{"id":1655,"date":"2009-05-06T12:15:53","date_gmt":"2009-05-06T10:15:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=475"},"modified":"2009-05-06T12:15:53","modified_gmt":"2009-05-06T10:15:53","slug":"predigthilfe-vom-10-5-2009-apostelgeschichte-15-1-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-10-5-2009-apostelgeschichte-15-1-21\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 10.5.2009 &#8211; Apostelgeschichte 15, 1-21"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: In der Gemeinde des Herrn leben<br \/>Predigtthema: Gef\u00e4hrdete Gemeinschaft<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Apostelgeschichte 15, 1-21<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Thomas Richter<\/strong><\/p>\n<p>Ein Predigttipp enth\u00e4lt Hilfestellungen f\u00fcr die Verk\u00fcndigung und ersetzt deshalb nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und Studieren von Bibelkommentaren. Hilfen zur Auslegung und Anwendung bietet z.B. Alfred Christlieb. Der Apostel Paulus. 7. Aufl. 1996 Bad Liebenzell: VLM, S. 123-134 (nachfolgend gro\u00dfteils in den Predigttipp eingearbeitet).<\/p>\n<p>1. TEXT- UND PREDIGTZUSAMMENHANG<\/p>\n<p>Der Bericht der sogenannten Apostelversammlung ist von besonderer Bedeutung f\u00fcr uns, da wir hier entdecken, wie die ersten Gemeinden auf einen Lehrstreit eine gemeinsame Antwort gefunden haben. Das Erscheinen von Irrlehrern stellte eine ernsthafte Bedrohung des Gemeindelebens dar und war zugleich St\u00f6rung und Tr\u00fcbung einer Zeit des Auftankens, welche den Aposteln in ihrer sendenden Gemeinde in Antiochia nach vielerlei Gefahren und Strapazen der ersten Missionsreise verg\u00f6nnt war. Nun kommt die Bedrohung nicht von der feindlichen Welt, sondern von \u201agesetzlichen\u2018 Christen (vgl. Apg 14,27-15,2 mit 20,29f).<\/p>\n<p>In Apg 15,1-21 entdecken wir, wie es im Konfliktfall in der Gemeinde Gottes zu einer Einigung kommt (= \u201egef\u00e4hrdetet Gemeinschaft\u201c) und in Apg 15,22-33 entdecken wir, wie diese Einigung praktisch in den Gemeinden umgesetzt wird, damit es auch zu konkreten Auswirkungen im Gemeindeleben kommt (= \u201egesch\u00fctzte Gemeinschaft\u201c). Diese beiden Predigttexte bilden eine Einheit und bauen aufeinander auf. Dies gilt es in der Verk\u00fcndigung zu beachten.<\/p>\n<p>Der Lehrstreit geht nicht um die Frage, ob Heiden zum Glauben kommen k\u00f6nnen (vgl. hierzu Apg 10+11), sondern es geht darum, wie Heiden zum Glauben kommen k\u00f6nnen! Es geht um die zentrale Frage ob die Gnade allein gen\u00fcgt oder ob es Gnade und Gesetz braucht, um zum Heil zu gelangen? Reicht allein der Glaube, oder braucht es Glaube und Werke, um zum Heil zu gelangen? Ein globaler Lehrstreit mit enormen lokalen Auswirkungen, der hier gekl\u00e4rt werden muss.<\/p>\n<p>2. TEXT- UND PREDIGTANMERKUNGEN<\/p>\n<p>Der Anlass des Konfliktes liegt in Antiochia und hat seine Ursache in einer falschen Lehrmeinung (V. 1-3). Die L\u00f6sung des Konfliktes erfolgt in Jerusalem, indem gemeinsam die Umkehr bzw. Heimkehr zur gesunden Lehre erfolgt (V. 4-21).<\/p>\n<p>A) Konfliktanlass in Antiochia: Falsche Lehre (V. 1-3)<\/p>\n<p>\u201eLernen wir daraus: Mitten in den sch\u00f6nsten Erholungszeiten wollen wir auf neue, gef\u00e4hrliche \u00dcberraschungen gefasst sein. Ewige Erquickungszeit wird es erst in der Heimat droben geben. Hier unten werden die Knechte Gottes von einer Schule in die andere geworfen, und es ist gut so\u201c (Christlieb, Apostel Paulus, S. 123).<\/p>\n<p>a) Kennzeichen der Irrlehre (V. 1)<br \/>\nBisher war das Merkmal der Zugeh\u00f6rigkeit zum Volkes Gottes die Beschneidung (= Bundeszeichen; vgl. 1Mose 17 mit 3Mose 12,3). Johannes der T\u00e4ufer (Lk 1,59), Jesus (Lk 2,21) und Paulus (Phil 3,5) waren alle beschnitten. Auf dem Hintergrund dieser festen biblischen Tradition (= \u201edas war schon immer so\u201c) bricht nun die Frage auf, ob es \u00fcberhaupt eine beschneidungsfreie Heidenmission geben kann?<\/p>\n<p>Zum einen erkennt man Irrlehre daran, dass es zu einem falschen Zuschlie\u00dfen des Reiches Gottes kommt, denn nun gibt es ohne die Beschneidung keinen Zugang zum Heil. Die Forderung lautet nun: \u201eJesus und \u2026.\u201c. Zum anderen erkennt man Irrlehre daran, dass es zu einem falschen Aufschlie\u00dfen des Reiches Gottes kommt, denn nun muss man zuerst \u201eJude\u201c werden, um \u201eChrist\u201c werden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>V. 1: \u201eEinige\u201c = wohl eine Minderheitenposition, die sich aber evtl. auf Autorit\u00e4ten in Jerusalem berufen und somit Einfluss haben.<\/p>\n<p>b) Folgen der Irrlehre (V. 2a)<br \/>\nSo kommt es sofort zu einem \u201eZwiespalt\u201c in der Gemeinde und die bisherige Einheit innerhalb der Gemeinde wird zerst\u00f6rt. W\u00e4hrend die gesunde Lehre die Geschwister miteinander verbindet, trennt die falsche Lehre die Gemeinde Gottes. War der Kampf bisher au\u00dferhalb der Gemeinde, so bringt falsche Lehre (wie auch falsches Verhalten \u2013 vgl. Apg 6) den Kampf nun in die Gemeinde.<\/p>\n<p>c) Umgang mit der Irrlehre (V. 2b+3)<br \/>\nDa dieser Lehrstreit lokal in der Gemeinde in Antiochia nicht zu l\u00f6sen war, soll er global an einer \u201e\u00fcbergeordneten\u201c Stelle in der Gemeinde in Jerusalem durch die dortigen \u00c4ltesten und die Apostel gekl\u00e4rt werden (= \u00fcbergemeindliches Netzwerk). Aus diesem Grund zieht nun eine Delegation nach Jerusalem zur Kl\u00e4rung.<\/p>\n<p>\u201eWenn wir ein Beispiel von gesegneter Reiseunterhaltung anschauen wollen, so k\u00f6nnen wir das Gespr\u00e4ch von Paulus und Barnabas auf dem Wege nach Jerusalem betrachten. Man h\u00e4tte m\u00f6glicherweise erwarten k\u00f6nnen, sie w\u00fcrden unterwegs bei den Br\u00fcdern in erster Linie von der traurigen Veranlassung und dem Zweck ihrer Reise sprechen, n\u00e4mlich von dem Lehrstreit, der augenblicklich in Antiochia herrschte. Aber dieses Thema lie\u00dfen sie zur\u00fccktreten. Wenn wir auch nicht aus unserem Vers den Schluss ziehen d\u00fcrfen, dass niemals auf der Reise der Lehrstreit erw\u00e4hnt worden sei, so geht doch dies eine sicher daraus hervor, dass dieser Streit nicht den Hauptgegenstand ihrer Gespr\u00e4che bildete. Nicht von den traurigen Zust\u00e4nden der Uneinigkeit oder von der Unklarheit derjenigen, die ihre Lehre blindlings als biblisch annahmen, flossen die Lippen der Apostel \u00fcber. Von etwas ganz anderem redeten sie.<br \/>\nWelch eine Weisheit lag doch darin, dass sie die unangenehmen Vorg\u00e4nge der letzten Zeit nicht in den Vordergrund ihrer Gespr\u00e4che stellten, sondern zur\u00fccktreten lie\u00dfen! Lasst uns daraus lernen, dass wir besonders in Zeiten, wo Zwiespalt und Zank die Gem\u00fcter erregen und erhitzen wollen, unser Herz und unsere Zunge z\u00e4hmen, damit nichts von uns gesprochen werde, was sch\u00e4dliches Feuer weitertr\u00e4gt und f\u00f6rdert.<br \/>\nStatt von der Verwirrung und dem Lehrstreit in Antiochien zu sprechen, redeten die Apostel auf ihrer Reise von einem lieblichen Thema, von der Bekehrung der Heiden. Sie griffen also in ihren Gespr\u00e4chen auf das zur\u00fcck, was vor dem Lehrstreit vorgekommen war, auf die k\u00f6stlichen Erlebnisse von Erweckungen und Bekehrungen w\u00e4hrend der ersten Missionsreise.<br \/>\nDies herrliche Gespr\u00e4chsthema l\u00e4sst uns einen Blick in das Herz der Apostel tun, denn wovon ihr Herz voll war, davon ging ihr Mund \u00fcber. Wenn das Herz des Paulus und Barnabas nur von dem augenblicklichen Lehrstreit zu Antiochien voll gewesen w\u00e4re, wenn sie durch diesen Streit in Parteileidenschaft geraten w\u00e4ren, so w\u00e4re ihre Unterhaltung gewiss meist in Klagen ausgeklungen \u00fcber die gesetzlichen Br\u00fcder, welche die vorher sch\u00f6ne Arbeit in Antiochien gest\u00f6rt hatten. Aber die Gespr\u00e4che des Apostel zeigen uns, dass ihr Herz vom Geist des Streitens und Zankens frei geblieben war, dass ihr innerster Herzensgrund weniger von den St\u00f6rungen der letzten Zeit, als vielmehr von der Freude an den gro\u00dfen Fortschritten des Reiches Gottes erf\u00fcllt war.<br \/>\nDamit geben Paulus und Barnabas besonders denjenigen Br\u00fcdern, an deren Ort Zwistigkeiten ausgebrochen sind, den wichtigen Wink: \u201aHabt acht auf euer Herz, dass es nicht von dem Geist des Streitens und Zankens miterfasst werde! Sehet zu, dass ihr immer erf\u00fcllt seid von brennendem Eifer f\u00fcr den Bau des Reiches Gottes und die Rettung der Seelen, damit auch eure Lippen von jenem Gespr\u00e4chsgegenstand \u00fcberflie\u00dfen!\u2018<br \/>\n[\u2026] H\u00e4tten die Apostel \u00fcberall nur Klagen \u00fcber die St\u00f6renfriede angestimmt, so h\u00e4tten sie mit ihrem Missmut auch in anderen Br\u00fcdern Missmut wachgerufen. Sie h\u00e4tten dann andere durch ihre Worte herab gestimmt. So aber haben sie mit der guten Reiseunterhaltung andere innerlich gehoben und gest\u00e4rkt. Sie durften Erquickungsspuren zur\u00fccklassen bei allen Br\u00fcdern, die sie besuchten\u201c (Christlieb, Apostel Paulus, S. 126-128).<\/p>\n<p>So k\u00f6nnen wir an diesem apostolischen Beispiel lernen, dass man der Irrlehre entgegentreten muss, da wo sie auftritt. Aber man kann ihr auch den Boden entziehen bzw. sie bek\u00e4mpfen, indem man fr\u00f6hlich die gesunde Lehre und das ansteckende Zeugnis dessen was der Herr tut und will ausbreitet. So kommt es gerade im Angesicht der Gefahr nicht zur Resignation, sondern zur Ermutigung. Die Apostel bleiben nicht im \u201eContra\u201c stecken, sondern bezeugen eindeutig, eindringlich und eindr\u00fccklich das \u201ePro\u201c, also wof\u00fcr sie eintreten, und zeigen so, was es hei\u00dft: \u201eSie gehen durch das Tr\u00e4nental und machen es zu einem Quellort\u201c (Ps 84,7a).<\/p>\n<p>B) Konfliktl\u00f6sung in Jerusalem: Gesunde Lehre (V. 4-21)<\/p>\n<p>Zuerst kommt es im Rahmen einer Generalversammlung der Gemeinde zu einer \u201eProblembesprechung\u201c (V. 4f) und anschlie\u00dfend im Rahmen einer weiteren Versammlung der Gemeindeleitung zu einer \u201eProbleml\u00f6sung\u201c (V. 6-21). Um den Lehrstreit zu kl\u00e4ren und zu l\u00f6sen ist die Leitung gefordert, aber auch die Gemeinde wird informiert (vgl. V. 6 mit V. 12).<\/p>\n<p>a) Konfliktbeschreibung in der Gemeindeversammlung (V. 4f)<\/p>\n<p>Wie wichtig ist es doch, dass in der Gemeindeversammlung der richtige Ton angeschlagen wird und die Angelegenheiten in guter Weise angesprochen werden:<br \/>\n\u201e1. Ihre Worte machten den Gl\u00e4ubigen Mut. Die Versammlung begann zu einer Stunde, wo vieles die kleine Herde mutlos machen konnte. Von der Welt her war eine anhaltende scharfe Feindschaft vorhanden, wie sich dies auf der ersten Missionsreise neu gezeigt hatte. Im Volke Gottes drohte durch die Beschneidungsfrage ein bedenklicher Zwiespalt. War da nicht viel Ursache, um am Fortgang des Reiches Gottes zu verzagen? Nun erz\u00e4hlten ihnen die Apostel die Taten Gottes unter den Heiden. Dadurch wurden die Augen der H\u00f6rer von allen betr\u00fcbenden Vorg\u00e4ngen hinweg gelenkt auf die starke, treue Hand des gro\u00dfen Gottes, der eine Sache trotz aller Hindernisse weiterf\u00fchrt. Das konnte bek\u00fcmmerte Herzen aufrichten und neuen Mut einfl\u00f6\u00dfen, was sehr not tat.<br \/>\n2. Sodann waren die Worte am Platze, weil sie verbindend wirkten. Es befanden sich ja in dieser Versammlung Anh\u00e4nger sowohl als Gegner der Beschneidungsforderung. Es galt, beide zu verbinden. H\u00e4tten die Apostel sofort in ihrer ersten Ansprache ihr eigenes Urteil \u00fcber die Beschneidung hervorgekehrt und die Gesetzeseiferer angegriffen, so w\u00e4re dadurch mancher Zuh\u00f6rer verstimmt und der Gegensatz versch\u00e4rft worden. Nun sie aber davon zun\u00e4chst schwiegen und von Gottes Wirken erz\u00e4hlten, machten sie Bahn f\u00fcr eine Verst\u00e4ndigung. Das Schauen auf Gottes Leiten war ein Boden, auf den alle Gl\u00e4ubigen sich stellen konnten.<br \/>\n3. Endlich spornten die Berichte zu neuer Treue gegen Gott an. Die Christen h\u00f6rten, was Gott tat durch die, welche sich von ihm brauchen lie\u00dfen. Das musste in allen den Wunsch erwecken, dass auch ihr Leben nicht unfruchtbar f\u00fcr das Reich Gottes bleibe.<br \/>\nSolche Worte, die Gottes Volk aufrichten, verbinden und zur Treue anspornen, sind heute noch \u00fcberall am Platz\u201c (Christlieb, Apostel Paulus, S. 128f).<\/p>\n<p>\u201eWie verschieden sind doch die Mitgenossen am Reiche Gottes! Da finden sich nicht nur Betr\u00fcger wie Zach\u00e4us, Raubm\u00f6rder wie der Sch\u00e4cher, Huren wie Rahab, es gibt auch Pharis\u00e4er, die gl\u00e4ubig geworden sind. Wer h\u00e4tte das fr\u00fcher von solchen Leuten gedacht, dass man manche von ihnen bei den J\u00fcngern Jesu wiederfinden w\u00fcrde? Wenn wir die Pharis\u00e4er zur Zeit Jesu n\u00e4her anschauen, so sind wir geneigt, an der Bekehrungsm\u00f6glichkeit derselben ganz zu verzweifeln. Welch eine geizige (Lk 16,14), ehrs\u00fcchtige (Mt 23,6f), selbstgerechte (Lk 18,11), oft heimt\u00fcckische (Mt 22,15-17) Gesellschaft war dies! Wie suchten sie des Heilands Arbeit immer wieder zu st\u00f6ren und zu sch\u00e4digen! Und siehe da: Der, dem die Starken zum Raube zufallen sollen, empf\u00e4ngt auch aus dieser Menschenklasse eine Anzahl zu seiner Beute! Wie sollte dies einerseits den J\u00fcngern Jesu Mut machen, niemanden, auch nicht den hochm\u00fctigsten und selbstgerechtesten Menschen aufzugeben! Wie sollte es andererseits den Unbekehrten Mut machen, zu denken: \u201aWenn diese Pharis\u00e4er zum lebendigen Glauben kamen, so will ich nicht hinter ihnen zur\u00fcckbleiben! Sie haben sich den festsitzenden Rock der eigenen Gerechtigkeit ausziehen lassen; ich will den meinigen nicht anbehalten. Sie haben sich durch die Feindschaft ihrer Standesgenossen nicht abschrecken lassen, sich der kleinen Herde anzuschlie\u00dfen; ich will mich durch etwas Spott nicht mehr zur\u00fcckhalten lassen\u2018. [\u2026]. Nachdem Paulus von der Bekehrung der Heiden erz\u00e4hlt hatte, traten die gl\u00e4ubigen Pharis\u00e4er auf und verlangten, dass man die bekehrten Heiden beschneide und ihnen das Halten der mosaischen Gesetze zur Pflicht mache. Diese Forderung beweist, wie schwer die Pharis\u00e4er die alten pharis\u00e4ischen Anschauungen bis zum letzten Rest ablegen konnten. Ein St\u00fcck vom alten Pharis\u00e4er wollte auch im Gnadenstande bei ihnen am Leben bleiben. [\u2026]. Der Herr gebe uns viele Pharis\u00e4er, die gl\u00e4ubig werden; aber er reinige auch die gl\u00e4ubigen Pharis\u00e4er von allem, was ihnen vom alten Menschen noch ankleben will!\u201c (Christlieb, Apostel Paulus, S. 129-131).<\/p>\n<p>b) Konfliktl\u00f6sung in der Gemeindeleitung (V. 6-21)<\/p>\n<p>Nach einer hitzigen Debatte im Leitungskreis wird nach einem anerkannten Verfahren aus dem Alten Testament die Einigung erzielt. Grundlage bilden hierzu die Anweisungen zur Pr\u00fcfung der Prophetie aus 5Mose 18,15-22 (vgl. auch 5Mose 13,1-6). Der Wunderbeweis (bzw. die Erfahrung) ist zwar schlagkr\u00e4ftig, aber allein nicht zwingend beweiskr\u00e4ftig. Sicherheit kommt immer erst durch die Best\u00e4tigung durch das Wort Gottes. Erfahrung und Schrift m\u00fcssen zusammenpassen und in \u00dcbereinstimmung sein. So kommt es im Rahmen der Gemeindeversammlung nun zum einen zu einem \u201eErfahrungsbeweis\u201c (Petrus [V. 7b-12a] und Paulus\/Barnabas [V. 12b]) und zum Schriftbeweis (Jakobus [V. 13-21]). Da beides in \u00dcbereinstimmung steht, kommt es zur Erkenntnis des Willen Gottes in dieser Frage. Hierbei gilt es zu beachten, dass wir zwar \u201ebeispielhaft\u201c beginnen k\u00f6nnen, aber dass immer mit dem Wort Gottes zu begr\u00fcnden ist. In der Bibel ist das letzte und entscheidende Wort gesprochen. Aber auch hier wird wieder deutlich: Lehre und Leben geh\u00f6ren zusammen (vgl. 1Thess 2,8). Paul Deitenbeck hat einmal treffend formuliert: \u201eWer an Jesus glaubt, wird Erfahrungen machen. Allerdings gr\u00fcndet sich sein Glaube nicht darauf; denn er lebt von jedem Wort, das Gott durch die Bibel zu ihm redet\u201c.<\/p>\n<p>* Diskussion (V. 6-7a)<\/p>\n<p>\u201eWir h\u00f6ren auf der einen Seite eine Anzahl Judenchristen, wie sie aufs eifrigste die Notwendigkeit der Beschneidung und Gesetzesbeachtung aus der Schrift zu beweisen suchten. Wir h\u00f6ren andere, die das Gegenteil sagten. Lange Zeit wurde diese Frage er\u00f6rtert, ohne dass Klarheit entstand. Endlich erhoben Petrus, Paulus, Barnabas und Jakobus ihre Stimme und zeigten den richtigen Weg. Ihr Wort drang mit g\u00f6ttlicher Kraft durch die ganze Versammlung. Die Nebel der Unklarheit verschwanden, und einm\u00fctige \u00dcberzeugung kam in alle Herzen. Diese bewahrten Vater in Christo, diese M\u00e4nner voll Geistes waren es, durch die Gott Klarheit in die Streitfrage brachte. Beachten wir, dass die Apostel, deren Wort den Ausschlag gab, in keiner Weise herrschs\u00fcchtig auftraten! Sie beanspruchten nicht mehr Rechte und Geltung als alle anderen. Sie lie\u00dfen die \u00fcbrigen ungehindert zu Wort kommen und vergewaltigten die Versammlung auch nicht im geringsten. Gott aber verschaffte ihrem Worte Ansehen. M\u00f6ge Gott an allen Orten, wo Schwierigkeiten vorliegen, dem\u00fctige, bew\u00e4hrte, in seinen Wegen und in seinem Wort erfahrene Br\u00fcder schenken, durch die er Klarheit geben kann\u201c (Christlieb, Apostel Paulus, S. 131)!<\/p>\n<p>Das Rettung allein aus Gnade erfolgt, wird in den Reden von Petrus, Paulus \/ Barnabas und Jakobus durch 6 \u201eBeweise\u201c erh\u00e4rtet (nach John MacArthur): Offenbarung (V. 7), Gabe des Geistes (V. 8-9a), Reinigung von S\u00fcnde (V. 9b), Unf\u00e4higkeit des Gesetzes zur Rettung (V. 10f), Realit\u00e4t von Zeichen und Wundern (V. 12) und Verhei\u00dfung (V. 13-18). Der Boden auf dem die Einigung erzielt wird ist die erwiesene Gnade Gottes, die erfahrene F\u00fchrung Gottes und das erkl\u00e4rte Wort Gottes.<\/p>\n<p>* Rede des Petrus (V. 7b-11): Die Gnade Gottes<\/p>\n<p>\u201eDie zertrennte Christenschar fand sich zusammen auf einem Grunde, der auch heute noch alle wahren J\u00fcnger Jesu einigt, ob sie auch \u00e4u\u00dferlich durch mancherlei Organisationen und Lehrmeinungen getrennt sind. Welches ist dieser Boden? Es ist der Boden der Gnade Gottes, auf den die Rede des Petrus die Versammlung stellte (V. 11). Solange man \u00fcber \u00e4u\u00dfere Gesetze und Formen verhandelte, ob die gl\u00e4ubig Gewordenen auch noch die Beschneidung als \u00e4u\u00dferes Zeichen des Bundes mit Gott annehmen m\u00fcssten oder nicht, gab es Streit und Zank. Als man sich aber in dem Wort. zusammenfand: \u201aWir (die beschnittenen Judenchristen) glauben durch die Gnade des Herrn Jesus Christus selig zu werden, gleicherweise wie auch sie (die nicht beschnittenen Heidenchristen)\u2018, da entstand liebliche Harmonie. Durch dieses Wort wurde man auf den einzigen, den gemeinsamen Heilsgrund der Gnade in Christus gestellt, auf dem allein wahre Einigkeit entstehen kann. Auf diesem Gnadenboden, der keinen Menschenruhm zulie\u00df, der den Herrn allein gro\u00df machte, verband sich alles Getrennte wieder\u201c (Christlieb, Apostel Paulus, S. 131f).<\/p>\n<p>* Rede von Paulus \/ Barnabas (V. 12): Die F\u00fchrung Gottes<\/p>\n<p>\u201eDie Uneinigkeit war durch Leute entstanden, die glaubten, alle Christen m\u00fcssten genau denselben Weg einschlagen, den sie selbst in ihrem Leben gef\u00fchrt waren. Sie kannten nur ihre eigene F\u00fchrung. Als nun Petrus, Paulus und Barnabas ihnen noch andere g\u00f6ttliche F\u00fchrungen erz\u00e4hlten (von Kornelius und den Heiden, die ohne Beschneidung und Gesetz der vollen Gnade teilhaftig geworden waren), da ging ihnen ein Licht auf. Sie sahen: Gott f\u00fchrt andere Menschen \u00e4u\u00dferlich anders als uns. Ihre Engherzigkeit schwand unter dem Anh\u00f6ren der Berichte der Apostel. Wie einst Petrus selbst durch seine F\u00fchrung zu Kornelius weitherziger geworden war, so konnte er nun auch andere weitherziger machen, zumal Barnabas und Paulus seine Erfahrungen best\u00e4tigten. Wie betr\u00fcbend ist es, wenn mancher in t\u00f6richtem, blindem Fanatismus und in gesetzlicher Engherzigkeit verharrt, weil er immer nur auf seine eigenen F\u00fchrungen blickt und sein Auge verschlie\u00dft gegen die Wege und Leitungen Gottes mit anderen! Wollen wir zur Einigung des Volkes Gottes beitragen, so d\u00fcrfen wir nie alle Gotteskinder in unsere F\u00fchrung und Einrichtung hineinzw\u00e4ngen wollen, sondern m\u00fcssen vor jeder g\u00f6ttlichen Leitung, auch wenn sie von der unsrigen ganz verschieden ist, Achtung haben. Auf dem Boden der g\u00f6ttlichen F\u00fchrung reichen sich die verschiedenartigsten Christen von Herzen die Bruderhand\u201c (Christlieb, Apostel Paulus, S. 132).<\/p>\n<p>* Rede des Jakobus (V. 13-21): Das Wort Gottes<\/p>\n<p>\u201ePetrus, Paulus und Barnabas hatten die getrennten Christen auf dem Boden der Gnade und der F\u00fchrung Gottes vereinigt. Zum Schluss verband sie Jakobus auf dem Boden des Wortes Gottes. Wenn die, Judenchristen den unbeschnittenen Heidenchristen mit gutem Gewissen die Bruderhand reichen wollten, dann mussten sie soviel biblisches Licht bekommen, dass sie solche Vereinigung als schriftgem\u00e4\u00df ansehen konnten. Eine Verbindung, die nicht auf dem Boden des Wortes stand, h\u00e4tten sie niemals anerkannt. Nun hatten aber die Beschneidungs- und Gesetzeseiferer die Bibel ganz f\u00fcr sich und ihre Meinung in Anspruch genommen, indem sie sich auf das geschriebene mosaische Gesetz beriefen. Da war es n\u00f6tig, dass Jakobus die einseitige Schriftbetrachtung durch eine gr\u00fcndlichere, vollst\u00e4ndigere ersetzte. Er wies auf eine klare Schriftstelle hin, die auch den Heiden Anteil an Gottes Reich zusagt. Gott hatte durch Amos gesagt, dass die Aufrichtung des in Verfall geratenen Davidshauses allen Heiden zugute kommen solle (Amos 9,11f). Weil diese Aufrichtung in Jesu Reich verwirklicht ist, so hat Jakobus mit Recht aus dieser Stelle geschlossen, dass man die Heiden von dem Heil in Christus nicht ausschlie\u00dfen und dass man nicht verlangen d\u00fcrfe, dass sie erst durch die Beschneidung Juden werden m\u00fcssten. Gegen diesen Schriftbeweis konnten die engherzigen Judenchristen nichts sagen. Sie wollten doch auch die Schrift gelten lassen. Sobald die Anerkennung der unbeschnittenen Heidenchristen als biblisch berechtigt erwiesen war, stimmten alle ihr zu. Nicht Menschen-, sondern Gottes Wort hatte den Ausschlag gegeben. Die Rede des Jakobus zeigt uns klar: Je tiefer und vielseitiger wir in das ganze Wort Gottes eindringen, desto mehr werden wir vor trennender Einseitigkeit bewahrt und k\u00f6nnen an unserm Teil dazu beitragen, dass Gottes Volk verbunden wird\u201c (Christlieb, Apostel Paulus, S. 133).<\/p>\n<p>V. 14: Hier gilt es grundlegend zu erkennen, dass Gott nicht sein altes Volk vergr\u00f6\u00dfert, sondern dass er sich ein neues Volk beruft. Eine heilsgeschichtliche Betrachtung und Verst\u00e4ndnis ist hier n\u00f6tig, damit der biblische Gedankengang von Jakobus erfasst werden kann. Jetzt beginnt etwas Neues (\u201ezuerst\u201c; V. 14) und \u201enach diesem will ich zur\u00fcckkehren und wieder aufbauen die H\u00fctte Davids, die verfallen ist\u201c (V. 16). Die Wiederherstellung Israels wird erst zuk\u00fcnftig im messianischen Zwischenreich (= Tausendj\u00e4hrigen Reich; vgl. Offb 20,1ff) erfolgen. Aber diese Zeit ist eben jetzt noch nicht, \u201edamit [jetzt] die \u00dcbrigen der Menschen den Herrn suchen und alle Nationen, \u00fcber die mein Name ausgerufen ist\u201c (V. 17). Das alttestamentliche Zitat aus Amos 9,11f spricht vom messianischen Zwischenreich, ist also gerade nicht auf das gegenw\u00e4rtige Zeitalter anzuwenden, erkl\u00e4rt aber gerade dadurch, das im gegenw\u00e4rtigen Zeitalter der Gemeinde etwas \u201eNeues\u201c begonnen hat (vgl. Eph 3,1-13). Aber gerade deshalb hat wiederum auch das Volk Israel noch eine Zukunft, aber eben zuk\u00fcnftig, weil diese erst mit der Wiederkunft Jesu beginnt (vgl. z.B. Sach 8,20-23).<br \/>\nZu beachten ist auch, welchen Namen Jakobus hier w\u00e4hlt. Er spricht nicht von Petrus (gr. = Fels) oder Kephas (aram. = Fels), Namen die sonst gebr\u00e4uchlich und \u00fcblich waren, er spricht von Simon. Da die anderen Namen zugleich \u201eTitel\u201c sind (vgl. Joh 1,42; Mt 16,18), unterstreicht Jakobus damit, das nun der \u201eBruder\u201c gesprochen hat und ebnet so den Weg zu einer br\u00fcderlichen und gemeinsamen Entscheidung (beachte Mt 23,8), die nicht von au\u00dfen diktiert, sondern von innen her gemeinsam vor dem Herrn getroffen wird.<\/p>\n<p>Drei Grundlinien zur Gewissheit des Willens Gottes sind in der Rede des Jakobus zu entdecken:<br \/>\n\u201eDie Bibel best\u00e4tigte ihm eine g\u00f6ttliche F\u00fchrung und machte ihn dadurch seines Weges ganz gewiss. Er h\u00f6rte und sah die g\u00f6ttliche F\u00fchrung von Petrus, Paulus und Barnabas. Die Stelle aus dem Propheten Amos best\u00e4tigte ihm dieselbe als richtig; nun war er des g\u00f6ttlichen Willens ganz gewiss.<br \/>\nDie Bibel befreite ihn von einem Irrtum, der tief in seinem ganzen Volke steckte. Den Juden war die Ansicht &#8211; man m\u00f6chte fast sagen- in Fleisch und: Blut \u00fcbergegangen: Wir sind das einzige Volk, das am g\u00f6ttlichen Heil Anteil hat. Durch die Schrift kam Jakobus zur Erkenntnis, dass diese althergebrachte Meinung nicht stichhaltig war, dass selbsts\u00fcchtiger Nationalstolz ihr zugrunde lag, und dass Gottes Heil allen V\u00f6lkern geh\u00f6rte. So k\u00f6nnen auch wir oft, ohne es zu ahnen, durch Volkssitte, Erziehung und dergleichen irrige Meinungen hegen, von denen nur treues, t\u00e4gliches Forschen im ganzen Worte Gottes uns befreien kann.<br \/>\nEndlich gab die Bibel dem Jakobus Licht \u00fcber die g\u00f6ttlichen Reichspl\u00e4ne. Er erkannte aus jener prophetischen Bibelstelle die Absicht Gottes mit den nichtj\u00fcdischen V\u00f6lkern.<br \/>\nAuch uns gibt Gott in seinem Worte Licht \u00fcber seine Gedanken, soweit es uns gut ist, bis hinaus auf den Tag seiner Herrlichkeit. Lasst uns den dreifachen Segen, den Jakobus aus dem Worte Gottes hatte, auch f\u00fcr uns suchen\u201c (Christlieb, Apostel Paulus, S. 134)!<\/p>\n<p>Auf den Vorschlag von Jakobus (V. 19-21) ist erst im Rahmen in der n\u00e4chsten Predigt (15,22-33) genauer einzugehen, da die Ausf\u00fchrungen erst im Rahmen des Briefes (V. 23-29) verbindlich werden und von daher auch erst zu diesem Zeitpunkt ausgelegt werden sollten. Hier ist im Rahmen der Predigt der Hinweis f\u00f6rderlich, dass die Predigt im n\u00e4chsten Gottesdienst eine Fortsetzung erf\u00e4hrt. Der Grundgedanke hat hier mit der Missionsstrategie zu tun: Da Mission in der Synagoge beginnt, wird diese Situation mit ber\u00fccksichtigt, so dass nicht nur Juden Heiden nicht unn\u00f6tig beschweren d\u00fcrfen, sondern auch die Heiden Juden nicht unn\u00f6tig beschweren d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>3. TEXT- UND PREDIGTSCHWERPUNKT<\/p>\n<p>Apg 15 bildet sowohl in struktureller als auch theologischer Hinsicht das Zentrum der Apostelgeschichte. Im Rahmen der Missionsgeschichte kommt es nun zur abschlie\u00dfenden Kl\u00e4rung der Frage, wie das Evangelium von den Juden zu den Heiden kommt. Gott hat Unbeschnittenen auf Grund ihres Glaubens seinen Geist gegeben (vgl. 15,7-12 mit Apg 10,44-46) und hat verhei\u00dfen, ein unbeschnittenes Volk mit dem beschnittenen Volk zu einem neuen Volk zu vereinen (vgl. 15,13-21 mit Amos 9,11-12). Aus diesem Grund m\u00fcssen Heiden nicht zuerst Juden werden, um Christen zu werden (vgl. R\u00f6m 2,28f; 1Kor 7,19; Kol 2,11f)! Hier erfolgt also der endg\u00fcltige Durchbruch zur beschneidungsfreien Heidenmission.<\/p>\n<p>Unsere Predigt\u00fcbersicht 2009 (beim Gemeinschaftsleiter erh\u00e4ltlich) benennt als m\u00f6glichen Schwerpunkt f\u00fcr die Predigt das Thema &#8222;Streit&#8220;. In Apg 15,1-21 wird deutlich, wie in den ersten Gemeinden mit theologischen Streitfragen umgegangen wurde. Von diesem Beispiel her sind in der Predigt aktuelle L\u00f6sungswege f\u00fcr den Umgang mit Konflikten aufzuzeigen.<\/p>\n<p>4. PREDIGTGLIEDERUNG<\/p>\n<p>Gef\u00e4hrdete Gemeinschaft:<br \/>\nA. Trennende Auseinandersetzung (V. 1-3)<br \/>\nB. Kl\u00e4rende Auseinandersetzung (V. 4-6)<br \/>\nC. Verbindende Auseinandersetzung (V. 7-21)<br \/>\na) Verbunden durch die Gnade Gottes (V. 7-11)<br \/>\nb) Verbunden durch die F\u00fchrung Gottes (V. 12)<br \/>\nc) Verbunden durch das Wort Gottes (V. 13-21)<\/p>\n<p>Nach Hans Pfau:<br \/>\na) Hoffnungslos verloren<br \/>\nb) Kompromisslos befreit<br \/>\nc) Bedingungslos angenommen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: In der Gemeinde des Herrn lebenPredigtthema: Gef\u00e4hrdete Gemeinschaft Bibelstelle: Apostelgeschichte 15, 1-21 Verfasser: Thomas Richter Ein Predigttipp enth\u00e4lt Hilfestellungen f\u00fcr die Verk\u00fcndigung und ersetzt deshalb nicht das eigenst\u00e4ndige Erarbeiten des Bibeltextes und Studieren von Bibelkommentaren. 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