{"id":1664,"date":"2009-07-01T16:13:45","date_gmt":"2009-07-01T14:13:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=485"},"modified":"2009-07-01T16:13:45","modified_gmt":"2009-07-01T14:13:45","slug":"predigthilfe-vom-12-7-2009-nehemia-2-1-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-12-7-2009-nehemia-2-1-20\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 12.7.2009 &#8211; Nehemia 2, 1-20"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Als Mitarbeiter des Herrn leben<br \/>Predigtthema: Leben unter der F\u00fchrung Gottes<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Nehemia 2, 1-20<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Thomas Richter<\/strong><\/p>\n<p>Ein Predigttipp enth\u00e4lt Hilfestellungen f\u00fcr die Verk\u00fcndigung und ersetzt deshalb nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und Studieren von Bibelkommentaren. Hilfen zur Auslegung und Anwendung bieten z.B. Das Alte Testament erkl\u00e4rt und ausgelegt \u2013 Bd. 2. S. 250-253 und Walter L\u00fcthi. Die Bauleute Gottes: Nehemia, der Prophet im Kampf und Aufbau der zerst\u00f6rten Stadt. 7. Aufl. Basel: Friedrich Reinhardt, o.J. S. 26-39 und Warren W. Wiersbe. Sei fest entschlossen: Im Gegenwind standhaft bleiben. Dillenburg: CV, 2008. S. 25-37.<\/p>\n<p>1. TEXT- UND PREDIGTZUSAMMENHANG<\/p>\n<p>Nachdem wir am letzten Sonntag (05.07.09) entdeckt haben, wie wir nach dem Willen Gottes leben k\u00f6nnen und sein Herzensanliegen unser Herz erf\u00fcllen kann, geht es nun darum, wie konkrete Schritte zur Umsetzung des Willen Gottes erfolgen k\u00f6nnen. Dies kann nur geschehen, wo wir nun unter seiner F\u00fchrung Schritte gehen (= Predigtthema). Ging es in der letzten Predigt st\u00e4rker um die geistliche Vorbereitung und Zur\u00fcstung, so geht es nun st\u00e4rker um die geistliche Umsetzung des Willen Gottes im Alltag.<\/p>\n<p>2. TEXT- UND PREDIGTANMERKUNGEN<\/p>\n<p>Zum Einstieg:<br \/>\nDer heutige Predigttext \u201ezeigt uns nun, wie aus Nehemias Gebet heraus die Tat erw\u00e4chst. So wie auf den winterlichen Kornfeldern in den Samen, die dort unterm Schnee verborgen schlafen, schon bereits die ganzen Kornfelder des kommenden Sommers, die ausgewachsenen Halme, die schweren \u00c4hren, unsichtbar mit dabei sind, so ist im Gebet des Nehemia der ganze Wiederaufbau der Mauern Jerusalems verborgen schon dabei\u201c (L\u00fcthi, Bauleute Gottes, S. 28).<\/p>\n<p>A. Leben unter der F\u00fchrung Gottes erfordert: Gefaltete H\u00e4nde (V. 1-4)<\/p>\n<p>Nehemia musste abwarten. Der Monat Nisan (2,1) entspricht in unserem Kalender der Zeit von Mitte M\u00e4rz bis Mitte April. Im Monat Kislew (Mitte Nov \u2013 Mitte Dez) betete Nehemia: \u201eLass es doch deinem Knecht heute gelingen und gew\u00e4hre im Barmherzigkeit vor diesem Mann\u201c (1,11b). So sind nun ca. vier Monate verstrichen, bis sich diese Gelegenheit ergibt. Der Herr legt Nehemia eine Last f\u00fcr die Stadt Jerusalem auf sein Herz, aber er l\u00e4sst auch die Seele Nehemias in dieser Erwartung zuwarten. Nehemia ergreift nicht von sich aus die Initiative, sondern er wartet ab, bis die Stunde Gottes f\u00fcr sein Anliegen gekommen ist (vgl. hierzu Hebr 6,12; Jes 28,16). In Nehemia begegnet uns eine geistliche Pers\u00f6nlichkeit, die vertrauend und erwartend im Herrn zur Ruhe gekommen ist, auch wenn die Zeit dr\u00e4ngt und vordergr\u00fcndig nichts geschieht (vgl. 2Mose 14,13; Ruth 3,18).<br \/>\nAber wie es um sein Herz und seine Seele bestellt ist, das steht Nehemia ins Gesicht geschrieben (vgl. V. 2f mit Spr 15,13). Der K\u00f6nig erkennt seine Not und fragt nach, aber bevor Nehemia einem Menschen antwortet, richtet er ein \u201eSto\u00dfgebet\u201c an den Herrn (vorbereitet durch eine viertelj\u00e4hrliche Wartezeit), damit er auch in rechter Weise antworten kann (V. 4).<\/p>\n<p>\u201eEs regt mein Gebetsleben an, wenn ich den irdischen Thron Artahsastas dem Gnadenthron gegen\u00fcberstelle. Nehemia musste auf eine Audienz warten, bevor er dem K\u00f6nig mitteilen konnte, was ihm auf dem Herzen lag. Wir jedoch k\u00f6nnen zu jeder Zeit mit jeder Not zum Thron der Gnade kommen (Hebr 4,14-16). Artahsasta sah zwar das traurige Gesicht Nehemias, aber unser Herr sieht unser Herz. Er kennt nicht nur unseren Kummer, sondern er leidet auch mit uns. Alle die dem persischen Thron nahten, mussten sehr aufpassen, was sie sagten, damit sie den K\u00f6nig nicht erz\u00fcrnten. Kinder Gottes k\u00f6nnen im dagegen alles sagen, was sie beschwert\u201c (Wiersbe, Sei fest entschlossen, S. 27).<\/p>\n<p>\u201eWenn Gott einen Plan mit einem Menschen hat, und er hat seine Pl\u00e4ne mit uns, dann geschieht das so, dass, wie der Volksmund treffend sagt, Gott uns zuerst \u201ains Gebet nimmt\u2018. Er nimmt uns zuerst \u201ains Gebet hinein\u2018 und l\u00e4sst dann den Auftrag folgen. Oder man m\u00fcsste es vielleicht genauer genommen, umgekehrt sagen; wenn es einem unter uns passiert \u2013 er wei\u00df vielleicht selber nicht warum und wie es kommt -, dass er auf einmal mehr beten muss als bis anhin, dass er Segnungen des Gebets erf\u00e4hrt, dass das Gebet mehr Raum zu fordern beginnt in seinem Leben und in seinem Alltag, wenn das einem Menschen passiert, dann, m\u00f6chte ich sagen, hei\u00dft es aufpassen, denn dann hat Gott bestimmt eine Arbeit f\u00fcr dich im Hinterhalt bereit; denn welchen Gott brauchen will, den \u201animmt er ins Gebet\u2018.\u201c (L\u00fcthis, Bauleute Gottes, S. 29).<\/p>\n<p>Von Nehemia haben wir zu lernen, dass wir vorbereitet sind auf die Stunde Gottes, denn es gibt Situationen, da gibt es keine lange Zeit der Entscheidung und \u00dcberlegung mehr. Hier m\u00fcssen wir aus der unmittelbaren Beziehung zum Herrn heraus handeln und damit dies m\u00f6glich ist, brauchen wir die best\u00e4ndig \u201egefalteten H\u00e4nde\u201c. Aus diesem Grund gilt es am Morgen den Tag dem Herrn zu \u00fcberantworten und ihn am Abend mit ihm zu beschlie\u00dfen. Unser Gebet ben\u00f6tiget sowohl die \u201egewohnte Ordnung\u201c (vgl. 4Mose 10,35f), als auch die \u201eungeplante Spontanit\u00e4t\u201c (Neh 1,4b; 1Thess 5,17). Das spontane Gebet (\u201eHerr schenk mir jetzt die richtigen Worte\u201c) auf Grund einer Situation kommt uns aber leichter \u00fcber die Lippen, wenn wir auf Grund einer guten Gewohnheit ge\u00fcbt sind zu beten. \u201eWer nicht zu bestimmten Zeiten betet, der betet auch nicht zu Unbestimmten\u201c (Wilhelm Wagner).<\/p>\n<p>Von Gott verz\u00f6gerte Zeit ist keine verschwendete Zeit! Auch hinter unseren menschlichen Entt\u00e4uschungen bzw. Fragezeichen liegt eine g\u00f6ttliche Absicht, wenn wir in einer abwartenden und erwartenden Haltung vor dem Herrn stehen (vgl. Hebr 6,11-15).<\/p>\n<p>B. Leben unter der F\u00fchrung Gottes erfordert: Ge\u00f6ffnete H\u00e4nde (V. 5-8)<\/p>\n<p>\u201eWirksamkeit beginnt mit dem Warten auf Gott, aber sie endet dort nicht. Nehemia wartet nicht nur auf Gott, er begibt sich auch in Gefahr, indem er mit trauriger Miene vor den K\u00f6nig tritt; auf diese Weise leistet er Gottes Anweisungen Gehorsam\u201c (John White. Nehemia: Hingabe und Strategie &#8211; Wegweisung f\u00fcr geistliche F\u00fchrung, Marburg: Francke, 1989. S. 34).<\/p>\n<p>Nehemia wagte konkret zu bitten. Es ist interessant, dass Gott sich f\u00fcr den Wiederaufbau der Mauern Jerusalems keinen Architekten oder Baumeister erw\u00e4hlt, sondern einen Mundschenk. Und Nehemia zieht sich nicht darauf zur\u00fcck, dass er dies nicht kann bzw. noch nie gemacht hat, sondern er nimmt die Last an, die der Herr auf sein Herz gelegt hat. So l\u00e4sst er sich aus seinem geordneten Alltag herausrufen und ist bereit den Weg vom Palast in die Ruinen zu gehen. Er ist bereit vordergr\u00fcndig \u201er\u00fcckw\u00e4rts\u201c zu machen, aber geistlich geht es so \u201evorw\u00e4rts\u201c mit ihm. An dieser Stelle sollten wir im Rahmen der Predigt ansprechen, ob wir uns auch noch vom Herrn rufen lassen und dann zu \u201eseiner\u201c Zeit die notwendigen Schritte zu tun bereit sind.<\/p>\n<p>Nachdem Nehemia sein Herz vor dem Herrn ge\u00f6ffnet hat und es so von ihm erf\u00fcllt werden konnte, muss er nun den Mund vor dem K\u00f6nig \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>\u201eNehemia merkt, dass f\u00fcr den Wiederaufbau Jerusalems der Schutz und die Erlaubnis, die Geneigtheit und die Bereitschaft der weltlichen Obrigkeit unumg\u00e4nglich n\u00f6tig ist. Er kann schon \u00fcber seine Person nicht verf\u00fcgen, wie er will, darf nicht vom Hofe weg, ohne dass der K\u00f6nig es ihm erlaubt. Er wird ferner Vollmachten brauchen, denn Jerusalem ist v\u00f6lkerrechtlich Hoheitsgebiet des K\u00f6nigs. Er wird k\u00f6nigliche Geleitbriefe ben\u00f6tigen, denn es ist ein gef\u00e4hrlicher Weg, den er vorhat. Vor allem aber wird er Materialien brauchen f\u00fcr sein Werk. [\u2026]. An Material, das f\u00e4llt uns hier auf, ist es vor allem Holz, das er braucht und ausdr\u00fccklich erw\u00e4hnt. Wir k\u00f6nnen aus dieser beil\u00e4ufigen Notiz auf die bescheidenen Ausma\u00dfe schlie\u00dfen, in denen sich der Wiederaufbau Jerusalems bewegte, gemessen an den sp\u00e4teren Prachtbauten. [\u2026]. So wird es auch beim Wiederaufbau [\u2026], oft recht \u201ah\u00f6lzern\u2018 zugehen\u201c (L\u00fcthi, Bauleute Gottes, S. 31f).<\/p>\n<p>C. Leben unter der F\u00fchrung Gottes erfordert: Gest\u00e4rkte H\u00e4nde (V. 9-18)<\/p>\n<p>Als Zeugnis gegen\u00fcber der Treue Gottes hatte es Esra abgelehnt, eine aus Soldaten bestehende Eskorte f\u00fcr die Reise in Anspruch zu nehmen (Esra 8,21-23). Nehemia geht hier einen anderen Weg. Obwohl er einen ebenso gro\u00dfen Glauben wie Esra hatte, entschied sich Nehemia wahrscheinlich auf Grund seiner anderen Stellung und Auftrags f\u00fcr einen anderen Weg und nahm staatliche Hilfe in Anspruch. Bei Esra stand die innere (geistliche) Ordnung des Volkes Gottes im Vordergrund (deshalb keine staatliche Hilfe), w\u00e4hrend bei Nehemia die \u00e4u\u00dfere Ordnung (Mauerbau an der Stadt \u2013 deshalb mit staatlicher Hilfe) im Vordergrund steht.<\/p>\n<p>Nach einer langen und beschwerlichen Reise nahm sich Nehemia Zeit zum Ausruhen (vgl. Neh 2,11 mit Esra 8,32). Nehemia wei\u00df um seine Grenzen, aber gerade weil er darum wei\u00df und sich selbst nicht \u00fcbersch\u00e4tzt, kann er Begrenzungen \u00fcberwinden. Die Reise hat vermutlich 2-3 Monate gedauert (vgl. Neh 6,15; der Baubeginn war Ende Juli; Esra hatte sogar 4-5 Monate mit seinem Tross gebraucht [Esra 7,8f]). Nehemia macht sich auf und untersucht pers\u00f6nlich die Situation. Bevor er andere instruiert, ist es wichtig, dass man sich pers\u00f6nlich informiert. Wer ein Anliegen und einen Auftrag vom Herrn hat, der ist oft wach, wenn andere schlafen und so beginnt er mit einer pers\u00f6nlichen Bestandsaufname.<\/p>\n<p>\u201eEs ist gut, geistliche Freunde zu haben; aber es ist gef\u00e4hrlich sein Herz auf der Zunge zu tragen. Deshalb sollten wir uns einen geheimen Platz in unserem Herzen erhalten, zu dem nur wir selbst und Gott Zugang haben. Hier haben wir eine Mann vor uns, der eine angeborene F\u00fchrernatur besa\u00df, entschlossen, und doch von zur\u00fcckhaltender Art. Ein Mann, der nicht in Hast stand. Nehemia hielt sich drei Tage in Jerusalem auf, bevor er begann, die Lage zu erkunden. Er fing nicht mit der Arbeit f\u00fcr den Herrn an, bevor er nicht die Kosten \u00fcberschlagen hatte. Aber wenn er erst einmal die Hand an den Pflug gelegt hatte, dann gab es kein Zur\u00fcck mehr. Er zog seine Hand erst in dem Augenblick ab, als er sagen konnte: \u201aDie Arbeit ist getan\u2018. [\u2026]. Achten wir auf den Kummer in seinem Herzen, als er \u00fcber die Ruinen stolperte, die zerfallenen Reste einer einst m\u00e4chtigen Festung. Immer wenn ein gutes Werk f\u00fcr Gott getan werden soll \u2013 ein solides, kein oberfl\u00e4chliches -, muss der Diener zuvor eine solche Inspektionsreise unternehmen wie Nehemia. Er muss die Nacht in den Ruinen trauern; er muss im einsamen, finsteren Gethsemane im Gebet ringen. Es ist \u00e4u\u00dferst t\u00f6richt, wenn man sich weigert, die hoffnungslose Lage zu sehen, wie sie nun einmal ist. Es ist im Dienst f\u00fcr Gott lebensnotwendig, bewusst auch das Schlimmste und Schwerste ins Auge zu fassen. Wenn der Heilige Geist eine Bewegung in Gang setzt, dann beginnt sie damit, dass ein Mensch wie Nehemia da ist, der den Mut hat, sich den Tatsachen zu stellen, sie zu durchschauen und dann die Aufgabe anzugreifen. Sind unsere Herzen schon in dieser Weise beunruhigt worden? Haben wir schon einmal eine Stunde Schlaf geopfert \u00fcber den geistlichen Tod in unserer Gemeinde und in unserer Stadt? Hat uns das zutiefst beunruhigt und wach gehalten, w\u00e4hrend andere schliefen? Haben wir schon einmal in die Nacht geschrien: \u201aO Gott, was kann ich tun\u2018?\u201c (Alan Redpath, Sieghafter Dienst: Seelsorgerliche Studien zum Buch Nehemia, 4.Aufl. Marburg: Francke, 1986. S. 27f).<\/p>\n<p>V. 17b: Nehemia spricht wieder von \u201ewir\u201c und \u201euns\u201c, auch wenn er erst wenige Tage in der Stadt war, wenn er die Aufgabe beschreibt, die zu tun ist. Wie in seinem Gebet (1,6f) identifiziert er sich mit dem Volk Gottes und ihren N\u00f6ten. Wie reden und denken wir von der Gemeinde zu der wir geh\u00f6ren? Sagen und denken wir: \u201edie bzw. ihr vom Br\u00fcderbund\u201c oder sagen und denken wir: \u201ewir vom Br\u00fcderbund\u201c?<\/p>\n<p>Dreifache Erkenntnis zum Aufbau ist n\u00f6tig:<br \/>\n* \u201eIhr seht das Ungl\u00fcck, in dem wir sind\u201c (V. 17a) = Bereitschaft sich der Realit\u00e4t zu stellen!<br \/>\n* \u201eKommt und lasst uns die Mauer Jerusalems wieder aufbauen\u201c (V. 17b) = Bereitschaft sich der Aufgabe zu stellen!<br \/>\n* \u201eUnd ich berichtete von der Hand meines Gottes, die g\u00fctig \u00fcber mir gewaltet hatte\u201c (V. 18a) = Bereitschaft sich unter die F\u00fchrung Gottes zu stellen!<\/p>\n<p>Wo diese dreifache Bereitschaft ist, da gilt: \u201eWir wollen uns aufmachen und bauen! Und sie st\u00e4rkten ihre H\u00e4nde zum Guten\u201c (V. 18b). So forderte Nehemia andere zur Mitarbeit auf und heraus. Wie machen wir es? Welche Tr\u00fcmmer gilt es zu beseitigen, welche Ruinen wieder aufzubauen in unseren Gemeinschaften, Bezirken und Verband?<\/p>\n<p>D. Leben unter der F\u00fchrung Gottes erfordert: Gehaltene H\u00e4nde (V. 19+20)<\/p>\n<p>Nehemia ruht (= ist gehalten) in einer dreifachen Wahrheit (V. 20):<\/p>\n<p>a) Der Wahrheit \u00fcber Gott: Er beauftragt, es ist sein Werk, er k\u00fcmmert sich um uns und sein Anliegen. Weil sie tun, was Gott will, haben sie Vollmacht.<\/p>\n<p>b) Der Wahrheit \u00fcber die Mitarbeiter: Bisher hat keiner das Werk angepackt, bisher war Gleichg\u00fcltigkeit da, aber nun werden die gleichen Leute anpacken, weil sich etwas ge\u00e4ndert hat. Sie haben erkannt, dass sie nicht nur Kinder, sondern auch Knechte Gottes sind und f\u00fcr die gilt: \u201eWir sind keines Lobes w\u00fcrdige Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren\u201c (Lk 17,10b). Knechte tun, was ihr Herr will!<\/p>\n<p>c) Der Wahrheit \u00fcber die Gegner: Wo Tr\u00fcmmer beseitigt und Ruinen wieder instandgesetzt werden, da regt sich der Widerstand (V. 19). Wo alles schl\u00e4ft bzw. ruht, da wird man in Ruhe gelassen. Die Kinder Gottes sind sein Eigentum und niemand au\u00dfer dem Herrn hat ein Recht an ihnen. Wir sind von Gott Beschlagnahmte und worauf er seine Hand legt, was er in seine Hand niemand, da kommt kein anderer ran.<\/p>\n<p>Zur Veranschaulichung:<br \/>\nW\u00e4hrend der Erweckung in Wales (1858-1860) kommt es zwischen Eifion Evans und dem Prediger David Morgan bei der Heimreise von einer Evangelisation zu folgender Unterhaltung: \u201eWar das nicht eine gesegnete Versammlung, Herr Morgan? Ja, antwortete er und f\u00fcgte nach einer Pause hinzu: Der Herr w\u00fcrde uns gro\u00dfe Dinge schenken, wenn er uns nur trauen k\u00f6nnte. Ich fragte zur\u00fcck: Was meinen sie damit? Er antwortete: Wenn er uns trauen k\u00f6nnte, dass wir nicht die Ehre f\u00fcr uns selbst stehlen: \u201aNicht uns, Herr, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre wegen deiner Gnade, wegen deiner Treue\u2018 (Ps 115,1).\u201c Was ist unser Antrieb? Sind wir um die Ehre Gottes besorgt und wollen etwas sein zum Lobpreis seiner Herrlichkeit?<\/p>\n<p>3. TEXT- UND PREDIGTSCHWERPUNKT<\/p>\n<p>Unsere Predigt\u00fcbersicht 2009 (beim Gemeinschaftsleiter erh\u00e4ltlich) benennt als m\u00f6glichen Schwerpunkt f\u00fcr die Predigt das Thema &#8222;F\u00fchrung Gottes&#8220;. Weil Gott f\u00fchrt, k\u00f6nnen und haben wir es zu wagen uns von ihm auch f\u00fchren zu lassen. Bei Nehemia entdecken wir, wie das geht und was uns dabei erwartet. Bitte betont in der Predigt weiterhin, dass Nehemia kein Theologe, sondern ein \u201enormal\u201c Berufst\u00e4tiger ist, denn gerade daran erkennen wir: \u201eGott gebraucht alle \u2013 auch mich!\u201c<\/p>\n<p>4. PREDIGTGLIEDERUNG<\/p>\n<p>Leben unter der F\u00fchrung Gottes erfordert:<br \/>\nA. Gefaltete H\u00e4nde (V. 1-4)<br \/>\nB. Ge\u00f6ffnete H\u00e4nde (V. 5-8)<br \/>\nC. Gest\u00e4rkte H\u00e4nde (V. 9-18)<br \/>\nD. Gehaltene H\u00e4nde (V. 19+20)<\/p>\n<p>oder nach Wilhelm Wagner<br \/>\nA. Vor Gott stehen<br \/>\nB. In Gott ruhen<br \/>\nC. F\u00fcr Gott leben<\/p>\n<p>oder nach Wilhelm Wagner<br \/>\nA. Momentaufnahme (V. 1-8)<br \/>\na) Zeitpunkt (V. 1)<br \/>\nb) Schnittpunkt (V. 2-4)<br \/>\nc) Startpunkt (V. 5-8)<br \/>\nB. Bestandsaufnahme (V. 9-16)<br \/>\na) Kontrapunkt (V. 9-10)<br \/>\nb) Richtpunkt (V. 11-12)<br \/>\nc) Anhaltspunkt (V. 13-16)<br \/>\nC. Zielaufnahme (V. 17-20)<br \/>\na) Ausgangspunkt (V. 17)<br \/>\nb) Haltepunkt (V. 18)<br \/>\nc) Standpunkt (V. 19+20)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Als Mitarbeiter des Herrn lebenPredigtthema: Leben unter der F\u00fchrung Gottes Bibelstelle: Nehemia 2, 1-20 Verfasser: Thomas Richter Ein Predigttipp enth\u00e4lt Hilfestellungen f\u00fcr die Verk\u00fcndigung und ersetzt deshalb nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und Studieren von Bibelkommentaren. 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