles, das er nie dulden w\u00fcrde.<br \/>\n* Wir d\u00fcrfen niemanden einlassen, der unsren himmlischen Gast betr\u00fcben k\u00f6nnte. Seine Freundschaft muss unsrer Freundschaft mit der Welt ein Ende machen.<br \/>\n* M\u00fcssen wir hinfort und auf immer ihn das Haus und uns selbst ganz beherrschen lassen ohne R\u00fcckhalt und ohne Rivalen zu dulden.<br \/>\n* M\u00fcssen wir es ihm gestatten, uns und das Unsere als Werkzeuge zur ferneren Ausbreitung seines Reiches zu gebrauchen.<br \/>\nWarum sollten wir unsren Herrn nicht heute aufnehmen? Es ist kein Grund vorhanden, aus dem wir nicht d\u00fcrften. Es gibt viele Gr\u00fcnde, aus denen wir es sogleich tun sollten. Herr, gib deinen Willen kund, und sprich: \u201aIch muss\u2018 (aus C.H. Spurgeon. Predigt-Entw\u00fcrfe \u2013 Zweiter Teil: Neues Testament. ND 1897 Hamburg: RVB, S 64f).<\/p>\n<p>4. PREDIGTGLIEDERUNG<\/p>\n<p>A) Wir sehen Freude an Leben, aber nicht durch Lebensmittel (V. 1-4)<br \/>\nB) Wir sehen Freude an Jesus, aber nur als Lebensmitte (V. 5-7)<br \/>\nC) Wir sehen Freude zur Bu\u00dfe, aber dadurch eine Lebensperspektive (V. 8-10)<\/p>\n<p>oder nach Kurt Hennig:<br \/>\nA) Ein Mensch sieht Jesus<br \/>\nB) Jesus sieht einen Menschen<br \/>\nC) Ein Mensch sieht sich<\/p>\n<p>oder nach Wilhelm Busch:<br \/>\nA) Wir sehen Jesu Augen<br \/>\nB) Wir sehen Jesu Mund<br \/>\nC) Wir sehen Jesu F\u00fc\u00dfe<\/p>\n<p>5. FRAGEN ZUR \u201eVERTIEFUNG\u201c DER PREDIGT<\/p>\n<p>* Welche Erwartungen habe ich an Jesus?<br \/>\n* Welche Erwartungen hat Jesus an mich?<br \/>\n* Was unternehme ich konkret um Jesus zu begegnen<br \/>\n* Wie schnell erfolgt in meinem Leben eine Ver\u00e4nderung? Jesus betont das Heute!<br \/>\n* Was hat sich in meinem Leben ver\u00e4ndert, weil Jesus mir begegnet ist?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Als Nachfolger des Herrn lebenPredigtthema: Wie wir retten k\u00f6nnen Bibelstelle: Lukas 19, 1-10 Verfasser: Thomas Richter Ein Predigttipp enth\u00e4lt Hilfestellungen f\u00fcr die Verk\u00fcndigung und ersetzt deshalb nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und Studieren von Bibelkommentaren. Hilfen zur Auslegung [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[10],"tags":[],"class_list":["post-1674","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lukas"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-08-22 06:47:49","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1674","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1674"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1674\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1674"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1674"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1674"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}